DE1284684B - Verfahren zur Herstellung fester Wirkstoff-Zubereitungen zur Bekaempfung von tierischen Schaedlingen in Wasser - Google Patents
Verfahren zur Herstellung fester Wirkstoff-Zubereitungen zur Bekaempfung von tierischen Schaedlingen in WasserInfo
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Description
- Bei verschiedenen Krankheiten werden di Krankheitserreger durch Zwischenwirte (Vektoren) übertragen. Die Bekämpfung solcher Krankheiten, die Mensch und Tier befallen können, erfolgt zumeist durch Verabreichung einer chemotherapeutisch wirksamen Substanz, die im menschlichen oder tierischen Körper den Krankheitserreger unschädlich macht.
- Eine weitere, in neuester Zeit immer häufiger angewandte Methode zur Bekämpfung dieser Krankheiten (wie z. B. Malaria, Bilharziose, Leberegel der Rinder) ist die Beseitigung der Zwischenwirte durch chemische Wirkstoffe.
- Zur Ausrottung der Malaria werden z. B.- die im Wasser lebenden Anopheles-Mückenlarven durch entsprechende Larvicide, wie z. B. DDT, abgetötet, wodurch die Ausbreitung der Krankheit unterbrochen wird.
- Auch zur Bekämpfung der Bilharziose, eine durch im menschlichen Blut befindliche Saugwürmer hervorgerufene, weitverbreitete Krankheit, ist man bestrebt, die als Zwischenwirte fungierenden Wasserschnecken zu vernichten und somit den Entwicklungszyklus der Würmer zu unterbrechen.
- Zu diesem Zweck wurden verschiedene gegen Schnecken wirksame Verbindungen (Molluscicide) entwickelt, die zur Abtötung solcher Wasserschnecken geeignet sind.
- Obwohl diese Wirkstoffe als solche bereits bekannt sind, besteht eine wesentliche Schwierigkeit bei der Anwendung dieser Substanzen darin, über eine definierte Dauer dem Wasser eine stets ausreichende Wirkstoffmenge zuzuführen. Nur durch Aufrechterhaltung einer für jedes Präparat festgelegten Anwendungskonzentratio-n über eine bestimmte Zeitdauer - ist eine vollständige Abtötung der Zwischenwirte und deren Eier möglich.
- Es ist bereits bekannt, Wirkstoffein schwer wasserlösliche Inertmaterialien, z. B. Gips, einzuarbeiten und die dabei erhaltenen Blöcke in fließendes Gewässer einzulegen. Die Auflösungsgeschwindigkeit dieser Blöcke ist jedoch so gering, daß sie sich rasch mit einer Schicht aus in natürlichen Gewässern vorkommenden Materialier ; (Algen, Schlamm, Sinkstoffe,-Salze) überziehen wodurch eine weitere Wirkstoffabgabe an das umgebende Wasser verzögert oder vollständig verhindert wird.
- Es wurde nun gefunden, daß man feste Wirkstoffzubereitungen mit variabler, kontrollierbarer Auflösungsgeschwindigkeit in Wasser dadurch herstellen kann, daß man Wirkstoffe mit mindestens einem Bindemittel unter Zusatz - löslicher Cellulose-Derivate vermischt und die nach Zusatz von Wasser erhaltenen Pasten erstarren läßt.
- Geeignete Cellulose-Derivate sind solche, die eine gewisse Quellfähigkeit und eine - ausreichende Bindefähigkeit aufweisen. Besonders geeignet sind Methylcellulosen sowie Carboxymethylcellulose, besonders als Natriumsalz. Außer den physikalischen Eigenschaften (Quell- und Bindefähigkeit) besitzen diese Cellulose-Derivate auch komplexbildende Eigenschaften. Das bedeutet, daß die in natürlichen Wässern befindlichen Salze durch die Cellulose-Derivate komplex gebunden werden können und somit keine störenden Salzablagerungen an der Oberfläche der festen Wirkstoff-Zubereitungen verursachen können.
- Die Anwendung dieser Cellulose-Derivate zur Herstellung von in Wasser löslichen oder suspendierbaren festen Wirkstoff-Zubereitungen erfolgt in sehr einfacher Weise durch trockenes Vermischen eines Wirkstoffes mit einem geeigneten Bindematerial unter Zusatz einer geringen Menge an Cellulose-Derivat.
- Als Wirkstoff verwendet man z. B. eine leicht benetzbare Formulierung in Form eines Spritzpulvers. Als Bindematerial dient vorwiegend Zement oder auch Gips. Nach dem Vermischen wird Wasser zugesetzt und verrührt, bis das Gemisch als pastenartige Masse vorliegt. Diese Masse wird entweder in vorbereitete Holzformen (Kokillen) eingegossen oder auf geeignete feste Trägermaterialien, wie z. B. feinmaschiges Drahtgeflecht oder grobes Baumwollgewebe, aufgebracht.
- Kurze Zeit danach verfestigt sich die Masse und ist nunmehr zur Verwendung geeignet. Die Anwendung braucht jedoch nicht unverzüglich zu erfolgen, da die Zubereitung je nach Stabilität des Wirkstoffes über längere Zeit lagerfähig ist.
- Die Anwendung dieser festen Zubereitungen erfolgt in an sich bekannter Weise durch Einhängen in fließendes Gewässer oder durch Einlegen in fließendes Wasser auf einer festen Unterlage. Nach dem Einbringen in Wasser lösen sich die Briketts langsam auf und geben dabei kontinuierlich ihren Wirkstoff an das umgebende Medium ab. Die Auflösungsgeschwindigkeit der-Briketts läßt sich durch Zugabe unterschiedlicher Mengen an Cellulose-Derivaten einstellen. Je höher der Anteil an Cellulose-Derivat gewählt wird, desto : schneller erfolgt die Auflösung.
- Zumeist ist ein Zusatz von 1 bis 201, Cellulose-Derivat für eine Auflösung der Zubereitung innerhalb von 6 bis 8 Stunden ausreichend.
- Diese Methode der Wirkstoff-Applikation bietet gegenüber den üblichen Methoden (Dispenser, Sprühgeräte) den Vorteil, ~ daß sie sehr einfach, ohne großen Zeitaufwand, ohne wesentliche Wartung und daher mit nur wenig Hilfspersonal ausführbar ist.
- Solche Briketts lassen sich am Ort der Applikation unter Verwendung überall erhältlicher Bindemittel (vornehmlich Zement) herstellen, wodurch Transportkosten eingespart werden.
- Die folgenden Beispiele erläutern die Anwendbarkeit der erfindüngsgemäßen Methode: 1. - Ein Gemisch aus 100 Teilen 2', 5-Dichlor-4'-nitrosalìcylanilid-Äthanolaminsalz (als 700/0 ges Spritzpulver) und 25 Teilen Portland-Zement sowie 1 Teil Methylcellulose werden mit 60 Teilen Wasser angeteilt. Die pastenartige Masse wird in Formen aus Holz oder Kunststoff eingegeben und erstarrt anschließend vollständig. Die nach Herausnehmen aus den Formen erhaltenen Briketts lösen sich in fließendem Wasser yollständig innerhalb von 6 bis & Stunden.
- 2. Durch Anwendung unterschiedlicher Mischungsverhältnisse der Einzelkomponenten werden die in der folgenden Tabelle erhaltenen Ergebnisse erzielt.
- Påtentånsprüche : 1. Verfahren zur Herstellung fester Wirkstoffzubereitungen zur Bekämpfung von tierischen Schädlingen in Wasser durch Erstarrenlassen eines mit Wasser angeteigten Gemisches aus wasserbindendem Bindemittel und Wirkstoff, d a -durch gekennzeichnet, daß man die Wirkstoffe mit Zement oder Gips und einem wasserlöslichen Cellulose-Derivat vermischt, ehe man Wasser zugibt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als wasserlösliches Cellulose-Derivat Methylcellulose und/oder Alkalicarboxymethylcellulose verwendet wird.
Carboxymethyl- Wirkstoff Bindemittel cellulose (Natrium-Salz) Auflösung Dauer der Auflösung*) Teile Teile Teile 100 25 0 unvollständig - 100 25 0,5 vollständig 6 bis 8 Stunden 100 25 1,0 vollständig 3 bis 4 Stunden 100 25 2,0 vollständig 1½ Stunden
Priority Applications (2)
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Family Applications (1)
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Families Citing this family (1)
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Non-Patent Citations (1)
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Also Published As
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