DE1283134B - Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffskis - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines KunststoffskisInfo
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- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffskis Herstellung eines Kunststoffskis mit einem an den beiden Längsseiten abgedeckten Kern aus mehreren textilumwickelten Weichmaterialstreifen sowie mit einer oberen und einer unteren Kernabdeckung aus kunstharzgetränkten Gewebestreifen in Verbindung mit einem äußeren Kunststoffgurt, der an den beiden Längsseiten mit je einer Metallkante versehen ist.
- Bei den bisher üblichen Verfahren zur Herstellung derartiger Skier werden die einzelnen Skibestandteile nacheinander in eine Form eingelegt und dann in einem einzigen Preßvorgang endgültig miteinander verleimt. Dabei werden die Metallkanten der Belege zwischen einem vorgepreßten harten Glasfaserlaminat und dem Kunststoffgurt verklebt, so daß sich keine zufriedenstellende Verbindung ergibt. In dieser bekannten Weise hergestellte Skier machen nicht unerhebliche Nacharbeiten erforderlich, weil die Herstellung der Einzelteile und das Einpassen der Metallkanten nicht mit der genügenden Genauigkeit vorgenommen werden kann.
- Aufgabe der Erfindung ist es, das eingangs beschriebene Verfahren derart zu vereinfachen, daß das Nacharbeiten der Einzelteile wegfallen kann.
- Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zunächst die Kunststoffgurte vorgeschnitten, darauf diese Gurte mit den Gewebestreifen und mit den Metallkanten unter allseitigem Druck gesondert zu einem Ober- bzw. Untergurt verleimt und zuletzt diese Gurte zusammen mit jeweils für sich textilumwickelten Weichmaterialstreifen als Kern und mit den Seitenabdeckungen gleichfalls unter allseitigem Druck miteinander verleimt werden. Durch diese weitgehende Vorfertigung der einzelnen Skiteile wird einmal eine Rationalisierung in Hinsicht auf eine Bandfertigung ermöglicht und zum anderen eine sehr genaue Verarbeitung und insbesondere gute Sicherung der Metallkanten gewährleistet, so daß der Ausschuß verringert werden kann.
- Vorteilhaft wird im Bereich der Skispitze und des Skiendes zwischen dem Ober- und dem Untergurt längs der Ränder ein lösbarer Kautschukstreifen eingelegt. Dieser Kautschukstreifen wird beim Verpressen des Skis nicht mitverleimt und kann nachträglich herausgelöst werden, so daß eine Randfuge verbleibt, in die nachträglich Spitzen- und Endschoner eingepaßt werden können.
- Zweckmäßig erfolgt die Herstellung des Ober-bzw. Untergurts dadurch, daß die Ränder des vorgeschnittenen Kunststoffgurts unter die langen Schenkel der im Gesenk gehaltenen L-förmigen Metallkanten geschoben werden, daß dann Glasgewebestreifen aufgelegt werden und daß nach dem Tränken der Streifen mit ungehärtetem Kunstharz die Verleimung der Teile erfolgt. Hierbei eignet sich besonders eine Vorrichtung, die einen Preßstempel und eine aus zwei gegeneinander verspannbaren Formhälften bestehende, längsgeteilte U-förmige Preßform mit in den Seitenstegen in Formbodenhöhe angeordneten Nuten aufweist. Durch seitliches Verspannen der Formhälften wird eine gleichbleibende genaue Passung zwischen Gurt und Metallkante erzielt, wobei durch Preßdruck von oben eine Verbindung der Gewebestreifen durch die zweckmäßig schwalbenschwanzförmig ausgenommenen Metallkanten mit dem Gurt erreicht und ferner im Falle des Untergurts gleich die Laufrille profiliert wird.
- Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Querschnitt durch eine Preßform zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Gesamtskis und F i g. 2 eine Preßform zur Vorfertigung eines Obergurts aus Kunststoffgurt, Metallkanten und Gewebestreifen.
- Zur Herstellung eines Skis werden zunächst Untergurt und Obergurt des Skis zu einer Montageeinheit aus einem vorgeschnittenen Kunststoffgurt 1, je einer im Querschnitt C-förmigen Metallkante 2 sowie einem Laminat aus Glasfasergewebe 3 vorgefertigt. Hierzu dient eine Preßform aus zwei gegeneinander verspannbaren Formhälften 4 und einem Preßstempel 5. Die Formhälften 4 besitzen in Höhe des Formbodens in den Seitenstegen 6 eine Nut 7, in die zunächst je eine Metallkante eingeschoben wird, und zwar so, daß sich der kurze Schenkel in der Nut befindet und der lange Schenkel im Abstand parallel zum Formboden liegt. Danach wird der Kunststoffgurt unter die Metallkantenschenkel geschoben. Anschließend werden die Formhälften gegeneinander verspannt. Danach werden Glasgewebestreifen 3 in die Form eingelegt und mit Kunstharz getränkt, worauf das Verpressen mit Hilfe des Preßstempels 5 erfolgen kann, der über Schrägkanten 8` irn Zusammenwirken mit entsprechenden Schrägkanten 9 an den Formhälften zentriert wird.
- Zur Erzielung einer guten Sicherung der Metallkanten 2 zwischen den Gewebestreifen und dem Kunststoffgurt ist der zwischen diesen liegende lange Schenkel der Metallkanten schwalbenschwanzförmig od. dgl. ausgenommen. In die Ausnehmungen des Metallkantenschenkels drückt sich das Gewebematerial hinein, so daß sich nicht nur eine gute Verankerung der Metallkanten ergibt, sondern zudem im Kantenbereich eine Verklebung zwischen Gurt und Gewebe unmittelbar erreicht wird. Untergurt und Obergurt werden in gleicher Weise hergestellt, wobei lediglich mit Rücksicht auf die etwas andere Ausgestaltung unterschiedliche Preßformen verwendet werden müssen. Ferner verwendet man beim Untergurt Metallkanten aus Stahl, beim Obergurt Metallkanten aus Aluminium. Grundsätzlich ,ist jedoch in beiden Fällen der Aufbau und die Herstellungsweise gleich.
- Zur Herstellung des fertigen Skis wird eine ebenfalls aus zwei Formhälften 20 bestehende Preßform mit einem Preßstempel21 verwendet. In die Preßform wird zunächst beispielsweise der vorgefertigte Untergurt eingelegt. Anschließend setzt man die Seitenabdeckungen 22 ein, worauf das Kernmaterial zwischengelegt wird, das aus drei Balsaholzstreifen 23 und 24 besteht, die mit Glasseidenfäden 25 jeweils für sich umwickelt sind und die an den einander benachbarten Flächen in der dargestellten Form abgeschrägt sind. Nach dem Tränken der Glasseidenfäden mit einem Kunstharz wird der Oberbelag aufgelegt, woraufhin nach dem Verspannen der beiden Formteile 20 durch Einführen des Preßstempels 21 die gegenseitige Verpressung erfolgen kann. Die Seitenabdeckungen und Metallkanten enden kurz vor der Skispitze bzw. dem Skiende, wobei dann an deren Stelle ein Spitzen- oder ein Endschoner tritt, der gleichzeitig mitverleimt wird, was durch die gegenseitige Verspannbarkeit der zwei Formhälften 20 ermöglicht wird.
- Bei dem Ski sind Obergurt und Untergurt gleich ausgebildet, so daß man einen symmetrischen Kastenquerschnitt mit vorbestimmbarem, überschaubarem Tragverhalten gegen Längsbiegung und Torsion erhält, wobei das Gesamttragverhalten durch die Verwendung von einzelnen, für sich textilumwickelten WeichmateriaIstreifen in einfacher Weise den an den Ski gestellten Anforderungen angepaßt werden kann.
- An Stelle von Glasseidenfäden zur Umwicklung der Weichmaterialstreifen können auch Gewebestreifen verwendet werden.
Claims (6)
- ' Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen eines Kunststoffskis mit einem an den beiden Längsseiten abgedeckten Kern aus mehreren textilumwickelten Weichmaterialstreifen sowie mit einer oberen, und einer unteren Kernabdeckung aus kunstharzgetränkten Gewebestreifen in Verbindung mit einem äußeren Kunststoffgurt, der an den beiden Längsseiten mit je einer Metallkante versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Kunststoffgurte (1) vorgeschnitten, darauf diese Gurte mit den Gewebestreifen (3) und mit den Metallkanten (2)_, unter allseitigem Druck gesondert zu einem Ober- bzw. Untergurt verleimt und zuletzt diese Gurte zusammen mit jeweils für sich textilumwickelten Weichmaterialstreifen (23 , und ` 24) als Kern und mit den Seitenabdeckungen (22) gleichfalls unter allseitigem Druck miteinander verleimt werden. . .
- 2. Verfahren nach - Anspruch 1, dadurch. gekennzeichnet, daß im Bereich der Skispitze und, des Skiendes zwischen dem Ober- und dem Un-. ' tergurt längs der Ränder ein lösbarer Kautschukstreifen eingelegt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Skispitze und; des Skiendes Spitzen- und Endschoner in die. Randfuge zwischen dem Ober- und dem Untergurt eingelegt und in einem Arbeitsgang gleich-; zeitig mit diesen Gurten und mit dem Kern (23, 24 und 25) verleimt werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung des Ober- und Untergurts dadurch erfolgt, daß die Ränder des vorgeschnittenen Kunststoffgurts (1) unter die langen Schenkel der im Gesenk gehaltenen L-för-. migen Metallkanten (2) geschoben werden, daß dann Glasgewebestreifen (3) aufgelegt werden und daß nach dem Tränken der Streifen mit ungehärtetem Kunstharz die " Verleimung der Teile erfolgt.
- 5. Vorrichtung zum Herstellen des Ober- bzw. des Untergurts nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen Preßstempel (5) und durch eine aus zwei gegeneinander verspannbare Formhälften (4) bestehende, längsgeteilte U-förmige Preßform mit - in Seitenstegen (6) in Formbodenhöhe angeordneten Nuten (7).
- 6. Vorrichtung zum Herstellen des Kunststoff-Skis nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Preßstempel (21) und durch eine aus zwei gegeneinander verspannbare Formhälften (20) bestehende, längsgeteilte U-förmige Preßform. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1882 410, 1932158.
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- 1967-11-29 AT AT1075167A patent/AT286841B/de not_active IP Right Cessation
- 1967-11-30 CH CH1683267A patent/CH473593A/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
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