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Kabelverlegemaschine Die Erfindung betrifft eine Kabelverlegemaschine
zur Verlegung von Mehrschichtkabeln mit einer Vielzahl von Greifelementen, die auf
zwei gegeneinander beweglichen Raupenbändem, zwischen welche das Kabel eingeführt
wird, angeordnet sind, mit einer Einrichtung zur Ausübung von Druck auf die Greifelemente.
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Bei dem Verlegen eines Tiefseekabels ist dieses gewöhnlich in einem
Stautank im Schiff aufgewickelt, von dem es mit Hilfe einer Kabelverlegemaschine
ins Wasser verlegt wird. Diese Kabelverlegemaschine ist gewöhnlich so eingerichtet,
daß sie zu Beginn des Auslegevorganges auf das Kabel eine Antriebskraft ausübt,
um das Kabel aus seinem Stautank herauszuziehen und ins Wasser zu fördern. Nachdem
eine ausreichende Länge des Kabels über Bord gebracht worden ist, so daß es durch
sein Eigengewicht bewegt wird, übt die Kabelverlegemaschine eine Bremskraft zur
Regelung der Auslegegeschwindigkeit des Kabels aus. Das Gewicht des Teils des Kabels
zwischen dem Kabellegeschiff und dem Meeresboden erzeugt einen beträchtlichen Zug,
besonders bei Kabelverlegearbeiten in großen Tiefen. Diese dabei auftretende verhältnismäßig
hohe Spannung ist ein wichtiger Faktor bei der konstruktiven Gestaltung der Kabelverlegemaschine
insbesondere bei einem Kabel, das ein nichtbewehrtes Fernmeldekabel darstellt. Die
Bedeutung dieses Spannungsfaktors bei der Verlegung nichtbewehrter Fernmeldekabel
läßt sich am besten aus der folgenden Beschreibung des Aufbaues eines nichtbewehrten
Femmeldekabels ermessen.
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Bei einem nichtbewehrten Fernmeldekabel besteht die äußere Umhüllung
aus einem geeigneten Kunststoffmaterial, wie Polyäthylen, wobei dem Kabel seine
Festigkeit hauptsächlich durch eine mittige Kabelseele verliehen wird, die aus einem
geeigneten zugfesten Material, beispielsweise verdrillten Stahldrähten, besteht.
Das Kabel weist ferner zwei koaxiale elektrische Leiter auf. Der innere koaxiale
Leiter wird durch eine dünne Hülle bzw. durch einen dünnen Mantel aus einem geeigneten
Metall von hoher Leitfähigkeit, beispielsweise Kupfer, in Form eines Rohres oder
eines spiralig gewickelten Bandes, gebildet. Dieses wird dicht um die Kabelseele
so herumgeformt, daß es praktisch mit ihr aus einem Stück besteht. Ein geeignetes
dielektrisches Zwischenmaterial, beispielsweise aus Polyäthylen, wird in zylindrischer
Gestalt um den inneren Leiter herum preßgeformt, um diesen von dem äußeren Leiter
zu trennen. Der äußere koaxiale Leiter ist ebenfalls aus einem geeigneten Material
von hoher Leitfähigkeit, beispielsweise aus Kupfer, in Form eines oder mehrerer
Bänder hergestellt, die dichtend um das zylindrische dielektrische Zwischenmaterial
herumgewickelt sind. Dieser äußere Leiter ist durch einen Außenmantel aus einem
Kunststoffisoliermaterial, we Polyäthylen oder Polyvinylchlorid, geschützt.
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Für das Verlegen eines Kabels ist von Bedeutung, daß die Grenzflächen
zwischen den verschiedenen Elementen dieses Koaxialkabels nicht haftend verbunden
sind. Mit anderen Worten, es besteht keine wesentliche Adhäsion zwischen dem inneren
und dem äußeren Kupferkoaxialleiter und dem dielektrischen Zwischenmantel aus Kunststoff.
Auf Grund dieses Fehlens einer Adhäsion muß die Kabelverlegemaschine so ausgebildet
sein, daß keine übermäßigen Scherkräfte auf irgendeinen Teil des Kabels ausgeübt
werden, da sonst die dielektrische Kunststoffzwischenlage in bezug auf den inneren
oder äußeren koaxialen Leiter sich verschieben könnte, was eine Verformung der koaxialen
Leiter und damit eine Beeinträchtigung der Übertragungseigenschaften des Kabels
zur Folge hat. Es ist daher wünschenswert, daß eine Kabelverlegemaschine einen verhältnismäßig
langen Abschnitt des Kabels erfaßt und hält. Außerdem darf das Kabel nicht radialen
Biegungen ausgesetzt werden, die zu Rissen und Brüchen des Kunststoffmaterials
oder
zur Verformung der koaxialen Leiter führen.
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Diesen Erfordernissen wird eine Kabelverlegemaschine mit einer Vielzahl
von Greifelementen gerecht, die auf zwei gegeneinander beweglichen Raupenbändern,
zwischen welche das Kabel eingeführt wird, angeordnet sind. Dabei ist es bekannt,
auf die Greifeleinente Druck auszuüben, um so die Bewegung des Kabels zu regeln.
Durch die erwähnte Vielzahl von Greifelementen wird die durch die Kabelverlegemaschine
ausgeübte Gesamtgreifkraft über einen größeren Kabelabschnitt verteilt. Dabei besteht
jedoch die Gefahr, daß das Kabel zu fest zwischen den zusammenwirkenden Raupenbändern
der Kabelverlegemaschine erfaßt wird und zwischen Teilen des Kabels ein relativer
Schlupf auftritt. Für das Auftreten eines solchen Schlupfes besteht eine besondere
Wahrscheinlichkeit zwischen der dielektrischen Kunststoffzwischenlage und dem inneren
koaxialen Leiter.
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Es ist zwar bekannt, Einrichtungen zur überwachung der Zugspannung
im Kabel vorzusehen, wie auch bereits eine elektrische überwachungseinrichtung beschrieben
worden ist, die in Abhängigkeit von einer bestimmten Zugspannung in einem Metallband
ein elektrisches Signal erzeugt, das eine Korrektur der Zugspannung bewirkt. Weiter
ist es zum selbsttätigen Regeln der Spannung einer Papierbahn bei Rotationsdruckpressen
bekannt, einen Hebel vorzusehen, der auf elektrische Kontakte einwirkt und Signale
erzeugt, die Walzenbremsen beeinflussen. Diese bekannten Überwachungs- und Steuereinrichtungen
ermöglichen es nicht, die erwähnten Gefahren eines Schlupfes zwischen den verschiedenen
Schichten eines Mehrschichtkabels zu verhindern.
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Demgemäß Iiegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Kabelverlegemaschine
verfügbar zu machen, bei der das Auftreten eines Schlupfes zwischen den verschiedenen
Schichten eines modernen, nicht armierten Mehrschichtkabels vermieden ist.
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Die Erfindung besteht darin, daß bei einer Kabelverlegemaschine der
eingangs genannten Art eine an sich bekannte Meßeinrichtung zur Überwachung und
Messung der Zugspannung des ablaufenden Kabels vorgesehen ist, vermittels welcher
der auf die Greifelemente ausgeübte Druck in Abhängigkeit von der Größe der Zugspannung
entweder gleichmäßig oder über die einzelnen Elemente beliebig wählbar, steuerbar
ist.
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Durch eine derartig funktionierende Steuereinrichtung werden bei der
Kabelverlegemaschine so gewählte Bremskräfte angelegt, daß dadurch ein Schlupf zwischen
den Kabelschichten vermieden wird. Damit ist es möglich, moderne, nicht armierte
Mehrschichtkabel mit verhältnismäßig großer Geschwindigkeit auszulegen, ohne daß
irgendwelche Fehler bei der Verlegung des Kabels auftreten. Dadurch werden mit Hilfe
der erfindungsgemäßen Kabelverlegemaschine die Kosten bei der Verlegung moderner,
nicht arinierter Kabel wesentlich herabgesetzt.
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Die Erfindung soll an Hand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert werden; in diesen zeigt F i g. 1 eine
Kabelverleggemaschine mit einer Vielzahl von auf Raupenbändem angeordneten Greifelementen,
F i g. 2 eine Schnittdarstellung einer Meßeinrichtung für die Zugspannung
im Kabel, F i g. 3 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt einer Kabelverlegemaschine
mit der Meßeinrichtung für die Zugspannung, F i g. 4 eine andere Ausführungsform
einer Meßeinrichtung für die Zugspannung im Kabel, F i g. 5 eine Schaltung
für die Regelung der Druckkraft in der Kabelverlegemaschine und F i g. 6
eine graphische Darstellung, die das Verhältnis zwischen der Zugspannung im Kabel
und dem durch die Kabelverlegemaschine ausgeübten Greifdruck zeigt.
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In F i g. 1 ist ein nichtbewehrtes Tiefsee-Fernmeldekabel
1 der vorangehend beschriebenen Art dargestellt, dessen Auslegebewegung durch
eine Raupenband-Kabelverlegemaschine 2 geregelt wird. Die Maschine 2 ist mit einer
ersten Gruppe von Kabelgreifeinheiten 3 ausgerüstet, die in einem unteren
endlosen Raupenband angeordnet sind, und mit einer zweiten Gruppe ähnlicher Kabelgreifeinheiten
4, die in einem oberen zusammenhängenden Raupenband angeordnet sind.
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Diese in Form eines oberen und eines unteren Raupenbandes angeordneten
Greifeinheiten 3 und 4, welche die Form von Greifblöcken oder -schuhen haben
können, sind einander gegenüberliegend in der Weise angeordnet, daß sie einen langgestreckten
Anpreß- oder Klemmabschnitt bilden, der an den entgegengesetzten Seiten des Kabels
1 angreift oder dieses hält, wie sich am besten aus F i g. 3 ergibt,
um die Zugbelastung vom Kabel 1 auf die Raupenbandmaschine 2 zu übertragen.
Dieser Anpreß- oder Klemmabschnitt hat eine beträchtliche Länge, beispielsweise
von 6,10 in, so daß die Aufnahme der Kabelzugbelastung auf eine verhältnismäßig
große Zahl von einzelnen Greifeinheiten 3 und 4 verteilt wird. Die Greifwirkung
der Einheiten 3 und 4 wird durch eine Einrichtung erzeugt, die ein Druckluft-Sammelleitungssystein
5 aufweist, das in der nachstehend beschriebenen Weise durch eine zugspannungsempfindliche
Einrichtung 6 geregelt oder gesteuert wird, die so angeordnet ist, daß sie
durch das Kabel 1 an einer Stelle hoher Zugspannung in der Nähe des
Austrittsendes der Maschine 2 beeinflußt wird.
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Beim Auslegen oder Einholen des Kabels 1 geschieht die Regelung
seiner Bewegung durch die Greifwirkung, welche auf seine entgegengesetzten Seiten
durch die nebeneinander angeordneten Greifeinheiten 3 und 4 ausgeübt wird,
die in ihrer raupenbandförmigen Anordnung durch mehrere große Kettenräder
7 angetrieben oder gehalten werden, wie in F i g. 3 gezeigt. Die Kettenräder
7 werden durch eine geeignete Kraftquelle, beispielweise durch eine von Elektromotoren
angetriebene hydraulische Einrichtung angetrieben. Die Krafteinrichtung ist so beschaffen,
daß sie in der einen Richtung als Antriebsmotor für Kabeleinholarbeiten und in der
anderen Richtung als Pumpe zur Verwendung als Bremse während der Kabelauslegearbeiten
verwendet werden kann. Ferner ist das Kraftsystein so ausgelegt, daß es zu Beginn
von Kabelauslegearbeiten als Antriebsmotor wirken kann, um das Kabel aus seinem
Stautank abzuziehen, bis eine ausreichende Kabellänge über Bord gebracht worden
ist, so daß das Kabel durch sein Eigengewicht zieht. Diese verschiedenen Funktionen
der Kraftanlage können durch die Betätigung geeigneter Schalter in einem für diesen
Zweck vorgesehenen Schaltpult 2 a gewählt werden.
Aus F i
g. 3 ergibt sich, daß eine Anzahl feststehender Druckluftanpreßeinheiten
8 unterhalb des Anpreß- oder Klemmabschnitts der Raupenbänder angeordnet
ist, welche die Aufgabe haben, gegen die unteren Greifeinheiten 3 nach oben
zu drücken. Eine gleiche Anzahl von Druckluft-Anpreßeinheiten 9 ist oberhalb
des Klemmabschnitts der Raupenbänder angeordnet und dient dazu, gegen die oberen
Greifeinheiten 4 nach unten zu drücken.
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Jede der Anpreßeinheiten 8 und 9 weist im wesentlichen
zwei Luftfedern 10 auf, die hintereinander auf einem metallischen Abstandsstück
11 angeordnet sind. Bei jedem Paar von Luftfedern 10 trägt die dem
Klemmabschnitt des Raupenbandes am nächsten gelegene Luftfeder ein Sattelstück 12
mit einem an diesem angelenkten Rollenträger 13. Jeder Rollenträger
13 dient zur drehbaren Lagerung einer Anzahl Rollen 14 in der Weise, daß
diese gegen das benachbarte Raupenband anliegt. Ferner ist bei jedem Paar von Luftfedern
10 diejenige Luftfeder, die vom Klemmabschnitt des Raupenbandes am weitesten
abgelegen ist, auf einer flachen Metallplatte 15 angeordnet, die am Rahmen
16 der Maschine befestigt ist.
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Die beiden Luftfedern 10 jeder der Anpreßeinheiten
8 und 9 sind miteinander durch ein T-Rohrstück verbunden, das innerhalb
des Abstandsstückes 11 angeordnet ist und dessen Steg 17 nach außen
absteht und ein Eintrittsende für die Druckluft bildet. Jede der oberen Anpreßeinheiten
9 ist mit ihrem Eintrittsende 17 mit dem oberen Ende eines einer Anzahl
von biegsamen Schläuchen 18 verbunden, die sich von der Durckluftsammelleitung
5 nach oben erstrecken. Außerdem ist jeder Schlauch 18 mit einer Zwischenanzapfung
19 versehen, welche mit dem Eintrittsende 17 der jeweiligen unteren
Anpreßeinheit 8 verbunden ist, welche sich unmittelbar unterhalb der oberen
Anpreßeinheit 9 befindet, an die der Schlauch 18 angeschlossen ist.
Mit anderen Worten, jeder Schlauch 18 führt Druckluft den vier Luftfedern
10 in einem senkrecht angeordneten Paar von unteren und oberen Anpreßeinheiten
8 und 9 zu.
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Das untere Ende jedes Schlauches 18 ist mit einem einer Anzahl
von einzeln betätigbaren Zufuhrventilen 20 in der Luftsammelleitung 5 verbunden.
Diese Ventile 20 sind je an eine Rohrleitung 21 angeschaltet, die mit Druckluft
von einem geeigneten Verdichter 22 beliefert wird. Daher kann die auf das Kabel
1
durch die Greifwirkung jedes Paares von Anpreßeinheiten 8 und
9 ausgeübte Anpreßkraft in der gewünschten Weise dadurch erhöht werden, daß
das jeweilige Zufuhrventil 20 geöffnet wird, um eine größere Menge Druckluft in
den jeweiligen Schlauch 18 eintreten zu lassen.
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Zur Herabsetzung des durch irgendein Paar von Anpreßeinheiten
8 und 9 ausgeübten Greifdruckes ist die Luftsammelleitung
5 mit einer Anzahl von einzeln betätigbaren Überdruckventilen 23 versehen.
Jedes überdruckventil 23 ist mit einem der Schläuche 18 in der Nähe
von dessen unterem Ende verbunden und mit einer öffnung versehen, um den Luftaustritt
aus dem zugeordneten Schlauch 18 zu ermöglichen. Diese öffnungen sind mit
einer druckempfindlichen Einrichtung an sich bekannter Art ausgerüstet, die verstellbar
ist, um ein weiteres Austreten von Luft zu verhindern, nachdem ein bestimmter Druck
erreicht worden ist. Die Zufuhrventile 20 und die überdruckventile 23
werden
durch eine Anzahl Magnetspulen 24 betätigt, die je mit einem der Zufuhrventile
20 sowie mit einem entsprechenden Überdruckventil 23 verbunden sind. Mit
anderen Worten, jedes Zufuhrventil 20 und das zugeordnete überdruckventil
23 sind mit einer der Magnetspulen 24 hintereinandergeschaltet, so daß die
Ventile 20 und 23 jedes Paares gleichzeitig in an sich bekannter Weise betätigt
werden können.
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Da der durch die Anpreßeinheiten 9 und 10 ausgeübte
Greifdruck entsprechend der Augenblickszugspannung im Kabel 1 geregelt werden
soll, wird die Arbeitsweise der Magnetspule 24 durch die vorerwähnte zugspannungsempfindliche
Einrichtung 6
geregelt. Die zugspannungsempfindliche Einrichtung
6
kann von beliebiger an sich bekannter Art, beispielsweise die in F i
g. 2 mit näheren Einzelheiten dargestellten Lastzelle 6 sein.
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Wie F i g. 2 zeigt, weist die Lastzelle 6 ein zylindrisches
Druckelement 25 auf, das mit vier Dehnungsmesser-Widerstandsdrähten
26 geeigneter Art versehen ist, die in entgegengesetzt gerichteten Paaren
angeordnet sind. Der Zylinder 25 ist auf einer kreisförmigen Grundplatte
27 aus einem geeigneten Material angeordnet. Eine ähnliche kreisförmige Platte
28
ist an der Oberseite des Zylinders 25 angeordnet. An den Umfangskanten
sowohl der Grundplatte 27
als auch der oberen Platte 28 ist ein zylindrisches
Gehäuse 29 befestigt, das aus einem geeigneten wasserdichten Material, beispielsweise
aus Gummi hergestellt ist, um den Zylinder 25 gegen Regen oder Feuchtigkeit
zu schützen. Gegebenenfalls kann das Gehäuse 29 mit einer Verstärkungsschraubenfeder
versehen sein, die im Gummi eingebettet ist.
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Wie in der Zeichnung dargestellt, ist die Lastzelle 6
in der
Nähe des Austrittsendes der Maschine 2 vorgesehen und unmittelbar unter der Bewegungsbahn
des über Bord laufenden Teils des Kabels 1 so angeordnet, daß das Letztere
auf ihr aufliegt. Für diesen Zweck ist eine kräftige unelastische Stütze
30
vorgesehen, die in ihrer Höhe so bemessen ist, daß das Kabel
1 auf der Oberseite der Lastzelle 6 aufliegt, wie durch den senkrechten
Pfeil in F i g. 3
angegeben. Die durch das Kabel 1 auf die Oberseite
der Lastzelle 6 ausgeübte nach unten gerichtete Kraft verändert sich natürlich
mit der Zuglast des Über Bord befindlichen Teils des Kabels 1. Wenn beispielsweise
das Kabel 1 zu Beginn eines Kabelauslegevorgangs gerade aus der Maschine
2 heraustritt, steht es unter einer nur sehr geringen Zugspannung, so daß es nur
leicht auf die Lastzelle 6 drückt. Andererseits steht das Kabel
1, wenn es in einem Teil des Meeres verlegt wird, der drei oder fünf Kilometer
tief ist, unter einer hohen Zugspannung, so daß es stark auf die Lastzelle
6 nach unten drückt.
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Die auf diese Weise durch die Zugbeanspruchung im Kabel
1 auf die Lastzelle 6 ausgeübte Kraft führt zu einer Druckbeanspruchung
des Zylinders 25, wodurch der elektrische Widerstand der Drähte
26 in an sich bekannter Weise verändert wird. Zur Umwandlung dieser Veränderungen
des elektrischen Widerstandes in elektrische Signalenergie, sind die vier Widerstandsdrähte
26 in Form einer Wheatstoneschen Brücke geschaltet, wie in F i
g. 5 dargestellt. Zwei entgegengesetzte Punkte der Brückenschaltung sind
durch zwei elektrische Leitungen 31
mit zwei Eingangsklemmen 32 verbunden,
an die eine geeignete Erregerspannung liegt. Die beiden
anderen
entgegengesetzten Punkte der Brückenschaltung sind durch zwei weitere elektrische
Leitungen 33
mit zwei Ausgangsklemmen 34 verbunden. Diese Ausgangsklemmen
34 sind, wie sich aus F i g. 3 ergibt, durch zwei weitere elektrische Leitungen
35 mit einem elektronischen Rechengerät 36 verbunden.
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Da die Meßdrähte 26 in Form einer Wheatstonescheu Brücke angeordnet
sind, verursachen Veränderungen in der Kabelzugbelastung entsprechende Veränderungen
im Widerstand der Zweige der Brückenschaltung, so daß die an die Klemmen
32 gelegte Eingangs- oder Erregerspannung bei ihrem Durchgang durch die Brückenschaltung
zu den Ausgangsklemmen 34 modifiziert wird. Die resultierende Ausgangsspannung ist
der den Eingangsklemmen 32
zugeführten Erregerspannung sowie der durch das
Kabel 1 auf die Oberseite der Lastzelle 6 ausgeübten Kraft proportional.
Infolge des Umstandes, daß die auf die Lastzelle 6 ausgeübte Kraft proportional
der Zugspannung im Kabel 1 ist, bildet die an den Ausgangsklemmen 34 auftretende
veränderliche Spannung eine elektrische Signalenergie, welche den Wert der Augenblickszugspannung,
im Kabel 1 anzeigt.
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Wenn diese Signalenergie dem elektronischen Rechengerät
36 zugeführt wird, wird sie in an sich bekannter Weise in geeignete Komponenten
unterteilt. Das Rechengerät 36 führt dann ein elektrisches Steuersignal,
das einem Bruchteil der aufgenommenen Spannung entspricht, jeden einer Anzahl von
Leitern 37 in einem Mehrleiterkabel 38 zu, das zur Luftsammeleinrichtung
5 führt. In der Luftsammeleinrichtung 5 werden die Leitungen
37 vom Kabel 38
abgezweigt, so daß jede Leitung 37 mit einer
der Magnetspulen 24 verbunden ist. Diese elektrischen Verbindungen sind so angeordnet,
daß die Magnetspulen 24 die jeweiligen Zufuhrventile 20 und die überdruckventile
23 so betätigen, daß Druckluft den Schläuchen 18 mit Mengen zugeführt
wird, welche durch die vorerwähnte unterteilte Signalenergie bestimmt werden. Auf
diese Weise wird der Gesamtaugenblicksgreifdruck, der durch die Maschine 2 längs
des Klemmabschnitts seiner Raupenbänder ausgeübt wird, entsprechend den Veränderungen
in der Augenblickszugspannung im Kabel 1 geregelt oder verändert.
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Obwohl bei der dargestellten Anordnung die Lastzelle 6 unmittelbar
durch das Kabel 1 zur Erzeugung einer veränderlichen Spannung für die Steuerung
der Arbeitsweise des Rechengerätes 36 beeinflußt wird, können gegebenenfalls
für diesen Zweck verschiedene andere Anordnungen verwendet werden. Beispielsweise
kann, da das Drehmoment der Kettenräder 7
in der Kabelverlegemaschine 2 zur
Zugspannung im Kabel 1 im Verhältnis steht, dieses Drehmoment in Signalenergie
umgewandelt und dem Rechengerät 36
-zur Steuerung seiner Arbeitsweise zugeführt
werden. Dies kann dadurch geschehen, daß eine Welle 39 zur Kupplung eines
der Kettenräder 7 mit einer geeigneten elektrischen Schlupfkupplung oder
Wirbelstrombremse 40, wie in F i g. 4 gezeigt, verwendet wird, wobei die
Wirbelstrombremse 40 einen Drehmomentarm 41 üblicher Art aufweist. Eine Lastzelle
42, die der Lastzelle 6 ähnlich ist, ist unmittelbar unterhalb des Drehmomentarmes
41 angeordnet und mit zwei Ausgangsleitungen 43 versehen, die zur Eincrangsseite
i des Rechengerätes 36 in der gleichen Weise führen, wie die Leitungen
35 in F i g. 3. Während der Kabelauslegearbeiten wirkt der Drehmomentann
41 gegen die Lastzelle 42, so daß diese eine veränderliche Spannung erzeugt, welche
über die Leitungen 43 dein elektronischen Rechengerät 36 zur Steuerung seiner
Arbeitsweise, ähnlich wie vorangehend beschrieben, zugeführt wird.
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Daher kann durch die Verwendung geeigneter Mittel zur Ableitung einer
Steuerspannung, die sich im Verhältnis zu den Veränderungen in der Kabelzugbelastung
verändert, der den Anpreßeinheiten 8 und 9
zugeführte Luftdruck entsprechend
über einen weiten Bereich verändert werden, wie in F i g. 6 angegeben. In
F i g. 6 stellt die waagerechte Linie N
den normalen oder durchschnittlichen
Luftdruck dar, der den Anpreßeinheiten 8 und 9 für gewöhnliche Kabelzugbelastungen
zugeführt wird. Die obere waagerechte Linie S stellt den konstanten Luftdruck
dar, der durch den Luftverdichter 22 der Eingangsseite der Luftsammeleinrichtung
5 zugeführt wird. Dieser Zufuhrdruck S ist beträchtlich größer als
der normale Druck N, damit eine Reservekapazität vorhanden ist, die ohne
weiteres zur Verwendung für das Halten des Kabels im Bedarfsfalle, wenn übermäßige
Kabelzugbelastungen auftreten, zur Verfügung steht.
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Die durch die LastzelIe 6 erzeugte Steuerspannung kann durch
das Rechengerät 36 zur Steuerung der Arbeitsweise der Magnetspulen 24 in
verschiedener Weise ausgenutzt werden. Beispielsweise können die elektrischen Verbindungen
im Rechengerät 36 so angeordnet werden, daß eine gleichartige Betätigung
aller Magnetspulen 24 erfolgt, so daß zu jedem Zeitpunkt die gleiche Menge Druckluft
jedem der Schläuche 18 zugefährt wird. Dies hat zur Folge, daß der Greifdruck
mit gleichmäßigen Beträgen längs des Klemmabschnitts der Raupenbänder ausgeübt wird.
Der Augenblicksgreifdruck wird jedoch so erzeugt, daß er sich gleichmäßig über die
Länge der Maschine 2 im Verhältnis zu den Veränderungen in der Kabelzugspannung
verändert. Die Konstante der Proportionalität wird so gewählt, daß die Kabelzugspannung
innerhalb der Länge des Raupenband-Klernmabschnitts mit einer Geschwindigkeit auf
Null abfällt, die bei gewöhnlichen Auslegezugspannungen keinen inneren Schlupf zur
Folge hat.
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Ein anderes Verfahren besteht darin, die elektrischen Verbindungen
im Rechengerät 36 so anzuordnen, daß der Augenblicksgreifdruck vom Außenbordende
der Maschine 2, an welchem die höchste Kabelzugspannung besteht, zu ihrem Innenbordende,
an welchem die niedrigste Kabelzugspannung besteht, progressiv erweitert oder erhöht
wird. Auf diese Weise wird der Greifdruck längs des Raupenbandklemmabschnitts so
geregelt, daß er praktisch auf eine veränderliche Länge des Raupenbandklemmabschnitts,
beginnend mit dessen Außenbordende, entsprechend den Veränderungen in der Kabelzugbelastung
ausgeübt wird.
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Ein weiteres Verfahren besteht darin, die Anpreßeinheiten
8 und 9 in eine Außenbordgruppe und in eine Innenbordgruppe zu unterteilen.
Das Rechengerät 36 ist dann so ausgebildet, daß die Magnetspulen 24 der Außenbordgruppe
von Schläuchen 18
weniger Druckluft zuführen als der Innenbordgruppe von Schläuchen
18. Hierbei wird durch die Gruppe von Anpreßeinheiten 8 und
9 am Ende hoher Zuge spannung oder Austrittsende der Maschine 2 ein geringerer
Greifdruck auf das Kabel 1 ausgeübt, während die Greifeinheiten
8 und 9 am Ende niedriger
Spannung oder Eintrittsende
der Maschine 2 einen größeren Greifdruck ausüben. Dies hat zur Folge, daß das Kabel
1 in einem Bereich, in welchem seine Zugspannung hoch ist, verhältnismäßig
lose erfaßt wird, während es in einem Bereich, in welchem seine Zugspannung niedrig
ist, fest erfaßt wird.
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Wenn der Greifdruck in der letzterwähnten Weise ausgeübt wird, ist
ein axialer äußerer Schlupf des Kabels 1 mit Bezug auf den Raupenbandklemmabschnitt
im Bereich in der Nähe des Außenbordendes der Maschine2 möglich, so daß sich das
Kabel 1 mit einer gleichmäßigen Zugspannungs-Abfallgeschwindigkeit bei einem
niedrigen Wert der inneren axialen Scherkraft je Längeneinheit strecken kann.
Die Greifdrücke werden ferner so gewählt, daß sich bei gewöhnlichen Auslegezugspannungen
die Zone, in welcher der äußere Schlupf auftritt, in die Maschine 2 mit einem Betrag
fortpflanzt, der geringer ist als die Länge des Niederdruck-Greifbereichs. Wenn
ungewöhnlich hohe Auslegezugspannungen auftreten, pflanzt sich die Zone, in welcher
ein äußerer Schlupf stattfindet, in den Hochdruckgreifbereich fort und die überschüssige
Zugspannung fällt mit einer höheren Geschwindigkeit bei einer entsprechend größeren
axialen Scherkraft je Längeneinheit ab. Es steht daher im Bedarfsfalle ohne
weiteres ein Reservehaltevermögen zur Verfügung, wie vorangehend erwähnt.
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Hieraus ergibt sich, daß bei jedem der vorangehend beschriebenen Verfahren
ein unnötig hoher Greifdruck stets infolge des Umstandes vermieden wird, daß der
Gesamtaugenblicksgreifdruck ständig so gewählt wird, daß er nur den Betrag hat,
der zur Regelung des Kabels erforderlich ist, wobei, wie erwähnt, die Wahl eines
besonderen Gesamtgreifdruckes zur Anwendung in einem gegebenen Zeitpunkt von der
Kabelzugspannung zu diesem Zeitpunkt abhängt.