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Bügelpresse für Hosen Die Erfindung betrifft eine Bügelpresse für
Hosen, bei welcher die Hosenbeine mittels zweier gesteuerter Preßplatten beiderseits
auf einen mittleren Formkörper aufpreßbar sind, wobei der Hosenbund oberhalb des
Preßbereiches mittels einer Halteeinrichtung festspannbar ist.
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Es sind Bügelpressen für Kleidungsstücke in sehr großer Zahl und in
den verschiedensten Ausführungsformen bekannt, die jedoch durchweg mit dem einen
oder anderen Mangel behaftet sind.
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Bei einer bekannten, horizontal arbeitenden Hosenbügelpresse ist eine
Streckvorrichtung für die Hosenbeine vorgesehen, um diese quer zu strecken, während
Dampf in das Innere der Hose eingeblasen wird. Diese bekannte Bügelpresse sieht
weder einen mittleren Formkörper noch zwei gesteuerte Preßplatten vor, die gegen
den Formkörper drückbar sind. Auch sind keinerlei Vorkehrungen getroffen, um die
Hose in Längsrichtung zu spannen. Das Einlegen der Hose ist sehr zeitraubend und
erfordert eine erhebliche Geschicklichkeit.
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Weiterhin ist eine Dampfbehandlungsvorrichtung für Kleidungsstücke
bekannt, bei der das untere Ende des Kleidungsstückes durch Unterdruck auf der Vorrichtung
gehalten wird, während vom Innern her Dampf durch das Kleidungsstück geblasen wird.
Diese Vorrichtung dient nicht zum Bügeln von Hosen, die durch Dampf aufgeweitet
und mittels einer Vorrichtung in Längsrichtung gestreckt werden, um alle unerwünschten
Falten vor dem Bügelvorgang zwischen den Preßplatten zu entfernen.
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Es sind weiterhin verschiedene Bügelpressen für Hemden bekannt, die
eine Büste zur Aufnahme des Hemdes benutzen, die aus einer Beschickungsstellung
in eine Bügelstellung beweglich ist. In der Bügelstellung sind Preßplatten gegen
die Büste beweglich, wobei es auch bekannt ist, nachdem die Preßplatten an die Büste
geführt sind, Luft durch das Gewebe des Hemdes zu blasen. Dabei werden auch Hemdenteile
getrocknet, die nicht eingepreßt sind. Abgesehen davon, daß diese bekannten Bügelpressen
nicht zum Bügeln von Hosen geeignet sind, nehmen sie auch einen großen Raum ein,
der gewöhnlich nicht zur Verfügung steht.
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Auch vertikal arbeitende Bügelpressen für Hosen sind bekannt, die
einen mittleren Formkörper und aufpreßbare Preßplatten aufweisen. Die Hose wird
durch Klemmen in vertikaler Stellung gehalten, wobei jedoch keinerlei Vorkehrungen
getroffen sind, um die Hose mit Dampf aufzuweiten und in Längsrichtung zu strecken,
um vor dem Bügeln mit Sicherheit alle Falten zu entfernen. Auch ist keine Einrichtung
vorgesehen, um den Hosenbund zu spannen und zu bügeln. Bei diesen Bügelpressen können
leicht unerwünschte Falten eingebügelt werden, so daß ein einwandfreies Bügeln in
Frage gestellt ist.
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Bei anderen bekannten, vertikal arbeitenden Bügelpressen für Hosen
sind an den Enden der Hosenbeine, nämlich den Aufschlägen, angreifende Aufhängevorrichtungen
vorgesehen, die die Hose in umgekehrter Stellung halten, wobei nahe dem unteren
Ende der Presse eine den Hosenbund aufnehmende Klemmvorrichtung vorgesehen ist,
mit der jedoch der Hosenbund nicht aufgeweitet oder gespannt werden kann. Die Klemmvorrichtung
für den Hosenbund kann auch nicht zur leichten Anbringung der Hose nach außen aus
der Presse geschwenkt werden. Die Bedienung dieser bekannten Bügelpressen ist infolge
des Niederbückens beim Festklemmen des Hosenbundes sehr ermüdend, wobei außerdem
die Gefahr besteht, daß sich die Bedienungsperson durch Verbrennungen verletzen
kann.
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Es sind auch Bügelmaschinen bekannt, bei denen nur der Hosenbund der
Hose gebügelt wird, so daß es zum Bügeln der Hosenbeine notwendig ist, die Hose
in einer anderen Bügelpresse zu behandeln, die nur die Hosenbeine bügelt. Dies ist
nachteilig, da einmal Raum für zwei Bügelpressen und zum anderen ein erheblicher
Zeit- und Arbeitsaufwand erforderlich ist.
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Eine andere bekannte Bügelpresse, die nur zum Bügeln des oberen Teils
der Hose dient, weist einen aufweitbaren Körper und gegen diesen drückbare, beheizte
Gesäßpreßplatten auf. Eine Einrichtung
zum Aufweiten des oberen
Hosenteils mit Dampf während des Bügelvorgangs ist nicht vorgesehen. Auch bei dieser
bekannten Bügelpresse müssen die Hosenbeine in einer gesonderten Bügelpresse gebügelt
werden.
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Es ist ferner eine Aufhängevorrichtung bekannt, mit der eine Hose
während des Trocknens durch Querstreckung geformt wird, wobei Nadeln verwendet werden,
um die Hosenbeine in Längsrichtung gespannt zu halten. Das ist umständlich und kann
zu Beschädigungen führen. Diese Vorrichtung gibt keinerlei Hinweise, wie eine Längsspannung
der Hosenbeine in einer Bügelpresse bewerkstelligt werden kann.
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Weiterhin sind handbetätigte, federbelastete Streckvorrichtungen für
die Umschläge von Hosen bekannt, die in die Hosenbeinenden eingeführt werden. Wie
diese Vorrichtungen in Verbindung mit einer Hosenbügelpresse verwendet werden können,
ist diesen bekannten Vorrichtungen zu entnehmen.
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Ferner sind Streckmaschinen für Hosen bekannt, die aufweitbare, in
die Hosenbeine einfuhrbare Streckelemente aufweisen, mit denen die Hosenbeine nach
einer Reinigung wieder in ihre ursprüngliche Form gebracht werden können. Derartige
Streckelemente werden bei der Erfindung nicht benutzt, sondern es wird gegen das
Innere der Hosenbeine wirkender Dampfdruck benutzt, um die Hosenbeine aufzuweiten
und Faltenbildungen zu vermeiden, wenn die Preßplatten geschlossen werden.
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Bei einer bekannten, horizontal arbeitenden Hosenbügelmaschine wird
ein mittlerer Einsatz zwischen die Hosenbeine eingeführt, um gleichzeitig beide
Hosenbeine zu bügeln. Vorkehrungen zum Strecken der Hosenbeine oder Spannen des
Hosenbundes sind nicht vorgesehen. Auch ist es bei dieser Art Maschinen bekannt,
aufweitbare Einsätze zu benutzen, mit denen die Hosenbeine quer streckbar sind.
Preßplatten für die Bügelfalten der Hose sind vorgesehen, die gegen die Einsätze
bewegbar sind. Das Arbeiten mit dieser Maschine ist umständlich und zeitraubend,
und es können nur die Bügelfalten, nicht aber die Hosenbeine gebügelt werden.
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Es sind auch Preßplatten bekannt, die Membranen aufweisen, die sich
an verschiedene zu bügelnde Formen anpassen können.
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Ferner ist es bei horizontal arbeitenden Bügelpressen bekannt, mehrere,
verschiedene Formen aufweisende Preßplatten zu benutzen, um mehrere Bügelarbeitsgänge
in ein und derselben Maschine durchführen zu können. Eine andere, ebenfalls horizontal
arbeitende Bügelpresse sieht ebenfalls geformte Preßplatten vor, um das Einbügeln
der Hosennähte, wenn die Hosenbeine zusammengedrückt werden, auf ein Minimum zu
reduzieren, was allerdings mit der Erfindung nichts zu tun hat.
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Mit der Erfindung soll eine selbsttätig arbeitende Bügelpresse der
oben angegebenen Art geschaffen werden, mit der Hosen schneller und besser völlig
frei von unerwünschten Falten mit geringerem Arbeitsaufwand und bequemer für die
Bedienungsperson in der Presse angeordnet, gebügelt und wieder aus der Presse entfernt
werden können, wobei Verletzungen durch Verbrennungen vermieden werden sollen.
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Die Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch
die Kombination folgender für sich bekannter Merkmale, nämlich, daß im Bereich der
von der Bundspanneinrichtung festgespannten Hosenbundöffnung eine in die Hosenbundöffnung
einblasende steuerbare Dämpf- und Blaseinrichtung angeordnet ist, daß die äußeren
Preßplatten im Bereich der Bundspanneinrichtung vom mittleren Formkörper nach außen
hin ausgewölbt sind und daß im Bereich der Hosenbeinenden eine verstellbare, in
die Hosenbeinenden eingreifende Längsspanneinrichtung angeordnet ist. Damit kann
die Hose vom Bund bis zu den unteren Hosenbeinenden oder Aufschlägen in einem Arbeitsgang
unter bequemer Handhabung und Spannung während des Bügelvorgangs gebügelt werden,
so daß tatsächlich alle unerwünschten Falten aus der Hose entfernt werden.
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Um ein bequemes Einbringen und Entfernen der zu bügelnden Hose zu
gestatten und Verletzungen durch Verbrennungen zu vermeiden, sieht die Erfindung
weiterhin vor, daß die Dämpf- und Blaseinrichtung zusammen mit der Bundspanneinrichtung
mittels eines gesteuerten Antriebs von den Preßplatten abschwenkbar ist.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht bei einer bevorzugten Ausführungsform
darin, daß die Bundspannvorrichtung eine steuerbare Hosenschlitzklemmvorrichtung,
ferner mit einstellbarem Druck steuerbare, in die vorderen oberen Hosenfaltenenden
eingreifende Bundspannstäbe und einen in den gegenüberliegenden Hosenbundrückenbereich
eingreifende Bundspannbügel aufweist.
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Hierbei sieht eine vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes
vor, daß die Hosenschlitzklemmvorrichtung aus einer am Blasaufsatz befestigten Hosenschlitzplatte
sowie aus einer mit der Hosenschlitzplatte zusammenarbeitende, mittels eines steuerbaren
Antriebes betätigten Schlitzpreßplatte besteht.
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Die in die Hosenbeinenden eingreifenden Längsspannvorrichtungen können
gemäß der Erfindung in bekannter Weise sowohl längs- wie auch weitenverstellbar
sein, um so ohne Schwierigkeiten oder langwierige Verstellungen Hosen aller Größenordnungen
bügeln zu können. Zweckmäßig sind hierbei die beiden Hälften der Längsspanneinrichtung
auseinanderspreizbar geführt, wobei die Längsspanneinrichtung vorteilhaft mit den
Preßplatten, insbesondere federnd einstellbar, verbunden ist.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beschrieben. Es stellt dar F i g. 1 eine perspektivische Ansicht
der Hosenbügelvorrichtung, F i g. 2 eine Innenansicht der Vorrichtung, teilweise
im Schnitt, von der Vorderwand des Gehäuses her in Richtung auf die Rückwand des
Gehäuses gesehen, F i g. 3 einen senkrechten Schnitt durch die gegenüber der Darstellung
in F i g. 2 um 90° verdrehte Einrichtung, wobei einige Teile der besseren übersicht
halber weggebrochen sind, F i g. 4 einen waagerechten Schnitt durch die Vorrichtung
entlang der Linie 4-4 in F i g. 3, F i g. 5 eine teilweise Rückansicht des Plattenantriebes,
F i g. 6 eine perspektivische Teilansicht der Vorrichtung zum Befestigen der Hosenumschläge,
F i g. 7 eine perspektivische Teilansicht der Vorrichtung zum Befestigen der Hose
an ihrem Bund,
F i g. ß einen Arbeitsplan der Hosenbügelvorrichtung,
F i g. 9 ein entsprechendes Steuerdiagramm, F i g. 10 einen Schaltplan.
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Die Hosenbügelvorrichtung besitzt ein Gehäuse 10, das Seitenwände
11 und 12, eine Vorderwand 13 und einen Boden 14 aufweist. Die Vorderwand 13 ist
mit einer Doppeltür 15 versehen, die an ihren Außenkanten um senkrechte Angeln drehbar
an der Vorderwand 13 angelenkt ist, so daß sie nach außen aufgeschwenkt werden kann.
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Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, ist innerhalb des Gehäuses 10 ein
inneres Pressengestell 16 vorgesehen, das zwei im Abstand voneinander angeordnete
senkrechte Stützen 17 aufweist, die in verschiedener Höhe durch zwei parallele Querträger
18 und 19 miteinander verbunden sind. Der obere Querträger 19 trägt zwei zusätzliche,
im seitlichen Abstand voneinander angeordnete, senkrechte, parallele Stützen 20,
die an ihren Enden durch einen Querträger 21 miteinander verbunden sind.
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In der Mitte des Abstandes zwischen den beiden Seitenwänden 11 und
12 des Gehäuses 10 trägt der Boden 14 einen senkrecht angeordneten, hohlen, mittleren
Formkörper 22, der im Innern Dampfräume aufweist und beheizt werden kann. Der mittlere
Formkörper 22 ist auf seiner Oberfläche mit einem üblichen Polsterbelag 23 versehen
und bildet zusammen mit zwei gegen den mittleren Formkörper preßbaren Preßplatten
24 jeweils eine Bügelpresse zum Pressen der Beinteile einer mit den Hosenbeinen
zwischen die Preßplatten eingebrachten Hose.
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Die Preßplatten weisen ebenfalls im Innern Dampfräume auf und können
über nicht dargestellte, bekannte Dampfleitungen beheizt werden. Wie F i g. 3 zeigt,
sind der mittlere Formkörper 22 und die Preßplatten 24 nach oben verbreitert, während
aus F i g. 2 ersichtlich ist, daß die Preßplatten 24 über den größten Teil ihrer
Länge an entgegengesetzten Seiten an den mittleren Formkörper 22 parallel angepreßt
werden können und nach oben hin über eine leichte Preßplattenkrümmung 25 nach außen
in im Abstand voneinander angeordnete obere, freie Preßplattenenden 24a auslaufen.
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Zwischen den oberen freien Preßplattenenden 24 a der Preßplatten 24
sind Bundspannstäbe 56 vorgesehen, die einen Teil der Bundspannvorrichtung zur Befestigung
der Hose an ihrem Bund darstellen.
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Die Preßplatten 24 sind annähernd in ihrer Mitte mit Lagerböcken 26
versehen, an denen zwei Tragarme 27 schwenkbar befestigt sind, Die Tragarme 27 erstrecken
sich nach hinten und sind um im Abstand voneinander an den Querträgern 18 und 19
befestigte senkrechte Achsen 28 drehbar gelagert, so daß sich ihre den Preßplatten
zugekehrten Enden seitlich verschwenken lassen. Die Preßplatten 24 können somit
durch die Tragarme 27 von dem mittleren Formkörper 22 nach außen in die in F i g.
4 in gestrichelten Linien dargestellte Stellung bewegt werden, Wie F i g. 4 zeigt,
sind Parallelleisten 29 bei 30 an den Lagerböcken 26 in den Gelenken bei 31 entweder
an dem Querträger 18 oder an dem Querträger 19 (in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
an dem Querträger 18) drehbar befestigt, so daß sie mit den Tragarmen 27 Leistenparallelogramme
bilden, wodurch die ständige parallele Einstellung der Preßfiächen der Preßplatten
24 zueinander und zu dem mittleren Formkörper 22 gewährleistet wird. Die hinteren
Enden der Tragarme 27 sind durch Kardangelenke 32 über Betätigungsstangen 34 mit
dem Antriebskolben: 33 eines druckmittelbeaufschlagten Antriebszylinders, der, wie
aus den F i g. 3 und 5 ersichtlich ist, im Gelenk 36 an dem Boden 14 des Gehäuses
10 schwenkbar befestigt ist, verbunden. Der Antriebszylinder 35 kann mittels eines
üblichen gesteuerten Hydrauliksystems betätigt werden. Wird der Antriebszylinder
beaufschlagt, bewegt sich der Antriebskolben 33 aus dem Antriebszylinder 35 heraus
bzw. wieder zurück, wodurch die vorderen Enden der Tragarme 27 nach innen verschwenkt
werden und damit die Preßplatten 24 sich unter Druck an den mittleren Formkörper
22 anlegen und umgekehrt die Preßplatten nach außen von dem mittleren Formkörper
22 wieder abgehoben werden, Um eine gleichzeitige und übereinstimmende Schwenkbewegung
der Tragarme 27 zu gewährleisten, ist ein Massengleichrichter 37 vorgesehen, der
in üblicher Weise als Verbindungsgestänge ausgebildet sein kann.
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Auf den oberen Enden der Stützen 20 sind Lagerböcke 38 zur schwenkbaren
Lagerung eines Blasaufsatzes 39 vorgesehen, der aus der in den F i g. 1, 2 und 3
in voll ausgezogenen Linien dargestellten Betriebs- bzw. Blasstellung in die in
F i g. 3 strichpunktiert gezeichnete, abgehobene Stellung bewegbar ist. Der Blasaufsatz
39 ist mittels eines stoßdämpfenden hydraulischen Antriebes 40 gegenüber dem Gehäuse
10 schwenkbar ausgebildet, wobei der hydraulische Antrieb 40 an dem hinteren Ende
des Blasaufsatzes 39 mittels des Gelenkes 41 und am Gestell 16 mittels des Gelenkes
42 schwenkbar befestigt ist. Der Blasaufsatz 39 kann somit mit Hilfe einer nicht
dargestellten herkömmlichen hydraulischen Steuervorrichtung abwechselnd zwischen
der in F i g. 3 in voll ausgezogenen Linien dargestellten Blasstellung und der strichpunktiert
gezeichneten abgehobenen Stellung bewegt werden.
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Der Blasaufsatz 39 trägt eine von einem Motor angetriebene Gebläseeinheit
43, die dazu dient, Luft von außen anzusaugen, zu verdichten und in den hohlen
Blasaufsatz 39 einzufördern. Der Blasluftstrom aus dem Blasaufsatz 39 ist durch
einen Absperrschieber 44 steuerbar, der ebenfalls mit einem hydraulischen Antrieb
45 versehen ist und durch diesen angehoben und gesenkt werden kann. Die Blasluft
strömt aus der Gebläseeinheit 43 durch einen innerhalb des Blasaufsatzes 39 angeordneten
Dampfheizkörper 146, durch den die Blasluft beheizt wird. Die erhitzte Blasluft
strömt durch eine Öffnung in dem Boden des Blasaufsatzes 39 nach unten durch die
Bundspannvorrichtung 46 in der Richtung des Pfeils 47 in F i g. 7.
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Die Bundspannvorrichtung 46 besteht aus einer Hosenschlitzplatte 48,
die an dem Blasaufsatz 39 befestigt ist. Mit der Hosenschlitzplatte 48 arbeitet
eine gegen letztere preßbare Schlitzpreßplatte 49 zusammen, die als hohler Kasten
ausgebildet ist und in F i g. 3 in voll ausgezogenen Linien in ihrer Preßstellung
und in gestrichelten Linien in ihrer geöffneten Stellung dargestellt ist. Ein an
dem Blasaufsatz 39 gelagerter hydraulischer Antrieb 50 ist an einem Betätigungsarm
51 angelenkt, der seinerseits die Schlitzpreßplatte 49 trägt und betätigt, so daß
letztere unter Zwischenklemmung des geschlossenen Hosenschlitzes auf die Hosenschlitzplatte
48 aufpreßbar ist, wenn der Antrieb 50 in bekannter Weise mit Hilfe
eines
üblichen hydraulischen Steuersystems, z. B. durch Handsteuerung, in Betrieb gesetzt
wird. Die Schlitzpreßplatte 49 wird über Leitungen 52 durch Dampf beheizt.
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Beim Anbringen der Hose wird der Hosenbund mit dem offenen Hosenschlitz
auf die Hosenschlitzplatte 48 aufgebracht, worauf der hydraulische Antrieb 50 in
Betrieb gesetzt wird, so daß die Schlitzpreßplatte 49 unter Einklemmung der dem
Hosenschlitz benachbarten Hosentasche gegen die Hosenschlitzplatte 48 gepreßt wird.
Der Hosenbund wird dann mit seiner Rückenseite auf einen U-förmigen Spannbügel 53
aufgezogen, der mittels eines üblichen hydraulischen Antriebes 54 aus der in F i
g. 7 in voll ausgezogenen Linien dargestellten Aufziehstellung in die gestrichelt
gezeichnete Spannstellung bewegt wird. Wenn der hydraulische Antrieb 54 für den
Hosenbundspannbügel 53 beaufschlagt und in die in F i g. 7 gestrichelt gezeichnete
Stellung bewegt wird, erfolgt über zwei Umkehrzahnräder 55 mittels einer Doppelzahnstange
eine gleichzeitige Vorwärtsbewegung der bereits erwähnten Bundspannstäbe 56 aus
ihrer in voll ausgezogenen Linien dargestellten Stellung in die gestrichelt gezeichnete
Stellung. Das Verhältnis der Bewegungen ist jedoch nicht 1: 1 sondern nahezu 21/2:
1, so daß der Hosenbundspannbügel 53 sich etwa 6 cm nach hinten und währenddessen
die Bundspannstäbe 56 sich etwa 2 cm nach vorn bewegen. Dadurch wird eine Anpassung
an verschiedene Hosenbundgrößen erreicht, wobei dennoch die Bundspannstäbe 56 direkt
oberhalb der gewünschten Lage der Bügelfalten in der Hose in Stellung gebracht werden.
Es können so Hosen mit Bundgrößen zwischen 70 bis 125 cm in befriedigender Weise
gebügelt werden.
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Die Spannkraft des Bundspannantriebes 54 ist in bekannter Weise regelbar,
beispielsweise durch ein nicht dargestelltes Druckregelventil, so daß ein Druck
von etwa 1,82 oder 2,27 kg auf die Bundspannstäbe 56 und auf den Hosenbundspannbüge153
zu ihrer Bewegung ausgeübt und so der Hosenbund ausreichend gespannt wird, um das
normale Einlaufen des Gewebes nach dem Waschen auszugleichen.
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Wie insbesondere aus den F i g. 2 und 6 ersichtlich ist, ist eine
Längsspannvorrichtung 57 zum Spannen der Hose zwischen dem Hosenbund und den Umschlägen
vorgesehen, mittels der die Beinteile aus dem entspannten feuchten Zustand um etwa
2 cm vor dem Bügelvorgang gestreckt werden, um so der natürlichen Neigung des Gewebes,
beim Waschen einzulaufen, entgegenzuwirken. Diese Längsspannvorrichtung 57 weist
zwei senkrecht angeordnete Gleitstangen 58 auf, die im Gelenk 59 am oberen Querträger
21 drehbar angelenkt sind und sich nach unten erstrecken und an ihren unteren Enden
Führungsrollen 60 aufweisen. Die Gleitstangen 58 sind somit an ihren
unteren Enden in die Hosenbeinespreizendem Sinn frei beweglich, während ihre oberen
Enden um parallele Achsen, die sich von der Vorder- zu der Rückwand des Gehäuses
10 erstrekken, schwenkbar sind.
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Auf den Gleitstangen 58 sind Gleithülsen 61 gelagert, die sich nach
vorn erstreckende Spannarme 62 tragen, von denen jeder jeweils einen senkrechten
festen Spannfinger 63 an seinem äußeren Ende und einen unter der Wirkung einer Spannfeder
65 stehenden beweglichen Spannfinger 64 aufweist, der in der Längsrichtung des Spannarmes
62 verschiebbar geführt ist und sich parallel zu dem festen Spannfinger 63 nach
oben erstreckt.
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Die Innen- und Außenlängsnähte jedes Beinteils der Hose werden beim
Aufspannen von Hand ausgerichtet und die Hosenbeinumschläge über die Spannfinger
63 und 64 geschoben (F i g. 6). Durch die Vorspannung der Spannfeder 65 werden die
Beinteilöffnungen an den Umschlägen im wesentlichen geschlossen gehalten und die
Stellen für die Bügelfalten mit Hilfe des Ausrichtens der Innen- und Außennähte
an den Umschlägen bestimmt. Durch diese Befestigung der Hose in der Einrichtung
wird die Form des Gewebes im wesentlichen nicht verändert, so daß die gebügelte
Hose frei von unerwünschten Falten ist.
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Das Längsstrecken der Beinteile wird durch das Eigengewicht der auf
den Gleitstangen 58 nach unten gleitenden Teile 61 bis 65 hervorgerufen. Um das
Befestigen der Hose an der Längsspannvorrichtung 57 zu erleichtern, ist ein hydraulischer
Längsspannantrieb 66 vorgesehen, der über je ein mittels eines Hakens 69 an jeder
Gleithülse 61 befestigten Seils 68 eine Längsbewegung der Spannarme 62 bewirkt.
Beim Aufspannen der Hosenbeine werden dabei die Gleithülsen 61 durch den Längsspannantrieb
66 auf den Gleitstangen 58 mittels der Seile 68 über an dem Querträger 21 gelagerte
Umlenkrollen 70 unter überwindung des Eigengewichtes der Spannarme 62 und dem Spannfinger
63, 65 nach oben bewegt (F i g. 6).
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An jeder Gleitstange 58 ist mittels eines Kugelgelenks 71 eine Verbindungsstange
72 befestigt, die über eine ein gewisses Längsspiel ermöglichende, unter Federwirkung
stehende Verbindung 73 mit dem entsprechenden Tragarm 27 gekuppelt ist. Wenn die
Tragarme 27 nach außen verschwenkt werden, um die Preßplatten 24 von dem mittleren
Formkörper 22 wegzubewegen, werden dadurch die Gleitstangen 58 ebenfalls nach außen
geschwenkt, so daß die Spannarme 62 von dem mittleren Formkörper 22 entfernt werden
und somit die Längsspannvorrichtung 57 sich in einer Stellung zum leichten Lösen
bzw. Befestigen der Hose befindet.
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Die Arbeitsweise erfolgt gemäß dem in F i g. 9 dargestellten Arbeitsplan.
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Die Hose wird zuerst an der Bundspannvorrichtung 46 befestigt und
dann die Hosenbeinenden mittels der Spannfinger 63, 64 gespannt, wobei die Nähte
der Beinteile im Bereich jedes Umschlages ausgerichtet werden. Durch das Eigengewicht
der Hosenbeinenden-Spannvorrichtung wird eine Längsspannung auf die Hose ausgeübt,
wobei durch die obere und untere Befestigung der Hose in der Spannvorrichtung eine
unerwünschte Formveränderung oder Faltenbildung in dem Gewebe verhindert wird. Wenn
die Hose sich bei der Befestigung in einem nassen Zustand befindet, kann auf eine
Befeuchtung verzichtet werden; wenn sie jedoch trocken ist, kann sie mittels Dampf
befeuchtet werden. Beim Befeuchten wird Dampf für die Dauer von 6 bis 8 Sekunden
durch die Hose hindurchgeblasen. Die anschließend zugeführte Blasluft wird bis zu
einer das zu behandelnde Gewebe nicht schädlichen Temperatur erwärmt, wobei der
Blasluftdruck so hoch ist, daß sich der Hoseninnenraum ballonförmig ausdehnt. Da
das Gewebe feucht und geschmeidig ist, werden im wesentlichen alle Falten aus dem
Gewebe ausgespannt, bevor die Preßplatten in Tätigkeit gesetzt werden. Etwa eine
Sekunde nach Blasbeginn werden die
Preßplatten 24 für die Dauer
von etwa 36 Sekunden an den mittleren Formkörper 22 angepreßt, wobei die Blasluftbeaufschlagung
der Hose aufrechterhalten bleibt. Die Gesamtzeit zum Bügeln einer Hose einschließlich
Dämpfen, Blasen, Pressen, beträgt 43 Sekunden, worin die Zeit zum Befestigen und
Entfernen der Hose nicht eingeschlossen ist.
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In der in F i g. 10 dargestellten Schaltung sind mit 80, 81 und 82
elektrische Anschlußleitungen bezeichnet, durch die beispielsweise 220 V Dreiphasen-Wechselstrom
mit 60 Perioden eingeleitet wird. In die Anschlußleitungen ist ein Hauptschalter
83 sowie Schutzkontakte 84, 85, 86 für die Gebläseeinheit 43 eingeschaltet. In zwei
Anschlußleitungen sind Sicherungen 87 als Schutz für den Motor der Gebläseeinheit
43 eingeschaltet.
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über die Anschlußleitungen 80 und 81 wird ein Transformator 88 gespeist,
der beispielsweise 24 V Steuer- und Schaltspannung für die Steuerstromkreise über
eine Phasenleitung 89 und eine Nulleitung 90 liefert. Ein Ein- und Ausschalter 103
ist zur Erregung einer Spule 92 eines Relais vorgesehen, das die Schutzkontakte
84, 85 und 86 zum Einschalten der Gebläseeinheit 43 betätigt. In diesen Stromkreis
ist eine automatische Überstromauslösevorrichtung 93 in Reihe eingeschaltet.
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Zur Betätigung der Hosenschlitzklemmeinrichtung 48, 49, 50 sind normalerweise
geöffnete und in Reihe geschaltete Schalter 94 und 95 zum Schließen des Stromkreises
einer Relaisspule 96 vorgesehen, welcher einen parallel zu den Schaltern 94 und
95 angeordneten Relaiskontakt 97 sowie einen von einem Zeitschaltwerk 111 betätigten
Stromkreisunterbrecherkontakt 98 umfaßt. Mit der Relaisspule 96 und einer weiteren
Relaisspule 99 für die Betätigung der Hosenbundspanneinrichtung 50 sind zwei der
Hosenschlitzklemmeinrichtung zugeordnete Auslöseschalter 100 und 101 in Reihe geschaltet,
die normalerweise geschlossen sind.
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Durch Betätigen irgendeines der Schalter 100 und 101 von Hand
kann die Betätigung 50 der gegen den Hosenschlitz pressenden Schlitzpreßplatte
49 ausgelöst werden.
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Mit der Relaisspule 99 sind ein normalerweise geschlossener Schalter
102 und ein normalerweise geöffneter Schalter 91 in Reihe geschaltet. Ein
durch die Relaisspule 99 betätigter Relaiskontakt 104 ist dem Schalter 91 parallel
geschaltet, so daß, wenn der Schalter 91 geschlossen wird, der Relaiskontakt
104
sich schließt und dann beim Loslassen des Schalters 91 so lange geschlossen
bleibt, bis der zeitwerkgesteuerte Schalter 98 geöffnet wird. Der Schalter 91 wird
von der Bedienungsperson durch Druck mit dem Knie betätigt. Gleichzeitig mit der
Betätigung der Relaisspule 99 wird ein Magnetventil 105, das den Druckflüssigkeitsstrom
zu dem Zylinder des Hosenbundbügelspannantriebes 54 steuert, in Tätigkeit gesetzt,
worauf sich die Bundspannvorrichtung 46 zwecks Anpassung an die jeweilige
Hosenbundgröße verschiebt.
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Jeder Flügel der Doppeltür 15 weist einen Schalterbetätigungsfinger
106 auf, der einen Endschalter 108 oder 109 betätigt. Die Endschalter
108 und 109 sind in Reihe geschaltet und an einen normalerweise geschlossenen
Kontakt 110 angeschlossen, der mit den Endschaltern 108, 109 sowie mit dem
Zeitschaltwerk 111 in Reihe geschaltet ist. Das Zeitschaltwerk 111 dient zum mechanischen
zeitabhängigen Schalten einer Reihe von Schaltkontakten, die durch die gestrichelte
Linie 114 miteinander in Beziehung gebracht dargestellt sind.
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Die Endschalter 108 und 109 sind in ihrer dargestellten Stellung geöffnet.
Wenn jedoch beide Flügel der Doppeltür 15 geschlossen werden, schließen sich beide
Schalter 108 und 109 und stellen dabei einen geschlossenen Stromkreis für das Zeitschaltwerk
111 her, der einen Haltekontakt 112 und einen C9ffner 110 für die Endschalter 108
und 109 umschließt. Nachdem der Motor des Zeitschaltwerkes 111 seinen vollen Arbeitsgang
durchlaufen und dabei alle Schaltkontakte betätigt hat, um die aus F i g. 9 ersichtliche
Arbeitsfolge zu durchlaufen, schalten sich die Kontakte 110 und 112 wieder um, d.
h., wenn sich der Kontakt 112 öffnet, schließt sich der Kontakt 110 und ist somit
für die nächste Folge bereit.
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In den Speisestromkreis 89, 90 ist ein von Hand zu betätigender Ein-
und Ausschalter 113 eingeschaltet, so daß der elektrische Steuerstromkreis beliebig
unterbrochen werden kann, falls dies gewünscht wird.
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Der vom Zeitwerk betätigte Schalter 115 ist zur Schaltung eines Magnetventils
116 für die Hosenbeinspannvorrichtung 66 vorgesehen, während der Schalter 117 ein
Magnetventil 118 schaltet, das den Antrieb 40 des Blasaufsatzes 39 steuert. Ein
Schalter 119 dient zur Schaltung eines Magnetventils 120,
mittels dessen
Dampf für eine bestimmte Zeitdauer in die Hose eingeblasen wird. Ein weiterer zeitwerkbetätigter
Schalter 121 dient zur Betätigung eines Magnetventils 122, das den hydraulischen
Antrieb 45 zum Anheben des Absperrschiebers 44 für die Blasluft entsprechend
einer vorbestimmten Zeitfolge in Tätigkeit setzt. Der zeitwerkbetätigte Schalter
123 schaltet ein Magnetventil 124, das den Antrieb 33, 35 für die Preßplatten 24
steuert.