DE1263710B - Verfahren zur Herstellung eines Katalysators mit hydrierender Spaltaktivitaet - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Katalysators mit hydrierender SpaltaktivitaetInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
IntCL:
BOIj
Deutsche Kl.: 12 g-11/22
Nummer: 1263 710
Aktenzeichen: S 93793 IV a/12 g
Anmeldetag: 19. Oktober 1964
Auslegetag: 21. März 1968
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Katalysators mit hydrierender
Spaltaktivität.
Aus der am 5. April 1963 ausgelegten irischen Patentanmeldung 290/63 ist ein Verfahren zur Herstellung
solcher Katalysatoren bekannt, bei welchem Nickel und/oder Kobalt innig mit einem Trägermaterial
vereinigt werden, welches Siüciumdiöxyd und Aluminiumoxyd enthält, indem man das Trägermaterial
in Hydrogelform mit einet Lösung von Nickel- und/oder Kobaltsalzen in Berührung bringt.
Bei dieser Arbeitsweise werden daher Nickel und/ oder Kobalt durch Ionenaustausch in das Hydrogel
des Trägermaterials eingelagert. Ein besonders aktiver
Katalysator kann erhalten werden, wenn man dem Hydrogel außer Nickel und/oder Kobalt auch
noch Fluor einverleibt. Es wurde jedoch gefunden, daß die Menge an Nickel und/öder Kobalt, welche
dem Hydrogel mittels Ionenaustausch unter Verwendung einer Salzlösung vorgegebener Konzentration
einverleibt werden kann, durch die gleichzeitige Anwesenheit von Fluorionen herabgesetzt wird, insbesondere, wenn das Fluor dem Hydrogel vor den
betreffenden Metallen zugesetzt worden ist.
Es wurde nunmehr ein Verfahren gefunden, mit dessen Hilfe es gelingt, die Wirkung des Fluors auf
die Verringerung der Metallmenge, welche dem Hydrogel durch Ionenaustausch einverleibt werden
kann, wesentlich abzuschwächen.
Das erfindungsgemä'ße Verfahren zur Herstellung
von Nickel und/oder Kobalt sowie Fluor enthaltenden Kieselsäure-Aluminiumoxyd-Katalysatoren zur
hydrierenden Spaltung von Kohlenwasserstoffölen aus einem Hydrogel aus hydratisierter Kieselsäure
und hydratisiertem Aluminiumoxyd, Waschen des Hydrogels zur Entfernung unerwünschter Kationen
und Abfiltrieren, Einlagern von Nickel- und/oder Kobaltionen in das Hydrogel durch Ionenaustausch,
Abtrennen des Wassers aus dem Hydrogel und Ein» lagern von Fluor vor der Entfernung der unerwünschten
Kationen und/oder während des lonenaustausches, Verformen der Masse, Trocknen und Calcinieren, besteht darin, daß das gewaschene und abfiltrierte
Hydrogel vor dem Einlagern der Nickel- und/ oder Kobaltionen mit einer verdünnten wäßrigen
Lösung von Ammoinmnihydroxyd behandelt und
dann abfiltriert wird.
Bevorzugt wird eine Ausführungsform, wobei dem Hydrogel eine solche Menge an wäßriger Ammoniumhydroxydlösung
zugesetzt wird, daß die Mischung aus Hydrogel und verdünnter Ammoniaklösung einen pH-Wert im Bereich von 7 bis, 9 aufweist.
Verfahren zur Herstellung eines Katalysators mit hydrierender Spaltaktivität
Anmelder:
Shell Internationale Research Maatschappij N. V., Den Haag
Vertreter:
Dr. E. Jung, Patentanwalt,
8000 München 23, Siegesstr. 25
Als Erfinder, benannt:
William Bruce Wilson,
Pleasant Hill, Calif. (V. St. A.)
William Bruce Wilson,
Pleasant Hill, Calif. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 21. Oktober 1963 (317 794)
Es können verschiedene Methoden zur Herstellung eines Kieselsäure-Aluminiurnoxyd-Hydrogels angewendet werden. Eine bevorzugte Maßnahme besteht
darin, eine wäßrige Lösung eines Alkalialuminate schnell zu einer Lösung eines Alkalisilikates in solcher
Menge zuzusetzen, daß die gewünschte Konzentration an Siliciumdiöxyd und Aluminiumoxyd in
dem Hydrogel erhalten wird. Der pH-Wert des Gemisches wird durch Zusatz einer starken Mineralsäure,
wie Schwefelsäure, auf etwa 7 eingestellt, und dann läßt man das Hydrogel etwa 5 Minuten lang
altern.
Eine andere stärker bevorzugte Methode zur Herstellung des Kieselsäure-Aluminiumoxyd-Hydrogels
besteht darin, eine Mineralsäure, wie Schwefelsäure oder Salzsäure, zu einer wässerigen Lösung eines
Alkalisilikates zuzusetzen, wodurch ein feuchtes Kieselsäuregel mit einem pH-Wert von etwa 8,5 gebildet
wird. Durch Zusatz von Aluminiumsulfat wird AIuminiümoxyd in das wasserhaltige Kieselsäuregel eingelagert
und gleichzeitig der pH-Wert auf etwa 3 abgesenkt. Anschließend neutralisiert man mittels einer
alkalischen Lösung, wie wässerigem Ammoniak oder wäßriger Natronlauge. Man erhält so ein Hydrogel,
welches sich sehr gut filtrieren läßt. Außerdem hat die Erfahrung gezeigt, daß dann beträchtlich weniger
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schließende Filtrationsstufen erforderlich, wobei sich die Anzahl der Behandlungen z. B. nach der Intensität
des Mischens, der Natriummenge in dem Hydrogel und dem gewünschten Freisein von Natrium
richtet. .
Um die Wirksamkeit einer Entfernung von Kationen zu verbessern, wird die Waschlösung vorzugsweise
auf wenigstens 30 bis 40° C erwärmt. Eine Temperatur der Waschlösung von etwa 60° C soll
Waschbehandlungen erforderlich sind, um die unerwünschten Kationen aus dem Hydrogel soweit als
möglich zu entfernen.
Das Hydrogel wird vorzugsweise derart hergestellt, daß der fertige Katalysator aus einem Trägermaterial
besteht, das 50 bis 90 Gewichtsprozent Siliciumdioxyd und 50 bis 10 Gewichtsprozent Aluminiumoxyd
enthält. Besonders bevorzugt werden Katalysatoren, deren Trägermaterial etwa 70 bis
90 Gewichtsprozent Kieselsäure und 30 bis 10 Ge- io jedoch nicht überschritten werden,
wichtsprozent, insbesondere 30 bis 20 Gewichtspro- Nach Beendigung der Waschbehandlung wird das
wichtsprozent, insbesondere 30 bis 20 Gewichtspro- Nach Beendigung der Waschbehandlung wird das
zent, Aluminiumoxyd enthält. gewaschene und abfiltrierte Hydrogel mit einer ver-
Es wird darauf hingewiesen, daß das Fluor dem dünnten wässerigen Ammoniaklösung behandelt. Ins-Hydrogel
mit Erfolg schon in dieser Verfahrensstufe besondere wird das Hydrogel derart mit wässerigem
einverleibt werden kann, und zwar besonders bequem 15 Ammoniumhydroxyd behandelt, daß die Mischung
in Form von Flußsäure. Es können jedoch auch aus Hydrogel und verdünntem Ammoniumhydroxyd
Fluoride für diesen Zweck verwendet werden, z. B. einen pH-Wert im Bereich von 7 "bis 9 und insbeson-Natriumfluorid,
Ammoniumfluorid und Ammonium- dere von 7 bis 8 aufweist. Das mit Ammoniak bebifluorid.
In der Praxis wird man jedoch die Anwen- handelte Hydrogel wird anschließend zwecks Entferdung
von Natriumfluorid nach Möglichkeit vermei- 20 nung von überschüssigem Wasser vor Durchführung
den, da man mittels dieses Salzes zusätzliche uner-- des Ionenaustausches filtriert,
wünschte Kationen (Natrium) einführt, die später Dem so behandelten Hydrogel werden Nickel und/
wünschte Kationen (Natrium) einführt, die später Dem so behandelten Hydrogel werden Nickel und/
durch eine Waschbehandlung wieder entfernt werden oder Kobalt durch Ionenaustausch einverleibt. Für
müssen. . diesen Zweck wird das Hydrogel vorzugsweise mit
Das Fluor kann auch dem bereits ausgefällten 25 einer Lösung eines Nickel- und/oder Kobaltsalzes in
Kieselsäure-Aluminiumoxyd-Hydrogel zugesetzt wer- Berührung gebracht.
den. Wenn man jedoch das Hydrogel durch Zusetzen Falls das Fluor dem Hydrogel nicht schon vor
einer wässerigen Alkalialuminatlösung zu einer Al- Entfernung der unerwünschten Kationen einverleibt
kalisilikatlösung erzeugt, ist es vorteilhafter, wenn worden ist, werden der Ionenaustauschlösung mit
die Alkalialuminatlösung Fluorionen enthält, da dann 30 Vorteil wasserlösliche Fluorverbindungen zugesetzt,
das Fluor während der Bildung des Hydrogels in Vorzugsweise wird dabei eine wasserlösliche Fluorletzteres eingelagert wird. verbindung verwendet, welche ein flüchtiges Kation
Durch die Anwesenheit von Fluor in dem Kiesel- enthält, das durch anschließendes Erhitzen entfernt
säure-Aluminiumoxyd-Hydrogel soll die Wirksam- werden kann. Beispiele für solche Fluorverbindungen
keit der hydrierend wirkenden Komponente Nickel 35 sind Ammoniumfluorid, Ammoniumbifluorid und
und/oder Kobalt erhöht und die saure oder spaltende . Flußsäure.
Funktion des fertigen Katalysators verbessert werden. Die Konzentration des wasserlöslichen Metalls und
Durch die Anwesenheit des Fluors in dem Hydrogel der Fluorverbindung, falls eine solche mitverwendet
wird offensichtlich ein vollständigerer Ionenaustausch wird, in der Ionenaustauschlösung hängt von der
zwischen den Nickel- und/oder Kobaltionen und dem 40 Menge an Fluor und Metall ab, welche dem Kata-Hydrogel
ermöglicht, so daß bei der Calcinierung lysator einverleibt werden soll. Vorzugsweise werden
des Hydrogels eine Nickel-Fluor-Kieselsäure-Alumi- Nickel- und/oder Kobaltionen in der Ionenaustauschniumoxyd-Struktur
mit höherer Aktivität und Stabili- lösung in einem 5- bis 10 %igen Überschuß, bezogen
tat erhalten wird. auf die in dem Hydrogel gewünschte Menge, ange-
Um unerwünschte Kationen aus dem Hydrogel zu 45 wendet. Andererseits wurde gefunden, daß das
entfernen, ist es notwendig, dieses ein oder mehrere Hydrogel ein geringeres Aufnahmevermögen für
Male zu waschen und von der Waschflüssigkeit abzu- Fluor als für die Metalle zeigt. Daher ist es vorteilfiltrieren.
Dies kann geschehen, indem man das haft, einen 10- bis 60 %igen Überschuß an löslichen
Hydrogel mit Wasser auf schlämmt, dem vorzugsweise Fluorverbindungen gegenüber derjenigen Menge zu
eine Substanz zugesetzt ist, die mit dem im Hydro- 50 verwenden, welche theoretisch für den in dem
gel enthaltenen Natrium unter Bildung eines wasser- Hydrogel gewünschten Fluorgehalt erforderlich ist.
löslichen Salzes reagiert, welches dadurch entfernt Vorzugsweise werden dem Hydrogel solche Men-
wird, daß man das Waschwasser mit dem gelösten gen an Nickel und/oder Kobalt und an Fluor einSalz abfiltriert. Vorzugsweise wird im Rahmen des verleibt, daß der fertige Katalysator 5 bis 12 Geerfindungsgemäßen
Verfahrens ein angesäuertes Was- 55 wichtsprozent Nickel und/oder Kobalt und 0,5 bis
ser mit einem pH-Wert von 2 bis 4 und insbesondere 5 Gewichtsprozent Fluor enthält, während der Rest
von etwa 3 für die Waschbehandlung verwendet. Für im wesentlichen nur aus Kieselsäure und Aluminiumdiesen
Zweck geeignete Waschflüssigkeiten können oxyd besteht.
hergestellt werden, indem man dem Wasser kleine Nach Beendigung des Ionenaustausches wird das
Säuremengen, z. B. von Schwefelsäure oder Salzsäure 60 Hydrogel, welches nunmehr Nickel und/oder Kobalt
zusetzt, oder indem man hartes Wasser einer Ent- sowie Fluor enthält, zwecks Entfernung der Ionenaustauschlösung
abfiltriert und dann zwecks Entfernung der nichtumgesetzten Metallsalze gewaschen.
Schließlich wird das Hydrogel nochmals zwecks Ent-65
fernung des Waschwassers filtriert. Der Filterkuchen des Hydrogels enthält größenordnungsmäßig etwa
10% an Feststoffen. Das Hydrogel wird, gegebenenfalls nach entsprechender Einstellung des Wasser-r
kationisierungsbehandlung unterwirft. Das Hydrogel kann jedoch mit gleich gutem Erfolg auch mit einer
wässerigen Ammoniumnitratlösung gewaschen werden, um so unerwünschte Kationen zu entfernen.
Im allgemeinen wird die Waschbehandlung in wenigstens 2 Stufen,durchgeführt, und in einigen
Fällen sind sogar 12 oder mehr Wasch- und an-
gehaltes, zu Teilchen mit den gewünschten Abmessungen extrudiert, anschließend getrocknet und calciniert,
vorzugsweise in Luft und bei einer Temperatur zwischen etwa 425 und 650° C. Danach ist der
Katalysator fertig.
Die Erfindung wird durch die nachstehenden Beispiele näher erläutert.
Es wurde ein Kieselsäure-Aluminium-Hydrogel hergestellt, indem man 376 g Natriumsilikat (27 %
SiO2) und 145 ecm einer 3molaren Schwefelsäure zu
2400 ecm Wasser zusetzte, worauf man zu diesem Gemisch noch eine Lösung von 209 g Aluminiumsulfat
[Al2(SO4VlSH2O]
in 1000 ecm Wasser zusetzte.
Der pH-Wert des sich bildenden Kieselsäure-Aluminiumoxyd-Hydrogels
wurde dann durch Zusatz von Ammoniumhydroxyd auf 7 eingestellt. Das Hydrogel wurde dann dreimal mit angesäuertem Wasser
gewaschen und filtriert, welches durch Zusatz von Schwefelsäure zu dem Waschwasser bis Erreichen
eines pH-Wertes von 3 hergestellt worden war. Die Temperatur des angesäuerten Wassers betrug 40° C.
Das gewaschene und filtrierte Hydrogel wurde dann mehrere Male mit destilliertem Wasser gespült und
nochmals filtriert. Mittels des angesäuerten Wassers sollten die in dem Hydrogel enthaltenen Natriumionen
entfernt werden.
Das gewaschene Hydrogel wurde in 21 Wasser aufgeschlämmt, und es wurde so viel Ammoniumhydroxyd
zugesetzt,. daß die Aufschlämmung einen pH-Wert von 7 hatte. Diese Aufschlämmung wurde
filtriert und wiederum mit Wasser und Ammoniumhydroxyd unter Einstellung des pH-Wertes auf 7
vermischt. Nach dieser zweiten Behandlung wurde die Aufschlämmung wiederum filtriert.
Das abfiltrierte und mit Ammoniak behandelte Hydrogel wurde mit einer Ionenaustauschlösung in
Berührung gebracht, welche aus einer Lösung von 35 g Nickelnitrat
[Ni(NO3),-6 H2O]
und 12 g Ammoniumfluorid in 21 Wasser bestand. Man ließ das Gemisch etwa 3 Stunden bei Zimmertemperatur
stehen. Das Hydrogel wurde dann von der Ionenaustauschlösung abfiltriert und zwecks Entfernung
von nicht umgesetztem Nickelnitrat bzw. Ammoniumfluorid mit Wasser gewaschen. Es zeigte
sich, daß etwa 90 bis 95 % des Nickels und etwa 65 bis 75% des Fluors aus der Ionenaustauschlösung
aufgenommen worden waren.
Das gewaschene Hydrogel wurde anschließend getrocknet und calciniert. Der calcinierte Katalysator
enthielt 4,5 Gewichtsprozent Nickel und 3,5 Gewichtsprozent Fluor.
Vergleichsversuch I
Die Arbeitsweise vom Beispiel 1 wurde zur Herstellung eines Nickel-Fluorid-Katalysators auf einem
Kieselsäure-Aluminiumoxyd-Träger mit der Abänderung verwendet, daß das gewaschene Hydrogel vor
Durchführung des Ionenaustausches nicht mit Ammoniumhydroxyd behandelt wurde. Eine Analyse
des calcinierten Katalysators zeigte, daß er nur 3,08 Gewichtsprozent Nickel und 3,2 Gewichtsprozent
Fluor enthielt. Hieraus ergibt sich, daß die im Beispiel 1 angewendete erfindungsgemäße Behandlung
mit verdünntem Ammoniumhydroxyd zu einer 50 °/oigen Erhöhung der Nickeleinlagerung führt, verglichen
mit einer Verfahrensweise, bei welcher diese Behandlung mit Ammoniumhydroxyd vor der Ionenaustauschstufe
fortgelassen ist.
Es wurde ein Kieselsäure-Aluminiumoxyd-Hydrogel
hergestellt, indem man 376 g Natriumsilikat (27% SiO2) und 145 ecm einer 3molaren Schwefelsäure zu
2400 ecm Wasser und anschließend zu diesem Gemisch noch eine Lösung von 209 g Aluminiumsulfat
[Al2(SOJ3-ISH2O]
und 16 g einer 48°/oigen Flußsäure in 1000 ecm Wasser zusetzte. Der pH-Wert des sich bildenden Fluor-Kieselsäure-Aluminiumoxyd-Hydrogels
wurde dann durch Zusatz einer 3molaren Ammoniumhydroxydlösung auf 7 eingestellt. Das Hydrogel wurde anschließend
mit Wasser gewaschen und abfiltriert. Das gewaschene Hydrogel wurde bei einer Temperatur
von 40° C in 21 einer 0,5molaren wässerigen Ammoniumnitratlösung
aufgeschlämmt, dann filtriert und nochmals mit Wasser gewaschen. Diese Waschbehandlung
wurde mehrere Male wiederholt, bis der Natriumgehalt des Hydrogels unterhalb 0,02 Gewichtsprozent
lag. Nach Beendigung der letzten Behandlung mit Ammoniumnitrat einschließlich anschließender
Wasserwäsche, wurde das Hydrogel nochmals filtriert.
Das abfiltrierte Hydrogel wurde mit Ammoniak behandelt, indem man es in 21 einer verdünnten
Ammoniumhydroxydlösung aufschlämmte, wobei die Aufschlämmung einen pH-Wert von 7 hatte. Die
Aufschlämmung wurde filtriert und nochmals in der gleichen Weise behandelt. Das filtrierte Hydrogel
wurde dann mit einer Ionenaustauschlösung in Berührung gebracht, welche aus 40 g Nickelnitrat
[Ni(NO3)2-6 H2O]
in 21 Wasser bestand. Man ließ das Ganze etwa 3 Stunden bei Zimmertemperatur stehen, wusch
dann das Hydrogel mit Wasser, trocknete und calcinierte es. Der Nickelgehalt des fertigen Katalysators
betrug 2,9 Gewichtsprozent.
Dieser Katalysator wurde bei der hydrierenden Spaltung eines mild hydrierten, katalytisch gespaltenen
Gasöls mit einem Siedebereich von 250 bis 488° C und einem Stickstoffgehalt von 0,003 Gewichtsprozent
benutzt. Der Reaktordruck wurde auf 105 at gehalten. Die Temperatur wurde so eingestellt,
daß die Aufrechterhaltung einer 65 °/oigen Umwandlung in Benzin und niedrigere Produkte gewährleistet
blieb. Die Raumgeschwindigkeit betrug 0,671 Öl pro Stunde pro Liter Katalysator. Das Wasserstoff-Öl-Verhältnis
belief sich auf 15 :1. Nach einem 100-stündigen Betrieb war eine Temperatur von
311° C notwendig, um den Umwandlungsgrad von 65% aufrechtzuerhalten.
Vergleichsversuch II
Die Arbeitsweise vom Beispiel 2 wurde mit der Abänderung wiederholt, daß das Hydrogel vor der
Ionenaustauschstufe nicht mittels Ammoniak behan-
delt wurde. Der Nickelgehalt des dabei erhaltenen Katalysators betrug nur 1,9 Gewichtsprozent.
Dieser Katalysator wurde zur hydrierenden Spaltung eines gleichen Gasöls, wie im Beispiel 2 beschrieben,
benutzt. Die Reaktionsbedingungen waren mit denen vom Beispiel 2 identisch. Nun war nach
einem lOOstündigen Betrieb eine Temperatur von 326° C notwendig, um einen Umwandlungsgrad von
65% aufrechtzuerhalten. Hieraus geht hervor, daß der erfindungsgemäß hergestellte Katalysator eine
höhere Wirksamkeit hat als ein Katalysator, während dessen Herstellung der Träger in Hydrogelform nicht
mit Ammoniak behandelt worden war.
Es wurde ein Kieselsäure-Aluminiumoxyd-Hydrogel
hergestellt, indem man 376 g Natriumsilikat (27% SiO2) und 145 ecm einer Smolaren Schwefelsäure
zu 2400 ecm Wasser und zu diesem Gemisch noch eine Lösung von 209 g Aluminiumsulfat und
16 g einer 48%igen Flußsäure in 1000 ecm Wasser zusetzte. Der pH-Wert des sich bildenden Kieselsäure-Alüminiumoxyd-Hydrogels
wurde dann durch Zusatz einer 3molaren Ammoniumhydroxydlösung auf etwa 7 eingestellt. Das Hydrogel wurde anschließend mit Wasser gewaschen und abfiltriert. Das gewaschene
Hydrogel wurde dann in 21 einer verdünnten Schwefelsäurelösung (pH — 3) bei einer Temperatur
von 40° C aufgeschlämmt, abfiltriert und wiederum mit Wasser gewaschen. Diese Waschbehandlung
würde mehrere Male wiederholt, bis der Natriümgehalt des Hydrogels unterhalb 2,02 Gewichtsprozent
lag. Nach Beendigung der letzten Waschbehändlüng wurde das Hydrogel wiederum abfiltriert.
Das filtrierte Hydrogel wurde mit Ammoniak behandelt,
indem man es in 2 1 einer verdünnten Ammoniumhydroxydlösung aufschlämmte, wobei der
pH-Wert der Aufschlämmung 7 betrug. Die Aufschlämmung wurde dann abfiltriert und nochmals in
der gleichen Weise behandelt. Das filtrierte Hydrogel wurde dann mit einer Ionenaüstauschlösung in Berührung gebracht^ welche aus 40 g Nickelnitrat in
2 1 Wasser bestand. Man ließ das Gemisch etwa
3 Stunden lang bei Zimmertemperatur stehen;, worauf
das Hydrogel mit Wasser gewaschen, getrocknet und calciniert wurde. Der Nickelgehalt des fertigen Katalysators
betrug 1,24 Gewichtsprozent, und der Fluorgehalt betfug 2,0 Gewichtsprozent.
Vergleichsversuch ΙΠ
Die Arbeitsweise vom Beispiel 3 wurde mit der Abänderung wiederholt, daß das Hydrogel vor der
Ionenaustauschstufe nicht mit Ammoniak behandelt wurde. Der so erhaltene Katalysator enthielt nur
0,49 Gewichtsprozent Nickel, und sein Fluorgehalt betrug 1,9 Gewichtsprozent.
Die Daten der Beispiele 1 bis 3 und der Vergleichsversuche I bis III bestätigen die günstige Wirkung,
einer Ammoniakbehandlung selbst unter solchen Bedingungen, wo die Einwirkung des Fluors auf die
Nickelaufnahme am größten ist, d. h, wenn das Fluor dem Hydrogel vor der Ionenaustauschstufe einverleibt wird.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Nickel und/ oder Kobalt sowie Fluor enthaltenden Kieselsäure-Aluminiumoxyd-Katalysatoren
zur hydrierenden Spaltung von Kohlenwasserstoffölen aus
einem Hydrogel aus hydratisierter Kieselsäure und hydratisiertem Aluminiumoxyd, Waschen des
Hydrogels zur Entfernung unerwünschter Kationen und Abnitrieren) Einlagern von Nickel-
und/oder Kobaltionen in das Hydrogel durch Ionenaustausch, Abtrennen des Wassers aus dem
Hydrogel und Einlagern von Fluor vor der Entfernung der unerwünschten Kationen und/oder
während des Ionenaustausches, Verformen der Masse, Trocknen und Calcinieren, dadurch
gekennzeichnet, daß das gewaschene und abfiltrierte Hydrogel vor dem Einlagern der
Nickel- und/oder Kobaltionen mit einer verdünnten wäßrigen Lösung von Ammoniuinhydroxyd
behandelt und dann abfiltriert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Hydrogel eine solche Menge an wäßriger Ammoniurnhydroxydlösüng
zugesetzt wird, daß die Mischung aus Hydrogel und verdünnter Ammoniaklösung einen pH-Wert
im Bereich von 7 bis 9 aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 658 875.
809 519/607 3.68 © Bundesdruckerei Berlin
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