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DE1263663B - Abbremsvorrichtung fuer Umkehrwalzwerke - Google Patents

Abbremsvorrichtung fuer Umkehrwalzwerke

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Publication number
DE1263663B
DE1263663B DE1958L0031989 DEL0031989A DE1263663B DE 1263663 B DE1263663 B DE 1263663B DE 1958L0031989 DE1958L0031989 DE 1958L0031989 DE L0031989 A DEL0031989 A DE L0031989A DE 1263663 B DE1263663 B DE 1263663B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rolling
length
braking
value
speed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1958L0031989
Other languages
English (en)
Inventor
Gerd Zucha
Dr-Ing Wilfried Fritzsche
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DE1958L0031989 priority Critical patent/DE1263663B/de
Priority to BE576445A priority patent/BE576445A/fr
Publication of DE1263663B publication Critical patent/DE1263663B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B35/00Drives for metal-rolling mills, e.g. hydraulic drives
    • B21B35/06Drives for metal-rolling mills, e.g. hydraulic drives for non-continuously-operating mills or for single stands
    • B21B35/08Drives for metal-rolling mills, e.g. hydraulic drives for non-continuously-operating mills or for single stands for reversing rolling mills

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Metal Rolling (AREA)

Description

  • Abbremsvorrichtung für Umkehrwalzwerke Gegenstand der Hauptpatentanmeldung L 29872 I b / 7 a ist eine Abbremsvorrichtung für Umkehrwalzwerke, bei denen die Abbremsung unter Ausnutzung der Walzarbeit erfolgt, mit selbsttätiger Ableitung des Bremskommandos, wenn die Restwalzlänge den für den vorgesehenen Bremsweg erforderlichen Wert erreicht. Um die für die einzelnen Walzgutlängen aus wirtschaftlichen Gründen erforderlichen unterschiedlichen Maximaldrehzahlen des Walzmotors berücksichtigen zu können und gleichzeitig die betrieblichen Nachteile der früher zur Einleitung oder Steuerung des Bremsvorganges verwendeten mechanischen Schalteinrichtungen zu vermeiden, wurde eine elektrische Einrichtung, welche die Restwalzlänge kontinuierlich als elektrische Größe nachbildet, und ein elektrischer Rechner, der die beim jeweiligen Stich zu erwartende Bremsweglänge abhängig von der Walzmotordrehzahl und dem Gesamtbremsmoment ermittelt, vorgeschlagen, deren Ausgangsgrößen einer Schaltung zugeführt werden, die laufend die Differenz aus den elektrischen Größen für Restwalz- und Bremsweglänge bildet und das Bremskommando ohne oder mit geringer Verzögerung gibt, sobald die Differenz den Wert Null erreicht. Zur Ermittlung der Restwalzlänge als Differenz der Gesamtwalzgutlänge vor dem Stich und der beim Stich bereits gewalzten Länge waren Integrationseinrichtungen vorgesehen, die den vom Walzgut nach Erreichen des Walzspaltes zurückgelegten Weg durch Integration der Walzendrehzahl über der Zeit ermitteln, wobei die Integrationseinrichtungen für die Gesamtwalzgutlänge diese für den zweiten und auf diesen folgende Stiche jeweils als beim vorhergehenden Stich sich ergebenden Endwert der gewalzten Länge unter Berücksichtigung der prozentualen Streckung des Walzgutes abwechselnd festhalten.
  • Nach der Hauptpatentanmeldung ist als Integrationseinrichtung ein Analogglied vorgesehen. Dieses besteht aus einem Kondensator, der mit einem konstanten und von der Kondensatorspannung unabhängigen Strom geladen wird. Der konstante Strom ist dabei von der Walzmotordrehzahl abhängig, so daß die Kondensatorspannung ein Maß für den Integrationswert ist. Durch zusätzliche Beeinflussung des Ladestromes können die Faktoren für die Streckung des Walzgutes Berücksichtigung finden. Beginn und Ende der Integration können mit Hilfe einer Walzdruckmeßeinrichtung gesteuert werden. Diese Integration der Walzmotordrehzahl über der Zeit durch ein Analogglied kann bei höheren Genauigkeitsanforderungen relativ aufwendig werden.
  • Die vorliegende Erfindung soll einen Weg zeigen, der es gestattet, den Aufwand für das Integrationsglied zu vermindern. Außerdem ist nach der Erfindung erkannt worden, daß es vorteilhaft ist, bei der Betrachtung und Berechnung der Walzgutwege ausschließlich von der Eintrittsseite des Walzgerüstes auszugehen, weil sich hierdurch unter anderem einfachere Möglichkeiten zur Berücksichtigung der Nacheilung des Walzgutes gegenüber den Walzen ergeben.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Abbremsvorrichtung für Umkehrwalzwerke, bei denen die Abbremsung unter Ausnutzung der Walzarbeit erfolgt, mit einer elektrischen Einrichtung, welche die Restwalzlänge kontinuierlich als elektrische Größe nachbildet, und einem elektrischen Rechner, der die beim jeweiligen Stich zu erwartende Bremslänge abhängig von der Walzmotordrehzahl und dem Gesamtbremsmoment ermittelt, deren Ausgangsgrößen einer Schaltung zugeführt werden, die laufend die Differenz aus den elektrischen Größen für Restwalz- und Bremsweglänge bildet und das Bremskommando ohne oder mit geringer Verzögerung gibt, sobald die Differenz den Wert Null erreicht, wobei der vom Walzgut nach Erreichen des Walzspaltes zurückgelegte Weg durch Integration der Walzendrehzahl über der Zeit ermittelt wird, nach Patentanmeldung L 29872 I b / 7 a. Der Gegenstand der Hauptpatentanmeldung wird erfindungsgemäß dadurch verbessert, daß die den Bremskommandozeitpunkt bestimmenden Walzgutwege für die Rechnung von der Eintrittsseite des Walzgerüstes betrachtet sowie auf diese bezogen sind und daß die Integration der Walzendrehzahl auf digitalem Wege erfolgt.
  • Im folgenden soll die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden, von denen das erste in der Zeichnung als Blockschaltbild dargestellt ist.
  • Ein Walzgerüst enthält die Walzen 1 und 2, die von einem nicht dargestellten Walzmotor angetrieben werden. Zwischen ihnen wird das Walzgut 3 hindurchgeführt. Das Walzgerüst ist mit einem Walzdruckmeßfühler 4 verbunden, der auf ein Walzdruckmeßgerät 5 arbeitet. Bei erfolgtem Anstich, d. h., wenn die Walzen 1 und 2 das Walzgut gefaßt haben, wird ein Walzdruck gemessen. Das Walzdruckmeßgerät 5 gibt in diesem Fall ein Signal auf die elektronische Torschaltung 6, durch die dieses Tor geöffnet wird. Dadurch wird der Weg von dem Impulsverstärker 7 zu dem-Zählwerk 8 freigegeben. In dem Impulsverstärker 7 werden die Impulse eines Impulsgebers 9 verstärkt, der an der Welle der Walze 1 oder des zugehörigen Antriebsmotors angebracht oder angekuppelt ist. In diesem Beispiel ist angenommen, daß der Impulsgeber fotoelektrisch arbeitet. Selbstverständlich können auch andere Impulsgeber verwendet werden. Bei der gewählten Anordnung ist die Zahl der pro Sekunde auf das Zählwerk S auftreffenden Impulse ein Maß für die Umfangsgeschwindigkeit der Walze 1 und bei ordnungsgemäßem Walzbetrieb auch der Walze 2. Da die elektronische Torschaltung 6 durch das Walzdruckmeßgerät 5 geschlossen wird, sobald der Walzdruck auf einen Minimalwert zurückgeht, ist die Anzahl der im Zählwerk 8 gezählten Impulse proportional dem Integral der Umfangsgeschwindigkeit der Walze über die Walzzeit. Der im Zählwerk 8 erhaltene Wert entspricht damit der Walzgutlänge nach beendetem Stich, sofern man eine gegebenenfalls vorhandene Voreilung des Walzgutes gegenüber den Walzen vernachlässigt oder durch einen entsprechenden Faktor berücksichtigt. Vor Beginn eines neuen Stiches wird der gezählte Wert über den Übertrager 1® dem Speicher 11 zugeführt, wobei eine Multiplikation mit einem der Voreilung entsprechenden Wert erfolgen kann. Am Ausgang des Speichers 11 tritt damit ein Analogwert der Walzgutlänge auf, der dem Vergleichsglied 12 bei dem folgenden Stich zugeführt wird. Gleichzeitig wird diesem Vergleichsglied während des neuen Stiches der jeweilig im Zählwerk S anstehende Wert, in diesem Fall auch nach Umwandlung in eine Analoggröße sowie nach Multiplikation mit einem der Nacheilung des Walzgutes gegenüber den Walzen entsprechenden Faktor (auf die Eintrittsseite des Walzgerüstes bezogen), übermittelt.
  • Auf das Vergleichsglied 12 wirkt ferner noch die Ausgangsgröße des Multiplikators 13 ein, in dem die zu erwartende, auf die Eintrittsseite des Walzgerüstes bezogene Bremsweglänge s berechnet wird. Die Bremsweglänge hängt gemäß der Beziehung von der Walzgutgeschwindigkeit und dem Gesamtbremsmoment ab. Hierbei stellt bel den elektrischen Verzögerungswert (elektrisches Bremsmoment) dar, der beispielsweise von dem Ankerstrom des Gleichstromantriebes der Walzen herrührt (ein definiertes Maschinenhauptfeld vorausgesetzt), und b", den durch die Walzarbeit bewirkten Verzögerungswert (mechanisches Bremsmoment), Der Einfluß der Walzgutschwungmasse kann in den meisten Fällen. bei den großen und konstanten Schwungmassen des Antriebes vernachlässigt werden.
  • Diese genannte Abhängigkeit läßt sich mit der Beziehung annähern, wobei mit k ein Umrechnungsfaktor bezeichnet ist.
  • Zur Ermittlung von v2 dient ein Tachometergenerator 14. Seine der Walzmotordrehzahl proportionale Ausgangsspannung wird einem Rechenglied 15 zugeführt, in dem der Ausdruck v2 gebildet wird. Der Walzdruck P wird in dem bereits beschriebenen Walzdruckmeßgerät 5 erfaßt. Eine ihm proportionale Größe wird in dem Rechenglied 16 in den Ausdruck umgeformt. Auch diese Größe wird dem Multiplikator 13 zugeführt. Aus seinen beiden Eingangsgrößen wird unter Berücksichtigung der Proportionalitätsfaktoren die Länge des Bremsweges s ermittelt, der bei der gerade herrschenden Walzgeschwindigkeit und dem vorhandenen Walzdruck erforderlich ist. Bremsweglänge und jeweilige ausgewalzte Länge des Walzgutes bei dem laufenden Stich (beides auf die Eintrittsseite des Gerüstes bezogen) werden in dem Vergleichsglied 12 addiert und von der vorherigen Gesamtlänge des Walzgutes abgezogen. Sobald die Differenz den Wert Null erreicht, spricht das Bremsrelais 17 an und bewirkt die Vorgabe des als konstant angenommenen elektrischen Bremsmomentes für die Antriebsmotoren der Walzen: Die Walzarbeit dieses Stiches wird dann unter Mitausnutzung der in diesem Augenblick noch vorhandenen kinetischen Energie zu Ende geführt, bis schließlich das Walzgut das Walzgerüst mit der gewünschten geringen Geschwindigkeit verläßt. Selbstverständlich kann bei dieser Anordnung auch der Bremsweg auf digitalem Wege ermittelt werden. Hierbei kann der Impulsgeber' ebenfalls zur Ermittlung der Walzgeschwindigkeit herangezogen werden.
  • Zur Vereinfachung der Darstellung war vorstehend ein konstantes elektrisches Bremsmoment angenommen worden. Es ist jedoch auch ohne weiteres möglich, mittels eines zusätzlichen Funktionsgebers oder eines Rechengerätes eine Drehzahlabhängigkeit des elektrischen Bremsmomentes bzw. eine Abhängigkeit von Ankerstrom, Feldstrom oder Hauptpolfluß der Walzmotoren zu berücksichtigen.
  • Die Ermittlung der Walzgutlängen über die Walzmotordrehzahl setzt nun voraus, daß die Streckung. vorher bekannt sein oder auf relativ aufwendigem Wege errechnet werden müßte. Bei einem versuchsweise betriebenen Umkehrwalzwerk war festgestellt worden, daß das austretende Walzgut gegenüber der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen eine Voreilung von gleich oder kleiner als 1,1/o hatte und daß sich die Nacheilung des Walzgutes auf der Eintrittsseite gegenüber der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen von Stich zu Stich zwischen 4 und 27,% änderte.
  • Der vorgenannte Mangel der schwierigen Erfassung der Streckung soll durch eine wesentliche Weiterbildung der Erfindung gemindert werden. Es wird vorgeschlagen, die Restwalzlänge durch direkte Längenmessung in Verbindung mit einer überlagerung des dem Integral der Walzgutgeschwindigkeit proportionalen Wertes zu ermitteln. Eine Ausführungsmöglichkeit dieses Erfindungsgedankens besteht darin, daß in bestimmten Abständen von der Mitte des Walzgerüstes angeordnete lichtelektrische Anstoßschalter als Maß für die im Schaltaugenblick des jeweiligen Anstoßschalters auf der Eintrittsseite des Gerüstes noch vorhandene Restwalzlänge dienen. Die Anstoßschalter werden wirksam nach erfolgtem Anstich und sprechen bei Durchgang des hinteren Walzgutendes an. Sie könnten beispielsweise in Abständen von 1,5 zu 1,5 m von der Mitte des Walzgerüstes aus in Rollgangsrichtung angeordnet sein. An Stelle der genannten lichtelektrischen Anstoßschalter können an sich beliebige Schalter, insbesondere aber andere, berührungslos arbeitende Schalter in Frage kommen, die auf kapazitiver oder induktiver Basis und Schwingkreisverstimmung beruhen.
  • Zur Errechnung der im Anschluß an das jeweilige Schalten eines Anstoßschalters ausgewalzten Materiallänge dient der von diesem Schaltaugenblick an gebildete Integralwert der Walzmotorendrehzahl, wobei eine dem Integralwert proportionale Größe nach Multiplikation mit einem die Nacheilung des Walzgutes gegenüber den Walzen berücksichtigenden Faktor von dem durch den zuletzt geschalteten Anstoßschalter vorgegebenen Festwert subtrahiert wird. Dabei kann in Anlehnung an das erste Ausführungsbeispiel zur Bildung des Integralwertes ein an der Walzmotorwelle angebauter Impulsgeber in Verbindung mit einem Zählwerk vorgesehen sein. Immer dann, wenn ein Anstoßschalter geschaltet hat, werden über geeignete Torschaltungen die der gespeicherten Impulszahl proportionale Größe gelöscht und eine von Null erfolgende Speicherung der vom Schaltaugenblick an gezählten Impulse freigegeben. Der sich durch die schwer erfaßbare Nacheilung des Walzgutes ergebende Fehler wird somit zwar noch vorhanden sein, keinesfalls aber in prozentualer Abhängigkeit von der Gesamtwalzgutlänge auftreten. Die Voreilung des Walzgutes auf der Austrittsseite des Gerüstes ist ohnehin gering und kann entweder geschätzt oder vernachlässigt werden.
  • Der Arbeitsablauf wird also derart sein, daß zunächst die Gesamtlänge des Walzgutes entweder vorgegeben oder beim vorangegangenen Stich aus der Walzendrehzahl relativ genau ermittelt worden ist. Erfolgen nun die Reversierung und der neue Stich, so wird zunächst die von der Eintrittsseite aus gerechnete ausgewalzte Länge durch Drehzahlintegration unter Berücksichtigung der Nacheilung des Walzgutes gegenüber den Walzen ermittelt. Passiert nun das hintere Ende des Walzgutes einen Anstoßschalter, so wird der Wert der errechneten Restwalzgutlänge gegen den vom Anstoßschalter gemessenen Festwert ausgetauscht und von diesem Festwert von Null an beginnende neue Integrationswerte subtrahiert. Dies erfolgt so lange, bis der nächste Anstoßschalter bewirkt, daß die Differenz aus vorherigem Festwert und Integrationswert sowie der Integrationswert selbst gelöscht wird, und einen anderen Festwert in Verbindung mit einer erneuten Integration vorgibt.
  • Der Ablauf der Steuerung, bei dem die noch auszuwalzenden Materiallängen mit Hilfe der durch die Anstoßschalter ermittelten festen Materiallängen und der durch Integration ermittelten Zwischenwerte erfolgt, geht so lange vor sich, bis die Restwalzlänge den durch Bremsmoment, Walzgeschwindigkeit und Nacheilung des Walzgutes gegebenen Bremsweg erreicht hat.
  • Falls die Anordnung und die Abstände der Anstoßschalter so gewählt sind, daß nach erfolgtem Anstich und vor erfolgtem Bremskommando das hintere Walzgutendemindestens einen Anstoßschalter passiert, kann auf die Festlegung bzw. Errechnung der Gesamtwalzgutlänge vor dem Stich verzichtet werden. Das ist dann gegeben, wenn ein Anstoßschalter in einer etwas geringeren Weglänge vom Walzgerüst angeordnet ist, als die Länge des Walzgutes vor dem Stich beträgt.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Abbremsvorrichtung für Umkehrwalzwerke, bei denen die Abbremsung unter Ausnutzung der Walzarbeit erfolgt, mit einer elektrischen Einrichtung, welche die Restwalzlänge kontinuierlich als elektrische Größe nachbildet, und einem elektrischen Rechner, der die beim jeweiligen Stich zu erwartende Bremslänge abhängig von der Walzmotordrehzahl und dem Gesamtbremsmoment ermittelt, deren Ausgangsgrößen einer Schaltung zugeführt werden, die laufend die Differenz aus den elektrischen Größen für Restwalz- und Bremsweglänge bildet und das Bremskommando ohne oder mit geringer Verzögerung gibt, sobald die Differenz den Wert Null erreicht, wobei der vom Walzgut nach Erreichen des Walzspaltes zurückgelegte Weg durch Integration der Walzendrehzahl über der Zeit ermittelt wird, nach Patentanmeldung L29872 I b / 7 a, dadurch gekennzeichnet, daß die den Bremskommandozeitpunkt bestimmenden Walzgutwege für die Rechnung von der Eintrittsseite des Walzgerüstes betrachtet sowie auf diese bezogen sind und daß die Integration der Walzendrehzahl auf digitalem Wege erfolgt.
  2. 2. Abbremsvorrichtung nach Anspruch 1 mit Ermittlung der Restwalzlänge als Differenz der Gesamtwalzgutlänge vor dem Stich und der beim Stich bereits gewalzten Länge, dadurch gekennzeichnet, daß die die Restwalzlänge nachbildende Einrichtung zur Bildung des Integrationswertes Walzendrehzahl über der Zeit einen durch eine Walze (1) des Walzgerüstes betätigten Impulsgeber (9) umfaßt, der mit einer der Umfangsgeschwindigkeit der Walze (1) proportionalen Impulsfrequenz über eine elektronische Torschaltung (6) dann Impulse auf ein Zählwerk (8) gibt, wenn ein auf die Torschaltung (6) wirkendes Walzdruckmeßgerät (5) angesprochen hat.
  3. 3. Abbremsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Zählwerk (8) ein Speicher (11) zugeordnet ist, dem vor Beginn eines neuen Zählvorganges ein der im Zählwerk (8) gezählten Impulszahl proportionaler Wert nach Umwandlung in eine Analoggröße und gegebenenfalls nach Multiplikation mit einem der Voreilung des Walzgutes gegenüber den Walzen entsprechenden Faktor zugeführt wird.
  4. 4. Abbremsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der für das Bremskommando maßgebliche Wert der Restwalzlänge aus der Differenz des dem Speicher (11) entnommenen Wertes und des im Zählwerk (8) gerade angezeigten und mit einem der Nacheilung des Walzgutes gegenüber den Walzen entsprechenden Faktor multiplizierten Wertes in einem Vergleichsglied (12) gebildet ist, dem gleichzeitig die Ausgangsgröße eines die zu erwartende Bremsweglänge berechnenden Multiplikators (13) zugeführt ist.
  5. 5. Abbremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ermittlung der Restwalzlänge durch direkte Längenmessung in Verbindung mit einer überlagerung des dem Integral der Walzgutgeschwindigkeit proportionalen Wertes erfolgt.
  6. 6. Abbremsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in bestimmten Abständen von der Mitte des Walzgerüstes angeordnete, vorzugsweise lichtelektrische Anstoßschalter als Maß für die im Schaltaugenblick des jeweiligen Anstoßschalters vorhandene Restwalzlänge dienen.
  7. 7. Abbremsvorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Errechnung der nach erfolgtem Anstich bzw. der im Anschluß an das jeweilige Schalten eines Anstoßschalters ausgewalzten Materiallänge der von dem betreffenden Augenblick an gebildete Integrationswert der Walzmotorendrehzahl unter Berücksichtigung der Nacheilung des Walzgutes gegenüber den Walzen dient. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 393 544, 317 885, 311633, 304542.
DE1958L0031989 1958-03-07 1958-12-15 Abbremsvorrichtung fuer Umkehrwalzwerke Pending DE1263663B (de)

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BE576445A BE576445A (fr) 1958-03-07 1959-03-07 Procédé pour obtenir automatiquement l'ordre de freinage dans les laminoirs réversibles.

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE304542C (de) *
DE311633C (de) *
DE317885C (de) *
DE393544C (de) * 1920-07-07 1924-04-04 Westinghouse Electric & Mfg Co Regelungsvorrichtung fuer elektrisch angetriebene Walzwerke

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