DE1262022B - Verwendung von Aluminium und Aluminiumlegierungen - Google Patents
Verwendung von Aluminium und AluminiumlegierungenInfo
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- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C21/00—Alloys based on aluminium
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C 22c
Deutsche Kl.: 40 b - 21/00
Nummer: 1262 022
Aktenzeichen: V 29009 VI a/40 b
Anmeldetag: 30. Juli 1965
Auslegetag: 29. Februar 1968
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Aluminium hoher Reinheit oder gewissen Aluminiumlegierungen
mit Gehalten an Zirkonium in Mengen von 0,0001 bis 0,3%, vorzugsweise 0,05 bis 0,2%, zur
Herstellung von Gußstücken oder geknetetem Halbzeug, die einer Glänzbehandlung auf chemischem
oder elektrolytischem Wege unterworfen werden sollen.
Aluminium und Aluminiumlegierungen, die chemisch oder elektrolytisch geglänzt werden sollen, müssen zur
Erzielung eines guten Glänzeffekts einen hohen Reinheitsgrad aufweisen. Sie werden daher üblicherweise
auf der Basis Al 99,99, Al 99,9 oder Al 99,8 hergestellt.
Infolge des geringen Gehalts an Verunreinigungen, insbesondere Fe3 neigen diese Werkstoffe sowohl beim
Gießen als auch bei der Herstellung von Halbzeug und dessen Weiterverarbeitung zur Grobkornbildung. Aus
diesem Grund ist es beispielsweise noch nicht gelungen, ein gut glänzbare Gußlegierung auf der genannten
Basis zu erzeugen. Ebenso treten bei der Herstellung von Halbzeug, insbesondere Blechen und
Bändern, aus glänzbarem Aluminium und Aluminiumlegierungen erhebliche Schwierigkeiten durch Grobkornbildung
und ungleichmäßige Rekristallisation auf.
Es ist bekannt, daß Zusätze von Aluminidbildnern, wie Eisen, Titan, Mangan, Chrom u. a., die Kornfeinheit
im Guß steigern und auch die Grobkornneigung bei der Halbzeugherstellung verringern, doch
führen alle diese Zusätze in wirksamen Mengen zu einer mehr oder weniger starken Verringerung des
Glanzes nach dem chemischen oder elektrolytischem Glänzen und späteren Anodisieren. Auch ist aus der
Literatur gleichfalls bekannt, daß Zirkoniumzusätze hinsichtlich der Kornfeinung und des Rekristallisationsverhaltens
in gleicher Weise wirken.
Überraschenderweise wurde jedoch im Gegensatz zu der Wirkung der zunächst erwähnten Elemente
gefunden, daß ein Zr-Zusatz bis zu 0,3 %, vorzugsweise 0,2%, in Glänzwerkstoffen der obengenannten Art
keine Verringerung des Glanzes beim chemischen oder elektrolytischen Glänzen verursacht. Insbesondere
wurde gefunden, daß bei der Herstellung von Blechen und Bändern der aushärtbaren Legierung AlMgSi 0,5
auf Basis Al 99,9 kein Unterschied im Glanz nach dem Glanzeloxieren zu beobachten war, gleichgültig, ob die
Legierung kein Zr oder bis zu etwa 0,15% Zr enthielt. Erst bei wesentlich höheren Zr-Gehalten war ein
Glanzabfall, wie er beispielsweise bereits durch 0,1 % Fß verursacht wird, festzustellen. Während das
Zr-freie Band jedoch — insbesondere nach dem Lösungsglühen bei 53O0C — starkes Grobkorn zeigte,
war das Korn eines 0,15% Zr enthaltenden Bandes Verwendung von Aluminium und
Aluminiumlegierungen
Aluminiumlegierungen
Anmelder:
Vereinigte Aluminium-Werke Aktiengesellschaft,
5300 Bonn, Am Nordbahnhof
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Wolfgang Gruhl, 5320 Bad Godesberg;
Dipl.-Ing. Günther Scharf, 5300 Bonn
feinkörnig. Ein feines Korn ist jedoch von großer Bedeutung sowohl für die mechanischen Eigenschaften
des Bandes als auch hinsichtlich der Vermeidung der Orangenhaut bei anschließenden Verformungsarbeiten.
Analog liegen die Verhältnisse bei geknetetem Halbzeug aus anderen glänzbaren Aluminiumwerkstoffen,
beispielsweise bei Reinaluminium und bei AlMg- und AlZnMg-Legierungen auf Basis Al 99,7
und reiner.
Auch bei gegossenen Teilen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen der oben bezeichneten Typen
hat sich gezeigt, daß ein Zr-Zusatz von z. B. 0,15 % zu
einem gleichmäßig feinkörnigen Gußgefüge führt, ohne daß bei diesem oder einem ähnlichen Zr-Gehalt
eine Verringerung des Glanzes nach dem chemischen oder anodischen Glänzen auftritt.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht also darin, daß aus einer Vielzahl bekannter kornfeinend
wirkender Zusätze einer ermittelt wurde, nämlich Zr, der in zur Erzielung des gewünschten Kornfeinungseffekts
geeigneten Mengen keinen Glanzabfall hervorruft. Die wirksamste Zusatzmenge richtet sich innerhalb
der Grenzen von 0,0001 bis 0,3 %, vorzugsweise 0,05 bis 0,2%, nach den Erfordernissen der Praxis
und nach dem vorliegenden Werkstofftyp, und zwar sowohl bei Gußstücken als auch bei geknetetem
Halbzeug und daraus hergestellten Gegenständen. Die optimale Zusatzmenge läßt sich dabei von Fall zu Fall
leicht ermitteln.
Bei einem Band einer Legierung mit der Zusammensetzung
0,081% Kupfer,
<0,01 % Mangan,
0,51 % Magnesium,
0,52 % Silizium,
0,02 % Eisen,
0,01 %Zink,
<0,01 % Mangan,
0,51 % Magnesium,
0,52 % Silizium,
0,02 % Eisen,
0,01 %Zink,
Rest Aluminium,
809 510/277
wurde bei Abwesenheit von Zr nach .dem Lösungsglühen
bei 530° C eine Korngröße, die zwischen 5 · 103 und 2 · ΙΟ5 μπι2 schwankte, gemessen. Ein Band
der gleichen Legierung, dem jedoch zusätzlich 0,15 %Zr zulegiert worden waren und das in gleicher Weise
gefertigt wurde, wies eine gleichmäßige Korngröße zwischen 5 · 102 und 1 · ΙΟ3 μπι2 auf. Nach dem
Glanzeloxieren zeigten beide Bänder den gleichen Glanz, jedoch besaß das Band mit feinerem Korn
die daraus resultierenden vorteilhafteren Eigenschaften.
Das Zr-freie Band wurde beispielsweise durch Biegen narbig, während das feinkörnige Zr-haltige Band
keine Oberflächenfehler erkennen Heß. Ein weiteres Band der gleichen Legierung, dem ein Zr-Gehalt von
0,36 % zulegiert war, hatte demgegenüber eine Korngröße
von 3 · 102 bis 1 · ΙΟ3 μπα2, unterschied sich also
gegenüber dem 0,15% Zr enthaltenden Band hinsichtlich der Korngröße praktisch nicht; nach dem
Glanzeloxieren zeigte es jedoch einen deutlich verminderten Glanz.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verwendung von Aluminium hoher Reinheit oder Aluminiumlegierungen des Typs AlMg, AlZnMg und AlMgSi auf der Basis von Reinaluminium mit mindestens 99,7% Reinheit mit Gehalten an Zirkonium in Mengen von 0,0001 bis 0>3 0I0, vorzugsweise 0,05 bis 0,2 %> zur Herstellung von Gußstücken oder geknetetem Halbzeug, die einer Glänzbehandlung auf chemischem oder elektrolytischem Wege unterworfen werden sollen.809 510/277 2.68 © Bundesdruckelei Berlin
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FR59302A FR1477900A (fr) | 1965-07-30 | 1966-04-27 | Emploi de l'aluminium et de ses alliages pour la fabrication de pièces coulées ou de demi-produits corroyés |
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JPS5910987B2 (ja) * | 1975-07-02 | 1984-03-13 | 株式会社神戸製鋼所 | 成形性にすぐれたアルミニウム合金およびその薄板製造方法 |
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