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DE1262022B - Verwendung von Aluminium und Aluminiumlegierungen - Google Patents

Verwendung von Aluminium und Aluminiumlegierungen

Info

Publication number
DE1262022B
DE1262022B DE1965V0029009 DEV0029009A DE1262022B DE 1262022 B DE1262022 B DE 1262022B DE 1965V0029009 DE1965V0029009 DE 1965V0029009 DE V0029009 A DEV0029009 A DE V0029009A DE 1262022 B DE1262022 B DE 1262022B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aluminum
gloss
alloys
grain
finished products
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1965V0029009
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Wolfgang Gruhl
Dipl-Ing Guenther Scharf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vereinigte Aluminium Werke AG
Original Assignee
Vereinigte Aluminium Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vereinigte Aluminium Werke AG filed Critical Vereinigte Aluminium Werke AG
Priority to DE1965V0029009 priority Critical patent/DE1262022B/de
Priority to CH448366A priority patent/CH466586A/de
Priority to BE679971D priority patent/BE679971A/xx
Priority to FR59302A priority patent/FR1477900A/fr
Priority to GB2184566A priority patent/GB1071840A/en
Priority to LU51246A priority patent/LU51246A1/xx
Priority to NL6609456A priority patent/NL151742B/xx
Priority to AT706766A priority patent/AT268703B/de
Publication of DE1262022B publication Critical patent/DE1262022B/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D11/00Electrolytic coating by surface reaction, i.e. forming conversion layers
    • C25D11/02Anodisation
    • C25D11/04Anodisation of aluminium or alloys based thereon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)
  • Electroplating Methods And Accessories (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C 22c
Deutsche Kl.: 40 b - 21/00
Nummer: 1262 022
Aktenzeichen: V 29009 VI a/40 b
Anmeldetag: 30. Juli 1965
Auslegetag: 29. Februar 1968
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Aluminium hoher Reinheit oder gewissen Aluminiumlegierungen mit Gehalten an Zirkonium in Mengen von 0,0001 bis 0,3%, vorzugsweise 0,05 bis 0,2%, zur Herstellung von Gußstücken oder geknetetem Halbzeug, die einer Glänzbehandlung auf chemischem oder elektrolytischem Wege unterworfen werden sollen.
Aluminium und Aluminiumlegierungen, die chemisch oder elektrolytisch geglänzt werden sollen, müssen zur Erzielung eines guten Glänzeffekts einen hohen Reinheitsgrad aufweisen. Sie werden daher üblicherweise auf der Basis Al 99,99, Al 99,9 oder Al 99,8 hergestellt. Infolge des geringen Gehalts an Verunreinigungen, insbesondere Fe3 neigen diese Werkstoffe sowohl beim Gießen als auch bei der Herstellung von Halbzeug und dessen Weiterverarbeitung zur Grobkornbildung. Aus diesem Grund ist es beispielsweise noch nicht gelungen, ein gut glänzbare Gußlegierung auf der genannten Basis zu erzeugen. Ebenso treten bei der Herstellung von Halbzeug, insbesondere Blechen und Bändern, aus glänzbarem Aluminium und Aluminiumlegierungen erhebliche Schwierigkeiten durch Grobkornbildung und ungleichmäßige Rekristallisation auf.
Es ist bekannt, daß Zusätze von Aluminidbildnern, wie Eisen, Titan, Mangan, Chrom u. a., die Kornfeinheit im Guß steigern und auch die Grobkornneigung bei der Halbzeugherstellung verringern, doch führen alle diese Zusätze in wirksamen Mengen zu einer mehr oder weniger starken Verringerung des Glanzes nach dem chemischen oder elektrolytischem Glänzen und späteren Anodisieren. Auch ist aus der Literatur gleichfalls bekannt, daß Zirkoniumzusätze hinsichtlich der Kornfeinung und des Rekristallisationsverhaltens in gleicher Weise wirken.
Überraschenderweise wurde jedoch im Gegensatz zu der Wirkung der zunächst erwähnten Elemente gefunden, daß ein Zr-Zusatz bis zu 0,3 %, vorzugsweise 0,2%, in Glänzwerkstoffen der obengenannten Art keine Verringerung des Glanzes beim chemischen oder elektrolytischen Glänzen verursacht. Insbesondere wurde gefunden, daß bei der Herstellung von Blechen und Bändern der aushärtbaren Legierung AlMgSi 0,5 auf Basis Al 99,9 kein Unterschied im Glanz nach dem Glanzeloxieren zu beobachten war, gleichgültig, ob die Legierung kein Zr oder bis zu etwa 0,15% Zr enthielt. Erst bei wesentlich höheren Zr-Gehalten war ein Glanzabfall, wie er beispielsweise bereits durch 0,1 % Fß verursacht wird, festzustellen. Während das Zr-freie Band jedoch — insbesondere nach dem Lösungsglühen bei 53O0C — starkes Grobkorn zeigte, war das Korn eines 0,15% Zr enthaltenden Bandes Verwendung von Aluminium und
Aluminiumlegierungen
Anmelder:
Vereinigte Aluminium-Werke Aktiengesellschaft,
5300 Bonn, Am Nordbahnhof
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Wolfgang Gruhl, 5320 Bad Godesberg;
Dipl.-Ing. Günther Scharf, 5300 Bonn
feinkörnig. Ein feines Korn ist jedoch von großer Bedeutung sowohl für die mechanischen Eigenschaften des Bandes als auch hinsichtlich der Vermeidung der Orangenhaut bei anschließenden Verformungsarbeiten.
Analog liegen die Verhältnisse bei geknetetem Halbzeug aus anderen glänzbaren Aluminiumwerkstoffen, beispielsweise bei Reinaluminium und bei AlMg- und AlZnMg-Legierungen auf Basis Al 99,7 und reiner.
Auch bei gegossenen Teilen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen der oben bezeichneten Typen hat sich gezeigt, daß ein Zr-Zusatz von z. B. 0,15 % zu einem gleichmäßig feinkörnigen Gußgefüge führt, ohne daß bei diesem oder einem ähnlichen Zr-Gehalt eine Verringerung des Glanzes nach dem chemischen oder anodischen Glänzen auftritt.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht also darin, daß aus einer Vielzahl bekannter kornfeinend wirkender Zusätze einer ermittelt wurde, nämlich Zr, der in zur Erzielung des gewünschten Kornfeinungseffekts geeigneten Mengen keinen Glanzabfall hervorruft. Die wirksamste Zusatzmenge richtet sich innerhalb der Grenzen von 0,0001 bis 0,3 %, vorzugsweise 0,05 bis 0,2%, nach den Erfordernissen der Praxis und nach dem vorliegenden Werkstofftyp, und zwar sowohl bei Gußstücken als auch bei geknetetem Halbzeug und daraus hergestellten Gegenständen. Die optimale Zusatzmenge läßt sich dabei von Fall zu Fall leicht ermitteln.
Beispiel
Bei einem Band einer Legierung mit der Zusammensetzung
0,081% Kupfer,
<0,01 % Mangan,
0,51 % Magnesium,
0,52 % Silizium,
0,02 % Eisen,
0,01 %Zink,
Rest Aluminium,
809 510/277
wurde bei Abwesenheit von Zr nach .dem Lösungsglühen bei 530° C eine Korngröße, die zwischen 5 · 103 und 2 · ΙΟ5 μπι2 schwankte, gemessen. Ein Band der gleichen Legierung, dem jedoch zusätzlich 0,15 %Zr zulegiert worden waren und das in gleicher Weise gefertigt wurde, wies eine gleichmäßige Korngröße zwischen 5 · 102 und 1 · ΙΟ3 μπι2 auf. Nach dem Glanzeloxieren zeigten beide Bänder den gleichen Glanz, jedoch besaß das Band mit feinerem Korn die daraus resultierenden vorteilhafteren Eigenschaften. Das Zr-freie Band wurde beispielsweise durch Biegen narbig, während das feinkörnige Zr-haltige Band keine Oberflächenfehler erkennen Heß. Ein weiteres Band der gleichen Legierung, dem ein Zr-Gehalt von 0,36 % zulegiert war, hatte demgegenüber eine Korngröße von 3 · 102 bis 1 · ΙΟ3 μπα2, unterschied sich also gegenüber dem 0,15% Zr enthaltenden Band hinsichtlich der Korngröße praktisch nicht; nach dem Glanzeloxieren zeigte es jedoch einen deutlich verminderten Glanz.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung von Aluminium hoher Reinheit oder Aluminiumlegierungen des Typs AlMg, AlZnMg und AlMgSi auf der Basis von Reinaluminium mit mindestens 99,7% Reinheit mit Gehalten an Zirkonium in Mengen von 0,0001 bis 0>3 0I0, vorzugsweise 0,05 bis 0,2 %> zur Herstellung von Gußstücken oder geknetetem Halbzeug, die einer Glänzbehandlung auf chemischem oder elektrolytischem Wege unterworfen werden sollen.
    809 510/277 2.68 © Bundesdruckelei Berlin
DE1965V0029009 1965-07-30 1965-07-30 Verwendung von Aluminium und Aluminiumlegierungen Withdrawn DE1262022B (de)

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CH448366A CH466586A (de) 1965-07-30 1966-04-07 Verwendung von Aluminium und Aluminiumlegierungen
BE679971D BE679971A (de) 1965-07-30 1966-04-25
FR59302A FR1477900A (fr) 1965-07-30 1966-04-27 Emploi de l'aluminium et de ses alliages pour la fabrication de pièces coulées ou de demi-produits corroyés
GB2184566A GB1071840A (en) 1965-07-30 1966-05-17 Improvements in or relating to the lustring of aluminium and aluminium alloys
LU51246A LU51246A1 (de) 1965-07-30 1966-06-03
NL6609456A NL151742B (nl) 1965-07-30 1966-07-06 Werkwijze ter vervaardiging van glanzende, uit een aluminiumlegering bestaande voorwerpen, alsook voorwerpen, verkregen volgens deze werkwijze.
AT706766A AT268703B (de) 1965-07-30 1966-07-25 Zirkonhaltige Aluminiumlegierungen

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JPS5943538B2 (ja) * 1975-09-08 1984-10-23 株式会社神戸製鋼所 成形性にすぐれたアルミニウム合金およびその薄板製造法
JPS5910987B2 (ja) * 1975-07-02 1984-03-13 株式会社神戸製鋼所 成形性にすぐれたアルミニウム合金およびその薄板製造方法

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NL151742B (nl) 1976-12-15
CH466586A (de) 1968-12-15
LU51246A1 (de) 1966-08-03
GB1071840A (en) 1967-06-14
NL6609456A (de) 1967-01-31
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