DE1248717B - Logische Schaltung mit einem ringförmigen Magnet kern aus einem Remanenz aufweisenden Material - Google Patents
Logische Schaltung mit einem ringförmigen Magnet kern aus einem Remanenz aufweisenden MaterialInfo
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H03k
Deutsche KI.: 21 al-36/18
Nummer: 1248 717
Aktenzeichen: J12109 VIII a/21 al
Anmeldetag: 24. August 1956
Auslegetag: 31. August 1967
Die Erfindung betrifft eine logische Schaltung mit einem Magnetkern in Form eines Ringes aus einem
Remanenz aufweisenden Material, bei dem zwei senkrecht zueinander gerichtete magnetische Flüsse
in Wechselwirkung gebracht werden.
Ringförmige Magnetkerne, meist in Torroidform, zu Speicherzwecken zu benutzen ist bekannt. Die
Speicherung eines (Binär-)W.ertes erfolgt dabei durch Einstellung der einen oder der anderen Magnetisierungsrichtung
im Kern. Es ist auch bekannt, den Speicherwert eines Magnetkernes ohne Zerstörung
des Speicherinhaltes dadurch festzustellen, daß ein senkrecht zum Remanenzfluß des Speicherkernes verlaufender
Hilfsfluß aufgeprägt wird, und zwar dadurch, daß entweder ein hohler, von einer Wicklung
durchsetzter Kern benutzt oder einem Teil des Kernes ein quer zur Remanenzflußrichtung verlaufendes
Feld aufgeprägt wird.
Es ist weiter bekannt, einen magnetischen Kreis an einer oder mehreren Stellen durch eine Hilfserregung
durch magnetische Sättigung zu sperren.
Schließlich wurde schon vorgeschlagen, zur zerstörungsfreien Ablesung eines Magnetkernes diesen
an einer Stelle in zwei Flußpfade aufzuspalten und diesen Flußpfaden entgegengesetzt gerichtete Hilfsflüsse
aufzudrücken.
Zur Herstellung von logischen Schaltungen unter Verwendung von Magnetkernen sind bisher stets
mehrere Magnetkerne erforderlich gewesen. Mit Hilfe der vorliegenden Erfindung ist es möglich, die
logische Verknüpfung von zwei oder mehr Eingangssignalen mit nur einem Magnetkern durchzuführen.
Dazu wird ein ringförmiger Magnetkern verwendet, der zwei den ganzen Ringquerschnitt umschlingende
Wicklungen trägt; die eine Wicklung dient zur Ein-Stellung einer Remanenzflußrichtung, die andere zur
Abnahme eines Ausgangssignals. Erfindungsgemäß werden die zwei oder mehr verknüpfenden Signale
dazu benutzt, in dem Magnetkern Hilfsflüsse zu erzeugen, die senkrecht auf dem Remanenzfluß
stehen, welcher durch die Einstellwicklung erzeugt ist und sich über den ganzen Ringumfang schließt.
Eine logische Schaltung mit einem Magnetkern der beschriebenen Art ist demnach gekennzeichnet
durch das Merkmal, daß die verknüpfenden Signale Magnetisierungswicklungen zugeführt werden, welche
auf der Mittellinie des Ringquerschnittes angeordnete Bohrungspaare durchsetzen. Für den Fall der
UND-Schaltung mit zwei zu verknüpfenden Variablen werden diese an Magnetisierungswicklungen angelegt,
die je zwei benachbarte von drei auf der Mittellinie des Ringquerschnittes entsprechend an-Logische
Schaltung mit einem ringförmigen
Magnetkern aus einem Remanenz
aufweisenden Material
Magnetkern aus einem Remanenz
aufweisenden Material
Anmelder:
IBM Deutschland Internationale
Büro-Maschinen Gesellschaft m. b. H.,
Sindelfingen, Tübinger Allee 49
Büro-Maschinen Gesellschaft m. b. H.,
Sindelfingen, Tübinger Allee 49
Als Erfinder benannt:
Edgar Alan Brown,
Los Angeles, Calif. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 25. August 1955
geordnete Bohrungen durchsetzen. Für den Fall der ODER-Schaltung werden die Eingangsvariablen
Magnetisierungswicklungen zugeführt, die mit Abstand voneinander entsprechend angeordnete Bohrungspaare
durchsetzen.
Die nachfolgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele werden durch Zeichnungen erläutert.
F i g. 1 zeigt eine UND-Schaltung;
Fig. 2 ist eine ODER-Schaltung.
Der Magnetkern 12 der Fig. 1 trägt eine Einstellwicklung
13 zur Einstellung des gewünschten Magnetisierungszustandes, d. h. zur Herstellung einer
Magnetisierung in der einen oder anderen Umlaufrichtung mittels positiver oder negativer Stromimpulse,
die den Kernwerkstoff jeweils zur Sättigung treiben können. Die dafür erforderlichen Treiber
oder Impulsgeneratoren werden hier und in der übrigen Beschreibung nicht gezeigt. Die Ausgangswicklung
14, die ebenfalls den ganzen Kernquerschnitt umfaßt, dient zur Ableitung der beim
Betrieb des Magnetkernes entstehenden Ausgangssignale. Auch die daran anzuschließenden Verbraucherstromkreise
sind nicht gezeigt.
Etwa auf seiner Mittellinie trägt der Kern in gleichem Abstand voneinander drei Bohrungen 15. Zwei
gleichartige Wicklungen 16, 17 durchdringen je zwei der Bohrungen unter gemeinsamer Benutzung der
mittleren Bohrung. Bei geeigneter Wahl von Windungszahl und Stromstärke tritt in Wicklung 14 ein
Aüsgangssignal nur dann auf, wenn in beiden Wicklungen 16 und 17 gleichzeitig gleichsinnig wirkende
• ,,- 709 639/469
Impulse vorliegen. Diese Wirkung beruht auf der Erhöhung des magnetischen Widerstandes für den
den ganzen Ring durchsetzenden Remanenzfluß. Die Polarität des Signals hängt von der vorher durch die
Wicklung 13 eingestellten Richtung des Remanenzflusses ab, jedoch nicht von der Richtung der bei 16,
17 zugeführten Hilfsflüsse. Letztere zerstören den eingestellten Remanenzfluß nicht.
Es tritt zwar auch unter der Wirkung nur einer der Wicklungen, 16 oder 17, in der Ausgangswicklung
14 ein Signal auf. Durch entsprechende Bemessung der Windungszahl und der Stromstärke in den
Wicklungen 16 und 17 läßt es sich jedoch erreichen, daß das Ausgangssignal, hervorgerufen von der gemeinsamen
Wirkung beider Wicklungen, wesentlich größer ist als das von nur einer Wicklung erzeugte
Ausgangssignal; letzteres kann durch die Amplitudendiskriminierung leicht unterdrückt werden.
In Fig. 2, die das Ausführungsbeispiel für eine ODER-Schaltung zeigt, sind übereinstimmende Bauelemente
ebenso wie in F i g. 1 bezeichnet. Der Kern trägt hier jedoch vier Bohrungen 15, die paarweise
die Wicklungen 18 und 19 aufnehmen. Der Abstand der Bohrungspaare voneinander ist wenigstens so
groß wie der gegenseitige Abstand der Bohrungen eines Paares. Durch die den ganzen Kernquerschnitt
umschlingende Wicklung 13 wird hier wiederum eine Remanenzflußrichtung eingestellt. Die Wicklung 14
überträgt ein Ausgangssignal an nicht gezeigte Auswerteeinrichtungen. Die durch die ODER-Beziehung
zu verknüpfenden Eingangssignale gelangen zu den Wicklungen 18 und/oder 19. Durch passende Bemessung
von Windungszahl und Stromstärke kann nun erreicht werden, daß durch jede der Wicklungen
18 oder 19 oder durch beide annähernd gleich große Ausgangssignale in der Wicklung 14 entstehen.
Durch mehr als zwei Bohrungspaare können auch mehr als zwei Signale durch die ODER-Beziehung
verknüpft werden. Wesentlich ist nur, daß der Abstand zwischen den Wicklungen 18 und 19 (oder
weiteren Wicklungen gleicher Art) so groß gewählt wird, daß die durch Kopplung aus der Nachbarwicklung
übertragenen Impulse klein sind gegen die Signalimpulse.
Auch hier wird der mit Wicklung 13 eingestellte Remanenzfluß durch die Signale zu den Wicklungen
und/oder 19 nicht bleibend beeinflußt.
Claims (3)
1. Logische Schaltung mit einem Magnetkern
ίο in Form eines Ringes aus einem Remanenz aufweisenden
Material, bei dem senkrecht zueinander gerichtete magnetische Flüsse in Wechselwirkung gebracht werden, mit den ganzen
Ringquerschnitt umschlingenden Einstell- und Ausgangswicklungen, dadurch gekennzeichnet,
daß die zu verknüpfenden Signale Magnetisierungswicklungen zugeführt werden, welche auf der Mittellinie des Ringquerschnittes
angeordnete Bohrungspaare durchsetzen.
2. UND-Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden zu verknüpfenden
Signale Magnetisierungswicklungen zugeführt werden, die je zwei benachbarte von drei auf
der Mittellinie des Ringquerschnittes angeordnete Bohrungen durchsetzen (F i g. 1).
3. ODER-Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verknüpfenden Signale
Magnetisierungswicklungen zugeführt werden, die jeweils Bohrungspaare auf der Mittellinie
des Ringquerschnittes durchsetzen, deren gegenseitiger Abstand gleich dem Abstand der
Bohrungen eines Paares ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 881089;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1029 414;
Transactions of the AIEE, Vol. 72, Part I (Communications and Electronics), S. 822 bis 830;
Deutsche Patentschrift Nr. 881089;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1029 414;
Transactions of the AIEE, Vol. 72, Part I (Communications and Electronics), S. 822 bis 830;
M. K. Haynes, »Magnetic Cores of Digital Computing Systems«, aus »Technical Report of the
Office of Naval Research«, August 1950.
Bei der Bekanntmachung, der Anmeldung sind fünf Prioritätsbelege ausgelegt worden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 639/469 8.67 © Bundesdruckerei Berlin
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1248717B true DE1248717B (de) | 1967-08-31 |
Family
ID=603059
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DENDAT1248717D Pending DE1248717B (de) | Logische Schaltung mit einem ringförmigen Magnet kern aus einem Remanenz aufweisenden Material |
Country Status (1)
Country | Link |
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DE (1) | DE1248717B (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1274824B (de) * | 1956-09-06 | 1968-08-08 | Ibm Deutschland | Binaeres Halbaddierwerk mit Magnetkernen |
-
0
- DE DENDAT1248717D patent/DE1248717B/de active Pending
Cited By (1)
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---|---|---|---|---|
DE1274824B (de) * | 1956-09-06 | 1968-08-08 | Ibm Deutschland | Binaeres Halbaddierwerk mit Magnetkernen |
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