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DE1243062B - Spritzpistole mit angetriebener Kolbenpumpe - Google Patents

Spritzpistole mit angetriebener Kolbenpumpe

Info

Publication number
DE1243062B
DE1243062B DED43193A DED0043193A DE1243062B DE 1243062 B DE1243062 B DE 1243062B DE D43193 A DED43193 A DE D43193A DE D0043193 A DED0043193 A DE D0043193A DE 1243062 B DE1243062 B DE 1243062B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
spray gun
cylinder
air
working
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED43193A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Joseph Della Flora
Joseph Hamilton Mcninch Jun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DeVilbiss Co
Original Assignee
DeVilbiss Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DeVilbiss Co filed Critical DeVilbiss Co
Publication of DE1243062B publication Critical patent/DE1243062B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05BSPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
    • B05B9/00Spraying apparatus for discharge of liquids or other fluent material, without essentially mixing with gas or vapour
    • B05B9/01Spray pistols, discharge devices

Landscapes

  • Nozzles (AREA)

Description

  • Spritzpistole mit angetriebener Kolbenpumpe Die Erfindung bezieht sich auf eine Spritzpistole zur Zerstäubung von Flüssigkeiten wie Farbe mit einer angetriebenen Kolbenpumpe, deren Kolben die in einer Kammer der Pistole unter Druck stehende Flüssigkeit nach überwinden der Schließkraft der Feder eines die Pistolendüsen verschließenden Rückschlagventils durch die Düse zerstäubt und mit einem druckluftbeaufschlagten Arbeitskolben in Verbindung steht.
  • Sprühpistolen zum Zerstäuben von Auftragsmaterial ohne Luft sind an sich bekannt. Derartige Sprühpistolen ermöglichen eine einwandfreie Steuerung des Auftragsmaterials und vermindern wesentlich die Gefahr einer übervernebelung, die beim Vernebeln unter Verwendung von Luft besteht. Bei den bisher bekanntgewordenen luftfreien Sprühpistolen steht das Auftragsmaterial unter hohem Druck durch eine Pumpe oder eine andere in einer gewissen Entfernung von der Sprühpistole aufgestellten Vorrichtung. Folglich führen die den Druck erzeugende Vorrichtung, die Schlauch- und übrigen Teile der Vorrichtung unter hohem Druck stehendes Material und derartige Anlagen sind wegen der schweren, hochfesten Schläuche, Pumpen, Behälter und anderen zur Erzeugung und zur Aufrechterhaltung des hohen Drucks im Auftragsmaterial notwendigen Teile kostspielig.
  • Darüber hinaus sind Spritzpistolen der eingangs genannten Art bekanntgeworden, bei der allerdings ein Arbeiten nur stoßweise bei jeweiliger Betätigung eines Abzuges möglich ist, wodurch die Druckmittelleitung zum Zylinder freigegeben wird. Der Kolben überfährt hierbei nirgends eine entsprechende öffnung, so daß man erst den Abzug wieder loslassen muß, worauf der Kolben unter der Wirkung einer Feder in seine Ausgangsstellung zurückfährt und nunmehr der Sprühvorgang durch erneutes Drücken des Abzuges wieder eingeleitet werden kann. Gerade solche einfach wirkenden Sprühpistolen sollen nun aber verbessert werden.
  • Als Antrieb für die Kolbenpumpe sind bei einer anderen bekannten Bauart bereits Wechselstromschwingmagneten bekanntgeworden.
  • Erfindungsgemäß soll nun eine Vorrichtung geschaffen werden, bei der nicht nur auf eine eigene Stromzuführung für die Pumpe verzichtet werden soll sondern auch ein kontinuierliches Arbeiten ermöglicht werden soll, um auch höhere Leistungen zu erzielen.
  • Erreicht wird dies erfindungsgemäß dadurch, daß der Arbeitskolben Teil einer sich selbst steuernden Druckluftkolbenpumpe ist und im Düsenteil der Spritzpistole eine regelbare Umwälzleitung vorgesehen ist.
  • Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform arbeitet der Arbeitskolben in einem Zylinder, dessen einer vom Kolben abgetrennter Teil über vom Kolben verschließbare Öffnungen in die Atmosphäre mündet, während der andere Teil von der Druckluft beaufschlagt ist.
  • Vorzugsweise ist dem Arbeitskolben ein in seiner Kolbenfläche kleinerer Kolben zugeordnet, der sich bei Bewegung des Arbeitskolbens in einem Raum bewegt, welcher in einem besonderen Druckluftkreis liegt, der auf ein den druckluftbeaufschlagten Zylinderteil des Arbeitszylinders verschließendes Ventil wirkt.
  • Zweckmäßig kann hierbei in der regelbaren Umwälzleitung eine einstellbare Ventilnadel angeordnet sein.
  • Durch die erfindungsgemäße Pumpe kann bei einer Düsenöffnung zwischen 0,06 und 0,115 cm2 ein Druck von 65 bis 210 kg/cm' eine Fördermenge von 0,7 bis 1,15 kg/min entwickelt werden. Solche Werte sind mit Spritzpistolen der bekannten Bauarten nicht möglich.
  • Durch den kontinuierlich arbeitenden Luftmotor kann dieser einfach an- und abgeschaltet werden, und zwar durch einfachen Druck am Abzugshahn.
  • Weiterhin ist nur ein geringer Druck notwendig, der auf das Auftragsmaterial aufgebracht zu werden braucht, so daß die bisher notwendige Hochdruckquelle und auch die ihr zugeordneten schweren Schläuche und die übrige Ausrüstung in Fortfall kommen.
  • Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung soll nun an Hand der Zeichnungen näher erläutert werden. In diesen zeigt F i g. 1 eine schematische Seitenansicht einer Sprühpistole und einer Zuleitungsausrüstung gemäß der Erfindung, F i g. 2 eine vergrößerte Ansicht im senkrechten Längsschnitt durch einen Teil der in F i g. 1 dargestellten Sprühpistole und F i g. 3 einen Querschnitt längs der Linie 3-3 nach Fig.2.
  • In den Figuren und insbesondere in F i g. 1 ist eine erfindungsgemäße Sprühpistole mit 10 bezeichnet und weist einen Hauptkörper 12, einen Handgriff 14 und einen Abzugshahn 16 auf. Die gesamte Auftragsvorrichtung hat außerdem eine Hauptluftzuführungsleitung18, eine Auftragsmaterial führende Leitung 20 und eine Quelle 22 für Auftragsmaterial oder Farbe, welche unter vergleichsweise niedrigem Druck von über eine Leitung 24 aus einem Vorratskessel 26 und einem Kompressor 28 zugeführter Luft steht.
  • Das Auftragsmaterial aus der Quelle 22 wird über die Leitung 20 einem Einlaßkanal 30 (F i g. 2) im Sprühpistolenkörper 12 zugeleitet. Der Einlaßkanal 30 mündet in eine große Ringkammer 31, die als Druckkammer dient und einen ringförmigen Verteiler 32. Dieser weist eine Zuführungsöffnung oder Bohrungen 34 auf, die mittels eines in seine geschlossene Stellung mit einer geeigneten Feder 38 getriebenen Absperrventilringe 36 verschlossen sind. Die Öffnung 34, der Ring 36 und die Feder 38 stellen ein Rückschlagventil dar, über welches das Auftragsmaterial in eine Auftragsmaterialkammer oder Zylinderverlängerung 40 sowie in einen Auftragsmaterialzylinder 42 von der Quelle 22 aus jedoch nicht in entgegengesetzter Richtung gelangen kann.
  • Das Auftragsmaterial wird in die Kammer und den Zylinder eingezogen, sobald der Auftragsmaterialkolben 44 zurückgezogen oder nach rückwärts bewegt wird und der Druck in der Kammer und im Zylinder unter den des Auftragsmaterials im Einlaß 30 absinkt. Diese Druckdifferenz überwindet die Kraft der Feder 38 und hebt den Ring 36 von den Bohrungen 34 ab, so daß sich die Kammer 40 und der Zylinder 42 mit Auftragsmaterial füllen. Sobald der Kolben 44 sich wiederum nach vorn bewegt, geraten das Auftragsmaterial in der Kammer 40 und im Zylinder 42 unter sich steigernden hohen Druck, bis der Druck groß genug geworden ist, um die Kraft der Feder 46 zu überwinden und ein Ventildruckelement 48 von seinem Sitz 49 (wie dargestellt) im Bereich der Gruppe von mit der Kammer 40 verbundenen Auslaßkanälen 50 abzuheben. Dies erfolgt bei der Vorwärtsbewegung des Kolbens sehr schnell, und das Auftragsmaterial fließt durch die Auslaßkanäle 50, einen mittleren Auslaßkana152 im Teil 48 und hiernach durch eine Düsenkappe 54. Die Düse entspricht den an sich bekannten Hochdruckdüsen.
  • Die auf das Ventilelement 48 wirkende Kraft der Feder 46 bestimmt nicht nur den Druck, den das Auftragsmaterial in der Kammer 40 und im Zylinder 42 erreichen kann, bevor es aus der Sprühpistole austritt, sondern bestimmt auch den Schließdruck, unterhalb dessen keine Farbe aus der Pistole austritt. Dadurch wird ein Heraussprudeln oder ein zufälliger Austritt von nur geringfügig zerstäubten Auftragsmaterialteilchen unterbunden. Die Feder 46 sitzt in einer geeigneten Aufnahmekammer 56, welche mit einer Leitung 58 an dem Auftragsmaterialvorrat angeschlossen ist, so daß ein Lecken im Bereich um das Ventilelement 48 zu keinen Schwierigkeiten führen kann.
  • Daraus ergibt sich, daß das Auftragsmaterial durch den Auslaßkanal 52 pulsierend mit einem Puls je Arbeitshub des Auftragsmaterialkolbens 44 abgegeben wird, wobei die Pulse häufig genug eintreten, um einem im wesentlichen fortlaufenden Sprühnebel zu erzeugen, sobald der Abzug betätigt wird. Die »Verschlußperiode«, während der keine Farbe abgegeben wird, bestimmt die Lücken eines Sprühmusters und sollte daher so klein wie möglich gehalten werden. Das macht eine schnelle Umkehr des Kolbens 44 erforderlich. Die Geschwindigkeit, mit der das Auftragsmaterial zerstäubt wird, läßt sich mit Hilfe eines Steuerventils 60 einstellen, das sich außerdem abschrauben läßt, um vor Beginn der Farbauftragung die Kammer 40 zu entlüften oder zu entleeren. Das Ventil 60 besitzt eine regulierbare Nadel 62, die sich gegenüber einem Ventilsitz 64 einstellen läßt, um eine Öffnung eines Umführungskanals 66 zu regeln, der in die Auftragsmaterialkammer 40 mündet. Das hinter der Nadel 62 fließende Auftragsmaterial wird sodann über eine Rücklaufleitung 68 in den Farbvorrat zurückgeleitet, wobei es wiederum durch den ringförmigen Zuführungsverteiler 32 fließt. Durch öffnen des Ventils 60 kann eine größere Auftragsmaterialmenge aus der Kammer 40 ausfließen, von der ein Teil zurück durch den Kanal 66 und die Rückführungsleitung 68 zum Zuführungsverteiler 32 fließt. Dies vergrößert im Ergebnis den verfügbaren Abflußbereich, den die Farbe durchfließen kann, was zu einer größeren Arbeitsgeschwindigkeit des Kolbens führt und die Frequenz seiner Arbeitsfolge steigert sowie die »Einschaltperiode« der Vorrichtung kürzt. Sämtliches hinter dem Ventilteil 48 fließendes Auftragsmaterial steht jedoch unter dem gleichen Druck, unabhängig von dem Öffnungsgrad, mit dem das Steuerventil 60 jeweils geöffnet ist.
  • Der Auftragsmaterialkolben 44 ist über eine Stange 70 mit einem mittleren oder einem Rücklaufkolben 72 verbunden, der funktionell mit einem einen geeigneten Kolbenring 76 tragenden Antriebskolben 74 zusammengeschlossen ist. Der Antriebskolben 74 sitzt in einem Antriebszylinder 78 mit einer Endwandung 79, durch die ein Teil des Mittelkolbens 72 geführt ist. Der Antriebskolben 74 treibt den Auftragsmaterialkolben 44 nach vorn, sobald Luft oder ein anderes geeignetes Antriebsmedium dem rückwärtigen Ende des Antriebszylinders 78 aufgegeben wird. Die Luftversorgung für den Antriebszylinder erfolgt über einen gesteuerten Luftzuführungskana180, den der Abzugshahn 16 steuert und der an die Luftleitung 18 angeschlossen ist. Der Kanal 80 mündet in einen Luftverteiler 82 mit einer Vielzahl von Bohrungen 84, die den Verteiler 82 mit einer kleinen Ringventilkammer 86 neben der Ventilplatte 88 verbinden. Die Ventilplatte 88 kann zwei Stellungen einnehmen, nämlich eine rückwärtige, in der sie einem Auspuffventilsitz 90, wie dargestellt, aufliegt und eine vorwärtige, in der sie einen Antriebsmediumventilsitz 92 berührt.
  • In rückwärtiger Stellung der Ventilplatte 88 kann Luft in die kleine Ventilkammer 86 zwischen die Ventilplatte 88 und den zweiten Ventilsitz 92 und hiernach in das rückwärtige Ende des Zylinders 78 eindringen. Der Kolben 74 bewegt sich dann im Zylinder nach vorn, bis der Kolbenring 76 über die um die Wandung des Zylinders 78 angeordneten Auspuffbohrungen 94 hinausläuft, die mit einem Auspuffverteiler 96 und Zylinderauspuffkanälen 98 verbunden sind und Medium aus dem Zylinder 78 auspuffen, sobald der Kolben 74 nach vorn längs eines vorgegebenen Weges gelaufen ist. Wenn der Kolbenring 76 über die Kanäle 94 hinausläuft, wird die im Ende des Zylinders 78 verbleibende Luft komprimiert und wirkt als Dämpfer für den Kolben 74, um diesen zurückzustoßen und derart den Rücklaufhub der gesamten Kolbenanordnung zu erzeugen. Der größere Energieanteil des Rücklaufhubes des Hauptantriebskolbens 74 liefert jedoch die Luft in einer Mittelkammer 100, in der der Mittelkolben 72 hin und her geht, und diese Luft wirkt auf das ringförmige Ende des Kolbens 72 und treibt ihn zusammen mit dem Kolben 74 nach hinten. Die Kammer 100 erhält ihre Luft über einen Kanal 102 und eine Leitung 104 aus einer Zuführungsleitung 106, die unmittelbar in die Leitung 18 mündet. Die Zuführungsleitung 106 steht nicht unter der Regelung durch den Abzugshahn 16, so daß Luftdruck dauernd in der Kammer 100 besteht und ständig den Mittelkolben 72 und die gesamte Kolbenanordnung nach hinten preßt, selbst wenn der Abzugshahn 16 in seiner Absperrstellung steht. Die Entlüftungskanäle 107 sind ebenfalls im Pistolenkörper ausgebildet, um die Pumpwirkung des Kolbens 44 zu ermöglichen und jeden Leckverlust an Luft oder an Auftragsmaterial aus den Zylindern 42 und 100 abzuführen.
  • Eine Luftkammer 108 ist hinter der Ventilplatte 88 angeordnet und erhält Leitungsluft aus einer Zuführungsleitung 106 über ein geeignetes Rohr 110. Der Luftdruck in der Kammer 108 treibt die Kolbenplatte 88 nach vorn und bewegt sie auf den Sitz 92, sobald der Zylinder 78 entlüftet ist, wenn die Kante des Kolbens 74 sich nach vorn zur Öffnung der Auspuffbohrungen 94 bewegt hat. Die durch den Abzugshahn geregelte und über die Leitung 84 zugeführte Luft wird sodann gehindert zwischen den Ventilsitz 92 und die Ventilplatte 88 zu strömen. Bei der Bewegung der Ventilplatte 88 auf den Ventilsitz 92 hebt sie sich außerdem vom Ventilsitz 90 ab, so daß Luft im rückwärtigen Teil des Zylinders 78 über die rückwärtigen Auspuffkanäle 112, die Kanäle 114 und die Auspufföffnungen 115 ausgestoßen werden kann, wenn sich der Kolben 74 nach hinten bewegt. Diese Luftabführung bleibt aufrechterhalten, bis die Kante des Kolbens 74 hinter den rückwärtigen Satz von Auspuffkanälen 112 läuft, worauf die zwischen der Ventilplatte 88 und dem Antriebskolben 74 verbleibende Luft eingeschlossen wird. Eine weitere Bewegung des Kolbens 74 erzeugt den Druck im Arbeitszylinder 78 und veranlaßt die Ventilplatte 88, sich wiederum in ihre rückwärtige Stellung auf den Ventilsitz 90 zu bewegen.
  • Sobald die Ventilplatte 88 in ihre rückwärtige Stellung gepreßt worden ist, gelangt wiederum Antriebsmedium aus der Leitung 84 in das rückwärtige Ende des Zylinders 78, um den Kolben 74 erneut nach vorn zu treiben, wobei die Auspuffkanäle 112 nunmehr durch die Ventilplatte 88 und dem Ventilsitz 90 blockiert sind. Erneut bewegt sich der Kolben 74 nach vorn, bis die Kante des Kolbens 74 über die vorwärtigen Auspuffkanäle 94 hinausgelaufen ist, worauf durch den Druckabfall im Zylinder 78 der Luftdruck in der Luftkammer 108 die Ventilplatte 88 nach vorn bewegt und derart den Zustrom an Antriebsluft aus den Kanälen 84 unterbricht. Der Zylinder 78 verbleibt hierauf im entlüfteten Zustand mit Hilfe der rückwärtigen Auspuffkanäle 112, die mit den Auspuffkanälen 114 und den Auspuffkanälen 115 verbunden sind, bis der Kolben 74 wiederum eine rückwärtige Stellung erreicht, in der der Kolben 74 die Kanäle 112 abdeckt oder über sie hinausgelaufen ist.
  • Im Betrieb der Sprühpistole 10 wird bei Einleitung des Spritzvorganges Luft aus dem Vorratsbehälter 26 an die Quelle 22 abgegeben, um das darin befindliche Auftragsmaterial unter Druck zu setzen. Das Material das beispielsweise unter einem Druck von etwa 7 kg/cm2 steht, wird dann über die Leitung 20 dem Einlaßkanal 30 und der Druckkammer 31 aufgegeben. Gleichzeitig gelangt Leitungsluft über die Leitung 18 und die Zuführungsleitung 106 in die Leitungen 102 und 104 und in die Zwischenkammer 100. Der Luftdruck in der Kammer 100 wirkt sodann auf den Mittelkolben 72 und bewegt den Hauptkolben 74 in seine rückwärtige Stellung, falls er sich nicht bereits dort befindet. Die Luft aus der Zuführungsleitung 106 wird außerdem über das Rohr 110 in die Luftkammer 108 geführt, welche die Platte 88 in ihre vorwärtige Stellung auf den Ventilsitz 92 preßt.
  • Angenommen, der Farbzylinder 42 sei in dieser Weise vorbereitet worden, so befindet sich nunmehr die Sprühpistole 10 in ihrem Ausgangsstand, um Sprühmaterial zu vernebeln, sobald der Abzugshahn 16 gezogen wird. Ist das geschehen, so gelangt Luft durch den Kanal 80, den Verteiler 82 und die Kanäle 84 zur Ringkammer 86 an der äußeren Kante der Platte 88, wobei diese Luf außerdem das Bestreben hat, die Platte 88 in ihre rückwärtige Stellung zu bewegen. Eine Abführungsbohrung 116 ermöglicht es, genügend Luft in den Antriebszylinder 78 einzuführen, um mit Sicherheit die Ventilplatte 88 in ihre rückwärtige Stellung zu pressen, indem Luft aus dem Kanal 84 in den Antriebszylinder eindringen kann. Die Abführungsbohrung 116 ist so klein, daß sie die normale Arbeitsweise nicht beeinträchtigt und lediglich zum Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme anspricht. Die Luft gelangt zwischen den Ventilsitz 92 und die Platte 88 im rückwärtigen Ende des Antriebszylinders 78. Diese Luft kann nicht durch die Austrittskanäle 112 abfließen, da der mit diesen in Verbindung stehende Auslaßkanal 114 infolge der durch die Berührung der Ventilplatte 88 mit dem Ventilsitz 90 entstehende Dichtung blockiert ist. Dadurch preßt die dem rückwärtigen Ende des Zylinders 78 aufgegebene Luft den Antriebskolben 74 nach vor, bis die Kante des Kolbenrings 76 die Auspuffkanäle 94 freigibt, worauf die Antriebsluft durch die Auspuffkanäle 98 abgeführt wird. Das Ventil 88 bewegt sich sofort in seine vorwärtige Stellung auf den Sitz 92 infolge des Druckes in der Kammer 108.
  • Im praktischen Betrieb arbeiten die Kolben mit einer Geschwindigkeit von 2000 bis 6000 Arbeitszyklen je Minute.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Spritzpistole zur Zerstäubung von Flüssigkeiten wie Farbe mit einer angetriebenen Kolbenpumpe, deren Kolben die in einer Kammer der Pistole unter Druck stehende Flüssigkeit nach überwinden der Schließkraft der Feder eines die Pistolendüsen verschließenden Rückschlagventils durch die Düse zerstäubt und mit einem druckluftbeaufschlagten Arbeitskolben in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitskolben (74) Teil einer sich selbst steuernden Druckluftkolbenpumpe ist und im Düsenteil der Spritzpistole eine regelbare Umwälzleitung (62, 68) vorgesehen ist.
  2. 2. Spritzpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitskolben (74) in einem Zylinder (78) arbeitet, dessen einer vom Kolben (74) abgetrennter Teil über vom Kolben (74) verschließbare Öffnungen in die Atmosphäre mündet, während der andere Teil von der Druckluft beaufschlagt ist.
  3. 3. Spritzpistole nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Arbeitskolben ein in einer Kolbenfläche kleinerer Kolben (72) zugeordnet ist, der sich bei Bewegung des Arbeitskolbens (74) in einem Raum (79) bewegt, welcher in einem besonderen Druckluftkreis liegt, der auf ein den druckluftbeaufschlagten Zylinderteil des Arbeitszylinders (78) verschließendes Ventil (88) wirkt.
  4. 4. Spritzpistole nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der regelbaren Umwälzleitung eine einstellbare Ventilnadel (62) angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschriften Nr. 329 477, 360 625; USA.-Patentschrift Nr. 2 941726.
DED43193A 1962-12-26 1963-12-17 Spritzpistole mit angetriebener Kolbenpumpe Pending DE1243062B (de)

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DE102021124141A1 (de) 2021-09-17 2023-03-23 Sata Gmbh & Co. Kg Lackierpistole und Verfahren zum Betreiben einer Lackierpistole

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