[go: up one dir, main page]

DE1241650B - Rotationsstroemungsmesser mit Haftreibungs-kompensation, insbesondere zur Messung kleiner Stroemungsgeschwindigkeiten - Google Patents

Rotationsstroemungsmesser mit Haftreibungs-kompensation, insbesondere zur Messung kleiner Stroemungsgeschwindigkeiten

Info

Publication number
DE1241650B
DE1241650B DE1964D0045222 DED0045222A DE1241650B DE 1241650 B DE1241650 B DE 1241650B DE 1964D0045222 DE1964D0045222 DE 1964D0045222 DE D0045222 A DED0045222 A DE D0045222A DE 1241650 B DE1241650 B DE 1241650B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
motor
flow meter
meter according
rotary flow
measuring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964D0045222
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Phys Theodor Dahlem
Dipl-Phys Dieter Paffrath
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VERSUCHSANSTALT fur LUFT und
Original Assignee
VERSUCHSANSTALT fur LUFT und
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by VERSUCHSANSTALT fur LUFT und filed Critical VERSUCHSANSTALT fur LUFT und
Priority to DE1964D0045222 priority Critical patent/DE1241650B/de
Publication of DE1241650B publication Critical patent/DE1241650B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P5/00Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft
    • G01P5/02Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring forces exerted by the fluid on solid bodies, e.g. anemometer
    • G01P5/06Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring forces exerted by the fluid on solid bodies, e.g. anemometer using rotation of vanes
    • G01P5/07Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring forces exerted by the fluid on solid bodies, e.g. anemometer using rotation of vanes with electrical coupling to the indicating device

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)

Description

  • Rotationsströmungsmesser mit Haftreibungskompensation, insbesondere zur Messung kleiner Strömungsgeschwindigkeiten Die Erfindung betrifft einen Rotationsströmungsmesser mit Haftreibungskompensation zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit von Flüssigkeiten und Gasen, insbesondere zur Messung sehr kleiner Strömungsgeschwindigkeiten.
  • Die herkömmlichen Rotationsströmungsmesser, wie z. B. Schalenkreuz- oder Flügelradanemometer, mit denen die Translationsgeschwindigkeit eines strömenden Mediums in eine Rotationsgeschwindigkeit umgesetzt wird, haben den Nachteil, daß sie infolge der in den Lagern auftretenden Haftreibung erst bei einer wesentlich von Null verschiedenen Strömungsgeschwindigkeit zu rotieren beginnen. Die von der Haftreibung verursachte Anlaufverzögerung verhindert eine Messung der Strömungsgeschwindigkeit in einem endlichen Anfangsintervall. Diesen Mangel zu beseitigen und insbesondere die Messung geringer Strömungsgeschwindigkeiten zu ermöglichen, ist das Ziel der nachfolgend beschriebenen Erfindung.
  • Der bekannte Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß dem Rotor, der von der Strömung angetrieben werden soll, bei der Strömungsgeschwindigkeit Null durch einen von der Strömung unabhängigen Antrieb bereits eine endliche Rotationsgeschwindigkeit erteilt wird, so daß die Haftreibung aufgehoben ist. In dieser Meßanordnung bewirkt jede noch so kleine Strömungsgeschwindigkeit eine Anderung der ursprünglichen Rotationsgeschwindigkeit, so daß eine Anlaufverzögerung entfällt.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Haftreibung bei Anemometern durch einen künstlichen Luftstrom als zusätzlichen Antrieb zu kompensieren.
  • Diese Methode weist jedoch z. B. außer der Schwierigkeit, den zusätzlichen Luftstrom konstant und definiert meßbar zu halten, verschiedene Mängel auf, die mit vorliegender Erfindung umgangen werden.
  • Es sind auch Anordnungen bekannt, bei denen ein zusätzlicher Antrieb der Rotorwelle durch einen Elektromotor erfolgt (deutsche Patentschrift 477 072 und USA.-Patentschrift 2493 931). Bei diesen Anordnungen hat der Elektromotor die Aufgabe, die Anemometerwelle auf eine Drehzahl zu bringen, die gerade dem schlupflosen Zustand des Flügelrades entspricht. Damit wird jedoch die Haftreibung nicht kompensiert, weil die Motordrehzahl durch die Strömung als Funktion der Strömungsgeschwindigkeit so gesteuert wird, daß die Zufuhr zusätzlicher Energie beim Anlaufvorgang nur erfolgen kann, wenn die Strömung den Propeller bereits in Bewegung gesetzt hat, d. h. bei einer von Null verschiedenen Anlaufgeschwindigkeit, die durch die Haftreibung eindeutig bestimmt ist. Es wird also bei diesen Anordnungen lediglich die Gleitreibung, nicht aber die Haftreibung kompensiert, so daß sie zur Messung geringer Strömungsgeschwindigkeiten, die kleiner sind als die Anlaufgeschwindigkeit, nicht brauchbar sind. Die Anlaufgeschwindigkeit hochempfindlicher herkömmlicher Flügelradanemometer liegt bei etwa 50 cm/sec Gasgeschwindigkeit. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Strömungsgeschwindigkeiten zwischen dem Betrag Null und dem Betrag der Anlaufgeschwindigkeit herkömmlicher Anemometer zu messen. Ausgehend von einem Rotationsströmungsmesser mit einem an die Propellerwelle angekuppelten elektrischen Motor, durch den der Propeller auf einer von Null verschiedenen Rotationsgeschwindigkeit gehalten wird, ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Größen des Motors ein differentielles Maß für die Strömungsgeschwindigkeit des strömenden Mediums darstellen.
  • Wenn im folgenden der Einfachheit halber vom Propeller oder Schalenkreuz gesprochen wird, so ist damit immer allgemein eine Einrichtung gemeint, mittels derer von dem strömenden Medium eine Drehkraft auf die Motorwelle ausgeübt werden kann.
  • Jede Änderung der Strömungsgeschwindigkeit ruft eine Änderung der folgenden Meßgrößen hervor: Spannung U an den Motorklemmen, Strom l im Kreis, Drehfrequenz v der Welle.
  • Um zu reproduzierbaren Meßergebnissen zu gelangen, wird in Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, daß unter Konstanthaltung einer der elektrischen Meßgrößen eine oder mehrere der anderen als Maß für die Strömungsgeschwindigkeit genommen werden.
  • Bei den entwickelten Meßverfahren ergaben sich noch zwei grundsätzliche Unterschiede in der Meßmethode, je nach der Rotationsrichtung des Propellers in bezug auf die Strömungsrichtung. In diesem Sinne wird als Mitstromverfahren das Meßverfahren gekennzeichnet, bei dem das strömende Medium die Propellerdrehung beschleunigt, als Gegenstromverfahren dasjenige, bei dem das strömende Medium die Propellerdrehung verzögert.
  • In A b b. 1 ist eine Schaltung angegeben, die für die nachfolgend beschriebenen Meßmethoden verwendet wurde. Der Übergang von Mitstrom- auf das Gegenstromverfahren und umgekehrt erfolgt durch Umschalten des Polwenders S. Die konstante Spannung UO einer Stromquelle wird über den Polwender S auf das als Spannungsteiler geschaltete Potentiometer R gegeben. Die an den Klemmen des Motors M liegende Spannung U kann hier grob und an dem Potentiometer Ri fein eingestellt werden. Das im Prinzip wiedergegebene Schaltbild zeigt außerdem das Meßinstrument A für den Strom I und das Meßinstrument V für die Spannung U.
  • Nachstehende Meßverfahren wurden entwickelt und untersucht: 1. Messung der Stromstärke I bei konstanter Spannung U. In A b b. 2 ist die Stromstärke I im Kreis als Funktion der Strömungsgeschwindigkeit w bei verschiedenen konstanten Spannungen Wi an den Klemmen des Motors M dargestellt.
  • Die Kurvenscharen, die einerseits dem Meßbereich des Mitstromverfahrens und andererseits dem des Gegenstromverfahrens zugeordnet sind, sind durch einen Bereich voneinander getrennt, der durch die beiden gestrichelten Kurven in A b b. 2 begrenzt ist.
  • Dieser Bereich enthält die Strömungsgeschwindigkeiten w, bei denen die Drehfrequenz v infolge des Gleichgewichtes zwischen der von der Strömung und der vom Motor am Propeller verursachten Kraft Null ist und wegen der bei Stillstand auftretenden Haftreibung über ein endliches Intervall der Strömungsgeschwindigkeit Null bleibt. Solche Intervalle sind im allgemeinen für die Messung uninteressant. Wie aus der Darstellung hervorgeht, ist das Gegenstromverfahren für Messungen kleiner Strömungsgeschwindigkeiten, das Mitstromverfahren für die Messung großer Strömungsgeschwindigkeiten besonders geeignet. Kurven gleichen Spannungsbetrages Ui haben die Eigenschaft, daß sich ihre Meßbereiche gegenseitig überlappen, so daß der gesamte Bereich der Strömungsgeschwindigkeit erfaßt werden kann.
  • 2. Messung der Spannung U bei konstantem Strom I.
  • A b b. 3 zeigt die Abhängigkeit der Motorspannung U von der Strömungsgeschwindigkeit w bei verschiedenen konstanten Stromstärken 4. Auch hier gibt es einen Bereich der Strömungsgeschwindigkeit w, für den die Drehfrequenz v des Propellers Null ist. Dieser Bereich trennt auch hier die Meßbereiche von Mit-bzw. Gegenstromverfahren. Man sieht, daß für die Messung kleiner Strömungsgeschwindigkeiten das Gegenstromverfahren, für die Messung großer Strömungsgeschwindigkeiten das Mitstromverfahren besonders geeignet ist. Kurven gleichen Strombetrages lt haben auch hier die Eigenschaft, daß sich ihre Meßbereiche gegenseitig überlappen. Der Übergang vom Mitstrom- zum Gegenstromverfahren und umgekehrt erfolgt durch Umschalten des Polwenders S.
  • Die spezielle Meßkurve = const. = 0 hat noch den Vorzug, daß eine eventuelle Störung der Messung durch Entstehung von Stromwärme in den Wicklungen des Motors hier völlig unterbleibt.
  • 3. Messung der Drehfrequenz y des Propellers bei konstantem Strom l bzw. bei konstanter Spannung U.
  • A b b. 4 zeigt die Abhängigkeit der Drehfrequenz r von der Strömungsgeschwindigkeit w im Mitstromverfahren einerseits bei konstantem Strom I, andererseits bei konstanter Motorspannung U. Mit wachsender Strömungsgeschwindigkeit w nimmt die Drehfrequenz -i' monoton zu. Es ergibt sich ein linearer Zusammenhang zwischen den angegebenen Meßgrößen, dessen Bereich um so größer ist, je kleiner die konstanten Parameter I bzw. U gewählt werden. A b b. 5 zeigt die Abhängigkeit der Drehfrequenz, von der Strömungsgeschwindigkeit w im Gegenstromverfahren bei konstantem Strom I einerseits und bei konstanter Motorspannung U andererseits. Mit wachsender Strömungsgeschwindigkeit w nimmt die Drehfrequenz y einsinnig ab, und zwar ergibt sich für einen genügend großen Meßbereich ein linearer Zusammenhang zwischen den Meßgrößen. Wie bei dem unter Ziffer 1 und 2 beschriebenen Verfahren ist auch hier das Gegenstromverfahren für Messungen kleiner Strömungsgeschwindigkeiten, das Mitstromverfahren für die Messung größerer Strömungsgeschwindigkeiten besonders geeignet.
  • Die Messung der Drehfrequenz v kann mit einem beliebigen, an die Rotorwelle angekuppelten Frequenzgeber G (vgl. A b b. 1) mit nachgeschalteter Meßeinrichtung durchgeführt werden. Der Geber G kann z. B. ein elektrischer Generator mit einer frequenzproportionalen Spannungscharakteristik sein, oder er kann nach dem Prinzip fotoelektrischer oder magnetischer Abtastung arbeiten.
  • Für den erfindungsgemäßen Rotationsströmungsmesser wurde ein Geber entwickelt, der die Eigenschaft hat, daß die von ihm gelieferte Wechselspannung über einen Frequenzbereich von 0 bis mehr als 300 Hz der Drehfrequenz des Propellers streng proportional ist. Dieser Geber hat den besonderen Vorteil, daß die von ihm gelieferte sinusförmige Wechselspannung als Maß für die Drehfrequenz des Propellers durch Anschließen eines gewöhnlichen Spannungsmessers genommen werden kann. In A b b. 6 ist der beschriebene Frequenzgeber schematisch dargestellt. Zwischen den beiden eisenfreien Spulen Sp, und Sp2 ist ein zylindrischer Magnet Ma auf einer in den beiden Lagern L, und L., geführten Welle W drehbar angeordnet. Der Magnet Ma ist ein Sintermagnet aus pulverförmigem ferromagnetischem Material, wodurch Wirbelstromverluste bei hohen Drehfrequenzen praktisch völlig vermieden werden.
  • Die erzeugte Wechselspannung wird an den Spulenenden abgegriffen. Damit entfällt auch der störende Einfluß eines Kollektors, der hier bewußt vermieden wurde. Die magnetischen Rückstellkräfte sind sehr klein, weil die Spulen kein Eisen enthalten; bei der Frequenz = = 0 sind sie sogar exakt gleich Null. Damit tritt eine die Drehbewegung hemmende Kraft nur als Reibungskraft in den Lagern auf. Mit Hilfe der Kupplung K wird der Geber an die Propeller- bzw.
  • Motorwelle angekuppelt.
  • 4. Messung des Stromes 1 bzw. der Motorspannung U bei konstanter Drehfrequenz zu In A b b. 7 ist dieser Zusammenhang dargestellt. Der Strom I bzw. die Motorspannung U sind monoton steigende Funktionen der Strömungsgeschwindigkeit w. Bei geeigneter Wahl des Parameters sy = const. erhält man einen linearen Zusammenhang zwischen den Meßgrößen.
  • Um die Meßempfindlichkeit der erfindungsgemäßen Anordnung zu überprüfen, wurde ein Anernometer der herkömmlichen Bauart untersucht, bei dem die elektrische Spannung eines auf der Propellerwelle sitzenden Generators als Maß für die Windgeschwindigkeit diente. Ein solches Anemometer lief infolge Haftreibung erst bei einer Windgeschwindigkeit von etwa 5000 mlh an. Bei Verwendung des gleichen Generators, als Motor im Gegenstromverfahren geschaltet, wurde eine Ansprechempfindlichkeit im Nullpunkt der Windgeschwindigkeitw von lmA pro 50m/h erzielt. Wenn man eine Ablesegenauigkeit von 1 mA zugrunde legt, so bedeutet das im Vergleich zu dem herkömmlichen Anemometer eine Steigerung der Ansprechempfindlichkeit um den Faktor 100. Es wurde ferner ein zweites Anemometer herkömmlicher Bauart mit extrem niedriger Haftreibung untersucht. Seine Ansprechempfindlichkeit lag unter den gleichen äußeren Bedingungen bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 450 mit. Im Vergleich hierzu hat das als Erfindung beschriebene Anemometer im Gegenstromverfahren sogar noch eine um den Faktor 10 größere Ansprechempfindlichkeit.
  • Den bis hier beschriebenen Meßverfahren ist eine Eigenschaft gemeinsam: Der Strömungsgeschwindigkeit w = O ist eine von Null wesentlich verschiedene Meßgröße U, I bzw. y zugeordnet. Für bestimmte Meßzwecke kann es wünschenswert sein, daß der Nullpunkt der die Strömungsgeschwindigkeit w charakterisierenden Meßgröße mit dem Nullpunkt von w zusammenfällt. Dies wird durch den nachstehend beschriebenen weiteren Erfindungsgedanken erreicht.
  • 5. Der Motor M wird als Widerstand in eine bekannte Widerstandsmeßbrücke geschaltet, wie in A b b. 8 dargestellt. Für die Strömungsgeschwindigkeitw = 0 wird der Zeigerausschlag am Brückeninstrument A mit Hilfe des veränderlichen Widerstandes Rl auf den Ausschlag Null eingeregelt. Jede Änderung der Strömungsgeschwindigkeit w bedingt eine Änderung des Brückengleichgewichts und damit einen Zeigerausschlag, dessen Vorzeichen die Strömungsrichtung kennzeichnet. Der Betrag des Zeigerausschlages ist ein Maß für den Betrag der Strömungsgeschwindigkeit w. Andererseits ist der Betrag der Änderung des Widerstandes R1, die notwendig ist, um das Brückengleichgewicht wieder herzustellen, ein Maß für die Änderung des Betrages der Strömungsgeschwindigkeit w, das Vorzeichen der Widerstandsänderung ein Kennzeichen für das Vorzeichen der Änderung der Strömungsgeschwindigkeit.
  • 6. Die in den Meßverfahren 1 bis 5 jeweils die Strömungsgeschwindigkeit w kennzeichnende Meßgröße ist bei Gasen außerdem eine Funktion des Druckes vor dem Propeller. Für manche Meßzwecke kann es wünschenswert sein, den Einfluß dieses Parameters auszuschalten.
  • Dies geschieht gemäß einem weiteren Erfindungsgedanken in nachstehend beschriebener Weise: Die Brückenschaltung der Ab b. 8 wird dahingehend abgeändert, daß der Widerstand R3 durch einen Motor M2 mit angekuppeltem Propeller mit den gleichen Eigenschaften wie der Motor Ml ersetzt wird (s. Abb.9). Gleichheit der Propeller ist ebenfalls vorausgesetzt. Der Propeller des Motors M2 rotiert in einem Gefäß, das mit dem Meßmedium gefüllt und über ein Rohr mit dem Meßraum am Ort des Propellers des Motors M1 in Verbindung steht, so daß zwar am Ort des Propellers M2 der gleiche Druck bzw. die gleiche Zähigkeit herrscht wie im Meßraum, aber der Propeller M2 im nicht strömenden Medium rotiert. Mit Hilfe des veränderlichen Widerstandes Al wird für die Strömungsgeschwindigkeitw = 0 der Zeigerausschlag des Brückeninstrumentes auf Null eingestellt. Für eine beliebige Strömungsgeschwindigkeit w wird damit der Zeigerausschlag nach Betrag und Richtung ein direktes Maß für den Betrag und die Richtung der Strömungsgeschwindigkeit w. Da eine Änderung des Druckes bzw, der Zähigkeit im Meßraum auf beide Propeller in gleichem Maße einwirkt, ändern sich die entsprechenden Widerstände der Motoren M, und M9 in gleichem Maße, so daß das Brückengleichgewicht erhalten bleibt, wenn die Strömungsgeschwindigkeit w konstant ist. Damit wird die Geschwindigkeitsanzeige vom Druck am Propeller bzw. von der Zähigkeit des strömenden Mediums unabhängig.
  • 7. Die in Abschnitt 5 und 6 beschriebenen Brückenmethoden lassen sich, falls dies für gewisse Meßzwecke wünschenswert sein kann, dahingehend abändern, daß statt der Motoren MX und Mfl jeweils ein Geber G, (wie z. B. unter Ziffer 3 beschrieben) als Widerstand in die entsprechenden Brückenzweige geschaltet wird. Die Geber werden durch Motoren mit Propeller angetrieben und die Motoren aus einer konstanten Spannungsquelle gespeist. Im übrigen bleibt die hydrodynamische Meßanordnung der Ä b b. 8 bzw. 9 erhalten. Die restlichen Brückenwiderstände können auch durch Wechselstrom-Widerstände und die Brückenspeisespannung Us durch eine Wechselspannung ersetzt werden. Eine Änderung der Drehfrequenz des Gebers, hervorgerufen durch eine Änderung der Strömungsgeschwindigkeit w, bewirkt eine Widerstandsänderung des Gebers und damit eine meßbare Änderung des Brückengleichgewichtes, die ein Maß ist für die Änderung der Strömungsgeschwindigkeit. Die Verwendung von Gebern G als Brückenwiderstände hat den besonderen Vorzug, daß die Brückenströme klein gehalten werden können.

Claims (11)

  1. Patentansprüche: 1. Rotationsströmungsmesser mit Haftreibungskompensation, insbesondere zur Messung kleiner Strömungsgeschwindigkeiten, mit einem an die Propellerwelle angekuppelten elektrischen Motor, durch den der Propeller auf einer von Null verschiedenen Rotationsgeschwindigkeit gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Größen des Motors ein differentielles Maß für die Strömungsgeschwindigkeit des strömenden Mediums darstellen.
  2. 2. Rotationsströmungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter Konstanthaltung einer der elektrischen Meßgrößen eine oder mehrere der anderen als Maß für die Strömungsgeschwindigkeit genommen werden.
  3. 3. Rotationsströmungsmesser nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontanz der als Parameter genommenen Meßgrößen mittels Regelwiderständen (Rg und R,) oder an sich bekannten selbsttätigen Regeleinrichtungen erzielt wird.
  4. 4. Rotationsströmungsmesser nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß unter Konstanthaltung des Motorstromes (l) die Klemmenspannung (U) am Motor oder der Widerstand (RM) oder die Drehfrequenz (v) bzw. unter Konstanthaltung der Klemmenspannung (U) am Motor der Motorstrom (l) oder der Widerstand (RM) oder die Drehfrequenz (v) bzw. unter Konstanthaltung der Drehfrequenz (v) der Motorstrom (l) bzw. die Klemmenspaltung (U) am Motor als Maß für die Strömungsgeschwindigkeit genommen wird.
  5. 5. Rotationsströmungsmesser nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung einer Erwärmung der Motorwicklung als Parameter die Meßgröße 1 = 0 = const. gewählt ist.
  6. 6. Rotationsströmungsmesser nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Messung der Drehfrequenz auf der Welle ein Geber (G) angeordnet ist, der eine der Drehfrequenz proportionale Spannung erzeugt.
  7. 7. Rotationsströmungsmesser nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Geber auf der Welle ein zylindrischer Sinterpermanentmagnet angeordnet ist, der Wirbelstromverluste verhindert, und der zur Vermeidung von magnetischen Rückstellkräften zwischen eisenfreien Spulen rotiert.
  8. 8. Rotationsströmungsmesser nach den Ansprüchen 1 bis 4, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch Umkehrung der Drehrichtung des Motors ein zusätzlicher Meßbereich geschaffen wird, der den anderen Meßbereich überlappt, wobei der eine den Bereich kleiner und der andere den Bereich großer Strömungsgeschwindigkeiten erfaßt.
  9. 9. Rotationsströmungsmesser nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang von einem zum anderen Meßbereich durch Umpolen des Motors M mittels eines Schalters (S) erfolgt.
  10. 10. Rotationsströmungsmesser nach den Ansprüchen 1 bis 4 und 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (M) oder ein auf die Welle gekuppelter Geber (G) als Widerstand in eine elektrische Meßbrücke geschaltet ist und daß der Zeigeranschlag des Brückeninstrumentes (A) oder die Anderung des Regelwiderstandes (kl), die erforderlich ist, um das Brückengleichgewicht herzustellen, als Maß für die Strömungsgeschwindigkeit genommen wird.
  11. 11. Rotationsströmungsmesser nach den Ansprüchen 1 bis 4 und 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke einer von Druck und Temperatur am Meßort unabhängigen Anzeige am Brückeninstrument (A) zwei Motoren (M1 und M2) bzw. an deren Wellen angekuppelte Geber als Widerstände in eine Brücke geschaltet werden und daß der zweite Motor (M2) einen gleichen Propeller antreibt, der in einem abgeschlossenen Gefäß rotiert, welches durch eine Zuleitung mit dem Meßort in Verbindung steht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 477072; USA.-Patentschrift Nr. 2493 931; Zeitschrift »Umschau« vom 15. Februar 1958, H. 4/1958, S. 114.
DE1964D0045222 1964-08-18 1964-08-18 Rotationsstroemungsmesser mit Haftreibungs-kompensation, insbesondere zur Messung kleiner Stroemungsgeschwindigkeiten Pending DE1241650B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1964D0045222 DE1241650B (de) 1964-08-18 1964-08-18 Rotationsstroemungsmesser mit Haftreibungs-kompensation, insbesondere zur Messung kleiner Stroemungsgeschwindigkeiten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1964D0045222 DE1241650B (de) 1964-08-18 1964-08-18 Rotationsstroemungsmesser mit Haftreibungs-kompensation, insbesondere zur Messung kleiner Stroemungsgeschwindigkeiten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1241650B true DE1241650B (de) 1967-06-01

Family

ID=7048851

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1964D0045222 Pending DE1241650B (de) 1964-08-18 1964-08-18 Rotationsstroemungsmesser mit Haftreibungs-kompensation, insbesondere zur Messung kleiner Stroemungsgeschwindigkeiten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1241650B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE477072C (de) * 1929-05-31 Preussischer Fiskus Landesanst Hydrometrischer Fluegel zur Messung von Stroemungsgeschwindigkeiten
US2493931A (en) * 1946-01-19 1950-01-10 Boeing Co True air-speed meter

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE477072C (de) * 1929-05-31 Preussischer Fiskus Landesanst Hydrometrischer Fluegel zur Messung von Stroemungsgeschwindigkeiten
US2493931A (en) * 1946-01-19 1950-01-10 Boeing Co True air-speed meter

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2745374C2 (de)
DE1241650B (de) Rotationsstroemungsmesser mit Haftreibungs-kompensation, insbesondere zur Messung kleiner Stroemungsgeschwindigkeiten
DE926885C (de) Einrichtung zum Abbilden einer Drehzahl als Frequenz einer Spannung oder eines Stromes
DE1140716B (de) Vorrichtung zur Umwandlung der Bewegung eines Körpers oder Mediums in eine elektrische Grösse.
DE1523168C (de)
DE719631C (de) Einrichtung zum Abgriff einer der Drehzahl eines Motors verhaeltnisgelichen Spannung
DE1473411C3 (de) Vorrichtung zur Bestimmung des statischen Druckes und der Druckdifferenz von Gasen
DE739775C (de) Einrichtung zur elektrischen Wiedergabe von Bewegungszustaenden einer umlaufenden Welle
DE702089C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Zaehigkeitsmessung
AT166182B (de) Vorrichtung zum Messen der Menge eines durch eine Leitung strömended Mittels
DE613874C (de) Elektrischer Drehzahlmesser, insbesondere fuer Luftfahrzeuge
AT243524B (de) Einrichtung zur Durchflußmessung
DE1296850B (de) Gleichrichterschaltung zur Messung einer veraenderlichen physikalischen Groesse
DE459426C (de) Vorrichtung zur genauen Messung oder Steuerung einer Frequenz oder Tourenzahl
DE166045C (de)
DE890171C (de) Einrichtung zur Erzeugung einer elektrischen Spannung, die mit einer Geschwindigkeitoder einer Drehzahl oder einer anderen Groesse verhaeltnisgleich ist
DE373453C (de) Einrichtung zur Messung des Scheinverbrauchs eines Wechselstromkreises unter Verwendung eines Phasenreglers
DE756325C (de) Anordnung zur Messung elektrischer Stroeme oder Spannungen in einer sich selbsttaetig abgleichenden Kompensationsschaltung
DE1523168B2 (de) Verfahren zur messung von stroemungsgeschwindigkeiten und anordnung zur durchfuehrung des verfahrens
DE761958C (de) Anordnung zur Umwandlung der von einer Gleichstromtachometermaschine erzeugten Gleichspannung in eine proportionale Wechselspannung
DE1217638B (de) Zaehlvorrichtung fuer einen elektromagnetischen Durchflussmesser
DE752471C (de) Einrichtung zur Fernuebertragung von Bewegungen mit Hilfe eines Geber- und Empfaengersystems von jeweils motoraehnlicher Bauart
DE975859C (de) Anordnung zur Messung von Drehzahl-Schlupf
DE496074C (de) Galvanometer
DE918171C (de) Einrichtung zur Drehmomentmessung an Wellen