DE1240106B - Verfahren zur Erzeugung von knick- und fliessfigurenfreiem, hartem, kohlenstoffarmemFein- und Feinststahlblech - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von knick- und fliessfigurenfreiem, hartem, kohlenstoffarmemFein- und FeinststahlblechInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. CL:
C21d
Deutsche Kl.: 18 c-9/46
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1240106
R4O729VIa/18c
26. Mai 1965
11. Mai 1967
R4O729VIa/18c
26. Mai 1965
11. Mai 1967
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von knick- und fließfigurenfreiem, hartem, kohlenstoffarmem
Fein- und Feinststahlblech, insbesondere Stahlbändern für die Emballagenherstellung, unter
Anwendung einer Gliihbehandlung.
Glüht man ein walzhartes, unlegiertes, kohlenstoffarmes
dünnes Stahlband, wie es für die Weißblechfertigung verwendet wird, in einem Durchlaufofen,
so liegt nach der Gliihbehandlung ein rekristallisiertes, relativ weiches Glühprodukt vor. Dieses Stahlband
ist wegen seiner ausgeprägten Neigung zum Knicken und zur Bildung von sogenannten Fließfiguren
für fast alle Gebiete der Weiterverarbeitung ungeeignet. Zur Beseitigung der Knickbildung ist bisher
eine gesonderte Nachwalzbehandlung erforderlich. Weiterhin erlaubt eine Glühbehandlung in einem herkömmlichen
Durchlaufofen bei unlegierten Weißblechqualitäten nur eine begrenzte Steigerung der
Härte bzw. Festigkeit des Glühgutes. Sollten höhere Härten bzw. Festigkeiten verlangt werden, kann dies
nur über eine Sonderanalyse, etwa in Form von Erhöhung der Stahlelemente Kohlenstoff, Phosphor,
Mangan, geschehen bzw. über eine stärkere Nachwalzbehandlung, was jedoch einen ungünstigen Einfluß
auf die Textur hat. Ferner ist unberuhigtes Material, welches einer Nachwalzbehandlung unterworfen
wurde, nicht alterungsbeständig. Das Nachwalzen löst nämlich die sogenannte Reckalterung aus, wodurch
das Material an Sprödigkeit zunimmt und wieder knickanfälliger wird. Unberuhigtes, nachgewalztes
Material muß deshalb etwa binnen 2 Monaten verarbeitet werden.
Bei der bisher bekannten Glühbehandlung wurde das Stahlband auf eine Temperatur von 700 bis
750° C erhitzt und dann stufenweise langsam abgekühlt. Wegen der geringen Abkühlgeschwindigkeit
ergaben sich besonders große Ofenlängen. Außerdem war auch bei dem bisher bekannten Glühverfahren
ein Nachwalzen im Anschluß an den Ofen nicht möglich,
so daß das Nachwalzen in einem gesonderten Arbeitsgang erfolgen mußte.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, unter Vermeidung einer Nachwalzbehandlung ein Verfahren
zur Erzeugung von kohlenstoffarmem Fein- und Feinstblech zu schaffen, das knick- und fließfigurenfrei,
hart sowie weitgehend alterungsbeständig ist. Dieses Ziel wird gemäß dem Verfahren nach vorliegender
Erfindung dadurch erreicht, daß das Blech mit großer Aufheizgeschwindigkeit von mindestens
500° C/sec auf Glühtemperatur von etwa 780 bis 900° C gebracht und dann bei einer mittleren Abkühlgeschwindigkeit
von mindestens 250° C/sec auf Verfahren zur Erzeugung von knick- und
fließfigurenfreiem, hartem, kohlenstoffarmem
Fein- und Feinststahlblech
fließfigurenfreiem, hartem, kohlenstoffarmem
Fein- und Feinststahlblech
Anmelder:
Rasselstein Aktiengesellschaft, Neuwied/Rhein
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Hans-Ulrich Weigel, Dierdorf
eine Temperatur von unter 150° C abgeschreckt wird. Die jeweilige Glühtemperatur ist im wesentlichen
abhängig von dem Kohlenstoffgehalt des Stahlbandes, wobei die Glühtemperatur um so höher gewählt
werden muß, je geringer der Kohlenstoffgehalt ist.
Im Gegensatz zu dem herkömmlichen Verfahren, bei dem ein Glühgut mit rekristallisiertem, ferritischem
Gefüge entsteht, wobei der Kohlenstoff je nach Glühtemperatur als körniger Zementit bzw. als umgewandelter
Zementit (Perlit) vorliegt, wird bei dem vorliegenden Verfahren unter Einhaltung der oben
angeführten Glühbedingungen ein Mischgefüge erzeugt, das sich aus Ferrit und einem bestimmten Anteil
Härtungsgefüge zusammensetzt. Dadurch gelingt es, eine dem Glühgut selbst anhaftende Neigung zum
Knicken bzw. zur Fließfigurenbildung völlig zu beseitigen. Hieraus ergibt sich der große Vorteil, daß
ein Nachwalzvorgang überflüssig wird. Ein weiterer wesentlicher Vorteil des neuen Verfahrens ist die
Möglichkeit, mit einem normalen, unlegierten, kohlenstoffarmen Weißblechvormaterial extrem hohe
Härte- und Festigkeitswerte nur durch Wahl geeigneter Glühbedingungen zu erzielen. Wichtig hierbei
ist, daß in jedem Fall innerhalb des Gefüges ein bestimmter Anteil an Ferrit vorhanden ist, der bei der
hohen Härte noch eine relativ gute Verformbarkeit gewährleistet.
Im folgenden sind weitere Vorteile sowie Einzelheiten der Erfindung an Hand einer in der Zeichnung
schematisch dargestellten Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und mehrerer Diagramme näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens in schematischer Darstellung,
F i g. 2 Kraftverlängerungsschaubilder ein und desselben
bei verschiedenen Glühtemperaturen gemäß vorliegender Erfindung behandelten Materials, wo-
709 579/310
3 4
bei F i g. 2 a Schaubilder dieses Materials sofort nach naten dargestellt. Auf der Ordinate der Schaubilder
der Glühbehandlung und Fig. 2b Schaubilder dieses ist wie üblich die ZugkraftP in kp/mm2 und auf der
Materials nach einer natürlichen Alterung von Abszisse die jeweils zugehörige Dehnung aufgetra-
2 Monaten zeigt, gen. Am Fuß jedes Kurvenzuges ist vermerkt, bei
F i g. 3 ein Diagramm, in dem die Härte in Abhän- 5 welcher Glühtemperatur die untersuchte Probe be-
gigkeit von der Glühtemperatur dargestellt ist, handelt wurde. Als Versuchsmaterial wurde unbe-
Fig. 4 ein Diagramm, in dem Streckgrenze und ruhigter Siemens-Martin-Stahl verwendet mit folgen-
Festigkeit in Abhängigkeit von der Glühtemperatur der Zusammensetzung:
dargestellt sind.
dargestellt sind.
Bei dem Verfahren gemäß vorliegender Erfindung io C 0,06% S 0,024%
wird das Blech mit großer Aufheizgeschwindigkeit J^n 0 36% Cu 010°/
von mindestens 1000° C/sec auf Glühtemperatur von ' '
etwa 800 bis 900° C gebracht und dann bei einer P 0,013% N2 0,004%
mittleren Abkühlgeschwindigkeit von mindestens
250° C/sec auf eine Temperatur von unter 150° C 15 Die untersuchten Proben wurden gemäß dem Verabgeschreckt,
fahren nach vorliegender Erfindung behandelt, wobei
Mit der hohen Aufheizgeschwindigkeit soll in lediglich die Glühtemperatur variiert wurde. Wie man
erster Linie ein schlagartiger Ablauf der Primärre- aus dem Diagramm Fig. 2a entnehmen kann, zeigte
kristallisation bezweckt werden, um damit ein äußerst das sofort nach der Glühbehandlung untersuchte Ma-
gleichmäßiges Gefüge mit den damit verbundenen 20 terial bis zu einer Glühtemperatur von 750° C eine
günstigen Verformungseigenschaften zu erzielen. ausgeprägte Streckgrenzendehnung, und auch noch
Um darüber hinaus während der Aufheizperiode bei einer Glühtemperatur von 775° C zeichnete sich
die Gleichgewichtszusammensetzung des Ferrits von die Streckgrenzendehnung durch den Knick des Kurniedrigen Temperaturen bei hohen Temperaturen venzuges etwas ab. Bei Glühtemperaturen von 800° C
weitgehend beizubehalten, muß eine extrem hohe 25 und mehr stellt man fest, daß der Kurvenzug keine
Aufheizgeschwindigkeit gewählt werden. Besonders ausgeprägte Streckgrenzendehnung mehr aufweist
günstige Ergebnisse werden erzielt, wenn die Auf- und außerdem die Bruchdehnung mit zunehmender
heizgeschwindigkeit etwa 1500 bis 2000° C/sec be- Glühtemperatur geringer wird. Es läßt sich also hierträgt.
Damit wird eine weitgehende Unterdrückung aus schließen, daß Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt
der Kohlenstofflösung im alpha- und gamma-Eisen 30 von 0,06% bei Glühtemperaturen zwischen 800 und
(G-P-ß-Linien im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm) bei 900° C knick- und fließfigurenfrei ist.
erhöhten Temperaturen bezweckt, die wiederum zur Untersucht man jedoch denselben Stahl nach etwa Vermeidung einer der Glühbehandlung nachfolgen- 2 Monaten, so muß man feststellen, daß verschieden Abschreckalterung, welche eine Versprödung des dene Proben Alterungserscheinungen aufweisen. Es Materials hervorruft, notwendig ist. 35 zeigt sich, daß auch noch die bei 800° C und 825° C
erhöhten Temperaturen bezweckt, die wiederum zur Untersucht man jedoch denselben Stahl nach etwa Vermeidung einer der Glühbehandlung nachfolgen- 2 Monaten, so muß man feststellen, daß verschieden Abschreckalterung, welche eine Versprödung des dene Proben Alterungserscheinungen aufweisen. Es Materials hervorruft, notwendig ist. 35 zeigt sich, daß auch noch die bei 800° C und 825° C
Bei Einhaltung der oben angeführten Aufheizge- geglühten Proben einen Knick im Kurvenverlauf aufschwindigkeit
muß zur Erzeugung eines Mischgefü- weisen und damit zur Knick- und Fließfigurenbilges,
das keine Knickbildung mehr zuläßt, weiterhin dung neigen. Diejenigen Proben, die jedoch bei einer
eine Mindestglühtemperatur von 780° C eingehalten Temperatur von 850 bis 900° C behandelt worden
werden. Hierbei hat der Kohlenstoffgehalt einen 40 sind, zeigen einen stetigen Kurvenverlauf, so daß sie
wesentlichen Einfluß auf die Wahl der Glühtempera- knick- und fließfigurenfrei sind. Aus den Diagramtur.
Bei Kohlenstoffgehalten von weniger als 0,07% men Fig. 2b läßt sich schließen, daß Material, welsoll
die Glühtemperatur etwa 850 bis 900° C betra- ches knick- und fließfigurenfrei und außerdem auch
gen. Bei Kohlenstoff gehalten von mehr als 0,07% alterungsbeständig sein soll, vorteilhaft bei höheren
bis zu einem Kohlenstoffgehalt von 0,1% kann die 45 Temperaturen im Bereich zwischen 850 und 9000C
Glühtemperatur bis an die untere Grenze von 780° C behandelt wird, sofern es einen Kohlenstoffgehalt
abgesenkt werden. Kohlenstoffgehalte von mehr als von 0,07% oder weniger aufweist.
0,1% sind jedoch nicht empfehlenswert, da dann Erfindungsgemäß soll das bei einer Temperatur wegen des vermehrten Anteils an Härtegefüge die von 780 bis 9000C geglühte Material mit einer Verformbarkeit erheblich abnimmt. 50 mittleren Abkühlgeschwindigkeit von mindestens
0,1% sind jedoch nicht empfehlenswert, da dann Erfindungsgemäß soll das bei einer Temperatur wegen des vermehrten Anteils an Härtegefüge die von 780 bis 9000C geglühte Material mit einer Verformbarkeit erheblich abnimmt. 50 mittleren Abkühlgeschwindigkeit von mindestens
Aus einem bei Zugversuchen ermittelten Kraftver- 250° C/sec abgeschreckt werden. Durch diese rasche
längerungsschaubild lassen sich wertvolle Rück- Abkühlung soll erreicht werden, daß einerseits ein
Schlüsse auf die Neigung zur Knick- bzw. Fließfigu- Wiederauflösen des Kohlenstoffes innerhalb des
renbildung ziehen. Hat der untersuchte Stahl eine alpha-Eisens im maximalen Lösungsgebiet der
ausgeprägte Streckgrenzendehnung, so ist mit Knick 55 Aj-Temperatur unterbleibt, und zum anderen, durch
bzw. Fließfigurenbildung zu rechnen. Fehlt hingegen eine ausreichende Abschreckwirkung die Bildung
eine ausgeprägte Streckgrenzendehnung und ist die eines Härtegefüges zu gewährleisten. Eine wichtige
Bruckdehnung möglichst gering, so kann man hier- Bedingung hierbei ist, daß auf eine Temperatur ab-
aus schließen, daß das diese Eigenschaften aufwei- gekühlt wird, die keine Anlaßwirkung mehr zuläßt,
sende Material nicht zur Knick- und Fließfigurenbil- 60 Dies ist mindestens eine Temperatur von 150° C,
dung neigt. besser ist es jedoch, wenn auf eine Temperatur von
In F i g. 2 sind einige Kraftverlängerungsschaubil- 100° C oder weniger abgekühlt wird,
der dargestellt, die das Verhalten der untersuchten In F i g. 1 der Zeichnung ist eine Vorrichtung oder
Stahlblechproben nach der Behandlung bei verschie- eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemä-
denen Glühtemperaturen zeigen. In Fig. 2a ist hier- 65 ßen Verfahrens schematisch dargestellt. Mit 1 ist die
bei das Verfahren der Proben sofort nach der Glüh- Ablaufhaspel bezeichnet, von der das nach dem er-
behandlung und in Fig. 2b das Verhalten der Pro- findungsgemäßen Verfahren zu behandelnde Band
ben nach einer natürlichen Alterung von etwa 2 Mo- abgerollt wird. Durch die Ofenschleusen 2 tritt das
Claims (8)
1. Verfahren zur Erzeugung von knick- und fließfigurenfreiem, hartem, kohlenstoffarmem
Fein- und Feinststahlblech, insbesondere Stahlbändern für die Emballagenherstellung, unter
Anwendung einer Glühbehandlung, dadurch
gekennzeichnet, daß das Blech mit großer Aufheizgeschwindigkeit von mindestens 500°C/sec auf Glühtemperatur von etwa 780
bis 900° C gebracht und dann bei mit einer mittleren Abkühlgeschwindigkeit von mindestens
250°C/sec auf eine Temperatur von unter 150° C abgeschreckt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufheizgeschwindigkeit
etwa 1800 bis 2000°C/sec beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühtemperatur bei einem
Kohlenstoffgehalt von 0,07% und weniger etwa 850 bis 900° C beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühtemperatur bei einem
Kohlenstoffgehalt bis zu 0,1 % mindestens 7800C
beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die rasche Aufheizung durch
Elektronenstrahlen unter Anwendung eines Vakuums in einem Elektronenstrahlofen erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die rasche Aufheizung durcli
Strahlungserhitzung erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Blech unmittelbar im Anschluß
an das Abschrecken einer Rieht- und Reckbehandlung unterworfen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Blech während des Abschreckens
unter Zugspannung gehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709579/310 5.67 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (3)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DER40729A DE1240106B (de) | 1965-05-26 | 1965-05-26 | Verfahren zur Erzeugung von knick- und fliessfigurenfreiem, hartem, kohlenstoffarmemFein- und Feinststahlblech |
FR73527A FR1496219A (fr) | 1965-05-26 | 1966-08-19 | Procédé d'obtention d'une tôle fine et très fine, dure, à faible teneur en carbone, et exempte de tendance au flambage et à la formation de lignes d'écoulement plastique |
GB37326/66A GB1154422A (en) | 1965-05-26 | 1966-08-19 | Process for the Production of Hard Sheet Steel Of Low Carbon Content |
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DER40729A DE1240106B (de) | 1965-05-26 | 1965-05-26 | Verfahren zur Erzeugung von knick- und fliessfigurenfreiem, hartem, kohlenstoffarmemFein- und Feinststahlblech |
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Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
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ID=25991895
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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DER40729A Pending DE1240106B (de) | 1965-05-26 | 1965-05-26 | Verfahren zur Erzeugung von knick- und fliessfigurenfreiem, hartem, kohlenstoffarmemFein- und Feinststahlblech |
Country Status (3)
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FR (1) | FR1496219A (de) |
GB (1) | GB1154422A (de) |
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BE854999A (fr) * | 1977-05-24 | 1977-09-16 | Centre Rech Metallurgique | Procede de traitement thermique en continu |
NL8500658A (nl) * | 1985-03-08 | 1986-10-01 | Hoogovens Groep Bv | Werkwijze voor het vervaardigen van dual phase verpakkingsstaal. |
DE102006042569B3 (de) * | 2006-09-11 | 2008-01-31 | Hugo Vogelsang Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung zum Vergüten von Stahlbändern |
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1966
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- 1966-08-19 GB GB37326/66A patent/GB1154422A/en not_active Expired
Also Published As
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Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |