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Wasserdichtes Formgehäuse für Uhren Während runde Uhrengehäuse im
allgemeinen auf einfache und praktische Weise mit Hilfe eines als Schraubverschluß
ausgebildeten Bodenteils wasserdicht gemacht werden können, läßt sich diese Lösung
bei Formgehäusen, also rechteckigen oder polygonalen Uhrengehäusen, nicht anwenden.
Vielmehr ist es bei Formgehäusen bekannt, einen möglichst dichten Verschluß dadurch
zu erreichen, daß das den Glasreif aufweisende Gehäusemittelteil das Bodenteil seitlich
übergreift und unter Einklemmung eines Dichtungsringes und des Uhrglasrandes mittels
eines Schnappverschlusses gegen seine vorspringende, als Glasreif wirkende Fläche
preßt und der Schnappverschluß aus wenigstens einem in einer senkrecht zum Gehäuserand
orientierten Aussparung des Bodenteils verschiebbar angeordneten Verriegelungsorgan
besteht, das unter der Wirkung einer nach außen gerichteten Kraft in eine auf der
Innenseite des Gehäusemittelteils eingeblasene Öffnung zur Verbindung von Boden-
und Gehäusemittelteil eingreift.
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Diese Lösung hat jedoch den Nachteil, daß die relative Lage von Gehäusemittelteil
und Bodenteil bei der Montage der Uhr ein für alle Male durch eine formschlüssige
Verbindung festgelegt wird und der wirksame axiale Anpreßdruck, mit welchem beide
Teile unter Einklemmung des Dichtungsrings aufeinander gehalten werden, nach der
Montage nicht mehr verändert, insbesondere nicht mehr nachgestellt werden kann.
Daher müssen bei derartigen bekannten Formgehäusen Bodenteil und Gehäusemittelteil
sowie die. relativen Lagen des Verriegelungsorgans, das gewöhnlich der Kraft einer
Schraubenfeder unterliegt, sowie der Öffnung, in welche das Verriegelungsorgan eingreifen
soll, ganz exakt bearbeitet und aufeinander abgestimmt sein, eine Forderung, die
besonders bei der Serienfertigung solcher Gehäuse infolge der immer auftretenden
Toleranzen nur schwer zu erfüllen ist. Bereits verhältnismäßig kleine Abweichungen
vom Sollwert können daher eine erhebliche Verminderung des Anpreßdruckes zwischen
Bodenteil und Gehäusemittelteil und damit eine nur unzuverlässige Dichtung zur Folge
haben. Ferner muß man damit rechnen, daß sich einerseits die Gehäuseteile im Laufe
der Zeit, insbesondere unter der Einwirkung von Temperaturschwankungen, leicht verziehen
und daß andererseits der Dichtungsring durch Alterungseffekte seine ursprüngliche
Elastizität verändert. Alle diese möglichen Effekte wirken sich unmittelbar auf
den wirksamen axialen Anpreßdruck und damit auf die Qualität der Dichtheit aus.
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Es ist zwar bereits ein derartiges Formgehäuse bekanntgeworden, bei
welcher die das Verriegelungsorgan aufnehmende Öffnung in einem drehbar am Gehäusemittelteil
angeordneten Exzenter eingelassen ist, mit dessen Hilfe die Höhe des Verriegelungsorgans
und damit der axiale Druck zwischen Glasreif und Bodenteil nach der Montage einstellbar
ist. Weder ist jedoch bei dieser Konstruktion an eine stetige Nachstellung gedacht,
da für den Exzenter ausdrücklich eine definierte Arbeitsstellung vorgesehen ist,
die durch einen einrastenden Vorsprung gebildet wird, noch erlaubt dieses Gehäuse
eine selbsttätige Aufrechterhaltung des eventuell infolge der erwähnten Effekte
nachlassenden axialen Anpreßdruckes.
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Bei einem anderen bekannten Uhrengehäuse wird der axiale Anpreßdruck
zwischen Gehäusemittelteil und Bodenteil dadurch erzielt, daß die Schrägfläche einer
am Innenumfang des Gehäusemittelteils an dessen unterem Rand angeordneten. ringsum
verlaufenden Nase gegen eine Schrägfläche drückt, die von der oberen Begrenzungswand
einer am Umfang des Bodenteils eingelassenen, ebenfalls ringsum verlaufenden Nut
gebildet wird. Infolge der aufeinanderdrückenden Schrägflächen wird zwar auf diese
Weise durch die radial nach innen wirkende, von der Elastizität des Gehäusemittelteils
herrührende
Kraft eine axiale Kraftkomponente erzeugt, durch welche
Gehäusemittelteil und Bodenteil zusammengehalten werden, jedoch ist auch bei dieser
Gehäusekonstruktion eine Nachstellung der axialen Anpreßkraft weder vorgesehen noch
möglich. Die Anordnung ist nämlich derart getroffen, daß die ebene Unterseite des
Gehäusemittelteils satt auf der ebenfalls ebenen Kreisringfläche eines in Höhe der
Nut am Bodenteil vorspringenden Ansatzes aufliegt, wodurch zwar die Schrägfläche
der Nase mit zusätzlicher Kraft gegen die Schrägfläche der Nut gedrückt wird, jedoch
jede nachträgliche Veränderung der relativen Lage von Gehäusemittelteil und Bodenteil
und damit eine Nachstellung des axialen Anpreßdruckes unmöglich ist. Als mögliche
Variante dieser, wegen der ringsum verlaufenden Nase und der ringsum verlaufenden
Nut nur für runde Gehäuse geeigneten Konstruktion wurde auch bereits angegeben,
lediglich mit zwei oder drei am Innenumfang des Gehäusemittelteils verteilten Nasen
und an Stelle einer Nut mit entsprechenden Kerben zu arbeiten, wodurch jedoch der
grundsätzliche Nachteil des ein für alle Male vorgegebenen und nicht mehr veränderbaren
Axialdrucks bestehen bleibt.
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Schließlich ist auch bereits ein Formgehäuse bekanntgeworden, bei
welchem die Verriegelungsorgane aus in entsprechenden Nuten längs des Gehäusebodenteils
angeordneten Federlamellen bestehen, deren freie Enden nach Art eines Hebels in
entsprechende Öffnungen des Gehäusemittelteils eingreifen, wobei wiederum eine Schrägfläche
dieses Hebels mit einer schräg orientierten Öffnungsbegrenzungswand zur Erzeugung
einer axialen Kraftkomponente zusammenarbeitet. Hierbei ist zwar eine freie relative
Verschiebbarkeit zwischen Gehäusemittelteil und Bodenteil vorgesehen, so daß zwar
im Prinzip eine selbsttätige Nachstellung des axialen Anpreßdruckes möglich erscheint,
jedoch diese aus verschiedenen Gründen nur in höchst unvollkommener Weise tatsächlich
realisierbar ist. Da der Drehpunkt der Federlamellen durch ihren Befestigungspunkt
gegeben ist, kann sich das andere kreisförmige Federende innerhalb des möglichen
Arbeitsspiels nicht exakt senkrecht und geradlinig in bezug auf die durch die Öffnungswand
im Gehäusemittelteil gebildete Berührungsfläche bewegen, sondern beschreibt vielmehr
einen Kreisbogen um die Befestigungsstelle. Das bedeutet, daß wegen des Fehlens
einer exakt tangentialen Anlage des Federendes an der Öffnungsbegrenzungswand praktisch
nur eine punktförmige Berührung stattfindet, so daß also eine gleichmäßige Kraftübertragung
längs einer mehr oder weniger langen Linie ausgeschlossen ist und sich daher kaum
die zur Erzielung einer hinreichend großen axialen Kraftkomponente erforderliche
Kraft auf die öffnungsbegrenzungswand aufbringen läßt. Vor allem wird jedoch die
zur Verfügung stehende elastische Federkraft weitgehend durch diejenige Reibungsarbeit
aufgezehrt, die dazu erforderlich ist, um die Federlamelle innerhalb der Nut, in
welcher sie angeordnet ist, radial nach auswärts zu verschwenken, wenn nämlich eine
selbsttätige Nachjustierung wirksam werden soll. Auf die Federlamelle wirkt selbstverständlich
die nach oben gerichtete Reaktionskraft, welche gleich der zu erzeugenden axialen
Kraftkomponente ist. Durch diese Reaktionskraft wird die Federlamelle mit ihrer
oberen Schmalseite über ihre gesamte Länge gegen die obere Begrenzungswand der Nut
gepreßt und praktisch gegen diese eingeklemmt. Es ist also eine sehr beträchtliche
Reibungsarbeit erforderlich, damit die Federlamelle auf dieser oberen Begrenzungswand
der Nut radial nach außen gleiten kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein wasserdichtes Formgehäuse
für Uhren zu schaffen, bei welchem einerseits die Anforderungen an die Toleranzbedingungen
herabgesetzt sind und andererseits Alterungs- und Ermüdungserscheinungen, die sich
beim Dichtungsmaterial im Laufe der Zeit ergeben, oder auch infolge von Temperaturschwankungen
auftretende Verformungen der Gehäuseteile, im Hinblick auf ein mögliches Nachlassen
der axialen Anpreßkraft zwischen Gehäusemittelteil und Bodenteil selbsttätig ausgeglichen
werden.
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Ausgehend von einem wasserdichten Formgehäuse des eingangs beschriebenen
Typs ist die Erfindung zur Lösung dieser Aufgabe dadurch gekennzeichnet, daß das
Verriegelungsorgan in bekannter Weise nur mit seiner Unterseite auf dem unteren
Bereich der Öffnungsbegrenzungswand aufliegt, während zwischen der Oberseite des
Verriegelungsorgans und der Öffnungsbegrenzungswand ein Spiel vorhanden ist, und
daß wenigstens die eine der beiden Berührungsflächen von Verriegelungsorgan und
Begrenzungswand der Öffnung gegen die Gehäuseebene geneigt ist und auf einer Kante
des anderen Teils aufliegt, die parallel zu dieser geneigten Fläche orientiert ist
oder in einer diese geneigte Fläche berührenden Ebene liegt.
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Auf diese Weise wird ein gewissermaßen »schwimmender Aufbau« von Gehäusemittelteil
und Bodenteil gebildet, bei welchem die axiale Anpreßkraft zwischen beiden Teilen
selbsttätig durch das radial nach außen drückende Verriegelungsorgan aufrechterhalten
wird, über dessen Schrägflächen eine stets gleiche axiale Kraftkomponente erzeugbar
ist.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen von zehn Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen vertikalen Teilschnitt durch die erste
Ausführungsform der Erfindung, F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II nach
F i g. 1, F i g. 3 die Ansicht einer Einzelheit der Ausführungsform nach den F i
g. 1 und 2, F i g. 4 einen teilweisen Vertikalschnitt durch die zweite Ausführungsform
der Erfindung, F i g. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V nach F i g. 4, F i g.
6 einen vertikalen Teilschnitt durch die dritte Ausführungsform, F i g. 7 einen
Schnitt längs der Linie VII-VH nach F i g. 6, F i g. 8 eine Variante der Ausführungsform
nach Fig.7, F i g. 9 einen teilweisen Vertikalschnitt durch die vierte Ausführungsform,
F i g. 10 einen Schnitt längs der Linie X-X nach F i g. 9, F i g. 11 einen teilweisen
Vertikalschnitt durch die fünfte Ausführungsform, F i g. 12 einen Schnitt längs
der Linie XII-XII nach F i g. 11, F i g. 13 einen teilweisen Vertikalschnitt durch
die sechste Ausführungsform, F i g. 14 einen Schnitt längs der Linie XIV-XIV nach
F i g. 13,
F i g. 15 einen teilweisen Vertikalschnitt durch die
siebente Ausführungsform, F i g. 16 einen Schnitt längs der Linie XVI-XVI nach F
i g. 15, F i g. 17 einen teilweisen Vertikalschnitt durch die achte Ausführungsform,
F i g. 18 einen Schnitt längs der Linie XVIII-XVIII nach F i g. 17, F i g. 19 einen
teilweisen Vertikalschnitt durch die neunte Ausführungsform, F i g. 20 einen Schnitt
längs der Linie XX-XX nach F i g. 19, F i g. 21 einen teilweisen Vertikalschnitt
durch die zehnte Ausführungsform und F i g. 22 einen Schnitt längs der Linie XXII-XXII
nach F i g. 21.
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Allen im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam,
daß der Gehäuseboden auf seiner Umfangsfläche radial nach innen gerichtete Öffnungen
aufweist, in welchen je ein Verriegelungsorgan verschiebbar gelagert ist. Dieses
Verriegelungsorgan unterliegt der Wirkung einer radial nach außen gerichteten Kraft,
sei es der Wirkung einer Feder oder aber der Wirkung eines von außen zu betätigenden
Exzenters, und greift in seiner Arbeitsstellung mit seinem äußeren Verriegelungsende
in eine entsprechende Öffnung auf der Innenfläche des Gehäusemittelteils ein. Vorzugsweise
wird ein gemäß der Erfindung ausgebildeter Gehäuseboden mit vier derartigen Verriegelungsorganen
ausgerüstet, die symmetrisch verteilt im Winkelabstand von 90° zueinander angeordnet
sind.
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Die Erzeugung einer Axialkomponente der Verriegelungskraft wird dadurch
erreicht, daß das Verriegelung' sende des Verriegelungsorgans eine geneigte, gerade
oder gekrümmte Fläche aufweist, die sich auf einer Kante des Gehäusemittelteils
abstützt. Gegebenenfalls kann auch diese Kante zur Verminderung des Abriebs und
der Abnutzung beim Zusammenwirken beider Teile entsprechend abgeplattet sein.
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In der in den F i g. 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsform
der Erfindung hat das Ende 3 des Verriegelungsorgans die Form eines U-förmigen Plättchens,
dessen Basis mit dem Gehäusemittelteil 2 zusammenarbeitet und welches an einem kleinen
zylindrischen Kolben 4 befestigt ist. Dieser Kolben 4 unterliegt der Wirkung einer
kleinen Schraubenfeder 5. Zylindrischer Kolben 4 und Schraubenfeder 5 sind in einer
zylindrischen Hülse 6 untergebracht, die in eine Öffnung des Gehäusebodens 1 eingepreßt
ist.
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Die Hülse 6 weist einen Spalt 7 auf, in welchen das Ende 3 des Verriegelungsorgans
hineinragt; zwei Vorsprünge 8 am äußeren Ende der Hülse 6 dienen als Anschlag für
den Kolben 4 zur Begrenzung seiner Bewegung in Richtung auf das Gehäusemittelteil.
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Auf diese Weise wird eine unabhängige Baueinheit gebildet, welche
in sich einen zylindrischen Schieber mit einem Verriegelungsorgan vereinigt, wobei
ein verhältnismäßig kleiner Durchmesser der Hülse und des Kolbens mit einem vergleichsweise
großen Verriegelungsende des Organs kombiniert ist. Vier gleiche derartige Verriegelungseinheiten
dienen dazu, den Gehäuseboden 1 am Gehäusemittelteil 2 zu befestigen.
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Bei der zweiten Ausführungsform, die in den F i g. 4 und 5 dargestellt
ist, unterliegt das Verriegelungsorgan 9 wiederum der Wirkung einer Schraubenfeder
10, die diesmal in eine entsprechende öffnung im Gehäuseboden 11 selber eingelassen
ist. Diese Öffnung 11 ist exzentrisch in bezug auf einen Spalt 12 angeordnet, in
dem sich das Verriegelungsorgan verschieben läßt. Diese Anordnung erlaubt es, den
zur Verfügung stehenden Raum besonders rationell auszunutzen, um einerseits das
Verriegelungsorgan unterzubringen, das sich nicht zu nahe am Rande des Gehäusemittelteils
befinden darf, und um andererseits die Schraubenfeder 10 anzuordnen, die eine gewisse
Tiefe benötigt.
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In der dritten Ausführungsform, die in den F i g. 6 und 7 dargestellt
ist, hat das Verriegelungsorgan 13 eine allgemein zylindrische Gestalt wie beim
zweiten Ausführungsbeispiel, es ist jedoch in diesem Fall direkt in einer Öffnung
des Gehäusebodens montiert. Die Bewegung des Verriegelungsorgans wird durch einen
horizontal liegenden Stift 14 begrenzt, der in eine Längsnut 15 des Verriegelungsorgans
hineinragt. Das Verriegelungsende 16 des Organs kann eine Breite haben, die gleich
dem Durchmesser des Verriegelungsorgans ist, oder aber auch, wie in der Variante
nach F i g. 8 gezeigt, an seinem Ende breiter sein, um die Abnutzung zu verringern.
In der Darstellung nach F i g. 8 ist das Verriegelungsende mit 17 bezeichnet.
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Beim vierten Ausführungsbeispiel nach den F i g. 9 und 10 ist der
Gehäuseboden 18 am Gehäusemittelteil 19 mit Hilfe von vier Verriegelungsorganen
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befestigt, die eine rechteckförmige Gestalt aufweisen und in entsprechenden
Öffnungen des Gehäusebodens verschiebbar gelagert sind. Das Verriegelungsende weist
eine geneigte Fläche 26 auf, die gegen den Rand der Öffnung 24 auf der Innenseite
des Gehäusemittelteils 19 zur Anlage kommt. Eine in der Öffnung des Gehäusebodens
18 angeordnete Federlamelle 25 ist bestrebt, das Verriegelungsorgan nach außen und
mit seinem Verriegelungsende in die erwähnte Öffnung 24 hineinzudrücken. Die geneigte
Fläche 26 am Verriegelungsende des Organs 23 hat eine im Verhältnis zu den Seiten
des Gehäuses große Länge und stützt sich mit ihrer ganzen Fläche auf einem abgeplatteten
Rand der Öffnung 24 ab, so daß der Abrieb beim Zusammenwirken beider Elemente auf
ein Minimum verringert wird.
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Wie auch bei den vorstehend erläuterten Ausführungsbeispielen, wird
der Gehäuseboden 18 unter Einklemmung einer Ringdichtung 20 sowie des Randes
21 des Uhrenglases 22 gegen eine kreisringförmige Auflagefläche des Gehäusemittelteils
gepreßt. Die erforderliche axiale Kraftkomponente wird dabei durch die erwähnte
schräge Fläche 26 des Verriegelungsorgans erzeugt. Entsprechend geneigte Flächen
am Verriegelungsende des Organs sind auch bei den zuerst beschriebenen Ausführungsbeispielen
vorhanden.
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Um zu verhindern, daß bei der Abnahme des Gehäusebodens die Verriegelungsorgane
durch die Federn herausgeschleudert werden, ist im Ausführungsbeispiel nach den
F i g. 9 und 10 ein vertikaler Stift 27 vorgesehen, der die Öffnung im Gehäuseboden
sowie einen Spalt 28 durchsetzt, der in das Verriegelungsorgan eingelassen ist.
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Die Neigung der Schrägfläche am Verriegelungsende des Verriegelungsorgans
sowie die Federkraft werden derart gewählt, daß das Verriegelungsorgan einerseits
leicht in die betreffende Öffnung eindringen kann und andererseits eventuelle Deformationen
durch ein entsprechendes Spiel bzw. eine entsprechende
Nachstellung
ausgleicht, ohne daß der Druck, mit welchem der Gehäuseboden gegen das Gehäusemittelteil
gepreßt wird, merklich verringert wird. Insbesondere wird durch die gleitbare Lagerung
des Verriegelungsorgans und durch die mit Hilfe einer Feder erzeugte Verriegelungskraft
erreicht, daß der wirksame Schließdruck, mit welchem der Boden gegen das Gehäusemittelteil
gepreßt wird, völlig unabhängig von etwaigen Fabrikationstoleranzen ist und außerdem
zu jeder Zeit eine eventuelle Schrumpfung des Dichtungsringes oder des Uhrglasrandes
automatisch kompensiert, so daß die absolute Dichtheit der Uhr unabhängig von diesen
Faktoren garantiert ist.
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Bei der fünften Ausführungsform, die in den F i g. 11 und 12 dargestellt
ist, ist der Körper des Verriegelungsorgans 29 zylindrisch ausgebildet, das Verriegelungsende
des Organs jedoch weist wiederum eine langgezogene geneigte Fläche 30 auf. Die Verriegelungskraft
wird von einer Schraubenfeder 31 erzeugt. Die Bewegung des Verriegelungsorgans 29
wird durch einen horizontalen Stift 32 begrenzt, der in eine seitliche Öffnung 33
des Organs hineinragt.
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Beim sechsten Ausführungsbeispiel nach den F i g. 13 und 14 ist das
Verriegelungsende des Verriegelungsorgans als Kugelkalotte 34 ausgebildet. Das Verriegelungsorgan
ist an einem Kolben 35 befestigt, welcher der Wirkung einer kleinen Schraubenfeder
36 unterliegt. Wie beim ersten Ausführungsbeispiel sind Kolben und Feder in einer
zylindrischen Hülse 37 untergebracht, die in eine Öffnung des Gehäusebodens eingepreßt
ist. Die vordere Öffnung der Hülse, durch welche das Verriegelungsende 34 hindurchragt,
wird durch einen inneren Rand 38 begrenzt, der einen Anschlag für den Kolben 35
bildet.
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Die untere Fläche 39 der auf der Innenseite des Gehäusemittelteils
eingelassenen Öffnung, in welche das Verriegelungsorgan eingreift, ist geneigt ausgebildet.
Auf diese Weise kann die Kugelkalotte 39 durch Gleitung auf dieser geneigten Fläche
ein eventuell durch Deformationen entstehendes Spiel ohne merkliche Verringerung
des Drucks zwischen Gehäuseboden und Gehäusemittelteil ausgleichen.
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Bei der in den Fi a. 15 und 16 dargestellten siebenten Ausführungsform
ist das Verriegelungsende 40 des Verriegelungsorgans abgerundet, und der untere
Abschnitt ihrer gekrümmten Fläche liegt im montierten Zustand der Uhr auf der Kante
41 der Öffnung im Gehäusemittelteil auf. In diesem Fall übernimmt der erwähnte untere
gekrümmte Abschnitt des Verriegelungsendes die Funktion der geneigten Fläche.
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Beim achten Ausführungsbeispiel nach den F i g. 17 und 18 hat das
Verriegelungsende 42 des Verriegelungsorgans 43 einen größeren Durchmesser, als
ihn der in der Öffnung des Gehäusebodens angeordnete Körper des Verriegelungsorgans
aufweist. Auf diese Weise wird, wie bei der in F i-g. 8 dargestellten Variante,
der Abrieb beim Zusammenwirken des Verriegelungsendes mit der Kante des Gehäuseringes
verringert.
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Beim neunten Ausführungsbeispiel, das in den F i g. 19 und 20 gezeigt
ist, wird der Gehäuseboden 44 wiederum mit Hilfe von vier Verriegelungsorganen
45 am Gehäusemittelteil 44 befestigt, wobei die Verriegelungsenden mit abgeschrägten
Flächen 52 in entsprechende Öffnungen 53 auf der Innenseite des Gehäusemittelteils
44 eingreifen und sich mit den geneigten Flächen 52 auf einer etwas abgeplatteten
Kante am Rande der Öffnung des Gehäusemittelteils abstützen. Die Verriegelungsorgane
45 sind wiederum in entsprechenden Öffnungen 46 im Gehäuseboden 44 verschiebbar
gelagert. In diesem Fall wird jedoch die Verriegelungskraft auf die Verriegelungsorgane
in Richtung auf das Gehäusemittelteil nicht durch Federn aufgebracht, sondern mit
Hilfe je eines Exzenters 47, der an einem senkrecht orientierten und drehbar gelagerten
Bolzen 48 angeordnet ist. Das Exzentertei147 wird in axialer Richtung durch zwei
zylindrische Vorsprünge 49 begrenzt, zwischen die das innere Ende 50 des Verriegelungsorgans
eingreift. Der Bolzen 48 ist in einer entsprechenden senkrechten Bohrung des Gehäusebodens
44 gelagert und weist auf seiner unteren Stirnfläche, die mit der Außenfläche des
Gehäusebodens in einer Ebene liegt, eine Öffnung 51 auf, in die ein Werkzeug zur
Drehung des Bolzens und damit zur Bewegung des Verriegelungsorgans in seine Verriegelungsstellung
einführbar ist. Die Bewegung des Verriegelungsorgans wird durch einen Stift 55 begrenzt,
der, wie im Fall des Ausführungsbeispiels nach F i g. 9, die Öffnung 46 im
Gehäuseboden sowie einen Spalt 56 im Körper des Verriegelungsorgans durchsetzt.
Auf diese Weise wird ein Herausfallen des Verriegelungsorgans bei abgenommenem Gehäuseboden
verhindert.
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Der Dichtungsring zwischen Gehäuseboden und Rand des Uhrglases ist
mit 54 bezeichnet. Wie beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 9 beschrieben, sorgt
die geneigte Fläche 52 am Verriegelungsende des Organs für einen vorgebbaren und
konstanten Anpreßdruck des Bodens am Gehäusemittelteil, unabhängig von eventuellen
Toleranzen der Uhrenteile oder von einer eventuellen Schrumpfung des Dichtungsringes
54.
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Beim zehnten Ausführungsbeispiel nach den F i g. 21 und 22 wird wiederum
von einem Exzenter 60 Gebrauch gemacht, mit dessen Hilfe das Verriegelungsorgan
bewegt werden kann. In diesem Fall weist das Verriegelungsorgan eine Ausnehmung
57 auf, in welche eine Feder 58 eingesetzt ist. Diese Feder 58 arbeitet mit dem
Ende 59 des Exzenters 60 zusammen und hat die Form eines V, derart, daß die
Spitze dieser V-förmigen Feder als Rastorgan den Exzenter 60 in seiner Arbeitsstellung
fixiert.
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Die beschriebene Erfindung vereinigt in sich die Vorzüge einer außerordentlich
sicheren und wirksamen Befestigung zwischen Gehäuseboden und Gehäusemittelteil einer
Uhr sowie einer besonders robusten konstruktiven Ausbildung der Verriegelungsorgane,
die außerdem einen automatischen Ausffi 0 eich etwaiger Fertigungstoleranzen
oder Veränderungen in der Dicke des Dichtungsringes oder des Uhrglasrandes erlauben.