DE1232297B - Verfahren zum Konditionieren eines polychlorierten Kupferphthalocyaninpigmentes - Google Patents
Verfahren zum Konditionieren eines polychlorierten KupferphthalocyaninpigmentesInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C09b
Deutschs KL: 22 e- 7/02
Nummer: 1232 297
Aktenzeichen: G 26823IV c/22 e
Anmeldetag: 13. April 1959
Auslegetag: 12. Januar 1967
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von »Phthalocyaningrüne-Pigmentenj und
sie betrifft insbesondere die Konditionierung von stark chloriertem Kupferphthalocyanin, das 13 bis
16 Chloratome je Molekül enthält.
Phthalocyaningrün kann mittels verschiedener Verfahren hergestellt werden, wie durch Chlorierung von
Kupferphthalocyanin in einem flüssigen Verdünnungsmittel unter Druck oder durch Chlorierung bei
atmosphärischem Druck in einem Lösungsmittel, z. B. einem eutektischen Gemisch aus Aluminiumehlorid
und Natriumchlorid. Das letztgenannte Verfahren wird bevorzugt, da die Ausgangsmaterialien
und das Produkt eine gute Löslichkeit in dem Gemisch zeigen, wodurch die Halogenierung erleichtert und
die Herstellung von Produkten ermöglicht wird, die möglichst nahe an den theoretisch erzielbaren Chlorgehalt von 16 Chloratomen je Molekül kommen.
Wird während der Chlorierung ein flüssiges Verdünnungsmittel verwendet, so wird das Produkt im
allgemeinen abgetrennt, indem zur Entfernung des Verdünnungsmittels mit Wasserdampf behandelt wird,
worauf die erhaltene wäßrige Aufschlämmung filtriert und das Pigment getrocknet wird. Die Verwendung
einer eutektischen Mischung aus Aluminiumchlorid und Natriumchlorid erfordert eine Abtrennung durch
Verdünnen mit Wassers worauf filtriert und getrocknet wird.
Die auf diese Weise erhaltenen Pigmente besitzen außerordentlich niedrige Farbwerte. Sie sind daher,
wenn sie auf einer sogenannten Hoover-Mühle öder einer Dreiwalzen-Farbmühle mit einem geeigneten
Träger, ζ. B. einem lithographischen Lack, zermahlen werden, sehr stumpf und zeigen nur etwa 20 bis 30%
des Farbwertes, der mit handelsüblichen Pigmenten erhalten wird. Werden die Pigmente vor dem Trocknen
bewertet, indem sie in einen Ölträger geflusht werden, so werden ähnlich schlechte Eigenschaften erzielt.
Aus diesen Gründen wird das Phthalocyamngrün während der oben beschriebenen anfänglichen Herstellungsstufen
als »Grundfarbstoff« bezeichnet, der aufgearbeitet werden muß.
Es wurden verschiedene Verfahren zur Konditionierung des Phthalocyaningrün-Grundfarbstoffes
entwickelt, um diesem eine maximale Leuchtkraft und Stärke zu verleihen; diese Verfahren bestehen
praktisch alle in einem sauren Verpasten. Ein derartiges saures Verpasten war bisher im wesentlichen
auf zwei allgemeine Verfahren beschränkt. Bei dem ersten Verfahren wird das Pigment in einer Mischung
aus Schwefelsäuremonohydrat und Chlorsulfonsäure gelöst, worauf die Säurelösung in Wasser gegossen
Verfahren zum Konditionieren eines
polychlorierten Kupferphthalocyaninpigmentes
polychlorierten Kupferphthalocyaninpigmentes
Anmelder:
General Aniline & Film Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Als Erfinder benannt:
Robert Brouillard, Westfield, N. J.;
James Joseph Gannon, Florham Park, N. J.;
Leon Katz, Springfield, N. J. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 14. April 1958 (728 097)
wird. Bei dem zweiten Verfahren wird das Pigment in einem großen Volumen Schwefelsäure aufgeschlämmt,
deren Konzentration nicht ausreicht, um eine nennenswerte Lösung zu bewirken; darauf wird
in Wasser gegossen und ausgefällt. Zur Erzielung wiederholbarer Ergebnisse ist jedoch bei beiden Verfahren
eine sorgfältige Regelung der Arbeitsbedingungen erforderlich.
Dieses saure Verpasten ist jedoch sehr kostspielig und zeitraubend und besitzt den Nachteil, daß große
Mengen an Säuren benötigt werden, die im allgemeinen stark korrodierend wirken. Abgesehen von diesem
Nachteil bringt die Verwendung derart großer Mengen an Säure zahlreiche Probleme in bezug auf Hygiene
und Sicherheit sowie insbesondere bezüglich der Beseitigung der Abfallmaterialien mit sich.
Bei einem anderen bekannten Verfahren zur Behandlung chlorierter Kupferphthalocyanine wird das
Chlorierungsgeniisch zunächst in Wasser eingegossen, dann das Pigment durch Ansäuern und Filtrieren abgetrennt,
worauf gewaschen und danach bei 100 bis 3000C 12 bis 20 Stunden unter Druck konditioniert
wird. Bei diesem Verfahren ist also die Anwendung von Wärme und Druck erforderlich, und die Konditionierungszeit
ist außerordentlich lang.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist dagegen ein Verfahren zur Konditionierung von Phthalocyaningrün,
das die vorstehend genannten Nachteile nicht
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aufweist. Weiterhin soll ein Verfahren zur Kondi- anorganische Säure, wie Phosphorsäure, oder orga-
tionierung von Phthalocyaningrün geschaffen werden, nische aliphatische oder aromatische Säuren sein,
bei welchem größere Mengen an Säure nicht notwendig Besonders geeignete mehrbasische organische Säuren
sind und auch Verfahrensstufen, wie die Abtrennung sind z. B. aliphatische mehrbasische Säuren, wie
durch Ansäuern und eine darauffolgende sehr lange 5 Adipin-, Azelain-, Zitronen-, Sebacin-, Bernstein-
Konditionierung bei erhöhter Temperatur und er- und Weinsäure, und aromatische mehrbasische Säuren,
höhtem Druck vermieden werden. Schließlich soll insbesondere Phthalsäuren. Die den veresterten Hy-
erfindungsgemäß ein Phthalocyanin hergestellt werden, droxyverbindungen zugrunde liegenden Reste können
das verbesserte Teilcheneigenschaften besitzt und sich Alkylreste mit 1 bis 12 oder mehr Kohlenstoffatomen
besonders zur Pigmentierung von Kunststoffen eignet, io sein, Cycloalkyl-, Aralkylreste, z. B. Benzyl- und
so daß es zur Herstellung von Asphalt oder Linoleum heterocyclische Reste, oder Arylreste, wie z. B.
in vorteilhafter Weise direkt in die Kunststoffmasse Phenyl-, Kresyl- oder Xylyloxyreste sowie Mischungen
eingebracht werden kann. derselben. Diese Reste können inerte Substituenten
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Kondi- enthalten, wie niedrigmolekulare Alkylgruppen, z. B.
tionieren eines polychlorierten Kupferphthalocyanin- 15 Methyl- oder Äthylgruppen, niedrigmolekulare Al-
pigments, welches 13 bis 16 Chloratome je Molekül koxygruppen, z. B. Methoxy- oder Äthoxygruppen,
enthält, bei dem das das Pigment enthaltende Chlorie- Chlor- und niedrigmolekulare Acyigruppen, wie
rungsgemisch mit Wasser und einer organischen Ver- Acetylgruppen.
bindung behandelt wird, ist nun dadurch gekenn- Für das Verfahren nach der Erfindung verwendbare
zeichnet, daß man das Chlorierungsgemisch in Gegen- 20 monomere organische Ester sind z. B. Dibutyladipat,
wart von mindestens etwa 5%, bezogen auf das Ge- Didecyladipat, Di-(methylcyclohexyl)-adipat, Dibut-
wicht des Pigments, eines mit Wasser nicht mischbaren, oxyäthyladipat, Dibenzyladipat, Ditetrahydrof urf uryl-
monomeren, organischen Esters einer mehrbasischen adipat, Diisooctylazelat, Acetyltrihexylcitrat, Tri-
Säure, der einen Siedepunkt von wenigstens etwa n-butylcitrat, Tri-(2-äthylhexyl)-phosphat, Triphenyl-
1500C besitzt, mit einem wäßrigen Mittel behandelt 25 phosphat, Tri - dimethylphenylphosphat, Trikresyl-
und die mit dem organischen Ester überzogenen phosphat, Kresyldiphenylphosphat, Diphenyl-mono-
Pigmentteilchen von der wäßrigen Flüssigkeit abtrennt. o-xenylphosphat, Dibutylbutylphosphonat, Tris-
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird nicht (2-chloräthyl)-phosphit, Dimethylsebacat, Dioctyl-
nur das übliche saure Verpasten mit seinen vielen sebacat, Dibutoxyäthylsebacat, Caprylbenzylsebacat,
Nachteilen vermieden. Es wird dabei auch eine 30 Dibenzylsebacat, Dibutylsuccinat, Dibutyltartrat sowie
Pigmentmischung erhalten, die, wenn sie zum Färben Mischungen derselben.
vonnichtwäßrigenKunststoffmischungen, insbesondere Besonders bevorzugte organische Ester sind jedoch
von Bodenbelagplatten und Linoleum, verwendet die Phthalate, die zu optimalen Ergebnissen in bezug
wird, einen ausgezeichneten Farbwert besitzt. auf Farbwert, Verträglichkeit mit dem Kunststoff
Die erhaltene Pigmentmischung liegt in Form von 35 und Art der erhaltenen überzogenen Pigmentmischung
Teilchen mit optimalen Teilcheneigenschaften vor, führen. Derartige bevorzugte Ester sind z. B. Dimethyl-
die mit dem betreffenden organischen Ester überzogen phthalat, Diisooctylphthalat, Diisodecylphthalat, Bu-
sind. In Abhängigkeit von dem verwendeten Ester tylisodecylphthalatjDiapiylphthalatjDi-CZ-äthylhexyl)-
kann das Pigmentprodukt zur Pigmentierung ver- phthalat, Di-(2-äthylhexyl)-hexahydrophthalat, Butyl-
träglicher Kunststoffmisehungen verwendet werden, 4° cyclohexylphthalat, Dicyclohexylphthalat, Di-(me-
einschließlich solcher Mischungen, die eine Grundlage thylcyclohexyl)-phthalat, Diphenylphthalat, Dibutoxy-
aus synthetischen organischen Polymerisaten auf- äthylphthalat, Butylbenzylphthalat und Mischungen
weisen, z. B. Cumaron-Inden-Harze, Cellulosederivate, derselben. Von diesen Phthalaten wird Butylbenzyl-
wie Celluloseacetat, Celluloseacetatbutyrat, Cellulose- phthalat auf Grund seiner optimalen Eigenschaften
nitrat und Äthylcellulose, Polymethylmethacrylat, 45 in bezug auf Stabilität, Siedepunkt und Verträglichkeit
Polystyrol, Vinylharze, wie Polyvinylacetat, Polyvinyl- mit dem Kunststoff besonders bevorzugt,
butyral, Polyvinylchlorid, und Mischpolymerisate Die für das erfindungsgemäße Verfahren verwend-
aus Vinylchlorid und Vinylacetat, sowie Alkydharze. baren organischen Ester müssen in Mengen von
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ver- wenigstens etwa 5 Gewichtsprozent, bezogen auf
wendbaren monomeren organischen Ester sollen 5° das Gewicht des polychlorierten Kupferphthalocyaninunter
den während der Vermischung des Chlorierungs- pigmentes, anwesend sein, wobei die jeweils vergemisches
mit dem wäßrigen Mittel oder der nach- wendeten Mengenverhältnisse von der Art des gefolgenden
Entfernung des Wassers herrschenden Be- wünschten Produktes abhängt. Wird z. B. eine Paste
dängungen flüssig sein und einen Siedepunkt von gewünscht, so werden etwa 5 bis 60 Gewichtsprozent
wenigstens etwa 150° C (unter atmosphärischen Be- 55 des organischen Esters verwendet, während Mengen
dingungen) besitzen, damit sie bei Entfernung des bis zu 200 Gewichtsprozent, bezogen auf das Pigment,
Wassers und/oder des flüchtigen, flüssigen, organischen verwendet werden müssen, wenn ein flüssiges Produkt
Verdünnungsmittels in der Mischung durch Erhitzen, hergestellt werden soll. Die niedrigen Mengenver-Dampf-
oder Vakuumdestillation oder während des hältnisse innerhalb des obigen Bereiches werden im
Trocknens nicht mit entfernt werden. Im allgemeinen 60 allgemeinen dann angewendet, wenn ein trockenes
besitzen die für das erfindungsgemäße Verfahren ver- Pulver gewünscht wird. Es ist weiterhin möglich, eine
wendbaren Ester ein Molekulargewicht zwischen erfindungsgemäß hergestellte Paste in ein Pulver
etwa 175 und 450. Die Ester müssen nicht nur flüssig umzuwandeln, indem der Paste ein feinzerteilter
und nichtflüchtig, sondern auch nicht mit Wasser inerter Feststoff mit hoher Ölabsorption, z. B. Calcimischbar
sein, damit sie in Gegenwart des wäßrigen 65 umsilikat, Magnesiumsilikat oder feinzerteilte Kreide,
Mittels einen hydrophoben Film auf den Pigment- einverleibt wird. Die in den einzelnen Fällen angeteilchen
bilden. Die mehrbasischen Säuren, aus wendete Menge an inertem Feststoff hängt von der
welchen die Ester gebildet werden, können entweder überschüssigen Menge an organischem Ester ab, die
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in der zu behandelnden Paste anwesend ist und beträgt tisch frei von Säure sind, und Trocknen oder durch
im allgemeinen 1 bis 4 Teile inerter Feststoff je Teil Waschen mittels wiederholtem Dekantieren und Aborganischer
Ester. Erfindungsgemäß hergestellte Pasten trennen der organischen Schicht abgetrennt werden,
und flüssige Auf schlämmungen können entweder direkt In einer weniger bevorzugten Ausführungsform
in den Handel gebracht werden oder, je nach dem 5 kann das vorstehend beschriebene Verfahren auch
Verwendungszweck, für den sie bestimmt sind, zur auf andere Chlorierungsgemische angewendet werden,
Verbesserung der Dispersion weitervermahlen oder in denen das polychlorierte Kupferphthalocyanin
anderweitig bearbeitet werden. löslich ist. So kann das Chlorierungsgemisch z. B.
Die Chlorierung von Kupferphthalocyanin in einem durch Chlorierung des Phthalocyaninpigmentes in
flüchtigen, flüssigen, organischen Verdünnungsmittel io Chlorsulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Sulfurylchlozur
Herstellung eines Produktes mit 13 bis 16 Chlor- rid oder Schwefelmonochlorid in einem Druckgefäß
atomen ist bereits bekannt und wird hier auch nicht hergestellt worden sein. In solchen Fällen wird das
beansprucht. Im allgemeinen werden dabei als inerte Eingießwasser vorzugsweise alkalisch gemacht und ein
flüssige Verdünnungsmittel z. B. Trichlorbenzol, Nitro- gegen Alkali stabiler Emulgator zur Emulgierung des
benzol, o-Dinitrobenzol, o-Dichlorbenzol, Tetrachlor- 15 organischen Esters in dem Wasser verwendet,
kohlenstoff, Chloroform, Acetonitril, Propionitril Das bei Durchführung des erfindungsgemäßen oder Mischungen derselben verwendet. Das erhaltene Verfahrens verwendete Emulgiermittel muß Öl-inpolychlorierte Kupferphthalocyaninpigment ist im Wasser-Emulsion liefern können. Obgleich anionische Chlorierungsgemisch unlöslich und kann gewonnen und kationische oberflächenaktive Mittel verwendet werden, indem das flüchtige, flüssige Verdünnungs- 20 werden können, wird es bevorzugt, die bekannten mittel durch Wasserdampfdestillation entfernt wird. nichtionischen oberflächenaktiven Mittel anzuwenden, Erfindungsgemäß kann der organische Ester vor der die eine Polyoxyalkylen-, vorzugsweise eine Polyoxy-Wasserdampfdestillation dem Chlorierungsgemisch äthylenkette, enthalten und die z. B. durch Umzugegeben werden, so daß er während der Bildung der Setzung einer wasserunlöslichen organischen Verwäßrigen Auf schlämmung anwesend ist. Die erhaltenen, 25 bindung, die wenigstens 6 Kohlenstoffatome enthält mit organischem Ester überzogenen Pigmentteilchen und mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffwerden dann durch Dekantieren und/oder Filtrieren atom aufweist, mit einem Polyalkylenglykol oder vom Wasser abgetrennt und gegebenenfalls an- mehreren Mol Alkylenglykol,_ Halogenhydrin oder schließend getrocknet. Anstatt die für das erfindungs- Alkylenoxyd, vorzugsweise Äthylenoxyd, erhalten gemäße Verfahren erforderliche wäßrige Aufschläm- 30 werden.
kohlenstoff, Chloroform, Acetonitril, Propionitril Das bei Durchführung des erfindungsgemäßen oder Mischungen derselben verwendet. Das erhaltene Verfahrens verwendete Emulgiermittel muß Öl-inpolychlorierte Kupferphthalocyaninpigment ist im Wasser-Emulsion liefern können. Obgleich anionische Chlorierungsgemisch unlöslich und kann gewonnen und kationische oberflächenaktive Mittel verwendet werden, indem das flüchtige, flüssige Verdünnungs- 20 werden können, wird es bevorzugt, die bekannten mittel durch Wasserdampfdestillation entfernt wird. nichtionischen oberflächenaktiven Mittel anzuwenden, Erfindungsgemäß kann der organische Ester vor der die eine Polyoxyalkylen-, vorzugsweise eine Polyoxy-Wasserdampfdestillation dem Chlorierungsgemisch äthylenkette, enthalten und die z. B. durch Umzugegeben werden, so daß er während der Bildung der Setzung einer wasserunlöslichen organischen Verwäßrigen Auf schlämmung anwesend ist. Die erhaltenen, 25 bindung, die wenigstens 6 Kohlenstoffatome enthält mit organischem Ester überzogenen Pigmentteilchen und mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffwerden dann durch Dekantieren und/oder Filtrieren atom aufweist, mit einem Polyalkylenglykol oder vom Wasser abgetrennt und gegebenenfalls an- mehreren Mol Alkylenglykol,_ Halogenhydrin oder schließend getrocknet. Anstatt die für das erfindungs- Alkylenoxyd, vorzugsweise Äthylenoxyd, erhalten gemäße Verfahren erforderliche wäßrige Aufschläm- 30 werden.
mung durch die Wasserkondensation bei der Dampf- Wie bereits angegeben, kann ein inertes feinzerteiltes
destillation herzustellen, kann dem Chlorierungs- festes Verdünnungsmittel zur Herstellung eines frei
gemisch auch vor der Dampfdestillation Wasser fließenden Pulvers direkt vor dem Trocknen mit der
zugesetzt werden. In diesem Falle kann der organische nichtwäßrigen Paste oder Flüssigkeit vermischt wer-Ester
entweder vor oder nach Zugabe des Wassers 35 den. Ein weiter Vorteil des Verfahrens nach der Erunter
Rühren in das Chlorierungsgemisch gegeben findung besteht in der Fähigkeit der danach herwerden,
oder er kann vor dieser Zugabe mit dem gestellten Produkte, bei erhöhten Temperaturen von
Verdünnungswasser innig vermischt und/oder emul- 130 bis 1500C getrocknet werden zu können, ohne
giert werden. Gegegebenenfalls kann das Chlorierungs- daß eine Aggregation oder eine Agglomeration eingemisch
auch filtriert werden, um den größten Teil 40 tritt; bei den bisher bekannten Verfahren waren nur
des flüchtigen, flüssigen Verdünnungsmittels zu ent- Trockentemperaturen von etwa 60 bis 70° C möglich,
fernen, bevor mit dem wäßrigen Mittel in Gegenwart Die in den Beispielen angegebenen Teile sind
des organischen Esters vermischt wird. Gewichtsteile.
Das Verfahren zur Polychlorierung von Kupfer- Beispiel 1
phthalocyanin in einer Schmelze aus Aluminium- 45
phthalocyanin in einer Schmelze aus Aluminium- 45
chlorid und Natriumchlorid, vorzugsweise in einer Eine Mischung aus 450 Teilen wasserfreiem Alugeschmolzenen
eutektischen Mischung, ist ebenfalls miniumchlorid, 110 Teilen Natriumchlorid, 20 Teilen
bekannt und wird in den USA.-Patentschriften Kupferchlorid und 60 Teilen Kupferphthalocyanin
2 276 860 und 2 247 752 beschrieben. Bei diesem Ver- wurde auf einem Ölbad auf 2000C erhitzt. Während
fahren ist das polychlorierte Kupferphthalocyanin, 50 1 Stunde und 20 Minuten wurde mit großer Gewelches
13 bis 16 Chloratome, je Molekül enthält, in der schwindigkeit trockenes Chlorgas in die Schmelze
Schmelze löslich und wird gewonnen, indem das geleitet, wodurch ein Phthalocyaningrün-Grundfarb-Chlorierungsgemisch
in Wasser gegossen wird, welches stoff erhalten wurde, der 15 bis 16 Chloratome je
zweckmäßigerweise z. B. durch Zugabe von 2 bis 5 % Molekül enthielt. Das Chlorierungsgemisch wurde
Salzsäure auf einen pH-Wert von 1 angesäuert wird. 55 dann langsam in 2000 Teile heftig gerührtes Wasser
Der organische Ester kann dem Chlorierungsgemisch gegossen, welches 25 Teile Butylbenzylphthalat entvor
dem Eingießen in Wasser zugegeben werden; es hielt. Die so erhaltene wäßrige Aufschlämmung
wird jedoch bevorzugt, den Ester vor dem Eingießen wurde filtriert und das Filtergut zur Entfernung der
in das Wasser zuzugeben. Der organische Ester wird Säure gewaschen undbeietwal40bisl50°Cgetrocknet.
vorzugsweise im zum Eingießen verwendeten Wasser 60 Das so erhaltene Pigmentpulver erwies sich bei der
emulgiert, gegebenenfalls unter Verwendung eines Auswertung in Asphalt und Vinyl-Bodenplatten als
Emulgiermittels (vorzugsweise eines säurefesten, da stärker, gelber und leuchtender als das mit Säure
das Wasser sauer ist), da die Anwesenheit eines nicht verpastete übliche Phthalocyaningrün. Verglichen mit
emulgierten organischen Esters in dem Wasser einem Produkt, das mittels des oben beschriebenen
normalerweise größere Mengen erfordert, um gleich 65 Verfahrens, jedoch ohne Zusatz von Butylbenzylgute
Ergebnisse zu liefern. Die überzogenen Pigment- phthalat hergestellt wurde, war das nach der Erteilchen
in der erhaltenen wäßrigen Aufschlämmung findung hergestellte Produkt etwa 2,5mal so stark und
können dann durch Filtrieren, Waschen, bis sie prak- sehr viel gelber und leuchtender.
Claims (1)
- 7 8Zur Herstellung von Asbest-Vinyl-Platten wurden einem Vakuum mechanisch behandelt. Wird das so die folgenden Bestandteile etwa 5 Minuten von Hand erhaltene Pigment verschiedenen Kunststoffen ein-in einem Topf aus rostfreiem Stahl vermischt: verleibt, so zeigt es eine ausgezeichnete Stärke undBestaadteü Teile Leuchtkraft.Titandioxyd 3,0 5 Beispiel 5Weißendes Calcit (Calciumearbonat).. 12,5 _ , _ , „ „ . „ _ ., _Mischpolymerisat aus Vinylchlorid und *& wurde em Druckgefäß mit 2i Teilen Kupfer-Vinvlacetat 22 0 phthalocyanin, 0,1 Teil Antimontrisulfid und 6 TeilenDioctvlohthalat 130 Tetrachlorkohlenstoff beschickt. Die Temperatur wurdeAsbest-Füllstoff 307 10 au^ 130°C erhöht und das Chlor durch eine Sprüh-Kalzinierter Ton * 14'5 vorrichtung zugegeben. Dabei ließ man die Tempe-Normales Bleisalieylat ' ratf auf u 170 bis 1800C ansteigen Als kein Chlor mehr(Antioxydationsmittel) 1,5 verbraucht wurde und eine Probe des Chlorierungs-Stabilisatoren 2 6 gemisches zeigte, daß das Produkt 13 bis 16 Chlor-Calciumstearat(Schmiermittel)".'.'.'.'.'. fe ^ afme Je Phthalocyaninmolekül enthielt, wurde dasÜberzogenes Pigment Umsetzungsgut m 50 Teile Wasser von 800C, m(hergestellt nach Absatz 1) 1,4 ^elchem °>5 Tf ^ Dicaprylphthalat mit Hilfe desUmsetzungsproduktes aus 1 Mol Nonylphenol nutDie Mischung wurde dann in eine Zweiwalzen- 9 Mol Äthylenoxyd emulgiert worden waren, ein-Kunststoffmühle gegeben; beide Walzen wurden auf 20 gegossen. Nachdem der Tetrachlorkohlenstoff durch eine Temperatur von etwa 150° C erhitzt. Die Mischung Destillation vollständig entfernt worden war, wurde wurde 5 Minuten mit einem Walzenabstand von die wäßrige Aufschlämmung filtriert und das Filter-0,38 .mm und weitere 5 Minuten mit einem Walzen- gut mit heißem Wasser gewaschen. Der Pigmentabstand von 0,88 mm verwalzt. Nach dem Verwalzen kuchen wurde getrocknet und zermahlen, wodurch wurde die Mischung als Folie aus der Mühle entfernt 25 ein Produkt erhalten wurde, das leicht in Asphalt-Ein 15 · 15 cm großes Stück dieser Folie wurde oder Vinyllinoleumträger einverleibt werden kann,
zwischen zwei polierte Chromplatten gelegt und druck-poliert, indem es I1I2 Minuten in einer Carver-Labora- Patentansprüche:toriumpresse einer Temperatur von etwa 175 0C und 1. Verfahren zum Konditionieren eines poly-einem Druck von 280 kg/cm3 ausgesetzt wurde. Die 30 chlorierten Kupferphthalocyaninpigmentes, welcheserhaltene Vinylplatte zeigte eine starke, einheitliche, 13 bis 16 Chloratome je Molekül enthält, bei demgelbgrüne Färbung. das das Pigment enthaltende ChlorierungsgemischBeisniel 2 m^ Wasser und einer organischen Verbindungbehandelt wird, dadurch gekennzeich-Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt, 35 net, daß man das Chlorierungsgemisch in Gegen-wobei jedoch an Stelle der 25 Teile Butylbenzyl- wart von mindestens etwa 5 %> bezogen auf dasphthalat nur 15 Teile desselben verwendet wurden, Gewicht des Pigmentes, eines mit Wasser nichtdie mit Hilfe von 0,5 Teilen eines Emulgiermittels mischbaren, monomeren, organischen Esters einer(Umsetzungsprodukt aus Kastoröl und etwa 40 Mol mehrbasischen Säure, der einen Siedepunkt vonÄthylenoxyd) in dem Eingießwasser emulgiert worden 40 wenigstens etwa 1500C besitzt, mit einem wäßrigenwaren. Es wurden praktisch die gleichen Ergebnisse Mittel behandelt und die mit dem organischenerhalten wie im Beispiel 1. Ähnliche Ergebnisse Ester überzogenen Pigmentteilchen von der wäß-werden erzielt, wenn das Verfahren dieses Beispiels rigen Flüssigkeit abtrennt.wiederholt, jedoch an Stelle von Butylbenzylphthalat 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-Dibutylphthalat bzw. Dicaprylphthalat verwendet wird. 45 zeichnet, daß man dabei ein chloriertes Kupfer-ft . , phthalocyanin verwendet, das durch ChlorierungBeispiel 5 von Kupferphthalocyanin in einer geschmolzenenDas Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt, eutektischen Mischung von Aluminiumchlorid undwobei an Stelle von 25 Teilen Butylbenzylphthalat Natriumchlorid hergestellt worden ist, und das30 Teile Dimethylphthalat verwendet wurden. Während 50 Chlorierungsgemisch in Gegenwart des organischendes Trocknens wurden 50 Teile feinzerteiltes Calcium- Esters in Wasser eingießt.carbonat innig mit dem überzogenen Pigment ver- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn-mischt. Es wurde ein Produkt erhalten, das, zu feinem zeichnet, daß man dabei das ChlorierungsgemischPulver zermahlen, einem Celluioseacetat-Kunststoff mit dem im Wasser emulgierten organischen Esterzugegeben werden kann und bessere Ergebnisse 55 behandelt,liefert als das mit Säure verpastete übliche Phthalo- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-cyaningrün. zeichnet, daß man dabei ein chloriertes Kupfer-Beisoiel 4 phthalocyanin verwendet, das durch Chlorierungvon Kupferphthalocyanin in einem flüchtigen,Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt, 60 organischen, flüssigen Verdünnungsmittel hergestelltwobei an Stelle von 25 Teilen Butylenbenzylphthalat worden ist, und das Chlorierungsgemisch in Gegen-85 Teile Dioctylphthalat verwendet wurden. Die wart des organischen Esters einer Wasserdampf-erhaltene wäßrige Aufschlämmung wurde durch destillation unterwirft,mehrfaches Dekantieren gewaschen und die organische ———Schicht in eine Wemer-Pfleiderer-Mischvorrichtung 65 In Betracht gezogene Druckschriften:gegeben. Das Produkt wurde zum Trocknen und zur Belgische Patentschrift Nr. 559 381;Verbesserung der Dispersion unter Erhitzen und in britische Patentschrift Nr. 757 821.609 757/374 1.67 © Bundesdruckerei Berlin
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CH396268A (de) | 1965-07-31 |
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