DE1221370B - Druckbehaelter fuer einen Kernreaktor - Google Patents
Druckbehaelter fuer einen KernreaktorInfo
- Publication number
- DE1221370B DE1221370B DEA46901A DEA0046901A DE1221370B DE 1221370 B DE1221370 B DE 1221370B DE A46901 A DEA46901 A DE A46901A DE A0046901 A DEA0046901 A DE A0046901A DE 1221370 B DE1221370 B DE 1221370B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pressure vessel
- pressure
- steel
- boiler
- concrete
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21C—NUCLEAR REACTORS
- G21C13/00—Pressure vessels; Containment vessels; Containment in general
- G21C13/02—Details
- G21C13/04—Arrangements for expansion and contraction
-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21C—NUCLEAR REACTORS
- G21C15/00—Cooling arrangements within the pressure vessel containing the core; Selection of specific coolants
- G21C15/02—Arrangements or disposition of passages in which heat is transferred to the coolant; Coolant flow control devices
- G21C15/12—Arrangements or disposition of passages in which heat is transferred to the coolant; Coolant flow control devices from pressure vessel; from containment vessel
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E30/00—Energy generation of nuclear origin
- Y02E30/30—Nuclear fission reactors
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10T—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
- Y10T29/00—Metal working
- Y10T29/49—Method of mechanical manufacture
- Y10T29/49826—Assembling or joining
- Y10T29/49879—Spaced wall tube or receptacle
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Plasma & Fusion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- High Energy & Nuclear Physics (AREA)
- Structure Of Emergency Protection For Nuclear Reactors (AREA)
- Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
G21c
Deutsche KL: 21g-21/20
Nummer: 1221370
Aktenzeichen: A 46901 VIII c/21 \
Anmeldetag: 20. August 1964
Auslegetag: 21. Juli 1966
Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckbehälter für einen Kernreaktor, der durch ein unter
Druck stehendes Strömungsmittel gekühlt wird, welcher einen inneren und einen äußeren Druckkessel
aufweist, deren Wände sich im drucklosen Zustand in Abstand voneinander befinden, wobei die
beiden Druckkessel gemeinsam in der Lage sind, den Arbeitsdruck des Strömungsmittels zu absorbieren.
Ein großer Druckkessel, der hohen inneren Drücken ausgesetzt ist, würde eine beachtliche
Wanddicke erfordern. Es ist bekannt, daß die Dicke der Wand dadurch vermindert werden kann, daß
man den Kessel in einen äußeren Druck absorbierenden Behälter einbringt, der den Arbeitsdruck insgesamt
oder teilweise absorbiert. Dieser äußere Behälter kann z. B. eine Felsenkammer oder ein Kessel
aus vorgespanntem Beton sein. Der Raum zwischen dem inneren und diesem äußeren Kessel ist mit Gas
oder einer Flüssigkeit gefüllt, die den Druck von dem inneren auf den äußeren Kessel überführen.
Wenn man den äußeren Kessel den gesamten Arbeitsdruck absorbieren läßt, kann man die Wanddicke
des inneren Kessels theoretisch auf ein sehr kleines Maß herabsetzen. In der Praxis ist es jedoch nicht
möglich, solch eine geringe Wanddicke zu erreichen. Der Grund dafür ist, daß der innere Kessel eine bestimmte
Steifheit besitzen muß, die eine bestimmte minimale Wanddicke erfordert. Der Erfindungsgedanke besteht nun darin, aus der Wanddicke des
inneren Kessels den Vorteil zu ziehen, einen wesentlichen Teil des Arbeitsdruckes zu absorbieren, während
der Rest des Druckes durch den äußeren Kessel aufgenommen wird. Dies kann erfolgen, ohne daß
man ein getrenntes druckübertragendes Gas oder enie solche Flüssigkeit in den Zwischenraum zwischen
die beiden Kessel einführt. Erfindungsgemäß wird dies beim eingangs genannten Druckbehälter
dadurch erreicht, daß der innere Druckkessel so dimensioniert ist, daß er sich während der Druckbelastung
elastisch ausdehnt und sich dadurch an den äußeren Druckkessel anlegt, der jede weitere
Druckerhöhung absorbiert.
Die Erfindung setzt voraus, daß die Ausdehnungselastizität des inneren Kessels bei einem inneren
Druck größer ist als die des äußeren Kessels bei dem gleichen inneren Druck, so daß die Ausdehnung des
äußeren Kessels infolge des Druckes die relativen Bewegungen zwischen den beiden Kesseln nicht bis
zu einem größeren Ausmaß beeinflußt. Zweckmäßigerweise wird der innere Kessel aus Stahl und
der äußere aus vorgespanntem Beton hergestellt.
Druckbehälter für einen Kernreaktor
Anmelder:
Aktiebolaget Atomenergi, Stockhohn
Vertreter:
Dr. H. H. Wfflrath und Dipl.-Ing. H. Roever,
Patentanwälte, Wiesbaden, Hildastr. 32
Patentanwälte, Wiesbaden, Hildastr. 32
Als Erfinder benannt:
Karl Ivan Gunnar Beliaev,
Saltsjöbaden (Schweden)
Karl Ivan Gunnar Beliaev,
Saltsjöbaden (Schweden)
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 22. August 1963 (9178)
Zur Vereinfachung wird nachfolgend in der Beschreibung der innere Kessel mit »der Stahlkessel«
und der äußere Kessel mit »der Betonkessel« bezeichnet. Der Einfachheit halber sei auch vorausgesetzt,
daß der Betonkessel sich weder infolge von Druck noch infolge von Wärme ausdehnt.
Der Prozeß der Drucksteigerung von einem drucklosen Zustand zu einem Arbeitszustand ist nicht
kompliziert, wenn dieser bei einer konstanten Temperatur stattfindet. Zuerst wird der Druck durch den
Stahlkessel völlig absorbiert. Nachdem der Stahlkessel in Berührung mit dem Betonkessel kommt,
wird das fortgesetzte Ansteigen des Druckes vollständig durch den Betonkessel absorbiert, während
die Belastung des Stahlkessels praktisch unverändert bleibt.
Wenn jedoch die Temperatur gleichzeitig steigt (was gewöhnlich bei Kernreaktoren zutrifft), wird
das Verfahren etwas komplizierter, da sich der Stahlkessel teilweise infolge der Druckerhöhung und
teilweise infolge der thermischen Expansion ausdehnt. Ein ähnlicher Prozeß wird nachfolgend unter
Bezug auf Fig. 1 erläutert. Danach wird ein Kernreaktor mit einem Druckkessel nach der Erfindung
in F i g. 2 beschrieben.
Fig. 1 betrifft einen Kernreaktor, dessen Druckkessel
zwei Phasen, nämlich Wasser und Dampf, enthält. Auf der Abszisse ist die Temperatur t aufgetragen,
während auf der Ordinate der Druck P in dem Stahlkessel sowie die Dehnungsspannung c aufgetragen
sind, welche letztere durch den Druck in dem Material hervorgerufen wird, aus dem der
609 590/306
3 4
Stahlkessel und der Betonkessel bestehen. Die Leitungen 11 und 12 zirkulieren zu lassen, wenn dies
Kurve OABC zeigt das Verhältnis zwischen der Tem- erwünscht ist, und zusätzliches Gas durch eine dieser
peratur und dem Dampfdruck in dem Stahlkessel. Leitungen einzuführen, etwa um einen vorbestimm-
Wenn Druck und Temperatur von kaltem, druck- ten Druck in dem Zwischenraum 3 aufrechtzuerhal-
losem Zustand her erhöht werden, wird der Druck 5 ten, wenn dies erwünscht ist.
zuerst vollständig durch den ■ Stahlkessel aufgenom- Zum Schutz des Betons und der vorgespannten
men, der sich elastisch ausdehnt. Wenn der Druck Seile gegenüber Hitze ist die innere Wand des
und die Temperatur Punkt A erreicht haben, kommt Betonkessels mit Betonblöcken 4 ausgekleidet, die
der gesamte Stahlkessel in Berührung mit dem als Isolation wirken. Die Blöcke sind voneinander
Betonkessel. Die Dehnungsspannung in dem Mate- io durch enge Zwischenräume getrennt, wodurch sie
rial des Stahlkessels wird durch die Linie AH ver- nicht Hitzespannungen ausgesetzt sind. Außerdem
anschaulicht. Während . weiteren Ansteigens des sind Röhren S für Kühlwasser in dem Beton nahe
Druckes und der Temperatur wird der Betonkessel der inneren Wand vorgesehen,
eine weitere Ausdehnung des Stahlkessels verhin- Der Stahlkessel enthält den Reaktorkern 8. Bedern. Diese verhinderte Ausdehnung würde zwei 15 schickungswasser wird durch eine Leitung 6 eingemögliche Ergebnisse liefern. Erstens wird das fort- führt und fließt zuerst aufwärts durch den Reaktorgesetzte Ansteigen des Dampfdruckes entlang der kern, wo es als Moderator wirkt, und danach abKurve AB völlig durch den Betonkessel absorbiert. wärts in den Raum 10 zwischen dem Kern und dem Zweitens ergibt die fortgesetzte thermische Expan- Stahlkessel (s. die Pfeile) und schließlich aufwärts sion in dem Stahlkessel bis zur Arbeitstemperatur t 20 durch die Brennstoffleitungen 9 (von denen der ein Ansteigen bis zu einem äußeren Druck auf den Klarheit halber nur eine dargestellt ist), wo es zum Stahlkessel. Dieser äußere Druck vermindert die Sieden gebracht wird. Der erzeugte Dampf wird Dehnungsspannung in dem Material des Stahlkessels, durch eine Leitung 7 abgezogen. Der normale die durch den inneren Dampfdruck verursacht wird. Wasserspiegel ist bei 13 gezeigt.
Das Ergebnis wird sein, daß die Dehnungsspannung 25 Die Leitungen 6 und 7 für Beschickungswasser in dem Stahl, wie durch Linie AD erläutert, ab- und Dampf sind so dimensioniert, daß sie den genehmen wird. Bei einer Arbeitstemperatur von ^1 samten Arbeitsdruck absorbieren. Diese können dawird daher die Dehnungsspannung in dem Stahl- her im Gegensatz zu dem Stahlkessel selbst durch kessel durch die Linie DF wiedergegeben, während eine nicht Druck absorbierende Isolation, wie z. B. die Dehnungsspannung in dem Betonkessel durch 30 Glaswolle, gegenüber Hitze isoliert werden,
die Linie BD repräsentiert wird. Beim Starten des Reaktors findet eine elastische
eine weitere Ausdehnung des Stahlkessels verhin- Der Stahlkessel enthält den Reaktorkern 8. Bedern. Diese verhinderte Ausdehnung würde zwei 15 schickungswasser wird durch eine Leitung 6 eingemögliche Ergebnisse liefern. Erstens wird das fort- führt und fließt zuerst aufwärts durch den Reaktorgesetzte Ansteigen des Dampfdruckes entlang der kern, wo es als Moderator wirkt, und danach abKurve AB völlig durch den Betonkessel absorbiert. wärts in den Raum 10 zwischen dem Kern und dem Zweitens ergibt die fortgesetzte thermische Expan- Stahlkessel (s. die Pfeile) und schließlich aufwärts sion in dem Stahlkessel bis zur Arbeitstemperatur t 20 durch die Brennstoffleitungen 9 (von denen der ein Ansteigen bis zu einem äußeren Druck auf den Klarheit halber nur eine dargestellt ist), wo es zum Stahlkessel. Dieser äußere Druck vermindert die Sieden gebracht wird. Der erzeugte Dampf wird Dehnungsspannung in dem Material des Stahlkessels, durch eine Leitung 7 abgezogen. Der normale die durch den inneren Dampfdruck verursacht wird. Wasserspiegel ist bei 13 gezeigt.
Das Ergebnis wird sein, daß die Dehnungsspannung 25 Die Leitungen 6 und 7 für Beschickungswasser in dem Stahl, wie durch Linie AD erläutert, ab- und Dampf sind so dimensioniert, daß sie den genehmen wird. Bei einer Arbeitstemperatur von ^1 samten Arbeitsdruck absorbieren. Diese können dawird daher die Dehnungsspannung in dem Stahl- her im Gegensatz zu dem Stahlkessel selbst durch kessel durch die Linie DF wiedergegeben, während eine nicht Druck absorbierende Isolation, wie z. B. die Dehnungsspannung in dem Betonkessel durch 30 Glaswolle, gegenüber Hitze isoliert werden,
die Linie BD repräsentiert wird. Beim Starten des Reaktors findet eine elastische
Wenn die Arbeitstemperatur auf t2 gesteigert wird, Ausdehnung des Stahlkessels statt, bis der gesamte
wird die Dehnungsspannung in dem Stahlkessel, wie Stahlkessel in Berührung mit der inneren Wand des
gesehen, auf EG vermindert, während die Deh- Betonkessels kommt, mit anderen Worten bis der
nungsspannung in dem Betonkessel auf CE ansteigt. 35 Punkte in Fig. 1 erreicht ist. Während des weite-
Bei geeigneter Wahl der Wandstärke in dem Stahl- ren Ansteigens des Druckes und der Temperatur
kessel und der Dicke, des Zwischenraums zwischen wird der Stahlkessel gemäß Linie AD in Fig. 1
dem Stahlkessel und dem Betonkessel ist es möglich, etwas entlastet.
die erwünschte maximale Dehnungsspannung des Der Stahlkessel sollte eine Wand besitzen, die
Stahlkessels während des Arbeitsbeginns und des 40 dick genug ist, um einen wesentlichen Anteil des
Arbeitsendes (s. Linie AH) und die Dehnungs- Druckes des unter Druck stehenden Kühlmittels auf-
spannung des Stahlkessels während normaler Arbeit zunehmen. Der Stahlkessel sollte auch in der Lage
(Linie DF) auszuwählen. sein, sich frei in dem Betonkessel (d. h. bevor
Fig. 2 zeigt einen senkrechten Schnitt durch einen Punkte erreicht ist) auszudehnen. Zur Erleichte-Siedereaktor,
indem schweres Wasser als Kühlmittel 45 rung solch einer freien Ausdehnung ist es vorteil-
und als Moderator verwandt wird. Die Figur ist haft, die Reibung zwischen dem Stahlkessel und dem
stark vereinfacht, indem viele Einzelheiten, die für Betonkessel durch Einbringung eines Schmiermittels
die vorliegende Erfindung nicht von Bedeutung sind, an einer oder an beiden Wänden der beiden Kessel,
weggelassen wurden. Ein äußerer Kessel 1 aus vor- z. B. mit Graphit oder Molybdänsulfid, zu vermingespanntem
Beton, der mit einem Verschluß 14 ver- 50 dem.
sehen ist, enthält einen Stahlkessel 2 mit einem Bei der Konstruktion des Druckkessels nach der
Deckel 15. Der Stahlkessel ruht mit seinem Boden Erfindung ist es wichtig, eine gute Formgleichheit
direkt auf dem inneren Boden des Betonkessels, ist zwischen dem Stahlkessel und dem Betonkessel zu
jedoch im übrigen so dimensioniert, daß ein'Zwi- erreichen. .Um diese Gleichheit zu erreichen, sollte
schenraum3 in kaltem und drucklosem Zustand 55 der. Stählkessel vorzugsweise ein wenig kleiner gezwischen
dem Stahlkessel und dem Betonkessel ge- _ -macht werden als seine Endgröße, wonach der
bildet wird. Der Klarheit halber ist dieser Zwischen-" Betonkessel um den Stahlkessel mit so genauen Ausraum
in der Zeichnung in größerem Maßstab, als in messungen wie möglich herumgebaut wird. Danach
Wirklichkeit gezeichnet. Zwei Röhren 11 und 12 wird der Stahlkessel einem inneren Druck mit HiUe
reichen in den Zwischenraum 3. Durch diese Röhren 60 einer gasbildenden Flüssigkeit ausgesetzt, welcher so
ist es möglich, den Zwischenraums unter geringes hoch ist, daß die Fließgrenze des Stahls überVakuum
zu setzen und Proben des Gases in dem schritten wird. Gleichzeitig wird die Temperatur so
Raum 3 abzuziehen, etwa um zu kontrollieren, daß einreguliert, daß sie auf einer gut definierten Höhe
keine radioaktiven Produkte aus dem Stahlkessel stehenbleibt, die geringer ist als die erwünschte
gesickert sind und außerdem, um ein Durchsickern 65 Arbeitstemperatur. Wenn die Fließgrenze überaus
dem Zwischenraums in das umgebende Gebiet schritten ist, unterliegt der Stahl einer plastischen
durch den Betonkessel zu verhindern. Auch ist es Deformation (Kaltziehen), bis der Stahlkessel sich
möglich, das Gas in dem Zwischenraum 3 durch die bis zu solch einem Ausmaß ausgedehnt hat, daß er
I 221
den Betonkessel ringsum berührt. Danach werden Druck und Temperatur wieder vermindert, was zur
Folge hat, daß der Stahlkessel sich unter elastischer und thermischer Deformation zusammenzieht, so
daß ein klar definierter Hohlraum zwischen dem Stahlkessel und dem Betonkessel erzeugt wird. Wenn
der Druck dann während des Beginns der normalen Arbeitstemperatur erhöht wird, kommt der Stahlkessel
in Berührung mit dem Betonkessel, bevor die Fließgrenze des Stahls erreicht wird. Der Spielraum
bis zu der Fließgrenze wurde dann durch die Temperatur bestimmt, bei der das Kaltziehen vorgenommen
wurde.
Es sollte bemerkt werden, daß die Überführung des Druckes von dem Stahlkessel auf den Betonkessel
vollkommen automatisch infolge der Ausdehnung des Stahlkessels durchgeführt wird. In dem zu
Beginn der Beschreibung erwähnten Reaktor, in dem ein Gas oder eine Flüssigkeit den Druck von dem
inneren zu dem äußeren Kessel überträgt, muß der Druck in diesem Gas oder dieser Flüssigkeit mit
Hilfe einer getrennten Zusatzapparatur reguliert werden.
Um die Verminderung der Wanddicke in dem Stahlkessel und/oder dem Betonkessel zu demonstrieren,
die durch die Erfindung ermöglicht wird, sei folgendes Beispiel gegeben: Ein Reaktor arbeitet
bei einer Temperatur von 298° C und bei einem Druck von 85 bar. Der Durchmesser des Reaktorkessels
beträgt 8 m. Wenn dieser Reaktorkessel als Stahlkessel konstruiert ist, der den gesamten Arbeitsdruck absorbiert, muß er eine Wanddicke von
85 mm besitzen. Wenn der Stahlkessel in einem Betonkessel gelagert ist, der so dimensioniert ist, daß
er den gesamten Arbeitsdruck aufnimmt, muß der Betonkessel eine Wanddicke von 4,6 m besitzen. Obwohl
der Stahlkessel dann völlig von Druck befreit wird, muß er trotzdem eine Wanddicke von annähernd
30 mm besitzen, um überhaupt gehandhabt werden zu können. Wenn statt dessen ein Stahlkessel
nach der Erfindung zur Absorption eines Teils des Arbeitsdruckes benutzt wird, kann der Stahlkessel
einen Druck von etwa 30 bar absorbieren, während der Betonkessel folglich den restlichen
Druck absorbiert. Dieser benötigt eine Dicke von nahezu 3 m für die Wand des Betonkessels.
Der Betonkessel wirkt gleichzeitig als biologischer Strahlenschild für den Reaktor.
Claims (4)
1. Druckbehälter für einen Kernreaktor, der durch ein unter Druck stehendes Strömungsmittel
gekühlt wird, welcher einen inneren und einen äußeren Druckkessel aufweist, deren
Wände sich im drucklosen Zustand in Abstand voneinander befinden, wobei die beiden Druckkessel
gemeinsam in der Lage sind, den Arbeitsdruck des Strömungsmittels zu absorbieren, dadurch gekennzeichnet, daß der innere
Druckkessel so dimensioniert ist, daß er sich während der Druckbelastung elastisch ausdehnt
und dadurch an den äußeren Druckkessel anlegt, der jede weitere Druckerhöhung absorbiert.
2. Druckbehälter nach Anspruch I3 dadurch
gekennzeichnet, daß der innere Druckkessel aus Stahl und der äußere Diuckkessel aus vorgespanntem
Beton besteht.
3. Druckbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise
Röhren für ein Kühlmittel in dem Betonkessel nahe dessen innerer Wand vorgesehen sind.
4. Verfahren zur Herstellung eines definierten Zwischenraums zwischen dem inneren Druckkessel
und dem äußeren Druckkessel des Druckbehälters nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den inneren Druckkessel
kleiner als seine Endgröße dimensioniert, den inneren Druckkessel einem so hohen
inneren Druck aussetzt, daß die Fließgrenze des Stahls überschritten wird, daß man den inneren
Druckkessel sich unter plastischer Deformation bis zur Berührung mit dem äußeren Druckkessel
ausdehnen läßt und schließlich den inneren Druck nachläßt, um eine elastische Kontraktion des inneren
Druckkessels hervorzurufen, wobei diese elastische Kontraktion den erwünschten definierten
Zwischenraum zwischen dem inneren Druckkessel und dem äußeren Druckkessel liefert.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 046 790;
»Kerntechnik«, November 1962, S. 486.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 046 790;
»Kerntechnik«, November 1962, S. 486.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 590/306 7.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
SE917863 | 1963-08-22 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1221370B true DE1221370B (de) | 1966-07-21 |
Family
ID=20276041
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEA46901A Pending DE1221370B (de) | 1963-08-22 | 1964-08-20 | Druckbehaelter fuer einen Kernreaktor |
Country Status (4)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US3356588A (de) |
DE (1) | DE1221370B (de) |
DK (1) | DK117309B (de) |
GB (1) | GB1075476A (de) |
Families Citing this family (5)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
GB1258763A (de) * | 1968-02-23 | 1971-12-30 | ||
DE2338337C3 (de) * | 1973-07-27 | 1978-03-30 | Kraftwerk Union Ag, 4330 Muelheim | Kernreaktoranlage |
JPS5117436Y1 (de) * | 1974-07-23 | 1976-05-11 | ||
DE3030030A1 (de) * | 1980-08-08 | 1982-03-25 | Hochtemperatur-Reaktorbau GmbH, 5000 Köln | Durchfuehrung durch die wand eines spannbetondruckbehaelters |
US4783891A (en) * | 1986-05-22 | 1988-11-15 | Rice Norman B | Relining process for interior surface of a hollow article |
Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1046790B (de) * | 1956-02-29 | 1958-12-18 | Asea Ab | Unterirdische Druckreaktoranlage |
Family Cites Families (5)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2807581A (en) * | 1945-10-11 | 1957-09-24 | Fermi Enrico | Neutronic reactor |
BE548285A (de) * | 1955-05-31 | 1900-01-01 | ||
NL230762A (de) * | 1957-08-22 | |||
US3047485A (en) * | 1957-11-15 | 1962-07-31 | Foster Wheeler Corp | Safety arrangement for neutronic reactors aboard water-sustained craft |
DE1236670B (de) * | 1962-06-06 | 1967-03-16 | Atomenergi Ab | Atomkernreaktor |
-
1964
- 1964-08-17 US US390090A patent/US3356588A/en not_active Expired - Lifetime
- 1964-08-19 GB GB33802/64A patent/GB1075476A/en not_active Expired
- 1964-08-20 DK DK411864AA patent/DK117309B/da unknown
- 1964-08-20 DE DEA46901A patent/DE1221370B/de active Pending
Patent Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1046790B (de) * | 1956-02-29 | 1958-12-18 | Asea Ab | Unterirdische Druckreaktoranlage |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
GB1075476A (en) | 1967-07-12 |
DK117309B (da) | 1970-04-13 |
US3356588A (en) | 1967-12-05 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE1564967A1 (de) | Kernreaktor-Brennelement | |
DE1223466B (de) | Brennstoffelementbuendel fuer bei hoher Temperatur betriebene gasgekuehlte Kernreaktoren | |
DE3619930C2 (de) | ||
DE2531168B2 (de) | Kernreaktoranlage | |
DE2222157A1 (de) | Kernbrennstoffelementanordnung, insbesondere fuer mit schnellen neutronen betriebene kernreaktoren | |
DE1055140B (de) | Atomreaktor | |
DE2518793C3 (de) | Vertikaler Rohrofen für hohen Arbeitsdruck | |
DE1514964C3 (de) | Schneller Leistungsbrutreaktor | |
DE1221370B (de) | Druckbehaelter fuer einen Kernreaktor | |
DE1204345B (de) | Kernreaktor-Brennstoffelement | |
DE1559292A1 (de) | Vorgespannter Beton-Druckbehaelter,insbesondere fuer Kernreaktoren und Verfahren zu seiner Herstellung | |
DE1055141B (de) | Brennstoffelement fuer heterogenen Kernreaktor | |
DE1192337B (de) | Regel- bzw. Spaltstoffstab fuer Kernreaktoren und Verfahren zu seiner Herstellung | |
DE2249690A1 (de) | Sicherheitseinrichtung fuer unter druck stehende anlagen | |
DE1489857B2 (de) | Zufuhroeffnung fuer einen atomkernreaktor | |
DE3226403A1 (de) | Brennelement, verfahren zu seiner herstellung und brennelementbehaelter | |
DE2332598A1 (de) | Verfahren zum betrieb eines wassergekuehlten kernreaktors | |
DE2202268A1 (de) | Neutronenfluss-Messvorrichtung fuer fluessigkeitsgekuehlte Kernreaktoren | |
DE1489950B1 (de) | Notkondensationsanlage fuer dampfgekuehlte Kernreaktoren | |
DE2413424A1 (de) | Kernreaktor mit fluessigkeitskuehlung | |
DE4218023A1 (de) | Brennstab eines Kernreaktors | |
DE1128931B (de) | Brennstoffzelle fuer Kernreaktor | |
DE4433032C1 (de) | Kernreaktor mit Druckbehälter und Wasser als Kühlmittel und Moderator sowie Verfahren zum Betreiben des Kernreaktors | |
DE1514978C (de) | Gasgekühlter, graphitmoderierter Atomkernreaktor | |
DE1614944A1 (de) | Reaktorbrennelemente in Form von Tabletten u.dgl. |