DE1214792B - Verfahren zur Messung des spezifischen Widerstands einer auf einen Halbleiterkoerper geringen spezifischen Widerstands aufgebrachten Halbleiterschicht sowie Anordnung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Messung des spezifischen Widerstands einer auf einen Halbleiterkoerper geringen spezifischen Widerstands aufgebrachten Halbleiterschicht sowie Anordnung zur Durchfuehrung des VerfahrensInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
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Int. Cl.:
HOIl
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T 22794 VIII c/21 g
28. September 1962
21. April 1966
28. September 1962
21. April 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Messung des spezifischen Widerstandes einer auf einen
Halbleiterkörper geringen spezifischen Widerstands aufgebrachten Halbleiterschicht.
Auf dem Gebiet der Halbleitertechnik besteht häufig das Problem, die elektrischen Eigenschaften,
insbesondere die Störstoffkonzentration von dünnen Halbleiterschichten, zu messen. Die Störstoffkonzentration
kann durch Messung des spezifischen Widerstands ermittelt werden. Zur Messung des spezifischen
Widerstands dünner Schichten ist die Vierpunktsondenmethode bekannt, bei welcher an vier Punkten
auf die dünne Schicht Sonden aufgesetzt werden, zwischen denen die Spannungsabfälle auf Grund eines
in der Schichtebene fließenden Stroms gemessen werden. Diese Vierpunktsondenmethode versagt aber,
wenn die Schicht auf einen Trägerkörper mit sehr geringem spezifischem Widerstand aufgebracht ist, weil
dann der Trägerkörper die Schicht zwischen den Sonden praktisch kurzschließt. Diese Voraussetzungen
bestehen oft bei der Herstellung von Transistoren, Dioden und anderen Halbleiterbauelementen,
bei der oft sehr dünne Halbleiterschichten auf einem Halbleiterkörper des gleichen Leitungstyps und mit ■
wesentlich kleinerem spezifischem Widerstand gebildet werden müssen.
Andere bekannte Verfahren erfordern eine genaue Kenntnis des geometrischen Aufbaues des Meßobjekts;
auch diese Bedingung ist bei der Herstellung von Halbleiterbauelementen oft nicht zu erfüllen.
Das Ziel der Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens, mit welchem der spezifische Widerstand
einer Halbleiterschicht gemessen werden kann, die auf einen Halbleiterkörper geringen spezifischen
Widerstands aufgebracht ist, ohne daß die genaue Kenntnis des geometrischen Aufbaues der Halbleiterschicht
oder des Halbleiterkörpers erforderlich ist.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß der Widerstand des Halbleiterkörpers mit der
Schicht mit Hilfe einer Impedanzmeßbrücke zunächst bei einer ersten Temperatur bestimmt wird und daß
anschließend die Temperatur des Meßobjekts so weit geändert wird, bis sich die Brücke bei einer zweiten,
von der ersten verschiedenen Temperatur wieder im Abgleich befindet, und daß dann aus der gemessenen
Temperaturdifferenz, die für ein bestimmtes Halbleitermaterial nur von dessen Störstellenkonzentration
abhängt, auf Grand eines Vergleichs mit Proben bekannten Widerstands der spezifische Widerstand
bestimmt wird.
Das Verfahren nach der Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß sich der spezifische Widerstand von
Verfahren zur Messung des spezifischen
Widerstands einer auf einen Halbleiterkörper
geringen spezifischen Widerstands aufgebrachten Halbleiterschicht sowie Anordnung zur
Durchführung des Verfahrens
Widerstands einer auf einen Halbleiterkörper
geringen spezifischen Widerstands aufgebrachten Halbleiterschicht sowie Anordnung zur
Durchführung des Verfahrens
Anmelder:
Texas Instruments Incorporated, Dallas, Tex.
(V. St. A.)
(V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Prinz, Dr. rer. nat. G. Hauser
und Dipl.-Ing. G. Leiser, Patentanwälte,
München-Pasing, Ernsberger Str. 19
und Dipl.-Ing. G. Leiser, Patentanwälte,
München-Pasing, Ernsberger Str. 19
Als Erfinder benannt:
James Robert Biard, Richardson, Tex.;
Stacy Bennet Watelski, Dallas, Tex. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 2. Oktober 1961
(142336)
V. St. v. Amerika vom 2. Oktober 1961
(142336)
Halbleitermaterial und damit auch der Gesamtwiderstand einer Halbleiterschicht in Abhängigkeit von der
Temperatur nach einer Kurve ändert, die durch ein Maximum geht, so daß jeweils bei zwei verschiedenen
Temperaturen zu beiden Seiten der dem Maximum entsprechenden Temperatur, der gleiche spezifische
Widerstand besteht. Diese Kurven sind für verschiedene Halbleiterstoffe und verschiedene Störstoffkonzentrationen
jeweils verschieden.
Wenn man den Brückenabgleich stets bei einer festgelegten ersten Temperatur herstellt, so ist die
zweite Temperatur, bei welcher wieder der Brückenabgleich erhalten wird, jeweils nur von dem Halbleitermaterial
der Schicht und dessen Störstoffkonzentration abhängig. Es genügt daher, mit bekannten
Vergleichsproben einmal die verschiedenen zweiten Temperaturen für verschiedene Störstoffkonzentrationen
zu messen; man erhält daraus eine Tabelle oder ein Diagramm, woraus nach jeder Messung unmittelbar
die Störstoffkonzentration oder der spezifische Widerstand der Halbleiterschicht entnommen
werden kann, völlig unabhängig von der Form und den Abmessungen der Halbleiterkörper.
609 559/312
Eine Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer an die Impedanz des
zu messenden Halbleiters angepaßten Impedanzmeßbrücke und Einrichtungen zum Abgleichen der
Brücke enthält nach der Erfindung eine Einrichtung zum Einstellen von verschiedenen Temperaturen des
Meßobjekts.
Vorzugsweise enthält diese Anordnung eine Einrichtung zur Anzeige des spezifischen Widerstands in
Abhängigkeit von der Temperatur des Meßobjekts beim zweiten Abgleich der Impedanzmeßbrücke.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielshalber erläutert. Darin zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines dünnen
Halbleiterfilms, der auf einem Körper mit geringem spezifischem Widerstand angebracht ist, sowie der
zugehörigen elektrischen Anschlüsse,
F i g. 2 ein elektrisches Ersatzschaltbild der Anordnung
nach F i g. 1,
F i g. 3 ein anderes elektrisches Ersatzschaltbild der Anordnung von Fig. 1,
F i g. 4 eine graphische Darstellung des spezifischen
Widerstands als Funktion der Temperatur für p-Germanium mit verschiedenen StörstofEkonzentrationen,
Fig.5 ein Blockschema der erfindungsgemäßen Meßanordnung,
Fi g. 6 ein Diagramm zur Eichung der Anordnung
von Fig. 5,
F i g. 7 ein elektrisches Schaltbild einer vereinfachten Impedanzbrücke,
F i g. 8 eine andere Anordnung eines dünnen HaIbleiterfilms,
der auf einem Körper mit geringem spezifischem Widerstand angebracht ist, sowie der zugehörigen
elektrischen Anschlüsse und
F i g. 9 eine Schnittansicht eines dünnen Halbleiterfilms,
der auf einem Körper mit geringem spezifischem Widerstand angebracht ist, wobei ein Teil des
Films in einem sehr spitzen Winkel schräg angeschliffen ist.
Die F i g. 1 zeigt eine (nicht unbedingt maßstabsgerechte) Ansicht eines sehr dünnen, einkristallinen
Halbleiterfilms 2, der auf der Oberfläche eines Halbleiterkörpers 4 von sehr geringem spezifischem Widerstand
und dem gleichen Leitfähigkeitstyp wie der Film aufgetragen oder gewachsen ist. Bei der Herstellung
von Transistoren ist der Film 2 gewöhnlich sehr dünn, in der Größenordnung von einigen Mikron,
während der Halbleiterkörper 4 normalerweise im Vergleich dazu sehr dick ist, beispielsweise in der
Größenordnung von einigen Hundertstelmillimetern. Ferner ist es erwünscht, daß der Halbleiterkörper 4
einen außerordentlich niedrigen spezifischen Widerstand hat (beispielsweise etwa 0,002 Ohm · cm für
p-Germanium), so daß dadurch mit dem Transistorsystem kein merklicher Widerstand in Reihe liegt.
Dagegen ist der spezifische Widerstand des dünnen Films 2 üblicherweise in der Größenordnung von
mehreren Zehntem Ohm · cm oder höher und beträgt in einigen Fällen sogar mehrere Ohm · cm.
Nachdem der Film auf der Oberfläche des Halbleiterkörpers 4 gebildet oder gewachsen ist, ist es erwünscht,
den spezifischen elektrischen Widerstand des Films zu kennen, der wiederum ein Maß für die
in dem Film vorhandene Störstoffkonzentration ist. Solche Messungen sind beim Entwurf und der Herstellung
von Transistoren sehr nützlich, weil es dadurch möglich ist, das Aufbringen des Films zuverlässig
so durchzuführen, daß die gewünschten Widerstandswerte erhalten werden. Die herkömmlichen
Verfahren zur Messung des spezifischen Widerstands von Filmen sind jedoch für diesen Fall ungeeignet.
Wenn beispielsweise eine Vierpunktsondenmethode angewendet wird, schließt der niederohmige Körper 4
den Widerstand kurz, welchen der Film 2 normalerweise zeigen würde. Dies ist aus dem schematischen
Schaltbild von Fig. 2 erkennbar, da die Vierpunktsondenmethode
mit dem Strom arbeitet, welcher in
ίο seitlicher Richtung durch den Film !hindurchgeht,
sowie mit dem in dieser Richtung auftretenden entsprechenden Spannungsabfall. Wegen der Kurzschlußwirkung
des Widerstands 4' des Halbleiterkörpers 4, der parallel zu dem Widerstand 2' des Films 2
liegt, kann mit der Vierpunktsonde kein merklicher Spannungswert in der Querrichtung des Films festgestellt
werden. Wenn der Strom dagegen in der Richtung der Dicke durch den Film 2 und durch den
Halbleiterkörper 4 hindurchgeht, trägt der Widerstand 4" des Halbleiterkörpers in dieser Kombination
nur sehr wenig ibei, während fast der gesamte Widerstand der Kombination durch den Widerstand 2' des
Halbleiterfilms hervorgerufen wird. Dies ist aus dem schematischen Schaltbild von Fig. 3 erkennbar, und
diese Tatsache wird bei der Erfindung ausgenutzt, wie nachstehend erläutert wird.
Die F i g. 4 zeigt ein Diagramm des spezifischen Widerstands (Ordinate) als Funktion der Temperatur
(Abszisse) für p-Germanium mit verschiedenen Stör-Stoffkonzentrationen. Die mit dem Bezugszeichen 20
bezeichnete Kurve gilt für p-Germanium mit etwa 2 · 10ια p-Störstellen je Kubikzentimeter, wobei der
spezifische Widerstand ein Maximum 23 von etwa 0,37 Ohm · cm bei etwa 157° C erreicht. Wenn ein
Bezugspunkt 22 gewählt wird, der beispielsweise bei Raumtemperatur (27° C) liegt, beträgt der entsprechende
spezifische Widerstand etwa 0,195 Ohm · cm. Bei einer Erhöhung der Temperatur des Halbleiterkörpers
steigt der spezifische Widerstand zunächst an, aber er kehrt bei etwa 214° C zu dem Wert des
Bezugspunktes zurück, wie durch das Bezugszeichen 24 angedeutet ist. Für höhere Störstoffkonzentrationen
tritt das Maximum des spezifischen Widerstands bei höheren Temperaturen auf, wie durch die
Kurve 30 für Germanium mit etwa 1019 Störstellen je Kubiszentimeter dargestellt ist. Außerdem nimmt
die prozentuale Änderung des spezifischen Widerstands als Funktion der Temperatur ab, wenn die
Störstoffkonzentration erhöht wird. Ähnliche Kurven können für η-Germanium, p-Silizium, η-Silizium und
andere Halbleiter erhalten werden.
Bei der Erfindung wird die Erscheinung ausgenutzt, daß der spezifische Widerstand von Halbleitern'
bei einer bestimmten Temperatur einen Höchstwert erreicht, wobei das Maximum des spezifischen Widerstands
und die Temperatur, bei welcher das Maximum auftritt, von dem Halbleitermaterial, dem Störstoff
und der Störstoffkonzentration abhängen. Die zu messende Halbleiterprobe wird elektrisch in einen
Zweig einer Impedanzbrücke eingeschaltet, und die Brücke wird abgeglichen, während die Temperatur
des Halbleiters auf einer Bezugstemperatur gehalten wird, die unter der Temperatur liegt, bei welcher der
maximale spezifische Widerstand auftritt. Dann wird die Probe auf eine Temperatur erhitzt, die um so viel
größer als die Temperatur des maximalen spezifischen Widerstands ist, daß die Brücke wieder abgeglichen
ist. Wie nachstehend noch beschrieben wird, können
5 6
der spezifische Widerstand und die Störstoffkonzen- Zuleitungen aus Metall oder einer Metallegierung antration
der unbekannten Probe aus diesem. Verfahren gebracht, und das Plättchen wird über diese Zuleides
Abgleichens und Wiederabgleichens bestimmt tungen in einen Zweig der Wechselstrombrücke 44
werden. eingeschaltet (die von den Zuleitungen gebildeten
Da die Funktion der verwendeten Meßanordnung 5 ohmschen Anschlüsse müssen so erfolgen, daß ein
im wesentlichen eine Impedanzmessung ist und da fester ohmscher Anschluß an dem Plättchen auch
ferner die dadurch erhaltene Information in be- noch bei der höchsten Temperatur besteht, welcher
stimmte Werte des spezifischen Widerstands oumge- das Plättchen während des Meßvorganges ausgesetzt
setzt werden muß, muß ein eindeutiger Zusammen- ist). Eine (nicht dargestellte) geeignete Energiequelle
hang zwischen dem absoluten Widerstand des Films io liefert dem Metallstreifen 52 die Energie zum Erwär-
und dem spezifischen Widerstand bestehen. Aus men des Plättchens. Die Energiezufuhr wird so ein-Zweckmäöigkeitsgründen
werden daher bei der zuerst gestellt, daß das Temperaturüberwachungsgerät 42 beschriebenen Ausführungsform der Erfindung nur auf der Skala 56 die richtige Bezugstemperatur anHalbleiter
mit gleichförmiger Störstoffkonzentration zeigt, für welche der spezifische Widerstand des Halbin
Betracht gezogen; bei den anderen Ausführungs- 15 leiterplättchens bekannt ist, biespielsweise Raumformen
besteht diese Einschränkung nicht. In der temperatur. Wenn dies erreicht ist, wird die Wechseleinfachsten Form dienen das Verfahren und die An- strombrücke abgeglichen. Der Abgleichzustand der
Ordnung nach der Erfindung nur zur Messung von Wechselstrombrücke 44 wird durch den Oszillo-Filmen,
die eine gleichförmige Störstoffkonzentration graphen 46 in folgender Weise angezeigt: Die Ein-
und somit auch einen gleichförmigen spezifischen ao gangsklemmen für die Vertikalablenkung des Oszillo-Widerstand
über ihre ganze Ausdehnung haben. graphen werden beispielsweise in üblicher Weise an
Ferner arbeiten die Anordnung und das Verfahren die Wechselstrombrücke so angeschlossen, daß sie
nach der Erfindung mit der größten Genauigkeit, den Nullstrom der Brücke anzeigen. Die Eingangswenn die unbekannte Halbleiterprobe nur mit Stör- klemmen für die Horizontalablenkung des Oszillostoffen
dotiert ist, die einen einzigen Leitfähigkeits- 25 graphen werden mit den beiden Anschlußleitern des
typ bestimmen, während keine Störstoffe vorhanden Halbleiterplättchens verbunden, da das Halbleitersind,
welche den entgegengesetzten Leitfähigkeitstyp plättchen der unbekannte Widerstand in der Wechselhervorrufen
oder hervorzurufen suchen und dadurch strombrücke ist. Der Oszillograph zeigt daher den
die Wirkung der Störstoffe des ersten Typs kompen- beim Fehlabgleich durch die Brücke gehenden Strom
sieren. Die nachstehend beschriebenen Anordnungen 30 als Funktion einer Spannung, die entweder gleich-
und Verfahren können zwar auch zur Bestimmung phasig oder gegenphasig zu dem Strom ist, wobei die
des spezifischen Widerstands von Proben aus korn- Phase von der Richtung des Fehlabgleichs der Brücke
pensiertem Halbleitermaterial verwendet werden, wie abhängt. Somit wird auf dem Oszillographen eine
noch beschrieben wird, doch soll die Erfindung zu- Linie 57 dargestellt, deren Neigung von dem Grad
nächst in Verbindung mit der bevorzugten Ausfüh- 35 des Abgleichfehlers der Brückenschaltung abhängt,
rungsform erläutert werden, die sich auf eine Halb- Wenn die Temperatur des Halbleiterplättchens auf leiterprobe bezieht, welche nur mit Störstoffen eines die entsprechende Bezugstemperatur eingestellt ist, einzigen Leitfähigkeitstyps gleichförmig dotiert ist. wird die Brücke dadurch abgeglichen, daß die darin Zur Vereinfachung der Beschreibung soll auf p-Ger- enthaltenen Impedanzen verstellt werden, bis die gemanium Bezug genommen werden, obgleich die An- 40 rade Linie 57 auf dem Oszillographen genau waageordnung und das Verfahren bei jedem beliebigen recht liegt. Dann wird das Plättchen erwärmt, bis Halbleiter angewendet werden können. seine Temperatur den Punkt erreicht, in welchem der
rungsform erläutert werden, die sich auf eine Halb- Wenn die Temperatur des Halbleiterplättchens auf leiterprobe bezieht, welche nur mit Störstoffen eines die entsprechende Bezugstemperatur eingestellt ist, einzigen Leitfähigkeitstyps gleichförmig dotiert ist. wird die Brücke dadurch abgeglichen, daß die darin Zur Vereinfachung der Beschreibung soll auf p-Ger- enthaltenen Impedanzen verstellt werden, bis die gemanium Bezug genommen werden, obgleich die An- 40 rade Linie 57 auf dem Oszillographen genau waageordnung und das Verfahren bei jedem beliebigen recht liegt. Dann wird das Plättchen erwärmt, bis Halbleiter angewendet werden können. seine Temperatur den Punkt erreicht, in welchem der
Die F i g. 5 zeigt ein Blockschema der Anordnung, spezifische Widerstand wieder auf den gleichen Wert
welche zur Durchführung der Messungen nach der wie bei der Bezugstemperatur zurückgekehrt ist; wäh-Erfindung
verwendet wird. Der Halbleiter 48, dessen 45 rend der Erwärmung steigt der spezifische Widerspezifischer Widerstand gemessen werden soll, wird stand des Plättchens an, geht durch ein Maximum
in einer Temperaturkammer 40 angeordnet, in der und kehrt dann zu diesem Punkt zurück. Es ist offenein
Thermoelement 50 so angebracht ist, daß es die sichtlich, daß die gerade Linie auf dem Oszillo-Temperatur
des Halbleiterkörpers genau mißt. Ein graphen eine größte Neigung annimmt und dann
Temperaturüberwachungsgerät 42 mit direkt zeigen- 50 wieder in die horizontale Lage zurückkehrt, entder
Skala 56 dient zur Anzeige der Temperatur des sprechend dem Anstieg des spezifischen Widerstands
Halbleiterkörpers. Wie später noch erläutert wird, ist und seiner nachfolgenden Rückkehr zu dem Wert
der Halbleiterkörper 48 in einen Zweig einer Wech- bei der Bezugstemperatur. Wenn die Linie 57 wieder
selstrom-Impedanzbrücke 44 eingeschaltet, und ein in die waagerechte Lage zurückgekehrt ist, wird die
Oszillograph 46 dient als Nullanzeigegerät für die 55 von dem Überwachungsgerät 42 angezeigte Tempe-Brücke.
ratur aufgezeichnet. Dieses Verfahren wird mit der
Mehrere Plättchen aus p-Germanium mit verschie- in der F i g. 5 gezeigten Anordnung. mit mehreren
denen Störstoffkonzentrationen, die jeweils einen be- einzelnen Halbleiterplättchen mit verschiedenen
kannten spezifischen Widerstand bei einer Bezugs- Störstoffkonzentrationen durchgeführt, so daß die in
temperatur, beispielsweise Raumtemperatur, haben, 60 der F i g. 6 gezeigte Kurve gezeichnet werden kann,
dienen zur Eichung der Anordnung von Fig. 5. Die welche den Wert des spezifischen Widerstands bei
Plättchen werden getrennt in der Temperaturkammer der Bezugstemperatar in Abhängigkeit von der er-
40 auf einem Metallstreifen 52 befestigt, der zum höhten Temperatur zeigt, bei welcher der spezifische
Aufheizen des Halbleiters dient. Das Thermoelement Widerstand wieder auf den gleichen Wert wie bei der
50 wird in nächster Nähe des Halbleiters so ange- g- Bezugstemperatar zurückgekehrt ist. Die Ordinate
bracht, daß es dessen Temperatur mittels des Tem- des Diagramms von F i g. 6 zeigt die spezifischen
peraturüberwachungsgeräts 42 genau anzeigt. An dem Widerstände der verschiedenen zur Eichung des Ge-
Halbleiterplättchen werden im Abstand Kontakte mit räts verwendeten Plättchen bei der Bezugstempe-
ratur, und die Abszisse stellt die erhöhten Temperaturen dar, bei welchen der spezifische Widerstand der
einzelnen Plättchen auf den gleichen Wert wie bei der Bezugstemperatur zurückgekehrt ist. Jeder Punkt
der Kurve liefert eine Information für eine Halbleiterprobe mit einer anderen Störstoffkonzentration.
Diese Kurve dient zur Bestimmung des spezifischen Widerstands des zu messenden unbekannten dünnen
Halbleiterfilms.
Folgende Bemerkung ist wichtig: Sobald der Wiederabgleich der Brücke auf dem Oszillographen
angezeigt ist, ist der spezifische Widerstand der in der Messung befindlichen Probe bestimmt. Für die
bekannten Proben ist dies eine Anzeige dafür, daß der spezifische Widerstand wieder gleich dem spezifischen
Widerstand bei der Bezugstemperatur ist. Eine Kenntnis des geometrischen Aufbaues der in
der Messung befindlichen Probe ist daher nicht erforderlich. Ferner ist es bedeutungslos, ob die Probe
einen hohen oder einen niedrigen Gesamtwiderstand hat, der daher nicht bekannt zu sein braucht, denn
der spezifische Widerstand der Probe ist ausschließlich eine Funktion einer erhöhten Temperatur, wenn
die Probe einen dem Wert bei der erhöhten Temperatur gleichen spezifischen Widerstand bei einer und
nur bei einer anderen Bezugstemperatur besitzt. Auf Grund dieser Tatsachen ist die einzige Messung, die
mit der Anordnung durchgeführt werden muß, die Feststellung der Temperatur, bei welcher der Wiederabgleich
der Brücke eintritt.
Sobald die Anordnung von Fig. 5 mit Halbleiterplättchen,
deren spezifische Widerstände bei der Bezugstemperatur bekannt sind, geeicht worden ist,
kann der spezifische Widerstand eines unbekannten Halbleiterplättchens aus dem gleichen Halbleitermaterial
festgestellt werden. Mit der unbekannten Probe wird genau das gleiche Verfahren durchgeführt,
das mit den bekannten Proben vorgenommen wurde, und sobald der Wiederabgleich angezeigt wird, wird
die Temperatur festgehalten, bei welcher der Wiederabgleich eingetreten ist. Diese Temperatur wird auf
der Abszisse des Diagramms von F i g. 6 aufgesucht, und der entsprechende spezifische Widerstand bei
der Bezugstemperatur wird an der Ordinate des Diagramms abgelesen.
Das gleiche Verfahren wie für die Messung des spezifischen Widerstands von Halbleiterplättchen
wird zur Messung des spezifichen Widerstands eines dünnen Halbleiterfilms angewendet, der auf einer
Unterlage aus Metall oder Halbleitermaterial mit geringem spezifischem Widerstand epitaktisch abgeschieden
ist.
Es ist wichtig, die folgenden Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Anbringung der elektrischen Anschlüsse
an dem dünnen Halbleiterfilm und hinsichtlich des zugehörigen geometrischen Aufbaues zu beachten,
damit die größte Genauigkeit beim Betrieb der Anordnung von F i g. 5 erhalten wird. Die wesentliche
Funktion der Anordnung von F i g. 5 ist die Messung des wirklichen Widerstands und nicht des
spezifischen Widerstands mit Hilfe eines Brückenabgleichs; obgleich die Anordnung auf den wirklichen
Widerstand anspricht, ist die einzige Information, die zur Bestimmung des spezifischen Widerstands
des Films benötigt wird, die Temperatur, bei welcher der Wiederabgleich eintritt, wie zuvor erläutert worden ist. Das mit der Anordnung erzielte
Ergebnis hängt', aber davon ab, daß sich nur der spezifische Widerstand der zu messenden Probe als
Funktion der Temperatur ändert. Der Film 2 von Fig. 1 ist ein Beispiel für eine zu messende Probe,
und es ist wichtig, daß der spezifische Widerstand des Körpers 4 bei einer Temperaturänderung im
wesentlichen konstant bleibt. In den meisten Fällen ist dies gewährleistet, weil der spezifische Widerstand
dieses Körpers im Vergleich zu demjenigen des Films sehr niedrig ist (entsprechend einer hohen Störstoff-
HJ konzentration). Temperaturänderungen haben daher
in dem Körper 4 nur eine unbedeutende Änderung des spezifischen Widerstands zur Folge, wie aus den
Kurven für hohe Störstoffkonzentrationen in der Fig. 4 erkennbar ist. Wenn dies nicht der Fall wäre,
XS würde die Anordnung eine zusammengesetzte Information
sowohl über den Körper 4 als auch über den Film 2 liefern, und es wäre schwieriger, die Widerstandswerte
der beiden Teile zu trennen. Von großer Bedeutung ist die Tatsache, daß der Gesamtwiderstand
des Körpers 4 und derjenige des Films 2 vergleichbar sein können, ohne daß dadurch die Genauigkeit
der Messung des spezifischen Widerstands des Films beeinträchtigt wird. Dies gilt, solange der
spezifische Widerstand des Körpers 4 sich nicht merk-
äs lieh in Abhängigkeit von der Temperatur ändert, weil
dann lediglich der spezifische Widerstand des Films bewirkt, daß während der Messung die Brücke außer
Abgleich gebracht und dann wieder abgeglichen wird, wobei der spezifische Widerstand des Films aus-
3CS schließlich eine Funktion der Temperatur ist, bei
welcher der Wiederabgleich eintritt.
Damit der Film in einen Zweig der Impedanzbrückenschaltung eingeschaltet werden kann, müssen
geeignete elektrische Kontakte an dem Film 2 und an dem Körper 4 angebracht werden. In der Fig. 7, in
welcher die Bezugszeichen mit einem Indexstrich schematisch die elektrischen Ersatzwiderstände der
Teile von Fig. 1 bezeichnen, ist eine vereinfachte Brückenschaltung (nur zum Zweck der Erläuterung)
4Q mit vier Impedanzzweigen dargestellt, von denen ein
Zweig die unbekannte Probe enthält. Dieser Zweig der Brückenschaltung enthält in Serie den Widerstand
2' des Halbleiterfilms 2, den Widerstand 4' des Halbleiterkörpers 4, den Widerstand 6' der zum Film 2
führenden elektrischen Anschlußleitung 6, den Widerstand 8' einer elektrischen Anschlußleitung 8 sowie
jeden weiteren Widerstand 10', der zwischen den elektrischen Anschlußleitungen 6 und 8 liegen kann.
Die Vertikalablenkplatten des Oszillographen werden an die Klemmen 12 und 12' der Nulldiagonale der
Brücke angeschlossen, so daß sie den Nullstrom messen, und die Horizontalablenkplatten des Oszillographen
sind an die Klemmen 14 und 14' der unbekannten Impedanz angeschlossen,' so daß sie den
SS Spannungsabfall an dieser messen. Eine Wechselstromquelle
16 ist in der dargestellten Weise an die Brückenschaltung angeschlossen.
Beim Anbringen der elektrischen Anschlußleitung 6 an dem Film 2 in der in der F i g. 1 gezeigten Weise
muß darauf geachtet werden, daß ein ohmscher Kontakt zwischen diesen Teilen hergestellt wird. Die
gleiche Vorsichtsmaßnahme muß beim Anbringen einer elektrischen Anschlußleitung an dem Körper 4
beachtet werden. Diese Kontakte müssen ferner in der Lage sein, die höchsten Temperaturen auszuhalten,
denen die Anordnung von Fig. 1 während des Meßvorgangs ausgesetzt wird. Aus Zweckmäßigkeitsgründen
kann der Körper 4 auf einem üblichen
Transistorsockel 10 angebracht werden, an dem eine elektrische Anschlußleitung 8 vorgesehen ist.
Es sind ferner gewisse Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der geometrischen Anordnung der Anschlußleitung
6, des Films 2 und des Körpers 4 der Anordnung von F i g. 1 zu beachten. In den meisten Fällen
sind die Flächenabmessungen des Films 40 und des Halbleiterkörpers 42 gleich, Bei einer Anschlußleitung
6 mit kreisförmigem Querschnitt sollte der Durchmesser der Anschlußleitung an die Berührungs- iq
stelle mit dem Film 2 klein gegen die Dicke des Halbleiterkörpers sein, damit die Anordnung die größte
Meßgenauigkeit ergibt. Ferner ist es erwünscht, wenn auch wegen der geringen Dicke des Films 2 nicht
immer möglich, daß der Durchmesser der Anschlußleitung 6 klein gegen die Dicke des Films ist. Wenn
wenigstens die erste dieser beiden Bedingungen erfüllt ist, zeigt der Strom beim Durchgang durch den
Körper 4 einen gewissen Ausbreitungseffekt. Dadurch trägt der Körper 4 noch weniger zu dem Gesamtwiderstand
des Stromweges bei, so daß der Widerstand des Körpers 4 gegenüber demjenigen des Films 2
vernachlässigbar ist. Obgleich es, wie bereits zuvor angegeben wurde, unerheblich ist, ob der Gesamtwiderstand
des Körpers 4 groß ist, solange sich dessen spezifischer Widerstand nicht in Abhängigkeit von
der Temperatur ändert, kann doch auch bei einer geringfügigen Änderung des spezifischen Widerstands
des Körpers 4 noch eine gute Meßgenauigkeit erreicht werden, wenn der Gesamtwiderstand dieses Körpers
klein gegen denjenigen des Films 2 ist.
Wie die F i g. 7 zeigt, ist die Anordnung von F i g. 1 über die Leitungen 6 und 8 elektrisch in den einen
Zweig der Brücke eingeschaltet. Der Transistorsockel 10 dient als bequemes Mittel zur Wärmeübertragung g§
von dem Heizstreifen zu dem Film. Der Heizstreifen 52 wird so eingestellt, daß der Film 2, der Körper 4
und der Sockel 10 auf die Bezugstemperatur gebracht werden, und die Brücke wird dann abgeglichen. Dann
wird die Anordnung auf eine erhöhte Temperatur erwärmt, bei welcher die Brücke wieder zum Abgleich
kommt. Dies erfolgt durch entsprechende Einstellung des Heizstromes. Wenn die Temperatur die Wiederabgleichtemperatur
überschreitet, zeigt die gerade Linie auf dem Oszillographen eine negative Neigung.
Wenn die Temperatur unter der Wiederabgleichtemperatur liegt, hat die Linie eine positive Neigung.
Es ist somit erkennbar, daß der Oszillograph nicht nur den Abgleichzustand dadurch anzeigt, daß die
Linie genau horizontal liegt, sondern außerdem anzeigt, ob die Temperatur der Probe über oder unter
der Wiederabgleichtemperatur liegt.
Die Wiederabgleichtemperatur wird an dem Überwachungsgerät 42 abgelesen und auf der Abszisse der
Kurve von F i g. 6 aufgesucht. Dann kann der ent- 5s
sprechende spezifische Widerstand bei der Bezugstemperatur direkt an der Ordinate der Kurve abgelesen
werden. Dadurch ist der spezifische Widerstand des Halbleiterfilms 2 bei der Bezugstemperatur ermittelt.
Da die zur Aufstellung der Kurve von F i g. 6 verwendeten bekannten Proben bekannte Störstoffkonzentrationen
haben, kann auch die Störstofrkonzentration der unbekannten Probe bestimmt
werden.
Bei der Bestimmung des spezifischen Widerstands einer unbekannten Probe bei einer Bezugstemperatur
ist es wichtig, daß die zur Eichung der Anordnung verwendeten bekannten Proben aus dem gleichen
Halbleitermaterial wie die unbekannte Probe bestehen. Ferner muß während der gesamten Eichung
und während der Messung der unbekannten Probe die gleiche Bezugstemperatur verwendet werden. Aus
Zweckmäßigkeitsgründen kann die Skala 56 des Temperaturüberwachungsgeräts 42 entweder in Einheiten
des spezifischen Widerstands oder in Einheiten des spezifischen Widerstands und der Temperatur für
ein bestimmtes Halbleitermaterial und eine bestimmte Bezugstemperatur geeicht werden, so daß der unbekannte
spezifische Widerstand direkt an diesem Gerät abgelesen werden kann, ohne daß die Kurve von
F i g, 6 benötigt wird.
Die F i g. 8 zeigt eine Sehnittansicht einer anderen
Anordnung, welche in Verbindung mit dem Verfahren und der Anordnung nach der Erfindung verwendet
werden kann, In diesem Fall ist keine Anschlußleitung an dem Sockel 10 angebracht, sondern
an der Oberfläche des Films 2 sind im Abstand voneinander zwei Anschlußleitungen 6 und 11 angeordnet,
wobei die zuvor angegebenen Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Anbringung der Anschlußleitungen
an dem Film beachtet werden. Der Strom aus der einen Leitung geht direkt durch den Film
zu dem Körper 4 und von dort wieder durch, den Film zu der anderen Anschlußleitung zurück. Der
niederohmige Körper 4 stellt einen Kurzschluß für den Querwiderstand des Films zwischen den Kontakten
6 und 11 dar. Daher sind die mit dieser Anordnung erzielten Ergebnisse denjenigen gleichwertig,
die mit der Anordnung von F i g. 1 erhalten werden.
Das zuvor beschriebene Verfahren und die zugehörige Anordnung eignen sich zwar besonders zur
Bestimmung des spezifischen Widerstands eines dünnen Halbleiterfilms, der auf einer Unterlage aus
Metall oder einem niederohrnigen Halbleitermaterial des gleichen Leitfähigkeitstyps epitaktisch aufgebracht
ist; es eignet sich jedoch in gleicher Weise für entsprechende Messungen an dünnen oder dicken
Plättehen aus Halbleitermaterial, die nicht auf eine niederohmige Unterlage aufgebracht und durch diese
elektrisch kurzgeschlossen werden, wie sich aus den zuvor beschriebenen Messungen an den bekannten
Proben zum Zwecke der Eichung ergibt. Zur Erzielung bester Ergebnisse soll sich nur der spezifische
Widerstand der unbekannten Probe in Abhängigkeit von der Temperatur ändern. Ferner ergibt sich die
größte Genauigkeit in der Messung des spezifischen Widerstands und der Störstoffkonzentration dann,
wenn nur Proben verwendet werden, welche über ihre gesamte Ausdehnung eine gleichförmige Störstoffkonzentration
haben und deren Störstellen nicht ganz oder teilweise durch Störstoffe des entgegengesetzten
Leitfähigkeitstyps kompensiert sind.
Das beschriebene Verfahren und die zu seiner Durchführung dienende Anordnung können jedoch
auch zur Ermittlung des Profils von Proben verwendet werden, deren spezifischer Widerstand entlang
einer durch die Probe gehenden Achse ungleichförmig ist. Wenn beispielsweise ein Halbleiterplättchen einen
gleichförmigen spezifischen Widerstand entlang der Dickenachse und einen ungleichförmigen spezifischen
Widerstand in einer senkrecht zur Dickenachse stehenden Ebene hat, kann das Profil des spezifischen
Widerstands über die gesamte Fläche dadurch erhalten werden, daß das gleiche Verfahren und die
gleiche Anordnung in der zuvor beschriebenen Weise angewendet werden, wobei Ablesungen an jeder ge-
609 559/312
wünschten Zahl von getrennten Stellen auf der Oberfläche
des Plättchens vorgenommen werden. Wenn andererseits die unbekannte Probe einen ungleichförmigen
spezifischen Widerstand entlang der Dickenachse, aber einen gleichförmigen spezifischen Widerstand
in jeder senkrecht zur Dickenachse stehenden Ebene hat, kann das Profil des spezifischen Widerstands
entlang der Dickenachse dadurch erhalten werden, daß die ganze Probe in einem sehr spitzen
Winkel zu der Oberflächenebene schräg abgeschnitten wird. Falls die unbekannte Probe eine dünne Halbleiterschicht
auf einem niederohmigen Körper ist, wie in der F i g. 9 dargestellt ist, hat man eine ausgezeichnete
Halterung für die Schicht während des Abschleifens.
Bei der Anordnung nach der F i g. 9 ist eine dünne Schicht 106 aus Halbleitermaterial auf einem niederohmigen
Körper 104 angebracht. Ein Abschnitt 102 der Schicht 106 ist in einem sehr spitzen Winkel zu
der Oberflächenebene der Schicht schräg abgeschliffen. Die zuvor beschriebene Anordnung wird zur Durchführung
aufeinanderfolgender Messungen an verschiedenen getrennten Stellen auf der Oberfläche des abgeschrägten
Abschnitts 102 verwendet. Zum Zweck der Erläuterung sind nur drei Anschlüsse 108,108'
und 108" an drei getrennten Stellen 109, 109' und 109" auf der Oberfläche des abgeschrägten Abschnitts
102 dargestellt, doch wurden normalerweise sehr viel mehr solche Stellen herangezogen, damit das Profil
des spezifischen Widerstands durch die Schicht 106 in der Richtung der Achse Y genau bestimmt werden
kann. Das Profil wird wie folgt ermittelt: Es wird eine Messung des spezifischen Widerstands an der
Stelle 109 vorgenommen, die sehr nahe an dem dünnsten Teil des abgeschrägten Abschnitts 102 liegt,
wobei von der Annahme ausgegangen wird, daß dieser dünne Teil der Schicht einen gleichförmigen
spezifischen Widerstand entlang der Achse Y hat. Dann wird eine weitere Messung an einem etwas
dickeren Teil an der Stelle 109' vorgenommen. Diese zweite Messung ergibt ein zusammengesetztes Ergebnis
für zwei aneinanderstoßende Schichten des Materials, von denen jede einen anderen, als gleichförmig
angenommenen spezifischen Widerstand hat. Da der spezifische Widerstand der ersten Schicht
durch die erste Messung bestimmt worden ist, kann der spezifische Widerstand der zweiten Schicht durch
Heranziehen einer Kennlinienschar bestimmt werden, welche den spezifischen Widerstand in Abhängigkeit
von der Temperatur für verschiedene Störstoffkonzentrationen zeigt, wie beispielsweise in der F i g. 4
dargestellt ist. Durch Feststellung der Temperatur, bei welcher der spezifische Widerstand der ersten
Schicht wieder gleich dem spezifischen Widerstand bei der Bezugstemperatur ist, sowie Feststellung der
Temperatur, bei welcher der zusammengesetzte spezifische Widerstand der beiden Schichten gleich dem
spezifischen Widerstand bei der Bezugstemperatur ist, kann der spezifische Widerstand der zweiten
Schicht allein durch den Wert bestimmt werden, der gerade ausreicht, um den spezifischen Widerstand der
ersten Schicht so weit zu verändern, daß der zusammengesetzte spezifische Widerstand erhalten wird.
Dieses Verfahren kann wiederholt zur Durchführung von Messungen an aufeinanderfolgend dickeren Abschnitten
auf der Oberfläche des abgeschrägten Teils der Schicht angewendet werden. Dadurch kann
das Profil des spezifischen Widerstands entlang der Achse Y der Schicht bestimmt werden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Messung des spezifischen Widerstands einer auf einen Halbleiterkörper
geringen spezifischen Widerstands aufgebrachten Halbleiterschicht, dadurch gekennzeichnet,
daß der Widerstand des Halbleiterkörpers mit der Schicht mit Hilfe einer Impedanzmeßbrücke
zunächst bei einer ersten Temperatur bestimmt wird und daß anschließend die Temperatur
des Meßobjekts so weit geändert wird, bis sich die Brücke bei einer zweiten, von der ersten
verschiedenen Temperatur wieder im Abgleich befindet, und daß dann aus der gemessenen Temperaturdifferenz,
die für ein bestimmtes Halbleitermaterial nur von dessen Störstellenkonzentration
abhängt, auf Grund eines Vergleichs mit Proben bekannten Widerstands der spezifische
Widerstand bestimmt wird.
2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer an die Impedanz
des zu messenden Halbleiters angepaßten Impedanzmeßbrücke und Einrichtungen zum Abgleichen
der Brücke, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Einstellen von verschiedenen
Temperaturen des Meßobjekts.
3. Anordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Anzeige des spezifischen
Widerstands in Abhängigkeit von der Temperatur des Meßobjekts beim zweiten Abgleich
der Impedanzmeßbrücke.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 790 952,2 790141.
USA.-Patentschriften Nr. 2 790 952,2 790141.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 559/312 4.66 © Bundesdruckerei Berlin
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US14233661A | 1961-10-02 | 1961-10-02 |
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ID=22499455
Family Applications (1)
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FR (1) | FR1447909A (de) |
GB (1) | GB1014829A (de) |
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GB1014829A (en) | 1965-12-31 |
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