DE1212683B - Mittel zum Faerben von Haaren - Google Patents
Mittel zum Faerben von HaarenInfo
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- A61K8/00—Cosmetics or similar toiletry preparations
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- A61K8/46—Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing sulfur
- A61K8/466—Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing sulfur containing sulfonic acid derivatives; Salts
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- A61Q5/00—Preparations for care of the hair
- A61Q5/06—Preparations for styling the hair, e.g. by temporary shaping or colouring
- A61Q5/065—Preparations for temporary colouring the hair, e.g. direct dyes
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
A61k
Deutsche Kl.: 30 h -13/08
Nummer: 1212 683
Aktenzeichen: T 24641 IVa/30 h
Anmeldetag: 4. September 1963
Auslegetag: 17. März 1966
Zum Färben von Haaren werden neben Farbstoffen, die nur in Gegenwart von Oxydationsmitteln wie H2O2
oder Perborat aufziehen, in neuerer Zeit auch direkt aufziehende Farbstoffe, wie bestimmte Anthrachinonderivate,
verwendet.
Bei derartigen Haarfärbemitteln, welche direkt aufziehende Farbstoffe enthalten, ist es für die Praxis
besonders erwünscht, daß die Färbungen ohne Vorbeize und ohne Verwendung von Heizhauben u. dgl.
durchgeführt werden können. Man hat schon versucht, diese Mängel durch die gleichzeitige Verwendung von
erheblichen Mengen wasservermischbarem Glykoläther bestimmter Konstitutionen oder Mercaptanen zu
beheben.
Es wurde nun gefunden, daß Mittel zum Färben von Haaren, welche die nachstehend im einzelnen beschriebenen
Farbstoffe enthalten, diese Nachteile oder zusätzlichen Maßnahmen nicht erfordern. Die neuen
Mittel zum Färben von Haaren sind gekennzeichnet durch einen Gehalt an Verbindungen der allgemeinen
Formel
-N=N-X
Mittel zum Färben von Haaren
SO3H
oder deren wasserlöslichen Salzen, wobei X einen Amino- oder Hydroxynaphthylenrest bzw. einen
Hydroxyphenylenrest bzw. einen Diphenylaminrest bedeutet.
Als wasserlösliche Salze kommen Alkalisalze sowie Salze des Ammoniums, Mono- und Dialkanolamins
(Alkanolrest 1 bis 3 C Atome) in Frage.
Die Azoverbindungen können in bekannter Weise durch Diazotieren von Aminobenzolsulfonsäuren und
anschließender Umsetzung mit entsprechenden aromatischen Aminen bzw. Phenolen hergestellt werden.
Als Kupplungskomponenten kommen dabei insbesondere folgende Verbindungen in Frage: »- und /?-Naphthylamin,
Ν,Ν-Dimethyl-a- und -^-naphthylamin,
oc- und /3-Naphthol, Diphenylamin, Phenol, Brenzkatechin,
Resorcin, Hydrochinon. Diese Verbindungen können weiterhin Alkylgruppen oder Halogenatome
enthalten.
Wie weiterhin gefunden wurde, sind die in den oben beschriebenen Mitteln zur Anwendung gelangenden
Azofarbstoffe gut verträglich mit anderen für die Haarfärbung bekannten direkt ziehenden Farbstoffen,
insbesondere Anthrachinonfarbstoffen. Als besonders geeignet haben sich Anthrachinonfarbstoffe erwiesen,
die im Kern frei von sauren Gruppen sind und mindestens einen über Heteroatome mit dem Anthra-Anmelder:
Therachemie
chemisch therapeutische Ges. m. b. H.,
Düsseldorf, Schadowstr. 86-88
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Chem. Dr. Karl Josef Boosen,
Düsseldorf-Rath
Dipl.-Chem. Dr. Karl Josef Boosen,
Düsseldorf-Rath
chinonrest verbundenen Kohlenwasserstoffrest enthalten.
Der Kohlenwasserstoffrest besteht dabei aus einem durch ein Heteroatom einmal oder mehrmals
unterbrochenen aliphatischen Rest. Ebenfalls können vorzugsweise solche Anthrachinonfarbstoffe Verwendung
finden, die im Kern frei von sauren Gruppen sind und die einen über ein Sauerstoff- oder Stickstoffatom
mit dem Anthrachinonrest verbundenen Kohlenwasserstoffrest mit einem sekundären oder tertiären
Stickstoffatom in einer aliphatischen Kette oder einem heterocyclischen Ring enthalten.
Derartige Verbindungen sind in der deutschen Auslegeschrift 1 207 916 bzw. 1 203 915 beschrieben.
Die Haarfärbemittel können mit beliebigen Netzbzw. Waschmitteln, insbesondere anionischen oder
nichtionogenen, vermischt werden. Als Netz- bzw. Waschmittel kommen dabei insbesondere Alkylbenzolsulfonate,
Fettalkoholsulfate, Alkylsulfonate, Fett« säureäthanolamide, Anlagerungsprodukte von Äthylenoxyd
an Fettsäuren und Fettalkohole in Frage.
Das Aufziehvermögen der obengenannten Farbstoffe ist auch im Gemisch mit derartigen Mitteln gut. Man
kann die Haarfärbemittel somit in Form von Shampoos, insbesondere von cremeförmigen Shampoos, die
vielfach in der Praxis erwünscht sind, herstellen.
Den erfindungsgemäßen Mitteln können weiterhin Verdickungsmittel, wie z. B. Methylcellulose, Stärke,
höhere Fettalkohole, Vaseline, Paraffinöl und Fettsäuren sowie Parfümöl oder Haarpflegemittel, wie
z. B. Pantothensäure und Cholesterin, zugemischt werden.
Die Zusatzstoffe werden dabei in den für diese Zwecke üblichen Mengen angewandt. Dabei kommen
als Netzmittelzusatz insbesondere Mengen von 0,5 bis 30 % ra<i als Verdickungsmittelzusätze Mengen
von 0,1 bis 25%> jeweils bezogen auf die Gesamtkomposition, in Betracht. Die Konzentration der
Farbstoffe beträgt je nach dem Verwendungszweck bis zu 5 %, vorzugsweise jedoch 0,1 bis 2 %? ebenfalls auf
die gesamte Komposition bezogen.
609 538/36Ϊ
Mit den neuen Haarf ärbemitteln kann eine Färbung der Haare ohne Zuhilfenahme von Heizhauben od.
dgl. bei Temperaturen unterhalb von 400C, vorzugsweise
Zimmertemperatur, durchgeführt werden. Die Haarfärbemittel können auf einen pH-Wert von 7 bis
10 eingestellt sein. Vorzugsweise kommt ein pH-Wert von 8,5 bis 9,5 in Betracht. Die Mittel können dazu
dienen, graues Haar anzufärben oder auch Haare umzufärben. Die Färbungen sind hervorragend wasch-
und reibecht. Ebenfalls ist die Herstellung von Dauerwellen bei Haaren, die mit den erfindungsgemäßen
Haarfärbemitteln behandelt wurden, möglich, ohne daß praktisch eine Veränderung des Farbtones stattfindet.
Die direkt ziehenden Farbstoffe zeigen weiterhin ein besonders gutes Aufziehvermögen und besitzen gute
Wasserlöslichkeit.
Zur Herstellung einer Haartönungscreme mit shampoonierenden Eigenschaften erhitzt man 8 Gewichtsteile eines Fettalkoholgemisches (Kohlenstoffkettenlänge
C12 bis C18) und 10 Gewichtsteile Fettalkoholsulfate
(KohlenstofFkettenlänge C16 bis C18) auf 900C
und emulgiert durch Einrühren von 70 Gewichtsteilen Wasser der gleichen Temperatur. In die so erhaltene
Emulsion gibt man eine Lösung aus 1 Gewichtsteil des Azofarbstoffes folgender Konstitution: - ■ - erhält
man in 20 Minuten bei 25 0C auf naturgrauem Haar eine rötlichbraune Färbung.
1 Gewichtsteil Azofarbstoff der Formel
OH
20
HOS
-N =
-NH,
40
NH4O3S-
»_N = N
NaÖ,S
wird in eine Creme eingearbeitet, indem man je 5 Gewichtsteile Cetyl- und Stearylalkohol, 2 Gewichtsteile Wollfett und 12 Gewichtsteile Fettalkoholsulfät
(Kohlenstoffkettenlänge C16 bis C18) auf 980C erhitzt,
den Farbstoff zusetzt, mit Wasser zu 95 Gewichtsteilen emulgiert und unter Rühren auf Zimmertemperatur
abkühlt.
Nach Einstellen des pH-Wertes auf 8,5 wird mit
Wasser auf 100 Gewichtsteile aufgefüllt. Färbt man bei Zimmertemperatur graue Haare mit dieser Creme
(Behandlungsdauer etwa 20 Minuten), so erhält man eine natürlich wirkende Blondfärbung.
Mit einem Haarfärbemittel der im Beispiele angegebenen
Zusammensetzung, wobei jedoch der Farbstoff der nachstehenden Formel
-N=N-V
1 Gewichtsteil NH4OH und 8 Gewichtsteile Wasser.
Durch Zusatz von Ammoniak wird auf pH 9,5 eingestellt und mit Wasser auf 100 Gewichtsteile aufgefüllt.
Mit dieser Tönungscreme erhält man auf natürlich ergrautem Haar eine sehr schöne hellbraune
Anfärbung von guter Waschechtheit.
Gemäß Beispiel 1 wird 1 Gewichtsteil des folgenden
Farbstoffes
HO3S
in die Waschmittelcreme eingearbeitet und ebenfalls mit Ammoniak auf pH 9,5 eingestellt. Man erhält auf
naturgrauem Haar eine kräftige zitronengelbe Farbe.
Beispiel 3 1 Gewichtsteil Azof arbstoff der Formel
OH
verwendet wurde, erhält man nach Behandlung bei 25 0C und einer Behandlungsdauer von etwa 20 Minuten
auf grauem Haar eine zitronengelbe Färbung.
0,7 Gewichtsteile des Farbstoffes aus Beispiel 3 und
0,3 Gewichtsteile des Farbstoffes
O NH2
0-CH2-CH
wird in eine Creme mit shampoonierenden Eigenschaften eingearbeitet, indem je 4,5 Gewichtsteile Cetyl·
und Stearylalkohol, 1,5 Gewichtsteile Fettalkoholgegemisch (kohlenstoffkettenlänge C12 bis C18) und
10 Gewichtsteile Fettalkoholsulfat (Kohlenstoffkettenlänge C16 bis C18) auf 98°C erhitzt, den Farbstoff
zusetzt, mit H2O zu 95 Gewichtsteilen emulgiert und unter Rühren auf Zimmertemperatur abkühlt. Mit
Ammoniak wird auf pH 9,5 eingestellt und mit H2O auf 100 Gewichtsteile aufgefüllt. Mit dieser Creme
werden gemäß Beispiel 3 in eine Creme eingearbeitet und der pH-Wert auf 9 eingestellt. Man erhält auf
grauem Haar eine kräftige dunkelbraune Färbung.
Claims (4)
1. Mittel zum Färben von Haaren, gekennzeichnet
durch einen Gehalt an Verbindungen der allgemeinen Formel
N = N-X
SO3H
oder deren wasserlöslichen Salzen, wobei X einen Amino- oder Hydroxynaphthylenrest bzw. einen
Hydroxyphenylenrest bzw. einen Diphenylaminrest bedeutet.
2. Mittel zum Färben von Haaren gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an
Azofarbstoffen der Formehl
HO-S-*
und/oder
HO3S-
-N=N
NH3
-N=N-
-NH-
3. Mittel zum Färben von Haaren gemäß Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen
weiteren Gehalt an bekannten Anthrachinonfarbstoffen.
4. Mittel zum Färben von Haaren gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Farbstoffe in eine Netz- und/oder Waschmittel enthaltende Creme eingearbeitet sind.
ίο In Betracht gezogene Druckschriften:
" USA.-Patentschrift Nr. 2 776 668;
französische Patentschriften Nr. 1113 505, 1221122, 955 und Zusatzpatentschrift Nr. 70 067.
Priority Applications (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DET24641A DE1212683B (de) | 1963-09-04 | 1963-09-04 | Mittel zum Faerben von Haaren |
GB3586464A GB1014720A (en) | 1963-09-04 | 1964-09-02 | Improvements relating to dyeing hair |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DET24641A DE1212683B (de) | 1963-09-04 | 1963-09-04 | Mittel zum Faerben von Haaren |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1212683B true DE1212683B (de) | 1966-03-17 |
Family
ID=7551566
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DET24641A Pending DE1212683B (de) | 1963-09-04 | 1963-09-04 | Mittel zum Faerben von Haaren |
Country Status (2)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1212683B (de) |
GB (1) | GB1014720A (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
WO2000038637A1 (de) * | 1998-12-23 | 2000-07-06 | Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien | Mittel zum färben von keratinhaltigen fasern |
WO2000038631A1 (de) * | 1998-12-23 | 2000-07-06 | Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien | Mittel zum färben von keratinhaltigen fasern |
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---|---|---|---|---|
FR1113505A (fr) * | 1954-11-04 | 1956-03-30 | Oreal | Procédé pour la préparation de compositions permettant de teindre directement à la température ordinaire les cheveux ou poils |
US2776668A (en) * | 1951-06-28 | 1957-01-08 | Rubinstein Inc H | Method and preparations for the permanent dyeing of keratinous material |
FR1138955A (fr) * | 1955-12-10 | 1957-06-24 | Oreal | Procédé de préparation d'une composition tinctoriale pour cheveux et fibres analogues |
FR1221122A (fr) * | 1958-02-25 | 1960-05-31 | Thera Chemie G M B H | Produits de teinture pour les cheveux |
-
1963
- 1963-09-04 DE DET24641A patent/DE1212683B/de active Pending
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1964
- 1964-09-02 GB GB3586464A patent/GB1014720A/en not_active Expired
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WO2000038631A1 (de) * | 1998-12-23 | 2000-07-06 | Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien | Mittel zum färben von keratinhaltigen fasern |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
GB1014720A (en) | 1965-12-31 |
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