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DE1207398B - Verfahren zur Herstellung von insektizid wirksamen O, O-Dimethyl-O-(4-cyanphenyl)-thionophosphorsaeureester - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von insektizid wirksamen O, O-Dimethyl-O-(4-cyanphenyl)-thionophosphorsaeureester

Info

Publication number
DE1207398B
DE1207398B DES74996A DES0074996A DE1207398B DE 1207398 B DE1207398 B DE 1207398B DE S74996 A DES74996 A DE S74996A DE S0074996 A DES0074996 A DE S0074996A DE 1207398 B DE1207398 B DE 1207398B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dimethyl
acid ester
cyanophenyl
thionophosphoric acid
compound
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES74996A
Other languages
English (en)
Inventor
Saichiro Kuramoto
Yoshihiko Nishizawa
Hideo Sakamoto
Toshio Mizutani
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sumitomo Chemical Co Ltd
Original Assignee
Sumitomo Chemical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sumitomo Chemical Co Ltd filed Critical Sumitomo Chemical Co Ltd
Publication of DE1207398B publication Critical patent/DE1207398B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N57/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds
    • A01N57/10Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-oxygen bonds or phosphorus-to-sulfur bonds
    • A01N57/14Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-oxygen bonds or phosphorus-to-sulfur bonds containing aromatic radicals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/16Esters of thiophosphoric acids or thiophosphorous acids
    • C07F9/165Esters of thiophosphoric acids
    • C07F9/18Esters of thiophosphoric acids with hydroxyaryl compounds

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Int. Cl.:
C07f
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 12q-21
Nummer: 1207 398
Aktenzeichen: S 74996 IVb/12 q
Anmeldetag: 26. Juli 1961
Auslegetag: 23. Dezember 1965
Es ist bereits bekannt, daß Organophosphorsäüreester, die einen 4-Nitrophenylrest enthalten, wie z. B. Parathion [geschützte Bezeichnung für 0,0-Diäthyl-O-(4-nitrophenyl)-thionophosphorsäureester], eine hohe insektizide Aktivität besitzen. Sie weisen jedoch zugleich eine hohe Giftigkeit gegenüber warmblütigen Tieren auf, und hierin liegt der große Nachteil dieser Verbindungen. Andere bereits bekannte insektizide Verbindungen, wie Chlorthion [geschützte Bezeichnung für O,O-Dimethyl-CK3<hlor-4 - nitrophenyl) - thionophosphorsäureester] und Dicapthon [geschützte Bezeichnung für O,O - Dimethyl - O - (2 - chlor - 4 - nitrophenyl) - thionophosphorsäureester], besitzen zwar eine verhältnismäßig geringere Giftwirkung gegenüber Warmblütern, jedoch ist ihre insektizide Aktivität stark herabgesetzt.
Die Synthese eines weiteren Thiophosphorsäureesters mit einem Cyanphenylrest, nämlich des 0,0 - Diäthyl - O - (4 - cyanphenyl) - thionophosphorsäureesters, sowie die Prüfung dieser Verbindung als Insektizid werden in G. Schrader, »Die Entwicklung neuer Insektizide auf Grundlage organischer Fluor- und Phosphorverbindungen«, 1952, S. 59, beschrieben. Diese Verbindung hat jedoch eine hohe orale Giftigkeit gegenüber Warmblütern, die sich nicht wesentlich von der des Parathions unterscheidet, während die Insektizidaktivität gegenüber den untersuchten Schadinsekten derjenigen des Parathions unterlegen ist.
Das Ziel vorliegender Erfindung bestand darin, eine Verbindung aufzufinden, die geringe Giftigkeit mit einem hohen Maß an Insektizidaktivität vereint, da eine derartige Verbindung für den Reisanbau sehr erwünscht wäre. Diese Eigenschaften besitzt die erfindungsgemäße Verbindung, die nicht nur eine außerordentlich geringe Giftwirkung, sondern auch eine hohe Aktivität gegenüber Insekten im Vergleich zu allen üblichen Insektiziden hat, wie im einzelnen aus den nachstehenden Vergleichstabellen hervorgeht. Insbesondere die Frage der Bekämpfung von Reis-Schadinsekten kann durch die Anwendung der
CH3O
CH3O
Verfahren zur Herstellung von insektizid
wirksamen O,O-Dimethyl-O-(4-cyanphenyl)-thionophosphorsäureester
Anmelder:
Sumitomo Chemical Company Ltd., Osaka
(Japan)
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Ruschke, Patentanwalt,
Berlin 33, Auguste-Viktoria-Str. 65
Als Erfinder benannt:
Saichiro Kuramoto,
Yoshihiko Nishizawa, Toyonaka-shi;
Hideo Sakamoto, Itami-shi;
Toshio Mizutani, Minoo-shi (Japan)
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 2. August 1960 (33 848)
erfindungsgemäßen Verbindung als gelöst betrachtet werden.
Gemäß vorliegender Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von insektizid wirksamem O,O-Dimethyl - O - (4- cyanphenyl) - thionophosphorsäureester vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man 0,0 - Dimethyl - thionophosphorsäurechlorid
und 4-Cyanphenol oder ein Alkalisalz desselben in an sich bekannter Weise umsetzt.
Der 0,0-Dimethyl-0-(4-cyanphenyl)-thionophosphorsäureester ist eine neue Verbindung, die in der Literatur noch nicht beschrieben ist. Dem erfindungsgemäßen Verfahren liegt das folgende Reaktionsschema zugrunde:
MO-
Cl
CH3O S
\/
P
CH3O
CN
I II
(worin M Wasserstoff oder ein Alkalimetall bedeutet). 50 ist eine bekannte flüssige Verbindung vom Siede-Das erfindungsgemäß als Ausgangssubstanz ver- punkt 66°C/16mmHg. Das ferner als Ausgangswendete 0,0-Dimethyl-thionophosphorsäurechlorid substanz verwendete 4-Cyanphenol wird ebenfalls
509 759/557
nach einem bekannten Verfahren (vgl. J. Chem. Soc. [London], 1942, S. 113) hergestellt.
Erfindungsgemäß kann die Reaktion ausgeführt werden, indem die beiden Ausgangssubstanzen mindestens in äquimolaren Mengen, oder wenn möglich unter Überschuß an Ο,Ο-Dimethylthionophosphorsäurechlorid, miteinander vermischt werden. In diesem Falle wird die Umsetzung bevorzugt in einem inerten organischen Lösungsmittel unter Anwendung etwa äquimolarer Mengen beider Verbindungen ausgeführt. Wenn das Ο,Ο-Dimethyl-thionophosphorsäurechlorid mit dem Alkali-4-cyanphenolat in einem inerten organischen Lösungsmittel vermischt und dann erwärmt wird, findet eine Alkalichloridabspaltung statt, und die erfindungsgemäße Verbindung wird gebildet. Wenn freies 4-Cyanphenol an Stelle des Alkali-4-cyanphenolats verwendet wird, verläuft die erfindungsgemäße Umsetzung unter Chlorwasserstoffabspaltung, und in diesem Falle wird die Umsetzung bevorzugt in Gegenwart eines bekannten Säureabspaltungsmittels, z. B. einer organischen Base, wie Pyridin oder Diäthylamin, eines Alkalicarbonate oder -bicarbonats, ausgeführt. Das erfindungsgemäß verwendete inerte organische Lösungsmittel kann jedes bekannte Lösungsmittel — vorausgesetzt, daß es die erfindungsgemäße Umsetzung nicht beeinflußt —, z. B. ein Kohlenwasserstoff, ein halogenierter Kohlenwasserstoff, ein Alkohol, Keton oder Äther sein. Obwohl die erfindungsgemäße Umsetzung bereits abläuft, wenn das Reaktionsgemisch längere Zeit bei Raumtemperatur stehengelassen wird, wird das Gemisch im allgemeinen erwärmt, z. B. auf eine Temperatur unterhalb des Siedepunktes des Lösungsmittels. Ferner wird die erfindungsgemäße Umsetzung bevorzugt in Gegenwart eines Katalysators, z. B. von Kupferpulver oder Kupfer(I)-salz, ausgeführt, wobei gute Ausbeuten erzielt werden.
Wenn die Umsetzung beendet ist, wird das ausgefallene Alkalichlorid oder das Hydrochlorid der organischen Base abfiltriert, oder es werden dem Reaktionsgemisch ausreichende Mengen Wasser zugesetzt, um die als Nebenprodukt gebildeten Salze aufzulösen, und die wäßrige Schicht wird abgetrennt, worauf die organische Schicht im Vakuum eingedampft wird, um die gesuchte Verbindung als Rückstand zu erhalten. Nach dem obigen Verfahren wird eine für die meisten praktischen Zwecke genügend reine Verbindung erhalten, doch kann die erhaltene Verbindung gegebenenfalls durch Vakuumdestillation, Säulenchromatographie und bzw. oder Umkristallisieren bei tiefer Temperatur weitergereinigt werden. Da die erfindungsgemäße Verbindung sich beim Erwärmen in gewissem Maße zersetzt, ist es zweckmäßig, sie ohne weitere Reinigung zu verwenden.
Der so erhaltene erfindungsgemäße O,O-Dimethyl - O - (4 - cyanphenyl) - thionophosphorsäureester ist ein hellgelbes öliges Produkt mit dem Brechungsindex n"£ = 1,5457 und dem Siedepunkt 119 bis 120°C/0,09mmHg (unter Zersetzung). Die Verbindung ist leicht löslich in Alkoholen, Äthern, Ketonen und aromatischen Kohlenwasserstoffen, wenig löslieh in aliphatischen Kohlenwasserstoffen und unlöslich in Wasser.
Die nachfolgende Tabelle 1 läßt die geringe Warmblüter-GiftigkeitdesO,O-Dimethyl-O-(4-cyanphenyl)-thionophosphorsäureesters erkennen. Die Toxizität (LDsrWert) der erfindungsgemäßen Verbindung gegenüber Mäusen wird mit der von Parthion bei verschiedener Anwendung verglichen:
Tabelle 1 Parathion
mg/kg
Anwendungsart 5,8
14,2
5,3
Oral
Subcutan
Intraperitoneal
Erfindungs-
gemäße
Verbindung
mg/kg
920
1080
350
35
Der O,O-Dimethyl-O-(4-cyanphenyl)-thionophosphorsäureester nimmt eine Sonderstellung unter seinen Isomeren, Homologen und Analogen im Hinblick auf seine Giftigkeit und Insektizidwirkung ein. Tabelle 2 zeigt diese Eigenschaften:
Tabelle 2
Verbindung
Orale Toxizität
gegenüber Mäusen,
LD50
mg/kg % Abtötung
Verpuppte Larven von Reisstengelbohrern,
örtliche Anwendung*
20 y/Larve 6,7 y/Larve 2 y/Larve 0,67y/Larve
CH3O
900 bis 1000 100
100
100
100
CN
(erfindungsgemäße Verbindung)
* Das Verfahren der örtlichen Anwendung wurde wie folgt mit verpuppten Larven von Reisstengelbohrern ausgeführt. Jede Verbindung wurde in Aceton gelöst, wobei eine Reihe von Lösungen erhalten wurden, die 0,067 bis 2°/o der angegebenen Verbindung (g/ccm) enthielten. Jeweils 0,001 ecm der Lösung wurden mittels einer Mikrometerschraube auf den Körper der Larve gebracht, und nach 3 Tagen bei 25°C wurde-Tod oder überleben der Larve festgestellt. Die bei diesem Versuch verwendeten Larven hatten fast das gleiche Körpergewicht von etwa 80 bis 90 mg, und jede Lösung wurde auf eine Gruppe von zwanzig dieser Larven gegeben, um den prozentualen mittleren Fehler zu bestimmen.
Tabelle 2 (Fortsetzung)
Verbindung
Orale Toxizität
gegenüber Mäusen,
LD50
mg/kg
°/o Abtötung Verpuppte Larven von Reisstengelbohrern,
örtliche Anwendung*
20 y/Larve
6,7 y/Larve
2 y/Larve
0,67 y/Larve
C2H5O S S
\
O
C2H5O7 O
CH3O
\
O
CH3O O
C2H5O
\
O
C2H5O S
v/
P
CH3O
\
\ 4
P
/ \
\ 4
P
/ \
\ ^
P
/ \
CH3O
C2H5O O
C2H5O O
CH3O
CH3O
-CN
CH3
CN
CN
CH3O O
\/ CH3
CH3O O—C V-CN
CH3
CN
7,0
10,4
560
7,5
10,6
>1000
100
100
100
100
100
100
100
10
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
100
80
10
80
100
100
100
40
100
30
20
* Das Verfahren der örtlichen Anwendung wurde wie folgt mit verpuppten Larven von Reisstengelbohrern ausgeführt. Jede Verbindung wurde in Aceton gelöst, wobei eine Reihe von Lösungen erhalten wurden, die 0,067 bis 2°/o der angegebenen Verbindung (g/ccm) enthielten. Jeweils 0,001 ecm der Lösung wurden mittels einer Mikrometerschraube auf den Körper der Larve gebracht, und nach 3 Tagen bei 25°C wurde Tod oder überleben der Larve festgestellt. Die bei diesem Versuch verwendeten Larven hatten fast das gleiche Körpergewicht von etwa 80 bis 90 mg, und jede Lösung wurde auf eine Gruppe von zwanzig dieser Larven gegeben, um den prozentualen mittleren Fehler zu bestimmen.
Außer bei Reisstengelbohrern hat die erfindungs- samkeit gegenüber Reisbohrern, purpurnen Stengelgemäße Verbindung ferner eine ausgezeichnete Wirk- bohrern und anderen Bohrern, die die Reispflanzen
befallen. Obwohl die erfindungsgemäße Verbindung, wie oben beschrieben, sich im Vergleich zu anderen üblichen Insektiziden ausgezeichnet zur Bekämpfung von Reisbohrern verwenden läßt, hat sie auch eine überlegene Wirksamkeit gegenüber normalen landwirtschaftlichen Schädlingen, z. B. der Gattungen Lepidoptera, Diptera, Hemiptera, Siphonoptera, Orthoptera und Coleoptera.
Die folgende Tabelle 3 zeigt die Insektizidaktivität der erfindungsgemäßen Verbindung gegenüber anderen Schädlingen:
Tabelle
Schädling Pflanzenart Mittel Konzentration
des wirksamen
Bestandteils
kg/1
Art der
Anwendung
Wirkung
Chrysanthemumblattlaus
Grüne Pfirsichblattlaus
Grüner Blatthüpfer
Grüner Reisblatthüpfer
Chrysanthemum
Rettich
Reis
Reis
50.E.*
50.E.*
50.E.*
50.E.*
1/10 000
1/10 000
1/2000
1/5000
Besprühen
Besprühen
Besprühen
Besprühen
100% Abtötung
100% Abtötung
95% Abtötung
100% Abtötung
* »50. E.« bedeutet ein emulgierbares Konzentrat, das 50 Gewichtsteile der erfindungsgemäßen Verbindung, 10 Gewichtsteile Xylol und 40 Gewichtsteile Triton-X-100 (ein Polyäthylenglykolnonylphenyläther der Rohm & Haas Company) enthält.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die folgenden Beispiele erläutert. Wenn nicht anders angegeben, sind alle Teile Gewichtsteile.
Beispiel 1
Zu einem Gemisch von 23,8 g 4-Cyanphenol und 27,6 g wasserfreiem Kaliumcarbonat in 200 ecm Methylisobutylketon wurden tropfenweise 32,2 g Ο,Ο-Dimethylchlor-thionophosphorsäurechlorid bei 6O0C unter Rühren gegeben. Nachdem das Phosphorsäurechlorid eingetropft war, wurde das Gemisch noch 8 Stunden bei 60 bis 8O0C gerührt, um die Umsetzung zu Ende zu bringen. Wasser wurde zugesetzt, um die ausgefallene anorganische Substanz aufzulösen, und die organische Schicht wurde abgetrennt, mit Wasser gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Methylisobutylketons im Vakuum wurden 45,2 g eines rötlichbraunen Öls erhalten. Zur weiteren Reinigung wurde das Rohprodukt an Aktivkohle und aktiviertem Aluminiumoxyd Chromatographien, wobei ein hellgelbes öliges Produkt mit dem Brechungsindex n"£ = 1,5457 erhalten wurde.
Analyse für C9Hi0NO3PS:
Berechnet ... P 12,8, S 13,2, N 5,76%;
gefunden ... P 12,7, S 13,0, N 5,68%.
Beispiel 2
Zu einem Gemisch von 23,8· g 4-Cyanphenol, 32,2 g 0,0 - Dimethylchlor - thionophosphorsäurechlorid und 0,1 g Kupfer(I)-chlorid in 100 ecm Toluol von 6O0C wurden in kleinen Portionen 27,6 g wasserfreies Kaliumcarbonat gegeben. Das während der Umsetzung gebildete Wasser wurde zusammen mit Toluol azeotrop abdestilliert, wobei auch das entstehende Kohlendioxyd entwich. Nach Beendigung der Umsetzung wurde das Reaktionsprodukt nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 1 behandelt, wobei fast die gleiche Menge des gleichen Produkts erhalten wurde.
Beispiel 3
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, nur wurde die entsprechende Menge Natrium-4-cyanphenolat an Stelle von 4-Cyanphenol und wasserfreiem Kaliumcarbonat und Chlorbenzol an Stelle von Methylisobutylketon als Lösungsmittel verwendet. Es wurde das gleiche Ergebnis wie in den vorhergehenden Beispielen erzielt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von insektizid wirksamem O,O-Dimethyl-O-(4-cyanphenyl)-thionophosphorsäureester, dadurch gekennzeichnet, daß man Ο,Ο-Dimethyl-thionophosphorsäurechlorid und 4-Cyanphenol oder ein Alkalisalz desselben in an sich bekannter Weise umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Gerhard Schrader, »Die Entwicklung neuer Insektizide auf Grundlage organischer Fluor- und Phosphor-Verbindungen«, 2. Auflage, Weinheim/ Bergstraße, S. 51.
    509 759/557 12.65 © Bundesdruckerei Berlin
DES74996A 1960-08-02 1961-07-26 Verfahren zur Herstellung von insektizid wirksamen O, O-Dimethyl-O-(4-cyanphenyl)-thionophosphorsaeureester Pending DE1207398B (de)

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Non-Patent Citations (1)

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BE602007A (fr) 1961-07-17
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