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Dampfbügeleisen Die Erfindung bezieht sich auf ein Dampfbügeleisen
mit in die Bügeleisensohle von unten in eine zentrische Ausnehmung als Einsatzteil
eingesetzter Verdampferkammer.
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Bei einem bekannten Bügeleisen dieser Art ist der konisch ausgebildete,
als Verdampferkammer dienende Einsatzteil in einer entsprechenden Ausnehmung in
der Bügeleisensohle eingesetzt. Der Außendurchmesser des Einsatzteiles entspricht
dabei dem Innendurchmesser der Ausnehmung, so daß der Einsatzteil nach dem Einsetzen
fest an der Sohlenwandung 8 angepreßt ist. über dem mittleren Bereich des
Einsatzteiles, der wannenartig ausgebildet ist, ist die Eintropfstelle angeordnet.
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Ferner ist ein Dampfbügeleisen bekannt, bei dem in der Bügeleisensohle
eine Verdampferscheibe eingesetzt ist, die mit einem von oberhalb der Bügeleisensohle
eingesetzten Einsatzstück verschraubt ist. Die Verdampferscheibe ist dabei mit einem
in die Dampfaustrittsöffnungen mündenden Labyrinth versehen, das von mit Spiel ineinandergreifenden
Rippen gebildet wird, die im Querschnitt trapezförmig und als Kreisringsektoren
ausgebildet sind. Die dem Verdampferraum benachbart angeordneten Rippen sind gegenüber
den übrigen Rippen etwas erhöht, um ein überlaufen von Wasser aus dem Verdampferraum
zu verhindern.
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Bei einem weiteren bekannten Dampfbügeleisen ist in einer in der Bügeleisensohle
angeordneten Ausnehmung von unten eine als Einsatzteil ausgebildete Verdampferkammer
mit exzentrisch angeordneter Eintropfstelle eingesetzt. Der Einsatzteil ist dabei
als Einschraubteil ausgebildet, wobei die dem Eintropfventil zugewandte Seite des
Einsatzteiles mit einer umlaufenden Rippe versehen ist, wodurch ein tellerartiger
Verdampferraum gebildet wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei elektrisch beheizten
Dampfbügeleisen, bei denen die Verdampfung der Wassertropfen in einer als Einsatzteil
ausgebildeten Verdampferkammer stattfindet, das Verdampfen der Wassertropfen zu
verbessern und das Mitreißen von Wassertropfen in dem die Bügeleisensohle verlassenden
Dampfstrom zu verhindern.
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Die Erfindung besteht in der Kombination folgender für sich bekannter
MerIkmale, nämlich, daß der Verdampferkammerboden annähernd ringförmig ausgebildet
und nach außen geneigt ist und daß annähernd am Rand des Verdampferkammerbodens
eine Ringnut angeordnet ist.
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Mit der Erfindung werden die bei den bekannten Bügeleisen auftretenden
Schwierigkeiten, nämlich das Austreten von kleinsten Wasser-tropfen aus den Dampfaustrittsöffnungen,
verhindert. Bekanntlich werden die auf dem heißen Verdampferkammerboden auftreffenden
Wassertropfen explosionsartig in eine Vielzahl von kleinsten Wassertröpfchen zerstäubt,
die auf dem heißen Boden des Verdampferraumes umherspringen und von dem zu den Dampfaustrittsöffnungen
strömenden Dampf mitgerissen werden. Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung des Verdampferkammerbodens
werden die umherspringenden Wassertropfen in der im Verdampferkammerboden angeordneten
Ringnut aufgenommen und in dieser auf ihrem Rundweg verdampft. Diese Maßnahme kann
noch durch Einlegen einer aus wasserdurchlässigem, porösem Material bestehenden
Einlage in die Ringnut verbessert werden.
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Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung veranschaulichten
Ausführungsbeispiels beschrieben. Es zeigt F i g. 1 eine Draufsicht auf den
Verdampferkammerboden eines Dampfbügeleisens, F i g. 2 eine nur teilweise
dargestellte Bügeleisensohle im Schnitt quer zur Sohlenlängsachse nach der Linie
11-II der F i g. 1,
F i g. 3 einen Dichtungsring für den Einsatzteil
im Schnitt und in vergrößertem Maßstab.
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Der in den F i g. 1 und 2 dargestellte Verdampferkammerboden
1 für ein elektrisch beheiztes Dampfbügeleisen ist in einer Ausnehmung 2
innerhalb der Bügelfläche einer Bügeleisensohle 3 angeordnet. Zur Befestigung
des Verdampferkammerbodens 1 dient eine Schraube 4, die den Mittelteil
5 des Verdampferkammerbodens 1 durchdringt und in eine Mutter
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aus Messing eingreift, die in der Oberseite der Bügeleisensohle
3 eingepreßt ist. Der Verdampferkammerboden
1 ist
annähernd ringförmig ausgebildet und nach außen geneigt. Er liegt mit seinem hochgezogen
ausgebildeten Mittelteil 5 in Abstand zu der Innenseite der Ausnehmung 2.
Der Mittelteil 5 des Verdampfer'.knmn,-erbodeils 1 ist umgeben von
einer ringförmigen Dampferzeugungskammer 7, die mit ein.-- r in den Mittelteil
5 hineinragenden Erweiterung 8 einem Eintropfventil 9 in der
Bügeleisensohle 3 gegenüberliegt. Annähernd am Rand des Verdampferkammerbodens
1 ist eine Ringnut 10 angeordnet, die an der Eintropfstelle ebenfalls
erweitert und nach außen hin fallend ausgebildet ist. Diese Ringnut 10 kann
mit ihrem Innenrand unmittelbar an den Mittelteil 5 angrenzen.
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Am Außenrand des Verdampferkammerbodens 1
ist an einem Absatz
11' eine rundum verlaufende Dichtung 11 vorgesehen, die infolge der
Vorspannung der Befestigungssehraube 4 auf den Verdampferkammerboden 1 gegen
einen entsprechend ausgebildeten Rand innerhalb der Sohlenausnehmung 2 gedrückt
wird. Die Dichtung 11, die in F i g. 3 im Schnitt und vergrößert dargestellt
ist, besteht aus einem wärmebeständigem Material 13, das von wärmeleitendem,
nachgiebigem Metall, z. B. Aluminiumblech, umgeben ist, das in Form eines Ringes
12 mit etwa U-förmigem Querschnitt ausgebildet ist. Dabei ist es zweckmäßig, die
offene Seite des Ringes radial nach außen zu richten. Als wärmebeständiges Material
13 ist Asbestmaterial vorgesehen. Es ist auch möglich, als wärmebeständigen
Werkstoff Silikonmaterial zu wählen. Als wärmeleitendes Metall kann Aluminium auch
in Form von Folienstreifen verwendet werden, mit denen das Dichtungsinaterial umwunden
wird.
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Durch die Anordnung der metallumkleideten Dichtung 11 wird
ein besonders guter Wärmeübergang zum Randteil des Verdampferkammerbodens
1, der die Verdampferkammer bildet, erreicht. Zugleich wird mit der Anordnung
der umlaufenden Nut 10,
die nicht nur die wärmeabgebende Oberfläche der Verdampferkammer
7 vergrößert, sondern auch eine Vergrößerung des Weges für das eintropfende
Wasser von der Verdampferkammer zu dem infolge des umschließenden Heizstabes besonders
hoch erhitzten Wandungsteil der Sohlenausnehmung 2 bildet, eine gute und gleichmäßige
Verdampfung erzielt.
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Der Ausnehmung 2 in der Bügeleisensohle liegt ein Rohrhelzkörper 14
benachbart, dessen Schenkel an der Oberseite der Bügeleisensohle 1 in einer
Nut 15
angeordnet sind.
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Zum Sammeln des erzeugten Dampfes ist eine Dampfsammelkammer vorgesehen,
die als Ausbuchtung 16 der Bügeleisensohle ausgebildet ist. In diese Ausbuchtung
ragt ein kleines Rohr 17 hinein, das im Verdampferkammerboden 1 befestigt
und nach unten mit einem Dampfverteilungskanal 18 verbunden ist, der ebenfalls
im Verdampferkammerboden 1 angeordnet ist. Der Dampfverteilungskanal
18, der etwa parallel zur Bügeleisensohlenfläche innerhalb des Verdampferkamme
odens 1 angeordnet ist, öffnet sich zum Rand des Verdampferkammerbodens
1 bzw. zur Bügeleisensohlenspitze hin in eine nicht dargestellte Dampfverteilungsnut,
die den Dampf zur Bügeleisensohlenfläche leitet.
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Die Dampferzeugung kann noch weiter durch Anordnen einer Einlage
19 in der Ringnut 10 der Verdampferkammer verbessert werden. Zweckmäßig
ist diese Einlage ringförmig ausgebildet und besteht aus wasserdurchlässigem, porösem
Material. Vorteilhaft dient dazu Glasfasergewebe in Form eines Schlauches, der seinerseits
zu einem Ring geformt ist. Es ist aber auch möglich, als Material Asbest in Schnurform
zu wählen oder die Asbestseele mit einem Schlauch aus Glasfasergewebe zu umhüllen.
Weiterhin kann die Einlage als ringförinige Drahtschraubenfeder ausgebildet sein.