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DE1206597B - Uranlegierung und Verwendung derselben fuer Kernreaktor-Brennelemente - Google Patents

Uranlegierung und Verwendung derselben fuer Kernreaktor-Brennelemente

Info

Publication number
DE1206597B
DE1206597B DEU9716A DEU0009716A DE1206597B DE 1206597 B DE1206597 B DE 1206597B DE U9716 A DEU9716 A DE U9716A DE U0009716 A DEU0009716 A DE U0009716A DE 1206597 B DE1206597 B DE 1206597B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
percent
uranium
temperature
weight
alloy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU9716A
Other languages
English (en)
Inventor
Malcolm Stevens
Wallace Albert Charles Pollock
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
UK Atomic Energy Authority
Original Assignee
UK Atomic Energy Authority
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by UK Atomic Energy Authority filed Critical UK Atomic Energy Authority
Publication of DE1206597B publication Critical patent/DE1206597B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C43/00Alloys containing radioactive materials
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C3/00Reactor fuel elements and their assemblies; Selection of substances for use as reactor fuel elements
    • G21C3/42Selection of substances for use as reactor fuel
    • G21C3/58Solid reactor fuel Pellets made of fissile material
    • G21C3/60Metallic fuel; Intermetallic dispersions
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E30/00Energy generation of nuclear origin
    • Y02E30/30Nuclear fission reactors

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
C22c
Deutsche Kl.: 40 b-27/00
Nummer: 1 206 597
Aktenzeichen: U 9716 VI a/40 b
Anmeldetag: 10. April 1963
Auslegetag: 9. Dezember 1965
Die Erfindung bezieht sich auf Uranlegierungen und die Verwendung derselben für die Herstellung von Brennelementen zum Gebrauch in Kernreaktoren. Uranlegierungen, die durch Zugabe von Eisen und Aluminium in kleinen Mengen (wie in der britischen Patentschrift 863 492 beschrieben) eingestellt sind, ergeben ein feinkörniges Gefüge bei der Wärmebehandlung eines Kernbrennstoffstabes, der aus der Legierung gegossen wird, durch Härtung desselben nach dem Erhitzen in der Beta-Phase, gefolgt durch ein Anlassen in der Alpha-Phase. Der Zweck einer solchen Behandlung besteht in der Kornverfeinerung des Brennelementstabes und darin, dem Wachstum der Oberflächenkörner unter Bestrahlung zuvorzukommen, das zu einer Brennelementoberfläche führt, die rauh oder rissig wird. Nach einer solchen Behandlung kann in dem Brennelementstab ein geringer Betrag einer bevorzugten Orientierung vorhanden sein, der durch die Beta-Härtungsmaßnahme hervorgerufen wird, und bei Gebrauch des Brennelementstabes in einem Kernreaktor kann dies zu Dimensionsänderungen des Brennelementstabes führen, der Art, wie diese als Strahlungswachstum bekannt sind.
Gegossenes Uran ist im wesentlichen frei von bevorzugter Orientierung, weist aber den Nachteil eines grobkörnigen Gefüges auf. Es ist schon gefunden worden, daß Zugaben von Molybdän ein feinkörniges Gefüge ergeben, das für Reaktorzwecke geeignet ist, wenn unter normalen Bedingungen gegossen und abgekühlt wird, d.h. Gießen in eine Graphitform und Abkühlen im Vakuum mit einer Geschwindigkeit von 15° in der Minute. Wegen des hohen Neutroneneinfangquerschnittes des Molybdäns ist es erwünscht, daß die Menge des in der Legierung anwesenden Molybdäns für den Gebrauch in einem Kernreaktor auf einer Mindestmenge gehalten werden sollte.
Es wurde nun gefunden, daß Uranlegierungen mit einem Molybdängehalt unter der als Minimum für die Herstellung einer feinen Kornstruktur als Guß unter normalen Gießbedingungen erforderlichen Menge den unerwarteten Vorteil besitzt, ein feinkörniges Gefüge zu ergeben, wenn die Uran-Molybdän-Legierung durch die Zugabe von Eisen und Aluminium entsprechend eingestellt und die Gußlegierung isotherm von der Beta-Phase in die Alpha-Phase umgewandelt wird, wobei als weiterer Vorteil erscheint, daß nach der isothermen Umwandlung ein Gußbarren der Legierung im wesentlichen frei ist von bevorzugter Orientierung und deshalb keinem nennenswerten Strahlungswachstum bei dem Gebrauch in Kernreaktoren unterworfen sein wird, so Uranlegierung und Verwendung derselben für
Kernreaktor-Brennelemente
Anmelder:
United Kingdom Atomic Energy Authority,
London
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Schubert, Patentanwalt,
Siegen, Eiseraerstr. 227
Als Erfinder benannt:
Malcolm Stevens,
Wallace Albert Charles Pollock, London
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 19. April 1962 (15 244),
vom 11. Mai 1962 (18 204)
wie dies eintritt, wenn mit Eisen und Aluminium legiertes Uran durch Härten aus dem Beta-Zustand mit nachfolgendem Alpha-Anlassen wärmebehandelt wird.
Erfindungsgemäß besteht die Uranlegierung aus 0,25 bis 0,60 Gewichtsprozent (entsprechend 0,625 bis 1,5 Atomprozent) Molybdän, 0,04 bis 0,15 Gewichtsprozent Aluminium und 0,032 bis 0,05 Gewichtsprozent Eisen, Rest Uran und zufällige Verunreinigungen, und ist durch Erhitzen in das Beta-Phasengebiet hinein auf eine Temperatur im Bereich von bis 750° C mit nachfolgender sehr schneller Abkühlung auf eine Temperatur im Bereich von 450 bis 550° C und Halten auf dieser Temperatur isotherm aus der Beta-Phase in die Alpha-Phase umgewandelt.
Erfindungsgemäß ist auch die Verwendung dieser derart wärmebehandelten Legierung für den Gebrauch als Kernbrennstoff in einem Kernreaktor-Brennelement.
Die erfindungsgemäße Legierung ist dann der erstrebten Kornverfeinerung zugänglich, wenn sie nach
509 757/343
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dem Gießen der oben geschilderten isothermen Umwandlung unterworfen wird.
Erfindungsgemäße Legierungen können hergestellt werden durch Einbringen eines magnesiumreduzierten Uranknüppels in einen Graphittiegel, zusammen mit dem Molybdän und dem Aluminium, die in Form einer 3- oder 6%>igen Vorlegierung mit Uran zugegeben werden, während das Eisen in Streifchenform zugesetzt und das Ganze mittels Hochfrequenz-Induktionsheizung unter Vakuum geschmolzen wird. Die Schmelze wird bei 1500 bis 1550° C 5 Minuten lang gehalten und dann noch unter Vakuum in eine mit Tonerde ausgekleidete Graphitform gegossen und der Abkühlung überlassen.
Für die isotherme Wärmebehandlung der erfindungsgemäßen Legierungen sind die folgenden Beispiele angegeben.
Beispiel 1
20
Ein Gußbarren einer Uranlegierung aus 0,25 Gewichtsprozent Molybdän, 0,032 Gewichtsprozent Eisen und 0,073 Gewichtsprozent Aluminium wurde in den Beta-Phasenbereich hinein auf eine Temperatur von 725° C erhitzt und darauf sehr schnell in as ein Salzbad mit einer Temperatur von 550° C übergeführt. Der Barren wurde in dem Salzbad 45 Minuten belassen, um die isotherme Umwandlung von der Beta-Phase in die Alpha-Phase vor sich gehen zu lassen. Der isotherm umgewandelte Barren zeigte danach ein unregelmäßiges Gefüge mit einer Korngröße, die höchstens 0,3 mm und im Durchschnitt 0,15 mm betrug.
Beispiel 2
35
Ein Gußbarren einer Uranlegierung aus 0,25 GewichtsprozentMolybdän,0,034GewichtsprozentEisen und 0,10 Gewichtsprozent Aluminium wurde in den Beta-Phasenbereich hinein auf eine Temperatur von 725° C erhitzt und darauf sehr schnell in ein Salzbad mit einer Temperatur von 550° C übergeführt. Der Barren wurde 45 Minuten lang in dem Salzbad belassen, um die isotherme Umwandlung aus der Beta-Phase in die Alpha-Phase stattfinden zu lassen.
Der isotherm umgewandelte Barren zeigte danach ein unregelmäßiges Gefüge mit einer Korngröße, die höchstens 0,3 mm und im Durchschnitt 0,1 mm betrug.
Beispiel 3
Ein Gußbarren einer Uranlegierung aus 0,6 Gewichtsprozent Molybdän, 0,035 Gewichtsprozent Eisen und 0,1155 Gewichtsprozent Aluminium wurde in den Beta-Phasenbereich hinein auf eine Temperatur von 725° C erhitzt und dann sehr schnell in ein Salzbad mit einer Temperatur von 550° C übergeführt. Der Barren wurde 45 Minuten in dem Salzbad belassen, um die isotherme Umwandlung aus der Beta-Phase in die Alpha-Phase stattfinden zu lassen. Der isotherm umgewandelte Barren zeigte danach ein unregelmäßiges Gefüge mit einer Korngröße, die höchstens 0,2 mm und im Durchschnitt 0,10 mm betrug.
Die Verminderung im Molybdängehalt in den erfindungsgemäßen Legierungen, verglichen mit bekannten Molybdänlegierungen, die mindestens 1,2 Gewichtsprozent Molybdän enthalten, ist von Vorteil da, wo die Legierung für die Herstellung von Kernreaktor-Brennstoffelementen eingesetzt wird, und zwar wegen der Verminderung des neutronen-absorbierenden, nicht spaltbaren Materials bei der Konstruktion des Kernreaktorinneren und wegen der Vereinfachung der chemischen Wiederaufarbeitung der bestrahlten Brennstoffelemente.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Feinkörnige Uranlegierung mit niedrigem Molybdängehalt, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus 0,25 bis 0,6 Gewichtsprozent Molybdän, 0,04 bis 0,15 Gewichtsprozent Aluminium und 0,032 bis 0,05 Gewichtsprozent Eisen, Rest Uran und zufällige Verunreinigungen, besteht und durch Erhitzen in das Beta-Phasengebiet hinein auf eine Temperatur im Bereich von 680 bis 750° C mit nachfolgender sehr schneller Abkühlung auf eine Temperatur im Bereich von 450 bis 550° C und Halten auf dieser Temperatur isotherm aus der Beta-Phase in die Alpha-Phase umgewandelt ist.
2. Verwendung einer nach Anspruch 1 zusammengesetzten und wärmebehandelten Legierung für den Gebrauch als Kernbrennstoff in einem Kernreaktor-Brennelement.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1120155.
509 757/343 11.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEU9716A 1962-04-19 1963-04-10 Uranlegierung und Verwendung derselben fuer Kernreaktor-Brennelemente Pending DE1206597B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB15244/62A GB976305A (en) 1962-04-19 1962-04-19 Improvements in or relating to uranium alloys

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1206597B true DE1206597B (de) 1965-12-09

Family

ID=10055627

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU9716A Pending DE1206597B (de) 1962-04-19 1963-04-10 Uranlegierung und Verwendung derselben fuer Kernreaktor-Brennelemente

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BE (1) BE631108A (de)
DE (1) DE1206597B (de)
FR (1) FR1355191A (de)
GB (1) GB976305A (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1120155B (de) * 1958-07-11 1961-12-21 Atomic Energy Authority Uk Uranlegierung und Verfahren zur Waermebehandlung derselben

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1120155B (de) * 1958-07-11 1961-12-21 Atomic Energy Authority Uk Uranlegierung und Verfahren zur Waermebehandlung derselben

Also Published As

Publication number Publication date
BE631108A (de)
GB976305A (en) 1964-11-25
FR1355191A (fr) 1964-03-13

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