DE1201083B - Verfahren zur Herstellung eines mit einem mehrschichtigen Belag zur Daempfung von Koerperschallschwingungen versehenen Bauteiles - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines mit einem mehrschichtigen Belag zur Daempfung von Koerperschallschwingungen versehenen BauteilesInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines mit einem mehrschichtigen Belag zur Dämpfung von Körperschallschwingungen versehenen Bauteiles Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mit einem mehrschichtigen Belag zur Dämpfung von Körperschallschwingungen versehenen Bauteils, wobei der Belag aus mindestens einem Abdeckblech und einer Zwischenschicht aus dämpfenden, viskoelastischen Stoffen, insbesondere weichgemachten Kunststoffen, besteht.
- Bisher werden derartige Beläge auf die zu dämpfenden Bauteile in der Weise aufgebracht, daß zunächst die Zwischenschicht auf das zu dämpfende Bauteil aufgeklebt und dann das Abdeckblech aufgebracht wurde. Bei dieser Arbeitsweise muß z. B. eine Maschine, deren Gehäuse entdröhnt werden soll, im allgemeinen so lange außer Betrieb bleiben, bis der Auftrag der Zwischenschicht beendet ist. Außerdem sind umfangreiche Reinigungsarbeiten notwendig, um das beim Auftragen der Zwischenschicht abgefallene bzw. in die Maschine gelangte Material wieder zu entfernen. Die Zeit für das in zahlreichen Arbeitsgängen aufzutragende Material und für die Trocknung der Zwischenschicht dauert unter Umständen 1 bis 3 Wochen.
- Es ist weiterhin bekannt, Bleche ein- oder beidseitig mit einem dünnen Kunststoffilm zu versehen, wobei der Kunststoffilm eine Stärke bis zu 0,3 mm hat. Insbesondere bei dicken Blechen ist eine Dämpfung von Körperschallschwingungen mit derart dünnen Filmen nicht möglich. Hinzu kommt, daß mit Kunststoff beschichtete Bleche für die Dämpfung von Körperschallschwingungen eines Bauteils von unebener Form nicht verwendet werden können, selbst wenn die Kunststoffbeschichtung die erforderliche Dicke aufweisen würde. Denn eine Verformung des mit der Kunststoffschicht versehenen Bleches zwecks Anpassung an die räumliche Form des zu dämpfenden Bleches ist nut bei sehr dünner Kunststoffbeschichtung ohne Zerstörung der Kunststoffschicht möglich. Bei dickerem Kunststoffauftrag, wie er für die Zwecke der Entdröhnung erforderlich ist, treten ein Brechen und Ablösen der Kunststoffschicht vom Blech ein.
- Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Herstellung einer bezüglich Körperschallschwingungen gedämpften Blechwand in der Weise zu ermöglichen, daß z. B. die Maschine, deren Gehäuse entdröhnt werden soll, während des Auftrags des Dämpfungsbelages nicht oder nur kurze Zeit stillgesetzt zu werden braucht, wobei die Zwischenschicht in der für die Körperschalldämpfung erforderlichen Stärke vorgesehen werden kann, ohne daß bei der Aufbringung auf den zu dämpfenden Bauteil infolge seiner räumlichen Form Beschädigungen oder Zerstörungen des Dämpfungsbelages eintreten.
- Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ein Verfahren der eingangs erwähnten Art vor, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Abdeckblech zuerst der räumlichen Form des zu entdröhnenden Bauteils angepaßt und daß dann die Zwischenschicht mit dem Abdeckblech verbunden wird und beide mit der Zwischenschicht dem zu dämpfenden Bauteil zugekehrt mit diesem verbunden werden.
- Die Beschichtung der Abdeckbleche kann beispielsweise mit Hilfe üblicher Beschichtungsmaschinen erfolgen, durch Aufspritzen mit an sich bekannten Spritzapparaturen oder auch durch Aufkleben fertiger Folien, die jedoch auch in der Hitze aufgeschmolzen werden können. Dämpfungsschichten, die durch Spritzen, Spachteln oder mit Hilfe von Beschichtungsmaschinen aufgetragen werden, können handelsübliche Entdröhnungsmittel sein, also weichgemachte Kunststoffe, die im Gegensatz zu den bisher üblichen »Sandwich«-Zwischenschichten Füllstoffe enthalten. Durch diese Art der Beschichtung entfallen auch die Schwierigkeiten, die mit dem blasenfreien Verkleben von ungefüllten Kunststoffolien verbunden sind.
- Durch die Erfindung werden dadurch, daß die kombinierte Dämpfungsschicht zuerst auf das vorgefertigte Abdeckblech aufgetragen und dann die Schichtkombination als fertiges Bauelement auf dem zu dämpfenden Blech, z. B. auf einem Maschinengehäuse befestigt wird, erhebliche Vorteile erreicht.
- 3bisher mußten auf diclren Blechen Entdröhnungsmittel in zahlreichen einzelnen Arbeitsgängen auf-
Claims (9)
- gespritzt oder gespachtelt werden, wobei jede Schicht vor dem Aufbringen der nächsten gut durchtrocknen mußte. Während der Zeit des Aufbaues dieser gesamten Dämpfungsschicht, die unter Umständen eine bis zwei Wochen in Anspruch nimmt, kann die Maschine nicht in Betrieb genommen werden. Gemäß der Erfindung wird demgegenüber das Abdeckblech abseits der zu entdröhnenden Maschinen vorbereitet, und die Maschine wird nur vorübergehend, während des Überstülpens der vorgefertigten Schichtkombination, außer Betrieb genommen, was längstens innerhalb eines Tages geschehen kann. Dabei ist die Erfindung nicht nur im allgemeinen Maschinen- und Elektromaschinenbau anwendbar, sondern auch im Schiffsbau, Waggonbau, Karosseriebau usw.Die Befestigung der vorgefertigten Schichtkombination kann durch Kleben, Gelieren oder heißes Aufpressen erfolgen. Da die Verklebung über der gesamten zu beschichtenden Fläche gleichmäßig erfolgen muß, eignen sich hierzu die bekannt gewordenen Selbstkleber, die bei kräftigem Andrücken der aufzuklebenden Schicht die notwendige Adhäsion vermitteln. Sie werden bei der Herstellung des dämpfenden Bauelementes bereits als selbstklebende Schicht auf die offene Kunststoffseite aufgetragen.Zum Verkleben schwerer Bauelemente verwendet man vorteilhaft Zweikomponentenkleber, d. h. Kleber, die aus Kunststoffen bestehen, die durch chemische Reaktion, wie Polyaddition, Polykondensation oder Polymerisation, in sich aushärten und so die Verbindung zwischen Blech und dämpfendem Bauelement herstellen.Besteht die dämpfende Kunststoffschicht aus einer gelierfähigen Paste, so kann die Verklebung gleichzeitig mit dem Gelierprozeß erfolgen. In analoger Weise können aber auch die dämpfenden Bauelemente beim Aufbringen auf das zu dämpfende Blech bis über den Erweichungspunkt der Kunststoffzwischenschicht erwärmt werden. Werden sie dann unter gleichzeitigem Pressen abgekühlt, ist die Haftung des Bauelementes auf dem Untergrund ebenso gegeben wie bei einer üblichen Verklebung.In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der vorgefertigten Schichtkombination in schematischen Schnitten dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen zweischichtigen Belag mit dem zu dämpfenden Blech je für sich, F i g. 2 den Belag nach F i g. 1 in Verbindung mit dem Blech, Fig. 3 und 4 in der gleichen Darstellung einen vierschichtigen Belag und F i g. 5 und 6 in der gleichen Darstellung einen der Form des zu dämpfenden Bleches angepaßten formhaltig ausgebildeten Belag aus zwei Schichten.Das zu dämpfende Blech ist jeweils mit 1 bezeichnet. Es kann beliebig gestaltet, z. B. entsprechend F i g. 1 bis 4 ein ebenes Blech oder entsprechend Fig.5 und 6 ein gewölbtes Blech eines Maschinengehäuses sein.Der Dämpfungsbelag, der in seiner Gesamtheit jeweils mit B bezeichnet ist, wird, wie aus Fig. 1, 3 und 5 ersichtlich ist, durch eine als fertiges Bauelement vorgefertigte Schichtkombination gebildet. kombination jeweils aus einer Entdröhnungsschicht 2 und einem dünnen Abdeckblech 3. Nach den F i g. 3 und 3 enthält die Schichtkombination noch eine weitere Schicht aus einem Entdröhnungsmittel 4 sowie ein Abdeckblech 5.Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung eines mit einem mehrschichtigen Belag - bestehend aus mindestens einem Abdeckblech und einer Zwischenschicht aus dämpfenden, viskoelastischen Stoffen, insbesondere weichgemachten Kunststoffen -zur Dämpfung von Körperschallschwingungen versehenen Bauteils, z. B. für Maschinen und Fahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckblech (3) zuerst der räumlichen Form des zu entdröhnenden Bauteils angepaßt wird und danach die Zwischenschicht(2) mit dem Abdeckblech (3) verbunden wird und beide, mit der Zwischenschicht dem zu dämpfenden Bauteil zugekehrt, mit diesem verbunden werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffzwischenschicht (2) bzw. -schichten durch Aufkleben von fertigen Kunststoffolien gebildet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie bzw. -folien aufgeschmolzen wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffzwischenschicht bzw. -schichten auf das bzw. die Abdeckbleche durch Spritzen, Spachteln oder mit Hilfe von Beschichtungsmaschinen aufgetragen wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß den weichgemachten Kunststoffen Füllstoffe zugefügt werden.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die offene Kunststoffseite der Schichtkombination mit einer Schicht eines selbstklebenden Stoffes versehen wird.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die offene Kunststoffseite der Schichtkombination an dem zu dämpfenden Element mittels eines Zweikomponentenklebers befestigt wird.
- 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verklebung bei gelierfähiger Paste gleichzeitig mit dem Gelierprozeß erfolgt.
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Belag beim Aufbringen auf das zu dämpfende Blech bis über den Erweichungspunkt der offenen Kunststoffschicht erwärmt und anschließend unter Ausübung eines zum Aufpressen des Belages auf das Blech dienenden Druckes abgekühlt wird.In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 428 591; Kunststoff-Plastics, 1958, S. 216 bis 219.
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DE1201083B true DE1201083B (de) | 1965-09-16 |
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1962
- 1962-04-12 DE DEST19090A patent/DE1201083B/de active Pending
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