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Hochförderer Die Erfindung geht aus von einem Hochförderer mit in
sich geschlossenen, übereinander angeordneten Teilförderbändern, welche wenigstens
eine oberste und/oder eine unterste Serpentinenwindung bilden.
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Ein bekannter Hochförderer dieser Art dient dazu, zerbrechliche,
flache Gegenstände, wie z. B. Kekse oder Zwiebäcke, von einer Höhenlage in eine
andere, z. B. zwischen den verschienden Stockwerken einer Kekswarenfabrik, nach
oben oder unten zu fördern.
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Demgegenüber wird mit der vorliegenden Erfindung bezweckt, einen z.
B. für Schiffsentladung bestimmten Hochförderer der genannten Art so zu gestalten,
daß er allen in Betracht kommenden Betriebsbedingungen in wirtschaftlicher Weise
gerecht wird. Die Erfindung besteht in erster Linie darin, daß das oberste und/oder
das unterste Teilförderband unabhängig von dem iibrigen Teil des Hochförderers um
eine lotrechte Achse schwenkbar ist, die im Bereich der Gutaufgabe auf das Teilförderband
bzw. der Gutabgabe von diesem liegt. Hierdurch wird es einerseits möglich, durch
Verschwenken der unten Serpentinenwindung und des zugehörigen Aufgabebandes das
in einem Schiffsraum od. dgl. befindliche Schüttgut in einem großem Umkreis um die
betreffende Luke an den Senkrechtförderer heranzubringen. Anderserseits ermöglicht
es die Verschwenkung der oberen Serpentinenwindung um die lotrechte Achse, daß das
hochgeförderte Gut über Deck nach verschiedenen Abförderstellen im Umkreis von 3600
abgegeben werden kann.
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Bei einem Hochförderer nach der Erfindung sind zweckmäßig der Austrageförderer
und/oder der Aufgabeförderer um dieselbe lotrechte Achse wie das die oberste bzw.
die unterste Serpentinenwindung bildende Teilförderband, und zwar unabhängig von
diesen Teilförderbändern, schwenkbar.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt; und zwar zeigen Fig. 1, 3, 5, 7, 9 und 11 einen Hochförderer in Seitenansicht
bei verschiedenen Stellungen und F i g. 2, 4, 6, 8, 10 bzw. 12 die zugehörigen Draufsichten.
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Der Hochförderer hat zwei Serpentinenwindungen, er hat somit in seiner
Grundstellung nach Fig. 1 und 2 in Seitenansicht eine S-Form. Jede Serpentinenwindung
wird durch ein endloses, in einem Halbkreis geführtes Förderband 1 bzw. 2 gebildet.
Die nicht dargestellten Traggerüste dieser Bänder sind unabhängig voneinander um
eine lotrechte Achse 3 schwenkbar. Der Hauptteil jedes Bandes mit der oberen Umlenkrolle
4 bzw. 5 befindet sich auf einer Seite der Achse 3, und nur der Aufgabeteil des
Bandes, der um die untere Umlenkrolle 6 bzw. 7 geführt ist, reicht über die Achse
3 hinaus. Das konvex sich nach unten bewegende Trum jedes Förderbandes 1, 2 ist
durch nicht dargestellte Rollen kreisbogenförmig geführt. Auf der konkaven Seite
jedes Bandes 1, 2 befindet sich ein Deckband 8 bzw. 9, dessen konvex geführtes Trum,
das durch nicht dargestellte Rollen unterstützt wird, sich etwa mit der gleichen
Geschwindigkeit nach oben bewegt wie das konkav geführte Trum des Bandes 1 bzw.
2. Auch die konkaven Trume der Deckbänder 8, 9 sind durch nicht dargestellte Tragrollen
unterstützt.
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Das Fördergut wird dem Hochförderer durch ein Band 10 zugeführt,
das in bezug auf die Achse 3 radial verläuft und dessen Abwurfrolle 11 oberhalb
der Umlenkrolle 6 des Bandes 1 angeordnet ist. Zum Abführen des hochgeförderten
Gutes dient ein Band 12, dessen Umlenkrolle 13 an der Aufgabestelle unterhalb der
Umlenkrolle 5 des Bandes 2 liegt. Die Trommeln 11, 4 und 5 sind so angeordnet, daß
die betreffenden Abwurfstrahlen auf das darunter befindliche Band möglichst nahe
der lotrechten Achse 3 auftreffen.
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Die Traggerüste des Zuförderbandes 10 und des Abförderbandes 12 sind
unabhängig von den Traggerüsten der Bänder 1, 2 um die lotrechte Achse 3 schwenkbar.
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Fig.3 und 4 zeigen, daß das obere Band 2 zusammen mit dem Deckband
9 gegenüber dem unteren Band 1 um die Achse 3 um 900 verschwenkt ist.
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Gegenüber dem Band 2 ist das Austrageband 12 seinerseits um die Achse
3 wenigstens in einem Bereich von 1800 gemäß dem Pfeill4 in Fig.4 verschwenkbar.
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Die Fig. 5 und 6 zeigen, daß das obere Band 2 gegenüber dem unteren
Band 1 im entgegengesetzten Sinn wie gemäß Fig. 3 und 4 um 900 verschwenkt ist.
Gegenüber dieser Stellung des Bandes 2 kann das
Abförderband 12,
wie der Pfeil 15 in F i g. 6 zeigt, in einem Bereich von wenigstens 1800 verschwenkt
werden. Die Verschwenkungsmöglichkeit des Bandes 2, die ebenfalls einen Winkelbereich
von wenigstens 1800 umfaßt, ist in Fig. 4 und 6 durch Pfeile 16 gekennzeichnet.
Das Zusammenwirken der Verschwenkungen des oberen Bandes 2 und des Austragbandes
12 haben zur Folge, daß das letztere gegenüber dem unteren Teil des Hochförderers
insgesamt um 360° verschwenkt werden kann. Es ist daher möglich, im vollen Umkreis
das hochgeförderte Gut auf die nachfolgenden Abfördereinrichtungen zu verteilen.
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Die Fig. 7 bis 12 veranschaulichen, daß das untere Band 1 unabhängig
von dem oberen Band 2 aus seiner in F i g. 1 und 2 dargestellten Mittellage heraus
nach beiden Seiten um wenigstens 900, also insgesamt um wenigstens 1800, verschwenkt
werden kann (vgl. den Pfeil 17 in Fig. 8).
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Nach F i g. 7 und 8 wird das Zuförderband 10 seinerseits gegenüber
dem Band 1 in einem Bereich von wenigstens 1800 verschwenkt, was in Fig. 8 für die
mit ausgezogenen Linien dargestellte Lage des Bandes 1 durch den Pfeill8 angedeutet
ist. Wenn das Band 1 die in F i g. 8 mit strichpunktierten Linien dargestellte Lage
einnimmt, die gegenüber der mit ausgezogenen Linien dargestellten Lage um 1800 verschwenkt
ist, kann das Zuförderband 10 in dem dem Pfeil 18 gegenüberliegenden Bereich gegenüber
dem Band 1 um wenigstens 1800 verschwenkt werden.
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Insgesamt ergibt sich sonach auch für das Zuförderband 10 ein Schwenkbereich
von 3600. Man hat daher die Möglichkeit, z. B. im Laderaum eines Schiffes das Fördergut
von allen Seiten her dem Hochförderer zuzuführen.
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Das gleiche Ziel kann gemäß F i g. 9 bis 12 auch erreicht werden,
wenn das Zuförderband 10 nicht relativ zu dem unteren Band 1, sondern nur zusammen
mit diesem um die Achse 3 verschwenkt wird. In diesem Fall kann man durch Verschwenkung
des oberen Bandes 2 aus seiner Mittellage heraus um 900 nach beiden Seiten, also
insgesamt um 1800 gemäß den Pfeilen 19 in Fig. 10 und 12, erreichen, daß das untere
Band 1 zusammen mit dem Zuförderband 10 insgesamt um 3600 verschwenkt werden kann.
Man kann nämlich bei der in F i g. 10 dargestellten Lage des oberen Bandes 2 gegenüber
diesem die Bänder 1 und 10 wenigstens in einem Bereich von 1800 gemäß dem Pfeil
20 und sogar noch
darüber hinaus, wie die Stellung 1', 10' zeigt, verschwenken. Gegenüber
der in Fig. 12 dargestellten Lage des oberen Bandes 2 lassen sich die Bänder 1 und
10 gemäß dem Pfeil 21 um wenigstens 1800 verschwenken, so daß sich insgesamt ein
Schwenkbereich von 3600 ergibt.
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Im Rahmen der Erfindung liegt es naturgemäß, wenn der Hochförderer
mehr als zwei Serpentinenwindungen aufweist. Es können also zwischen dem unteren
Band 1 und dem oberen Band 2 weitere Serpentinenwindungen vorgesehen sein, die dann
z. B. durch ein einziges zusammenhängendes Förderband mit einem Deckband gebildet
werden können und nicht um die lotrechte Achse 3 verschwenkbar sein müssen. Es ist
auch möglich, daß nur das obere Band 2 oder nur das untere Band 1 um die lotrechte
Achse verschwenkbar sind. Ferner liegt es im Rahmen der Erfindung, wenn zum Zufördern
des Fördergutes und/oder zum Abfördern an Stelle von Förderbändern irgendwelche
anderen Fördermittel verwendet werden, z. B. Rollenförderer oder auch Rutschen.