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DE1192923B - Photographischer Verschluss mit zwei Sektorensystemen - Google Patents

Photographischer Verschluss mit zwei Sektorensystemen

Info

Publication number
DE1192923B
DE1192923B DEC28357A DEC0028357A DE1192923B DE 1192923 B DE1192923 B DE 1192923B DE C28357 A DEC28357 A DE C28357A DE C0028357 A DEC0028357 A DE C0028357A DE 1192923 B DE1192923 B DE 1192923B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
main drive
opening
gear
link
input
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC28357A
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Lermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compur Werk GmbH and Co
Original Assignee
Compur Werk GmbH and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compur Werk GmbH and Co filed Critical Compur Werk GmbH and Co
Priority to DEC28357A priority Critical patent/DE1192923B/de
Priority to US321173A priority patent/US3225674A/en
Publication of DE1192923B publication Critical patent/DE1192923B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters
    • G03B9/10Blade or disc rotating or pivoting about axis normal to its plane
    • G03B9/18More than two members
    • G03B9/22More than two members each moving in one direction to open and then in opposite direction to close, e.g. iris type

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Photographischer Verschluß mit zwei Sektorensystemen Die Erfindung bezieht sich auf einen photographischen Verschluß mit zwei in einem gemeinsamen Verschlußgehäuse untergebrachten, je ein eigenes Hauptantriebsorgan aufweisenden Sektorensystemen, von denen eines zum Öffnen und das andere zum Schließen der Verschlußdurchgangsöffnung dient.
  • Es sind bereits Schlitzverschlüsse mit öffnungs-und Schließvorhängen bekannt, bei welchen zur Bemessung der Belichtungszeit jeweils vom ablaufenden Öffnungsvorhang nach einer besstimmten, einstellbaren Zeitspanne der Schließvorhang zum Ablauf freigegeben wird. Zur wahlweisen Einstellung der Zeitspanne bzw. der Belichtungszeit wird der Freigabezeitpunkt des Schließvorhanges über zueinander einstellbare und axial bzw. radial wirkende Steuerkurven mit zugeordneten Sperrhebeln gesteuert. Die Anwendung von axial oder radial wirkenden Steuerkurven im Einstellgetriebe ist aber im Hinblick auf den während der Einstellung bzw. des Ablaufes erforderlichen Umraum nur bei Schlitzverschlüssen sinnvoll möglich, die im Kameragehäuse selbst eingebaut sind und deshalb die erwähnten Steuerkurven mit einer gewissen Freizügigkeit unterzubringen gestatten. Ein weiterer Nachteil der mit Steuerkurven ausgerüsteten Einstellanordnungen ergibt sich aus einer zwangläufigen, durch den Ablaufwinkel bestimmten Zuordnung der Kettenglieder zueinander und zu den Steuerkurven.
  • Ferner wurde bei einer anderen Schlitzverschlußbauart vorgeschlagen, den Ablaufbeginn des Schließvorhanges über ein vom Öffnungsvorhang angetriebenes Planetenradgetriebe zu ändern. Bei diesem Getriebe ist das Antriebsrad auf der Achse des Öffnungsvorhanges befestigt, während zwei Planetenräder, die über eine vom Zeiteinstellknopf beliebig verstellbare Mitnehmerkupplung zusammenarbeiten, auf einem um die Achse des Antriebsrades schwenkbaren Arm gelagert sind, welcher beim Abrollen des einen Planetenrades in der Verzahnung des Zeiteinstellknopfes verschwenkt wird und dabei eine Sperre für den Schließvorhang freigibt. Von der Vielzahl der bei diesen Planetenradgetriebe erforderlichen Aufbauelemente abgesehen, hat eine solche Bauart noch den Nachteil, daß die Achse des Zeitcinstellknopfes bzw. seiner Verzahnung stets koaxial zur Achse des Antriebsrades, d. h. zu Vorhangsachsen, liegen muß, um die Schwenkbewegung des die Planetenräder tragenden Armes zu ermöglichen. Eine solche Anordnung ist aber auch nur bei Schlitzverschlüssen sinnvoll anwendbar, die im Kameragehäuse untergebracht sind und deshalb eine freizügige Raumgestaltung zulassen. Die Erfindung bezieht sich dagegen auf einen Verschluß mit zwei Sektorensystemen, die in einem eigenen Verschlußgehäuse mit der bei Sektorenverschlüssen üblichen Ringform eingebaut sind, in welchem darüber hinaus auch die Antriebsmechanismen beider Sektorensysteme und die zugeordneten Hemm- bzw. Vorlaufwerke untergebracht werden müssen. Bei dieser Verschlußgattung mit sehr gedrängten Raumverhältnissen sind aber die bei Schlitzverschlüssen üblichen Anordnungen im Einstellgetriebe kaum anwendbar.
  • Die Erfindung hat deshalb zur Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einstellanordnungen zu beseitigen und eine als Differential ausgebildete, einstellbare Getriebekette zwischen dem Öffnungssystem und dem Sperrglied für das Schließsystem derart zu gestalten, daß es ohne Schwierigkeiten auch für Sektorenverschlüsse mit einem eigenen, raumgedrängten Verschlußgehäuse anwendbar ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Eingangsglied und das Ausgangsglied des Getriebes mit je einem Sonnenrad fest verbunden sind, während ein das Planetenrad tragender Steg zur Veränderung der Relativlage zwischen Eingangsglied und Ausgangsglied durch das Zeiteinstellglied des Verschlusses verstellbar ist. Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung des Differentialgetriebes wird außerdem die Möglichkeit geschaffen, den Anfangswinkel bzw. die Anfangsstellung zwischen Eingangsglied und Ausgangsglied der Getriebekette in beliebiger Größe bzw. Lage zu halten.
  • Bei Anwendung der erfindungsgemäßen Merkmale an einem Spannverschluß mit einem in Spannstellung versperrbarenHauptantriebsorgan für jedes Sektorensystem, ist es von besonderem Vorteil, das Hauptantriebsorgan des Öffnungssystems durch einen Auslöser in Spannstellung, sperrbar zu gestalten und mit einem Mitnehmer auszurüsten, welcher beim Ablauf mit dem Eingangsglied der Getriebekette in Eingriff kommt, während das Ausgangsglied dieser Getriebekette das Hauptantriebsorgan des Schließsystems in Spannstellung hält.
  • Eine genau arbeitende und leicht bedienbare Einstelleinrichtung ergibt sich in Weiterbildung der Erfindung dadurch, daß in der Ruhelage des Verschlusses das Eingangsglied der Getriebekette mit dem Hauptantriebsorgan des Öffnungssystems und einem ortsfesten Anschlagglied in Formschlußeingriff steht und dadurch gegen eine Bewegung gesichert ist, während das Ausgangsglied der Getriebekette frei beweglich ist. In der Spannstellung des Verschlusses kann dagegen das Ausgangsglied der Getriebekette mit dem Hauptantriebsglied des Schließsystems im Reibungsschluß stehen und dadurch gegen eine Bewegung gesichert sein, während das Eingangsglied der Getriebekette frei beweglich ist.
  • Die Erfindung ist in der nachstehenden Beschreibung an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 den Verschluß in Ansicht, F i g. 2 und 3 einen Querschnitt durch den Verschluß nach Linie 11-II bzw. III-111 der F i g. 5 im größeren Maßstab, F i g. 4 bis 7 den Verschluß in verschiedenen Betriebsstellungen in Draufsicht bei abgenommener Frontplatte und im größeren Maßstab und F i g. 8 bis 11 verschiedene Verschlußarbeitsdiagramme.
  • Im Verschlußgehäuse 10 sind zwei voneinander unabhängig ablaufende Sektorensysteme untergebracht, von denen eines zum Öffnen und das andere zum Schließen der Verschlußdurchgangsöffnung dient. Jedes Sektorensystem umfaßt beispielsweise fünf Sektoren, von denen jedoch der übersichtlichkeit halber nur ein Öffnungssektor 12o und ein Schließsektor 12s dargestellt sind. Alle zehn Sektoren sind von gleicher Gestalt und aus gleichem Material gefertigt, so daß sie untereinander vertauschbar sind. Die beiden Sektorensysteme sind in zwei axial hintereinanderliegenden Räumen untergebracht, welche durch zwei in das Verschlußgehäuse eingelassene Platinen 14, 16 und eine Zwischenplatine 18 gebildet sind. Dabei ist stets ein öffnungssektor 12o und ein Schließsektor 12s auf einem gemeinsamen, ortsfesten und in den Platinen 14, 16, 18 eingelassenen Lagerzapfen 20 gelagert, der durch Schlitze 12oo bzw. 12ss der Sektoren hindurchgreift. Zum Verschwenken der Sektoren sind zwei Antriebsringe 22o bzw. 22s vorgesehen, welche je fünf Antriebsstifte 24 o bzw. 24 s tragen, die in zugeordnete Antriebslöcher der Sektoren eingreifen. Je ein Mitnehmerstift 24oo bzw. 24ss ist an den Antriebsringen derart angebracht, daß er in den Schlitz der zugeordneten Hauptantriebsscheibe 26o bzw. 26s eingreift. Diese Hauptantriebsscheiben sind an ortsfesten Lagerachsen 28o bzw. 28s drehbar gelagert und mit Antriebsfedern 30o bzw. 30s ausgerüstet, deren jede einerseits ortsfest verankert und andererseits mit der Hauptantriebsscheibe gekuppelt ist. Da die Hauptantriebsscheibe 26s des Schließsystems hinter der Sektorenebene liegt, ist sie mit einer vor dieser Ebene angeordneten Hilfsscheibe 32 fest verbunden, an welcher die Antriebsfeder 30s angreift.
  • Zum Spannen der Hauptantriebsfedern dient ein im Verschlußgehäuse 10 um die optische Achse drehbar gelagerter und mit zwei Spannstiften 34o bzw. 34s ausgerüsteter Spannring 34, der mit seiner Nase 34 n durch eine Rückstellfeder 36 entgegen dem Uhrzeigersinn gegen einen Ruheanschlag 10r des Verschlußgehäuses gedrückt wird. Dabei kann einer der Spannstifte 34 o bzw. 34 s nach rückwärts verlängert sein, durch die Verschlußrückwand nach außen ragen und hier mit einer kameraseitigen Einrichtung, z. B. mit dem Filmtransportgetriebe, kuppelbar sein. Während der im Uhrzeigersinn erfolgenden Spannbewegung des Ringes 34 drückt zunächst der Spannstift 34 o unmittelbar gegen die Hauptantriebsscheibe 26o, während später der Spannstift 34s gegen einen Umkehrhebel 38 drückt, welcher mit der Nase 32n der Hilfsscheibe 32 zusammenarbeitet. Die Hauptantriebsscheibe 26o wird in Spannstellung durch einen Handauslöser 40 gehalten, während die Hauptantriebsscheibe 26s durch eine Sperrklinke 42 in gespannter Stellung gehalten wird.
  • Die Sperrklinke 42 bildet das Ausgangsglied eines nach Art eines Differentials ausgebildeten Getriebes, dessen Eingangsglied ebenfalls als Klinke ausgebildet und mit 44 bezeichnet ist, sowie in die Bewegungsbahn einer Nase 26 oa der Hauptantriebsscheibe 26 o eingreift. Die beiden Klinken 42, 44 sind an einer im Verschlußgehäuse 10 ortsfest eingesetzten Lagerhülse 46 drehbar gelagert und mit Zahnrädern 42z und 44z fest verbunden. In diese Zahnräder greift ein Doppelzahnrad 48 ein, dessen beide Umfangsverzahnungen 48z und 48 zz verschiedene Teilkreise besitzen und mit den entsprechend verzahnten Zahnrädern 42z und 44z im Eingriff stehen. Das Doppelzahnrad 48 sitzt auf einem Zapfen 50 p eines Steges 50, welcher mit einem weiteren Zapfen 50 pp in der Lagerhülse 46 schwenkbar gelagert ist. Die Zahnräder 42z und 44z stellen somit die Sonnenräder des Differentials dar, während das Doppelzahnrad 48 mit seinen Verzahnungen 48 z und 48 zz das Planetenrad bildet.
  • Ein Steuerstift 50 r ist am Steg 50 gegenüber dem Zapfen 50p angebracht und greift in die Steuerkurve 52r eines Zeitstellringes 52 ein, welcher an der Frontseite des Verschlusses drehbar gelagert ist und mit einem äußeren, die Belichtungszeitskala 52s tragenden Einstellring 52 e auf Drehbewegung gekuppelt ist.
  • Wenn der Steuerstift 50 r des Steges 50 durch die Steuerkurve 52r des Zeitstellringes 52 unbeweglich gehalten ist, dann wird während des Verschlußablaufs die Bewegung der Eingangsklinke 44 mit entsprechender Winkelübersetzung auf die Ausgangsklinke 42 übertragen und dieselbe mitbewegt. Wenn dagegen während der Einstellung der Steuerstift 50 r durch die Steuerkurve 52r zu einer Schwenkbewegung um die Achse des Zapfens 50 pp gezwungen und eine der Klinken 42 bzw. 44 unbeweglich gehalten wird, dann kann durch das Differentialgetriebe die andere, frei bewegliche Klinke 44 bzw. 42 in eine neue Relativlage gegenüber der unbeweglichen Klinke gebracht werden. Man kann also durch Verstellen des Steuerstiftes 50r die Relativlage, also den Winkel zwischen den beiden Klinken 42, 44 verändern.
  • In der Ruhelage des Verschlusses nach einer durchgeführten Aufnahme (F i g. 4) ist die Eingangsklinke 44 zwischen dem Umfang der Hauptantriebsscheibe 26 o und einem Anschlag 54 in Formschluß unbeweglich gehalten, während die Ausgangsklinke 42, nur durch eine schwache Richtfeder 56 belastet, frei beweglich ist. Der Anschlag 54 sitzt fest im Verschlußgehäuse 10 und ist zwecks Dämpfung und Spielausgleich aus einem elastischem Material, beispielsweise Gummi, hergestellt. In der Spannstellung des Verschlusses (F i g. 5) ist - im Gegensatz zu der eben beschriebenen Ruhelage - die Ausgangsklinke 42 durch die Hauptantriebsscheibe 26s in Reibungsschluß unbeweglich gehalten, während die Eingangsklinke 44 frei beweglich ist. Der Bedienende kann somit in jeder Betriebslage des Verschlusses durch Verdrehen des Einstellringes 52s die Winkelstellung der beiden Klinken 42, 44 in einem bestimmten Bereich beliebig und kontinuierlich verändern.
  • In F i g. 4 ist der Verschluß in Ruhelage nach einer Aufnahme dargestellt. Beide Sektorensysteme sind mit ihren Antrieben in der abgelaufenen Stellung gezeigt, wobei die Sektoren 12o des Öffnungssystems außerhalb der Verschlußdurchgangsöffnung liegen, während die Schließsektoren 12s diese öffnung verschließen. Wird nun der Verschluß gespannt und der Spannring 34 zu diesem Zweck im Uhrzeigersinn bewegt, so kommt zunächst sein Spannstift 34 o mit der schrägen Umfangsfläche 26of der Hauptantriebsscheibe 26 o in Eingriff und verschwenkt dieselbe im Uhrzeigersinn, wobei die Antriebsfeder 30 o gespannt wird. Kurz danach kommt der Stift 24 oo des Antriebsringes 22 o mit dem Schlitz 26 oo der Hauptantriebsscheibe 26o in Eingriff, so daß dieser Antriebsring nun mitbewegt wird und die Sektoren 12o des Öffnungssystems bei der weiteren Spannbewegung die Verschlußdurchgangsöffnung ganz verschließen. Nun kommt auch der zweite Spannstift 34s des Spannringes mit dem Umlenkhebel 38 in Eingriff und verschwenkt die Hauptantriebsscheibe 32, 26s entgegen dem Uhrzeigersinn, wobei während des Anspannens der Feder 30s nacheinander der Eingriff zwischen dem Stift 24ss und dem Schlitz 26ss hergestellt und die Sektoren 12s des Schließsystems aus der Verschlußdurchgangsöffnung herausbewegt werden. In der Spannstellung nach F i g. 5 sind die Hauptantriebsscheibe26o durch den Handauslöser 40 und die Hauptantriebsscheibe 26s durch die Sperrklinke 42 des Differentialgetriebes gehalten.
  • Durch Verdrehen des Zeiteinstellringes 52e wird der gewünschte Wert der Belichtungszeitskala 52s gegenüber der ortfesten Marke 10m eingestellt und dabei über die mitbewegte Steuerkurve 52r der Steuerstift 50r des Differentialgetriebes eingestellt. Die Eingangsklinke 44 nimmt hierbei eine bestimmte, der Einstellung entsprechende Relativlage gegenüber der Ausgangsklinke 42 und der Nase 26 oa der Hauptantriebsscheibe 26o ein. , Durch Betätigen des Handauslösers 40 wird der gespannte Hauptantrieb des Öffnungssystems zum Ablauf freigegeben. Die Hauptantriebscheibe 26o läuft unter Wirkung der Antriebsfeder 30o aus der Stellung gemäß F i g. 5 entgegen dem Uhrzeigersinn ab, wobei der Antriebsring 22o mitgenommen und über einen bestimmten Winkelbetrag im Uhrzeigersinn bewegt wird, so daß die öffnungssektoren 12o aus der Verschlußdurchgangsöffnung herausbewegt werden. Der Belichtungsvorgang beginnt also, In einer bestimmten, durch die Lage der Eingangsklinke gegebenen Zeitspanne nach Beginn der Ablaufbewegung des öffnungssystems kommt die Nase 26 Da in Eingriff mit dieser Eingangsklinke 44 und verschwenkt sie im Uhrzeigersinn. Die durch das Differentialgetriebe mit der Eingangsklinke 44 auf Bewegung gekuppelte Ausgangsklinke 42 beginnt sich von dem Augenblick an auch im Uhrzeigersinn zu bewegen, bis sie den gespannten Hauptantrieb 32, 26s des Schließsystems frei gibt, wie F i g. 6 zeigt. Die Schließsektoren 12s beginnen nun --- über den Antriebsring 22s getrieben ---- von außen gegen die Mitte der Verschlußöffnung sich zu bewegen, so daß die Schließphase des Belichtungsvorganges beginnt, sobald die Schließsektoren 12s den Rand der Verschlußdurchgangsöffnung erreicht und überschritten haben (F i g. 7). Der Belichtungsvorgang ist dann beendet, wenn - wie F i g. 4 zeigt - die Schließsektoren 12s die Verschlußdurchgangsöffnung verschließen, während die Öffnungssektoren 12o nun außerhalb dieser öffnung liegen.
  • Durch Einstellen der Relativlage der beiden Klinken 42, 44 des Einstellgetriebes läßt sich - wie die schematischen Öffnungsdiagramme nach F i g. 8 bis 11 zeigen - die Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt der Auslösung des Öffnungssystems und dem Zeitpunkt der Auslösung des Schließsystems in bestimmten, durch den Verschlußaufbau gegebenen Grenzen (Z min bis Z max) in sehr einfacher Weise kontinuierlich regeln und damit die Belichtungszeit beliebig einstellen. Bei Verwendung von ausreichend starken Antriebsfedern lassen sich mit Hilfe des Einstellgetriebes Belichtungszeiten (Effektivzeiten t,) von etwa 1/2ooo bis 1/soo Sekunde mit gegebenen, konstanten Antriebsfedern (30o; 30s) bei voller Verschlußdurchgangsöffnung (D voll) erreichen. Dies läßt sich bewerkstelligen, weil keiner der Sektoren während des Belichtungsvorganges einer Bewegungsumkehr unterworfen wird, und weil der langsame Anlauf beider Sektorensysteme nach ihrer jeweiligen Auslösung in der Überdeckung (Uo bzw. Us) vor sich geht, so daß, wie die Diagramme nach F i g. 8 bis 11 zeigen, nur die steilen Bewegungsflanken beider Systeme zur Bildung des Belichtungsdiagramms herangezogen werden.
  • Für längere Belichtungszeiten (1/25o Sekunde und länger) wird man ein durch den Zeitsteuerring auf verschieden starke Hemmstufen schaltbares Hemmwerk (H zus) bekannter Art anwenden und es auf das Schließsystem sofort nach seiner Auslösung einwirken lassen, um den Ablaufbeginn dieses Systems über eine noch längere Zeitspanne hinauszögern zu können.
  • Man könnte mit dem beschriebenen Verschlußsystem bei gleichen Antriebsfederkräften die Belichtungszeiten unter die für volle Öffnung angegebene Grenze noch weiter verkürzen, indem man die Eingangsklinke 44 dicht vor die Nase 46 oa des Hauptantriebs 26o einstellt und auf diese Weise sofort bei Beginn der öffnungsphase auch die Ausgangsklinke 42 mitnimmt, so daß der Auslösezeitpunkt des Schließsystems in kürzestmöglicher Zeitspanne (Z min) nach dem Auslösezeitpunkt des öffnungssystems erfolgt. Hierbei ließen sich Belichtungszeiten bis zu beispielsweise 1/sooo Sekunde erreichen (F i g. 11), wobei allerdings durch die beiden Systeme während des Belichtungsvorganges die Verschlußdurchgangsöffnung nicht bis zum vollen Durchmesser (D voll) freigegeben würde, sondern nur bis zu einem bestimmten, kleineren öffnungsdurchgang (Da).

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Photographischer Verschluß mit zwei in einem gemeinsamen Verschlußgehäuse untergebrachten, je ein eigenes Hauptantriebsorgan aufweisenden Sektorensystemen, von denen eines zum Öffnen und das andere zum Schließen der Verschlußdurchgangsöffnung in der Weise dient, daß durch das zum Ablauf ausgelöste öffnungssystem nach einer Zeitspanne ein das Schließsystem zum Ablauf freigebendes Sperrglied über eine als Differential ausgebildete Getriebekette betätigt wird, wobei das Eingangsglied dieser Getriebekette in der Ablaufbahn eines öffnungssystemelements liegt, während das Ausgangsglied derselben Getriebekette das Sperrglied für ein Schließsystemelement bildet oder betätigt, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingangsglied (44) und das Ausgangsglied (42) mit je einem Sonnenrad (44z und 42z) fest verbunden ist, während ein das Planetenrad (48) tragender Steg (50) zur Veränderung der Relativlage zwischen Eingangsglied und Ausgangsglied durch das Zeiteinstellglied (52) des Verschlusses verstellbar ist.
  2. 2. Photographischer Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptantriebsorgan des Öffnungssystems durch einen Auslöser in Spannstellung sperrbar ist und einen Mitnehmer trägt, welcher beim Ablauf mit dem Eingangsglied der Getriebekette in Eingriff kommt, während das Ausgangsglied dieser Getriebekette das Hauptantriebsorgan des Schließsystems in Spannstellung hält.
  3. 3. Photographischer Verschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ruhelage des Verschlusses das Eingangsglied der Getriebekette mit dem Hauptantriebsorgan des Öffnungssystems und einem ortsfesten Anschlagglied in Formschlußeingriff steht und dadurch gegen eine Bewegung gesichert ist, während das Ausgangsglied der Getriebekette frei beweglich ist.
  4. 4. Photographischer Verschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Spannstellung des Verschlusses das Ausgangsglied der Getriebekette mit dem Hauptantriebsglied des Schließsystems im Reibungsschluß steht und dadurch gegen eine Bewegung gesichert ist, während das Eingangsglied der Getriebekette frei beweglich ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 842 884, 852 806;_ deutsche Auslegeschrift Nr. 1062107.
DEC28357A 1962-11-07 1962-11-07 Photographischer Verschluss mit zwei Sektorensystemen Pending DE1192923B (de)

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US3225674A (en) 1965-12-28

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