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DE1191819B - Verfahren zur Herstellung von Phenylmercaptoalkylpenicillinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phenylmercaptoalkylpenicillinen

Info

Publication number
DE1191819B
DE1191819B DEB60117A DEB0060117A DE1191819B DE 1191819 B DE1191819 B DE 1191819B DE B60117 A DEB60117 A DE B60117A DE B0060117 A DEB0060117 A DE B0060117A DE 1191819 B DE1191819 B DE 1191819B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
ether
solution
water
salt
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB60117A
Other languages
English (en)
Inventor
Lee C Cheney
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beecham Group PLC
Original Assignee
Beecham Group PLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Beecham Group PLC filed Critical Beecham Group PLC
Publication of DE1191819B publication Critical patent/DE1191819B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D499/00Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Phenylmercaptoalkylpenicillinen Bakterizide Mittel, wie Benzylpenicillin, haben sich in der Vergangenheit als sehr wirksam für die Therapie von Infektionen erwiesen, die durch grampositive Bakterien hervorgerufen worden sind, doch weisen diese bekannten Verbindungen den schwerwiegenden Nachteil auf. daß sie in wäßrigen sauren Lösungen, z. B. bei der oralen Verabreichung, nicht stabil sind und daß sie außerdem gegenüber vielen Bakterienarten unwirksam sind, welche Penicillinase erzeugen. Viele der erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen weisen nun nicht nur eine sehr gute bakterizide Wirksamkeit auf, sondern sie sind auch gegenüber der Zerstörung durch Säuren oder durch Penicillinase widerstandsfähig, und sie wirken auch gegenüber solchen Bakterienstämmen, die gegenüber Benzylpenicillin resistent sind.
  • Die Erfindung betrifft demgemäß die Herstellung von Phenylmercaptoalkylpenicillinen der folgenden allgemeinen Strukturformel worin R1. R2 und R3 Wasserstoff- oder Halogenatome oder Hydroxyl-. Trifluormethyl-, Nitro-, Alkyl-, Alkylamino-, Dialkylamino-, Alkoxy-, Alkanoylamino-, Sulfamyl-, Allyl-, Allyloxy- Benzyl-, Cyclopentyl- oder Cyclohexylgruppen sind und R eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet. sowie deren nichttoxischen Salzen.
  • Das neue Verfahren ist dadurch charakterisiert, daß man in an sich bekannter Weise 6-Aminopenicillansäure. vorzugsweise in Form eines N-eutralsalzes, wie des Natriumsalzes oder des Triäthylaminsalzes. mit einem Säurechlorid, -bromid, -anhydrid oder gegebenenfalls gemischten Säureanhydrid einer Säure der nachstehend angegebenen allgemeinen Formel II umsetzt: worin die Reste R1,, R2, und die Bedeutung der Reste R1, R, und R3 haben. wobei jedoch das Stickstoffatom einer Alkylaminogruppe durch eine Schutzgruppe der allgemeinen Formel R"OCO-, in welcher R" eine Allyl- oder Tritylgruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Benzyl- oder Phenylgruppe bedeutet. substituiert ist, etwa vorhandene Schutzgruppen durch katalytische Hydrierung abspaltet und gegebenenfalls die erhaltenen Penicilline der allgemeinen Formel 1 mit Basen in ihre Salze umwandelt.
  • Wenn ein Säurechlorid-bromid oder -anhydrid der vorstehend angegebenen Art im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Anwendung kommt. so wird es aus der entsprechenden Säure der allgemeinen Formel II gemäß den in der Literatur für analoge Säuren, wie Phenylessigsäure, beschriebenen Maßnahmen hergestellt. In solchen Fällen, wo eine derartige substituierte Essigsäure in der Literatur noch nicht beschrieben worden ist, kann sie aus einem substituierten Thiophenol und einer-geeigneten a-Chlor- oder a-Bromalkylcarbonsäure gemäß an sich bekannten Verfahren hergestellt werden.
  • Falls in einer Verbindung der allgemeinen Formel I einer der Substituenten R1, R2 und R3 eine Alkylaminogruppe darstellt, so wird die betreffende Alkylaminogruppe in der üblichen Weise vor der Bildung des Säul-echlorids, -bromids oder -anhydrids mit einer der oben bezeichneten schützenden Gruppen versehen. Die nach der Kondensation zur Bildung des freien alkylaminosubstituierten Phenylmercaptoalkylpenicillins nötige Entfernung dieser Schutzgruppe erfolgt durch katalytische Hydrierung, beispielsweise mit Palladium oder Platin, welches auf Bariumcarbonat oder auf Kohle als Trägermedium niedergeschlagen ist.
  • Eine Arbeitsweise zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel 1 unter Verwendung eines gemischten Anhydrids einer Säure der allgemeinen Formel II mit einem Kohlensäurealkylester besteht darin, daß man erstere mit einem Chlorkohlensäurealkylester und einem tertiären aliphatischen Amin, wie Triäthylamin, in einem wasserfreien, inerten und vorzugsweise mit Wasser mischbaren Lösungsmittel, wie p-Dioxan, dem gewünschtenfalls eine kleine Menge reinen, trockenen Acetons zugesetzt werden kann, während eines Zeitraumes von 30 Minuten in der Kälte, z. B. bei einer Temperatur von 4"C, vermischt. Zu dieser Lösung des gemischten Anhydrids wird dann eine gekühlte Lösung der 6-Aminopenicillansäure und eines tertiären aliphatischen Amins, wie Triäthylamin, in einem Lösungsmittel, wie Wasser, zugesetzt. Die Reaktionsmischung wird dann etwa 1 Stunde lang zwecks Bildung des substituierten Ammoniumsalzes des gewünschten Produktes gerührt. Gewünschtenfalls kann diese Mischung anschließend im alkalischen Bereich mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, wie Ather, extrahiert werden, um auf diese Weise die nicht umgesetzten Ausgangskomponenten zu entfernen. Das in die wäßrige Phase übergegangene Reaktionsprodukt wird anschließend in der Kälte unter einer Atherschicht durch Zusatz von verdünnter Mineralsäure in die freie Säure umgewandelt, wozu man beispielsweise 5 n-Schwefelsãure zusetzt, bis der pH-Wert auf 2 abgesunken ist. Die freie Säure wird dann mit einem neutralen, mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel, wie Ather, extrahiert. Der Extrakt wird gewünschtenfalls in der Kälte schnell mit Wasser gewaschen und anschließend getrocknet. Das in dem Atherextrakt als Säure vorliegende Reaktionsprodukt wird dann durch Behandlung mit einer geeigneten Base, z. B. einem freien Amin, wie Procain, oder einer Lösung von Kalium-2-äthylhexansäuresalz in trockenem n-Butanol in das gewünschte Metall- bzw.
  • Aminsalz übergeführt. Diese Salze sind üblicherweise in Lösungsmitteln, wie Äther, unlöslich und können daher durch einfache Filtration in reiner Form gewonnen werden.
  • Eine weitere Arbeitsweise zur Herstellung einer ätherischen Lösung einer Verbindung der allgemeinen Formel I in der freien Säureform besteht darin, daß man zunächst eine wäßrige Lösung der 6-Aminopenicillansäure unter Zusatz von Natriumbicarbonat herstellt, dieser Lösung das Säurechlorid einer Säure der allgemeinen Formel II beimischt und bei Zirnmertemperatur während eines Zeitraumes von z. B. 20 bis 60 Minuten kräftig durchschüttelt. Die Mischung wird anschließend zwecks Entfernung von nicht umgesetzten oder hydrolysierten Ausgangskomponenten mit Äther extrahiert. Die Lösung wird dann bis zu einem pH-Wert von 2 angesäuert, und die Säureform des Reaktionsproduktes wird mit Ather extrahiert. Dieser ätherische Extrakt wird z. B. mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, und nach Entfernung des Trocknungsmittels verbleibt eine wasserfreie ätherische Lösung, aus welcher sich das Reaktionsprodukt leicht isolieren läßt, vorzugsweise in Form eines in Äther unlöslichen Salzes, wie des Kaliumsalzes. Diese Arbeitsweise wird vor allem verwendet, wenn das betreffende Säurechlorid schneller mit einem primären Amin als mit Wasser reagiert, was durch einen einfachen Vorversuch festgestellt werden kann. Bei der beschriebenen Arbeitsweise kann das Säurechlorid auch durch äquimolare Mengen des entsprechenden Säurebromids bzw.
  • Säureanhydrids ersetzt werden.
  • Die bei der Herstellung der neuen Penicilline angewandte Temperatur soll im allgemeinen 30 C nicht überschreiten, und in vielen Fällen hat sich Zimmertemperatur als sehr geeignet erwiesen. Da die Anwendung eines stark sauren oder stark alkalischen Milieus bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nach Möglichkeit vermieden werden soll, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, das Verfahren bei einem pH-Wert im Bereich zwischen 6 und 9 durchzuführen.
  • Diese Bedingungen können bequem unter Verwendung eines Pufferungsmittels realisiert werden, beispielsweise unter Einsatz einer Lösung von Natriumbicarbonat oder eines Natriumphosphatpuffers. Die Reaktion wird im allgemeinen in einem wäßrigen Medium durchgeführt, z. B. in einer filtrierten Fermentationsbrühe oder in wäßrigen Lösungen der rohen 6-Aminopenicillansäure. Zusätzlich können aber auch organische Lösungsmittel eingesetzt werden, z. B. Dimethylformamid, Dimethylacetamid, Chloroform, Aceton, Methylisobutylketon und Dioxan. Häufig hat es sich als zweckmäßig erwiesen, eine wäßrige Lösung eines Salzes der 6-Aminopenicillansäure einer Lösung des oben bezeichneten Acylierungsmittels in einem inerten Lösungsmittel beizumischen, welches vorzugsweise mit Wasser mischbar ist, wie Aceton oder Dimethylformamid.
  • Wenn mehr als eine Phase vorliegt, z. B. eine feste und eine flüssige oder zwei flüssige Phasen, so ist kräftiges Rühren ratsam.
  • Nach Beendigung der Reaktion werden die entstandenen Produkte gewünschtenfalls mittels derjenigen Maßnahmen abgetrennt, welche auch bei der Herstellung von Benzylpenicillin und Phenoxymethylpenicillin angewendet werden. So kann man das Reaktionsprodukt im sauren Bereich mittels Diäthyläther oder n-Butanol extrahieren und anschließend durch Lyophilisierung oder durch Umwandlung in ein nicht lösliches Salz isolieren, z. B. durch Neutralisation mit einer n-Butanollösung des Kalium-2-äthylhexansäuresalzes. Auch kann man das Reaktionsprodukt aus seiner wäßrigen Lösung in Form eines in Wasser nicht löslichen Aminsalzes ausfällen, oder man kann es direkt aus der wäßrigen Lösung durch Lyophilisierung, vorzugsweise in Form eines Natrium- oder Kaliumsalzes, gewinnen. Falls das Reaktionsprodukt in Form des Triäthylaminsalzes anfällt, so kann man es in die freie Säureform überführen und anschließend zu anderen Salzen umsetzen, wie es von den Reaktionen des Benzylpenicillins und anderer Penicillinarten her bekannt ist. So wird die Triäthylaminverbindung durch Behandlung mit Natriumhydroxyd in wäßrigem Milieu in das entsprechende Natriumsalz umgewandelt, und das freigesetzte Triäthylamin kann durch Extraktion mit z. B. Toluol entfernt werden. Durch eine Behandlung des Natriumsalzes mit starker wäßriger Säure wird die Verbindung in die Säureform übergeführt, die dann durch Reaktion mit einem freien Amin, z. B.
  • Procain, in andere Aminsalze umgewandelt werden kann. Die so gebildeten Salze werden entweder durch Lyophilisierung oder, falls das Produkt unlöslich ist, durch Filtration abgetrennt. Eine Arbeitsweise zur Gewinnung des Reaktionsproduktes in Form eines kristallinen Kaliumsalzes besteht darin, daß man das Produkt aus einer wäßrigen sauren Lösung mit einem pH-Wert von z. B. 2 mittels Diäthyläther extrahiert, den Äther trocknet und dann wenigstens 1 Aquivalent einer Lösung des Kalium-2-äthylhexansäuresalzes in trockenem n-Butanol zusetzt. Das sich bildende Kaliumsalz fällt üblicherweise in kristalliner Form aus und kann durch Filtrieren oder Dekantieren abgetrennt werden.
  • Das gegenüber Staphylococcus aureus 1715 am wenigsten wirksame Verfahrensprodukt aus den nachfolgenden Herstellungsbeispielen, nämlich die 6- (a - p - Chlorphenylmercaptopropionamido) - penicillansäure. wirkt gegenüber diesem Mikroorganismus in einer minimalen Hemmkonzentration von 0125 Qaglml, während die bekannte 5-(Phenylmercaptoacetamido)-penicillansäure erst in einer Konzentration von 0,625 Fg/ml wirkt.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung noch näher. (Für die Verfahren zur Herstellung der Acylierungskomponenten wird ein Schutz nicht begehrt.) Beispiel 1 Zu 25 ml (35,7 g, 0,3 Mol) redistilliertem und langsam unter Rückfluß siedendem Thionylchlorid werden innerhalb eines Zeitraumes von 20 Minuten 25 g (0143 Mol) a-Phenylmercaptopropionsäure zugesetzt. Die Reaktionsmischung wird dann 2 Stunden lang auf einem Wasserbad erwärmt und anschließend unter Wasserstrahlvakuum destilliert, wodurch 21,2 g a-Phenylmercaptopropionylchlorid mit einem Siedepunkt zwischen 140 und 145"C (bei Wasserstrahlvakuum) erhalten werden.
  • Zur Herstellung eines von diesem Säurechlorid abgeleiteten Penicillins werden 22, 7 g (0,105 Mol) 6-Aminopenicillansäure in einer Lösung von 18 g (0,215 Mol) Natriumbicarbonat in 225 ml Wasser aufgelöst und diese Lösung wird auf eine Temperatur von etwa 5"C abgekühlt. 21,1 g (0,105 Mol) a-Phenylmercaptopropionylchlorid werden in 225 ccm Aceton gelöst, und diese Lösung wird während eines Zeitraumes von 30 Minuten langsam zu der Lösung der 6-Aminopenicillansäure zugesetzt. Die Reaktionsmischung wird dann 30 Minuten lang in einem Eisbad und anschließend noch 90 Minuten ohne äußere Kühlung gerührt.
  • Anschließend an diese Behandlung wird die Reaktionsmischung mit 300ml Eiswasser verdünnt und zweimal mit Ather zwecks Entfernung nicht umgesetzter Reaktionskomponenten extrahiert, wobei die Ätherextrakte verworfen werden. Die Wasserschicht wird anschließend abgetrennt, mit 400 ml Äther überschichtet, gekühlt, und mit 100 ml einer 6 n-Schwefelsäure angesäuert. Die das Reaktionsprodukt enthaltende Atherschicht wird abgetrennt, zweimal mit kaltem Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, von dem Trocknungsmittel abfiltriert und mit 50 ml einer 400/obigen Lösung von Kalium-2-äthylhexansäuresalz in n-Butanol behandelt. Das sich bildende Kaliumsalz der 6- (a - Phenylmercaptopropionamido) - penicillansäure fällt aus und wird abfiltriert. Nach dem Anreiben mit Ather wird dieses Kalium salz bei Zimmertemperatur im Vakuum über Phosphorpentoxyd getrocknet, wobei 36,75 g eines wasserlöslichen Pulvers gewonnen werden, welches sich zwischen 195 und 197"C zersetzt. Dieses Salz weist gemäß der Ultrarotanalyse die A-Lactamstruktur auf, es verhindert das Wachstum von Staphylococcus aureus Smith in einer Konzentration von 0,5 mg/ml und hat gegenüber der gleichen Bakterienart bei der intramuskulären Einspritzung an Mäusen einen Wert für CDso von 0,35 mg/kg.
  • Beispiel 2 0,01 Mol a - Phenylmercaptopropionsäure, 0,011 Mol Triäthylamin und 0,01 Mol Chlorameisensäureisobutylester werden etwa 30 Minuten lang bei 4"C in 20 ml reinem, wasserfreiem Dioxan, dem 2 ml wasserfreies Aceton zugesetzt worden waren, miteinander verrührt. Zu dieser Lösung wird anschließend eine gekühlte Lösung von 0,01 Mol 6-Aminopenicillansäure und 0,01 Mol Triäthylamin in 20 ml Wasser zugesetzt, und das ganze Gemisch wird etwa 1 Stunde lang in der Kälte gerührt. Nach dem Zusatz von l, 0g Natriumbicarbonat in 30ml kaltem Wasser wird die Lösung zweimal mit jeweils 75 ml Äther extrahiert, und der Ätherextrakt wird verworfen. Die wäßrige Lösung wird in einem Eisbad gekühlt, worauf man sie mit 75 ml Ather überschichtet und mit 5 n-Schwefelsäure ansäuert. Der Ather wird abgetrennt, und die wäßrige Lösung wird nochmals mit 75 ml Ather extrahiert. Die kombinierten Ätherextrakte enthalten die gewünschte 6-(a-Phenylmercaptopropionamido)-penicillansäure. Sie werden schnell über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann vom Trocknungsmittel abfiltriert. Nach Zusatz von 6 ml wasserfreiem n-Butanol, welches 0, 373 g Kalium-2-äthylhexansäuresalz je Milliliter enthält, und einem anschließenden Zusatz von trockenem Äther fällt das Kaliumsalz des Reaktionsproduktes aus. Nach dem Anreiben mit Ather wird dieses Kaliumsalz im Vakuum über Phosphorpentoxyd getrocknet und in Form eines wasserlöslichen Pulvers isoliert. Dieses weist gemäß der Ultrarotanalyse die B-Lactamstruktur auf, verhindert das Wachstum von Staphylococcus aureus Smith in einer Konzentration von 0,5 ml und zeigt gegenüber der gleichen Bakterienart bei der intramuskulären Einspritzung an Mäusen einen Wert für CDso von 0,35 Fg/kg.
  • Beispiel 3 Die Arbeitsweise von Beispiel 2 wird unter Verwendung von 0,01 Mol a-p-Nitrophenylmercaptopropionsäure an Stelle der a-Phenylmercaptopropionsäure wiederholt. Das als Reaktionsprodukt erhaltene Kaliumsalz der 6-(a-p-Nitrophenylmercaptopropionamido)-penicillansäure wird in Form eines wasserlöslichen Pulvers gewonnen, welches das Wachstum von Staphylococcus aureus Smith in einer Konzentration von 0,001 Gewichtsprozent verhindert.
  • Beispiel 4 Die Arbeitsweise von Beispiel 2 wird unter Verwendung von 0,01 Mol a-Phenylmercaptobuttersäure wiederholt. Das als Reaktionsprodukt anfallende Kaliumsalz der 6-(a-Phenylmercaptobutyramido)-penicillansäure wird in Form eines wasserlöslichen Pulvers gewonnen, welches das Wachstum von Staphylococcus aureus Smith in einer Konzentration von 0,001 Gewichtsprozent verhindert.
  • Beispiel 5 Die Arbeitsweise von Beispiel 2 wird unter Verwendung von a-Phenylmercaptocapronsäure wiederholt. Das als Reaktionsprodukt anfallende Kaliumsalz der 6-(a-Phenylmercaptocaproamido)-penicillansäure wird in Form eines wasserlöslichen Pulvers gewonnen, welches das Wachstum von Staphylococcus aureus Smith in einer Konzentration von 0,001 Gewichtsprozent verhindert.

Claims (1)

  1. Beispiel 6 Die Arbeitsweise von Anspruch 2 wird unter Verwendung von 0,01 Mol a-Phenylmercaptoisovaleriansäure wiederholt. Das als Reaktionsprodukt anfallende Kaliumsalz der 6-(a-Phenylmercaptoisovaleramido)-penicillansäure wird in Form eines wasserlöslichen Pulvers gewonnen, welches das Wachstum von Staphylococcus aureus Smith mit einer Konzentration von 0,001 Gewichtsprozent verhindert.
    Beispiel 7 Für die Herstellung des 6-Aminopenicillansäurederivates der a-p-Chlorphenylmercaptopropionsäure werden zunächst 22, 7 g (0,105 Mol) 6-Aminopencillansäure in einer Lösung von 18 g (0,125 Mol) Natriumbicarbonat in 225 ml Wasser gelöst, und diese Lösung wird auf etwa 5"C abgekühlt. Die betreffende Säure wird mit Thionylchlorid unter Bildung von 21,0 g (0,105 Mol) a-p-Chlorphenylmercaptopropionylchlorid umgesetzt, welches in 225 ccm Aceton aufgelöst wird. Die so erhaltene Lösung wird langsam während eines Zeitraumes von 30 Minuten der Lösung der 6-Aminopenicillansäure zugesetzt.
    Das Reaktionsgemisch wird dann 30 Minuten lang in einem Eisbad und anschließend weitere 90 Minuten ohne eine äußere Kühlung gerührt.
    Anschließend an diese Behandlung wird das Reaktionsgemisch mit 300ml Eiswasser verdünnt und zweimal zwecks Entfernung der nicht umgesetzten Reaktionskomponenten mit Äther extrahiert, wobei die Atherextrakte verworfen werden. Die Wasserschicht wird dann abgetrennt, mit 400 ml Äther überschichtet, gekühlt und mit 100 ml einer6 n-Schwefelsäure angesäuert. Die das Reaktionsprodukt enthaltende Atherschicht wird abgetrennt, zweimal mit kaltem Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, von dem Trocknungsmittel abfiltriert und mit 50 ml einer 400/oigen Lösung von Kalium-2-äthylhexansäuresalz in n-Butanol behandelt. Das sich bildende Kaliumsalz der 6- (a - p - Chlorphenylmercaptopropionamido) - penicillansäure fällt aus und wird abfiltriert. Nach dem Anreiben mit Ather wird dieses Kaliumsalz bei Zimmertemperatur im Vakuum über Phosphorpentoxyd getrocknet, wobei ein wasserlösliches Pulver erhalten wird, welches gemäß der Ultrarotanalyse die A-Lactamstruktur aufweist und das Wachstum von Staphylococcus aureus Smith in einer Konzentration von 0,001 Gewichtsprozent verhindert.
    Patentanspruch : Verfahren zur Herstellung von Phenylmercaptoalkylpenicillinen der allgemeinen Strukturformel worin R1, R2 und R3 Wasserstoff- oder Halogenatome oder Hydroxyl-, Trifluormethyl-, Nitro-, Alkyl-, Alkylamino-, Diaikylamino-, Alkoxy-, Alkanoylamino-, Sulfamyl-, Allyl- Allyloxy-, Benzyl-, Cyclopentyl- oder Cyclohexylgruppen sind und Ri eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet, sowie deren nichttoxischen Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise 6-Aminopenicillansäure, vorzugsweise in Form eines Neutralsalzes, mit einem Säurechlorid, -bromid, -anhydrid oder gegebenenfalls gemischten Säureanhydrid einer Säure der allgemeinen Formel umsetzt, worin die Reste R1', R2, und Ra' die Bedeutung der Reste R1. R2 und R3 haben, wobei jedoch das Stickstoffatom einer Alkylaminogruppe durch eine Schutzgruppe der allgemeinen Formel R"OCO -, in welcher R" eine Allyl-oder Tritylgruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Benzyl- oder Phenylgruppe bedeutet, substituiert ist, etwa vorhandene Schutzgruppen durch katalytische Hydrierung abspaltet und gegebenenfalls die erhaltenen Penicilline der allgemeinen Formel I mit Basen in ihre Salze umwandelt. ~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 569 728.
DEB60117A 1959-11-16 1960-11-16 Verfahren zur Herstellung von Phenylmercaptoalkylpenicillinen Pending DE1191819B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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BE569728A (de) *

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BE569728A (de) *

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