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DE1191136B - Hygrometerzelle - Google Patents

Hygrometerzelle

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Publication number
DE1191136B
DE1191136B DEB69345A DEB0069345A DE1191136B DE 1191136 B DE1191136 B DE 1191136B DE B69345 A DEB69345 A DE B69345A DE B0069345 A DEB0069345 A DE B0069345A DE 1191136 B DE1191136 B DE 1191136B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rhodium
cell
electrodes
electrode
electrolytic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB69345A
Other languages
English (en)
Inventor
John W Reeds
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beckman Coulter Inc
Original Assignee
Beckman Instruments Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Beckman Instruments Inc filed Critical Beckman Instruments Inc
Publication of DE1191136B publication Critical patent/DE1191136B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/416Systems
    • G01N27/42Measuring deposition or liberation of materials from an electrolyte; Coulometry, i.e. measuring coulomb-equivalent of material in an electrolyte
    • G01N27/423Coulometry

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  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Electric Means (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Fluid Adsorption Or Reactions (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
GOIk
Deutsche Kl.: 42 i-19/04
Nummer: 1191136
Aktenzeichen: B 69345IX b/42 i
Anmeldetag: 23. Oktober 1962
Auslegetag: 15. April 1965
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verbesserung einer elektrolytischen Hygrometerzelle.
Elektrolytische Hygrometer haben eine weite Anwendung gefunden zur Bestimmung des Feuchtigkeitsgehaltes von fließenden Strömen in industriellen Verfahren, in welchen die Anwesenheit von selbst minimalen Mengen von Feuchtigkeit von großer Bedeutung ist. Eine solche Art eines Feuchtigkeitsmessers besitzt zahlreiche Vorteile gegenüber anderen feuchtigkeitsbestimmenden Vorrichtungen, insbesondere wenn sie in Verbindung mit kontinuierlichen Strömen in einem Verfahren benutzt wird, da sie völlig selektiv für Wasser ist, eine hohe Ansprechgeschwindigkeit besitzt und über einen weiten Feuchtigkeitskonzentrationsbereich vollständig quantitativ ist, wodurch die Notwendigkeit einer häufigen Eichung und von Standardmustern entfällt.
Elektrolytische Hygrometer hängen in ihrer Arbeitsweise von dem Verhältnis zwischen der in einer hygroskopischen Substanz anwesenden Menge Wasser und der Menge des zu deren Elektrolyse notwendigen Menge elektrischen Stromes ab. Die aktiven Elemente der am häufigsten benutzten Hygrometer bestehen aus einem Paar schraubenlinienförmiger Platinleiter, welche teilweise in einem sie tragenden röhrenförmigen Gehäuse eingebettet sind, dessen Inneres mit einer hygroskopischen Substanz überzogen ist, welche die Räume zwischen benachbarten Windungen der Schraubenlinien überbrückt. Das Gas oder der Dampf, welche untersucht werden sollen, werden über die hygroskopische Substanz geleitet, welche die in dem Gas oder Dampf anwesende Feuchtigkeit absorbiert und damit leitend wird. Ein elektrischer Strom wird dann zwischen die benachbarten Windungen der zwei Platinleiter geschickt, und das Wasser wird zu Wasserstoff und Sauerstoff elektrolysiert. Die Strommenge, die notwendig ist, um das Wasser vollständig zu elektrolysieren, ist selbstverständlich ein Maß für den Feuchtigkeitsgehalt der zu untersuchenden Strömung.
Obgleich die beschriebenen Zellen für die meisten Anwendungsarten zufriedenstellend sind, ist ihre Lebenszeit kurz, im Durchschnitt nur etwa 40 000 Teile pro Million Stunden, wenn sie bei einer Durchfiußgeschwindigkeit der Probe von 100 cms/Min. benutzt werden, d. h., daß in einem Verfahrensstrom, in welchem der Feuchtigkeitsgehalt 1000 Teile pro Million beträgt, eine durchschnittliche Zelle nach 40 Stunden ausgedient haben wird. Diese kurze Lebenszeit bringt große Unannehmlichkeiten bei allen Anwendungsarten mit sich, und bei solchen Anwendungen, wo ein Verfahrensstrom, des-Hygrometerzelle
Anmelder:
Beckman Instruments, Inc., Fullerton, Calif.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dr. phil. G. B. Hagen, Patentanwalt,
München-Solln, Franz-Hals-Str. 21
Als Erfinder benannt:
John W. Reeds, La Habra, Calif. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 30. Oktober 1961 (148 442)
sen Feuchtigkeitsgehalt äußerst kritisch ist, ständig überwacht werden soll, d. h. gerade in den Anwendungen, in welchen die Zellen am wirkungsvollsten sind, ist die Nützlichkeit des elektrolytischen Hygrometers ernstlich begrenzt.
Es wurde beobachtet, daß bei den bekannten Zellen nach einer gewissen Benutzungsdauer eine schwarze Ablagerung, offensichtlich Platin oder eine Platinverbindung, zwischen den Platinelektroden erscheint. Die Bildung dieser Ablagerung tritt am schnellsten an den Eingangs- und Austrittsabschnitten der Zelle auf, aber findet zu einem gewissen Grade über ihre ganze Länge statt. Die Ablagerung wächst allmählich bis zu einem Punkt, wo sie eine metallische Brücke zwischen benachbarten Windungen der Elektroden bildet und, da sie elektrisch leitend ist, einen Kurzschluß zwischen ihnen verursacht, was zu einem Ausfall der Zelle führt.
Es wurde auch gefunden, daß die gegenwärtig verfügbaren Zellen für eine Benutzung mit Gasströmen, die mehr als 50% Wasserstoff enthalten, abgeändert werden müssen und daß selbst, wenn sie abgeändert sind, die Genauigkeit der Zelle äußerst empfindlich gegenüber Änderungen in den Gasbedingungen ist. Es wird angenommen, daß die Ungenauigkeit der Zelle bei Gebrauch mit einem Wasserstoffstrom hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß Sauerstoff, der durch die Elektrolyse freigesetzt wird, sich mit dem Wasserstoffstrom wieder vereinigt und somit zusätzliches Wasser schafft, welches wieder elektrolysiert wird, möglicherweise mehrere Male. Die Wiedervereinigung von Wasserstoff und Sauerstoff wird
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offensichtlich durch die Anwesenheit von Platin oder gewundener, im wesentlichen reiner Rhodiumelektro- Platinverbindungen in der Zelle katalysiert, wobei den 12 und 14 besteht, welche teilweise in einem Ge beide Elektroden selbst und die Ablagerungen zwi- häuse 16 aus einem geeigneten Isoliermaterial, z. B. sehen ihnen eine Wirkung auf die Geschwindigkeit einem thermoplastischen Kunststoff, wie Polychlor- der Wiedervereinigung zeigen. 5 trifluorethylen, eingebettet sind. Gegebenenfalls kann Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde nun ge- dieses Gehäuse aus Glas oder einem anderen geeig- funden, daß eine elektrolytische Hygrometerzelle zur neten Material hergestellt sein. Die nicht eingebette- Verfügung gestellt werden kann, welche eine extrem ten oder aktiven Teile der Rhodiumelektroden 12 lange Lebenserwartung aufweist und welche mit glei- und 14 bilden einen Teil der Oberfläche eines inneren chem Vorteil mit Strömen mit jedem beliebigen Ge- ao röhrenförmigen Durchganges 18, der sich durch das halt an Wasserstoff benutzt werden kann. Der wich- thermoplastische Gehäuse 16 hindurch erstreckt. Die tige Vorzug der langen Lebenserwartung kann spezi- Elektroden 12 und 14 enden in einem Paar von Lei- ell dadurch erzielt werden, daß die Zelle mit zumin- tern 20 und 22, welche vom Ende des thermoplasti- dest einer Rhodiumelektrode ausgestattet wird, sehen Gehäuses 16 nach außen herausragen, so daß welche als Anode dient, wenn die Zelle bei Benut- 15 die Elektroden an einen geeigneten elektrischen zung in einen geeigneten elektrischen Stromkreis ge- Stromkreis angeschlossen werden können. Die ringschaltet ist. Zur Verwendung in Wasserstoffströmen förmige Oberfläche des inneren Durchganges 18 sollte die Anode aus Rhodium bestehen, und die Ka- durch das Gehäuse 16 ist mit einem dünnen Film thode sollte ein Leiter sein, welcher die Wieder- einer geeigneten hygroskopischen Substanz, z.B. vereinigung von Wasserstoff und Sauerstoff nicht 20 Phosphorpentoxyd, überzogen, so daß jeder Ab katalysiert. Für diesen Zweck können beide EIek- schnitt des Isoliermaterials, der die wechselseitigen troden aus Rhodium bestehen. aktiven Teile der Rhodiumelektroden 12 und 14 Hauptzweck der vorliegenden Erfindung ist also trennt, durch ein Material überbrückt ist, welches die Schaffung einer elektrolytischen Hygrometerzelle, leitend werden kann.
welche eine Lebenserwartung aufweist, die weit über 25 Das soeben beschriebene aktive Element wird vor- die der bisher bekannten Zellen hinausgeht. zugsweise hergestellt, indem die Elektroden 12 und Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung 14 auf einen Dorn aus nichtrostendem Stahl auf Abist der, daß die erfindungsgemäß ausgebildete elek- stand gewickelt werden, das Gehäuse 16 über den trolytische Hygrometerzelle in einem fließenden Strom Dorn und die Elektroden extrudiert wird, der Dorn unabhängig von dessen Wasserstoffgehalt benutzt 30 entfernt wird, das Gehäuse so weit zurückgeschält werden kann. wird, daß die Enden der Elektroden frei werden, und Die Lösung der Aufgabe wird bei einer Zelle zur schließlich eine Aufschlämmung von Phosphorsäure Bestimmung der Wassermenge in einem Gasstrom, durch den ringförmigen Durchgang, der zuvor von welche zwei im Abstand zueinander angeordnete dem Dorn besetzt war, hindurchgeschickt wird, um Elektroden, die durch eine hygroskopische elektro- 35 einen überbrückenden Film aus Phosphorpentoxyd lyrische Substanz verbunden sind, und Vorrichtungen, zu bilden.
um den Gasstrom entlang dieser Elektroden zwecks Die Verwendung von Rhodium als Elektroden- Elektrolyse des Wassers zu leiten, aufweist, wobei der material verlängert in starkem Ausmaß die Lebens elektrolytische Strom ein Maß für den Wassergehalt zeit einer elektrolytischen Zelle. Versuche zeigen, daß des Stromes ist, erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß 40 die Lebenserwartung einer elektrolytischen Zelle mit zumindest die frei Hegende Fläche zumindest einer Rhodiumelektroden gut über 2 000 000 Teile pro MiI- dieser Elektroden aus Rhodium oder einer Rhodium- Hon Stunden liegt im Gegensatz zu den obenerwähnlegierung besteht. ten 40 000 Teilen pro Million Stunden für die Zellen Die Erfindung wird durch die folgende Beschrei- mit Platinelektroden. Es wurde gefunden, daß, wenn bung und die Zeichnungen noch näher erläutert. In 45 im wesentlichen reine Rhodiumelektroden verwendet den Zeichnungen stellt dar werden, die obenerwähnten Ablagerungen zwischen F i g. 1 einen Schnitt durch eine Art eines aktiven den Elektroden vollständig oder fast vollständig weg- Elementes einer elektrolytischen Hygrometerzelle ge- fallen.
maß der vorliegenden Erfindung, Es wurde ebenfalls gefunden, daß die Verwendung F i g. 2 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, eines Tei- 50 von Rhodiumelektroden in einer elektrolytischen Zelle les einer elektrolytischen Hygrometerzelle gemäß der es ermöglicht, diese zu benutzen, um den Feuchtigvorliegenden Erfindung, keitsgehalt von Gas- oder Dampfströmen unabhängig Fig. 3 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, einer von deren Wasserstoffgehalt genau zu messen. Es elektrolytischen Hygrometerzelle gemäß der vorlie- scheint, daß die Rhodiumelektroden selbst die genden Erfindung, 55 Wiedervereinigung von freigesetztem Sauerstoff und F i g. 4 einen Schnitt durch eine andere Form eines Wasserstoff nicht katalysieren, wie dies die Platin aktiven Elementes einer elektrolytischen Hygrometer- elektroden tun, wenn sie in einem ähnlichen Milieu zelle gemäß der vorliegenden Erfindung, verwendet werden, und außerdem werden keine Ab- F i g. 5 ein elektrisches Schaltschema, welches zur lagerungen zwischen den Elektroden gebildet, die als Herstellung einer elektrolytischen Hygrometerzelle 60 Katalysator für diese Reaktion wirken könnten. Als gemäß der vorliegenden Erfindung benutzt wird, und Folge davon ist eine Wiedervereinigung, falls sie F i g. 6 einen Schnitt durch einen Teil einer ande- überhaupt stattfindet, unbedeutend, und das einzige ren Art eines aktiven Elementes einer elektrolytischen Wasser, das elektrolysiert wird, ist das, welches die Hygrometerzelle nach den Lehren der vorliegenden Zelle mit dem Gas- oder Dampf strom betritt. Erfindung. 65 Um die Wirkungsweise der Zelle in dieser Weise zu In F i g. 1 wird ein aktives Element für elektro- verbessern, müssen die Elektroden nicht aus im lytische Hygrometer gezeigt, allgemein mit 10 be- wesentlichen reinem Rhodium bestehen, sondern zeichnet, welches aus einem Paar schraubenförmig können aus einer Rhodiumlegierung gebildet sein.
Diese Legierungen verlängern jedoch die Lebenszeit einer Zelle nicht in solchem Ausmaß wie im wesentlichen reines Rhodium. Es wurde z. B. gefunden, daß eine Legierung aus 60 °/o Platin und 40 °/o Rhodium die Lebenszeit einer Zelle um etwa den Faktor 10 über eine Zelle mit Platinelektroden erhöht. Dieses Beispiel ist natürlich rein erläuternd, da eine Legierung mit einem Rhodiumgehalt von im wesentlichen nicht weniger als 40% auch nützlich ist; z. B. werden Legierungen aus Rhodium und Iridium oder Osmium genauso wie andere Legierungen aus Platin und Rhodium die Lebenszeit der Zelle wesentlich erhöhen.
Es wurde weiter gefunden, daß nur die Elektrode, die in der Elektrolyse als Anode dient, aus Rhodium zu sein braucht, um die Absetzung von Zwischenelektrodenablagerungen zu verhüten. Die Verwendung eines Paares von Rhodiumelektroden wird jedoch bevorzugt, da die Verwendung einer Einzelelektrode verlangt, daß ein Ende der Zelle stets positiv ist und somit die Bequemlichkeit und Gebrauchsfertigkeit der Zelle mindert. Außerdem würde die Anwesenheit der Platinelektrode die Wiedervereinigungsgeschwindigkeit von freigesetztem Sauerstoff und Wasserstoff etwas erhöhen, wenn die Zelle in einem Wasserstoffstrom Verwendung finden würde, wodurch sie weniger anreizend für diese Verwendung würde. Die Anwesenheit von Platin in einer Rhodium-Platin-Legierung würde auch diese Wirkung in einem Wasserstoffstrom zeigen.
In den F i g. 2 und 3 ist nun eine vollständige elektrolytische Zelle mit einem aktiven Element ähnlich dem in F i g. 1 gezeigten dargestellt. Wie aus F i g. 2 ersichtlich, stehen die Leiter 20 und 22 aus dem Ende des Elementes 10 hervor und sind über das Gehäuse in einem Winkel von 180° zurückgebogen und mittels einer Muffe 26, vorzugsweise aus Polytetrafluoräthylen, fest gegen das Gehäuse gehalten. Die Enden der Rhodiumleiter 20 und 22 sind mit einem Paar Kupferleiter 28 und 30 in irgendeiner geeigneten Weise, z. B. durch eine Lötung 32, verbunden. Diese Verbindung ist durch eine warm angepaßte Plastikhülse 34 geschützt, welche zusammen mit der Polytetrafluoräthylenmuffe 26 eine Bewegung der etwas empfindlichen Rhodiumleiter 20 und 22 verhindert und sie dadurch davor schützt, während des Zusammenbaues oder der Benutzung der Zelle beschädigt zu werden.
Die vollständige Zelle ist, wie in F i g. 3 gezeigt, im zusammengesetzten Zustand. Beim Bau dieser Zelle wird eine geeignete Länge eines aktiven Elementes 10 in irgendeiner gewünschten Weise gewunden, z. B. indem man sie erhitzt und um einen Dorn von geeignetem Durchmesser wickelt. Wenn das Element sich abkühlt, wird es in der Form einer Schraubenlinie verbleiben und kann leicht in ein Gehäuse 36 aus nichtrostendem Stahl eingeführt werden. Das Gehäuse 36 ist mit einem Paar von Öffnungen 38 und 40 versehen, welche durch ein Paar Isolierteile 42 und 44 aus irgendeinem geeigneten Material abgedichtet sind. Wie gezeigt ist, nehmen diese Teile die Form von handelsüblichen hermetischen Einsteckverschlüssen aus Metall oder Glas an. Die Isolatoren 42 und 44 sind mit ringförmigen Durchgängen 46 und 48 versehen zum Durchstecken der Leiter 28 und 30 von dem aktiven Element im Inneren des Gehäuses 36 bis zu dem Punkt, wo sie mit einem geeigneten Anzeigestromkreis verbunden werden können. Nachdem die Leiter 28 und 30 durch die Durchgänge 46 und 48 durchgezogen sind, werden diese Durchgänge auf geeignete Weise abgedichtet, z. B. durch eine Lötung 50.
Nachdem das aktive Element 10 in das Gehäuse 36 eingeführt ist und die Leiter 28 und 30 durch die Isolierteile 42 und 44 durchgezogen sind, wird ein Ende des Gehäuses 36 mittels einer Stahldichtungsscheibe 52, welche auf einer Schulter 54 an der inneo ren Oberfläche des Gehäuses 36 ruht, geschlossen. Ein Polytetrafluoräthylenstopfen 56, welcher einen leicht konischen inneren Durchgang aufweist, wird dann in das Ende eingeführt und auf die Stahldichtungsscheibe 52 gesetzt, und die Dichtung wird dann vervollständigt, indem eine Polytetrafluoräthylenmuffe 58 über das Ende des aktiven Elementes 10 geschoben wird und gegen den Konus des Durchganges in dem Stopfen 56 gepreßt wird, bis sie fest sitzt. Das Innere des Gehäuses 36 wird dann mit so einer geeigneten Töpfermasse 60 gefüllt, wobei darauf geachtet werden muß, daß keine Töpfermasse das offene Ende des Elementes 10 verstopft. Die so hergestellte Struktur ist eine widerstandsfähige, dauerhafte elektrolytische Hygrometerzelle, die mit gleieher Wirkung für Ströme mit hohem und niedrigem Wasserstoffgehalt benutzt werden kann.
In F i g. 4 ist eine andere Art eines aktiven Elementes gemäß den Lehren der vorliegenden Erfindung gezeigt. Diese Art Element wird hergestellt, indem ein Paar von Rhodiumelektroden, die durch ein Paar von Abstandswindungen aus Kupfer getrennt sind, um einen Dorn gewickelt werden und ein geeignetes Gehäuse, z. B. aus Polytetrafluoräthylen, über die Drähte und den Dorn extrudiert wird. Der Dorn wird dann entfernt, und die Abstandswindungen aus Kupfer werden weggeätzt. Die Fläche des ringförmigen Durchganges, der durch die Entfernung des Domes gebildet wurde, wird dann mit einem dünnen Film einer geeigneten hygroskopischen Substanz überzogen. Diese Art Element kann in die in Fig. 3 gezeigten Zellen anstatt des Elementes 10 eingebaut werden. Die Verwendung von Rhodium an Stelle von Platin für die Elektroden in dieser Art eines Zellenelementes erhöht auch dessen Lebenszeit in derselben Weise wie vorher beschrieben.
Da es nur notwendig ist, daß die aktiven Teile der Anode aus Rhodium sind, können lange haltende Zellen hergestellt werden, indem die aktiven oder nicht eingebetteten Teile einer oder beider Platinelektroden mit einem Überzug aus Rhodium plattiert werden. Eine Schaltung, die für ein solches Verfahren geeignet ist, ist in F i g. 5 dargestellt. In dieser Figur ist eine geeignete Zelle 70 gezeigt, von welcher ein Paar von Leitern 72 und 74 sich durch ein Paar Isolierteile 76 und 78 erstreckt. Das aktive Element dieser Zelle in dieser Figur ist mit Platinelektroden hergestellt und kann in der zu F i g. 1 oder 4 gezeigten Weise oder auf irgendeine andere geeignete Art gebaut werden.
Die Leiter 72 und 74 sind in Reihenschaltung mit einer geeigneten Spannungsquelle 80, einem veränderlichen Widerstand 82, einem Amperemeter 84 und einem Schalter 86 verbunden. Eine handelsübliche Rhodium-Plattierungslösung wird dann durch die Leitung 88 in das aktive Element eingeführt, und der Schalter 86 wird geschlossen. Die so erzeugte Spannung über die beiden Zellenelektroden bewirkt, daß die als Kathode geschaltete Elektrode mit Rhodium
überzogen wird. Das Zellenelement wird dann gespült und in der üblichen Weise mit Phosphorsäurelösung gefüllt.
F i g. 6 zeigt einen Teil eines aktiven Elementes, welches durch das Verfahren gemäß F i g. 5 hergestellt wurde. Das in dem Plattierverfahren verwendete aktive Element war ein Element ähnlich dem in F i g. 4 gezeigten. Das aktive Element besteht aus einem geeigneten Gehäuse 90, in welchem ein Paar von Platinelektroden 92 und 94 eingebettet ist. Nach der Elektroplattierung bedeckt ein Rhodiumüberzug, in übertriebener Weise bei 96 gezeigt, die aktiven oder frei liegenden Teile der Elektrode 94. Diese frei liegenden Teile sind die einzigen elektrisch aktiven Teile der Elektroden, da die verbleibenden Teile der Elektroden vollständig in dem Isoliermaterial eingebettet sind. Nachdem das Rhodium auf den aktiven Teil der Elektrode 94 aufgezogen ist, wird ein Überzug einer hygroskopischen Substanz 98 auf die ge samte Oberfläche aufgetragen, wie oben beschrieben. Wenn diese Zelle so betrieben wird, daß die positive elektrolysierende Spannung an der mit Rhodium überzogenen Elektrode liegt, besitzt diese Zelle eine extrem hohe Lebensdauer im Vergleich zu jeder gegenwärtig bekannten Zelle. Auf diese Weise her- gestellte Zellen besitzen jedoch dieselben Nachteile, wie sie oben für ZeDen mit nur einer Rhodiumelektrode aufgezählt wurden.
Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß eine elektrolytische Hygrometerzelle offenbart wird, welche weit nützlicher und dauerhafter ist als alle bisher vorgeschlagenen. Diese vorteilhaften Ergeb nisse werden dadurch erzielt, daß zumindest eine Elektrode benutzt wird, welche eine aktive, Rhodium enthaltende Oberfläche besitzt. Diese Rhodium enthaltende Oberfläche kann dadurch erhalten werden, daß eine oder beide der Elektroden aus im wesentlichen reinem Rhodium oder einer Rhodium enthal tenden Legierung hergestellt werden oder indem Rhodium auf die aktive Oberfläche einer Platinelektrode aufgezogen wird.
Die Erfindung kann auch an anderen Ausführungsformen angewendet werden, da andere Arten von elektrolytischen Hygrometerzellen, als vorliegend beschrieben wurden, durch die vorliegende Erfindung in gleicher Weise verbessert werden. Die vorliegenden Ausführungsformen sind daher in jeder Weise als erläuternd und nicht als begrenzend anzusehen.
Die Erfindung bezieht sich nicht auf die beschriebenen konstruktiven Ausbildungsformen der Zelle und auch nicht auf die beschriebenen, der Erläuterung dienenden Herstellungsverfahren.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Zelle zur Bestimmung der Wassermenge in einem Gasstrom, welche zwei im Abstand zueinander angeordnete Elektroden, die durch eine hygroskopische elektrolytische Substanz miteinander verbunden sind, und Vorrichtungen, um den Gasstrom entlang dieser Elektroden zwecks Elektrolyse des Wassers zu leiten, aufweist, wobei der elektrolytische Strom ein Maß für den Wassergehalt des Stromes ist, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die frei liegende Fläche zumindest einer dieser Elektroden aus Rhodium oder einer Rhodiumlegierung besteht.
2. Zelle gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der von einer Gleichstromquelle gespeisten Zelle besagte eine Elektrode diejenige Elektrode ist, an der die positive elektrolysierende Spannung anliegt.
3. Zelle gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß besagte eine Elektrode aus einem Draht aus festem Rhodium besteht.
4. Zelle gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß besagte eine Elektrode aus einem Metalldraht besteht, der teilweise in einem inerten, im wesentlichen isolierenden Material eingebettet ist, und die frei liegende Fläche dieses Drahtes mit einer Rhodiumschicht bedeckt ist.
5. Zelle gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Elektroden aus im wesentlichen reinem Rhodium bestehen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 830 945.
Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist ein Prioritätsbeleg ausgelegt worden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 539/184 4.65 @ Bundesdruckerei Berlin
DEB69345A 1961-10-30 1962-10-23 Hygrometerzelle Pending DE1191136B (de)

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