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DE1186717B - Sicherheitsventil - Google Patents

Sicherheitsventil

Info

Publication number
DE1186717B
DE1186717B DEG20326A DEG0020326A DE1186717B DE 1186717 B DE1186717 B DE 1186717B DE G20326 A DEG20326 A DE G20326A DE G0020326 A DEG0020326 A DE G0020326A DE 1186717 B DE1186717 B DE 1186717B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chamber
pressure
valve
closure piece
throttle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG20326A
Other languages
English (en)
Inventor
Hilliard Lewis Davis
Richard Charles Nelson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Garrett Corp
Original Assignee
Garrett Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Garrett Corp filed Critical Garrett Corp
Publication of DE1186717B publication Critical patent/DE1186717B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
    • F16K17/18Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on either side
    • F16K17/19Equalising valves predominantly for tanks
    • F16K17/196Equalising valves predominantly for tanks spring-loaded

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Safety Valves (AREA)

Description

  • Sicherheitsventil Die Erfindung betrifft ein Überdruckventil für einen unter Druck stehenden abgeschlossenen Raum mit einem die den Raum mit der umgebenden Atmosphäre verbindende öffnung abschließenden Verschlußstück, auf dessen Rückseite eine Regelkammer vorgesehen ist, die durch eine bewegliche, die eine Seite der Regelkammer bildende Membran abgeschlossen ist, bei dem im Verschlußstück eine Durchlaßöffnung als Verbindung zwischen dem Raum und der Regelkammer und eine durch ein Ventil gesteuerte Auslaßöffnung als Verbindung zwischen der Regelkammer und der Atmosphäre vorgesehen ist.
  • Bei den verschiedensten Anwendungsgebieten, bei denen ein konstanter Druck gegen die Außenatmosphäre in einer Kammer aufrechterhalten werden soll, insbesondere bei Flugzeug-Druck- und -Klimaanlagen, ist ein Verdichter od. dgl. vorgesehen, der der Kabine bzw. der Kammer ständig Druckluft zuführt. Der Druck in der Kammer wird dabei nach einem vorbestimmten Druckplan von einem Druckregler aufrechterhalten, der die Luftströmung durch ein Auslaßventil regelt, das in einer Verbindungsöffnung zwischen der Kammer und der Atmosphäre angeordnet ist. Außer dem Druckregler und dem Auslaßventil wird üblicherweise ein Sicherheitsventil vorgesehen, das die Regelung des Druckes in der Kammer unter vorübergehenden Bedingungen, z. B. während des Steig- und Landefluges, übernimmt. Dieses Sicherheitsventil vereinigt in seinem Aufbau die Funktion eines in einer Richtung ansprechenden Überdruckventils zum automatischen Abblasen der Kabinenluft in die Atmosphäre, wenn der Druckunterschied einen vorbestimmten Sicherheitswert überschreitet; und eines in umgekehrter Richtung ansprechenden Unterdruckventils, das automatisch den Ausgleich des Druckes in dem eingeschlossenen Raum mit dem atmosphärischen Druck herbeiführt, wenn dieser größer wird als der Innendruck der Kammer, sowie die Funktion eines Entlüftungsventils zum wahlweisen manuellen Ausgleichen des Druckes der Kammer mit dem atmosphärischen Druck.
  • Bisher wurde in der Regel das Sicherheitsventil als Entlüftungsventil zum Ausgleichen des Druckes in der Kammer mit dem atmosphärischen Druck verwendet, wobei das Sicherheitsventil manuell bzw. mechanisch voll geöffnet wurde, um den Druck in der Kammer rasch auf die Höhe des atmosphärischen Druckes zu senken. Bei einer derartigen Anordnung kann jedoch die plötzliche Druckänderung zu ernsthaften Schäden von Personen in der Druckkammer führen. Es ist die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, ein Sicherheitsventil zu schaffen, das manuell so geöffnet werden kann, daß die Druckminderung bei der Anpassung des Druckes in der Kammer an den Atmosphärendruck in einer vorbestimmten Geschwindigkeit erfolgt, die so gewählt werden kann, daß keine nachteilige Beeinflussung von Personen in der Druckkammer erfolgt. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Regelkammer zusätzlich mit der Atmosphäre über eine an sich bekannte, durch ein Absperrventil normalerweise geschlossene Leitung verbunden ist, in der eine Drosselvorrichtung angeordnet ist, um eine bestimmte Geschwindigkeit der Druckminderung in der Regelkammer einzustellen, wenn das Absperrventil geöffnet ist. Vorzugsweise weist die Drosselvorrichtung ein Rückschlagventil und ein federbelastetes, durch eine Membran betätigtes Drossel- und Verschlußstück auf, wobei die Membran auf der federabgewandten Seite vom Druck in der Regelkammer beaufschlagt wird. Das Drossel- und Verschlußstück kann eine topfartige Form haben und seitlich mehrere C)ffnungen aufweisen. Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Druckkammer, die mit dem Sicherheitsventil gemäß der Erfindung ausgestattet ist, F i g. 2 in vergrößertem Maßstab einen Schnitt durch das Sicherheitsventil gemäß der Erfindung und F i g. 3 in vergrößertem Maßstab einen Teilschnitt durch die Drosselvorrichtung des Ventils gemäß F i g. 2.
  • In F i g. 1 ist ein abgeschlossener Raum 10, z. B. eine Flugzeugkabine, dargestellt, der ständig mit Druckluft von einem Verdichter 11 versorgt wird. Der Luftdruck innerhalb der Kammer 10 wird nach einem vorbestimmten Druckplan von einem Druckregler 12 aufrechterhalten, der ein Ventil 13 aufweist, das das Ausströmen der Raumluft durch einen Auslaß 14 in einer Wand 15 der Kammer 10 regelt.
  • Ein Sicherheitsventil 16 ist an der Außenseite der Kammer 10 über einer Öffnung 17 angebracht.
  • Das Sicherheitsventil 16 hat einen Sockel 20, auf dem ein Ring 22 auf mehreren Stützen oder Streben 23 mit nach innen vorspringenden Ansätzen 24 abgestützt ist. Ein Deckel 25 ist an dem Ring 22 befestigt, wobei eine Membran 27 (F i g. 2) mit ihrem äußeren Rand zwischen den Ring 22 und dem Deckel 25 eingespannt ist: Die Membran 27 besteht aus einem äußeren ringförmigen Betätigungsteil 28 und einem entlasteten inneren ringförmigen Teil 29, wobei der äußere und der innere Teil durch einen Flansch 30 mit Ringbund 31 getrennt werden, die an die Membran mittels der Niete 32 angeklemmt sind. Eine Bewegung des Flansches 30 und des Bundes 31 mit dem Membranteil 28 nach unten wird durch Anliegen des Bundes 31 auf den Ansätzen 24 der Streben 23 begrenzt. Der Membranteil 29 ist an seinem inneren Rand zwischen einem Ventilglied 33 und einem Klemmring 34 eingespannt. Mehrere Finger 34 b sind am Ring 34 befestigt ünd erstrecken sich über den Ring 30; so däß sie bei Aufwärtsbewegung des Ringes 30 das Verschlußstück 33 anheben.
  • Das Verschlußstück 33 hat einen ringförmigen Teil 35, der einen Schneidensitz 35 a aufweist, der sich auf einen am Sockel 28 liegenden Ventilsitz 36 anlegen kann.
  • Eine Öffnung 37 im- Sockel 20 liegt koaxial zur Öffnung 17 in der Wändung der Kammer 10.
  • Ein Regelventil 40 liegt in einer Regelkammer 41, die von dem Deckel 25, der Membran 27 und dem Verschlußstück 33 gebildet wird. Das Regelventil 40 weist ein Ventilglied 42 auf, das an den Mittelteilen zweier Membranen 43 und 44 befestigt ist. Die Membranen 43 und 44 werden am äußeren Rand an einem sich nach innen erstreckenden Stutzen 45 festgehalten und` bilden bewegliche Wände für mehrere Kammern 46, 47 und 48. Die Kammer 46 wird in die Umgebungsatmosphäre über einen Durchlaß 50 und einen Filterstopfen 51 entlüftet. Die Kammer 47 steht mit der Regelkammer 41 über einen Durchlaß 52 in Verbindung, während die Kammer 48 mit dem Inneren der Kammer 10 über einen Durchlaß 53 in einem Führungsschaft'54 in Verbindung steht, welcher im Inneren einer Führungshülse 55 gleitbar angeordnet ist. Die Führungshülse 55 ist in das Verschlußstück 33 eingeschraubt und mit einer Öffnung 56 versehen, so daß eine freie Verbindung zwischen der Kammer 48 und dem eingeschlossenen Raum 10 besteht. Eine Erweiterung 57 an dem äußeren Ende des Schaftes 54 bildet einen engen Durchlaß in der Führungshülse 55, durch den Luft in die Kammer 41 aus dem eingeschlossenen Raum 10 eingelassen wird.
  • Das Ventilglied 42 ähnelt dem bei Autoreifen verwendeten und besteht aus einem mit Gewinde versehenen Körper mit einem Durchlaß. Der Durchlaß wird unterbrochen durch ein unter Federdruck stehendes, normalerweise geschlossenes, kegelförmiges Ventilelement mit einem Betätigungschaft, der sich durch den Durchlaß hindurch bis oberhalb des Körpers erstreckt.
  • Das Ventilglied 42 regelt die Verbindung zwischen der Kammer 47 und der Kammer 46, wobei gleichzeitig eine Verbindung zwischen der Kammer 41 und der Außenatmosphäre geschaffen wird. Das Ventilglied 42 wird normalerweise durch eine Druckfeder 58 in der Kammer 46 nach unten gedrückt und geschlossen gehalten, öffnet sich jedoch, wenn es nach oben in den Eingriff mit einem Einstellglied 59 gedrückt wird, und läßt Luft aus der Kammer 41 in die Umgebungsatmosphäre durch den Durchlaß 52, die Kammer 47; den Körper des Ventils 42, die Kammer 46 und den Durchlaß 50 in vorbestimmter Menge ab.
  • Solange der Unterschied zwischen dem Druck in dem eingeschlossenen Raum 10 und dem atmosphärischen Druck einen festgesetzten Wert nicht überschreitet, ist der Druck in der Kammer 41 der gleiche wie im eingeschlossenen Raum 10, als Folge des beständigen Ablassens von Raumluft an der Erweiterung 57 vorbei in die Kammer 41, und das Verschlußstück 33 wird geschlossen gehalten durch eine Druckfeder 60, die sich in der Kammer 41 befindet: Der Raumdruck herrscht also in der Kammer 48 der Regelventilanordnung 40 vor, wobei der Druck der Regelkammer 41 gleich dem der Kammer 47 ist und atmosphärischer Druck in der Kammer 46 herrscht. Der Druckunterschied zwischen dem Druck des eingeschlossenen Raumes 10 und dem atmosphärischen Druck wird von der Membran 44 abgefühlt.
  • Ist der Druckunterschied zwischen dem atmosphärischen Druck, der in der Kammer 46 vorherrscht, und dem Raumdruck, der in den Kammern 47 und 48 auftritt, größer als der vorbestimmte, durch das Einstellglied 59 eingeregelte Einstellungswert, so bewegt der auf die Membran 44 einwirkende Druckunterschied die Membran gegen die Kraft der Feder 58 nach oben und bewirkt einen Kontakt des Betätigungsschaftes des Ventilgliedes 42 mit dem Einstellglied 59. Dieser Vorgang öffnet das Ventilglied 42 und läßt zu, daß Luft aus der Regelkammer 41 in' die Atmosphäre in einem größeren Ausmaß entweicht als Luft aus der Druckkammer 10 in die Kammer 41 durch den Drosseldurchlaß an der Erweiterung 57 vorbei einströmen kann. Infolgedessen sinkt der Druck in der Kammer 41 ab, bis der auf das Verschlußstück 33 ausgeübte Raumdruck ausreicht, um die Kräfte der Feder 60 und des Druckes in der Kammer 41 zu überwinden und das Verschlußstück 33 von seinem Sitz 36 zu heben, wodurch Luft aus der Druckkammer 10 in die Atmosphäre abgelassen wird.
  • Wenn der Druckunterschied zwischen dem atmosphärischen Druck in der Kammer 46 und dem Raumdruck in der Kammer 48 auf einen Wert absinkt, der gleich oder kleiner ist als der vorbestimmte, von dem Einstellglied 59 eingestellte Sollwert, so bewegt die Kraft der Feder 58 das Ventilglied 42 nach unten, so daß dessen Betätigungsschaft mit dem Einstellglied 59 keinen Kontakt mehr hat und keine Luft aus der Regelkammer 41 mehr in die Atmosphäre entweichen kann. Infolge des Einlassens von Raumluft in die Kammer 41 durch den Drosseldurchlaß an der Erweiterung 57 steigt der Druck in der Kammer 41 an, bis er den Druck der Druckkammer 10 erreicht. Sind diese Drücke ausgeglichen, so bewegt die Feder 60 das Verschlußstück 33 nach unten, bis der Schneidensitz 35 a des Teiles 35 auf dem Sitz 36 aufsitzt und das Entweichen von Luft aus der Druckkammer 10 in die Atmosphäre beendet.
  • Sollte der atmosphärische Druck den Raumdruck und hiermit den Druck in der Kammer 41 übersteigen, so bewirkt der Unterschied zwischen diesen Drücken, daß die Membran 27 und der Ring 30 sich nach oben bewegen. Der Ring 30 berührt die Finger 34 b des Ringes 34, wodurch das Verschlußstück 33 geöffnet und atmosphärische Luft in die Kabine eingelassen wird. Der atmosphärische Druck muß, um ein Öffnen des Ventils zu bewirken, sich um einen ausreichenden Wert über den des Kabinendruckes vergrößern, so daß er die Kraft. der Feder 60 überwindet, die jedoch relativ schwach ist. Wenn der Raumdruck und hiermit der Druck in der Kammer 41 sich mit dem atmosphärsichen Druck ausgleicht, so bewegt die Feder 60 das Verschlußstück 33, die Finger 34 b und den Ring 30 nach unten, bis er auf den Ansätzen 24 aufliegt und das Verschlußstück 33 in die Schließstellung bringt.
  • Um Luft aus der Druckkammer 10 in die Atmosphäre abzublasen und den Raumdruck an den atmosphärischen Druck anzugleichen, kann die Kammer 41 über eine Drosselvorrichtung 72 bis 88 und ein manuell zu betätigendes Absperrventil 71 in die Atmosphäre entlüftet werden.
  • Ein Durchlaß 70 ist in das Gehäuse 72 der Drosselvorrichtung eingeschraubt, das mit dem Deckel 25 verbunden ist. Der Außenrand einer Membran 74 ist zwischen dem Gehäuse 72 und dem Deckel 25 eingespannt. Wie aus den F i g. 2 und 3 zu ersehen ist, weist das Gehäuse 72 an einem Ende eine Bohrung 75 auf, die am inneren Ende sich in eine Reihe konzentrischer, Ringschultern bildender Bohrungen 76 erweitert. Eine Drosselöffnung 77 stellt eine Verbindung zwischen der Bohrung 75 und der kleinsten der Bohrungen 76 her.
  • Ein Rückschlagventilhalter 78 liegt im inneren Ende der Bohrung 75 mit Preßsitz. Der Halter 78 umschließt eine Ventilkugel 80, die mit der Öffnung 77 zusammenwirkt. Das auf diese Weise von dem Halter 78, der Kugel 80 und der Öffnung 77 gebildete Rückschlagventil kann als Sekundärventil bezeichnet werden und läßt nur eine Strömung aus der Kammer 41 nach außen zu.
  • Der Deckel 25 ist mit einer Öffnung 81 versehen, deren äußeres Ende bei 82 mit einem Durchmesser angesenkt ist, der etwa gleich der größten der abgestuften Bohrungen 76 ist. Die Membran 74 erstreckt sich in den Raum hinein, der von der Ansenkung 82 und der angrenzenden Bohrung 76 gebildet wird. An dem Mittelteil der Membran 74 ist ein Drossel- und Verschlußstück 83 mittels eines Halters 84 angebracht, welcher im Preßsitz um das Drossel- und Verschlußstück 83 sitzt. Das Drossel-und Verschlußstück 83 ist mit einem abgeschrägten äußeren Ende versehen, das mit dem äußeren Ende der kleinsten der Bohrungen 76 zusammenwirken kann, und wird von diesem äußeren Ende durch eine zwischen dem Gehäuse 72 und dem Halter 84 liegende Druckfeder 85 abgedrückt. Eine zentrale Ausnehmung 86 weist eine Öffnung 87 auf, die sich in der Mitte aus dem inneren Ende der Ausnehmung zur Außenfläche des Drossel- und Verschlußstückes 83 erstreckt. Mehrere radiale Öffnungen 88 stellen eine Verbindung zwischen der Ausnehmung 86 und der äußeren ringförmigen Fläche des Drossel- und Verschlußstückes 83 her.
  • Normalerweise ist das Absperrventil 71 geschlossen, und das Drossel- und Verschlußstück 83 wird durch die Kraft der. Druckfeder 85 in der in der F i g. 2 dargestellten Stellung gehalten. Wenn der Druck der Druckkammer 10 und der Umgebungsatmosphäre ausgeglichen werden soll, wird das Absperrventil 71 geöffnet. Ein Öffnen des Absperrventils 71 reduziert den Druck in der Leitung 70, und die Kugel 80 wird von ihrem Sitz an der Öffnung 77 angehoben, wobei der Druck im Bereich der abgestuften Bohrungen 76 gesenkt wird. Die Veränderung des an der Membran 74 wirkenden Druckunterschiedes verstellt diese Membran zusammen mit dem Drossel- und Verschlußstück 83 in die in der F i g. 3 dargestellte Stellung, wobei das Drossel-und Verschlußstück 83 auf dem äußeren Ende der kleinsten der Bohrungen 76 aufsitzt. In diesem Fall erfolgt eine Strömung aus der Kammer 41 über die Öffnung 81 im Deckel 25, die Ausnehmung 86, die Öffnung 87, die Öffnung 77, die Bohrung 75 und die Leitung 70 zur Atmosphäre. Ist eine vorbestimmte Niederdruckdifferenz infolge Druckverminderung in der Kammer 41 und an der Membran 74 erreicht, so bewegt die Kraft der Feder 85 das Drossel- und Verschlußstück 83 nach unten in die in der F i g. 2 dargestellte Stellung. Danach erfolgt eine Strömung aus der Kammer 41 über die Öffnung 81, die Ausnehmung 86, die radiale Öffnung 88 im Drossel- und Verschlußstück 83, die Öffnungen 77, die Bohrung 75 und die Leitung 70 in die Atmosphäre.
  • Wenn also das Absperrventil 71 geöffnet ist, bewirkt die Veränderung des an der Membran 74 auftretenden Druckunterschiedes, daß das Drossel- und Verschlußstück 83 auf dem äußeren Ende der kleinsten der Bohrungen 76 aufsitzt, wobei der Grad der Druckveränderung in der Regelkammer 41 in dem vorbestimmten Ausmaß durch die Strömung durch die Öffnung 87 erzeugt wird. Wenn der Unterschied zwischen dem Druck in der Kammer 41 und der Außenatmosphäre sich vermindert und die Strömung durch die Öffnung 87 die Tendenz zeigt sich zu vermindern, so vermindert sich gleichfalls der Druckunterschied an der Membran 74, wodurch das Drossel- und Verschlußstück 83 durch die Kraft der Feder 85 nach unten bewegt wird und eine zusätzliche Strömung aus der Kammer 41 durch die Öffnungen 88 zur Aufrechterhaltung einer konstanten Geschwindigkeit der Druckveränderung in der Kammer 41 zuläßt. Durch Aufrechterhalten der vorbestimmten Druckänderungsgeschwindigkeit in der Kammer 41 wird die Öffnungsbewegung des Verschlußstückes 33 gesteuert, wobei bewirkt wird, daß der Raumdruck um ein vorbestimmtes Maß vermindert wird. Wenn der Druck in der Kammer 41 annähernd gleich dem außenatmosphärischen Druck ist, steht das Drossel- und Verschlußstück 83 in der in F i g. 2 dargestellten Stellung, wobei dort eine unbehinderte Verbindung zwischen der Kammer 41 und der Außenatmosphäre besteht.
  • Mit dem manuellen Schließen des Absperrventils 71 endet das Ausströmen aus der Kammer 41, wodurch sich der Druck in der Kammer 41 erhöht und das Verschlußstück 33 in der zuvor beschriebenen Weise in die Schließstellung gebracht wird.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Sicherheitsventil für einen unter Druck stehenden abgeschlossenen Raum mit einem die den Raum mit der umgebenden Atmosphäre verbindende Öffnung abschließenden Verschlußstück, auf dessen Rückseite eine Regelkammer vorgesehen rst, die durch eine bewegliche, die eine Seite der Regelkammer bildende Membran abgeschlossen ist, wobei im Verschlußstück eine Durchlaßöffnung als Verbindung zwischen dem Raum und der Regelkammer und eine durch ein Ventil gesteuerte Auslaßöffnung als Verbindung zwischen der Regelkammer und der Atmosphäre vorgesehen ist, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß die Regelkammer zusätzlich mit der Atmosphäre über eine an sich bekannte, durch ein Absperrventil normalerweise geschlossene Leitung verbunden ist, in der eine Drosselvorrichtung (72 bis 88) angeordnet ist, um eine bestimmte Geschwindigkeit der Druckverringerung in der Regelkammer einzustellen, wenn das Absperrventil (71) geöffnet ist.
  2. 2. Sicherheitsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselvorrichtung ein Rückschlagventil (80) und ein federbelastetes, durch eine Membran (74) betätigtes Drossel- und Verschlußstück (83) aufweist, wobei die Membran auf der federabgewandten Seite vom Druck in der Regelkammer (41) beaufschlagt wird.
  3. 3. Sicherheitsventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Drossel- und Verschlußstück (83) topfartige Form hat und seitlich mehrere Öffnungen (88) aufweist. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 1028 075, 1077 400; britische Patentschriften Nr. 694 235, 694 299, 696 333; USA.-Patentschriften Nr. 2 399 326, 2 393 343.
DEG20326A 1955-09-01 1956-08-16 Sicherheitsventil Pending DE1186717B (de)

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