DE118662C - - Google Patents
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
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- H01F27/28—Coils; Windings; Conductive connections
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Anordnung des Isolirmaterials bei
Transformatoren mit offenem magnetischen Kreis, welche die Maximalisolirung mit einem
gegebenen Isolirmittel zu erhalten gestattet. Die Erfindung ist anwendbar bei allen Wechselstrom-Transformatoren
, bei den Transformatoren mit intermittirenden Strömen und ebenso beim Ruh mkorff sehen Inductor. Sie gründet
inv später beschriebenen physikalischen Beobachtungen
des Erfinders und bezweckt, das ausgewählte Isolirmittel rationell zu vertheilen,
einerseits zwischen Abtheilungen der Spulen des seeundären Stromkreises, andererseits zwischen
der primären und seeundären Wicklung.
Um die nachfolgenden Erklärungen möglichst klar zu gestalten, ist die Erfindung auf
den beiliegenden Zeichnungen in einigen Ausführungsbeispielen
veranschaulicht.
Fig. ι ist eine schematische Ansicht des Transformators zur Erklärung des Erfindungsgedankens.
Fig. 2 ist eine Ansicht der rationellen Ausführung desselben. >
Fig. 3 und 4 sind Ansichten von Einzelheiten der Ausführung Fig. 2.
Fig. 5 und 6 veranschaulichen Abänderungen.
Nehmen wir ein Weicheisenbündel ρ ρ (Fig.i)
an, um welches ein dicker isolirter Draht cd gewickelt ist. Das Ganze bilde das primäre
Glied eines Transformators mit offenem magnetischen Kreis. .
. e und f seien zwei um dieses Primärglied mit Rechtswindung in isolirten Lagen gewickelte Spulen aus feinem Draht, welche an den inneren Enden mit einander verbunden sind. Jede Lage besteht aus einer geringen Anzahl von Windungen.
. e und f seien zwei um dieses Primärglied mit Rechtswindung in isolirten Lagen gewickelte Spulen aus feinem Draht, welche an den inneren Enden mit einander verbunden sind. Jede Lage besteht aus einer geringen Anzahl von Windungen.
Es werde Strom in die Primäre geleitet und
dann jählings geöffnet. Wie die Inductionstheorie
lehrt/ entsteht ein inducirter Strom, der die beiden Spulen e und f durchfliefst ■ —
in ι hat man eine positive Spannung, in 2 eine negative Spannung. Die Beobachtungen
des Erfinders haben nun erkennen lassen, dafs, wenn beide Spulen e und/ aus einer gleichen
Anzahl, je gleich viel Windungen enthaltenden Lagen zusammengesetzt, sowie, symmetrisch
angeordnet sind zu der durch die elektrische Mitte der Primären gelegten Ebene xy, der
Vorgang derart ist, als wenn in 3 — in der Mitte zwischen 4 und 5 — ein die Spule e
durchfliefsender positiver Strom entstände, dessen Spannung von 0 in 3 wächst mit der
Anzahl der durchflossenen Windungen, und in ι sein Maximum erreicht. Gleichzeitig entsteht
in 3 ein negativer Strom, dessen Spannung von ο in 3 mit der Anzahl durchflossenei;
Windungen (Wicklung/) wächst, bis er in 2
sein Maximum erreicht.
Man stelle sich nun zwei weitere Spulen g und h symmetrisch zur Ebene xy vor, derart^
dafs die Wicklung sich einerseits von 6 nach 7, andererseits von 8 nach 9 fortsetzt, und dafs
die Enden dieser beiden Spulen e und / durch Drähte 1, 6 und 2, 8 verbunden sind.
Betrachten wir die Strömung in diesen beiden Spulen g und h im Augenblick der Oeffhung,
Verein deutscher Jngenieure Bezirksverein a. d. niederen Ruhr.
Wir haben oben gesehen, dafs der in 3 mit der Spannung ο entstehende positive Strom
nach ι an Spannung zunimmt. Seine Spannung in letzterem Punkte sei T1. Mit dieser
Spannung tritt der Strom in die Spule g ein und durchfliefst sie, wobei seine Spannung
wiederum mit der Windungszahl wächst und in 7 den Werth T1 -f T7 besitzt, wobei T7
den von den Windungen der Spule g veranlafsten Zugang an Spannung bedeutet. Ebenso
hat man in q einen negativen Spannungswerth, der von T2 auf T2 + T9 gewachsen ist. Sind
die je zu zweien symmetrisch zur Ebene xy angeordneten Spulen genau gleich, so ist T7
gleich T9 und von entgegengesetztem Zeichen; ebenso sind T1 und T2 gleich und von entgegengesetztem
Zeichen.
Fügt man in der gleichen Weise zwei weitere symmetrische Spulen i und_/, verbunden durch
die Drähte 7, 10 bezw. 9, 11, hinzu, so erhält
man in 12 eine positive . Spannung T1 -\- T1 -\- X"12 und in 13 eine negative
Spannung T2 + Γ9 + T13.
Untersuchen wir nun, wie -dergleichen Spulen zu isoliren sind, zunächst gegen einander
und dann gegen das Primärglied.
Das Isolirmittel sei ein beliebiges, flüssiges, festes oder teigiges. Die mit diesem Isolirmittel
angestellten Versuche gestatten, eine Tabelle aufzustellen, welche von Millimeter
zu Millimeter die einander folgenden Dicken des Isolirmittels zeigt, und diesem gegenüber
die Spannungen, welchen diese Dicken mit Sicherheit widerstehen können.
Bezüglich der Spulen e und f streben sich zwischen 14 und 15 folgende beiden Spannungen
auszugleichen:
Rücksichtlich e in 14 die Spannung T1 minus
der Spannung, welche durch die Windungen der äufseren Lage der Spule e entwickelt wird
und positiv ist.
Rücksichtlich f in 15 die Spannung T2 minus
der Spannung, welche durch die Windungen der äufseren Lage f entwickelt wird und negativ
ist.
Da praktisch in Spulen dieser Art die Windungslagen sehr zahlreich sind, die Anzahl
100 übersteigen, so kann man die Spannung einer derselben vernachlässigen und in 14 die
Spannung T1, in 15 die Spannung T2 annehmen.
Die mit Rücksicht auf das gewählte Isolirmittel aufgestellte Tabelle ergiebt, dafs
die Dicke, in welcher das Isolirmittel anzuwenden ist, um mit Sicherheit die Spannung T1
zu isoliren, 14, 16 ist. Da T1 und T"2 entgegengesetzte
Zeichen haben, so kommen diese Spannungen hinzu, und es ist klar, dafs der Abstand 16, 15 gleich sein mufs dem Abstand
16, 14, d. h. die anzuwendende Isolirdicke ist
gleich 14, 15.
Wie ist die Spule e von der Spule g zu isoliren ?
Durch eine der vorhergehenden analoge Schlufsfolgerung kann man mit Sicherheit voraussetzen,
dafs in Spule e in 17 die Spannung gleich Null ist (indem man die durch die erste
Lage von e erzeugte Spannung vernachlässigt), und dafs in 18 Spule g die Spannung gleich
ist T1 -\- T7 (indem man die Subtraction der
durch die erste Lage von g verursachten Spannung ebenfalls vernachlässigt). Man sucht in
der Tabelle die der Spannung T1 -)- T"1 entsprechende
Entfernung und findet 18, 19. Da
die Spule g in Wirklichkeit im Allgemeinen derart ist, dafs 18,6 kleiner ist als 17,1 (6
und ι auf einer zur Achse der Primären parallelen
Geraden liegend) und ferner der Abstand 18, 20, welcher weiterhin gefunden wird,
bestimmt ist, kann man feststellen, ob die Entfernung 18, 17, welche gegen den Funken
in der Richtung 18, 17 schützt, auch gegen den Funken in der zur Achse der Spule parallelen
kürzeren Entfernung 18, 19 schützt. Die Spannung zwischen 18, 19 ist in 18 positiv
T1 -j- T7 minus der ebenfalls positiven
Spannung, welche in den Windungen der Lagen der Spule e vom Centrum bis zur
Schicht 19 erzeugt wird. Diese Spannung sei T"19. Man sucht in der Tabelle die Isolirdicke,
welche der Spannung (T1 -\- T7) — T19
entspricht, und ersieht, dafs dieselbe kleiner ist als die Entfernung 18, 19. In diesem Falle giebt
die schräge Entfernung 18, 17 den Abstand zwischen den beiden Spulen. Zeigt im Gegentheil
die Tabelle, dafs die theoretische Dicke gröfser ist als die durch die schräge Linie
gegebene Entfernung, so giebt die, Entfernung 18, 19 der Tabelle den anzuwenden Abstand.
Ebenso findet man die Spannung zwischen 21,22. Unter Vernachlässigung der Spannung
der Lage 6, 21 ist die Spannung in 21 die gleiche
wie in 1, d. h. gleich T1; in 22 ist die Spannung
T1 T7 T1'2, und, da die beiden Spannungen
in 21, 22 positiv sind, so giebt die Spannung Γ1 + T7 + T12 — T\ d. i. die Spannung
T7 -j- T12, den in der Tabelle· gefundenen
Abstand 21, 22.
Man berechnet ebenso die Entfernungen 23, 24 für die Spulen f und h, und die Entfernungen
9, 11 für die Spulen h und j auf der negativen Seite.
Wie man weiterhin ersehen wird, nimmt die Zahl der Windungslagen der Spulen ab
mit der Entfernung der Spulen von der Ebene xy\ es ist alsdann 14, 15 gröfser als
18, 19, gröfser als 21,22; und 14, 15 gröfser
als 23, 24, gröfser als 9, 11.
Man bemerkt, dafs theoretisch das Isolirmittel zwischen den Spulen e und f die
Punkte 4 und 5, da dieselben gleiche Spannung haben, nicht zu trennen brauchte; es
mufs im Gegentheil sein Maximum in 14, 15
haben. Seine theoretische· Form wäre demnach ein Ring von schiefwinkligem Querschnitt
, wie Fig. 2 zeigt. Ebenso ist der Verhalt bezüglich der übrigen Spulen. Die Spulen
eg können sich in 6, 1 berühren, die
Spulen gi in 10,7, ebenso die Spulen f h in
2, 8 und die Spulen hj in 9, 11.
Fig. 3 giebt alsdann den Querschnitt und die Ansicht der Spule f.
Es verbleibt die Feststellung der zwischen
der Primärspule und der ersten inneren Windung jeder Secundärwicklung anzuordnenden
Isolirdicke.
Zunächst die Spule e betrachtet, so ist für Transformatoren mit unterbrochenen Strömen
und Ruhmkorff'sche Spulen möglich, das Potential der Primären in Bezug auf die Potentiale
der secundären Wicklungen gleich Null zu setzen: das Potential der Primären
ist im höchsten Falle 50 Volts, während die Potentiale der Secundärwicklungen Hunderttausende
von Volts betragen. Bezüglich der übrigen Transformatoren mufs vorausgesetzt
werden, dafs von Spannungsdifferenzen oder Spannungssummen gesprochen wird, je nachdem
die Spannungen entgegengesetzten oder gleichen Zeichens sind.
Für Spule e kommt nur die durch eine einzige Lage der secundären Windungen entwickelte
Spannung in Frage, die eine sehr schwache Isolirdicke ergiebt. Der Abstand25,17
ist sehr klein. In 3 dürfte der Abstand 26, 3 Null werden, da die Spulen symmetrisch und
zu zweien gleich sind. Zur gröfseren Sicherheit wird jedoch dem Abstand 26, 3 eine gewisse
Länge gegeben.
Für Spule / ist der Abstand 27,28 gleich dem Abstand 25, 17.
Für Spule g ist der Abstand 7, 29 gegeben durch die Spannung in 7, welche gleich ist
T1.+ T\
Für Spule i ist der Abstand 30,31 gegeben durch die Spannung T1 + T1 -\- Spannung
der Lage 10,31. Man entnimmt der Tabelle 30,31, und, da die durch eine einzige Lage
erzeugte Spannung nur schwach ist, nimmt man mit einem Zuschüfs an Sicherheit 29, 7
gleich 30, 31.
. Ebenso hat man für die negative Seite, da dieselbe der positiven ähnlich ist, 27, 28 gleich
25, 17, und so fort.
Die theoretische Form der Gesammtisolirung ist dann die durch Fig. 2 veranschaulichte.
In dem Falle, wo die Abstände in Bezug auf die Spulen selber klein sind,, kann man,
um das Bewickeln zu erleichtern, die Ringe von dreieckigem Querschnitt, gemäfs Fig. 2,
3 und 4 ersetzen durch Ringe von rechteckigem Querschnitt, wie in Fig. 1.
Selbstverständlich ist weder die neue Form für die Isolirung, noch die Anordnung der
Spulen an eine bestimmte Spulenzahl gebunden.
Um die Intensität des inducirten Stromes zu erhöhen, kann man jede Spule aus zwei, drei
und mehr über einander geschobenen,., selbstverständlich parallel gewundenen Einzelspulen
in der Art zusammensetzen, dafs die Wickelungen desselben je nur an den Polen mit
einander verbunden sind. Das Ergebnifs ist eine beträchtliche Vermehrung der Strommenge
an den Klemmen.
Die Erfindung kann auch, wie in Fig.: 5 dargestellt, Anwendung finden bei einer Transformatorenart,
welche auf Grund der experimentell festgestellten Thatsache, dafs die an den Enden der secundären Wicklung auftretenden
Potentiale nicht entgegengesetzt gleich, sondern sehr verschieden sind, dissymetrische
Transformatoren genannt werden.
Man umgiebt einen in dargelegter Weise hergestellten Primärinductor mit einer aus
dünnem isolirten Draht gewickelten Secundärspule, deren Wicklungslagen durch einen isolirenden
Papierstreifen von einander getrennt sind (Fig. 5), in der Art, dafs die Secundärwicklung
nahe beim- Inductor beginnt und am Umfang der Spule endigt; das innere Wicklungsende
wird an die obere Klemme a, das äufsere an die untere Klemme b gelegt (Fig. 5).
Schickt man durch diesen Transformator absetzenden Gleichstrom, so entspricht jeder
Unterbrechung desselben eine Welle mit hoher Spannung in der Secundären, und zwischen
den Klemmen springt ein Funken über. Die Ströme aus α und b haben entgegengesetztes
Zeichen. Angenommen, dasjenige für α sei negativ, das für b positiv.
Nähert man, während der Transformator in Betrieb ist, einen an Erde gelegten Leiter nach
einander beiden Polen α und b,' so ist der aus a, d. i. dem inneren Spulenende überspringende
Funken etwa zehnmal weniger lang, als der aus b, d. i. dem äufseren Spulenende
überspringende Funken. Die durch den an Erde gelegten Leiter aus dem Pol α gezogene
Funkenlänge »eins« plus der von ihm aus dem Pol b gezogenen Funkenlänge »neun«
giebt die Funkenlärige »zehn«, oder diejenige, welche man erhält, wenn man den Funken
zwischen α und b überspringen läfst.
. Verbindet man nun den Pol α schwächeren
Potentiales unmittelbar mit der Erde, so springt der Funken zwischen diesem an Erde gelegten
Pol α und dem Pol b über, und zwar ist die Funkenlänge die gleiche, wie wenn der Pol a
frei wäre. Die Dicke des Funkens zeigt seinen Amperegehalt an; sein Glanz und das ihn be-
gleitende Geräusch scheinen durch die. Veiv bindung des Poles α mit der Erde noch gesteigert
worden zu sein.
Die Thatsache, dafs die Potentiale an den beiden Enden der Secundärwicklung nicht entgegengesetzt
gleich sind, läfst sich auf verschiedene Weise erklären, z. B.:
1. Man kann annehmen, dafs sich infolge der Nähe des Inductors zwischen diesem und
dem Strom von α Condensatorwirkungen einstellen, welche die Spannung des letzteren
herabsetzen. Diese Erklärung würde eine Reduction der totalen Funkenlänge des dissymetrischen
Transformators voraussetzen müssen; .nun ist aber die Funkenlänge eine solche,
dafs sie der gleichen Zahl Windungen im symmetrischen Transformator bei gleicher Induction
entsprechen würde; damit erscheint die obige Voraussetzung experimentell nicht gerechtfertigt.
2. Man kann, wie Erfinder, annehmen, dafs die Vorgänge sich so vollziehen, als ob durch
die Unterbrechung des Primärstromes in der Secundärwicklung eine elektrische Schwingung
(Vibration) hervorgerufen würde, und dafs diese Schwingung in einem Punkte vom Potential
Null einen Schwingungsknoten habe.
Diese, im einen Sinne positive, im anderen Sinne negative Schwingung geht von Null aus,
nimmt mit der Windungszahl an Amplitude zu und bildet so in der letzten, mit der positiven
Klemme verbundenen Windung ein »positives« Maximum, in der letzten mit der negativen Klemme verbundenen Windung ein
»negatives« Maximum. Bei symmetrischen Wicklungen liegt dieser Knoten mit der Spannung
Null in der Mitte des inducirten Drahtes, und ist auf jeder Seite des Knotens die gleiche
Windungszahl vorhanden. Bei den dissymmetrischen - Transformatoren liegt dagegen der
Knoten in der Nähe des Inductors. Zwischen diesem Punkte Null und der Klemme α befinden
sich Windungen nur in geringer Anzahl: die negative Schwingung ist also gleichfalls
schwach; dagegen finden sich zwischen dem Punkte Null und der Klemme b Windungen
in grofser Anzahl: die Spannung in b, die positiv ist, ist entsprechend hoch.
Legt man die Klemme α an Erde, so rückt der Punkt Null dem Wicklungsanfang näher,
denn die Erde hat annähernd das Potential Null, da die Windungszahl von Null nach b
zunimmt, bewahrt der Funken seine Länge — das Potential an der Klemme b ist verstärkt
um das, von den- zwischen dem alten und dem neuen Nullpunkte befindlichen Windungen
erzeugte Potential.
Diese Erklärung, welche sich als Vergleichung des Phänomens mit einer schwingenden
Saite darstellt, welche nur einen einzigen ■Schwingungsknoten hat, läfst sich theoretisch
durch die Curve FA OBF1 (Fig. 7) veranschaulichen.
Die in ihr enthaltene Theorie hat im übrigen keinen höheren Werth als die für die Induction aufgestellte; sie gestattet jedoch
über die an sich unbestreitbare physikalische Thatsache eine gewisse Rechenschaft abzulegen.
Diese dissymmetrischen Transformatoren sind in allen den Fällen verwendbar, wo ein mit
Stromunterbrechungen betriebener Transform mator mit offenen Stromkreisen mit einem
Pol an Erde gelegt werden mufs: Drahtlose Telegraphic, Endodiaskopie, Ladung von Condensatoren,
welche an einer Seite an Erde gelegt sind u. s. w. Für diese Verwendungen
besitzen die dissymmetrischen Transformatoren den gleichen Werth wie der Ruhmkorff'sche
Inductor oder ein symmetrischer Transformator von doppelter Länge, welche Apparate ihre
halbe Funkenlänge verlieren, wenn sie mit einem Pol an Erde gelegt werden.
Verbindet man mit einem Inductor zwei wie in Fig. 6 veranschaulichte Spulen, deren
Windungen parallel und in gleichem Sinne, sowie in gleichem Abstande von einer senkrecht
durch die Mitte des secundären Gliedes gelegten Ebene angeordnet sind, und legt man die beiden
inneren Drahtenden zusammen an die Klemme af
die beiden äufseren Drahtenden zusammen an die Klemme b (Fig. 6),. so erhält man einen
Transformator mit zwei auf Quantität geschalteten, vermittelst eines gemeinsamen Inductors
erregten Secundärwicklungen. Der zwischen den Klemmen α und b überspringende Funke
hat die gleiche Länge wie der vermittelst jeder der Einzelspule erhältliche, dagegen besitzt er
gröfsere Dicke und höheren Glanz und findet sich von einem stärkeren Geräusch begleitet;
es ist derselbe Funke, den man erhalten würde vermittels zweier auf Quantität geschalteter
Transformatoren, von denen jeder mit nur einer der beiden obigen Wicklungen ausgerüstet
wäre.
Man kann bei gemeinschaftlichem Inductor auch mehr wie zwei Wicklungen in der obigen
Weise schalten. . '
Die Primärwicklung kann in ebenso viele Theile zerlegt werden, als die Secundärwicklung
Spulen enthält. Diese Theilung kann bei Anwendung eines einzigen, fortlaufenden
Drahtes dadurch erhalten werden, dafs ,man die Wicklungsrichtung gegenüber der folgenden
Spule wechselt. In diesem Falle ordnet man jede Einzelsecundärspule der Mitte des ihr entsprechenden
Theiles der Primären gegenüber an. Da die besprochenen Anordnungen für
die Secundärwicklung gleich bleiben, so hängen die gegenseitigen Abstände der Spulen einzig
ab von den Längen der Theile mit auf einander folgend verschiedener Bewicklung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Anordnung des Isolirmaterials bei Transformatoren, dadurch gekennzeichnet, dafs die unter einander verbundenen Spulen, welche rechteckigen oder parallelogrammförmigen Querschnitt besitzen1, nicht nur in einem um so gröfseren Abstande von der Primärspule, sondern auch in einem um so gröfseren gegenseitigen Abstande angeordnet sind, je gröfser die Spannungsdifferenz zwischen den betreffenden Spulentheilen ist, zum Zwecke, die Maximalisolirung mit einem gegebenen Isolirmaterial zu erzielen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE118662C true DE118662C (de) |
Family
ID=387843
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT118662D Active DE118662C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE118662C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3222625A (en) * | 1960-12-29 | 1965-12-07 | Acec | Resinous-type terminal-bushing construction with encapsulated current transformer |
-
0
- DE DENDAT118662D patent/DE118662C/de active Active
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3222625A (en) * | 1960-12-29 | 1965-12-07 | Acec | Resinous-type terminal-bushing construction with encapsulated current transformer |
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