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DE1185658B - Anordnung zur Abnahme und Verstaerkung des Leseimpulses bei Magnetkernspeichern - Google Patents

Anordnung zur Abnahme und Verstaerkung des Leseimpulses bei Magnetkernspeichern

Info

Publication number
DE1185658B
DE1185658B DEP25054A DEP0025054A DE1185658B DE 1185658 B DE1185658 B DE 1185658B DE P25054 A DEP25054 A DE P25054A DE P0025054 A DEP0025054 A DE P0025054A DE 1185658 B DE1185658 B DE 1185658B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pulse
potential
transistors
pulses
diode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP25054A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Frank F Tsui
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HANS PILOTY DR ING
Original Assignee
HANS PILOTY DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HANS PILOTY DR ING filed Critical HANS PILOTY DR ING
Priority to DEP25054A priority Critical patent/DE1185658B/de
Publication of DE1185658B publication Critical patent/DE1185658B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K5/00Manipulating of pulses not covered by one of the other main groups of this subclass
    • H03K5/01Shaping pulses
    • H03K5/04Shaping pulses by increasing duration; by decreasing duration
    • H03K5/05Shaping pulses by increasing duration; by decreasing duration by the use of clock signals or other time reference signals
    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11CSTATIC STORES
    • G11C11/00Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor
    • G11C11/02Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor using magnetic elements
    • G11C11/06Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor using magnetic elements using single-aperture storage elements, e.g. ring core; using multi-aperture plates in which each individual aperture forms a storage element
    • G11C11/06007Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor using magnetic elements using single-aperture storage elements, e.g. ring core; using multi-aperture plates in which each individual aperture forms a storage element using a single aperture or single magnetic closed circuit

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Nonlinear Science (AREA)
  • Amplifiers (AREA)

Description

  • Anordnung zur Abnahme und Verstärkung des Leseimpulses bei Magnetkernspeichern Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Abnahme und Verstärkung des Leseimpulses bei Magnetkernspeichern, bei denen auf der Lesewicklung einer Magnetkernmatrix von Störimpulsen überlagerte Nutzimpulse beider Polaritäten auftreten, die in einem Transistorgegentaktverstärker verstärkt, gleichgerichtet und mittels eines Ausblendimpulses verwertbar gemacht werden.
  • Die Störimpulse können oft Amplituden aufweisen, die diejenigen der Nutzimpulse übersteigen. Es sind daher besondere Maßnahmen erforderlich, um die in den Nutzimpulsen enthaltene Information aus dem gesamten Ausgangssignal der Lesewicklung derart herauszuholen, daß die Störimpulse unschädlich werden. Dies kann nach dem Ausblendprinzip erfolgen, weil die Störimpulse schneller abklingen als die Nutzimpulse. Hierzu wird das Ausgangssignal-über eine Ausblendschaltung geschickt, die durch einen Ausblendimpuls erst zu dem Zeitpunkt geöffnet wird, in dem der Störimpuls genügend weit unter den Nutzimpuls abgesunken ist.
  • Nun treten am Ausgang der Lesewicklungen von Magnetkernspeichem fast durchweg Nutzimpulse beider Polaritäten auf, wobei sowohl ein positiver als auch ein negativer Impuls die Ausgabe einer Binärziffer 1 bedeutet, während das Fehlen eines Impulses der Binärziffer 0 entspricht. Dies kommt daher, daß die Lesewicklung durch die eine Hälfte der Kerne einer Speichermatrix entgegengesetzt wie durch die andere Hälfte hindurchgeführt ist. Mit dieser Maßnahme soll eine teilweise Kompensation der Störimpulse erreicht werden; sie hat aber auch zur Folge, daß die den Binärwert 1 darstellenden Nutzimpulse manchmal die eine und manchmal die andere Polarität haben.
  • In den bisher bekannten Ausblendschaltungen können solche bipolaren Nutzimpulse nicht unmittelbar ausgeblendet werden, weil diese Schaltungen grundsätzlich »Und«-Schaltungen sind, die nur mit Impulsen einer Polarität arbeiten können. Dies gilt beispielsweise auch für die bekannten Ausblendschaltungen mit Mehrgitterröhren, bei denen einem ersten Gitter die Signalimpulse und einem zweiten Gitter die öffnungs- und Sperrpotentiale zugeführt werden. In diesem Fall muß beim Anlegen des negativen Sperrpotentials am zweiten Gitter die Röhre gesperrt sein. Sie muß andererseits auch gesperrt sein, wenn am zweiten Gitter das positive öffnungspotential anliegt und am ersten Gitter kein Signalimpuls vorhanden ist. Die Röhre darf nur dadurch stromführend werden, daß gleichzeitig am zweiten Gitter das positive Öffnungspotential und am ersten Gitter ein Signalimpuls angelegt werden. Somit kann nur ein positiver Signalimpuls den stromführenden Zustand hervorrufen. Ein negativer Signalimpuls würde dagegen unwirksam bleiben, da er die Röhre noch weiter in den Sperrzustand treiben würde; ein solcher Signalimpuls kann also von der Ausblendschaltung nicht durchgelassen werden. Die übrigen bekannten Ausblendschaltungen, beispielsweise diejenigen mit Transistoren, arbeiten in entsprechender Weise.
  • Nun ist aber ohnehin meist eine Gleichrichtung und Verstärkung der Nutzimpulse für die Weitergabe der Information, beispielsweise zur Zwischenspeicherung in einem Hilfsregister erforderlich. Die Verstärkung erfolgt meist vor der Gleichrichtung, weil die üblicherweise verwendeten Kristallgleichrichter eine bestimmte Mindestspannungsamplitude des gleichzurichtenden Signals erfordern. Das gleichgerichtete Signal kann dann ohne weiteres in einer »Und«-Schaltung der Ausblendung unterworfen werden.
  • Bei den bisher bekannten Anordnungen der eingangs angegebenen Art findet sich daher meist ein Transistor-Gegentaktverstärker, auf den eine Gleichrichterstufe folgt. An diese schließt sich dann eine Ausblendschaltung in Form einer »Und«-Schaltung an.
  • Diese bekannten Schaltungen weisen den wesentlichen Nachteil auf, daß die die Nutzimpulse begleitenden Störimpulse mit verstärkt werden. Infolge ihrer großen Amplitude treiben sie den Verstärker in die Sättigung, wodurch dieser für eine längere Zeit blockiert wird; diese Erscheinung beruht auf dem bekannten Speichereffekt in Transistoren. Die stärkste Wirkung haben die Störimpulse, die von dem Sperrwicklungsimpuls am Ende jedes Betriebszyklus erzeugt werden. Diese Störimpulse haben meist eine viel größere Amplitude als die eigentlichen Nutzimpulse. Die Blockierung der Transistoren setzt eine untere Grenze für die Betriebszykluszeit des Kernspeichers, denn der nächste Betriebszyklus darf erst beginnen; wenn die Sättigung des Transistors abgeklungen ist. Zur Erzielung einer kürzeren Betriebszykluszeit muß also verhindert werden, daß der Tr--nsistor durch den größten Störimpuls in die Sättigung getrieben wird. Deshalb kann für den kleineren Nutzimpuls nur ein Teil des linearen Aussteuerungsbereichs verwendet werden, so daß nicht die volle Spannungsverstärkungsmöglichkeit des Transistors ausnutzbar ist. Da aber andererseits eine bestimmte Mindestspannungsverstärkung benötigt wird, müssen mehrere Verstärkerstufen vorgesehen werden. Der Aufwand an Transistoren ist daher bei den bekannten Anordnungen beträchtlich.
  • Das Ziel der Erfindung ist demgegenüber eine Anordnung der eingangs angegebenen Art, bei der eine sehr geringe Zahl von Transistoren zur Verstärkung, Ausblendung und Gleichrichtung der Nutzimpulse der Lesewicklung genügt und dennoch eine erhöhte Betriebsgeschwindigkeit erreicht wird.
  • Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Ausblendimpuls das gemeinsame Potential der Steuerelektroden der Transistoren des Gegentaktverstärkers so steuert, daß die Transistoren normalerweise durch eine starke, in Sperrichtung wirkende Vorspannung gesperrt sind und durch den Ausblendimpuls an den Anfang des Aussteuerungsbereichs gebracht werden.
  • Durch die erfindungsgemäße Maßnahme werden die Ausgangssignale beider Polaritäten vor der Gleichrichtung und vor der Verstärkung der Ausblendung unterworfen. Dadurch wird die Gefahr einer Blockierung des Verstärkers durch die Störimpulse grundsätzlich beseitigt, da die hohen Amplituden der Störimpulse nicht mehr in den Verstärker gelangen. Der Verstärker kann daher mit einem viel größeren Verstärkungsgrad dimensioniert werden, so daß in den meisten Fällen eine einzige Verstärkerstufe mit zwei Transistoren für die Verstärkung ausreicht. Dies bedeutet gegenüber den bisher bekannten Schaltungen mit vier bis neun Transistoren eine beträchtliche Einsparung, wenn bedacht wird, daß für jede Speichermatrix ein eigener Leseverstärker benötigt wird, bei Parallelspeichern für fünfzigstellige Binärziffern also beispielsweise fünfzig Leseverstärker.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt F i g. 1 Zeitdiagramme der vorkommenden Impulse, F i g. 2 ein Schaltbild der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung und F i g. 3 eine Kennlinienschar zur Erläuterung der Arbeitsweise der Schaltungsanordnung von F i g. 2. In dem Diagramm A von F.i g. 1 sind die Impulse dargestellt, die am Ausgang der Lesewicklung einer Speichermatrix beim Ablesen und anschließenden Wiedereinschreiben der Binärziffern 1 und 0 erscheinen. Beim Ablesen eines Magnetkerns, auf dem die Ziffer 1 gespeichert ist, wird ein Nutzimpuls R erzeugt und beim anschließenden Wiedereinschreiben dieser Ziffer ein entgegengesetzt gerichteter Impuls b. Dagegen fehlen diese Impulse beim Ablesen und Wiedereinschreiben der Ziffer 0.
  • Dem Nutzimpuls a ist ein Störimpuls s1 überlagert, der von den auf den erregten Zeilen- und Spaltenleitungen sitzenden Magnetkernen herrührt, die nur von dem halben Ummagnetisierungsstrom durchflossen werden. Dieser Störimpuls klingt zwar wesentlich schneller ab als der Nutzimpuls a, doch kann er eine größere Amplitude als dieser erreichen. In entsprechender Weise ist auch dem Impuls b ein Störimpuls s2 überlagert.
  • Beim Ablesen der Ziffer 1 folgt auf die beiden Nutzimpulse noch ein dritter Störimpuls s3, wenn es sich um einen Parallelspeicher handelt, bei dem die einander entsprechenden Zeilen- und Spaltenleitungen der einzelnen Speichermatrizen in Serie geschaltet sind. In diesem Fall wird nämlich über eine durch sämtliche Kerne jeder Matrix gehende Sperrwicklung ein zusätzlicher Impuls geschickt, der entweder zeitlich mit dem Einschreibevorgang zusammenfällt und dann als Sperrimpuls das Einschreiben der Ziffer 1 in den ausgewählten Kern verhindert oder zeitlich verzögert ist, so daß die Ziffer 1 eingeschrieben wird. Im letzten Fall erzeugt der aus bekannten Gründen nützliche Sperrwicklungsimpuls dann den verzögerten Störimpuls s3, dessen Amplitude meist noch größer als diejenige der Störimpulse s1 und s2 ist, weil der Sperrwicklung durch sämtliche Kerne der Matrix verläuft.
  • Beim Ablesen der Ziffer 0 fehlt der Nutzimpuls a, doch tritt zu diesem Zeitpunkt ein Störimpuls s4 auf, der dem Störimpuls s 1 entspricht. Beim Einschreiben der Ziffer 0 ist der Sperrimpuls nicht verzögert, so daß er bereits jetzt einen Störimpuls s5 hervorruft.
  • Wenn die Lesewicklung durch sämtliche Kerne der Speichermatrix im gleichen Sinn hindurchgeführt ist, treten nur die im Diagramm A gezeigten Impulse am Ausgang der Lesewicklung auf. Es ist aber üblich, die Lesewicklung in bestimmter Reihenfolge durch die Hälfte der Kerne im einen Sinn und durch die andere Hälfte der Kerne im entgegengesetzten Sinn hindurchzuführen, um damit bei großen Kernzahlen die Störsignale teilweise zu kompensieren. Natürlich haben dann die Nutzimpulse nicht immer die gleiche Polarität. Die Signale des Diagramms A treten dann nur in der Hälfte der möglichen Fälle am Ausgang der Lesewicklung auf, während bei der anderen Hälfte der Fälle die im Diagramm B gezeigten Impulse erscheinen, die sich von denjenigen des Diagramms A nur durch die Umkehr der Polarität unterscheiden.
  • Die Ausgangssignale der Lesewicklung werden im allgemeinen nach Verstärkung und Gleichrichtung einem Hilfsregister in Form einer bistabilen Kippschaltung zugeführt, das den abgelesenen Ziffernwert vorübergehend speichert. Hierzu soll das Hilfsregister durch einen Nutzimpuls in einen Zustand gebracht werden, der dem Ziffernwert 1 zugeordnet ist, während es beim Fehlen des Nutzimpulses in dem anderen, dem Ziffernwert 0 zugeordneten Zustand bleiben soll. Die Gleichrichtung ist erforderlich, weil das Hilfsregister nur durch Impulse einer bestimmten Polarität gesteuert werden kann. Als Ergebnis der Gleichrichtung der in den Diagrammen A und B dargestellten Impulse erhält man die im Diagramm C gezeigten Impulse.
  • Ferner muß verhindert werden, daß die Störimpulse auf das Hilfsregister einwirken. Beispielsweise würde beim Anlegen der im Diagramm C dargestellten Impulse das Hilfsregister durch den Störimpuls s4 ebenso wie durch den Impuls a in den dem Ziffernwert 1 zugeordneten Zustand gebracht werden; eine Unterscheidung der Ziffernwerte 1 und 0 wäre daher nicht möglich. Deshalb muß eine Einwirkung der Störimpulse auf das Hilfsregister verhindert werden.
  • Dies ist durch eine Ausblendung möglich, weil die Störimpulse wesentlich Schneller abklingen als die Nutzimpulse. Die Impulse werden deshalb einer Ausblendschaltung zugeführt, die durch den im Diagramm D gezeigten Ausblendimpuls erst zu dem Zeitpunkt geöffnet -wird, in dem der Störimpuls genügend weit unter den Nutzimpuls abgesunken ist. Am Ausgang der Ausblendschaltung erhält man dann die im Diagramm E gezeigten Nutzimpulse, die eine eindeutige Einstellung des Hilfsregisters entsprechend den Ziffernwerten 1 und 0 ermöglichen.
  • In F i g. 2 ist eine Schaltung dargestellt, die alle zuvor geschilderten Funktionen der Gleichrichtung, Verstärkung und Ausblendung der Impulse durchführt. Diese Schaltung gibt also am Ausgang etwa die im Diagramm E dargestellten Nutzimpulse ab, wenn ihrem Eingang die Signale des Diagramms A oder B zugeführt werden.
  • Der Ausgang der Lesewicklung 10 der Speichermatrix ist an die Primärwicklung 11 eines Differentialübertragers 12 angeschlossen. Mit den Enden der Sekundärwicklung 13 sind die Basiselektroden zweier PNP-Transistoren 14 und 15 verbunden. Die Emitter dieser Transistoren sind gemeinsam über einen Widerstand 16 an ein festes Potential gelegt, das hier der Einfachheit halber das Potential 0 sei. Die beiden Transistoren 14 und 15 bilden also einen Gegentaktverstärker in Emitterschaltung.
  • Die Mittelanzapfung 17 der Sekundärwicklung ist mit den Katoden zweier Dioden 18 und 19 verbunden. Der gemeinsame Punkt 20 zwischen den Dioden 18 und 19 und der Mittelanzapfung 17 ist über einen einstellbaren Widerstand 21 an ein negatives Potential -U1 angeschlossen. Die Anode der Diode 19 liegt an dem festen Emitterpotential 0.
  • Der Ausblendimpuls wird der Anode der Diode 18 zugeführt. In dem Schaltbild ist angedeutet, daß der Ausblendimpuls negativ gerichtet ist, wobei sein Ruhepotential positiv und sein Arbeitspotential negativ in bezug auf das Emitterpotential ist.
  • Die Kollektoren der Transistoren sind über verhältnismäßig große Widerstände 22 bzw. 23 an ein stark negatives Potential - U2 angeschlossen. Ein Potentiometer 24 ermöglicht einen genauen Abgleich der beiden Kollektorkreise.
  • Ferner ist jeder Kollektor mit der Katode einer Diode 25 bzw. 26 verbunden. Die Anoden dieser Dioden liegen an einem negativen Potential - U3, das Jedoch wesentlich näher an dem Emitterpotential 0 liegt als das Potential - U2.
  • Schließlich ist Jeder Kollektor mit der Anode einer Diode 27 bzw. 28 verbunden. Die Katoden dieser Dioden sind gemeinsam an den Eingang einer bistabilen Kippschaltung 29 angeschlossen, die als Hilfsregister zur vorübergehenden Speicherung des aus der Speichermatrix 10 entnommenen Ziffernwertes dient.
  • Die beschriebene Schaltung arbeitet in folgender Weise: Im Betrieb treten in der Primärwicklung 11 die in dem Diagramm A oder B von F i g. 1 dargestellten Impulse auf, die von der Lesewicklung 10 kommen.
  • Solange kein Ausblendimpuls vorhanden ist, liegt der Punkt 20 auf dem positiven Ruhepotential, das an der Anode der Diode 18 zugeführt wird. Dieses positive Potential nehmen auch die Basiselektroden der Transistoren 14 und 15 gegenüber den Emittern an. Das positive Ruhepotential ist größer als die Amplitude jedes in den Sekundärwicklungshälften induzierten, entgegengesetzt gerichteten Impulses. Die Transistoren 14 und 15 bleiben daher stets vollständig gesperrt. Im Kollektorkreis fließt kein Strom. Die Kollektoren werden durch die Dioden 25 und 26 etwa auf dem Potential - U3 gehalten. Dies ist wichtig, weil sonst die volle Spannung - U2 an den Kollektoren liegen würde, wodurch die Transistoren zerstört würden.
  • Sobald der Ausblendimpuls erscheint, wird das Potential an der Anode der Diode 18 negativ. Nun bestimmt die Diode 19 das Potential des Punktes 20. Dieses Potential liegt um den Spannungsabfall an der Diode 19 unter dem Potential 0. Der Punkt 20 liegt somit gegenüber den Emittern auf einem geringen negativen Potential. Solange kein Signal vorhanden ist, haben auch die Basiselektroden der Transistoren 14 und 15 das gleiche Potential. Der einsetzende Emitterstrom erzeugt einen Spannungsabfall an dem Widerstand 16, wodurch die Potentialdifferenz zwischen Basis und Emitter wieder teilweise aufgehoben wird, weil sie ohne diese Maßnahme zu groß wäre.
  • Im Kollektorkreis setzt nun gleichfalls ein gewisser Strom ein, der so bemessen wird, daß er den Transistor nahezu, aber nicht ganz an den Anfang des linearen Aussteuerungsbereichs bringt. Dies läßt sich am besten aus dem Kennliniendiagramm von F i g. 3 erkennen.
  • F i g. 3 zeigt die Ic-Ue-Kennlinien für den Transistor 14. Die Gerade R 22 entspricht dem Widerstand 22. Die Gerade R 25 stellt den Durchlaßwiderstand der Diode 25 dar; sie wäre bei einer idealen Diode genau senkrecht. Die beiden Geraden schneiden sich in dem Punkt A 2, der auf der Spannung - U 3 liegt; bei dieser Spannung führt die Diode keinen Strom mehr. Der links von dem Punkt A 2 liegende Ast der Geraden R 22 stellt den linearen Aussteuerungsbereich des Verstärkers dar.
  • Bei gesperrtem Transistor befindet sich die Schaltung im Arbeitspunkt A 0. Der Kollektor liegt auf der Spannung -U3', die sich um den Spannungsabfall an der Diode 25 von der Spannung -U3 unterscheidet.
  • Bei wachsendem Basisstrom Ib wandert der Arbeitspunkt auf der Geraden R 25 nach oben bis zu dem Punkt A 2, und von dort an bewegt er sich auf der Geraden R22. Bei vorhandenem Ausblendimpuls und fehlendem Signal wird der Basisstrom mittels des einstellbaren Widerstands 21 so bemessen, daß nur der Arbeitspunkt A 1 erreicht wird, der etwas unter dem Arbeitspunkt A 2 liegt. Dieser Fall entspricht dem Ablesen des Ziffernwertes 0. Die Kollektorspannung hat sich in diesem Fall nur geringfügig erhöht, wie unterhalb des Kennliniendiagramms dargestellt ist.
  • Wenn dagegen zugleich mit dem Auftreten des Ausblendimpulses in einer Hälfte der Sekundärwicklung 13 von der Primärwicklung 11 her ein Impuls induziert wird, der die angeschlossene Basis gegenüber der Mittelanzapfung 17 negativ aussteuert, so ruft dieser Impuls einen erhöhten Basisstrom hervor, der die Schaltung in den Arbeitspunkt A 3 (F i g. 3) bringt. Nun entsteht im Kollektorkreis an dem großen Widerstand 22 ein großer Spannungsimpuls, der- das Ablesen der Ziffer 1 anzeigt. Wenn dagegen der Impuls die Basis des Transistors gegenüber der Mittelanzapfung positiv aussteuert, wandert der Arbeitspunkt im Diagramm von F i g. 3 vom Punkt A 1 auf der Geraden R 25 zum Punkt A 0 hin. In diesem Fall entsteht kein merklicher Ausgangsspannungsimpuls im Kollektorkreis.
  • Wenn der der Primärwicklung 11 des 'Übertragers 12 während der Dauer des Ausblendimpulses von der Lesewicklung zugeführte Impuls positiv ist, steuert er also die Basis des Transistors 15 negativ und die Basis des Transistors 14 positiv in bezug auf die Mittelanzapfung 17. Ein solcher Impuls wird daher über den Transistor 15 verstärkt, in dessen Kollektorkreis er einen positiven Impuls erzeugt. Umgekehrt erzeugt ein der Primärwicklung 11 zugeführter negativer Impuls einen positiven Ausgangsspannungsimpuls im Kollektorkreis des Transistors 14. Nach Zusammenfassung der Ausgangssignale der Transistoren über die von den Dioden 27 und 28 gebildete »Oder«-Schaltung erscheint daher am Eingang des Hilfsregisters 29 in beiden Fällen ein positiver Impuls.
  • Die Anordnung der Dioden 18 und 19 erübrigt eine genaue Bemessung der Spannungswerte des Ausblendimpulses. Es genügt, daß das positive Ruhepotential des Ausblendimpulses mindestens so groß ist, daß es die Transistoren unter allen Bedingungen sperrt, und daß das Arbeitspotential des Ausblendimpulses ausreichend negativ ist, so daß die Diode 18 sicher sperrt. Der kritische Arbeitspunkt des Basispotentials stellt sich dann durch den Unterschied der Spannungsabfälle an der Diode 19 und am Widerstand 16 von selbst ein.
  • Die Diode 19 ergibt den weiteren Vorteil, daß sie im Arbeitszustand nur eine niederohmige Impedanz zwischen der Mittelanzapfung 17 und dem festen Bezugspotential 0 darstellt.
  • Die beschriebene Schaltung besitzt außerdem den Vorteil einer ausgezeichneten Temperaturstabilität. Die verfügbaren Transistoren sind sehr temperaturabhängig, so daß normalerweise der kritische Arbeitspunkt A 1 (F i g. 3) nur bei völlig konstanter Temperatur eingehalten werden könnte. Es hat sich aber gezeigt, daß die Temperaturabhängigkeit der Transistoren durch die Temperaturabhängigkeit der Diode 19 weitgehend ausgeglichen wird. Die Schaltung arbeitet daher in einem weiten Temperaturbereich stabil.
  • Es hat sich gezeigt, daß mit der beschriebenen Schaltung die von der Lesewicklung abgegebenen Nutzimpulse ohne Schwierigkeit auf einen Wert verstärkt werden können, der zur sicheren Tastung des Hilfsregisters ausreicht, so daß weitere Verstärkerstufen nicht erforderlich sind. Dieser hohe Verstärkungsfaktor ist deshalb möglich, weil die Störimpulse nicht in den Transistorverstärker gelangen. Der in den Diagrammen A und B gezeigte hohe Störimpuls s3 z. B. würde nämlich den Verstärker in die Sättigung treiben und für eine beträchtliche Zeit blockieren, und der nächste Lesevorgang könnte erst dann stattfinden, wenn der Speichereffekt der Transistoren abgeklungen ist. Bei der erfindungsgemäßen Schaltung kommt dagegen nur der im Diagramm E gezeigte Nutzimpuls in den Verstärker, der normalerweise eine so niedrige Amplitude hat, daß keine Sättigung des verstärkenden Transistors eintritt. Sollte dennoch eine geringe Sättigung des Verstärkers durch einen großen Nutzimpuls hervorgerufen werden, so kann diese Sättigung zu keiner störenden Blockierung des Verstärkers führen, weil mit dem Ende des Ausblendimpulses der Speichereffekt durch das wiederkehrende positive Ruhepotential an der Basis sehr schnell aufgehoben wird.
  • Es wurde festgestellt, daß mit der erfindungsgemäßen Schaltung ein Nutzsignal von etwa 100 mV in einer Stufe auf eine Spannung von etwa 5 V verstärkt werden konnte,. die für die Tastung des Hilfsregisters mit völliger Sicherheit ausreicht. Dennoch konnte eine Betriebszykluszeit von etwa 3 Mikrosekunden eingehalten werden. Die durch die erfindungsgemäße Schaltung erreichte Temperaturstabilisierung ergab einen einwandfreien Betrieb bis zu 55° C.
  • Die Abänderung der Schaltung für den einfacheren, aber seltenen Fall, daß an der Lesewicklung der Speichermatrix nur die Impulse des Diagramms A bzw. nur die Impulse des Diagramms B von F i g. 1 auftreten, ist aus F i g. 2 ohne weiteres zu entnehmen: Es wird einfach die eine Hälfte des Gegentaktverstärkers fortgelassen, z. B. der Transistor 14 mit der zugehörigen Hälfte der Sekundärwicklung 13, dem Kollektorwiderstand 22, der Diode 25 und der Diode 27. Die übrige Schaltung bleibt unverändert, und auch an der geschilderten Arbeitsweise ändert sich nichts.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung zur Abnahme und Verstärkung des Leseimpulses bei Magnetkernspeichern, bei denen auf der Lesewicklung einer Magnetkernmatrix von Störimpulsen überlagerte Nutzimpulse beider Polarität auftreten, die in einem Transistorgegentaktverstärker verstärkt, gleichgerichtet und mittels eines Ausblendimpulses verwertbar gemachtwerden, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausblendimpuls das gemeinsame Potential der Steuerelektroden der Transistoren des Gegentaktverstärkers so steuert, daß die Transistoren normalerweise durch eine starke, in Sperrrichtung wirkende Vorspannung gesperrt sind und durch den Ausblendimpuls an den Anfang des Aussteuerungsbereichs gebracht werden.
  2. 2. Anordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsimpulse der Lesewicklung einem Differentialübertrager zugeführt werden und daß die Vorspannung und der Ausblendimpuls zwischen die Mittelanzapfung der Sekundärwicklung des Differentialübertragers und die miteinander verbundenen Emitter der beiden Gegentaktverstärker bildenden Transistoren gelegt werden.
  3. 3. Anordnung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Transistoren in Emitterschaltung geschaltet sind, daß der Kollektor jedes Transistors einerseits über einen verhältnismäßig großen Widerstand an ein gegenüber dem Emitterpotential stark negatives Potential angeschlossen ist und andererseits mit der Katode einer Diode verbunden ist, deren Anode an einem gegenüber dem Emitterpotential schwach negativen Potential liegt, und daß der Ausblendimpuls das Potential der Mittelanzapfung so steuert, daß der einsetzende Basisstrom beim Fehlen eines Signals jeden Transistor nahezu an den Anfang des verstärkenden Aussteuerungsbereichs bringt.
  4. 4. Anordnung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelanzapfung der Sekundärwicklung über einen Widerstand an ein festes, gegenüber dem Emitterpotential negatives Potential angeschlossen ist und mit den Katoden zweier Dioden verbunden ist, von denen die eine an ihrer Anode mit den Emittern verbunden ist, während der Anode der anderen Diode der Ausblendimpuls zugeführt wird, dessen Ruhepotential positiv und dessen Arbeitspotential negativ gegenüber dem Emitterpotential ist.
  5. 5. Anordnung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Anode der ersten Diode und den Emittern ein Widerstand liegt.
  6. 6. Anordnung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kollektor jedes Transistors jeweils mit der Anode einer weiteren Diode verbunden ist und daß die Katoden dieser beiden Dioden gemeinsam an den Eingang eines zur Aufnahme des Nutzimpulses bestimmten Hilfsregisters angeschlossen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr.1077 899; französische Patentschrift Nr.1223 812; Handbook of Automation, Computation and Control, Vol. 2, 1959, lohn Wiley & Sons, Ine., New York, S. 16-16; Electronics, März 1960, S. 74, Fig. 4; FT-Sammlung (Beilage zur Funktechnik, 1960, Bd. 15, Nr. 3), S. 153, Bild 295.
DEP25054A 1960-05-23 1960-05-23 Anordnung zur Abnahme und Verstaerkung des Leseimpulses bei Magnetkernspeichern Pending DE1185658B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1260533B (de) * 1965-10-29 1968-02-08 Telefunken Patent Leseverstaerkeranordnung fuer einen Speicher

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DE1077899B (de) * 1957-03-21 1960-03-17 Standard Elektrik Lorenz Ag Ferritmatrixspeicher
FR1223812A (fr) * 1958-05-08 1960-06-20 Philips Nv Dispositif de lecture d'informations contenues dans un élément de mémoire magnétique

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