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Hin- und hergehender Elektromotor Die Erfindung bezieht sich auf hin-
und hergehende Elektromotoren, wie sie beispielsweise zum Antrieb von Schlagwerkzeugen
u. dgl. Verwendung finden können.
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Ein bekanntes elektromagnetisches Schlagwerkzeug hat einen als Schläger
verwendeten Anker, der zwischen zwei magnetischen Kreisen hin- und herbewegbar ist,
die abwechselnd mit Gleichstrom gespeist werden, um den Anker anzutreiben. Die Bewegung
des Ankers wird dabei gleichzeitig ausgenutzt, um einen Zweiwegeschalter umzustellen,
der abwechselnd den einen und den anderen Magnetkreis mit Strom versorgt. Schlagwerkzeuge
dieser Art können an die heute allgemein gebräuchlichen Wechselstromnetze nur über
Wandler angeschlossen werden und sind daher für viele Anwendungsfälle nicht brauchbar.
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Es ist auch bereits ein an ein Wechselstromnetz anschließbares Schlaggerät
bekannt, bei welchem ein als Schläger dienender Anker seinen Arbeitshub unter Antrieb
durch eine Feder ausführt und beim Rückhub mittels einer Feldspule bewegt wird.
Der Stromkreis dieser Feldspule wird mittels einer komplizierten elektronischen
Vorrichtung geschlossen, die. unter Steuerung durch einen beim Auftreffen des Ankers
auf das Werkzeug erfolgenden Kontaktschluß steht, Abgesehen von der unerwünscht
aufwendigen Bauweise dieses Gerätes wirkt sich der Antrieb des Ankers für den Arbeitshub
durch Federkraft ungünstig aus. Ein wesentlicher Teil des Stromverbrauchs des Gerätes
wird dabei für das Spannen der Feder verbraucht und somit vergeudet. Da der Motor
nur während des Rückhubes erregt zu sein braucht, ergibt sich ein dauerndes Anschalten
und Abschalten, und das führt zu einem schlechten Wirkungsgrad. Bei diesem Gerät
führt das dauernde Herstellen und Unterbrechen des Stromflusses offenbar auch zu
starker Funkenbildung oder zu Energieverlusten, wenn Kondensatoren oder Induktivitäten
zur Vermeidung der Funkenbildung vorgesehen werden.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen hin-
und hergehenden Elektromotor der in Rede stehenden Art zu schaffen, der ohne weiteres
an ein Wechselstromnetz angeschlossen werden kann und die oben aufgeführten Mängel
vermeidet.
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Diese Aufgabenstellung wird erfindungsgemäß durch eine Merkmalskombination
gelöst, die die folgenden, je für sich allein nicht beanspruchten Merkmale enthält.
Ein Paar von ringförmigen, lamellierten Ständergliedern aus Weicheisen (als erste
und zweite Ständerglieder bezeichnet), die wenigstens ein Paar von gegenüberliegenden,
ausgerichteten Polen bilden, einen lamellierten Weicheisenkern, der zwischen einer
ersten Stellung gegenüber dem ersten Ständerglied und einer zweiten Stellung gegenüber
dem zweiten Ständerglied hin- und herbewegbar. angeordnet ist, und zwar in der Weise,
daß der Kern sowohl in der ersten als auch in der zweiten Stellung jeweils unter
der Wirkung des zweiten und des ersten Ständergliedes bleibt, auf den Ständergliedern
angebrachte Wicklungen (als Gemeinschaftswicklungen bezeichnet), die unter allen
Bedingungen für jedes Ständerglied gleiche Ampere-Windungszahlan bieten, gleiche
Wicklungen (als Einzelwicklungen bezeichnet) auf den Ständergliedern, wobei die
Einzelwicklungen auf einem Ständerglied von denen auf dem anderen Ständerglied getrennt
sind, mit den beiden Ständergliedern zusammenwirkende Zusatzwicklungen, die nur
einen kleinen Teil der Windungszahl der Einzelwicklungen haben, und ein mit der
Bewegung des Kernes gleichzeitig betätigtes Schaltgerät, mittels dessen die Gemeinschaftswicklungen
und wenigstens die Einzelwicklungen eines Ständergliedes beim Betrieb des Motors
durch einen Wechselstrom erregt werden und ein zusätzlicher Innenstromkreis durch
wenigstens einen Teil der mit dem einen Ständerglied zusammenarbeitenden Zusatzwicklungen
und die Einzelwicklungen des anderen Ständergliedes aufgebaut wird, wobei das Schaltgerät
zwei stabile Lagen, und zwar für jede Bewegungsrichtung des Kernes eine hat und
die Lage etwa zur Zeit der Bewegungsumkehr wechselt, so daß däs Schaltgerät den
Innenstromkreis unmittelbar nach dem Umschalten durch die Einzelwicklungen desjenigen
Ständergliedes, in
welchem der Kern dann gelegen ist, schließt und
den Erregungsstrom durch die Einzelwicklungen des anderen Ständergliedes leitet,
wobei die Anordnung so getroffen ist, daß das Umschalten des Schaltgerätes unter
Null-Strombedingungen im Schalter erfolgt.
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Im folgenden werden nun als Beispiel zwei Verkörperungen der Erfindung
und verschiedene Abwandlungen beschrieben. Das erfolgt unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen. In diesen stellt dar: F i g. 1 einen axialen Längsschnitt durch ein
Schlagwerkzeug, in welches ein erfindungsgemäßer Motor eingebaut ist, F i g. 2 einen
axialen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Motor, der sich zur Betätigung
einer hin- und hergehenden Pumpe eignet, F i g. 3 einen schematischen Querschnitt
durch eines der in F i g. 1 oder 2 gezeigten Geräte, wobei die Ebenen der Schnitte
der F i g. 1 und 2 durch die Linien I-1 und II-II angedeutet sind, F i g. 4 ein
Verdrahtungsschema, aus dem die Art und Weise der Verbindung der in den F i g. 1.
und 2 gezeigten Wicklungen hervorgeht, F i g. 5 ein Verdrahtungsschema einer anderen
Verdrahtungsart und F i g. 6 eine gegenüber den F i g. 1 und 2 abgewandelte Vorspannanordnung.
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Es wird nun auf die F i g. 1, 3 und 4 Bezug genommen. Das Werkzeug
besteht aus einem Gehäuse 1, in dem eine ortsfeste, axiale Führungsstange 2 und
ein Paar von koaxialen, in ähnlicher Weise aus Lamellen aufgebauten Ständergliedern
3 und 4 aus Weicheisen angeordnet sind, die ein Paar von vorspringenden Polen bilden,
die radial nach innen weisen. Nach Wunsch können mehr Pole vorgesehen werden, eine
bipolare Konstruktion ist jedoch einfacher zu wickeln und wird normalerweise vorgezogen.
Die beieinanderliegenden Pole der beiden Ständerglieder tragen gleiche Gemeinschaftswicklungen
5, 6, und jeder Pol trägt eine Einzelwicklung 7, 8, 9, 10, wobei alle
Einzelwicklungen gleich sind. Die Pole der Ständer- , glieder 3, 4 tragen ähnliche
Ergänzungswicklungen 11, 12, die nur einen kleinen Bruchteil der Windungszahl jeder
Einzelwicklung haben. Die Wicklungen 11 und 12 sind eine Fortsetzung
der Wicklungen 5, 6, wobei jeder der Punkte 5a, 6a eine Anzapfung an eine
zusammengesetzte Wicklung ist. Ein aus einem nichtmagnetischen Körper 16 bestehendes
Kernstück 15, auf dem eine Vielzahl von Weicheisenlamellen 17 angebracht
ist, ist innerhalb der Ständerglieder 3 und 4 auf der Führungsstange 2 zwischen
einer ersten und einer zweiten Endstellung verschiebbar. Die axiale Länge der Lamellen
17 entspricht etwa der axialen Länge eines der Ständerglieder, ergänzt um die Länge
des Spaltes zwischen den Ständergliedern. Die Führungsstange 2 wird von einem Rohr
18 umgeben, das an jedem Ende eine Buchse 18 a bzw. 18 b hat, so daß es frei auf
der Stange gleiten kann. Ein Ende des Rohres 18 ist am einen Ende des Kernstückes
15 befestigt und trägt dazu bei, dieses auf der Stange 2 zu halten. Das andere Ende
des Rohres 18 trägt ein Paar Ringe 21 und 22, die die Lage eines Bügels 22a bestimmen,
der senkrecht zum Rohr 18 gleiten kann. An entgegengesetzte Seiten des Bügels sind
mit einem Ende ein Paar von gegenüberliegenden, gleichen Zugfedern mit Haken eingehängt.
Die anderen Enden der Zugfedern sind mit Haken an von dem Gehäuse 1 des Werkzeuges
getragene COsen 23 a und 24 a angehängt. Die Anordnung ist so getroffen, daß die
Federn das Kernstück 15 so beeinflussen, daß es sich auf eine Lage in der Mitte
zwischen den beiden Ständergliedern 3 und 4 einstellt. Die Federn können mittels
Stellschrauben 23 b und 24b auf die Öse 23a einwirken. Bei 26 wird ein Schalterbetätigungsglied
25 von dem Gehäuse 1
schwenkbar getragen. Die Winkelbewegung ist mittels
Anschlägen 27 und 28 auf wenige Grade beschränkt, so daß das Glied 25 im großen
und ganzen rechtwinklig zum Rohr 18 steht. Das Glied 25 besitzt eine Nase 29, die
durch nicht näher dargestellte Mittel in Reibungsschluß mit dem Rohr 18 gedrängt
wird. Wenn sich das Rohr nach rechts bewegt, legt sich das Glied 25 also an den
rechtsgelegenen Anschlag an, und umgekehrt.
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Das Betätigungsglied 25 steuert einen in F i g. 4 nur schematisch
angedeuteten Schalter, der eine Klemme 30 entweder mit einer Klemme 31 oder mit
einer Klemme 32 verbinden kann. Die Anordnung ist so getroffen, daß bei Bewegung
des Kernstückes in seine zweite Stellung (in den F i g. 1 und 4 rechts gelegen)
die Klemmen 30 und 31 verbunden werden, während bei Bewegung des Kernstückes 15
in entgegengesetzter Richtung die Klemmen 30 und 32 verbunden werden. Die Gemeinschaftswicklungen5
und 6
sind jede mit einem Ende an eine Klemme einer bei 33 angedeuteten Wechselstromquelle
angeschlossen, und die anderen Enden (die Anzapfpunkte 5a bzw. 6 a) liegen
in Reihe mit den Einzelwicklungen 9, 10
(oder 7, 8) eines (oder des anderen)
Ständergliedes an der Klemme 30. Die Ergänzungswicklungen 11,12
sind
zwischen die genannten anderen Enden der Gemeinschaftswicklungen, die Punkte 6a,
5a und die Klemmen 31 bzw. 32 eingeschaltet.
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Aus F i g. 4 ergibt sich, daß bei Vernachlässigung der Wirkung der
Ergänzungswicklungen 11, 12 und des Eisens des Kernstückes 15 (wie unten erklärt)
der Ausgangsstrom durch die Gemeinschafts- und Einzelwicklungen 5, 6 und 7, 8, 9,
10 so fließt, daß die Ampere-Windungen aller dieser Wicklungen im gleichen Sinne
wirken. Diese Wicklungen stellenwährend des Betriebes des Werkzeuges eine dauernde
Belastung der Quelle dar. Man sieht auch, daß bei Verbindung der Klemmen 30 und
31 ein Innenstromkreis durch die Einzelwicklungen 7, 8 und die Ergänzungswicklung
11 aufgebaut wird. In entsprechender Weise wird bei Verbindung der Wicklungen 30
und 32 ein Innenstromkreis durch die Wicklungen 9, 10 und 12 aufgebaut.
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Das Werkzeug besitzt weiter einen axial im Gehäuse angeordneten Amboß
35, der an eine Hacke 36 angeschlossen ist, und an dem der Hacke gegenüberliegenden
Ende des Werkzeuges einen Handgriff 37.
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Das Werkzeug arbeitet wie folgt: Wenn das Kernstück 15 seine Bewegung
von seiner ersten in seine zweite Lage, d. h. in den F i g. 1 und 4 (von links nach
rechts), beginnt, werden die Klemmen 30 und 31 verbunden, und die Ergänzungswicklung
11 wird erregt. Beide Gemeinschaftswicklungen 5 und 6 werden wie auch die Einzelwicklungen
9 und 10 erregt, und es wird ein Innenstromkreis mit der Ergänzungswicklung
11 und den Einzelwicklungen 7 und 8 aufgebaut, die von der Quelle 33 im wesentlichen
nicht erregt werden, da sie durch die Ergänzungswicklung il wegen deren geringerer
Wicklungszahl praktisch kurzgeschlossen sind. Wegen der Anwesenheit des Kernstückes
15 in dem Ständerglied 3 und dem Aufbau
des Innenstromkreises durch
die Wicklungen 7,8
und 11 wirken die Gemeinschaftswicklungen 5, 6 und die
Einzelwicklungen 7, 8 jeweils als Primärteil und Sekundärteil eines Transformators.
Die Windungszahlen der verschiedenen Wicklungen (s. nachfolgende Beispiele) sind
so ausgelegt, daß der Fluß in dem Ständerglied 3 jederzeit demjenigen entgegengerichtet
ist, den die Gemeinschaftswicklungen 5, 6 allein erzeugen würden. Die Gemeinschaftswicklungen
5 und 6 und die Einzelwicklungen 9 und 10 wirken zusammen, um in dem Ständerglied
4 eine starke Solenoidwirkung zu erzeugen, wobei der Fluß in dem Ständerglied
4 jederzeit stark und dem in dem Ständerglied 3 entgegengerichtet ist. Das Kernstück
15 steht sogar am Anfang seiner Bewegung nach rechts unter dem Einfluß sowohl des
Ständergliedes4 als auch des Ständergliedes 3. Das führt zu einer Bewegung des Kernstückes
15 nach rechts. Wenn es sich von dem Ständerglied 3 fortbewegt, steigt der magnetische
Widerstand seines Eisenpfades an, während derjenige des Gliedes 4 sinkt. Die gemeinsame
Transformatorwirkung in den Ständergliedern 3 und 4, von denen der Innenstromkreis
der Wicklungen 7, 8 und 11 den Sekundärteil bildet, erzeugt einen dem Erregungsstrom
von den Hauptleitungen entgegengesetzten Strom, und zwar in der Weise, daß der Gegenstrom
zwischen den Schalterkontakten etwa Null ist, wenn das Kernstück 15 das rechte Ende
seiner Bewegungsbahn erreicht. Dann beginnen die Federn 23 und 24 es in der umgekehrten
Richtung zu bewegen. Das Schalterbetätigungsglied 25 trennt dann die Klemmen 30
und 31 und verbindet die Klemmen 30 und 32. Nun spielt sich ein umgekehrter Vorgang
wie oben ab. Wenn das Kernstück 15 seine erste Lage erreicht, kehrt es wieder um,
und es folgen weitere Arbeitsspiele.
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In der linken Endstellung des Kernstückes 15 ragt das linke Ende seiner
Lamellen gerade über das linke Ende des Ständergliedes 3 hinaus. In der rechten
Endstellung ragt das rechte Ende der Lamellen gerade über das rechte Ende des Ständergliedes
4 hinaus. Eine gewisse Kürzung des Hubes ist möglich.
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Die obige Beschreibung der Wirkungsweise des Motors wurde in der Erwartung
gegeben, daß sie dem Leser das Verständnis der Erfindung erleichtert. Die Erfindung
hängt jedoch keineswegs von der Genauigkeit der oben gegebenen Beschreibung ab,
und diese ist allenfalls geeignet, die auftretenden Hauptfaktoren zusammenzufassen:
Das Zusammenwirken der verschiedenen dargestellten Merkmale ist natürlich sehr komplex.
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Es versteht sich, daß die Endstellungen des Kernstückes 15 durch sehr
viele Einflußgrößen einschließlich der Lage der Ständerglieder 3 und 4, der Trägheit
des Kernstückes 15 und der Stärke der Federn 23 und 24 bestimmt werden. Es ist auch
einzusehen, daß der Schalter für einen erfolgreichen Betrieb während langer Zeitabschnitte
bei mehr oder weniger Null-Strom arbeiten muß. So müssen die Endstellungen des Kernstückes
und der Weg des Schalterbetätigungsgliedes 25 so ausgelegt sein, daß ein Schalten
bei Null-Strom erreicht wird. Es wurde gefunden, daß es, wenn nicht die Windungszahl
der verschiedenen Wicklungen und insbesondere das Verhältnis der Windungen der Einzelwicklungen
zu den Windungen der Ergänzungswicklungen genau gewählt sind, praktisch sehr schwierig
ist, alle Einflußgrößen so abzustimmen, daß geschaltet wird, wenn der Strom nahe
genug bei Null ist. Das heißt, daß die Stromwegkurve die Wegachse angenähert im
rechten Winkel schneidet. Ein so großer Winkel zwischen Stromwegkurve und Wegachse
ist aber unerwünscht. Befriedigende Ergebnisse ergaben sich mit einer Wicklungsanordnung
nach F i g. 4; wobei die Windungen im folgenden Verhältnis standen: zweihundertfünfzig
für jede Gemeinschaftswicklung, zweihundertfünzig für jede Einzelwicklung und fünfzig
für jede Zusatzwicklung. Das heißt, bei einem solchen Verhältnis zeigt die Stromwegkurve
ein genügendes Verharren beim Schneiden der Wegachse. Diese Zahlenangaben sind tatsächliche
Windungszahlen von 0,610 mm starkem emailliertem Kupferdraht in den Wicklungen
eines erfolgreichen Motors, der mit einphasigem 50-Hz-Wechselstrom von 240 Volt
arbeitet und 300 Watt aufnimmt.
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Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel :eines erfolgreichen, erfindungsgemäßen
Motors, bei dem die Wicklungen auch wie in F i g. 4 angeordnet waren, bestand folgendes
Wicklungsverhältnis: zweihundertachtzig Windungen für jede Gemeinschaftswicklung,
zweihundertachtzig Windungen für jede Einzelwicklung, sechsundfünfzig Windungen
für jede Zusatzwicklung. Alle Wicklungen wurden mit emailliertem Kupferdraht von
0,3759 mm Stärke ausgeführt. Bei einer anderen praktisch ausgeführten Motorform
mit einer Wicklungsanordnung wie in F i g. 4 waren die Windungszahlen folgende:
hundertfünfundsechzig Windungen für jede Gemeinschaftswicklung, hundertfünfundsechzig
Windungen für jede Einzelwicklung und dreiunddreißig Windungen für jede Zusatzwicklung.
In diesem Fall wurde für alle Wicklungen emaillierter 12 mm starker Kupferdraht
verwendet.
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Bei dem in den F i g. 1 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel bildet
der Körper 16 des Kernstückes 15 einen Hammer, der einen Schlag auf den Amboß 35
und durch dessen Vermittlung auf die Hacke 36 ausübt, und zwar einmal bei jedem
Arbeitsspiel. Die Erfindung kann jedoch unter anderem auch für Stampfmaschinen,
hin- und hergehende Pumpen und Verdichter aller Arten, die verschiedensten Werkzeuge,
wie Sägen, Hämmer, Meißel und Bohrer und auch Polierer und Betonvibratoren angewendet
werden. F i g. 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Motor, der zum Antrieb einer hin-
und hergehenden Pumpe geeignet ist. Der Querschnitt und das Verdrahtungsbild dieses
Motors sind die gleichen, die in- den F i g. 3 und 4 für den Motor nach F i g. 1
gezeigt sind. Solche Teile des in F i g. 2 dargestellten Motors, die Teilen des
in F i g. 1 dargestellten Motors im wesentlichen ähneln, tragen gleiche. Bezugsziffern.
und bedürfen keiner weiteren Beschreibung. Die Hauptunterschiede zwischen den beiden
Motoren liegen darin, daß a) das Kernstück 15 starr an einer Welle 45 befestigt
ist, die in von Abschlußplatten 48 getragenen Buchsen 46 axial verschiebbar angeordnet
ist, und daß b) auf der Welle 45 an die Buchsen 46 anstoßende Pufferfedern 47 aufgebracht
sind, die die Umkehrung des Kernstückes 15 an jedem Hubende an Stelle der Federn
23 und 24 der F i g. 1 in die Wege leiten.
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Im Gegensatz zu dem Kernstück der F i g. 15 ist dasjenige der F i
g. 2 also abgesehen von den Hubenden keiner federnden Vorspannung ausgesetzt. Auf
der Außenseite der Abschlußplatte 48 sind ein Schalter
und ein
damit zusammenwirkendes Betätigungsglied vorgesehen, die nicht näher dargestellt
sind und der Anordnung 25, 26, 27, 28 der F i g. 1 entsprechen. Das Betätigungsglied
wirkt unmittelbar auf die Welle 45.
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Die Arbeitsfrequenz des erfindungsgemäßen Motors liegt unabhängig
von der Frequenz der angelegten Wechselspannung in einem großen Bereich und kann
dadurch gesteuert werden, daß die Masse und der Weg des Kernstückes, die Spannung
der Federn und die angelegte Spannung verändert werden. Man kann ohne weiteres zwischen
sechzig bis dreitausend Arbeitsspiele je Minute erreichen. Normalerweise bestimmt
der allgemeine Aufbau des Motors den breiten Frequenzbereich, während Einstellungen
innerhalb dieses Bereiches dadurch gemacht werden, daß die Federspannung und die
angelegte Wechselspannung reguliert werden. Der Motor kann so konstruiert werden,
daß die Trägheit des Kernstückes, die Abgabe und Aufnahme von Energie durch die
Federn und die auf die Wicklungen ausgeübten Kräfte derart zusammenwirken, daß sich
eine Ausgangskraft ergibt, die in jedem beliebigen Verhältnis zu der Stellung des
Kernstückes während seines Hubes sieht. So ist es möglich, daß die Kraft am Anfang,
in der Mitte oder am Ende des Hubes am größten ist, oder daß sie mehr oder weniger
konstant ist, und zwar je nach der mit dem betreffenden Gerät auszuführenden Arbeit.
Allgemein erweist es sich als vorteilhaft, den Motor in Resonanz arbeiten zu lassen.
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F i g. 5 zeigt einen abgewandelten Kreis für den Motor der F i g.
1 oder 2. Dieser Stromkreis arbeitet in der gleichen Weise wie derjenige der F i
g. 4 und unterscheidet sich nur darin, daß Einzel- und Gemeinschaftswicklungen parallel
gelegt sind. In F i g. 5 sind die gleichen Bezugsziffern wie in F i g. 4, jedoch
mit einer hochgestellten 1 als Unterscheidungsmerkmal verwendet.
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Das Verdrahtungsschema der F i g. 4 gestattet wesentlich stärkere
Veränderung als das nach F i g. 5. So ist, obwohl das normalerweise nicht gewünscht
wird, eine einzige Gemeinschaftswicklung oder eine einzige Einzelwicklung an jedem
Ständerglied an Stelle der dargestellten Paare ausreichend, und die Gemeinschaftswicklung
oder jede Gemeinschaftswicklung kann in zwei in Reihe geschalteten Teilen, einer
auf jedem Ständerglied, ausgeführt werden. Die dargestellte Ausführungsform wird
wegen des geringen Platzbedarfes und der Einfachheit der Wicklung bevorzugt. In
ähnlicher Weise werden über beide Ständerglieder gewickelte Zusatzwicklungen bevorzugt,
die in F i g. 4 gezeigte Wicklung 11 könnte aber durch eine nur auf dem Glied 4
angebrachte Wicklung und die Wicklung 12 durch eine nur auf dem Glied 3 angebrachte
Wicklung ersetzt werden. Wenn das Kernstück 15 in F i g. 4 nach rechts wandert,
sollten die Einzelwicklungen 9 und 10 durch den Netzstrom erregt werden, und bei
der Rückkehr des Kernstückes sollten die Wicklungen 7 und 8 so erregt werden. Für
die Zusatzwicklungen 11 und 12 ist es jedoch nicht nötig, daß sie bei der Bewegung
nach rechts und bei der Bewegung nach links vom Netzstrom durchlaufen werden, obwohl
das bevorzugt wird: Der innere Stromkreis würde dann bei jeder Bewegung von dem
den Netzstrom führenden Stromkreis vollkommen getrennt sein, obwohl das einen vielpoligen
Schalter mit sich bringen würde, zu dessen Vermeidung die Anordnungen der F i g.
4 und 5 unter anderem entwickelt worden sind. Es können viele Kombinationen der
Abwandlungen der Anordnung nach F i g. 4 vorgenommen werden.
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Unter anderem kann der im einzelnen beschriebene Motor mehr als zwei
Ständerglieder und eine entsprechende Wicklungs- und Schalteranordnung haben, so
daß aufeinanderfolgende Paare von Ständergliedern in der oben beschriebenen Weise
wirksam werden, wenn das Kernstück zwischen seinen Endlagen wandert. Diese Anordnung
ist besonders dort von Nutzen, wo ein langer Hub erforderlich ist. Die Federn 23
und 24 sind bei vielen Anwendungen überflüssig, so beispielsweise, wenn der Motor
einen Luftverdichter treibt. In diesem Fall werden sie einfach durch Pufferfedern
am Ende ersetzt. Die Verdichtung der Luft in dem Verdichter kann eine dieser Federn
bilden. Eine andere Federanordnung ist in F i g. 6 gezeigt, wo das Kernstück
1511 mittels Gliedern 40 und 41 an kragarmartig ausgebildete Blattfedern
angeschlossen ist. Die Endstellungen der Anordnung sind gestrichelt angedeutet.
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Ein Schalter der dargestellten Art kann so beschaffen sein, daß er
auf das Kernstück selbst einwirkt und in der Mitte desselben angeordnet ist.
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Eine Lüftung kann durch Ausnutzung der Pumpenwirkung des Kernstückes
und Anbringung entsprechender Lüftungsöffnungen in dem Gehäuse erreicht werden.