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DE1174497B - Verfahren zur Herstellung von weichmacher-haltigen Vinylchloridpolymerisat-Zellkoerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von weichmacher-haltigen Vinylchloridpolymerisat-Zellkoerpern

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Publication number
DE1174497B
DE1174497B DEN12851A DEN0012851A DE1174497B DE 1174497 B DE1174497 B DE 1174497B DE N12851 A DEN12851 A DE N12851A DE N0012851 A DEN0012851 A DE N0012851A DE 1174497 B DE1174497 B DE 1174497B
Authority
DE
Germany
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paste
vinyl chloride
plasticizer
pressure
cell bodies
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN12851A
Other languages
English (en)
Inventor
Dewey Daniel Lineberry
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemetron Corp
Original Assignee
Chemetron Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemetron Corp filed Critical Chemetron Corp
Publication of DE1174497B publication Critical patent/DE1174497B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/04Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent
    • C08J9/12Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent by a physical blowing agent
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2327/00Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers
    • C08J2327/02Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment
    • C08J2327/04Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment containing chlorine atoms
    • C08J2327/06Homopolymers or copolymers of vinyl chloride

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von weichmacherhaltigen Vinylchloridpolymerisat-Zellkörpern Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Schaumstoffe und bezieht sich auf ein Verfahren zur Erzeugung einer zell- oder porenförmigen Struktur in einem mit Weichmacher versehenen Vinylchloridpolymerisat, ausgehend von einer Paste eines solchen Polymerisats.
  • Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von weichmacherhaltigen Vinylchloridpolymerisat-Zellkörpern bekannt, bei dem man ein bei niedriger Temperatur siedendes inertes Gas, wie Kohlendioxyd, Stickstoff oder Helium, in einer Vinylchloridpolymerisatpaste dispergiert. Die Einwirkung des inerten Gases auf die Vinylchloridpolymerisatpaste erfolgt in einem Druckbehälter unter hohen Gasdrücken, wobei die Paste sich auf einer Temperatur unterhalb der Gelierungstemperatur befindet. Die Abgabe der Paste aus dem Druckbehälter findet durch eine Düse statt, aus welcher sie in ungeliertem Zustand in Form eines expandierten kremigen Schaums austritt. Dieses Verfahren hat jedoch folgende Nachteile: 1. In der Dispergierungsstufe müssen verhältnismäßig hohe Gasdrücke von 21 bis 35 kg/cm2 angewendet werden, um so viel Gas in die Paste einzuarbeiten, daß die üblicherweise erwünschte Zellstruktur von niedrigem spezifischem Gewicht nach dem Verschmelzen erzeugt wird.
  • 2. Um einen Schaum von niedriger Dichte zu erzeugen, der für das nachfolgende Schmelzen und Lösen geeignet ist, müssen an dem Auslaß der Zone, in welcher das Dispergieren unter hohem Druck vorgenommen wird, Sprühzerstäuber verwendet werden, die mit zusätzlichem Gas arbeiten.
  • 3. Beim Zerstäuben und vor dem Schmelzen des Schaums gehen etwa 900/o des Gases an die Luft verloren, und es werden nur etwa 100/o in dem Schaum zur Bildung der Zellen während des Schmelzens zurückgehalten, weshalb ein großer Gasüberschuß angewendet werden muß.
  • 4. In der Praxis hat sich meistens gezeigt, daß zum Dispergieren von genügend Gas in der Paste das Gas-Pasten-Gemisch gleichzeitig gekühlt und gerührt werden muß.
  • Es ist ferner ein Verfahren zur Herstellung von weichmacherhaltigen Vinylchloridpolymerisat-Zellkörpern bekannt, bei dem der weichmacherhaltigen Vinylchloridpolymerisatpaste ein unter Raumtemperatur siedendes flüchtiges Lösungsmittel, wie Vinylchlorid, Methylchlorid, Butan oder Buten, als Treibmittel zugesetzt wird.
  • Es handelt sich hierbei um Treibmittel, die teilweise mit der Vinylchloridpolymerisatpaste reagieren können bzw. bei deren Anwendung eine Explosionsgefahr besteht. Die erhaltenen Zellkörper weisen eine vergleichsweise hohe Dichte auf.
  • Aufgabe der Erfindung ist die Herstellung von Zellkörpern aus weichmacherhaltigen Vinylchloridpolymerisatpasten, die sich durch eine feine gleichmäßige Zellstruktur und eine sehr geringe Dichte auszeichnen.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung zur Herstellung von weichmacherhaltigen Vinylchloridpolymerisat-Zellkörpern, bei dem in eine sich in einem geschlossenen Behälter im ungelierten Zustand befindliche, weichmacherhaltige Vinylchloridpolymerisatpaste unter einem Überdruck ein inertes Gas bei einer Temperatur unterhalb der Schmelztemperatur eingeführt und dispergiert, die erhaltene gashaltige Polymerisatpaste bei einer Temperatur unterhalb der Geliertemperatur unter dem Arbeitsdruck aus dem Behälter frei austreten gelassen und der erhaltene kremartige Schaum unter Anwendung von Wärme geliert werden, ist dadurch gekennzeichnet, daß man als inertes Gas den Dampf eines fluorierten Chlorkohlenwasserstoffes verwendet und bei einem bis zu 7 kg/cma betragenden Überdruck, bei welchem sich der Dampf verflüssigt, im flüssigen Zustand mit der Polymerisatpaste mischt und in dieser löst.
  • Die erfindungsgemäß zu verwendenden fluorierten Kohlenwasserstoffe besitzen eine überraschend hohe Löslichkeit in den Vinylchloridpolymerisatpasten, so daß geringere Mengen des Treibmittels eingesetzt werden können. Es kann ferner innerhalb eines weiten Temperaturbereiches bei niedrigen Drücken (unter 7 at) gearbeitet werden.
  • Es ist ein Verfahren zur Herstellung von Schaumstoffen aus Styrolpolymerisaten und -mischpolymerisaten bekannt, bei welchem das geschmolzene Polymerisat kontinuierlich unter Druck durch eine oder mehrere beschränkte Öffnungen in eine Mischzone geführt wird, wobei gleichzeitig ein gewöhnlich gasförmiges Mittel, das durch das geschmolzene Polymerisat gelöst werden kann, in die Mischzone eingeführt wird. Die Lösung wird durch eine Temperaturregelzone in ein druckfestes Aufbewahrungsgefäß geleitet, wo sie unter Druck z. B. 3 bis 24 Stunden gelagert wird, bevor sie zur Herstellung eines Schaumstoffes abgegeben wird.
  • Bei dem bekannten Verfahren wird mit einem hocherhitzten Polymerisat bei etwa 180°C und mit sehr hohen Drücken in der Größenordnung von etwa 25 at gearbeitet. Als gewöhnlich gasförmige Mittel können bei dem bekannten Verfahren Methylchlorid, Äthylchlorid, Dichlordifluormethan, Methyläther, Äthyläther, Methyläthyläther und gasförmige Olefine, wie Propylen oder Butylen, eingesetzt werden.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung unterscheidet sich grundsätzlich von dem bekannten Verfahren dadurch, daß die als Treibmittel verwendeten fluorierten Chlorkohlenwasserstoffe in die weichmacherhaltige Vinylchloridpolymerisatpaste unterhalb der Schmelztemperatur eingeführt und dispergiert werden und daß erst der erhaltene kremartige Schaum einer Erhitzung unterworfen wird. Bei Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung findet keine Zersetzung oder Dunkelfärbung des Polyvinylchlorids statt.
  • Bei Durchführung des Verfahrens werden Vinylchloridpolymerisate der folgenden Art verwendet: 1. Polyvinylchlorid, 2. Mischpolymerisate von Vinylchlorid mit anderen Monomeren, in welchen das Vinylchlorid der Hauptbestandteil ist.
  • Als besonders geeignete Mischpolymerisate seien die bekannten Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Vinylacetat genannt. Andere Beispiele sind die Vinylchlorid-Vinylidenchlorid-Mischpolymerisate, in welchen das Vinylidenchlorid in kleineren Mengen anwesend ist, und die Vinylchlorid-Alkylesterpolymerisate, wie das Vinylchloriddiäthylmaleat.
  • Die physikalischen Eigenschaften der verwendeten Paste erwiesen sich als recht wichtig. Im allgemeinen teilt man die Pasten entsprechend ihrer Viskosität in drei Gruppen ein: Diejenigen, die Viskositäten unter 10000 cP haben, sind Pasten niedriger Viskosität; der Mittelbereich liegt bei 10000 bis 50000 cP, und Pasten mit Viskositäten von 50000 cP und darüber werden als solche mit hoher Viskosität bezeichnet. Die Erfahrung hat gezeigt, daß sich sowohl die Pasten mit niedriger als auch diejenigen mit mittlerer Viskosität nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auf befriedigende Weise in Zellkörper überführen lassen, während diejenigen von hoher Viskosität im allgemeinen allzu viskos sind, als daß sich das gasförmige Treibmittel auf befriedigende Weise einarbeiten läßt.
  • In den meisten Fällen sind Emulsionspolymerisate vom »Einrührtyp« bevorzugt gegenüber denjenigen des »Vermahltyps«, da der größere Teilchenumfang des »Einrührtyps« beim gleichen Verhältnis von Polymerisat zu Weichmacher zu einer Paste von niedriger Viskosität führt. Dieses Verhältnis ist jedoch oft durch die für die Zellkörper gewünschten Eigenschaften mehr oder weniger festgelegt. Im allgemeinen gilt, daß der entstehende Zellkörper weniger spröde ist, je höher der Weichmacheranteil gewählt wird. Polymerisate vom »Einrührtyp« mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 1 bis 2 p sind im allgemeinen bevorzugt, da sich die Paste dann in den üblichen Mischvorrichtungen leichter bilden läßt ; durch Auswahl geeigneter Weichmacher hat man es jedoch gewöhnlich in der Hand, die Viskosität innerhalb des kritischen Bereiches zu halten, selbst wenn die Teilchengröße des Polymerisates beträchtlich geringer ist.
  • Bei Verwendung von Polymerisaten des »Vermahltyps« muß gewöhnlich eine Kugel- oder Steinmühle verwendet werden, um die agglomerierten Polymerisatteilchen so klein zu vermahlen, daß sie sich dispergieren lassen. Hierbei ist der Teilchenumfang gewöhnlich viel kleiner und reicht von einigen hundertstel Mikron bis zu einer Größe von durchschnittlich 1 F.
  • Die der lösenden Wirkung des Weichmachers ausgesetzte vergrößerte Oberfläche führt zu einer vom Standpunkt der Viskosität aus weniger stabilen Paste, da an den Berührungsstellen zwischen Polymerisat und Weichmacher Solvatisierung eintritt und somit die Viskosität ansteigt. Ist die Paste allerdings zum sofortigen Verschäumen und Gebrauch bestimmt, so ist diese teilweise Solvatisierung nicht besonders nachteilig. Polymerisate des »Einrührtyps« ergeben Pasten, die vor dem Verschäumen verhältnismäßig lange gelagert werden können, ohne daß ein allzu großer Viskositätsanstieg eintritt.
  • Geeignet sind die verschiedensten organischen Weichmacher, wie Trikresylphosphat, Dioctylphosphat, Di-2-äthylhexylphthalat und andere bekannte Weichmacher bzw. Weichmachergemische. Im allgemeinen ist Voraussetzung, daß der Weichmacher bei Raumtemperaturen keine solvatisierende Wirkung auf das Polymerisat ausübt und daß seine Viskosität niedrig genug ist, um der entstehenden Paste eine Viskosität zwischen etwa 5000 und 50000 cP zu verleihen. Menge und Art des Weichmachers sind im allgemeinen durch die für den Zellkörper erwünschten Eigenschaften bestimmt, wobei für einen verhältnismäßig steifen Zellkörper geringere Mengen eines flüssigeren Weichmachers und für einen weicheren Zellkörper größere Mengen eines Weichmachers von höherer Viskosität erforderlich sind. Selbstverständlich müssen das spezifische Gewicht und die Zellgröße des Zellkörpers ebenfalls in Betracht gezogen werden; da man jedoch erfindungsgemäß Zellkörper mit extrem leichtem spezifischem Gewicht herstellen kann, besteht hinsichtlich des Weichmachers eine weit größere Auswahlmöglichkeit als bei früheren Verfahren.
  • Bei der Bereitung der Paste ist es im allgemeinen von Vorteil, eine kleine Menge einer Metallseife, wie Aluminiumstearat oder Barium- oder Cadmiumseifen, als Dispergiermittel zuzusetzen, die die Polymerisatteilchen vor dem Verschäumen in Suspension halten.
  • Ebenso können den Pasten gegebenenfalls Pigmente, Füllstoffe oder Stabilisatoren zugesetzt werden, um die Farbe, die Stabilität oder andere Eigenschaften des fertigen Zellkörpers zu beeinflussen. In einigen Fällen ist die Anwendung von flüssigen Verdünnungsmitteln, wie sie in Organosolen gebräuchlich sind, von Vorteil.
  • Die Auswahl des gasförmigen Treibmittels ist außerordentlich wichtig. Im ausgesprochenen Gegensatz zu den bekannten Verfahren, bei welchen Gase benutzt werden, deren Siedepunkt sehr niedrig liegt, nämlich zwischen -269°C für Helium und -78,3"C für Kohlendioxyd, wird gemäß der Erfindung ein gasförmiges Treibmittel verwendet, dessen Siedepunkt bei Normaldruck nicht tiefer liegt als bei etwa -40°C und nicht höher als bei der Temperatur der Paste zur Zeit der Schaumbildung. Der grundlegende Unterschied zwischen dem Verfahren nach der Erfindung und den bekannten Verfahren geht aus dem Temperaturunterschied zwischen dem Siedepunkt des gasförmigen Treibmittels und der Temperatur, bei welcher die Paste mit dem Gas vermischt wird, besonders deutlich hervor. Erfindungsgemäß ist es wichtig, daß während des Vermischens die Pastentemperatur nicht mehr als etwa 50°C oberhalb des Siedepunktes des Gases bei Normaldruck liegt. Bei früheren Verfahren lagen die Siedepunkte für die Gase etwa 90 bis 2600 C unter der Mischtemperatur.
  • Selbstverständlich haben sehr viele Gase bei Normaldruck Siedetemperaturen zwischen 400 C und Raumtemperaturjedoch sind viele von ihnen auf Grund anderer Eigenschaften nicht zum Verschäumen geeignet. So kommen beispielsweise Gase, die mit einem der Pastenbestandteile reagieren, wie Chlor (Kp. -34,1"C) und Fluorwasserstoff (Kp. +19,5"C) nicht in Frage. Dies trifft selbstverständlich auch zu für Gase, die mehr oder weniger giftig sind, wie Phosgen.
  • Folgende Gase seien als für das Verfahren nach der Erfindung brauchbares Treibmittel genannt:
    Siedepunkt
    bei
    Gasförmige Treibmittel Normaldruck
    °C
    Monochlordifluormethan ........... -40,5
    Dichlordifluormethan ............................ -29,4
    1,2-Dichlor-1,1,2,2-tetrafluoräthan.............. + 3,3
    1,1,1-Trichlor-2,2,2-trifluoräthan . . .. + 7,7
    Dichlormonofluormethan ..................... + 8,9
    Trichlormonofluormethan ................... + 3,6
    Die Löslichkeit des Treibmittels in der Paste spielt beim Verfahren nach der Erfindung eine große Rolle.
  • Versuche ergaben beispielsweise, daß in den üblichen Pasten Kohlendioxyd nur sehr schwach löslich ist; z. B. können in einem mit 1000 g Dioctylphthalat und n-Butylbenzylphthalat plastifizierten Polyvinylchlorid nur etwa 0, 7 g Kohlendioxyd gelöst werden. Im Gegensatz hierzu ist in der gleichen Paste beispielsweise Dichlordifluormethan bei gleichen Temperatur- und Druckbedingungen in Mengen bis zu 9,7 g auf 1000 g Paste löslich, was gegenüber CO2 eine um das etwa 15fache erhöhte Löslichkeit bedeutet. Die höher siedenden Treibmittel, wie Trichlormonofluormethan, haben sogar noch höhere Löslichkeiten, und die Überlegenheit des Verfahrens und der damit hergestellten Produkte gegenüber dem Stand der Technik hängen vermutlich mit dieser größeren Löslichkeit der Gase zusammen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren, nach welchem die Treibmittel in gasförmigem Zustand in die Pasten eingemischt werden, wird an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert.
  • Beispiel 1 Folgende Stoffe wurden auf übliche Weise zu einer Paste verarbeitet: Gewichtsteile Polyvinylchlorid ......................... 500 Dioctylphthalat ....... . 250 n-Butylbenzylphthalat . 250 Barium-cadmium-Seif. 10 Die Paste wurde bei etwa 21°C in ein mit Rührwerk ausgestattetes Gefäß eingebracht, und bei einem Druck von etwa 4,2 at wurde gasförmiges Dichlordifluormethan eingeleitet. Als nach entsprechendem Rühren das Gas in der Paste gelöst und dispergiert war, wurde nochmals Gas eingeleitet, so daß der Druck von 4,2 at aufrechterhalten blieb. Während des Mischens wurde die Temperatur von 21°C aufrechterhalten. Die Differenz zwischen dem Verschäumungsdruck und dem Sättigungs-Dampfdruck des Gases bei Verschäumungstemperatur betrug etwa 1,75 kg/cm2. Die Mischzeit betrug etwa 5 Minuten, wonach das Gaseinleitungsventil geschlossen und ein am Boden des Gefäßes angeordnetes Auslaßventil geöffnet wurde, so daß der Gasdruck den entstehenden Schaum aus dem Druckkessel abblasen konnte. Die erhaltene geschäumte Paste war eine außerordentliche stabile, frei bewegliche sahnige Flüssigkeit. Sie wurde in rechteckige offene Formen von etwa 6,4 mm Tiefe aufgegeben und dann mittels dielektrischer Aufheizung, bei welcher die Temperatur rasch auf etwa 163°C anstieg, geliert. Diese Temperatur war etwa nach 11/2 Minuten erreicht. Der erhaltene Zellkörper hatte eine ausgezeichnete Zellstruktur und eine Dichte von 0,083 g/cm3. Analoge Probestücke wurden in einem normalen Ofen 15 Minuten lang bei 163°C geliert.
  • Die Dichte dieser Proben betrug etwa 0,080 g/cma Die Elastizität sämtlicher Proben war derart, daß die Produkte sich ausgezeichnet als Sitzkissen oder Matratzen verwenden ließen.
  • Vergleichsbeispiel Zum Vergleich mit bekannten Verfahren wurde nach Beispiel 1 gearbeitet, wobei jedoch als Treibmittel Kohlendioxyd benutzt wurde. Der Gasdruck während des Mischens betrug 17,6 kg/cm2. Alle übrigen Bedingungen waren die gleichen wie bei Beispiel 1. Die Dichte des erhaltenen Zellkörpers betrug 0,144 g/cm3. Daraus ist ersichtlich, daß die Dichte des Zellkörpers in diesem Fall fast doppelt so groß ist, als im vorangehenden, obwohl der angewandte Druck bei Kohlendioxyd etwa viermal größer war. Der Unterschied zwischen dem Verschäumungsdruck und dem Sättigungs-Dampfdruck des Gases bei Verschäumungstemperatur betrug etwa 50kg/cm2, und die notwendige Menge CO2 war ein Vielfaches der nach Beispiel 1 benötigten Menge an Treibmittel.
  • Beispiel 2 Es wurde nach Beispiel 1 gearbeitet, jedoch bei einem Druck von 7 kg/cm2. Dieser höhere Druck wurde erhalten, indem man den Zylinder mit dem Treibmittel auf etwa 35°C erwärmte. Somit war das zu Anfang in die Paste eingeleitete Treibmittel wärmer als diese und verflüssigte sich, wobei das Treibmittel sich gleichzeitig in der kühleren Paste löste, denn sein Sättigungs-Dampfdruck bei 21°C war niedriger als der angewandte Druck. Auf diese Weise läßt sich die Auflösung großer Mengen Treibmittel in der Paste erreichen. Wie in Beispiel 1 betrug die Mischzeit etwa 5 Minuten, wobei die Temperatur auf etwa 21°C blieb. Nach dem Mischen wurde die so behandelte Paste über das Auslaßventil des Mischers in Formen gefüllt. Beim Austreten der Paste verdampfte das gelöste Treibmittel, die Paste bildete einen frei beweglichen Schaum. Die gefüllten Formen wurden wie in Beispiel 1 zum Teil elektrisch und zum Teil im Ofen aufgeheizt, wodurch auf zweierlei Art das Gelieren erreicht wurde. Die Dichte des erhaltenen Zellkörpers betrug in beiden Fällen 0,056 g/cm3.
  • Beispiel 3 Die Arbeitsweise nach Beispiel 2 wurde auf eine Paste folgender Zusammensetzung angewandt: Gewichtsteile Polyvinylchlorid ............................. 500 Dioctylphthalat .............................. 200 n-Butylbenzylphthalat ........................ 200 Barium-Cadmium-Seife ......................... 10 Diese Paste enthielt 20 Gewichtsprozent weniger Weichmacher als die Paste aus Beispiel 2 und war höher viskos. Der erhaltene Zellkörper wies eine gute Zellstruktur, jedoch eine viel höhere Dichte auf als derjenige aus Beispiel 2. Die Dichte lag zwischen 0,12 und 0,16 g/cm2.
  • Beispiel 4 Es wurde nach Beispiel 1 gearbeitet, jedoch wurde die Paste auf 30,6"C gehalten. Der Gasdruck betrug 4,2 kg/cm2 (wie im Beispiel 1). Der erhaltene Zellkörper hatte eine Dichte von 0,136 g/cm3.
  • Beim Vergleich der Ergebnisse zeigt sich, daß die Temperatur der Paste beim Einarbeiten des Treibmittels eine beträchtliche Wirkung auf die Dichte des erhaltenen Zellkörpers ausübt. Allgemein wird um so mehr Treibmittel aufgenommen und ist dementsprechend die Dichte des erhaltenen Zellkörpers um so niedriger, je niedriger die Pastentemperatur beim Mischen ist.
  • Beispiel 5 Beim Arbeiten nach Beispiel 1 wurde als Treibmittel 1,2-Dichlortetrafluoräthan zugesetzt. Der Druck beim Mischen wurde bei einer Mischtemperatur von 26,7"C von 3,5 bis 7 kg/cm2 abgewandelt. Bei 3,5 kg/ cm2 Druck hatte der erhaltene Zellkörper eine Dichte von 0,128 g/cm 3. Bei einem Druck bis zu 7 kg/cm2 wurden die Dichten des Endproduktes beträchtlich niedriger bis zu 0,05 kg/cm 3.
  • Beispiel 6 Es wurde nach Beispiel 5, jedoch unter Benutzung von Monochlordifluormethan gearbeitet, wobei Temperatur und Druck die gleichen blieben wie bei Beispiel 5. Beim Dispergieren des Gases unter 3,5 kg/cm2 Druck hatte der erhaltene Zellkörper eine Dichte von 0,1 g/cm2; bei höheren Drücken war seine Dichte geringer.
  • Beispiel 7 Folgende Stoffe wurden auf übliche Weise zu einer Paste vermischt.
  • Gewichtsteile Vinylchloridpolymerisat ............. 500 Dioctylphthalat .............................. 375 Tricresylphosphat ............................ 125 Barium-Cadmium-Seife ......................... 10 Ein Anteil der Paste wurde in ein mit Rührwerk versehenes geschlossenes Mischgefäß, das von Kühlschlangen umgeben war, eingebracht. Zur Kühlung der Paste wurde Eiswasser durch die Kühlschlangen gepumpt und in den oberen Teil des Mischgefäßes wurde Dichlordifluormethan eingeführt. Der Gasdruck wurde 6 Minuten auf etwa 6,65 kg/cm2 gehalten, wobei die Paste bis zur vollkommenen Dispersion des gasförmigen Treibmittels gerührt wurde. Dann wurde die Paste durch eine Düse abgezogen und in Formen gefüllt, die zum Gelieren der Paste in eine elektrische Heizvorrichtung eingebracht wurden. Das Gelieren wurde durch rasches Aufheizen des Schaumes auf etwa 177°C erreicht. Die erhaltenen Zellkörper hatten eine Dichte von 0,079 bis 0,100 g/cm 3. Die Zellstruktur war sehr fein.
  • Analoge Versuche mit Pasten aus den gleichen Weichmachern in vergleichbaren Mengen, jedoch mit verschiedenen Vinylchloridpolymerisaten ergaben befriedigende Zellkörper, jedoch waren die Schaumdichtungen beträchtlich höher.
  • Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens erhält man Zellkörper mit einer besseren Zellstruktur als nach dem bisher bekannten Verfahren. Das Verfahren kann gegebenenfalls in sehr einfachen Druckkesseln durchgeführt werden, ohne daß komplizierte Sprüheinrichtungen und Vorrichtungen zum Kühlen der Paste nötig sind. Die erhaltenen Zellkörper sind besonders hinsichtlich ihrer Dichte jenen Zellkörpern überlegen, die nach dem bekannten Verfahren hergestellt worden sind.

Claims (1)

  1. Patentanspruch : Verfahren zur Herstellung von weichmacherhaltigen Vinylchloridpolymerisat-Zellkörpern, bei dem in eine sich in einem geschlossenen Behälter im ungelierten Zustand befindliche, weichmacherhaltige Vinylchloridpolymerisatpaste unter einem Überdruck ein inertes Gas bei einer Temperatur unterhalb der Schmelztemperatur eingeführt und dispergiert, die erhaltene gashaltige Polymerisatpaste bei einer Temperatur unterhalb der Geliertemperatur unter dem Arbeitsdruck aus dem Behälter frei austreten gelassen und der erhaltene kremartige Schaum unter Anwendung von Wärme geliert werden, dadurch gekennzeichn e t, daß man als inertes Gas den Dampf eines fluorierten Chlorkohlenwasserstoffes verwendet und bei einem bis zu 7 kg/cm2 betragenden Überdruck, bei welchem sich der Dampf verflüssigt, im flüssigen Zustand mit der Polymerisatpaste mischt und in dieser löst.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1 093 245; USA.-Patentschriften Nr. 2 515 250, 2 666 036.
DEN12851A 1955-10-17 1956-10-17 Verfahren zur Herstellung von weichmacher-haltigen Vinylchloridpolymerisat-Zellkoerpern Pending DE1174497B (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2515250A (en) * 1947-11-07 1950-07-18 Dow Chemical Co Method of making and storing compositions comprising thermoplastic resins and normally gaseous solvents
US2666036A (en) * 1953-11-02 1954-01-12 Elastomer Chemical Corp Methods of producing a cellular structure in a plasticized vinyl ester resin
FR1093245A (de) * 1955-05-02

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