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Vorrichtung zum Abnehmen von auf einer Saugformwalze oder -trommel
geformten Faserstoffgegenständen Es sind verschiedene übernahmeeinrichtungen zum
Abnehmen von auf Saugformwalzen geformten Faserstoffgegenständen bekannt. Diese
Vorrichtungen sind jedoch für ein schnelles und deshalb auch billiges Arbeiten nicht
geeignet. Außerdem muß der Faserstoffgegenstand auf dem Förderband, auf das er abgegeben
worden ist, nochmals von Hand umgewendet werden, um mit .der Siebseite nach oben
zu der Trockenvorrichtung gebracht werden zu können.
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Es ist sehr wesentlich, daß der Faserstoffgegenstand, wenn er von
der Saugformwalze oder -trommel abgenommen wird, mit der Siebseite nach oben in
die Trockenvorrichtung eingebracht wird. Bevor der Gegenstand in die Trockenkammer
gelangt, enthält er nämlich ungefähr noch70p/oaWasser und ist deshalb nicht sehr
stabil, so daß er, wenn er auf das Förderband mit der Siebseite nach unten gestellt
wird, leicht in sich zusammenbricht. Die dann erhaltenen Gegenstände sind nach dem
Trocknen unverkäuflich. Ein weiterer Nachteil der Aufbringung mit der Siebseite
nach unten ist auch darin zu sehen, daß der Rand des Behälters, wenn dieser mit
dem Rand nach unten auf das Förderband gestellt wird, durch die Form und die Unebenheiten
des Förderbandes geprägt wird, was bei Ingebrauchnahme auf die- Verschließbarkeit
des Gegenstandes schädlich wirkt.
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Außerdem ist noch zu berücksichtigen, daß bei einem Gegenstand, der
mit der Siebseite nach unten auf dem Förderband steht, z. B. ein Trinkbecher oder
allgemein gesprochen ein Gegenstand mit größerer Tiefe, die trocknenden Luftströme
nicht an die Innenseite des Gegenstandes gelangen und damit auch die Wirksamkeit
der Trockeneinrichtung erheblich herabgesetzt wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, wie zur Herstellung von
billigen Einwegverpackungen der übergabeprozeß des geformten Gegenstandes von der
Saugwalze bzw. -trommel auf das Förderband vereinfacht werden kann.
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Die Erfindung bezieht sich also auf eine Vorrichtung zum Abnehmen
von auf eine Saugformwalze oder -trommäl geformten Faserstoffgegenständen mittels
eines an der übernahmestelle sich hin- und herbewegenden übernahmekopfes, der den
Formkörper von der Formtrommel auf ein Förderband überführt, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß die übernahmeeinrichtung einen sich hin- und herbewegenden Kopf, der eine
Steuerwelle, eine übernahmekopfwelle, eine Einrichtung zum Bewegen der zweiten Welle
in einer Kreisbahn um die erste Welle und eine Einrichtung zum Bewegen der zweiten
Welle um ihre eigene Achse, während sie sich auf der Kreisbahn bewegt, aufweist
und einen sich drehenden Wendetisch und eine Vorrichtung. zum Drehen des Wendetisches
in zeitlicher Beziehung mit der Bewegung des übernahmekopfes und der Formtrommel
besitzt.
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Eine besondere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht
vor, daß an der zweiten Welle des übernahmekopfes ein festgekeiltes Glied, eine
genutete Führungsbahn in diesem Glied und eiii fester Lagerzapfen vorhanden sind,
der eingepaßt ist, um lagermäßig in der genuteten Führungsbahn entlangzugleiten.
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F ig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Faserbreipreßvoxrichtung; in der F i g. 2 ist eine schematische perspektivische
Ansicht des übernahmekopfes und des Wendetisches in' einer bestimmten Stellung und
in F i g. 3 eine der F i g. 2 ähnliche Ansicht gezeigt, die den übernahmekopf und
den Wendetisch in einer zweiten Stellung und ihre Orientierung im Hinblick auf die
Fördervorrichtung zeigt.
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Gemäß F i g. 1 der Zeichnung ist die Formwalze oder Preßtrommel
10 für eine schrittweise Drehung in Pfeilrichtung angeordnet, so daß ihre
untere Seite in dem wäßrigen Faserbrei im Behälter 11 eintaucht.
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Der Motor 12 treibt über die Kraftübertragung 13 und die Welle
14 die takt- oder schrittweise arbeitende Transmission 15 mit den Nockengewinden
16 und den Teilen 17 so an, daß jede Fläche der vielflächigen Formwalze oder Trommel
10 zu einem vorübergehenden Halt in der Saug- oder Formstellung
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innerhalb des wäßrigen.Faserbreis oder in die Dampfkammer 19 oder an den Preßköpf
20 oder zu der Übernahmevorrichtung 21 gebracht werden kann.
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Eine Siebfläche oder Facette 22 der Formwalze oder Preßtrommel
10 kann durch die Düsen 23 gereinigt werden, so daß die siebförmig ausgebildete
Oberfläche der Preßform wieder in reinem Zustand in den wäßrigen Faserbrei im Behälter
11 gebracht wird. Die Faserstoffgegenstände werden durch Ansaugen so hergestellt,
daß das Wasser aus dem wäßrigen Faserbrei durch die mit Löchern versehene Form bzw.
Preßform gesaugt wird und die Fasern im Faserbrei auf der mit Löchern versehenen
Preßform in die Form des gewünschten Gegenstands gebracht werden. Eine weitere Bewegung
oder Drehung der Preßtrommel10 bringt den vorläufig geformten Faserstoffgegenstand
zu der Sprühdüse 24 zur eventuellen vorherigen Säuberung. Eine weitere Drehung bringt
den vorläufig geformten Gegenstand in eine Stellung innerhalb der Dampfkammer 19
zur Dampfbehandlung, bevor die bestimmte Fläche zu dem Preßkopf 20 gebrgcht.
wird, wo, ein Preßkopf in aufeinander abgestimmter zeitlicher Beziehung den vorläufig
geformten Faserstoffgegenstand preßt.
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Danach wird der Gegenstand, der sich immer noch auf der Preßwalze
10 befindet, in den Wirkungsbereich eines Übernahmekopfes 25 an der überrtähmestelle
21 gebracht; dieser Übernahmekopf bewirkt die Überführung des= Preßlings
zu dem Wendetisch 26, der seinerseits den Gegenstand mit der Siebseite des Gegenstandes
A nach oben an das Förderband 27 weitergibt. Das Förderband 27 kann den Gegenstand
mit seiner Siebseite nach oben zu einer üblichen, nicht näher erläuterten Trockenkammer
bringen.
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Der Übernahmekopf .25, der Wendetisch 26 und We Beziehung
zu' dein Förderband 27 sind in den F i g:@ 2 uni 3 näher' erläutert.
Unter Bezugnahme äiif die. F i g. 2, -und S epthält der Übernahmekopf 25 eine Übernahmefarin
28, die an einer Welle 29 befe'siigt ist, die ihrerseits wiederum an dem genuteten
Hebel 30 befestigt .ist. Die Nut 31 des Hebels 30 hat eine' GIeitlageranordnung
mit dem festen, Lagerzäpfen 32, der seinerseits-an das Zapfenhateteil.
33
befestigt ist.
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`.Die Welle 29 ist zur Rotation an ihren Enden 34
ühct35'in
den Nebeln 36'und 37 gelagert, die an der unterteilten, den Übernahmekopf steuernden
-Welle 38 befestigt sind. Diese Welle, wird durch einen hinürid'herschwingenden
U-förmigen Hebel 39 gesteuert, fier seine Schwingbewegung. von dem -Stab
40 erhält, der, drehbar mit derrt Wehzapfen 441 verbunden ist. bieser
Zapfen- ist an der Kurbel 42 befestigt, die durch die Welle 43 in' zeitlicher
Beziehung zu der Aewegung der Formwalze oder Preßtrommel 10 geteuert. wird.
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'' In der von F i g.' 2 gezeigten Stellung befindet sich die Übernahmeform
28"parallel zu - einer der Formreß$ächen auf der Formwalze öder Pfreßtromme110 der
Stelle, an der die gepreßten Fä@erstbffgegen-Stände davon abgenommen werden: Ist
die Übernahmeform 28 in der in F i g. 2 gezeigten Steflngg, so hat der Wendetisch
26 eine entsprechende Stellung, die weder in der-.. Beerungsstellung mit
der übernahmeform noch in einer Stellung für das Zusammenwirken mit dem Förderband
27 ist.
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Schwingt der U-förmige Hebel 39 in die in F i g.:._,,3 gezeigte Stellung,
so rotiert der Wendetisch 26 ent= sprechend, so daß die Übernahmeform 28 sich unmittelbar
über der Wendetischseite 44 befindet. Die der Seite 44 ähnliche Seite
ist an der gegenüberliegenden Seite des Wendetisches 26 angeordnet und entspricht
einer Stellung auf der oberen Bahn des Förderbandes 27.
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Der Übergang von der Trommel 10 zu dem Obernahmekopf
25 (die Welle 20 ist hohl, und die Übernahmeform 28 ist zu
diesem Zweck perforiert) kann durch Ansaugen oder Pressen bzw. eine Kombination
aus diesen beiden Vorgängen durchgeführt werden; ähnlich kann auch eine Überführung
des Gegenstandes von der Übernahmekopfform zu dem Wendetisch und von dem Wendetisch
zu der Fördereinrichtung durch Ansaugen., Pressen oder eine Kombination von beiden
durchgeführt werden. Aus diesem Grunde ist die Welle, die den Wendetisch bewiegt,
hohl und ein kleiner Teil an jeder Seite 44 des Wendetisches mit einem perforierten
Knopf 45 versehen.
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Wenn auch oben beschrieben worden ist, daß der Wendetisch nur zwei
Flächen bzw. zwei Kopfstellungen hat, so kann er doch 'auch vier oder sogar mehr
Flächen oder Stellungen aufweisen.