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DE1166116B - Verfahren zur Beeinflussung der Richtung von Bohrloechern und Bohreinrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Beeinflussung der Richtung von Bohrloechern und Bohreinrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens

Info

Publication number
DE1166116B
DE1166116B DEB65134A DEB0065134A DE1166116B DE 1166116 B DE1166116 B DE 1166116B DE B65134 A DEB65134 A DE B65134A DE B0065134 A DEB0065134 A DE B0065134A DE 1166116 B DE1166116 B DE 1166116B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drilling
rods
influencing
frame
tools
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB65134A
Other languages
English (en)
Inventor
Jean D Binaut
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JEAN D BINAUT
Original Assignee
JEAN D BINAUT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JEAN D BINAUT filed Critical JEAN D BINAUT
Publication of DE1166116B publication Critical patent/DE1166116B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B7/00Special methods or apparatus for drilling
    • E21B7/04Directional drilling
    • E21B7/06Deflecting the direction of boreholes

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Verfahren zur Beeinflussung der Richtung von Bohrlöchern und Bohreinrichtung zur Durchführung des Verfahrens Zum Langlochbohren im Bergbau, z. B. zu Zwekken der Aufklärung des Verlaufs einer Lagerstätte, bei Erdölbohrungen, bei Bohrungen in Steinbrüchen, bei Untersuchungsbohrungen des Untergrundes für große Bauwerke od. dgl. wird ein aus einzelnen Schüssen bestehendes einfaches Bohrgestänge verwendet, an dessen vorderem Ende ein Bohrwerkzeug befestigt ist, welches normalerweise geradlinig in das Mineral oder Gestein eindringt.
  • In bestimmten Fällen muß jedoch das Bohrwerkzeug aus seiner Richtung abgelenkt werden, z. B. um eine beim Auftreffen auf eine härtere Schicht erfolgte Richtungsänderung auszugleichen. Hierzu wird bei Erdölbohrungen eine elektromechanische Vorrichtung benutzt, die eine quer zu der Bohrrichtung verlaufende Kraft hervorruft.
  • Im Bergwerksbetrieb werden Großlochbohrungen, die z. B. der Aufklärung schrägstehender Flöze dienen, als gerade Löcher in der Ebene des Flözes mit Hilfe einer Bohrmaschine mit Doppelgestänge hergestellt, wobei sich die an den Gestängeenden befestigten Werkzeuge gegensinnig drehen und durch einen gemeinsamen Rahmen, der sie parallel führt, verbunden sind.
  • Um Änderungen des Flözverlaufes folgen zu können, ist das doppelte Bohrwerkzeug mit einer mechanisch ferngesteuerten Vorrichtung ausgestattet, die die Bohrwerkzeuge entsprechend nach oben oder unten ablenkt. Die hierbei wirksame Kraft verläuft ebenfalls rechtwinklig zur Bohrrichtung. Diese Arbeitsweise macht es aber erforderlich, daß die elektrische, pneumatische oder hydraulische Vorrichtung, welche die Steuerung der Werkzeuge besorgt, mit in das Bohrloch eingeführt wird.
  • Hieraus ergibt sich jedoch der Nachteil, daß die bekannten Bohrvorrichtungen störungsanfällig sind, weil die Schläuche oder Kabel, über die der Ablenkmechanismus angetrieben wird, von nachfallendem Gestein beschädigt werden können. Diese Gefahr ist um so größer, je länger das Bohrloch ist.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die genannten Nachteile der bekannten Bohrvorrichtungen zu vermeiden. Zu ihrer Lösung wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Orientierung des Bohrwerkzeugs nicht mehr durch Krafteinwirkung quer zur Bohrrichtung, sondern parallel zu ihr vorgenommen wird.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 ein schematisch dargestelltes Bohrwerkzeug in Vorderansicht, F i g. 2 das Werkzeug nach F i g. 1 in Draufsicht, F i g. 3 eine Bohreinrichtung mit Doppelgestänge, F i g: 4 eine Draufsicht auf den Antrieb der Bohreinrichtung mit Doppelgestänge, F i g. 5 eine Stirnansicht der Vorrichtung nach F i g. 4 und F i g. 6 eine Stirnansicht einer mit vier Werkzeugen ausgestatteten Bohreinrichtung.
  • Der Erfindung liegen folgende überlegungen zugrunde: Wenn an irgendeinem Punkt a (F i g. 1) der Arbeitsfläche eines drehangetriebenen Bohrwerkzeugs ß, das an einer biegsamen Bohrstange in seinem Mittelpunkt abgestützt ist, eine zusätzliche Schub-oder Zugkraft wirksam ist, die parallel zur Hauptschubkraft verläuft, ergibt sich eine Änderung 8 der Bohrrichtung, die um so größer ist, je größer die zusätzliche Kraft ist, und je länger diese einwirkt.
  • Bei einem Bohrwerkzeug, das aus n durch einen Rahmen verbundenen Bohrkronen besteht, die von n Bohrstangen angetrieben und gegen die Bohrlochsohle gedrückt werden, ergibt sich somit die Möglichkeit, die von den Bohrstangen übertragene Schubkraft wahlweise zu ändern, und dadurch das Werkzeug aus seiner normalen Richtung auszulenken bzw. seine Richtung zu korrigieren, wenn es beispielsweise auf Grund unterschiedlicher Gesteinshärte abgelenkt wird. Das gleiche Ergebnis kann auch durch die Verwendung von Schub- oder Zugstangen erzielt werden, welche nicht zum Drehantrieb der Bohrkronen gehören, zumal es dabei einfach ist, für diese Stangen am die Bohrgestänge verbindenden Rahmen Widerlager anzubringen, die die zusätzlichen Druck- oder Zugkräfte aufnehmen.
  • Wie F i g. 3 zeigt, sind zwei Bohrkronen 1 an zwei Stangen 2 befestigt, welche letzteren in durch Querstreben 4 verbundenen Lagern 3 drehbar sind. Die Stangen 2 werden durch die beiden Bohrgestänge 5 angetrieben, die ihrerseits in Führungen 6 parallel zueinander gehalten sind. Die Führungen 6 stützen sich auf die Wände des Großbohrlochs ab und sind zwischen am Bohrgestänge angebrachten Anschlägen 7 frei verschiebbar.
  • Wie aus F i g. 4 hervorgeht, werden beide Bohrgestänge 5 von je einer Bohrmaschine angetrieben, die aus einer Führung 8 und einem hierauf in Längsrichtung verschiebbaren Antriebsmotor 9 mit Getriebe und einem Vorschubmotor 10, ebenfalls mit Getriebe, besteht. Das Ritzel des Vorschubmotors 10 steht mit einer fest an der Führung 8 angeordneten Zahnstange im Eingriff.
  • Mit Hilfe der beschriebenen Anordnung ist es bereits möglich, die Richtung des vom Bohrwerkzeug 1 hergestellten Bohrlochs innerhalb der durch beide Gestänge gehenden Ebene zu beeinflussen. Dies erfolgt dadurch, daß an einem der beiden Antriebe so lange ein größerer Vorschub eingestellt wird als am anderen, bis sich das Werkzeug in der gewünschten Richtung vorwärts bewegt. Dann werden beide Antriebe wieder mit gleichmäßigem Vorschub betätigt, nachdem der Vorschub der zunächst voreilenden Bohrkrone vorübergehend vermindert wurde, um beide Kronen wieder auf gleiche Höhe zu bringen. Eine Beeinflussung der Bohrrichtung ist selbstverständlich auch durch Verminderung des Vorschubs am einen Antrieb möglich, wobei der zweite Antrieb bis zum Erreichen der gewünschten Richtungsänderung oder -korrektur mit normalem Vorschub weiterarbeitet.
  • Wenn das Bohrwerkzeug jedoch z. B. beim Durchbohren schräg stehender Schichten dauernd seine Richtung zu verlassen sucht und daher entsprechend ständig das eine Bohrgestänge gegenüber dem anderen vorgeschoben arbeiten muß, kann die Länge der in beiden Gestängen üblicherweise gleich langen Bohrstangen nicht voll ausgenutzt werden. Es ist daher vorteilhaft, die aus Antriebsmotoren, Vorschubmotoren und Führungen bestehenden Vorrichtungen einzeln parallel in Längsrichtung gegeneinander verstellen zu können. Zu diesem Zweck sind beide aus Motoren und Führungsrahmen bestehende Einheiten auf einem Hauptrahmen 12 verschiebbar gelagert. Am Rahmen 12 (F i g. 4) ist ein weiterer Motor 13 mit umsteuerbarer Drehrichtung angebaut, der z. B. eine Spindel 14 mit zwei gegensinnig ansteigenden Gewindeabschnitten dreht. Auf der Spindel laufen zwei Muttern 15, die je mit einem der Rahmen 8 verbunden sind.
  • Auf diese Weise wird bei Antrieb der Spindel eine Vorwärtsverschiebung der einen Maschine gegenüber der anderen und damit eine Ablenkung des Loches in einer durch beide Gestänge gehenden Ebene erzielt.
  • Nach Fig. 6 treibt jede der beiden Bohrmaschinen ein Doppelgestänge an; hierbei ist jeder Motor mit zwei Ausgangswellen ausgestattet, oder jedes Gestänge hat einen eigenen Motor, der mit dem dazugehörigen zweiten Motor synchronisiert ist.
  • Die beiden Bohrvorrichtungen 16 und 17 können übereinander angeordnet sein und ein aus vier Bohrkronen bestehendes Werkzeug antreiben, wobei zur Parallelführung der Kronen wiederum ein mit ihnen im Bohrloch verschiebbarer Rahmen verwendet wird.
  • Durch Vorschieben oder Zurückziehen z. B. der Bohrvorrichtung 16 gegenüber der Vorrichtung 17 während des Bohrens ist es möglich, das Bohrwerkzeug nach oben oder unten aus der augenblicklichen Richtung abzulenken, um so entweder durch wechselnde Härte des Gesteins verursachte Krümmungen des Bohrlochs auszugleichen und ein geradliniges Loch herzustellen oder um gewollte Richtungsänderungen der Bohrung herbeizuführen.
  • Selbstverständlich ist es auch möglich, eine mit vierfachem Gestänge arbeitende Großlochbohrmaschine mit in Längsrichtung parallel gegeneinander und unabhängig voneinander verstellbaren Antrieben auszustatten. Eine derartige Anordnung ermöglicht durch entsprechende Kombination von mehr oder weniger großen Verstellungen der Antriebe in Längsrichtung gegeneinander Ablenkungen des Bohrloches in allen Raumrichtungen entgegenzuwirken oder sie gewollt herbeizuführen.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Beeinflussung der Richtung von Bohrlöchern durch Ablenkung des Bohrgestänges mittels einer außermittig angreifenden Kraft, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft parallel zur Bohrrichtung auf das Bohrwerkzeug übertragen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, bei mit mehrfachem Gestänge arbeitenden Bohrvorrichtungen, deren Gestänge an ihren vorderen Enden in einem gemeinsamen, mit den Gestängen im Bohrloch vorrückenden Rahmen gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die die Richtung der Bohrwerkzeuge beeinflussende zusätzliche Kraft durch ein oder mehrere Gestänge auf die Werkzeuge übertragen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Richtung des Bohrwerkzeuges oder der Bohrwerkzeuge beeinflussende zusätzliche Kraft durch eine oder mehrere Zug- und Druckstangen übertragen wird.
  4. 4. Bohrvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Bohrstange (5) mit einer Antriebsvorrichtung (9) verbunden ist und die Antriebsvorrichtungen (9) unabhängig voneinander im gemeinsamen Maschinenrahmen (12) vor- und zurückschiebbar sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Antriebsvorrichtung (9) auf einem Führungsrahmen (8) mittels eines Vorschubmotors (10) verschiebbar und der Führungsrahmen (8) seinerseits im Maschinenrahmen (12) verstellbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Maschinenrahmen (12) eine durch einen weiteren Motor (13) betätigbare Einrichtung zur Längsverstellung der Führungsrahmen (8) angeordnet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung aus einer Spindel (14) mit zwei Gewindeabschnitten von entgegengesetzten Steigungen besteht, auf denen jeweils mit einem der Führungsrahmen (8) fest verbundene Muttern (15) laufen. In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 535 288.
DEB65134A 1961-04-11 1961-12-11 Verfahren zur Beeinflussung der Richtung von Bohrloechern und Bohreinrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens Pending DE1166116B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR1166116X 1961-04-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1166116B true DE1166116B (de) 1964-03-26

Family

ID=9654838

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DEB65134A Pending DE1166116B (de) 1961-04-11 1961-12-11 Verfahren zur Beeinflussung der Richtung von Bohrloechern und Bohreinrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE535288A (de) *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE535288A (de) *

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