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Vorwählblende für photographische Kameras 'Die Erfindung betrifft
eine Vorwählblende- für photographische Kameras, deren die Blendenlamellen bewegender
Blendeneinsteller sowohl in Abhängigkeit von Kamerabetätigungen auf einen.mittels
eines Blendenvorwählers vorbestimmten Wert einstellbar als auch, unabhängig hiervon,
auf beliebige Werte einstellbar ist.
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Vorwählblenden werden vorzugsweise an einäugigen Spiegelreflexkameras
angewendet, bei denen mit auf ihre größte öffnungsweite eingestellter Blende die
Sucherbildbeobachtung erfolgt. Bei der photographischen Aufnahme wird dann die Blende
auf den zuvor mittels des Blendenvorwählers bestimmten Wert geschlossen. Diese Einstellung
erfolgt meist selbsttätig bei der Betätigung des Verschlußauslösers. Um während
der Sucherbildbeobachtung beurteilen zu können, wie weit sich der Tiefenschärfenbereich
bei der während der photographischen Aufnahme vorhandenen Blendeneinstellung erstreckt,
ist an einer bekannten einäugigen Spiegelreflexkamera mit Vorwählblende eine durch
eine besondere Schalttaste zu betätigende Einstellvorrichtung vorgesehen. Für die
Zeitdauer der Schalttastenbetätigung ist dann die Blende auf den durch den Vorwähler
zuvor bestimmten Wert eingestellt. Wenn während der Betätigungsdauer der Schalttaste
der Vorwähler verstellt wird, dann ändert sich die Blendeneinstellung entsprechend.
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Eine andere bekannte Vorwählblende besitzt einen auf die verschiedenen
Blendenwerte einstellbaren Vorwählring und einen anderen Einstellring, der von Hand
in zwei verschiedene Einstellagen steilbar ist. In der einen Einstellage wirkt diese
Vorwählblende als solche. Bei der Betätigung des Verschlußauslösers wird dann also
die Blende in üblicher Weise aus der voll geöffneten Lage auf den durch den Vorwählring
vorbestimmten Wert eingestellt. Wenn der erwähnte Einstellring dagegen in seine
andere Einstellage verbracht wird, werden der Vorwählring und der der Hand nicht
zugängliche Einsteller für die Blendenlamellen miteinander gekuppelt, so daß die
Blendenlamellen sogleich an jeder Bewegung des Vorwählringes teilnehmen, die Vorwählblende
dann also wie eine übliche Blendeneinstellvorrichtung wirksam ist.
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In beiden vorbekannten Fällen werden dann, wenn die Vorwählblende
als solche wirksam ist, die Blendenlamellen aus ihrer die Blende voll öffnenden
Lage in die durch den Vorwähler bestimmte Stellung geschlossen.
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Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Vorwählblende
zu schaffen, die nicht nur aus ihrer einen Endlage - der Offenstellung - sondern
aus jeder beliebigen Einstellage heraus auf einen vorgewählten Wert einstellbar
ist. Diese Einstellmöglichkeit, die einem praktischen Bedürfnis in der Photographie
Rechnung trägt, besteht bei den vorgenannten Vorwählblenden nicht.
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Die erfindungsgemäße Vorwählblende ist deshalb in ihrer Anwendung
nicht nur auf einäugige Spiegelreflexkameras beschränkt, sondern sie ist an Kameras
aller Bauarten anwendbar, mit besonderem Vorteil aber an Kameras, bei denen die
Blende in üblicher Weise starr mit ihrem nach einer Skala verstellbaren Einsteller
verbunden ist und die eine zusätzliche Einstellmöglichkeit für die Blende besitzen,
z. B. eine von der Entfernungseinstellung her beeinflußbare Blitzlicht-Leitzahl-Einstellvorrichtung.
In Kameras dieser Art kann ein Blitzlichtgerät fest eingebaut sein. Es wird bei
für eine photographische Aufnahme ungenügenden Beleuchtungsverhältnissen in Funktionsbereitschaft
geschaltet und leuchtet dann bei der Verschlußauslösung auf. In diesem Fall muß
die Blende aber leitzahlgerecht eingestellt sein, d. h., es müssen die festen Faktoren
»Leuchtstärke der Blitzlampe« und »Filmempfmdlichkeitswert« und der veränderliche
Faktor »Entfernungseinstellung des Objektivs« berücksichtigt sein. In vorteilhafter
Weise kann dabei der Entfernungseinsteller zugleich als Blendenvorwähler dienen.
Die Blende, die von einer zuvor unter ausreichenden Beleuchtungsverhältnissen vorgenommenen
photographischen Aufnahme von Hand oder durch einen Belichtungsmesser auf einen
beliebigen Wert eingestellt ist, muß sich also zur leitzahlgerechten Einstellung
auf den durch den Vorwähler (Entfernungseinsteller) bestimmten Wert öffnen oder
auch schließen lassen, wobei diese Blendeneinstellung vorzugsweise selbsttätig bei
der Verschlußauslösung erfolgen soll.
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Um diese gegenüber dem Vorbekannten neue Einstellmöglichkeit einer
Vorwählblende zu schaffen, ist
erfindungsgemäß eine Vorwählblende
der anfangs genannten Art gekennzeichnet durch einen Ablaufring mit Anschlägen für
sowohl am Blendeneinsteller als auch am Blendenvorwähler angebrachte Gegenanschläge,
wobei durch die bei einer Kamerabetätigung, vorzugsweise der Verschlußauslösung,
freigegebene und dann unter Federkraft und gegebenenfalls gegenseitiger Mitnahme
erfolgende Bewegung des Ablaufringes und/oder des Blendeneinstellers sowohl der
Ablaufring aus einer stets gleichen Ausgangsstellung heraus in die durch Anschlag
und Gegenanschlag bestimmte Stellung gegenüber dem Blendenvorwähler als auch der
Blendeneinsteller aus beliebiger Stellung heraus in die durch Anschlag und Gegenanschlag
bestimmte Stellung gegenüber dem Ablaufring treten, derart, daß die Blendenlamellen
die der jeweiligen Einstellung des Blendenvorwählers entsprechende Einstellage einnehmen.
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Die Erfindung wird an Hand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert.
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F i g. 1 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorwählblende,
bei welcher ein Blendeneinstellring und ein Ablaufring entgegengesetzt aufeinander
zu laufen; F i g. 2 zeigt eine andere Ausführungsform, bei welcher die Blendenlamellen
so im Nutenring gelagert sind, daß bei Drehung des Nutenringes sich die Blende zunächst
schließt und dann wieder öffnet oder umgekehrt; F i g. 3 zeigt eine andere Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Blende, bei welcher das Blendengehäuse gegenüber dem Nutenring
und der Nutenring gegenüber dem Blendengehäuse verstellbar ist; F i g. 4 zeigt eine
Ausführungsform, bei welcher zwei normale Blenden hintereinander angeordnet sind.
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In F i g. 1 sind die Blendenlamellen 1 in einem Nutenring 2 gelagert,
der unter der Kraft einer Feder 3 steht, die bestrebt ist, den Nutenring in Richtung
des Pfeiles 4 zu drehen. Am äußeren Umfang des Nutenringes sind Rastnuten 5 angebracht,
in die eine Klinke 6 eingreift, die unter der Kraft einer Feder 7 steht, sowie ein
Einsteller 8, der eine nach außen geführte Handhabe 9 aufweist. Die Handhabe
9 trägt eine Gegenmarke 10, die gegenüber einer Blendenskala 11 einstellbar ist.
Weiter ist ein Ablaufring 12 vorgesehen, an dessen äußerem Umfang eine Rastnute
13 angeordnet ist, in die eine unter der Kraft einer Feder 14 stehende Klinke 15
eingreift. Ferner ist am äußeren Umfang des Ablaufringes 12 ein Anschlag 16 angebracht,
der in Verbindung mit einem Anschlag 17 eines Vorwählringes 18 kommen soll. Am inneren
Umfang des Ablaufringes 12 ist ein weiterer Anschlag 19 vorgesehen,
der in Verbindung mit dem Einsteller 8 des Nutenringes 2 kommen soll. Die Klinken
15 und 6 sind über schematisch angedeutete Getriebemittel 20 so miteinander verbunden,
daß dann, wenn die Klinke 15 aus ihrer Rastnut 13 herausgehoben wird, auch die Klinke
6 aus einer ihrer Rastnuten 5 ausgehoben wird. Unabhängig davon gleitet bei Betätigung
der Einstellhandhabe 9 die Klinke 6 über die Spitzen der einzelnen Rastnuten, wobei
sie sich jeweils von den Getriebemitteln 20 löst.
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Der Ablaufring 1.2 steht unter der Kraft einer Feder 21, die bestrebt
ist. diesen in Richtung des Pfeiles 120 zu drehen. Die Feder 21 ist stärker dimensioniert
als die Feder 3 des Nutenringes. Der Vorwählring 18 hat, wie erwähnt, an seinem
inneren Umfang einen Anschlag 17 und ist gegenüber einer Skala 22; die nach Blendenwerten
oder nach anderen Einstellwerten geteilt sein kann, einstellbar.
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Die Wirkungsweise dieser Blendenanordnung ist folgende: Bei der normalen
Benutzung wird die Handhabe 9 des Blendenstellers 8 betätigt, wobei die Feder 3
mehr oder weniger gedehnt wird und die eingestellte Lage entgegen der Kraft der
Feder 3 durch die Klinke 6 festgehalten wird: Der Vorwählring 18 kann dabei mittels
seiner Gegenmarke 23 gegenüber der Skala 22 eingestellt werden. Wird jetzt durch
irgendein Steuerorgan ein Grenzwert überschritten oder beispielsweise der Verschlußauslöser
der Kamera betätigt, so werden die Klinken 15 und 6 aus den ihnen zugeordneten Rastnuten
13 und 5 herausgehoben, wodurch der Ablaufring 12 in Richtung des Pfeiles 120 so
weit abläuft, bis sein Anschlag 16 den Anschlag 17 des Vorwählringes 18 erreicht.
Gleichzeitig läuft der Nutenring 2 in entgegengesetzter Richtung in Richtung des
Pfeiles 4 ab, bis sein Einsteller 8 den Anschlag 19 des Ablaufringes 12 erreicht.
Sollte der Einsteller 8 bereits auf einen der kleinsten Blendenwerte eingestellt
sein und sollte ein größerer Blendenwert vorgewählt sein, so wird die Blende, da
die Feder 21 stärker dimensioniert ist als die Feder 3, entgegen der Kraft der Feder
3 geöffnet, d. h., die Feder 21 spannt die Feder 3. Damit kann die Blende
aus jeder beliebig frei eingestellten Lage in jede beliebig vorgewählte Lage springen.
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In F i g. 2 ist ein anderes Ausführungsbeispiel dargestellt, bei welchem
die Blendenlamellen 201 im Nutenring 202 so gelagert sind, daß bei der Drehung des
Nutenringes sich die Blende zunächst schließt und bei Weiterdrehung dann wieder
öffnet. Die Blendenlamellen 201 könnten auch so gelagert sein, daß sich die Blende
zunächst öffnet und dann wieder schließt. Zweckmäßigerweise sind die Blendenlamellen
dabei im Nutenring 202 so gelagert wie die Lamellen eines Zentralverschlusses. Am
Blendensteller 208 des Nutenringes 202 ist eine Einstellhandhabe 209 vorgesehen,
die mit dem Blendensteller 208 lösbar verbunden ist. Die Einstellhandhabe 209 hat
wiederum eine Gegenmarke 210, die gegenüber einer Skala 211, die nach Blendenwerten
geteilt ist, ein freies Einstellen der Blende gestattet. Ferner ist ein Ablaufring
212 vorgesehen, der unter der Kraft einen Feder 221 steht, die bestrebt ist, den
Ablaufring in Richtung des Pfeiles 220 zu drehen. Am äußeren Umfang des Ablaufringes
212 ist eine Rastnut 213 angebracht, in die eine Klinke 215, die unter der Kraft
einer Feder 214 steht, eingreift. Der Ablaufring 212 hat an seinem äußeren Umfang
einen Anschlag 216, der in Verbindung mit einem Anschlag 217 am inneren Umfang eines
Vorwählringes 218 kommen soll, wobei der Vorwählring 218 mittels einer Gegenmarke
223 gegenüber einer ortsfesten Skala 222, die nach Blenden oder anderen Einstellwerten
geteilt sein kann, einstellbar ist. Der Ablaufring 212 trägt weiter an seinem äußeren
Umfang einen Nocken 224, der auf einen Zapfen 225 der Handhabe 209 wirken kann und
dabei die Verbindung der Handhabe 9 mit dem Blendensteller 208 löst. Am inneren
Umfang des Ablaufringes 212 ist weiter eine unter der Kraft einer Feder stehende
Klinke 226 vorgesehen, die in bestimmten Lagen des Ablaufringes mit einer ortsfesten
Nockenfiäche 227
zusammenwirkt. Die Klinke 226 sitzt an einem Anschlag
228 am inneren Umfang des Ablaufringes _212.
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Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende: Im ersten Einstellbereich
der Blende, der der Skala 211 entspricht, ist die Blende mittels der Handhabe 9
frei einstellbar. Am Vorwählring 218 kann mittels der Gegenmarke 223 gegenüber der
ortsfesten Skala 222 ein weiterer beliebiger Blendenwert vorgewählt werden. Bei
Überschreitung eines Grenzwertes durch ein Steuerorgan oder bei der Verschlußauslösung
wird die Klinke 215 aus ihrer Rastnut 213 entfernt, wodurch durch die Kraft der
Feder 221 der Ablaufring 212 in Richtung des Pfeiles 220 abläuft. Dabei erreicht
in irgendeiner Lage des ersten Einstellbereiches der Blende der Nocken 224 den Zapfen
225 der Einstellhandhabe 209 und löst damit die Verbindung zwischen der Einstellhandhabe
209 und dem Blendensteller 208 am Nutenring 202. Unmittelbar darauf trifft der Anschlag
228 am inneren Umfang des Ablaufringes 212 auf den Blendensteller 208 und nimmt
diesen mit, und zwar so weit, bis der Anschlag 216 am äußeren Umfang des Ablaufringes
212 auf den Anschlag 217 am inneren Umfang des Vorwählringes 218 trifft.
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Damit ist die Blende aus irgendeiner vorher beliebig frei eingestellten
Lage auf die vorgewählte Lage eingestellt. In dieser Lage hat die Klinke 226 am
Ablaufring 212 den Blendensteller 208 übergriffen, so daß bei der Rückführung in
die Ausgangslage, d. h. einer Drehung entgegen der Richtung des Pfeiles 220, der
Ablaufring 212 mittels dieser Klinke den Blendensteller 208 wieder mitnimmt.
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Unmittelbar vor Erreichung der Rastnut 213 durch die Klinke
21.5 trifft ein abgeschrägtes Ende 229 der Klinke 226 auf die ortsfeste Nockenfläche
227, wodurch die Klinke vom Blendensteller 208 abgehoben wird, während gleichzeitig
die' durch die Nockenfläche 224 in ihre Ausgangslage (Stellung: Blende »2«) zurückgeführte
Einstellhandhabe 209 bei Erreichung ihrer Endlage durch die Nockenfläche 224 angehoben
wird und bei Erreichung der Endlage des Ablaufringes 212 sich auf den Blendensteller
208 absenken kann. Die Nockenfläche 224 ist nämlich hierbei unter dem Zapfen 225
vorbeigegangen, so daß der Zapfen 225 wieder die in F i g. 2 dargestellte Lage eingenommen
hat.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in F i g. 3 dargestellt, wo eine
Blende benutzt wird, bei der sowohl der Nutenring relativ gegenüber dem Blendengehäuse
als auch das Blendengehäuse relativ gegenüber dem Nutenring verstellbar ist. Die
Blendenlamellen 301 sind im Nutenring 302 in an sich bekannter Weise gelagert, wobei
der Nutenring 302 einen nach außen weisenden Einsteller 303 hat. Das Blendengehäuse
304 ist gleichfalls drehbar gelagert und hat einen nach außen weisenden Einsteller
305. Am äußeren Umfang des Blendengehäuses kann eine Rutsch- oder Reibungskupplung
306 angreifen, die unter der Kraft einer Feder 307 steht. Ferner ist ein ortsfester
Anschlag 308 vorgesehen, der im Berührungsbereich der Einsteller 303 und 305 angeordnet
ist. Im gleichen Bereich ist noch eine ortsfeste Nockenfläche 390 vorgesehen.
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Ein unter der Kraft einer Feder 321 stehender Ablaufring 12 weist
eine Rastnut 313 auf, in die eine unter der Kraft einer Feder 314 stehende Klinke
315 eingreift. Am äußeren Umfang des Ablaufringes 312 ist ein Anschlag 316 angebracht,
der in Verbindung mit dem Anschlag 317 im inneren Umfang eines Vorwählringes 318
kommen soll. Der Vorwählring 318 ist mittels einer Gegenmarke 323 gegenüber einer
ortsfesten Skala 322 einstellbar, die nach Blendenwerten oder nach anderen Einstellwerten
geteilt sein kann. Mit dem mit dem Nutenring 302 verbundenen Einsteller 303 ist
eine Einstellhandhabe 309 verbunden, die mittels einer Gegenmarke 310 gegenüber
einer weiteren ortsfesten Skala 311 eingestellt werden kann. Am inneren Umfang des
Ablaufringes 312 ist ferner eine Klinke 330 gelagert, die unter der Kraft einer
Feder 331 steht. Die der Klinke 330 zugeordneten Rastnuten 332 und 333 befinden
sich in den Einstellern 303 - und 305 des Nutenringes 332 und des Blendengehäuses
304. Die Klinke 330 hat ferner eine weitere Nockerispitze 334, die in Verbindung
mit der ortsfesten Nockenfläche 390 kommen soll.
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Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende: Mittels der Einstellhandhabe
309 ist die Blende über den Einsteller 303 und den Nutenring 302 gegenüber dem durch
die leichte Rutschkupplung 306 festgehaltenen Blendengehäuse 304 frei einstellbar.
Am Vorwählring 318 kann mittels der Gegenmarke 323 gegenüber der ortsfesten Skala
322 ein weiterer Blendenwert vorgewählt werden.
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Bei Überschreitung eines Grenzwertes durch ein Steuerorgan oder bei
der Verschlußauslösung wird die Klinke 315 aus ihrer Rastnut 313 herausgedrückt,
so daß sich der Ablaufring infolge der Kraft der Feder 321 in Richtung des Pfeiles
320 dreht. Wäh-. rend dieser Drehung wird die Klinke 330 in irgendeiner Einstellage
den Einsteller 303 des Nutenringes 302 erreichen und diesen so weit mitnehmen, bis
der Einsteller 303 auf den ortsfesten Anschlag 308 trifft. In dieser Lage hat sich
die Blende bei der dargestellten Ausführungsform ganz geschlossen. Infolge des Widerstandes
am ortsfesten Anschlag 308 wird nun die Klinke 330 zunächst mit ihrer gegen -die
Blende gerichteten Spitze 335 in die Rastnut 332 des Einstellers 303 eintreten,
um anschließend, nachdem ihre Nockenspitze 334 auf die ortsfeste Nockenfläche 390
getroffen ist, aus der Rastnut 332 ausgehoben zu werden, den Anschlag 308 zu übertreten
und in die Nockenfläche 333 des Einstellers 305 am Blendengehäuse 304 einzufallen.
Beim weiteren Ablauf des Ablaufringes 312 wird dann das Blendengehäuse 304 durch
den Ablaufring mitgenommen, bis der Anschlag 316 am äußeren Umfang des Ablaufringes
312 den Anschlag 317 am inneren Umfang des Vorwählringes 318 erreicht. Damit öffnet
sich die Blende wieder auf den mittels der Gegenmarke 323 gegenüber der ortsfesten
Skala 322 eingestellten und vorgewählten Wert.
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Bei der Rückführung wird zunächst durch die Klinke 330 der Einsteller
305 des Blendengehäuses 304 bis zum ortsfesten Anschlag 308 mitgenommen, wobei dann
wieder durch die Betätigung der Nockenspitze 334 durch die ortsfeste Nockenfläche
390 die Klinkenspitze 335 aus der Rastnut 333 des gehäuseseitigen Einstellers 305
in die Rastnut 332 des Einstellers 303 des Nutenringes übertritt. Bei Erreichung
der Endstellung durch den Einsteller 303 des Nutenringes 302; die in F i g. 3 dargestellt
ist, tritt die Klinkenspitze 335 aus der Rastnut 332 heraus, so daß der Nutenring
303 mittels der Handhabe 309 wieder frei einstellbar ist.
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Es wird darauf hingewiesen, daß die in F i g. 3 dargestellte Anordnung
auch umgekehrt angeordnet
sein kann, so daß also sich die Blende
von einem kleinen Wert zunächst öffnet, bis durch den einen Einsteller der ortsfeste
Anschlag erreicht ist, und sich dann durch den anderen Einsteller wieder schließt.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in F i g. 4 dargestellt, in welchem
zwei normale, mit Einstellern für ihren Nutenring versehene Irisblenden hintereinander
angeordnet sind: In F i g. 4 ist im Gegensatz zu den F i g. 1 bis 3 die Ablaufstellung
eingezeichnet.
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Blendenlamellen 401 sind in einem Nutenring 402 gelagert, der vor
einer weiteren Blende angeordnet ist, deren Blendenlamellen 401 a in einem
Nutenring 4.02 a gelagert sind. An einem Einsteller 403 des Nutenringes
402 ist eine Handhabe 409 angebracht und nach außen geführt, die mittels
einer Gegenmarke 410 gegenüber einer ortsfesten Blendenskala 411 einstellbar ist.
Der Nutenring 402a hat ebenfalls einen Einsteller 403a. Der Einsteller 403
ist mit einer Rastnut 432 und der Einsteller 403 a mit einer Rastnut 433 versehen.
Ein Ablaufring 412, der unter der Kraft einer Feder 421 steht, weist an seinem äußeren
Umfang eine Rastnut 413 auf; in die eine Klinke 415, die unter der Kraft
einer Feder 414
steht, eingreifen kann. Weiter ist innerhalb des Ablaufringes
412 eine ortsfeste Nockenfläche 490 vorgesehen, die auf eine Nockenspitze 434 einer
unter der Kraft einer Feder 431 stehenden Klinke 430 wirkt. Die Klinke 430 hat ferner
eine Klinkenspitze 435, die in Verbindung mit den Rastnuten 432 und 433 der Einsteller
403 und 403 a kommen soll. Am äußeren Umfang des Ablaufringes 412 ist weiter ein
Anschlag 416 vorgesehen, der mit einem Anschlag 417 am inneren Umfang des Vorwählringes
418 in Verbindung kommen soll. Der Vorwählring 418 ist mittels einer Gegenmarke
423 gegenüber einer ortsfesten Skala 422, die nach Blendenwerten geteilt sein kann,
einstellbar.
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Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende: In der Ausgangslage
greift die Klinke 415 in die Rastnut 413 am Ablaufring 412 ein. Die Feder 21 ist
gespannt. Die Blendenlamellen 401a der hinteren Blende sind geöffnet. Der Blendensteller
403 a befindet sich an einem ortsfesten Anschlag 408 im Blendengehäuse. Die Blendenlamellen
401 der vorderen Blende sind mittels der Handhabe 409 gegenüber der Skala
411 frei einstellbar. Die Klinke 430 befindet sich jenseits des Einstellers 403
etwa in einer Lage, wie sie in F i g. 3 für den Einsteller 303 dar- ; gestellt ist.
Bei der Verschlußausl'ösung oder bei der Überschreitung eines Grenzwertes durch
ein die Blende steuerndes Organ wird die Klinke ausgehoben, und infolge der Kraft.
der Feder 421 dreht sich der Ablaufring 412 in Richtung des Pfeiles 420. ; Der Betätigungsvorgang
ist ähnlich wie bei demjenigen, der im Zusammenhang mit F i g. 3 beschrieben wurde.
Die Klinke 430 erreicht in irgendeiner Lage den Einsteller 403 und nimmt diesen
bis zum ortsfesten Anschlag 408 mit, wo sie dann durch Betätigung durch die Nockenfläche
490 in die Rastnut 432 eintritt und zum Einsteller 403 ä der hinteren Blende übertritt.
In dieser Lage ist sowohl die vordere als auch die hintere Blende voll geöffnet.
Dann dreht sich der Ablaufring 412 weiter, bis sein Anschlag 416 den Anschlag 417
des Vorwählringes 418 erreicht, und nimmt dabei den Einsteller 403 a mit.
Damit wird die hintere Blende entsprechend der Stellung des Vorwählringes geschlossen,
während die vordere Blende geöffnet bleibt, so daß die Gesamtblende einen der Vorwahlstellung
entsprechenden Wert einnimmt.
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Die Rückführung geschieht entsprechend, wie im Zusammenhang mit F
i g. 3 beschrieben. Durch die Klinke 430 des Ablaufringes 412 wird der Einsteller
403 a zunächst an den ortsfesten Anschlag 408 herangeführt. Dort tritt die Klinke
430 in die Rastnut 432 des Einstellers 403 über und bringt diesen in seine Ausgangslage
(kleinste Blende), um dann bei seiner weiteren Drehung aus der Rastnut 432 des Einstellers
403, wie in F i g. 3 dargestellt, herauszutreten. Damit liegt dann wieder der Anschlag
403 a an dem ortsfesten Anschlag 408 an. Die hintere Blende ist also voll geöffnet,
und mittels des Einstellers 403 bzw. der Handhabe 409 ist die vordere Blende frei
einstellbar.
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Es sei darauf hingewiesen, daß die Klinken 330 und 430 in den F i
g. 3 bzw. 4 auch so ausgebildet sein können, daß die ortsfesten Nockenflächen 390
bzw. 490 entbehrlich werden.