[go: up one dir, main page]

DE1163329B - Verfahren zur Extraktion von 6-Aminopenicillansaeure - Google Patents

Verfahren zur Extraktion von 6-Aminopenicillansaeure

Info

Publication number
DE1163329B
DE1163329B DES74854A DES0074854A DE1163329B DE 1163329 B DE1163329 B DE 1163329B DE S74854 A DES74854 A DE S74854A DE S0074854 A DES0074854 A DE S0074854A DE 1163329 B DE1163329 B DE 1163329B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
salt
aminopenicillanic acid
water
extraction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES74854A
Other languages
English (en)
Inventor
Homme Jean Preud
Bernard Vuillemin
Yvan Charpentie
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rhone Poulenc SA
Original Assignee
Rhone Poulenc SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rhone Poulenc SA filed Critical Rhone Poulenc SA
Publication of DE1163329B publication Critical patent/DE1163329B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D499/00Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 07 d
Deutsche Kl.: 12 ρ-4/01
Nummer: 1 163 329
Aktenzeichen: S 74854IV d /12 ρ
Anmeldetag: 14. Juli 1961
Auslegetag: 20. Februar 1964
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur technischen Extraktion von 6-Aminopenicillansäure aus unreinen wäßrigen Lösungen, wie Fermentationsbrühen, die im allgemeinen einen Gehalt an dieser Substanz in der Größenordnung von 100 bis 1000 mg je Liter aufweisen.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 075 799 ist es bekannt, daß man die 6-Aminopenicillansäure aus den Nährbrühen gewinnen kann, indem die Gärungsflüssigkeit eingedampft und dann mit einem Ionen- austauscherharz bebandelt wird. Dieses Verfahren erfordert jedoch für das Eindampfen erhebliche Energiemengen und liefert darüber hinaus nur schlechte Ausbeuten. Demgegenüber kann beim erfindungsgemäßen Verfahren auf die Eindampfung großer wäßriger Volumina verzichtet werden, wodurch eine erhebliche Verminderung der Kosten erreicht wird. Darüber hinaus werden hierbei sehr gute Ausbeuten erhalten, die etwa lOmal so groß sind wie beim bekannten Verfahren.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, die 6-Aminopenicillansäure in ihrer wäßrigen Lösung in eine Verbindung zu überführen, die sich mit einem organischen, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel extrahieren läßt und ausreichend labil ist, um die Regenerierung der freien 6-Aminopenicillansäure in einem späteren Stadium zu erlauben. Es wurde gefunden, daß sich die durch Kondensation der 6-Aminopenicillansäure mit einem aromatischen Aldehyd, beispielsweise Anisaldehyd, Benzaldehyd oder Salicylaldehyd, gebildeten neuen Aldimine der 6-Aminopenicillansäure zur Ausführung der Erfindung eignen.
Die Umsetzung wird durchgeführt, indem man 1 bis 30 Mol eines aromatischen Aldehyds je Mol 6-Aminopenicillansäure zu der wäßrigen Lösung der letzteren unter kräftigem Rühren bei einem pn-Wert zwischen 6 und 9 und einer Temperatur zwischen 0 und 300C während einer Zeitspanne von einigen Minuten bis mehreren Stunden zugibt. In der Praxis ist die Verwendung von 10 bis 20 Mol Aldehyd je Mol 6-Aminopenicillansäure während einer Reaktionszeit von 30 Minuten bis 1 Stunde und bei einem PH-Wert zwischen 7 und 8 und einer Temperatur zwischen 20 und 3O0C bevorzugt.
Das erhaltene Aldimin der 6-Aminopenicillansäure ist aus der wäßrigen Lösung nach einer Technik extrahierbar, die der für Penicillin angewendeten analog ist, d. h. durch Extraktion — nach Ansäuern auf einen pH-Wert zwischen 1 und 4 — mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, das beispielsweise der Gruppe der Alkohole, wie Butyl- oder Verfahren zur Extraktion von
6-Aminopenicillansäure
Anmelder:
Rhöne-Poulenc S. A., Paris
Vertreter:
Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann
und Dipl.-Chem Dr. R. Koenigsberger,
Patentanwälte
München 2, Bräuhausstr. 4
Als Erfinder benannt:
Jean Preud'Homme, Paris,
Bernard Vuillemin, Yerres, Seine-et-Oise,
Yvan Charpentie, Paris (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 18. Januar 1961 (Nr. 850 033)
Amylalkohol, der Ester, wie Essigsäureäthyl-, -butyl- oder -amylester, der Ketone, wie Methylisobutylketon, oder der chlorierten Lösungsmittel, wie Methylenchlorid, angehört. Wegen der geringen Stabilität des Imins wird die Extraktion, vorzugsweise unter Abkühlen vor dem Ansäuern, bei einer Temperatur zwischen 0 und +50C durchgeführt. Die beste Ausbeute wird erzielt, wenn die Extraktion nach Ansäuern bei einem pH-Wert zwischen 2,3 und 2,7 rasch durchgeführt wird, beispielsweise indem man die abgekühlte wäßrige Lösung des Imins, das organische Lösungsmittel und die zur Einstellung des Ph auf den gewünschten Wert erforderliche Menge Säure kontinuierlich in ein Rührgefäß leitet und dann das Gemisch zur Trennung der Phasen sofort zentrifugiert. Die Verwendung einer Extraktionszentrifuge mit mehreren Stufen eignet sich zur Durchführung des Verfahrens besonders gut.
Das rohe Aldimin kann aus der Lösung in dem verwendeten Lösungsmittel nach verschiedenen Methoden isoliert werden: Entweder durch Ausfällen mit einem Alkalihydroxyd, z. B. in Form der Natriumoder Kaliumsalze, nach Einengen der Lösung bei niedriger Temperatur unter vermindertem Druck und Neutralisierung mit der entsprechenden Base oder Zugabe eines in dem Lösungsmittel löslichen Natrium-
409 509/432
3 4
salzes oder indem man das Imin mit Wasser unter wird in Wasser suspendiert und durch Einstellen des Einstellung des ρπ-Wertes auf 6 bis 9 mit einem ρκ-Wertes auf etwa 7 mit Hilfe eines alkalischen Mitalkalischen Mittel extrahiert und dann aus der wäß- teils, wie Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd oder rigen Lösung mit einer organischen Base bzw. deren Ammoniaklösung, gelöst. Die Lösung wird filtriert Salz ein in Wasser unlösliches Salz des Aldimins der 5 und die Kristallisation der 6-Aminopenicillansäure 6-Aminopenicillansäure, beispielsweise das Dibenzyl- durch Ansäuern auf einen pH-W'ert zwischen 3 und 5 äthylendiaminsalz, ausfällt. In diesem Mzteren Falle mit Hilfe einer Mineralsäuie oder einer organischen wird die Ausfällung vorzugsweise mit einer wäßrigen, Säure, beispielsweise Salzsäure, Phosphorsäure oder ziemlich konzentrierten Lösung durchgeführt, die Schwefelsäure, oder mittels Essigsäure bewirkt, durch Einengen der organischen Phase vor der io Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Extraktion mit Wasser oder durch Einengen der Der Gehalt der Lösungen und Trockenprodukte an Lösung des wäßrigen Extrakts selbst unter vermin- 6-Aminopenicillansäure wurde durch biologische Bedertem Druck erhalten wird; es ist auch möglich, Stimmung nach Überführung in Penicillin V durch mehrere aufeinanderfolgende Extraktionen, zunächst Behandlung mit Phenoxyessigsäurechlorid bestimmt, eine Extraktion des Lösungsmittels mit Wasser bei 15
einem pH-Wert zwischen 6 und 9, dann eine Extraktion Beispiel 1
der wäßrigen Lösung mit einem Lösungsmittel in 4251 Fermentationsbrühe mit einem pH-Wert von
saurem Medium und erneut eine Extraktion mit 6,3 werden nach Zugabe eines Filterhilfsmittels
Wasser bei einem pH-Wert zwischen 6 und 9 durch- filtriert und der Filterkuchen mit Wasser gewaschen, zuführen, wobei die Volumina bei jeder Stufe herab- 20 Man erhält so 440 1 Filtrat mit einem Gehalt von
gesetzt werden. Die verschiedenen für die Extraktion 445 mg/l an 6-AmmopeniciIlansäure. Das Filtrat,
des Imins angegebenen Methoden können auf ver- dessen Temperatur 230C beträgt, wird mit 2,1 kg
schiedene Weisen kombiniert werden. Salicylaldehyd, gelöst in 6 1 Aceton, versetzt. Das
Die Regeneration. der 6-Aminopenicillansäure aus Gemisch wird 30 Minuten gerührt und dann auf dem Salz des Aldimins der 6-Aminopenicillansäure 25 +l°C abgekühlt. Die Extraktion des erhaltenen
erfolgt durch Hydrolyse mittels einer verdünnten Imins wird mit einer Apparatur durchgeführt, die eine
Mineralsäure. Die Umsetzung wird bei einer Tempe- Gruppe von Emulgier-Dekantier-Zentrifugen mit zwei
ratur zwischen 0 und 30° C durchgeführt, doch ist Stufen enthält, die so angebracht sind, daß sie im
es wegen der mittelmäßigen Stabilität des behandelten Gegenstrom arbeiten. Es werden folgende Zuführungs-Produkts vorzuziehen, das Reaktionsgemisch auf eine 30 geschwindigkeiten zur Gesamtlage eingehalten: die
Temperatur zwischen 0 und +5°C abzukühlen. Das das Imin enthaltende wäßrige Lösung: 200 l/Stunde;
rohe Imin wird in so viel Wasser suspendiert, daß es Essigsäureäthylester: 80 l/Stunde; wäßrige 2n-Schwe-
in einer Konzentration von 4 bis 20 % vorliegt. Dann feisäure: in einer Menge, die die Einstellung des
wird es mit einer Mineralsäure, wie Salzsäure, Schwe- pn-Wertes auf 2,5 ermöglicht. Man gewinnt nach der feisäure oder Phosphorsäure, auf einen pn-Wert 35 Extraktion 160 1 Essigsäureäthylesterextrakt, der durch
zwischen 1 und 2 angesäuert. Man setzt unter fort- Filtrieren über einer Schicht Filterhilfsmittel geklärt
gesetztem Rühren ein mit Wasser nicht mischbares wird. Der Extrakt wird dann unter vermindertem
Lösungsmittel zu, das den freigesetzten Aldehyd zu Druck in einer Konzentriervorrichtung mit kontinu-
extrahieren vermag. Dieses Lösungsmittel kann aus ierlicher Rückführung bei einer 2O0C nicht überstei-
der Gruppe der Alkohole, wie Butanol, Pentanole 40 genden Temperatur eingeengt und sein Volumen so
oder Methylisobutylcarbinol, der Ester, wie Essig- auf 101 eingestellt. Das Konzentrat wird dann mit
säureäthyl- oder -amylester, der chlorierten Lösungs- 2,5 1 Wasser versetzt. Das so erhaltene Gemisch wird
mittel, wie Chloroform oder Methylenchlorid, oder gerührt und sein ρκ-Wert mit einer 2n-Ammoniak-
der Kohlenwasserstoffe, wie Benzol oder Hexan, lösung auf 7 eingestellt, und das Gemisch wird nach
stammen. Im Falle eines unreinen Imins erlaubt die 45 15minutigem Rühren stehengelassen. Dann wird die
Verwendung guter Lösungsmittel, wie Butanol oder wäßrige Schicht abgetrennt. Die organische Schicht
Methylisobutylcarbinol, außerdem gewisse Verun- wird erneut mit 21 und dann mit 1,51 Wasser bei
reinigungen zu extrahieren und daher eine reinere pn 7 extrahiert. Die wäßrigen Extrakte werden ver-
6-AminopenicilIansäure zu erhalten. Nach einer einigt, und die so erhaltene Lösung wird unter Rühren
Rührzeit zwischen 15 und 60 Minuten entfernt man 50 mit 1,51 einer wäßrigen 10%igen Dibenzyläthylen-
gegebenenfalls einen unlöslichen Bestandteil durch diamindiacetatlösung versetzt. Der erhaltene Nieder-
Filtrieren und trennt die wäßrige Phase ab. Die schlag wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im
6-Aminopenicillansäure kristallisiert aus der wäßrigen Vakuum getiocknet. Man erhält so 370 g rohes
Lösung durch Einstellen des ρπ-Wertes auf 3 bis 5, Dibenzyläthylendiaminsalz des Salicylaldimins der
vorzugsweise auf 3,3 bis 3,6, mit einem alkalischen 55 6-Aminopenicillansäure mit einem Gehalt von 121 g
Mittel, beispielsweise Natriumhydroxyd, Kaliumhy- reiner 6-Aminopenicillansäure, was einem Gehalt
droxyd oder Ammoniaklösung. Man isoliert die von 60% an Iminsalz entspricht. Dieses Rohprodukt
6-Aminopenicillansäure durch Absaugen und Trock- besitzt die folgenden Kennzahlen: F. (Kofier) = 100
nen. Eine zweite Fraktion kann durch Einengen der bis 1050C (Zersetzung); [\]Sf --= +125 ±5° (c = 1%
Mutterlauge unter vermindertem Diuck bei niedriger 60 in Methanol).
Temperatur und erneutes Einstellen des pn-Wertes 200 g dieses rohen Dibenzyläthylendiaminsalzes
auf den obengenannten Wert isoliert werden. des Salicylaldimins der 6-Aminopenicillansäure werden
Die Behandlung der Fermentationsbrühen nach in 1 1 Wasser suspendiert. Die Suspension wird mit
einer der oben beschriebenen Methoden führt im Hilfe eines Eisbades auf 0=C abgekühlt. Man setzt
allgemeinen /u einer 6-Aminopenicillansäure, deren 65 1,1 1 Methylisobutylcarbinol zu und säuert mit
Reinheitsgrad zwischen 70 und 95% beträgt. Das 0,451 3n-Salzsäure auf einen pH-Wert von 1,5 an.
reine Produkt kann, wie folgt, durch eine Umkristalli- Nach lOminutigem Rühren wird Unlösliches abfiltriert
sation erhalten werden: Das zu reinigende Produkt (48 g inaktives Produkt), und die beiden Phasen
5 6
werden getrennt: die wäßrige Lösung wird mit 0,9 1 Lösung wird filtriert und dann zweimal mit je 0,25 I Methylisobutylcarbinol gewaschen und dann mit n-Butylalkohol gewaschen, und der pn-Wert wird 0,31 2,5n-Ammoniaklösung auf einen pn-Wert von durch Zugabe von verdünnter Ammoniaklösung 3,3 eingestellt. Man erhält eine erste Fraktion kristalli- auf 3,4 eingestellt. Die Lösung wild unter verminsierter 6-Aminopenicillansäure, die nach 15 Minuten 5 dertem Druck auf 0,3 1 eingeengt, ohne daß die abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum Temperatur 2O0C übersteigt. Das Produkt, das ausgetrocknet wird. Diese erste Fraktion besteht aus kristallisiert, wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen 60 g 6-Aminopenicillansäure mit einer Reinheit von und getrocknet. Man erhält so 0,99 g 6-Amino-89 °/o- Die beiden Lösungen in Methylisobutylcarbinol penicillansäure mit einer Reinheit von 93 %· Die werden vereinigt und zweimal mit je 0,451 Wasser io Butylalkohollösungen werden vereinigt und zweimal bei pa 1,5 extrahiert. Die wäßrigen Lösungen werden mit je 0,125 1 Wasser bei pn 1,5 extrahiert. Die wäßrige mit den Mutterlaugen der Kristallisation vereinigt, Lösung wird teilweise bis zu einem pH-Wert von 3,4 und das so erhaltene Gemisch wird mit 2,5n-Ammo- neutralisiert und zu der Kristallisationsmutterlauge niaklösung bis zu pn 6 neutralisiert und dann unter zugefügt. Nach Einengen unter vermindertem Druck vermindertem Druck auf 0,28 1 eingeengt. Das Kon- 15 auf 0,021 isoliert man eine zweite Fraktion von 5 g, zentrat wird filtriert und mit 3n-Salzsäure auf Ph 3,3 Substanz, die 46°/o reine 6-Aminopenicillansäure entangesäuert. Man erhält so eine zweite Fraktion, die hält. Die zweite Fraktion wird, wie im Beispiel 1 nach Absaugen, Waschen und Trocknen 12 g 6-Ami- beschrieben, aus Wasser umkristallisiert. Durch diese nopenicillansäure mit einem Reinheitsgrad von 44% Behandlung erhält man 2,1 g 6-Aminopenicillansäure liefert. 20 mit einem Reinheitsgrad von 82 %·
Die beiden vereinigten Fraktionen werden gemein- . .
sam umkristallisiert: das Gemisch wird in 0,151 Beispiel 5
destilliertem Wasser unter Einstellen des pH-Wertes 4201 Filtrat einer Kultur mit einem Gehalt von auf 7 mittels 0,081 2,5η-Ammoniaklösung gelöst. Die 500 mg/1 6-Aminopenicillansäure werden wie im Lösung wird filtriert und dann mit 0,05 1 n-Butylal- 25 Beispiel 1 beschrieben, jedoch unter Einstellung des kohol gewaschen. Die wäßrige Phase wird mit 0,07 1 pH-Wertes auf 7,5 vor Zugabe des Aldehyds (man ver-3n-Salzsäure auf pn 3,3 angesäuert und 30 Minuten wendet 4 kg Salicylaldehyd) und Ersatz des Essiglangsam gerührt. Die umkristallisierte 6-Amino- säureäthylesters durch Methylisobutyjketon behandelt, penicillansäure wird abgesaugt, gewaschen und ge- Man gewinnt schließlich 490 g rohes Dibenzyltrocknet. Man erhält so 54,4 g reine 6-Aminopenicil- 30 äthylendiaminsalz des Salicylaldimins der 6-Aminolansäure, die folgende Kennzahlen besitzt: F. = 208 penicillansäure mit einem Gehalt von 74 g reiner bis 2100C; [a]f = +268° (c = 0,3% in n/10-Salz- 6-Aminopenicillansäure. 311 g des isolierten Rohprosäure), duktes werden, wie im Beispiel 1 beschrieben, behan-Beispiel 2 ^eIt unc* neiern eme erste Fraktion von 23,3 g reiner
35 6-Aminopenicillansäure (F. = 2100C [Zersetzung])
100 1 Filtrat einer Fermentationsbrühe mit einem und eine zweite Fraktion von 18,5 g mit einer Reinheit
Gehalt von 305 mg/1 6-Aminopenicillansäure werden von 65%·
mit 0,51 kg Salicylaldehyd, gelöst in 21 Aceton, wie Beispiel 4
im Beispiel 1 beschrieben, behandelt. Die erhaltene
wäßrige Lösung wird auf +50C abgekühlt und mit 40 4401 Filtrat mit einem Gehalt von 480 mg/1 6-Ami-
501 Essigsäureäthylester unter Rühren versetzt. Der nopenicillansäure werden wie im Beispiel 3 beschrieben,
PH-Wert wird durch Zugabe von 2n-Salzsäure auf 2,5 jedoch unter Ersatz des Methylisobutylketons durch
eingestellt. Nach 15minutigem Rühren wird das Ge- Dichloräthan behandelt. Man gewinnt so 273 g rohes
misch stehengelassen, und der Essigsäureäthylester Dibenzyläthylendiaminsalz des Salicylaldimins der
wird abgetrennt. Man führt eine zweite Extraktion 45 6-Aminopenicillansäure mit einem Gehalt von 67 g
mit 501 Essigsäureäthylester durch. Die vereinigten reiner 6-Aminopenicillansäure,
und geklärten organischen Extrakte werden unter ver- Man kann dieses rohe Salz durch Umkristallisation
mindertem Druck in einer Apparatur mit kontinu- reinigen:
ierlicher Rückführung eingeengt, ohne daß die Tem- Man löst 4 g des Salzes in 130 ecm Chloroform,
peratur 20° C übersteigt. Wenn das Volumen 21 50 filtriert die Lösung und kühlt sie dann in einem Eisbad,
erreicht hat, bringt man in die Apparatur kontinuier- Dann setzt man tropfenweise 130 ecm Äther zu. Nach
lieh 41 Methylisobutylketon so ein, daß ein konstan- 15minutigem Reifenlassen werden die Kristalle ab-
tes Volumen aufrechterhalten wird und die Temperatur gesaugt, mit Äther gewaschen und getrocknet.
250C nicht übersteigt. Das Konzentrat wird un'er Man erhält so 1,8 g in Form von weißen Nadeln
Rühren mit 0,2501 einer 15%igen Lösung von Na- 55 kristallisiertes Produkt. F. = 135 bis 1450C (Zer-
triumäthylcapronat in Aceton und dann mit 151 Setzung); [tx]o1 = +135° (c = 0,3% in Methanol);
Hexan versetzt. Der gebildete Niederschlag wird [Oi]V — +143° (c = 0,3% m Chloroform),
abgesaugt, mit Hexan gewaschen und unter vermin- 150 g dieses Salzes werden in 750 ecm Wasser
dertem Druck getrocknet. Man erhält so 97 g rohes suspendiert. Die Suspension wird auf+4° C abgekühlt.
Natriumsalz des Salicylaldimins der 6-Aminopenicil- 60 Dann setzt man langsam unter Rühren 324 ecm
!ansäure mit einem Gehalt von 18 % reiner 6-Amino- 3 η-Salzsäure und 15 Minuten nach Beendigung der
penicillansäure, was einem Gehalt von 30 % an Imin- Säurezugabe 800 ecm Butanol zu. Nach kräftigem
salz entspricht. Dieses Rohprodukt weist die folgenden Rühren filtriert man unlösliche Bestandteile ab und
Kennzahlen auf: F. (Kofler) = 155 bis 1650C (Zer- trennt die Phasen. Die wäßrige Lösung wird erneut
setzung): [<x]a1 = + 50 ± 10° (c = 1% in Wasser). 65 mit 550 ecm Butanol gewaschen, wonach ihr pn-Wert
50 g dieses rohen Natriumsalzes werden in 11 mit Hilfe von 2,5η-Ammoniaklösung auf 3,3 eingestellt
Wasser gelöst. Nach Abkühlen der Lösung auf +50C wird. Nach 15minutigem Reifenlassen wird die kristalli-
säuert man mit 0,05 1 3n-Salzsäure auf pn 1,7 an. Die sierte 6-Aminopenicillansäure abgesaugt, mit Wasser
gewaschen und im Vakuum getrocknet. Man erhält so 16,3 g 6-Aminopenicillansäure mit einem Reinheitsgrad von 81 %.
Die Butanollösungen werden vereinigt und mit 600 ecm auf pn 1,5 angesäuertem Wasser extrahiert. Die wäßrige Phase wird zu den Mutterlaugen der Kristallisation der ersten Fraktion zugegeben und der PH-Wert des Gemisches mit 2,5n-Ammoniaklösung auf 6 eingestellt. Nach Einengen der Lösung unter vermindertem Druck bei einer Temperatur unter 200C auf ein Drittel des Volumens wird der pH-Wert erneut mit verdünnter Salzsäure auf 3,3 eingestellt. Man isoliert dann eine zweite Fraktion von 15,1 g kristallisierter 6-Aminopenicillansäure von 64%iger Reinheit.
Die beiden, wie im Beispiel 1 beschrieben, umkristallisierten Fraktionen liefern 22,3 g reine 6-Aminopenicillansäure. [oc]f = +276° (c = 0,3% in 0,ln-Salzsäure).
Beispiel 5
Zu 90 ecm einer wäßrigen Lösung mit einem Gehalt von 6 g 6-Aminopenicillansäure setzt man
4.2 g Zimtaldehyd zu, nachdem der pn-Wert auf 7 eingestellt worden war. Das Gemisch wird bei Zimmertemperatur 30 Minuten kräftig gerührt und dann mit 90 ecm einer wäßrigen lO°/oigen Dibenzyläthylendiamindiacetatlösung versetzt. Nach 15minutigem langsamem Rühren werden die gebildeten Kristalle abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Man gewinnt so 14,2 g Dibenzyläthylendiaminsalz des Zimtaldimins der 6-Aminopenicillansäure (F. = 105 bis 115°C [Zersetzung]) mit einem Gehalt von
4.3 g reiner 6-Aminopenicillansäure.
2,5 g des rohen Salzes werden durch Auflösen in 20 ecm Chloroform, Filtrieren und langsame Zugabe von 40 ecm Äther unter Rühren umkristallisiert. Nach Absaugen, Waschen und Trocknen wird das Dibenzyläthylendiaminsalz des Zimtaldimins der 6-Aminopenicillansäure (1 g) in Form eines mikrokristallinen gelben Pulvers (F. = 130 bis 1350C [Zersetzung]; [X)1S = +103° [c = 0,3% in Methanol]) gewonnen. Die Substanz ist in Wasser, Aceton und dem Wasser-Aceton-Gemisch (50:2 Volumina) unlöslich und inChloroform, Methanol, Pyridin und Dimethylformamid löslich.
Durch Behandlung von 11 g rohem Dibenzyläthylendiaminsalz des Zimtaldimins der 6-Aminopenicillansäure zur Regenerierung der 6-Aminopenicillansäure in der in Beispiel 4 beschriebenen Weise erhält man 1,6 g weißer Kristalle (F. = 2100C), die 1,1 g reine 6-Aminopenicillansäure enthalten.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Extraktion von 6-Aminopenicillansäure aus ihren verdünnten wäßrigen Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine derartige Lösung bei pH 6 bis 9 mit 1 bis 30 Mol eines aromatischen Aldehyds behandelt, das gebildete Aldimin mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel bei einem pn-Wert zwischen 1 und 4 und bei einer Temperatur zwischen 0 und 5°C extrahiert, das rohe Aldimin isoliert, indem man es entweder mit einem Alkalihydroxyd unter Bildung eines im Extraktionsmedium unlöslichen Alkalisalzes fällt oder nach Extraktion mit Wasser bei einem pH-Wert zwischen 6 und 9 mit einer organischen Base bzw. deren Salz unter Bildung eines in Wasser unlöslichen organischen Salzes fällt, und die 6-Aminopenicillansäure durch Einwirkung einer verdünnten Mineralsäure auf das Alkalisalz oder organische Salz des Aldimins der 6-Aminopenicillansäure bei 0 bis 3O0C freisetzt, den Aldehyd mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel extrahiert und in an sich bekannter Weise die 6-Aminopenicillansäure isoliert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aldiminzwischenprodukt als Natriumsalz oder Dibenzyläthylendiaminsalz isoliert wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 075 799;
bekanntgemachte Unterlagen des belgischen
tents Nr. 569 728.
409 509/432 2.64 © Bundesdruckerei Berlin
DES74854A 1961-01-18 1961-07-14 Verfahren zur Extraktion von 6-Aminopenicillansaeure Pending DE1163329B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR1163329X 1961-01-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1163329B true DE1163329B (de) 1964-02-20

Family

ID=9653453

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES74854A Pending DE1163329B (de) 1961-01-18 1961-07-14 Verfahren zur Extraktion von 6-Aminopenicillansaeure

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1163329B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE569728A (de) *
DE1075799B (de) * 1960-02-18 Beecham Research Laboratories Limited, Betchworth Surrey (Großbntan men) Verfahren zur Gewinnung von 6-Aminopenicillansäure

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE569728A (de) *
DE1075799B (de) * 1960-02-18 Beecham Research Laboratories Limited, Betchworth Surrey (Großbntan men) Verfahren zur Gewinnung von 6-Aminopenicillansäure

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69313869T2 (de) Herstellung von Clavulansäure via Tert.-Octylamin
DD271705A5 (de) Verfahren zum herstellen von azithromycin-dihydrat
DE69500925T2 (de) Verfahren zur isolation von clavulansäure und von pharmazeutisch verträgliche salze aus fermentationsbrühe von streptomyces sp.p6621 ferm p2804
DE2842358C2 (de)
DE2358297C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem 3,3,7,7-Tetrahydroxymethyl-5-oxanonan
EP0745593B1 (de) Verfahren zur Herstellung von reinem 4,6-Dichlorpyrimidin
DE69633330T2 (de) Verfahren zur herstellung von pharmazeutisch verträglichen salzen der clavulansäure
DE60006857T3 (de) Verfahren zur herstellung von pyridinmethanol-verbindungen
DE1445506B2 (de) Verfahren zur gewinnung von reinem alpha-aminobenzylpenicillin
DE1163329B (de) Verfahren zur Extraktion von 6-Aminopenicillansaeure
DE1146060B (de) Verfahren zur Gewinnung von 6-Aminopenicillansaeure aus ihren waessrigen Loesungen
DE69724641T2 (de) Reinigung von fermentierter clavulansäure
DE1260466B (de) Verfahren zur Herstellung von 17-Oxo-D-homo-5alpha- oder 17-Oxo-D-homo-5alpha,13alpha-18-saeuren bzw. von deren Methylestern
AT223327B (de) Verfahren zur Extraktion von 6-Aminopenicillansäure
DE69226717T2 (de) Verfahren zum Extrahieren von Pyridin und Chinolincarbonsäuren aus wässerigen Medien
US3219669A (en) Recovery of 6-amino-penicillanic acid
EP0293776B1 (de) Verfahren zur Abtrennung von stickstoffhaltigen Heterocyclen aus wässriger Lösung
DE2053886B2 (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem Mononatrium- oder Monokaliumalpha-carboxybenzylpenicillin
AT298374B (de) Verfahren zur Abtrennung eines nicht unterhalb 200°C siedenden Fermentationsproduktes
DD296924A5 (de) Antipoden-trennungsverfahren fuer 3r(3-carboxybenzyl)-6-(5-fluor-2-benzothiazolye) methoxy-4r-chromanol
AT166929B (de) Verfahren zur Reinigung von Penicillinsalzen
DE2344812A1 (de) Verfahren zur herstellung von penicillinsulfoxid
DE863248C (de) Verfahren zur Reinigung von Penicillin und seinen Salzen
DE3111607A1 (de) Verfahren zur abtrennung und gewinnung von coproporphyrin und uroporphyrin aus einer sie enthaltenden kulturbruehe
DE1958329A1 (de) Verfahren zur Reinigung von Cephaloglycinantibiotica