DE1161704B - Vorrichtung zur voruebergehenden Prueflagerung von einen Rollgang passierenden Werkstuecken - Google Patents
Vorrichtung zur voruebergehenden Prueflagerung von einen Rollgang passierenden WerkstueckenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: GOIn
B65g
Deutsche KL: 42 k-46/01
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
H 43162 IXb/42 k
18.JuIi 1961
23. Januar 1964
18.JuIi 1961
23. Januar 1964
Das Patent 1 141 099 betrifft eine Verfahren zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung von elastischen
Werkstücken, insbesondere von Mittel- und Grobblechen rechteckiger Form, die in bezug auf eine
ihrer Hauptachsen symmetrisch gelagert bzw. eingespannt, in transversale Resonanzschwingungen versetzt
und durch Beobachtung der dabei auftretenden, im wesentlichen senkrecht zur Haupt- bzw. Symmetrieachse
des Werkstücks verlaufenden Knotenlinien oder durch Messung der Resonanzfrequenzen
auf beiden durch die Symmetrieachse getrennten Seiten des Werkstücks auf etwa vorhandene Fehlstellen
geprüft werden. Die Wellenlänge der Resonanzschwingung wird dabei der Ausdehnung der
nachzuweisenden Fehlstellen in bestimmter Weise angepaßt, wobei die Frequenz der das Werkstück erregenden
Schwingung zweckmäßig geändert und die bei fehlerhaftem Werkstück auftretende Differenz
zwischen den beiden Resonanzfrequenzen, die sich durch das Auftreten ausgeprägter Knotenlinien jeweils
nur auf der einen und nur auf der anderen Seite der Werkstück-Symmetrieachse bemerkbar machen,
als Maß für die Stärke der Fehlstellen im Werkstück benutzt wird.
Die Prüfung von elastischen, allseitig frei schwingenden Werkstücken nach dem vorerwähnten Verfahren
setzt nun aber eine definierte Auflagerung bzw. Aufhängung der Prüfkörper an wenigen Stellen symmetrisch
zu der gewählten Symmetrieachse voraus. Häufig werden die zu prüfenden Werkstücke, wie insbesondere
Mittel- und Grobbleche, im Rollgang transportiert. Hier stellt sich dann die Aufgabe, die
Bleche während einer kurzen Unterbrechung ihrer Transportbewegung prüfen zu können. Es kommt also
darauf an, das den Rollgang passierende, zu prüfende Werkstück vorübergehend in eine ausgerichtete Prüflage
zu bringen und es nach vollzogener Prüfung wieder dem Rollgang zum Weitertransport zu übergeben.
Hierzu dient die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung. Sie besteht im wesentlichen aus oberhalb
des Rollgangs an Längsträgern verfahrbaren Laufkatzen mit querbeweglichen Auflagerhaken und
aus zwischen oder neben den Rollgangsrollen versenkbaren Hubmitteln sowie querverstellbaren Zentrierwangen
für das Heben und/oder Ausrichten der zu prüfenden Werkstücke. Die Laufkatze, die an
ihnen befindlichen Auflagerhaken sowie die Hubmittel und die Zentrierwangen sind dabei über miteinander
gekuppelte Stell- oder Regelmotoren, Hydraulikantriebe, elektrische Tast- oder Endschalter
u. dgl. so aufeinander abgestimmt zu bewegen, daß Vorrichtung zur vorübergehenden Prüf lagerung
von einen Rollgang passierenden Werkstücken
von einen Rollgang passierenden Werkstücken
Zusatz zum Patent: 1141 099
Anmelder:
Hüttenwerk Salzgitter Aktiengesellschaft,
Salzgitter-Drütte
das zu prüfende Werkstück selbsttätig von dem Rollgang in die ausgerichtete Prüflage gebracht und danach
wieder an den Rollgang abgegeben werden kann.
Für das ausgerichtete Überführen der den Rollgang passierenden Werkstücke in die Prüflage sind erfindungsgemäß
grundsätzlich zwei Möglichkeiten vorgesehen. So kann einmal die Ausrichtung des Werkstücks
symmetrisch zur Längsmitte des Rollganges erfolgen, wobei dann die an das zu prüfende Werkstück
längsseitig heranzubringenden Auflagerhaken und Zentrierwangen jeweils gleichmäßig von außen
nach innen aufeinander zu zu bewegen sind. Ebensogut kann aber auch die Ausrichtung des Werkstücks
zu einer Seite des Rollgangs hin vorgenommen werden, wobei dann die Zentrierwangen vorteilhaft aus
einseitig hebbaren Kippschienen mit an der Kippseite gelegenen festen Anschlägen bestehen.
Eine Vorrichtung nach der Erfindung sowie deren vorteilhafte Wirkungsweise seien an Hand eines in
den Figuren größtenteils schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles beschrieben, bei dem die Ausrichtung
des Werkstücks zur Längsmitte des Rollgangs erfolgt. Dabei zeigt
Fig. 1 die Vorrichtung in teilweise geschnittener Seitenansicht mit auf den Rollgangsrollen aufliegendem,
in seiner vorderen Anschlagstellung befindlichem Prüfkörper in Gestalt eines rechteckig geschnittenen
Bleches,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht, jedoch
mit vom Rollgang abgehobenem Blech und daran bereits herangefahrenen Auflagerhaken, und
F i g. 3 die zu F i g. 2 gehörige Aufsicht, während
die
Fig. 4 und 5 die zu den Fig. 1 und 2 gehörigen
Stirnansichten darstellen.
309 780/118
Die in den Figuren wiedergegebene Vorrichtung zur vorübergehenden Prüflagerung von den dargestellten
Rollgang passierenden Blechen ist mit drei Trägern A, B, C ausgerüstet, die in Längsrichtung
des Rollgangs verlaufen und oberhalb der Rollgangsrollen D in geringem Abstand von ihnen angebracht
sind. Der mittlere Längsträger B verläuft genau über der Längsachse bzw. -mitte des Rollgangs. Die Träger
A, B und C sind etwas länger als das längste zu
links kommend), wird der zunächst versenkte Anschlag 1 mit seinen Kontakten in die Höhe gefahren.
Letztere bewirken, daß das zu prüfende Blech E mit seiner Vorderkante genau am Anschlag 1 zum Stehen
5 kommt. Bei größerer Rollgangsgeschwindigkeit muß dazu eine zweite Kontaktvorrichtung, die die Bewegung
des Bleches rechtzeitig abbremst, an einer vorgelagerten Stelle des Rollgangs vorgeschaltet werden.
Danach wird die Lage des ruhenden Prüfkörpers E
prüfende Werkstück E. An den Längsträgern sind io in bezug auf die Rollgangsachse durch die seitlich mit
zwei oder mehrere Laufkatzen verfahrbar angeordnet. gleicher Geschwindigkeit heranfahrenden, stets sym-Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich metrisch zur Rollgangsachse stehenden Zentrierwanum
zwei Laufkatzen 5 und 8, die jeweils über eine gen 2 α und 2 b korrigiert, das Prüfblech also genau
Vierpunkt-Rollenauflagerung5b an den Längsträgern unter den mittleren Träger B geschoben (Fig. 4).
aufliegen. An der in Rollgangsrichtung vorderen i5 Nach Beendigung dieses Arbeitsvorganges fahren die
Laufkatze 5, die an den beiden äußeren Längsträ- Zentrierwangen 2 a und 2 b in ihre Ausgangsstellung
gern A und C verfahrbar ist, sind zwei kurze starre am Rand des Rollgangs zurück. Sofern der Zentrier-Auflagerhaken
6 in der aus F i g. 2, 4 und 5 ersieht- Vorgang die Vorderkante des Bleches E am Anschlag 1
liehen Weise quer verfahrbar gelagert. Sie können verschoben hat, wird seine Lage anschließend korriüber
einen nicht dargestellten Antrieb gleichmäßig 2o giert, das Prüfblech also wieder gegen den Anschlag
von außen nach innen aufeinander zu bewegt werden. gedrückt. Danach heben die Hubstempel 3 oder ge-An
der rückwärtigen, an dem mittleren Längsträger B eignet angebrachte Lastmagnete, Lasthaken od. dgl.
und dem äußeren Längsträger C verfahrbaren Lauf- den Prüfkörper ein kurze Stück in die Höhe (F i g. 2
katze 8 ist gleichfalls ein kurzer Auflagerhaken 7 vor- und 5). Mit ihnen bewegt sich auch das vordere Aufgesehen,
der die gleiche Länge wie die Auflager- 25 lager 4 in die Höhe, ohne jedoch das Werkstück zuhaken
6 besitzt, jedoch starr an der Laufkatze 8, und nächst zu berühren. Gleichzeitig damit oder anschliezwar
genau unter dem Längsträger B, angebracht ist. ßend fahren die Laufkatzen 5, 8 mit ihren Auflager-Zwischen
den Rollgangsrollen D sind in horizon- haken 6 bzw. 7 von ihrer Ruhelage am hinteren Ende
taler Richtung quer zur Rollgang-Längsachse ver- der Träger (links in den Figuren) an das Werkstück E
fahrbare Zentrierwangen 2 vorgesehen, und zwar zwei 30 heran, bis der hintere Auflagerhaken 7, der sich im
gleiche räumlich voneinander getrennte Gruppen 2 a vorliegenden Fall unterhalb des mittleren Trägers B
und 2b, denen die Aufgabe zufällt, ein schräg an- befindet, an den Prüfkörper anstößt und hier durch
kommendes öder außerhalb der Rollgangsachse lie- elektrische Kontakte zum Stillstand kommt. Sein Abgendes
Werkstück durch seitwärtige Verschiebung stand vom vorderen Anschlag 1, der gleichbedeutend
genau in die Rollgangsachse zu bringen. Zu diesem 35 mit der Länge des Werkstücks ist, wird als Regel-Zweck
sind die Zentrierwangen 2 α und 2 b im Roll- größe auf die Stellmotoren der übrigen Laufkatzen
gangbett schlittenförmig geführt und über ein aus übertragen, um diese genau an die vorbestimmten
den Fig. 1, 4 und 5 ersichtliches Zahnstangen- Stellen des Prüfkörpers zu bringen, z. B. bei der symgetriebe
F od. dgl. und eine Antriebswelle G gemein- metrischen Vierpunktauflagerung gemäß F i g. 1 bis 3
sam verstellbar, und zwar derart, daß sie ebenso wie 40 genau in die Mitte des Werkstücks. Die seitlichen
die Auflagerhaken 6 an der Laufkatze 5 gleichmäßig Auflagerhaken 6 der Laufkatze 5 befinden sich wähvon
außen nach innen aufeinander zu zu bewegen rend dieser Bewegung am Rande des Rollgangs, dasind.
Weiter befindet sich zwischen den Rollgangs- mit sie nicht mit dem Prüfkörper kollidieren können,
rollen D an dem einen Ende der Längsträger A, B Vorwiegend bei symmetrischer Vierpunktauflagerung
und C ein versenkbarer Anschlag 1, der mit Kon- 45 kann die Laufkatze 5 auch über mechanische Kopptakten
zum Anhalten der heranrollenden Prüfkörper lungsglieder von Laufkatze 8 bewegt werden. Nachversehen
ist. In der gleichen Höhe ist zwischen den dem die Laufkatze 5 die vorgegebene Stelle — im
beiden Teilen des Anschlages 1 in der Rollgangsmitte betrachteten Fall die Mitte des Bleches — erreicht
ein nach oben herausfahrbares Auflager 4 für die und in der Bewegung innegehalten hat, bewegen sich
Vorderkante des zu prüfenden Werkstücks vorge- 5o die beiden Auflagerhaken 6 vom Rollgangrand an das
sehen. Schließlich sind zwischen den Rollgangs- Werkstück heran, bis sie es berühren. Der hintere
rollen D noch mehrere hydraulisch oder elektrisch zu und die seitlichen Auflagerhaken 7 bzw. 6 haben sobetreibende
Hubstempel 3 zum Anheben des zu prü- mit ihre Meßstellen erreicht. Anschließend bewegen
fenden Bleches vorhanden. sich die vertikalen Stempel 3 abwärts, wobei sie das
Auf der hinteren Laufkatze 8 ist noch ein quer- 55 Werkstück auf den drei Auflagerhaken 6, 7 und dem
verfahrbar angeordneter Schwingungserreger 9 vor- vorderen Auflager 4 absetzen. Damit ist der Aufstützvorgang
für den Prüfkörper beendet.
Um mit der Prüfung beginnen zu können, müssen sich zu diesem Zeitpunkt auch die Schwingungs
gesehen, der nach unten an die Blech-Hinterkante herangeführt werden kann. Ein weiterer Schwingungsereger
11 ist auf einem in Höhe des vorderen
Auflagers 4 bzw. der hier befindlichen Anschläge 1 60 erreger 9, 11 genau an ihrem Platz befinden. Im darquer
verstellbaren Schlitten 10 vorgesehen, mit dessen gestellten Ausführungsbeispiel ist angenommen wor-Hilfe
der Schwingungserreger 11 an die Blech-Vorderkante herangefahren und hier gegen das Blech von
unten herangeführt werden kann.
den, daß an beiden Schmalseiten mit zwei Schwingungserregern an den Ecken des Bleches gearbeitet
wird. Der vordere Schwinger 11 wird zweckmäßiger-Die vorbeschriebene Vorrichtung zur vorüber- 65 weise von unten, der hintere, 9, von oben an den Prüfgehenden
Prüflagerung der den Rollgang passieren- körper herangeführt. Beide sind senkrecht zur RoIlden
Werkstücke arbeitet wie folgt: Während das zu
prüfende Blech £ heranrollt (in den Fig. 1 bis 3 von
prüfende Blech £ heranrollt (in den Fig. 1 bis 3 von
gangsachse verfahrbar, der vordere, 11, auf dem Schlitten 10, der hintere, 9, mit Hilfe der Laufkatze 8,
die mit dem Auflagerhaken 7 verbunden und in Fig. 3 in zwei verschiedenen Stellungen8α und 8fr
abgebildet ist. Damit die vorgegebenen Ecken des Werkstückes E von den Schwingungserregern vollautomatisch
gefunden werden, ist ihre Bewegung quer zum Rollgang mit der Horizontalbewegung der
Zentrierwangen 2 gekoppelt, d. h. während diese das Werkstück ausrichten und dabei seine Breite erfassen,
bewegen sich die Schwinger mit Hilfe von Stellmotoren quer zum Rollgang bis zum Rand des Prüfkörpers
oder bis zu einer anderen Stelle und halten dort beim Stillstand der Zentrierstempel auf deren
Kommando hin inne. Weiter muß automatisch der vertikale Abstand der Schwingungserreger 9, 11 von
der Oberfläche des Werkstücks E eingestellt werden. Das erfolgt beispielsweise mit einem am Schwinger
angebrachten Taststift, der bei Berührung mit der Oberfläche einen Kontakt betätigt, wodurch der an
das Werkstück heranfahrende Schwinger in seiner vertikalen Bewegung abgebremst wird. Tauchspulen,
die mit vorgegebener Kraft an das Werkstück angedrückt werden müssen, werden beispielsweise mit
HMe einer entsprechend ausgebildeten Kraftmeß-und
Regelvorrichtung in die gewünschte Lage gebracht. Das vertikale Heranfahren der Schwingungserreger
an die Oberfläche erfolgt gleichzeitig mit dem letzten Arbeitsgang des Aufstützvorgangs, nämlich dem Absenken
der Stempel 3, so daß das Werkstück danach sofort zur Messung bereit ist. Bei sachgerechter Konstruktion
benötigt der beschriebene Aufstützvorgang nur sehr wenig Zeit.
In noch kürzerer Zeit kann das Werkstück selbsttätig an den Rollgang zurückgegeben werden. Zunächst
fahren die Stempel 3 in die Höhe und übernehmen die-Auflagerung des Prüfkörpers. Gleichzeitig
entfernen sich die Schwingungserreger in vertikaler Richtung von der Oberfläche und bewegen sich weiter
in ihre Ausgangs- bzw. Ruhelage am Rollgangrand. Danach kehren die Laufkatzen mit ihren von der Last
befreiten Auflagerhaken in die Ruhestellung am linken Trägerende zurück. Die seitlichen Auflagerhaken
6 fahren gleichzeitig zum Rand des Rollgangs. Anschließend wird der Prüfkörper durch Einfahren
der Hubstempel 3 auf den Rollgang abgesenkt. Gleichzeitig senken sich das vordere Auflager 4 und der
Anschlag 1. Schließlich sorgt ein Kontakt für die Inbetriebnahme des Rollgangs, d. h. für den Weitertransport
des geprüften Werkstücks und den Herantransport des nächsten Prüfkörpers.
Die vorbeschriebene Vorrichtung kann im Rahmen der Erfindung so abgeändert werden, daß sie die
Ausrichtung des zu prüfenden Werkstücks E auf eine Seite des Rollgangs hin bis an einen Anschlag am
Rollgangrand, also eine Seitenausrichtung erlaubt. Diese Ausrichtung erfolgt vorteilhaft durch Ankippen
des Werkstücks zu der betreffenden Seite hin. Der wesentliche Vorteil einer solchen Vorrichtung besteht
darin, daß zur Beendigung des Ausrichtungsvorgangs keine je nach der Breite und Dicke des zu prüfenden
Werkstücks veränderbar einzustellenden Endschalter auf der Basis von Kraft- oder Längenmessungen verwendet
werden müssen. Zum Unterschied von der erstbeschriebenen Vorrichtung müssen die Längsträger
A und C so hoch angeordnet sein, daß der darunter befindliche Prüfkörper E angekippt werden
kann. Der mittlere Längsträger B entfällt. An die Stelle der horizontal verschiebbaren Zentrierwange 2
treten vorteilhaft einseitig hebbare Kippschienen mit an der Kippseite gelegenen, festen Anschlägen. Der
Lasthaken 7 der hinteren Laufkatze 8 ist jetzt nicht nur in Richtung des Rollgangs, sondern auch quer
dazu verschiebbar. Das vordere Auflager 4 wird durch einen quer beweglichen Lasthaken ersetzt. Die
beiden Lasthaken 6 der mittleren Brücke (Laufkatze 5), werden mit der hinteren Brücke (Laufkatze
8) elektrisch oder mechanisch derart gekuppelt, daß sie beispielsweise immer in der Mitte zwischen
ίο vorderem und hinterem Auflagerhaken stehen. Sie
sind wie im ersten Ausführungsbeispiel quer verschiebbar.
Die Arbeitsweise der die Seitenausrichtung des Prüflings E ermöglichenden Vorrichtung entspricht
sinngemäß der oben beschriebenen Längsmittenausrichtung. Das Werkstück E rollt heran und wird nach
Passieren einer Marke zum Bewegungsstillstand gebracht. Durch das Abschalten des Rollgangs werden
die Kippschienen einseitig bis zu einem vorgegebenen,
unter 90° liegenden Kippwinkel angehoben, bei dem der Prüfkörper mit Sicherheit durch sein eigenes Gewicht
an den Anschlag am Rand des Rollgangs rutscht und sich dadurch ausrichtet. Danach werden
die Kippschienen wieder abgesenkt. Das Ende des Absenkens löst ein Weiterrollen des Prüfkörpers aus,
das mit Erreichen einer zweiten Marke beendet wird. Dadurch wird das Anheben des Prüfkörpers E durch
die Hubstempel 3 oder andere geeignete Hebevorrichtungen, wie Lastmagnete, Krane, Winden od. dgl., bis
zur vorgegebenen Höhe eingeleitet. Bei deren Erreichen werden folgende Arbeitsvorgänge gleichzeitig
ausgelöst: Der vordere und hintere Auflagerhaken, die antriebsmäßig elektrisch oder mechanisch miteinander
gekuppelt sind, werden quer zur Mitte des Prüfkörpers verfahren. Der hintere Auflagerhaken 7,
d. h. die hintere Brücke (Laufkatze 8), fährt längs heran. Hiermit gekuppelt fährt auch die mittlere
Brücke (Laufkatze 5) zur Mitte des Prüfkörpers. Das Erreichen des Prüfkörpers E durch den hinteren Auflagerhaken
7 löst das Querverfahren der mittleren Auflagerhaken 6 aus. Wenn alle Auflagerhaken in
ihre Arbeitsstellung gefahren sind, werden Hubstempel 3 abgesenkt. Damit gekoppelt ist die Vertikalbewegung
der Schwingungserreger 9,11, die in diesem Falle nicht quer zum Rollgang bewegt zu werden
brauchen. Der hintere Schwingungserreger 9 ist an der hinteren Brücke (Laufkatze 8) angebracht und
wird so in Längsrichtung mit dem hinteren Auflagerhaken 7 in seine Arbeitsstellung verfahren. Mit dem
Erreichen der Arbeitsstellung der Schwingungserreger 9, 11 ist das Werkstück E zur Prüfung bereit.
Nach der Prüfung erfolgt die Rückgabe des Prüfkörpers E an den Rollgang sinngemäß wie oben bei
der Längsmittenausrichtung des Prüfkörpers beschrieben: Die vertikalen Stempel 3 werden gehoben
und übernehmen die Stützung des Prüfkörpers. Gleichzeitig fahren die Schwingungserreger 9, 11 vertikal in
ihre Ausgangsstellung zurück. Alle Auflagerhaken fahren gleichzeitig in ihre Ruhestellung; der vordere
und die mittleren quer zum Rand, der hintere quer zum Rand und längs zum hinteren Trägerende bzw.
bei kürzeren Prüfkörpern bis zu einer verstellbaren Marke. Wenn der vordere Auflagerhaken so weit
quer verschoben ist, daß der Prüfkörper frei ist, beginnt die Absenkung der vertikalen Stempel 3, die mit
dem Niederlegen des Prüfkörpers auf den Rollgang beendet ist. Der Rollgang läuft an, transportiert das
geprüfte Werkstück weiter und bringt ein neues heran.
Claims (11)
1. Vorrichtung zur vorübergehenden Prüflagerung von einen Rollgang passierenden Werkstücken,
insbesondere zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung von Mittel- und Grobblechen, nach
Patent 1 141 099, bei der das zu prüfende Werkstück in bezug auf eine seiner Hauptachsen symmetrisch
gelagert und in transversale Resonanzschwingungen versetzt wird, deren Knotenlinien
im wesentlichen senkrecht zur Haupt- bzw. Symmetrieachse des Werkstücks verlaufen, dadurch
gekennzeichnet, daß oberhalb des Rollgangs an Längsträgern (A, B, C) verfahrbare
Laufkatzen (5, 8) mit querbeweglichen Auflagerhaken (6) und zwischen oder neben den Rollgangsrollen
(D) versenkbare Hubmittel (3) sowie querverstellbare Zentrierwangen (2) für das Heben
und/oder Ausrichten der zu prüfenden Werkstücke (E) vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufkatzen (5, 8), die an
ihnen befindlichen Auflagerhaken (6, 7), die Hubmittel (3) und die Zentrierwangen (2) über miteinander
gekuppelte Stell- oder Regemiotoren, Hydraulikantriebe, elektrische Tast- oder Endschalter
so aufeinander abgestimmt zu bewegen sind, daß das zu prüfende Werkstück (E) selbsttätig
von dem Rollgang in die Prüflage gebracht und nach beendigter Prüfung wieder an den Rollgang
abgegeben wird.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Rollgang ein die
Vorlaufbewegung des zu prüfenden Werkstücks (E) begrenzender Anschlag (1) versenkbar
angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrichtung des
zu prüfenden Werkstücks (E) symmetrisch zur Längsmitte des Rollgangs erfolgt und die an das
Werkstück längsseitig heranzubringenden Auflagerhaken (6) und Zentrierwangen (2) jeweils
gleichmäßig von außen nach innen aufeinander zu zu bewegen sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die längsseitig
an das Werkstück (E) heranzubringenden Auflagerhaken (6) tragende Laufkatze (5) an zwei
beidseitig oberhalb des Rollgangs verlaufenden Längsträgern (A, C) verfahrbar ist, deren einer
(C) zusammen mit einem weiteren in der Mitte des Rollgangs angeordneten Längsträger (B) eine
weitere Laufkatze (8) trägt, an der ein über der Rollgangmitte sitzender Auflagerhaken (7) sowie
ein querverstellbarer, nach unten an die Werkstück-Hinterkante heranzuführender Schwingungserreger
(9) vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in Höhe des versenkbaren
Begrenzungsanschlages (1) ein in der Längsmitte des Rollgangs angeordneter, nach
oben herausfahrbarer Auflagerstempel (4) und ein querverfahrbarer Schlitten (10) mit einem von
unten an die Werkstück-Vorderkante heranzuführenden Schwingungserreger (11) vorgesehen
sind.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die gleichmäßig
gegenläufig zu bewegenden Zentrierwangen (2) im Rollgangbett schlittenförmig geführt und über ein
Zahnstangengetriebe (F) gemeinsam anzutreiben sind.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrichtung des
Werkstücks (E) zu einer Seite des Rollgangs erfolgt, wobei die Zentrierwangen aus einseitig hebbaren
Kippschienen mit an der Kippseite gelegenen festen Anschlägen bestehen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwei beidseitig oberhalb des
Rollgangs vorgesehene Längsträger (A, Q und zwei daran verfahrbare Laufkatzen (5, 8) vorgesehen
sind, deren vordere (5) zwei an die Werkstück-Längskanten heranzufahrende Auflagerhaken
(6) besitzt und deren hintere (8) einen mittig an die Werkstück-Hinterkante heranzufahrenden
Auflagerhaken (7) sowie einen Schwingungserreger aufweist, und daß ferner in Höhe
des absenkbaren Begrenzungsanschlages (1) ein weiterer quer zur Rollgangs-Längsrichtung verfahrbarer
Auflagerhaken sowie ein weiterer Schwingungserreger für die Werkstück-Vorderkante
vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe der
beiden Laufkatzen (5, 8) elektrisch oder mechanisch derart miteinander gekuppelt sind, daß die
vordere Laufkatze sich stets in der Mitte zwischen dem hinteren und dem vorderen Auflagerhaken
befindet.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubmittel zum
Anheben des Werkstücks aus zwischen den Rollgangsrollen (D) paarweise angeordneten Hubstempeln (3) bestehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309 780/118 1.64 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (3)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEH43162A DE1161704B (de) | 1960-08-20 | 1961-07-18 | Vorrichtung zur voruebergehenden Prueflagerung von einen Rollgang passierenden Werkstuecken |
GB2879161A GB973419A (en) | 1960-08-20 | 1961-08-09 | Improved methods of and apparatus for testing materials for faults |
BE607300A BE607300A (fr) | 1960-08-20 | 1961-08-18 | Procédé et installation pour l'essai non destructif des métaux, notamment des tôles moyennes ou fortes |
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEH40256A DE1141099B (de) | 1960-08-20 | 1960-08-20 | Verfahren zur zerstoerungsfreien Werkstoffpruefung, insbesondere von Mittel- und Grobblechen, mit Hilfe von Transversalschwingungen |
DEH43162A DE1161704B (de) | 1960-08-20 | 1961-07-18 | Vorrichtung zur voruebergehenden Prueflagerung von einen Rollgang passierenden Werkstuecken |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1161704B true DE1161704B (de) | 1964-01-23 |
Family
ID=25979678
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEH43162A Pending DE1161704B (de) | 1960-08-20 | 1961-07-18 | Vorrichtung zur voruebergehenden Prueflagerung von einen Rollgang passierenden Werkstuecken |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1161704B (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3800583A1 (de) * | 1988-01-12 | 1989-07-27 | Lingl Anlagenbau | Vorrichtung zum ausrichten von foerdergut auf einer transportbahn |
DE9200303U1 (de) * | 1992-01-13 | 1993-05-19 | Albin Spitzke KG (GmbH & Co), 2000 Hamburg | Vorrichtung zum Verpacken von Gegenständen in Taschen unterschiedlichen Formats |
-
1961
- 1961-07-18 DE DEH43162A patent/DE1161704B/de active Pending
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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DE3800583A1 (de) * | 1988-01-12 | 1989-07-27 | Lingl Anlagenbau | Vorrichtung zum ausrichten von foerdergut auf einer transportbahn |
DE9200303U1 (de) * | 1992-01-13 | 1993-05-19 | Albin Spitzke KG (GmbH & Co), 2000 Hamburg | Vorrichtung zum Verpacken von Gegenständen in Taschen unterschiedlichen Formats |
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