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DE1160923B - Schalteinrichtung zum Unterbrechen von Wechselstroemen - Google Patents

Schalteinrichtung zum Unterbrechen von Wechselstroemen

Info

Publication number
DE1160923B
DE1160923B DEA39610A DEA0039610A DE1160923B DE 1160923 B DE1160923 B DE 1160923B DE A39610 A DEA39610 A DE A39610A DE A0039610 A DEA0039610 A DE A0039610A DE 1160923 B DE1160923 B DE 1160923B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
branch
switching device
current
switch
breaker
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA39610A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Giovanni Induni
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BBC BROWN BOVERI and CIE
BBC Brown Boveri AG Germany
Original Assignee
BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BBC BROWN BOVERI and CIE, Brown Boveri und Cie AG Germany filed Critical BBC BROWN BOVERI and CIE
Publication of DE1160923B publication Critical patent/DE1160923B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H9/00Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
    • H01H9/54Circuit arrangements not adapted to a particular application of the switching device and for which no provision exists elsewhere
    • H01H9/541Contacts shunted by semiconductor devices

Landscapes

  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
  • Keying Circuit Devices (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: H 02 c
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 21c-35/07
A 39610 VIIId/21 c
2. März 1962
9. Januar 1964
Die Erfindung betrifft eins Schalteinrichtung zur Unterbrechung von Wechselströmen, bei der dem im eingeschalteten Zustand vorwiegend der Stromführung dienenden, willkürlich betätigbaren Hauptschalter zwei Nebenzweige parallel geschaltet sind, die jeweils ein elektrisches Ventil und in Reihe hierzu einen Zweigunterbrecher enthalten, wobei die elektrischen Ventile entgegengesetzte Durchlaßrichtungen besitzen.
Es sind Schalteinrichtungen bekanntgeworden, bei denen der Hauptschalter gleichzeitig oder mit einer gewissen Zeitvoreilung gegenüber den beiden Zweigschaltern geöffnet wird, so daß infolge der in den Zweigen liegenden antiparallel geschalteten Gleichrichter stets jeweils an einem der beiden Zweigschalter ein Ausschaltlichtbogen auftritt, der erst während der nächsten Halbwelle erlischt. Diese Einrichtungen haben den Nachteil, daß die in den beiden Zweigen liegenden Schalter als Leistungsschalter oder zumindest als Lastschalter ausgebildet sein müssen.
Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Schalteinrichtung anzugeben, bei der sowohl am Hauptschalter als auch an den beiden Zweigunterbrechern, keine Leistungsunterbrechung und damit praktisch keine Lichtbogenbildung auftritt.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, daß mindestens eine auf die Zweigströme ansprechende und mindestens zwei weitere auf die über dem Hauptschalter auftretende Einschwingspannung ansprechende Einrichtungen vorgesehen sind, die mit den Zweigunterbrechem in Verbindung stehen derart, daß die Auftrennung der Nebenzweige jeweils nur innerhalb derjenigen Stromhalbwellen erfolgt, für die der jeweilige Nebenzweig durch sein elektrisches Ventil gesperrt ist.
Die neue Einrichtung wird an Hand einiger Ausführungsbeispiele erläutert.
Fig. 1 stellt ein Beispiel der neuen Schalteinrichtung dar;
Fig. 2 zeigt ein Stromdiagramm, auf das bei der Beschreibung der Arbeitsweise der neuen Einrichtung Bezug genommen wird;
Fig. 3 stellt ein weiteres Beispiel der neuen Schalteinrichtung dar, bei dem die auf die Einschwingspannung ansprechenden Einrichtungen einzeln parallel geschaltet sind;
Fig. 4 stellt ein weiteres Beispiel der neuen Schalteinrichtung dar, bei dem eine auf die Zweigströme ansprechende Einrichtung im gemeinsamen Strompfad der Zweige liegt;
F i g. 5 zeigt ein Stromdiagramm, auf das in der Beschreibung des Beispiels gemäß F i g. 4 Bezug genommen wird.
Schalteinrichtung zum Unterbrechen von
Wechselströmen
Anmelder:
Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie.,
Baden (Schweiz)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Sommerfeld, Patentanwalt,
München 23, Dunantstr. 6
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Giovanni Induni, Baden (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 14. Februar 1962 (Nr. 1774)
In F i g. 1 bedeutet 1 den Hauptschalter, durch den im eingeschalteten Zustand der mit i bezeichnete Wechselstrom fließt. In den Nebenzweigen befinden sich jeweils elektrische Ventile 2 und 3 mit entgegengesetzten Durchlaßrichtungen. In Reihe zu ihnen liegen die Zweigunterbrecher 4 und 5, deren Antriebe 4 a, Sa schematisch angedeutet sind. Mit 6 und 7 sind die auf den jeweiligen Zweigstrom ansprechenden Einrichtungen bezeichnet, wobei die Einrichtung 6 über den Antrieb Sa mit dem Zweigunterbrecher 5 und die Einrichtung 7 über den Antrieb 4 a mit dem Zweigunterbrecher 4 in Verbindung steht. Die Einrichtungen 6 und 7 können in diesem Falle z. B. als Stromauslöser ausgebildet sein. Mit 8 und 9 sind Einrichtungen angedeutet, die in diesem Falle in Reihe geschaltet skid und als solche parallel zum Hauptschalter 1 liegen. Sie stehen über die Antriebe 4 a, Sa mit den Zweigunterbrechern 4, 5 in Verbindung. Die Einrichtungen 8, 9 sind so ausgebildet, daß sie auf die über dem Hauptschalter 1 auftretende Einschwingspannung ansprechen, in dem gewählten Beispiel z. B. als Spannungsauslöser.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Schalteinrichtung ist folgende: Es sei angenommen, daß sich im Betriebszustand der Hauptschalter 1 und die Zweigunterbrecher 4, 5 in Einschaltstellung befinden. Wird der Hauptschalter 1 zu einem beliebigen Zeitpunkt geöffnet, beispielsweise zur Zeit tx gemäß Fig. 2, in dem gerade die positive Halbwelle des Wechselstromes i fließt, so fließt der Strom über den
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Nebenzweig 6,2,4 weiter, da das elektrische Ventil 2 hierfür leitend ist. Die auf ihren Zweigstrom ansprechende Einrichtung bewirkt nun das Öffnen des Zweigunterbrechers 5, z. B. im Zeitpunkt t2 in Fig. 2. Die Zeitdifferenz zwischen t.-, und I1 ist durch den Ausschaltverzug der Einrichtung 6 in Verbindung mit dem Zweigunterbrecher 5 bedingt. Das Öffnen des Zweigunterbrechers 5 geschieht dabei praktisch leistungslos, und damit ohne Lichtbogenbildung, so-
ansprechenden Einrichtungen 6, 7 und keiner schnellen Zweigunterbrecher 4, 5.
Die Einrichtungen 6. 7 können erfindungsgemäß auch derart ausgebildet werden, daß sie in an sich 5 bekannter Weise nur auf eine Abnahme ihres Zweigstromes ansprechen. Ihr Arbeitsbereich ist dadurch nur auf die jeweilige Viertelwelle eingeschränkt, in F i g. 2 beispielsweise auf den Bereich vom zwischen
1 und t., liegenden Scheitel der Stromhalbwelle bis lange i., vor dem Stromnulldurchgang i.ä erfolgt, da io zum Stromnulldurchgang/,. Für das stromlose Öffnen während der positiven Stromhalbwelle das elektrische des Zweigunterbrechers 5 innerhalb der nächsten, auf Ventil 3 sperrt. Da die Stromhalbwelle vom Zeit- den Zeitpunkt tu folgenden Halbwelle, ergibt sich aus punkt f., an ihre Polarität wechselt, der Nebenzweig den gleichen Betrachtungen wie oben, für den zu-5, 3, 7 aber, wie beschrieben, bereits geöffnet ist. lässigen Ausschaltverzug eine untere Grenze von baut sich über dem Hauptschalter 1 die Einschwing- 15 einer Dreiviertelperiode und als obere Grenze eine spannung auf, da das elektrische Ventil 2 während Periode. Es ist ersichtlich, daß man für das Öffnen der negativen Halbwelle sperrt. Damit erhalten auch z. B. des Zweigunterbrechers 5 auch hierbei den Bedie Einrichtungen 8, 9 Spannung, z. B. im Zeitpunkt reich der dritten, vierten usw. positiven Stromhalb- tx gemäß Fig. 2, so daß die Einrichtung 9 den welle wählen kann, so daß man die untere und obere Zweigunterbrecher 4 z. B. im Zeitpunkt t- leistungs- 20 Grenze für den zulässigen Ausschaltverzug jeweils los öffnet. Die Zeitdifferenz zwischen t. und ti ist um eine, zwei usw. Perioden beliebig vergrößern hier ebenfalls durch den Ausschaltverzug der Ge- kann.
rate 9 und 4 bedingt. Das Ansprechen der Einrich- Die auf die Einschwingspannung ansprechenden
tung 8 hat hierbei insofern keine Auswirkung, als Einrichtungen 8 und 9 sind mit ihren zugeordneten der Zweigunterbrecher 5, wie bereits erwähnt, vorher 25 Zweigunterbrechern 5 und 4 hinsichtlich des Ausgeöffnet hatte. schaltverzuges erfindungsgemäß so abgestimmt, daß Sofern der willkürliche Öffnungszeitpunkt Z1 gemäß der Ausschaltverzug höchstens eine Viertelperiode Fig. 2 des Hauptschalters kurz vor dem Stromnull- beträgt. Dadurch ist sichergestellt, daß im gewählten durchgangt.} zu liegen kommt, können sich infolge Beispiel nach Fig. 1 der Zweigunterbrecher4 nach des nicht beliebig klein zu haltenden Ausschalter- 30 dem Ansprechen der Einrichtung 9 spätestens bis zuges insoweit Schwierigkeiten ergeben, als sich der zum Stromnulldurchgaüg /(j gemäß F i g. 2 öffnet. Es Öffmmgszeilpunkt t.z des Zweigunterbrechers 5 in die ist weiterhin erfindungsgemäß vorgesehen, das Öffnen negative Halbwelle" verschiebt, wodurch der Zweig- des Zweigunterbrechers 4 während der folgenden unterbrecher 5 nicht mehr leistungslos öffnen würde. negativen Stromhalbwelle vorzunehmen. Es steht Um dem zu begegnen, wird als weitere Verbesserung 35 damit ein Ausschaltverzug von mindestens einer erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die auf die Periode und höchstens fünf Viertelperioden zur Ver-Zweigströme ansprechenden Einrichtungen 6 und 7 fügung. Es ist leicht ersichtlich, daß man in analoger so ausgebildet sind, daß sie in an sich bekannter Weise, wie vorstehend für das Zusammenspiel zwi-Weise nur auf eine Zunahme ihres Zweigstromes sehen den auf die Zweigströme ansprechenden Einansprechen. Ihr Arbeitsbereich ist dadurch nur auf 40 richtungen mit ihren Zweigunterbrechern beschrieben, die jeweilige erste Viertelwelle eingeschränkt, in ebenso hier die übernächste usw. negative Stromhalb-Fig. 2 beispielsweise auf den Bereich vom Dia- welle wählen kann, so daß man die untere und obere grammnullpunkt bis zu dem zwischen tt und i., lie- Grenze für den zulässigen Ausschaltverzug jeweils genden Scheitel der ersten Siromhalbwelle, so daß in um eine, zwei usw. Perioden beliebig vergrößern diesem Falle mindestens ein Ausschaltverzug von 45 kann.
einer Viertelperiode zur Verfügung steht. Hierbei ist In den Fällen, wo man an einer raschen Unterangenommen worden, daß der Zweigunterbrecher 5 brechung der Wechselströme interessiert ist. werden bereits vor dem Zeitpunkt t3 öffnen soll. Um jedoch als Zweigunterbrecher Vakuumschalter vorgesehen. bezüglich des raschen Arbeitens der Einrichtun- In F i g. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der
gen 6, 7 und der Zweigunterbrecher 4, 5 keine beson- 50 neuen Schalteinrichtung dargestellt. Es werden die deren Anforderungen stellen zu müssen, wird als gleichen Bezugszahlen für die einzelnen Bestandteile weitere Verbesserung vorgeschlagen, die Einrichtun- verwendet wie in Fig. 1. wobei als Erweiterung zu gen 6, 7 und die Zweigunterbrecher 4, 5 so auszu- Fig. 1. die mit den Zweigunterbrechern 4. 5 in Verbilden, daß ihr Ausschaltverzug mindestens eine bindung stehenden Hilfsschalter II, 10 hinzugefügt Periode und höchstens fünf Viertelperioden beträgt, 55 sind. Die auf die Einschwingspannung ansprechenden wobei man sich die Möglichkeit zunutze macht, daß Einrichtungen 8, 9 liegen in diesem Falle einzeln z. B. die Einrichtung 6, wie oben beschrieben, zwar parallel zum Hauptschalter 1, wobei für ihre Ab-
in der ersten Viertelperiode anspricht, der Zweigunterbrecher 5 jedoch erst während der zweiten positiven Halbwelle, nämlich während der auf den Strom- 60 nulldurchgang te folgenden, öffnet. Es ist ersichtlich,
daß man ebenso gut für das Öffnen z. B. des Zweigunterbrechers 5 den Bereich der dritten, vierten usw.
positiven Stromhalbwelle wählen kann, so daß man
steuerung die Hilfsschalter 10.11 jeweils in Reihe geschaltet sind.
Die Wirkungsweise der Schalteinrichtung nach Fig. 3 ist die gleiche wie die unter Fig. 1 beschriebene; es erfolgt jedoch zusätzlich eine Abtrennung der Einrichtungen 8, 9 durch die als Öffner ausgebildeten Hilfsschalter 10,11 derart, daß diese in der
die untere und obere Grenze für den zulässigen Aus- 6S Ausschaltstellung der Schalteinrichtung nicht mehr schaltverzug jeweils um eine, zwei usw. Perioden be- dauernd unter Spannung stehen und damit eine vollliebig vergrößern kann. Es bedarf somit keiner be- ständige galvanische Trennung der unterbrochenen sonders rasch arbeitenden, auf den Zweigstrom Netzteile erreicht wird.
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Fig. 4 stellt ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schalteinrichtung dar. Es wurden wiederum die gleichen Bezeichnungen wie in F i g. 3 benutzt. In Erweiterung zu F i g. 3 stehen jedoch die Einrichtungen 6,7, die in diesem Falle in vorteilhafter Weise z. B. als Stromauslöser ausgebildet sind, mit der polarisierten Umschaltvorrichtung 12 in Verbindung, die ihrerseits mit der Einrichtung 13 verbunden ist. Diese enthält als Bestandteile den Auslöseimpulsgeber 13«, den Stromabbildner 13 b und den Stromwandler 13 c, über den die Einrichtung 13 mit dem gemeinsamen Strompfad der Nebenzweige in Verbindung steht.
Die Wirkungsweise dieser Schalteinrichtung nach F i g. 4 ist folgende: Im geschlossenen Zustand führt der Hauptschalter 1 praktisch allein den Strom. Sobald er in einem willkürlichen Zeitpunkt, z. B. tx gemäß F i g. 5 geöffnet wird, erzeugt der Stromabbildner 13 b in an sich bekannter Weise einen phasentreuen, amplitudenbregrenzten Steuerstrom is, der gemaß F i g. 5 z. B. im Zeitpunkt tz während der positiven Stromhalbwelle die Umschaltvorrichtung 14 vorbereitend in die mit + bezeichnete Stellung bringt. Der Auslöseimpulsgeber 13 α erzeugt in an sich bekannter Weise annähern im Stromnulldurchgang einen Auslöseimpuls, gemäß F i g. 5 z. B. im Zeitintervall Λ t, das durch t3 und i4 begrenzt wird. Dadurch wird über den Auslöser 7 der Zweigunterbrecher 4 z. B. im Zeitpunkt i5 leistungslos geöffnet. Als Ausschaltverzug steht somit nahezu eine halbe Periode zur Verfügung, und zwar das Zeitintervall zwischen ti und tQ. In analoger Weise ist, wie unter Fig. 1 beschrieben, auch hier die Verwendung weniger rascher Auslöser 6, 7 und Zweigunterbrecher 4, S möglich, sofern man z. B. den Öffnungszeitpunkt für den Zweigunterbrecher 4 in eine der nachfolgenden negativen Halbwellen verlegt.
Bei einer Abänderung der beschriebenen Anordnung nach F i g. 4, sind die beiden Spannungspfade 8, 10 bzw. 9,11 unmittelbar dem Hauptschalter 1 parallel geschaltet, nämlich zwischen diesem und der Einrichtung 13 angeschlossen. Für das Einschalten kann die Schalteinrichtung in bekannter Weise durch einen getrennten Antrieb betätigt werden, wobei zweckmäßigerweise der Hauptschalter und die Zweigunterbrecher etwa gleichzeitig eingelegt werden.
Die neue Schalteinrichtung ist nicht auf die Verwendung von mechanischen Schaltern als Zweigunterbrecher beschränkt. Es können die Zweigunterbrecher als schaltkontaktlose Unterbrecher, z. B. als magnetisch bzw. elektrisch beeinflußte Halbleiter-Schaltelemente, ausgebildet sein, die eine magnetisch bzw. elektrisch gesteuerte Sperrschicht besitzen, deren Widerstand sich in bekannter Weise unter Einwirkung eines Magnetfeldes bzw. elektrischen Feldes in erheblichem Maße, z. B. um einige Größenordnungen, verändert. Bei einer Abänderung der beschriebenen Anordnung nach F i g. 1 stellen für diesen Fall 4 und 5 solche Halbleiter-Schaltelemente dar, wobei die Einrichtungen 6, 7, 8 und 9 derart ausgebildet sind, daß sie auf ihre zugeordneten Schaltelemente 5 und 4 mittels eines geeigneten Magnetfeldes bzw. elektrischen Feldes eine stromsperrende Wirkung ausüben. Die Wirkungsweise ist dann folgende: Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt der Haupt- schalter 1, welcher z. B. selbst als Halbleiter-Schaltelement ausgebildet sein kann, unterbricht, so übernimmt der jeweilige Nebenzweig 6-2-4, dessen elektrisches Ventil 2 für die momentane Stromhalbwelle leitend ist, den Strom. Dieser Strom fließt zunächst bis zum nächsten Nulldurchgang, während der andere Nebenzweig 5-3-7 durch das Ventil 3 stromlos ist, wobei sein Schaltelement 5 über die Einrichtung 6 einen Dauersperrbefehl erhält. Wenn nun der Strom seine Richtung umkehrt, so findet er den Nebenzweig 5-3-7 gesperrt, obwohl das elektrische Ventil 3 nun leiten würde. Der Nebenzweig 6-2-4 ist jetzt durch das Ventil 2 gesperrt. Es baut sich nunmehr über dem Hauptschalter 1 die Einschwingspannung auf, wodurch über die Einrichtungen 8 und 9 die Sperrbefehle an den Zweigunterbrechern 4, 5 aufrechterhalten werden.
In den gezeichneten Ausführungsbeispielen ist die neue Schalteinrichtung jeweils für einphasige Stromkreise dargestellt. Es ist klar, daß sie ebenso auf Zwei-, Drei- und Mehrphasenkreise angewendet werden kann.
Die neue Schalteinrichtung hat gegenüber den bekannten Ausführungen den Vorteil, daß sie als Hauptschalter und Zweigschalter einfache und raumsparende Geräte zu verwenden gestattet, da an sie keine Anforderungen bezüglich Schaltvermögen gestellt zu werden brauchen. Infolge der Freizügigkeit hinsichtlich des Ausschaltverzuges sind auch träge Auslöseeinrichtungen und Zweigunterbrecher verwendbar, wobei sogenannte Synchronsteuerungen nicht benötigt werden. Als Anwendungsgebiet bei höheren Strömen und Spannungen bieten sioh insbesondere Stufenschalteinrichtungen für Transformatoren, Schweißeinrichtungen u. dgl. an, während bei Verwendung von Halbleiter-Schaltelementen die neue Schalteinrichtung insbesondere in der Regeltechnik einen Fortschritt darstellt.

Claims (14)

Patentansprüche:
1. Schalteinrichtung zur Unterbrechung von Wechselströmen, bei der dem im eingeschalteten Zustand vorwiegend der Stromführung dienenden, willkürlich betätigbaren Hauptschalter zwei Nebenzweige parallel geschaltet sind, die jeweils ein elektrisches Ventil und in Reihe hierzu einen Zweigunterbrecher enthalten, wobei die elektrischen Ventile entgegengesetzte Durchlaßrichtungen besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine auf die Zweigströme ansprechende und mindestens zwei weitere auf die über dem Hauptschalter auftretende Einschwingspannung ansprechende Einrichtungen vorgesehen sind, die mit den Zweigunterbrechern in Verbindung stehen derart, daß die Auftrennung der Nebenzweige jeweils nur innerhalb derjenigen Stromhalbwellen erfolgt, für die der jeweilige Nebenzweig durch sein elektrisches Ventil gesperrt ist.
2. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Zweigunterbrecher Vakuumschalter vorgesehen sind.
3. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Zweigunterbrecher schaltkontaktlose Unterbrecher dienen.
4. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Zweigströme ansprechende Einrichtung an dem den Nebenzweigen gemeinsamen Strompfad angeschlossen ist.
5. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Zweigströme ansprechende Einrichtung auf die beiden Nebenzweige aufgeteilt und an diese angeschlossen ist.
6. Schalteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung aus einem Stromabbildner, einer polarisierten Umschaltvorrichtung und einem Auslöseimpulsgeber besteht derart, daß der Stromabbildner einen phasentreuen, amplitudenbegrenzten Steuerstrom zur Betätigung der polarisierten Umschaltvorrichtung erzeugt und diese den Auslösekreis für den im jeweils stromlosen Zweig liegenden Unterbrecher durchschaltet, wobei der Auslöseimpuls selbst annähernd im Stromnulldurchgang abgegeben wird.
7. Schalteinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung in jedem Nebenzweig als Stromauslöser ausgebildet ist, der nur auf eine Zunahme seines Zweigstromes anspricht und jeweils mit dem Unterbrecher des anderen Zweiges in Verbindung steht.
8. Schalteinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromauslöser nur auf eine Abnahme seines Zweigstromes anspricht.
9. Schalteinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromauslöser einschließlich seines Unterbrechers einen Ausschaltverzug (Auslöse- plus Eigenzeit) von höchstens einer Viertelperiode besitzt.
10. Schalteinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschaltverzug mindestens eine Periode und höchstens fünf Viertelperioden beträgt.
11. Schalteinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromauslöser einschließlich seines Unterbrechers einen Ausschaltverzug von mindestens einer Dreiviertelperiode und höchstens einer Periode besitzt.
12. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf Einschwingspannung ansprechenden Einrichtungen einzeln dem Hauptschalter parallel geschaltet sind, wobei jeweils in Reihe mit ihnen ein durch ihren zugeordneten Zweigunterbrecher betätigter, als Öffner ausgebildeter Hilfsschalter vorgesehen ist.
13. Schalteinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die auf Einschwingspannung ansprechende Einrichtungen als Spannungsauslöser ausgebildet sind und einschließlich ihres jeweils zugeordneten Unterbrechers einen Ausscnaltverzug von höchstens einer Viertelperiode besitzen.
14. Schalteinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschaltverzug mindestens eine Periode und höchstens fünf Viertelperioden beträgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 638 981, 690 145.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309 778/323 12.63 © Bundesdruckerei Berlin
DEA39610A 1962-02-14 1962-03-02 Schalteinrichtung zum Unterbrechen von Wechselstroemen Pending DE1160923B (de)

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