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DE1157617B - Verfahren zur Herstellung von einheitlichen Zinnalkylverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von einheitlichen Zinnalkylverbindungen

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DE1157617B
DE1157617B DEZ7297A DEZ0007297A DE1157617B DE 1157617 B DE1157617 B DE 1157617B DE Z7297 A DEZ7297 A DE Z7297A DE Z0007297 A DEZ0007297 A DE Z0007297A DE 1157617 B DE1157617 B DE 1157617B
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aluminum
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ether
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Dr Wilhelm Paul Neumann
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E H KARL ZIEGLER DR DR
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E H KARL ZIEGLER DR DR
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/22Tin compounds
    • C07F7/2208Compounds having tin linked only to carbon, hydrogen and/or halogen

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

Für die Herstellung von Alkaliverbindungen des Zinns sind eine Reihe von Verfahren vorgeschlagen worden, z. B. die Einwirkung von Grignardschen Magnesiumverbindungen auf Zinntetrachlorid, eine Reaktion, die jedoch nicht sehr einheitlich verläuft, da auch bei Anwendung von 4 Molekülen des Magnesiumhalogenalkyls wegen der Vierwertigkeit des Zinns außer den Zinntetraalkylen noch drei Reihen von Zinnalkylverbindungen gebildet werden, die — am Beispiel der Chloride formuliert — RSnCl3, R2SnCl2, R3SnCl zu schreiben sind. Bei der Reaktion zwischen Zinntetrachlorid und z. B. Magnesiumhalogenalkylen werden regelmäßig neben den Zinntetraalkylen auch noch Dialkylzinndichloride und Trialkylzinnmonochloride erhalten. Zur Herstellung der reinen Stoffe aus solchen Mischungen sind dann umständliche Trennungsverfahren nötig.
Es wurde bereits vorgeschlagen, Zinntetraalkyle aus Zinndifluorid und Aluminiumtrialkylen zu gewinnen. Hierbei verläuft — richtige Mengenverhältnisse vorausgesetzt — die Reaktion weitgehend einheitlich, was darauf beruhen soll, daß sich in diesem Falle als eines der Reaktionsprodukte das beständige, schwerlösliche Aluminiumfluorid bildet. Auf Zinntetrachlorid ist dieses Verfahren nicht anwendbar, da die Reaktion wieder uneinheitlich verläuft, wie folgendes Beispiel zeigt:
45,6 g Aluminiumtriäthyl werden unter Luftabschluß, guter Kühlung und unter intensivem Rühren sehr vorsichtig Tropfen für Tropfen mit insgesamt 78,1 g Zinntetrachlorid (Molverhältnis 4: 3) versetzt. Nach vollständiger Mischung entfernt man die Kühlung und läßt noch 2 Stunden bei Zimmertemperatur nachreagieren. Wenn man jetzt eine Probe der Reaktionsmischung hydrolysiert, so werden noch etwa 30 % der ursprünglich am Aluminium gebundenen Äthylgruppen in Form von Äthan frei. Äthylgruppen am Zinn werden unter diesen Bedingungen nicht hydrolysiert, sie können also kein Äthan liefern. Hydrolysiert man anschließend das gesamte Reaktionsgemisch, so bekommt man 7 g Zinntetraäthyl mit 10% des eingesetzten Zinns, 53,4 g, d. h. 74% des ursprünglich eingesetzten Zinns, als Zinntriäthylchlorid und 5,9 g — 8 % des eingesetzten Zinns als Diäthylzinndichlorid. Das Ergebnis bleibt das gleiche, wenn man Benzol als Lösungsmittel verwendet oder die Reaktionsmischung am Schluß noch einige Zeit auf 80 oder sogar 120° C nacherhitzt.
In der bekanntgemachten deutschen Patentanmeldung K 20 071 IVb/12o, S. 1, Zeilen 18 bis 26, wird auf diesen uneinheitlichen Reaktionsverlauf hingewiesen. Ähnlich uneinheitlich verläuft die Reaktion, Verfahren zur Herstellung
von einheitlichen Zinnalkylverbindungen
Anmelder:
Dr. Dr. e. h. Karl Ziegler,
Mülheim/Ruhr, Kaiser-Wilhelm-Platz 1
Dr. Wilhelm Paul Neumann, Gießen,
ist als Erfinder genannt worden
wenn man Aluminiumtrialkyle mit Zinntetrachlorid im molekularen Verhältnis 1 : 1 reagieren läßt. Unter diesen Umständen könnte man bei glatter stöchiometrischer Reaktion gemäß
AlR3 + SnCl4
R3SnCl + AlCl3
die glatte Bildung von Trialkylzinnmonohalogeniden erwarten. Tatsächlich aber werden im Falle der Äthylverbindungen nur 82,5% des als SnCl4 eingesetzten Zinns in Form von organischen Zinnverbindungen erhalten, und diese bestehen zu 30% aus Cl2Sn(C2Hj)2, zu 68% aus ClSn(C2Hj)3 und zu 2% aus Sn(C2Hg)1. Nicht anders verläuft der Versuch, gemäß
2AlR., + 3SnCL
3R2SnCl2 -i- 2AlCl3
einheitliche Dialkylzinndichloride zu machen. Bei den Äthylverbindungen erhielt man in dieser Weise 24% des SnCl4 unverändert zurück und daneben 37% ClSn(C2H5), und nur 33% SnCl3(C2H5)2.
Für den Fall der Tetraalkylverbindungen des Zinns kann man nach der deutschen Auslegeschrift 1048275 einen einheitlichen Reaktionsverlauf durch Zugabe von Alkalichloriden zu den Reaktionsmischungen erhalten. Die besondere Wirkung des Alkalichlorids in diesem Verfahren beruht darauf, daß sich in der Mischung von Aluminiunitrialkyl und Zinntetrachlorid Gleichgewichte einstellen, an denen auf der Seite des Aluminiums Aluminiumchlorid und auch Alkylaluminiumchlorid beteiligt sind. Diese beiden Stoffe geben mit den Alkalichloriden recht beständige Komplexverbindungen. Sie werden in Form dieser Komplexverbindungen aus dem Gleichgewicht entfernt, deshalb verläuft dann die Reaktion vollständig
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3 4
in Richtung auf einen weitgehenden Übergang der Reaktionsphase diese erfindungsgemäßen Hilfsmittel
Alkylgruppen an das Zinn. Voraussetzung für die verwandt werden. Man kann von vornherein mit den
Gangbarkeit dieses Verfahrens ist dabei offensichtlich, Ätheraten oder Aminaten der aluminiumorganischen
daß pro Zinnatom überhaupt mindestens vier Alkyl- Verbindungen arbeiten oder aber Äther als Lösungsgruppen zur Verfügung stehen, wie dies in den 5 mittel verwenden bzw. schon zu Anfang in die
Beispielen der deutschen Auslegeschrift 1 048 275 Reaktionsmischung hineingeben. Schließlich kann man
auch stets gegeben ist. Die Alkalichloridkomplexe des aber auch die Hauptreaktion in Abwesenheit von
Aluminiumtrichlorids bzw. der Monoalkylaluminium- Äther bzw. Amin sich abspielen lassen und dann am
dihalogenide stellen feste Kristallmassen von höheren Schluß Äther bzw. tertiäres Amin in einer Menge Schmelzpunkten dar, die sich schwer aus den Reak- io zusetzen, die mindestens dem eingesetzten Aluminium
tionsgefäßen entfernen lassen. äquivalent ist. In diesem letzten Falle verändert sich
Es wurde nun gefunden, daß sich die Ätherate der die ursprünglich sehr komplexe Zusammensetzung des
Alkylaluminiumverbindungen bei der Reaktion mit Reaktionsgemisches nachträglich unter Herausbildung
dem Zinntetrachlorid ganz anders verhalten als die einheitlicher Reaktionsprodukte. Zweckmäßig erwärmt ätherfreien Alkylaluminiumverbindungen. Bei Gegen- 15 man in diesem Falle nach Zugabe des Äthers bzw.
wart von Äther ist es möglich, durch geeignete Wahl tertiären Amins noch einige Zeit nach, damit die
der Mengenverhältnisse der Ausgangsstoffe, d. h. bei Änderungen in dem Reaktionsgemisch auch eintreten
Verwendung von etwa stöchiometrischen Mengen der können.
Reaktionsbestandteile, Dialkylzinndichloride, Trialkyl- Beispiel 1 zinnmonochloride und Zinntetraalkyle in weitgehend 20
einheitlich verlaufenden Reaktionen jedes für sich in Zu 46,0 g Aluminiumtriäthyl läßt man unter
hohen Ausbeuten ohne wesentliche Verunreinigung Rühren und anfänglicher Kühlung auf 0° C 78,2 g
durch die anderen zinnorganischen Verbindungen Zinntetrachlorid tropfen. Danach gibt man 45 cm3
herzustellen. Diäthyläther zu und erwärmt die Mischung zur
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur 25 Vervollständigung der Reaktion auf 80° C. Destillation Herstellung von einheitlichen Zinnalkylverbindungen bei 10 Torr liefert ohne Vor- und Nachlauf reines aus Zinntetrachlorid und Aluminiumalkylverbindun- Zinntetraäthyl, das bei 62 bis 68° C übergeht. Ausgen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Zinn- beute: 68,1 g (97% der Theorie). Das Produkt ist tetrachlorid in Gegenwart von Äthern oder tertiären chlorfrei und geht bei nochmaliger Destillation einheit-Aminen und Aluminiumalkylverbindungen in stöchio- 30 Hch unter 10 Torr bei 62° C über, metrischen Mengen umsetzt. Geeignete tertiäre Amine
sind z.B. Triäthylamin, Tributylamin, Dimethyl- Beispiel 2 cyclohexylamin, Dimethylanilin, Pyridin oder Chinolin.
Als alkylierende aluminiumorganische Verbindungen 46,0 g Aluminiumtriäthyl versetzt man allmählich sind neben Aluminiumtrialkylen auch Dialkylalumi- 35 mit 78,2 g Zinntetrachlorid und 45 g trockenem
niummonochloride, Sesquichloride und Monoalkyl- Triäthylamin. Anfängliche Kühlung ermöglicht eine
aluminiumdichloride geeignet. Die Äther bzw. ter- rasche Durchführung der Reaktion, die bei 8O0C
tiären Amine finden sich am Schluß der Reaktion in beendet wird. Der Kolbeninhalt bleibt dann auch bei
Form ihrer Verbindungen mit Aluminiumchlorid vor. Raumtemperatur flüssig. Das Reaktionsprodukt wird Von diesen können die zinnorganischen Reaktions- 4° unter 10 Torr übergetrieben (Siedepunkt 62 bis 730C)
produkte, soweit ihre Siedepunkte dies gestatten, und besteht aus reinem Zinntetraäthyl, frei von
direkt abdestilliert werden. Die zurückbleibenden Chlorid und Triäthylamin. Ausbeute: 61,9 g = 88,2°/o
Aluminiumchloridverbindungen der Äther bzw. ter- der Theorie,
tiären Amine sind Flüssigkeiten oder niedrigschmel- Beisoiel 3 zende Stoffe, die sich sehr leicht aus den Destillations- 45
gefäßen entfernen lassen. Man kann die Reaktions- 53 g Aluminiumtriisobutyl setzt man allmählich mit
produkte auch einfach durch Hydrolyse aufarbeiten, 51,8 g Zinntetrachlorid um und fügt dann 28 cm3
wobei die Äther oder tertiären Amine aus den Hydro- Diäthyläther zu. Destillation aus dem Reaktions-
lyseprodukten zurückgewonnen werden können. gemisch liefert bei 10 Torr 66,1 g (95,4% der Theorie)
Für die Herstellung von vorzugsweise Dialkylzinn- 5° an chlorfreiem Zinntetraisobutyl, das bei 130 bis 1320C
dichloriden muß man pro Zinntetrachlorid eine solche übergeht.
Menge der organischen Aluminiumverbindung ein- Beispiel 4 setzen, daß möglichst genau zwei Alkylgruppen zur
Verfügung stehen, d. h. entweder 2 Mol Monoalkyl- Zu 39,6 g Aluminiumtri-n-butyl tropft man 39,1 g aluminiumdichlorid oder 1 Mol Dialkylalumijiium- 55 Zinntetrachlorid und anschließend 30 g Dibutyläther. monochlorid oder 2/3 Mol Aluminiumtrialkyl. Das Nach Zersetzen mit Wasser und Salzsäure unter soll nicht heißen, daß man auf das peinlichste das Außenkühlung trennt man die Phasen im Scheideentsprechende stöchiometrische Verhältnis bis auf trichter und unterwirft die organische Schicht der Promille genau unbedingt einhalten müßte. Natürlich Destillation bei 12 Torr. Nach dem Dibutyläther hat man hier eine gewisse Freiheit und braucht keine 60 (Kp. bis 500C) geht das Zinntetra-n-butyl bei 1490C größere Sorgfalt anzuwenden, als sie im allgemeinen über. Ausbeute: 46,7 g = 90% der Theorie, bei normalem organischpräparativem Arbeiten notwendig ist. Auch dann, wenn man in jeder Richtung Beispiel 5 um etwa 10 % von der Äquivalenz abweicht, bekommt
man noch recht einheitliche Reaktionsprodukte. 65 80 g Zinntetrachlorid versetzt man allmählich mit
Wie beschrieben, ist für die Erfindung das Vorliegen 22,8 g Aluminiumtriäthyl und dann mit 25 cm3 Di-
von Äthern bzw. tertiären Aminen wesentlich. Es ist äthyläther. Bei 10 Torr geht das gebildete Diäthylzinn-
jedoch gleichgültig, in welcher Weise und in welcher dichlorid bei 100 bis 1020C über nach einem Vorlauf
von 2 g (Kp. bis 8O0C). Ausbeute: 68,1 g = 91,8% der Theorie.
Beispiel 6
53 g Zinntetrachlorid werden mit 22,8 g Aluminiumtriäthyl umgesetzt. Dann gibt man 25 cm3 trockenen Diäthyläther zu und destilliert bei 10 Torr. Bei 90 bis 930C gehen 45,Ig = 93,5% der Theorie an Triäthylzinnchlorid über. Chlorgehalt: 14,6%.
Beispiel 7
Man läßt 52 g Zinntetrachlorid mit 39 g Aluminiumdiäthylchloriddiäthylätherat reagieren und destilliert anschließend das entstandene Diäthylzinndichlorid unter vermindertem Druck (Kp.lo = 101° C) ab. Man erhält 45 g (90,6% der Theorie) der Verbindung; Fp. 850C.
Beispiel 8
Aus 130 g Zinntetrachlorid und 124 g Ätyhlaluminiumsesquichlorid erhält man bei einer Arbeitsweise entsprechend Beispiel 2 nach Zugabe von 101 g Triäthylamin insgesamt 110 g (91,4%) reines Triäthylzinnmonochlorid mit 14,8% Chlor (Kp.lo = 92°C). Der Rückstand besteht aus Aluminiumtrichloridtriäthylaminat.
Beispiel 9
78 g Zinntetrachlorid läßt man bei Raumtemperatur mit 53 g Aluminiumdi-n-butylmonochlorid reagieren. Anschließend werden 30 cm3 Diäthyläther zugegeben, und nach kurzem Erwärmen auf 1000C erhält man durch Destillation unter vermindertem Druck 85 g (94,5% der Theorie) Di-n-butylzinndichlorid (Fp. 380C).
Beispiel 10
Man gibt 82 g kristallisiertes Zinnchloridätherat portionsweise zu 22,8 g Aluminiumtriäthyl. Das Reaktionsgemisch erwärmt man auf 6O0C, saugt dann überschüssige Ätherreste ab und treibt das entstandene Triäthylzinnchlorid ab. Kp.12 = 93 bis 95° C. Ausbeute: 44,8 g = 93% der Theorie.
45
Beispiel 11
Zu 81 g Zinntetrachlorid tropft man unter Rühren und Kühlung auf 00C 22,8 g Aluminiumtriäthyl. Dann gibt man 26 g trockenes Dimethylcyclohexylamin zu, wobei die Mischung teilweise erstarrt. Destillation aus dem Reaktionsgemisch bei 12 Torr liefert nach einem kleinen Vorlauf 65,4 g (88% der Theorie) an Diäthylzinndichlorid, das sofort erstarrt.
Beispiel 12
41 g Zinntetrachlorid versetzt man allmählich mit 19,8 g Aluminiumtri-n-butyl und dann mit 19 g trockenem Tributylamin. Aus dem Gemisch lassen sich 42 g (90% der Theorie) an Dibutylzinndichlorid abdestillieren. Kp.0)15 = 880C.
Beispiel 13
Zu 36,6 g Aluminiumtri-n-octyl tropft man 19,5 g Zinntetrachlorid und dann 25 cm3 Diäthyläther. Beim Erwärmen auf 6O0C trennt sich die Mischung in zwei Schichten. Die obere, farblose, wird abgehebert und zur Entfernung von AlCl3-Spuren mit 10 cm3 verdünnter Salzsäure und dann mit Wasser geschüttelt. Nach Abtrennung und Trocknung der organischen Phase erhält man 39,4 g (92 % der Theorie) an Zinntetra-n-octyl. Chlorgehalt: Weniger als 0,1%. Statt des Diäthyläthers kann auch eine äquimolare Menge Diisopropyläther angewendet werden.
Beispiel 14
43,8 g gepulvertes Zinntetrabromid versetzt man mit 20 cm3 Diäthyläther, wobei das gebildete Ätherat teilweise ausfällt. Dann tropft man unter Rühren 18,8 g Aluminiumtriäthylätherat zu, läßt etwa 30 Minuten nachreagieren und saugt den überschüssigen Äther ab. Destillation bei 12 Torr liefert rohes Triäthylzinnbromid, das man durch Fraktionierung von einem hochsiedenden Nachlauf trennt. Ausbeute:
24.3 g = 85% der Theorie; Kp.12 = 96 bis 97°C; Zinngehalt: 41,3%· Das Ergebnis des Ansatzes ist ähnlich, wenn man statt des Äthers die äquimolare Menge Triäthylamin einsetzt.
Beispiel 15
Zu 123,3 g trockenem, feinkristallinem Zinntetrajodid tropft man 37,6 g Aluminiumtriäthylätherat bei etwa O0C, wobei sich die Mischung verflüssigt. Die flüchtigen Anteile werden bei 12 bis 15 Torr abgetrieben (Badtemperatur bis 1800C) und fraktioniert. Ausbeute: 54,2 g Triäthylzinnjodid (83% der Theorie); Kp.15 = 120 bis 122°C; Zinngehalt: 35,3%; Jodgehalt:
38.4 %.
Beispiel 16
Zu 104,2 g (0,4 Mol) Zinntetrachlorid gibt man nach und nach bei guter Durchmischung 26,0 g (0,2 Mol) Äthoxyaluminiumdiäthyl und dann 25 ecm Äther, läßt IV2 Stunden nachreagieren (der Umsatz ist dann vollständig, eine Probe entwickelt bei der Alkoholyse kein Gas) und destilliert das entstandene Äthylzinntrichlorid ab. Kp.12 = 860C. Ausbeute 95,5 g = 94% der Theorie. Die Verbindung enthält 41,75% Chlor (berechnet 41,84%) und ist unter Feuchtigkeitsausschluß haltbar.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von einheitlichen Zinnalkylverbindungen aus Zinntetrachlorid und Aluminiumalkylverbindungen, dadurch gekenn zeichnet, daß man Zinntetrachlorid in Gegenwart von Äthern oder tertiären Aminen mit Aluminiumalkylverbindungen in stöchiometrischen Mengen umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man im Schichtentrennverfahren den Aluminiumchloridkomplex in der organischen Phase ausscheidet.
1 309 749/424 11.63
DE1959Z0007297 1959-04-30 1959-04-30 Verfahren zur Herstellung von einheitlichen Zinnalkylverbindungen Expired DE1157617C2 (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP3184532A1 (de) 2015-12-22 2017-06-28 Arkema B.V. Verfahren zur herstellung von alkylzinn-trihaliden und deren verwendung

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EP2325192A1 (de) 2005-07-12 2011-05-25 Arkema Vlissingen Verfahren zur Herstellung von Dialkylzinndihalogeniden
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CH447161A (de) 1967-11-30
NL251065A (de) 1900-01-01
GB923179A (en) 1963-04-10
DE1157617C2 (de) 1973-05-24
CH393769A (de) 1965-06-15
BE590209A (de) 1900-01-01
CH408000A (de) 1966-02-28
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