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DE1153106B - Druckmittelbetaetigter Erdungsschalter mit einem laengs seiner Achse beweglichen Schaltorgan, insbesondere fuer Scherentrenner fuer elektrische Schaltanlagen, vorzugsweise fuer Hochspannungsanlagen - Google Patents

Druckmittelbetaetigter Erdungsschalter mit einem laengs seiner Achse beweglichen Schaltorgan, insbesondere fuer Scherentrenner fuer elektrische Schaltanlagen, vorzugsweise fuer Hochspannungsanlagen

Info

Publication number
DE1153106B
DE1153106B DES53694A DES0053694A DE1153106B DE 1153106 B DE1153106 B DE 1153106B DE S53694 A DES53694 A DE S53694A DE S0053694 A DES0053694 A DE S0053694A DE 1153106 B DE1153106 B DE 1153106B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure medium
earthing switch
earthing
switch according
piston
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES53694A
Other languages
English (en)
Inventor
Oskar Buron
Georg Haase
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES53694A priority Critical patent/DE1153106B/de
Publication of DE1153106B publication Critical patent/DE1153106B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H31/00Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H31/26Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means with movable contact that remains electrically connected to one line in open position of switch
    • H01H31/32Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means with movable contact that remains electrically connected to one line in open position of switch with rectilinearly-movable contact
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/28Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
    • H01H33/30Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator
    • H01H33/32Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator pneumatic

Landscapes

  • Actuator (AREA)

Description

  • Druckmittelbetätigter Erdungsschalter mit einem längs seiner Achse beweglichen Schaltorgan, insbesondere für Scherentrenner für elektrische Schaltanlagen, vorzugsweise für Hochspannungsanlagen Gegenstand der Erfindung ist ein druckmittelbetätigter Erdungsschalter mit einem längs seiner Achse beweglichen Schaltorgan, insbesondere für Scherentrenner für elektrische Schaltanlagen, vorzugsweise für Hochspannungsschaltanlagen. Bei der Konstruktion der Schalter, besonders für Freiluftanlagen für höhere und höchste Spannungen, bereiten die großen Schlagweiten Schwierigkeiten. Die bekannten Erdungsschalter verwenden als Schaltorgane Trennmesser, welche wegen der zu überbrückenden großen Schlagweiten in zwei Ebenen bewegt werden müssen. Sie haben daher erheblich schwerfällig arbeitende und einen großen Kraftaufwand erfordernde Antriebe und beanspruchen im Verhältnis z. B. zu einem Einsäulentrenner viel Platz. Dabei besteht noch die Gefahr, daß die Schaltstücke bei der Schließbewegung bei den großen zu überbrückenden Entfernungen nicht immer ordnungsgemäß ineinandergreifen, worunter die Güte des elektrischen Kontaktes leiden kann.
  • Es ist daher schon vorgeschlagen worden, an Stelle der um eine Achse drehbaren Trennmesser längs ihrer Achse verschiebbare Schaltstifte als Schaltorgane zu verwenden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, einen Erdungsschalter für Schaltanlagen für höhere und höchste Spannungen mit einem einfachen, billigen und unter allen Betriebsbedingungen zuverlässig arbeitenden Antrieb zu versehen.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einem druckmittelbetätigten Erdungsschalter für Schaltanlagen mit einem längs seiner Achse beweglichen Schaltstift als Schaltorgan in vorteilhafter Weise dadurch, daß als Schaltorgan ein Schaltstift vorgesehen ist, welcher als elektrischer Erdungsleiter und zugleich als Kolbenstange ausgebildet und mit einem Kolben versehen ist, der in einem Zylinder läuft, der zum Antrieb des Schalters durch ein hydraulisches oder pneumatisches Druckmittel und zugleich zum Schutz des Erdungsleiters bei geöffnetem Erdungsschalter dient. Zum Antrieb kann z. B. Wasser mit Frostschutzmittel oder Öl oder ein Gas oder Luft benutzt werden. Beim Einschalten beaufschlagt das Druckmittel die eine, beim Ausschalten die andere Kolbenfläche.
  • Das zur Schalterbetätigung erforderliche Druckmittel kann einem Druckbehälter oder einer Druckmittelleitung od. dgl. entnommen werden, in denen der Druck auch bei der Entnahme des Druckmittels in an sich bekannter Weise automatisch auf der zur Betätigung des Schalters erforderlichen Höhe gehalten wird. Der Betriebsdruck des Druckmittels kann aber auch durch eine Pumpe erzeugt werden, die das Druckmittel beim Betätigen eines Kommandogerätes in Umlauf und dabei unter Druck setzt.
  • Zum Steuern der Strömungsrichtung des Druckmediums können verschiedenartige Mittel verwendet werden. Man kann z. B. gemäß der Erfindung einen Mehrwegehahn benutzen, der den von einer Pumpe gelieferten Druckmittelstrom der einen oder anderen Seite des Kolbens zuführt. Man kann aber auch die Drehrichtung der Pumpe umkehren. Man kann auch bei gasförmigem Druckmittel mit einem elektrisch oder mit der Hand betätigten Doppelventil das Ein-und Ausschalten vornehmen.
  • Um bei im Freien aufgestellten Erdungsschaltern die Gefahr von Betriebsstörungen durch Vereisung zu vermeiden können Mittel vorgesehen sein, die an der Erdungsstange angesetztes Eis abstreifen oder das Ansetzen an der Erdungsstange oder/und an der Zylinder- oder Gehäuseöffnung durch Wärme verhindern.
  • Bei Fernbetätigung des Erdungsschalters kann eine den Schaltzustand überwachende Vorrichtung angeordnet sein, die den Schaltzustand am Kommandoort anzeigt. Diese kann von den beweglichen Schalterteilen gesteuert werden, indem z. B. die Erdungsstange und/oder der Kolben elektrische oder hydraulische oder pneumatische Steuermittel für Anzeigegeräte beim Erreichen bzw. beim Verlassen der »Ein«-Stellung bzw. »Aus«-Stellung betätigt.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind der folgenden Beschreibung dreier Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Fig. 1 bis 7 zu entnehmen, von denen die Fig. 1 bis 5 zwei Antriebe mit hydraulischen Druckmitteln und die Fig. 6 und 7 einen Antrieb mit einem pneumatischen Druckmittel im Schema veranschaulichen. Alle Ausführungsbeispiele behandeln Erdungsschalter, die zum Erden des Fußes eines an sich bekannten, nicht zur Erfindung gehörenden und daher nicht näher dargestellten Scherentrenners dienen.
  • Gemäß der Fig.1 ist der Schaltstift 1 des Erdungsschalters als Erdungsstange von erheblicher Länge, z. B. bei 200 kV von etwa 3,20 m und bei 380 kV von etwa 4,50 m, ausgebildet. Sie ist an einem Ende mit einem Kolben 2 verbunden, der in einem Zylinder 3 läuft. Der Zylinder ist zugleich als Gehäuse für die Erdungsstange 1 ausgebildet, indem er mit einem Deckel mit einer Öffnung für den Durchtritt der Erdungsstange 1 versehen ist. Das Kontaktstück am Fuß 16 des Scherentrenners ist mit 4 bezeichnet. Der Scherentrenner steht mit seinem Fuß 16 auf einem Stutzer 17 (gestrichelt angedeutet). Die Erdungsstange 1 ist an den Stellen 5 bis 8 geführt. An dem Zylinder 3 ist an einem Ende eine Rohrleitung 9 und am anderen Ende eine Rohrleitung 10 angeschlossen, die beide zu einem Zweiwegehahn 11 führen, der durch die Leitungen 12 mit einer Pumpe 13 und durch die Leitung 14 mit einem Behälter 15 für die Druckflüssigkeit verbunden ist. Mit 15a ist das Verbindungsrohr zwischen der Pumpe 13 und dem Behälter 15 bezeichnet. Der Trennersockel ist mit gestrichelter Linie bei 16 angedeutet. Er ruht auf einem z. B. dreiteiligen Porzellanstutzer 17, an dem die Führungen 6 und 7 mit Bügeln 6a und 7a gehaltert sind. Der Porzellanstutzer steht auf einer Tragsäule 18. Zum Antrieb des Trenners dient ein um seine Achse drehbarer Antriebsisolator 19.
  • Die Fig. 2 zeigt die Stellung des Dreiwegehahns 11, in der der Erdungsschalter eingeschaltet ist. Die Leitung 9 ist dabei mit der Leitung 14 und dem Druckmittelreservoir 15 und die Leitung 10 über den Zweiwegehahn 11 mit der Pumpe 13 verbunden. Die Pumpe fördert das Druckmittel aus dem Druckmittelreservoir 15 unter den Kolben 2, der auf diese Weise nach oben gedrückt wird und die Erdungsstange 1 in das Schaltstück 4 am Trenner 16 einschiebt.
  • Die Fig. 3 zeigt die Stellung, des Zweiwegehahnes beim Ausschalten des Erdungsschalters. Hierbei ist die Pumpe 13 über den Zweiwegehahn 11 mit der Leitung 9 und das Druckmittelreservoir 15 über den Zweiwegehahn 11 mit der Leitung 10 verbunden. Die Pumpe fördert das Druckmittel auf die Oberseite des Kolbens 2, wodurch der Kolben nach unten gedrückt wird und die Erdungsstange 1 aus dem Schaltstück 4 des Trenners 16 herauszieht.
  • Der Vorzug dieses hydraulischen Antriebes besteht darin, daß die gesamte Apparatur vollkommen unter einer Flüssigkeit steht, die gegebenenfalls frostunempfindlich sein kann und verhindert, daß Wasser, Staub od. dgl. in das Gehäuse der Erdungsstange oder in die Antriebsanlage eindringt. Korrosionen sind auf diese Weise ausgeschlossen. Durch entsprechende Bemessung des Druckes des Druckmittels und des Durchmessers des Kolbens 2 lassen sich die Geschwindigkeit und der Kraftaufwand der Schaltbewegung einstellen.
  • Die Größe des Druckmittelbehälters 15 ist so gewählt, daß mindestens die sich durch das Volumen der Kolbenstange ergebende Differenz der Druckmittelmengen zwischen der Ein- und Ausschaltstellung des Erdungsschalters einschließlich einer angemessenen Reserve in ihm Platz hat. Am Druckmittelbehälter15 ist ein Atmungsventi120 angebracht.
  • Um Betriebsstörungen durch Vereisung zu vermeiden, ist ein Eisabstreifer 21 am Deckel 22 des Zylinders 3 angeordnet. Außerdem sind an den Führungen 6 und 7 Eisabstreifer 23 vorgesehen.
  • Man kann auch die Erdungsstange 1 mit einer elektrischen Heizung, beispielsweise mit einer Widerstandsheizung durch Widerstände 24, ausrüsten. Man kann auch beide Mittel, Eisabstreifer und Heizung, gleichzeitig nebeneinander anwenden, so daß beim Versagen eines Mittels das andere noch vorhanden ist und in Tätigkeit treten kann.
  • Um eine zuverlässige Erdung des Schaltstückes 4 zu erreichen, ist die in dieses eingreifende Erdungsstange 1 über Kontaktrollen oder Schleifkontakte 25 mit dem Zylinder 3 elektrisch leitend verbunden, der selbst durch eine Erdleitung 26 an eine Erdungsplatte 27 in der feuchten Erde 28 elektrisch leitend angeschlossen ist. Die »Aus«-Stellung der Erdungsstange 1 und des Kolbens 2 im Gehäuse 3 ist mit gestrichelten Linien bei 29 angedeutet.
  • Man kann die Umsteuerung für die Betätigung des Antriebes der Erdungsstange 1 auch auf andere Weise, z. B. dadurch bewirken, daß man die die Druckflüssigkeit fördernde Pumpe rechts oder links laufen läßt. Ein derartiges Ausführungsbeispiel ist in der Fig. 4 schematisch dargestellt. An dem Zylinder 30 ist unten die Rohrleitung 31 angeschlossen, die zur Pumpe 32 führt. Die Rohrleitung 33 ist am oberen Ende des Zylinders 30 angeschlossen und führt zu einem überdruckventi134 und einem Rückschlagventil 35. Die beiden Ventile sind über Leitungen 36 und 37 mit dem Ausgleichkessel 38 verbunden, der einen Entleerungshahn 39 und ein Atmungsventil 40 mit Filter hat. Die Pumpe 32 wird von dem Motor 41 oder über die Zahnräder 42 und 43 von Hand mit Hilfe der Handkurbel 44 angetrieben. Der Motor wird von dem Netz 45 mit Hilfe eines Handschalters 46 entweder im Rechts- oder Linkslauf eingeschaltet. Der Not- oder Handantrieb mit seinen Zahnrädern 42, 43 und einer Handkurbel 44 ist in einem Gehäuse 43 a untergebracht. Dieser Handantrieb ist auf den Wellenstumpf 41a aufsteckbar. Er wird nur im Bedarfsfall aufgesteckt, damit nicht die Handkurbel 44 bei Motorbetrieb mit umläuft und die Bedienung gefährdet. Damit nicht bei aufgestecktem Handantrieb der Motor 41 eingeschaltet werden kann, ist ein Sicherheitsschalter 41 b vorgesehen, der von dem Nocken 43 b am Gehäuse 43 a beim Aufstecken des Handantriebes auf den Wellenstumpf geöffnet wird. Dadurch wird die Motorzuleitung unterbrochen.
  • Mit 47 und 48 sind zwei optische Anzeigevorrichtungen beziffert, die von den elektrischen Melde-. schalteru 49 bzw. 50 ein- und ausgeschaltet werden. Der Meldeschalter 49 wird über eine Rolle 51 von der Erdungsstange 52 beim Schließen des Erdungsschalters geöffnet oder beim Öffnen des Erdungsschalters geschlossen, aber erst dann, sobald die Erdungsstange ihre »Aus«-Stellung vollkommen ein= genommen hat. Der Meldeschalter 50 wird von dem Kolben 53 der Erdungsstange 52 betätigt, d. h. geschlossen, sobald die Erdungsstange die »Ein«-Stellung erreicht hat und die Erdung vollzogen ist.
  • Mit 54 ist eine Rastvorrichtung mit einem Rastbolzen 55 bezeichnet, der durch eine Druckfeder 56 in Richtung 57 gedrückt wird, die sich gegen den Rastbolzen 55 und gegen dessen Gehäuse 55a abstützt.
  • In der Erdungsstange 52 ist ein Heizwiderstand 57 angeordnet, der mit seinem oberen Ende an der Stelle 58 mit der Erdungsstange 52 und mit seinem unteren Ende mit dem durch eine Isolation 59 vom Kolben 53 getrennten Kontaktbolzen 60 verbunden ist. Der Kontaktbolzen 60 berührt beim Schließen des Schalters den unteren Teil 61 (s. Fig. 5) des Kontaktbrückenträgers 50 a des Meldeschalters 50 und wird dadurch über die Leitungen 62 und den Trafo 63 an das Netz 45 angeschlossen. Dadurch wird die Heizung beim Schließen des Schalters automatisch eingeschaltet. Gleichzeitig hebt der Kolben 53 den Kontaktbrückenträger 50 a des Meldeschalters 50 und schließt dann den Stromkreis für die optische Anzeigevorrichtung 48. Solange der Erdungsschalter eingeschaltet ist, sind die Kontakte des elektrischen Meldeschalters 49 geöffnet, so daß die optische Anzeigevorrichtung 47 stromlos ist. Diese wird erst wieder eingeschaltet, nachdem der Erdungsschalter ausgeschaltet und die Rolle 51 von der Erdungsstange 52 abgelaufen ist. In der eingeschalteten Stellung ist der Kolben 53 dadurch verriegelt, daß der Rastbolzen 55 in die Ausdrehung 53 a des Kolbens 53 einrastet.
  • Soll der Erdungsschalter geschlossen werden, so wird der Handschalter 46 betätigt und damit der Motor 41 beispielsweise auf Rechtslauf geschaltet. Die Pumpe 32 fördert nun das Öl durch die Leitung 31 unter den Kolben 53 und saugt gleichzeitig das über dem Kolben 53 befindliche Öl durch die Leitung 31 an. Fehlendes Öl wird dabei durch das Rückschlagventil 35 dem Behälter 38 entnommen. Sobald der Schalter eingeschaltet hat, wird der Rastbolzen 55 in die Ausdrehung 53 a des Kolbens 53 treten und diesen festhalten. Man kann daher anschließend den Motor 41 ausschalten. Der eingeschaltete Zustand ist durch die optische Anzeigevorrichtung 48 kenntlich gemacht.
  • Soll der Erdungsschalter geöffnet werden, so wird der Motor 41. in umgekehrter Drehrichtung eingeschaltet, so daß er die Druckflüssigkeit durch die Rohrleitung 33 auf die Oberseite des Kolbens 53 pumpt und durch die Rohrleitung 31 das Öl von der Unterseite des Kolbens 53 abzieht. Bei diesem Vorgang wird überschüssiges Öl durch das überdruckventil 34 in den Behälter 38 zurückgedrückt. Die Verrastung 55 wird dabei dadurch aufgehoben, daß das Druckmittel in die Ausdrehung 53 a eintritt und den Kolben 55 b (s. Fig. 4) entgegen der Spannung der Feder 56 nach links drückt und dadurch den Rastbolzen 55 aus der Ausdrehung 53 a des Kolbens 53 herauszieht.
  • Für den Fall, daß der Motor 41 beim Schließen des Erdungsschalters nach der Beendigung des Schaltvorganges nicht rechtzeitig abgeschaltet wird, ist eine Sicherheitsvorrichtung vorgesehen, die dafür sorgt, daß der Motor 41 nicht gegen unnötig hohen Druck arbeitet. Diese Sicherheitsvorrichtung besteht aus einem Sicherheitsventil 64, das mit einer Leitung 65 an die Leitung 37 und mit einer Leitung 66 an die Leitung 31 angeschlossen ist. Sollte der Motor nicht rechtzeitig abgeschaltet werden, so wird die Druckflüssigkeit nach dem Schließen des Schalters im Kreis durch die Teile 32, 66, 64, 65, 37, 35, 32 strömen. Wird beim Öffnen des Schalters der Motor nach dem Öffnen nicht abgeschaltet, so arbeitet die Pumpe 32 in Richtung 31, 32, 32 a und fördert überschießende Druckflüssigkeit über das Ventil 34 in den Behälter 38 so lange, bis im Raum 30 a unter dem Kolben 53 ein Vakuum geschaffen ist.
  • Man kann an Stelle einer Druckflüssigkeit aber auch ein Druckgas oder Druckluft als Druckmittel verwenden. Dadurch ergibt sich ein einfacher, betriebssicherer Aufbau der gesamten Anlage, wie er beispielsweise in Fig. 6 schematisch dargestellt ist. In dem Zylinder 70 ist der Kolben 71 mit einer Ausdrehung 72 und der Erdungsstange 73 angeordnet. Zur Steuerung dient ein Doppelventil 74, das mit den Rohrleitungen 75 bis 78, mit dem Zylinder 70 und mit der Rohrleitung 79 mit einem nicht dargestellten Druckluftbehälter verbunden ist. Das Doppelventil besteht aus dem Ein- und Auslaßventilkörper 80 mit dem Einschaltventil 81, dem Ausschaltventil 82, dem Steuerventilkörper 83 mit dem Steuerkolben 92 und den beiden Rückmeldemembrankolben 84 und 85. Außerdem ist ein mit dem Steuerkolben 92 verbundener Meldeschalter 86 vorgesehen, der eine Anzeigevorrichtung bedient.
  • Der Ein- und Ausschaltventilkörper 80 hat eine Druckluftkammer 87, die mit der aus dem Rohr 79 kommenden Druckluft dauernd gefüllt ist. Die Druckluftkammer ist durch eine Öffnung 88 mit der Einlaßkammer 89 und durch eine Öffnung 90 mit der Ausschaltkammer 91 verbunden. Die Öffnungen 88 und 90 sind durch Ventilteller 93 und 94, die unter der Wirkung von Federn 95 stehen, normalerweise verschlossen. Die Ein- und Auslaßventile 81 und 82 werden elektromagnetisch betätigt. Die Ein- und Ausschaltkammern 89 und 91 sind durch Rohrleitun= gen 96 und 97 mit der Kammer 98 des Steuerkolbens 92 verbunden. Das Einschaltventil steht über die Kammer 98 und die Rohrleitung 78 mit der einen Seite und das Ausschaltventil über die Kammer 98 und die Rohrleitung 77 mit der anderen Seite des Zylinders 70 in Verbindung. Die Rückmelderohrleitungen 75 und 76 verbinden die Räume für die Rückmeldemembrankolben 84 und 85 mit Rückmeldeventilen 99 und 100, die durch Leitungen 101, 102 und 103 mit dem Zylinder 70 verbunden sind. Die Leitung 103 ist etwa in der Mitte des Zylinders 70 an diesen angeschlossen.
  • Die Anzeigevorrichtung besteht aus den Meldeorganen, z. B. der Anzeigeklappe 114 und den Meldelampen 104 und 105 sowie einem Lampenschalter 1.06. Der Lampenschalter 106 und die Anzeigeklappen 114 sind mit der Welle 107 und diese mit einem vom Steuerkolben 92 betätigten Hebel 108 verbunden. Dieser Hebel 108 ist mit der Achse der Welle 107 fest verbunden und arbeitet mit zwei Klinken 109 und 110 zusammen, die um Wellen 112 und 113 drehbar und mit Aussparungen 111 und 112 versehen sind und deren Enden an den Stößeln der Rückmeldemembrankolben 84 und 85 anliegen. Der Erdungsschalter ist in seiner »Aus«-Stellung dargestellt. In dieser ist die Meldelampe 105 eingeschaltet. Alle Ventile sind geschlossen. Soll der Erdungsschalter eingeschaltet werden, so wird der Magnet des Einschaltventils 81 an Spannung gelegt. Dadurch wird das Einschaltventil 81 geöffnet und die Öffnung 81 a durch den Anker 81 b verschlossen. Die Druckluft strömt aus der Kammer 87 durch die Kammer 89, die Rohrleitung 96 hinter den Steuerkolben 92 und drückt diesen nach unten. Dadurch werden der Hebel 108 und die Welle 107 bewegt, bis der Hebel 108 in die Raste 111, 112 einrastet. Gleichzeitig wird der Kontakthebel 106 a des Meldeschalters 106 in die gestrichelt gezeichnete Mittelstellung 115 gerückt und die Meldelampe 105 stromlos und gibt dadurch an, daß sich der Kolben 71 mit Schaltstange 73 aus der »Aus«-Stellung herausbewegen wird. Die Druckluft strömt weiter durch die Leitung 78 unter den Kolben 71, der angehoben wird und den Erdungsschalter schließt. Bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens 71 kann die Luft aus dem Zylinder 70 durch das Rohr 77, die Kammer 98, das Rohr 97, die Ausschaltkammer 91 und die Öffnung 91a entweichen. Beim Bewegungsbeginn der Erdungsstange 73 wird das Rückmeldeventil 99 betätigt, d. h. geschlossen, was zur Folge hat, daß bei dem weiter unten beschriebenen Steuervorgang die Druckluft nicht aus dem Rohr 103 durch dieses Ventil 99 in das Rohr 76 strömen kann.
  • Sobald der Kolben seine obere Stellung erreicht hat, springt der Rastbolzen 116 unter dem Druck der Feder 117 in die Aussparung 72 des Kolbens 71 und hält den Kolben 71 in dieser Stellung fest. Der Kolben drückt mit seiner Stirnfläche 118 auf die Betätigungsstange 119 des Rückmeldeventils 100. Dadurch wird der im Zylinder 70 befindlichen Druckluft ein Weg durch die Leitungen 103, 102, das Ventil 100, die Leitung 75 zu dem Rückmeldemembrankolben 85 freigegeben. Dieser spricht an und drückt die Klinke 109 nach außen, wodurch der Hebel 108 frei wird, so daß nunmehr der Steuerkolben 92 unter der Wirkung der nachströmenden Druckluft die untere Stellung einnehmen kann. Dadurch wird der Meldeschalter 106 in die Stellung 120 gebracht und schaltet die Meldelampe 104 ein. Nunmehr wird die Druckluftzufuhr automatisch abgeschaltet, indem das Einlaßventil 81 durch die Feder 95 beim Ausschalten des Magneten geschlossen und die Auslaßöffnung 81 a geöffnet wird.
  • Soll der Erdungsschalter geöffnet werden, so wird das Ausschaltventil 82 durch Erregung des Magneten geöffnet und gleichzeitig die Öffnung 91 a durch den Anker 91 b verschlossen. Die Druckluft strömt von der Kammer 87 durch die Öffnung 91, die Kammer 92 und das Rohr 97 unter den jetzt in seiner unteren Stellung stehenden Steuerkolben 92 und hebt diesen an, bis der Hebel 108 wieder in der Mittelstellung vergastet wird. Nunmehr strömt die Druckluft weiter durch die Leitung 77 zunächst in den Ringraum 72 des Kolbens 71 und drückt dadurch den Kolben 121 des Verriegelungsbolzens 116 entgegen der Spannung der Feder 117 nach rechts. Dadurch wird die Verriegelung der Erdungsstange 73 und des Kolbens 71 aufgehoben. Die gleichzeitig hinter den Kolben 71 tretende Luft drückt diesen nach unten. Dabei kann die auf der Unterseite des Kolbens befindliche Luft durch das Rohr 78 die Kammer 98, das Rohr 96, die Kammer 91 und die Öffnung 81 a entweichen. Außerdem strömt die Druckluft in die Leitung 103, kann aber nicht weiterströmen, weil das Ventil 99 noch geschlossen ist und das Ventil 100 geschlossen wurde, sobald sich der Kolben 71 nach unten in Bewegung setzte. Hat der Kolben 71 die Hälfte seines Weges zurückgelegt, so wird die den Kolben treibende Druckluft in die Leitung 103 einströmen. Erreicht der Kolben 71 seine untere Stellung, so wird das Ventil 99 geöffnet. Die Druckluft kann durch die Leitung 76 dem Rückmeldemembrankolben zuströmen, welcher mit seinem Stößel die Klinke 110 beiseite drückt, wodurch der Hebel 108 freigegeben wird. Nunmehr kann der Steuerkolben 92 seine anfängliche Stellung unter dem Druck der noch anstehenden Druckluft einnehmen. Dadurch wird dann durch die Bewegung des Steuerkolbens 92 und des Hebels 108 sowie der Welle 107 die Signallampe 105 wieder eingeschaltet. Damit ist auch der Steuerkreislauf beendet.
  • Die Erfindung ist nicht an die dargestellten Ausführungsformen gebunden. So kann z. B. der Mehrwegehahn 11 (Fig. 2 und 3) mit einer elektrischen oder pneumatischen Verstelleinrichtung für Fernsteuerung versehen sein und selbst noch eine Vorrichtung zur Handbetätigung aufweisen, um ihn auch an Ort und Stelle bedienen zu können.
  • Ferner kann der im Innern der Erdungsstange 1 in einer Bettung verdeckt und daher gestrichelt gezeichnete Heizwiderstand 24 nicht nur von Hand mit Hilfe eines nicht dargestellten Schalters, sondern auch automatisch, z. B. von einem einstellbaren Thermostaten in Abhängigkeit von der Außentemperatur, geschaltet werden. Man kann das Ein- und Ausschalten auch von der Stellung der Erdungsstange 1 abhängig machen und z. B. so gestalten, daß die Heizung nur bei geschlossenem Erdungsschalter, also bei aasgefahrener Erdungsstange, eingeschaltet bzw. von Thermostaten einschaltbar ist, weil bei eingefahrener Erdungsstange 1 diese im Rohr 3 geschützt liegt. Dabei kann der Schalter von der sich bewegenden Erdungsstange betätigt werden.
  • Ferner braucht der Schleifkontakt 25 nicht außen auf dem Deckel 5 des Rohres 3, sondern er kann auch innen im Rohr 3, z. B. unter dem Deckel 5, angeordnet sein.

Claims (16)

  1. PATENTANSPRÜCHE: l.. Druckmittelbetätigter Erdungsschalter mit einem längs seinerAchsebeweglichenSchaltorgan, insbesondere Scherentrenner für elektrische Schaltanlagen, vorzugsweise für Hochspannungsschaltanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltorgan ein Schaltstift vorgesehen ist, welcher als elektrischer Erdungsleiter und zugleich als Kolbenstange ausgebildet und mit einem Kolben versehen ist, der in einem Zylinder läuft, der zum Antrieb des Schalters durch ein hydraulisches oder pneumatisches Druckmittel und zugleich zum Schutz des Erdungsleiters bei geöffnetem Erdungsschalter dient.
  2. 2. Erdungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb Wasser mit Frostschutzmittel oder Öl benutzt ist, das beim Einschalten die eine, beim Ausschalten aber die andere Kolbenfläche beaufschlagt.
  3. 3. Erdungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Schalterbetätigung erforderliche Druckmittel einem Druckbehälter oder einer Druckmittelleitung od. dgl. entnommen wird, in denen der Druck auch bei der Entnahme des Druckmittels in an sich bekannter Weise automatisch auf der zur Betätigung des Schalters erforderlichen Höhe gehalten wird (Fig. 6).
  4. 4. Erdungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betriebsdruck des Druckmittels durch eine Pumpe erzeugt wird, die das Druckmittel beim Betätigen eines Kommandogerätes in Umlauf und dabei unter Druck setzt (Fig. 1 bis 5).
  5. 5. Erdungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Steuern der Strömungsrichtung des Druckmediums ein Mehrwegehahn benutzt ist, der den von einer Pumpe gelieferten Druckmittelstrom der einen oder anderen Seite des Kolbens und das jeweils von der anderen Seite des Kolbens abströmende Druckmittel einem Reservebehälter für das Druckmittel zuführt (Fig. 1).
  6. 6. Erdungsschalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehrwegehahn mit einer elektrischen oder pneumatischen Verstelleinrichtung zur Fernsteuerung versehen ist.
  7. 7. Erdungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Steuern der Strömungsrichtung des Druckmediums die Drehrichtung der Pumpe umkehrbar ist (Fig. 4). B.
  8. Erdungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei gasförmigem Druckmittel zum Steuern der Strömungsrichtung des Druckmediums ein elektrisch oder mit der Hand betätigtes Doppelventil für das Ein- und Ausschalten des Erdungsschalters vorgesehen ist (Fig. 6).
  9. 9. Erdungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ß bei im Freien aufgestellten Erdungsschaltern Vereisungen durch an der Erdungsstange angreifende Eisabstreifer und/oder durch an der Erdungsstange und/oder an der Zylinder- oder Gehäuseöffnung erzeugte Wärme verhindert sind.
  10. 10. Erdungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Fernbetätigung des Erdungsschalters eine den Schaltzustand überwachende Vorrichtung angeordnet ist, die den Schaltzustand am Kommandoort anzeigt (Fig.4 und 6).
  11. 11. Erdungsschalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung von den beweglichen Schalterteilen gesteuert wird, indem die Erdungsstange und/oder der Kolben elektrische oder hydraulische oder pneumatische Steuermittel für Anzeigegeräte beim Erreichen bzw. beim Verlassen der »Ein«-Stellung bzw. »Aus«-Stellung betätigt (Fig. 4 und 6).
  12. 12. Erdungsschalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die pneumatische Rückmeldungsleitung (103) in der Mitte des Zylinders (70) an diesen angeschlossen ist (Fig. 6).
  13. 13. Erdungsschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sicherheitsvorrichtung vorgesehen ist, die bewirkt, daß der Antriebsmotor (41) für die Pumpe nicht gegen zu hohen Druck im Druckmittelsystem arbeitet (Fig. 4).
  14. 14. Erdungsschalter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherheitsvorrichtung aus zwei Ventilen (64, 34) besteht, von denen eines (64) beim Einschalten, das andere (34) beim Ausschalten selbsttätig arbeitet (Fig.4).
  15. 15. Erdungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei wahlweise einschaltbarem Motor- oder Handantrieb für die Druckmittelpumpe der jeweils nicht benutzte Antrieb abgeschaltet ist.
  16. 16. Erdungsschalter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis des Motors (41) bei der Kupplung des Handantriebes (42) mit dem Motor (41) automatisch unterbrochen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 805 405, 704 025, 926 797; deutsche Auslegeschrift Nr. 1008 382.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE704025C (de) * 1938-02-11 1941-03-21 Siemens Schuckertwerke Akt Ges mit in seinem Inneren vorgesehenem Isolierfluessigkeitsgestaenge
DE805405C (de) * 1947-11-18 1951-05-17 Hendrik Arend Hidde Nijland Hochspannungsschalter, insbesondere Schub-Trennschalter
DE926797C (de) * 1944-09-22 1955-04-25 Siemens Ag Trennschalter mit Druckluftantrieb durch einen Hubkolben
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