DE1149114B - Verfahren zum Herstellen eines Wasserstoffergaenzers fuer eine elektrische Entladungsroehre, ferner mit einem so hergestellten Wasserstoff-ergaenzer versehene Gasentladungsroehre, sowie Verwendung so hergestellter Wasser-stoffergaenzer in einem Neutronengenerator - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Wasserstoffergaenzers fuer eine elektrische Entladungsroehre, ferner mit einem so hergestellten Wasserstoff-ergaenzer versehene Gasentladungsroehre, sowie Verwendung so hergestellter Wasser-stoffergaenzer in einem NeutronengeneratorInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
N20848Vmc/21g
ANMELBETAG: 21. NOVEMBER 1961
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 22. MAI 1963
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 22. MAI 1963
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines Wasserstoffergänzers für eine elektrische
Entladungsröhre, bei dem ein Bauteil der Röhre mit einer Schicht aus feinverteiltem Metall, wie
Zirkon oder Titan, bedeckt wird, das imstande ist, auf umkehrbare Weise Wasserstoff aufzunehmen und
wieder abzugeben, und nach der Entgasung der Röhre und der Elektroden zumindest teilweise mit Wasserstoff
gesättigt wird. Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine zweckmäßige Durchführungsform dieses Verfahrens
und auf eine mit einem so hergestellten Wasserstoffergänzer versehene Gasentladungsröhre
sowie auf die Verwendung so hergestellter Wasserstoffergänzer in einem Neutronengenerator.
Unter Wasserstoff sind hierbei auch die beiden Isotope Deuterium und Tritium zu verstehen, die entweder
einzeln oder als Gemisch häufig bei Neutronengeneratoren Verwendung finden.
Ein Verfahren von der geschilderten Art ist bereits bekannt. Das Zirkon wird als Metallpulver auf der
Innen- oder Außenseite eines der Kathodenschirme eines Wasserstoffthyratrons oder, wenn ein niedrigerer
Druck erwünscht ist, auf dem Gitterzylinder oder der Anode angebracht. Der Aufbau der Röhre macht es
notwendig, die feinverteilte Zirkonschicht vor der Montage der Elektroden auf diesen anzubringen.
Beim Entgasen der Röhre befindet sich das Zirkonpulver auf hoher Temperatur in den aus den Elektroden
frei werdenden Gasen und wird somit mehr oder weniger verunreinigt.
Obgleich dies bei den verhältnismäßig hohen Drücken, die in einem Wasserstoffthyratron Anwendung
finden, unbedenklich sein kann, ist insbesondere die Wasserstoffabsorptionsgeschwindigkeit derartiger
Schichten verhältnismäßig gering, so daß ζ. Β. bei Neutronengeneratoren, in denen im Betrieb Drücke
von 10~2 bis 10~4 mm Hg Anwendung finden,
Schwierigkeiten bei der Druckregelung auftreten können.
Bei einem Verfahren zum Herstellen eines Wasserstoffergänzers für eine elektrische Entladungsröhre,
bei dem ein Bauteil der Röhre mit einer Schicht aus feinverteiltem Metall, wie Zirkon oder Titan, bedeckt
wird, das imstande ist, auf umkehrbare Weise Wasserstoff aufzunehmen und wieder abzugeben, und nach
der Entgasung der Röhre und der Elektroden zumindest teilweise mit Wasserstoff gesättigt wird, wird gemäß
der Erfindung die Schicht aus feinverteiltem Metall erst nach der Entgasung der Röhre und der
Elektroden durch Verdampfung des Metalls in einer Edelgasatmosphäre oder durch Zerstäubung des Metalls
in einer Edelgas-Glimmentladung angebracht und Verfahren zum Herstellen
eines Wasserstoff ergänzers
für eine elektrische Entladungsröhre,
ferner mit einem so hergestellten Wasserstoffergänzer versehene Gasentladungsröhre,
sowie Verwendung so hergestellter Wasserstoffergänzer in einem Neutronengenerator
eines Wasserstoff ergänzers
für eine elektrische Entladungsröhre,
ferner mit einem so hergestellten Wasserstoffergänzer versehene Gasentladungsröhre,
sowie Verwendung so hergestellter Wasserstoffergänzer in einem Neutronengenerator
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dr. rer. nat. P. Roßbach, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 25. November 1960 (Nr. 258 414)
Niederlande vom 25. November 1960 (Nr. 258 414)
Otto Reifenschweiler, Eindhoven (Niederlande),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
zugleich oder danach mit Wasserstoff gesättigt und schließlich das überschüssige Gas abgepumpt.
Verdampfung oder Zerstäubung nach der Entgasung kann das Metallpulver nicht mehr verunreinigen, während außerdem durch die Verdampfung
oder Zerstäubung in einem Edelgas ein sehr feines Korn von der Größenordnung von 100 A erhalten
wird, dessen Oberfläche im Verhältnis zum Gewicht außergewöhnlich groß ist, so daß sich eine große Absorptions-
und Desorptionsgeschwindigkeit ergibt. Das Edelgas wird nach der Zerstäubung unter Verdampfung
abgepumpt. Wasserstoff und/oder eines der beiden Isotope kann bzw. können bereits während der
Verdampfung oder Zerstäubung in einem Edelgas vorhanden sein oder erst nachher zugelassen werden.
In einer zweckmäßigen Durchführungsform des Verfahrens nach der Erfindung wird das zu verdampfende
Metall als Bedeckung auf eine Verdampferwendel aufgebracht, von dieser abgedampft und auf
eine die Verdampferwendel umgebende dünnwandige Metallhülle aufgedampft. Der so hergestellte Wasserstoffergänzer
wird vorzugsweise in einer elektrischen Gasentladungsröhre verwendet, wobei die Verdampferwendel
als betriebsmäßiger Heizkörper für
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die dünnwandige Metallhülle mit der aufgedampften Schicht dient und der Wasserstoffergänzer innerhalb
der Röhre angeordnet ist oder derart aus der Röhrenwand herausragt, daß die Metallhülle einen Teil der
Röhrenwand bildet. Infolge seines Aufbaus hat der Wasserstoffergänzer eine geringe Wärmekapazität und
spricht somit schnell auf die Schwankungen in der Temperatur des Heizkörpers an. Wenn die Metallhülle
mit der Schicht aus feinverteiltem Metall aus ist es dann schwierig, beim Abpumpen des Argongases
die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.
In Fig. 4 befindet sich der Wasserstoffergänzer 1 mit dem Heizkörper 2 im Metallteil 12 eines Neutronengenerators,
dessen Ionenquelle aus einer Molybdänanode 13 und einer durch zwei Molybdänplatten 14 und 15, deren letztere eine Öffnung 16 aufweist,
gebildeten Kathode besteht. Die Anode 13 wird von einem Zuführungsdraht 17 getragen, der durch
der Röhrenwand herausragt, ergibt sich der Vorteil io einen Isolierring 18 von der Weicheisenbuchse 19 geeiner
besseren Wärmeableitung und somit einer noch trennt ist, die zusammen mit einem Block Dauerkürzeren
Einstellzeit. magnetstahl 20 den Magnetkreis für die Ionenquelle
Besonders vorteilhaft ist die Verwendung eines nach der Erfindung hergestellten Wasserstoffergänzers
in einem an sich bekannten Neutronengenerator, der 15 ergänzer 1 angeordnet ist. Ein Glaskörper 22 trägt die
durch eine Trennwand mit einer Sondenelektrode oder Hohlelektrode 23, in der sich die Auftreffplatte 24 beim
allgemeinen mit dem Kanal (Strömungswiderstand) findet. Die Anode der Ionenquelle hat im Betrieb eine
der Ionenquelle in zwei Teile unterteilt ist und in jeder
Röhrenhälfte beiderseits der Trennwand einen Wasserstoffergänzer enthält, von denen beim Betrieb des 20
Generators der eine als Wasserstoffabgeber und der
andere als Wasserstoffabsorber dient.
Röhrenhälfte beiderseits der Trennwand einen Wasserstoffergänzer enthält, von denen beim Betrieb des 20
Generators der eine als Wasserstoffabgeber und der
andere als Wasserstoffabsorber dient.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der
Fig. 1 einen Wasserstoffergänzer zur Anordnung innerhalb der Röhre,
Fig. 2 eine Einzelheit der Verdampferwendel und Fig. 3 einen vor der Röhre vorstehenden Wasserstoffergänzer
darstellt, während
Fig. 4 und 5 zwei Neutronengeneratoren mit Wasserstoffergänzern nach der Erfindung darstellen.
In Fig. 1 bezeichnet 1 ein Nickelrohr mit einer Wanddicke von 0,1 mm, einem Durchmesser von
20 mm und einer Länge von 30 mm, in dem sich ein Heizkörper 2 befindet, der aus einem Kerndraht 3 aus
Wolfram mit einem Durchmesser von 0,4 mm besteht, auf den eng aneinandergepreßt ein Wolframdraht 4
mit einem Durchmesser von 0,3 mm und ein Titandraht 5 mit einem Durchmesser von 0,3 mm gewickelt
sind. Ein Ende des Heizkörpers 2 ist am oberen Ende 4° Tülle 35 abgeschirmt. Die Röhre wird folgendermaßen
des Rohres befestigt, und das untere Ende ist durch betrieben: Die Schicht 7 im unteren Wasserstoffeinen
keramischen Isolator 6 gegen das Rohr isoliert. ergänzer ist anfangs frei von den Wasserstoffisotopen
Die verdampfte Titanschicht ist mit 7 bezeichnet. Deuterium und Tritium, während die Schicht 7 des
In Fig. 3 bezeichnet 8 einen Teil der metallenen Rohrwand, in der eine Chromeisentülle 9, die auf
einem Teil 10 der Länge eine Wanddicke von nur 0,3 mm hat, durch Löten befestigt ist. Auf diesem
dünnwandigen Teil befindet sich die aufgedampfte Titanschicht 7, die vom Heizkörper 2 herrührt, der
hier durch eine Glaskappe 11 isoliert eingeführt ist. 50 geschickt, so daß sich eine Hochfrequenzentladung
Das andere Ende des Heizkörpers 2 ist leitend mit ergibt. An die Elektrode 28 wird eine Spannung von
der Röhrenwand 8 verbunden.
Wenn die Entladungsröhre, von der ein Wasserstoff
Wenn die Entladungsröhre, von der ein Wasserstoff
bildet. Die Weicheisenbuchse 19 wird vom Nickelrohr 21 getragen, innerhalb dessen der Wasserstoff-
Spannung von 2000 V in bezug auf die Kathode. Die Elektrode 23 erhält dann eine Spannung von —125 kV
in bezug auf die Ionenquelle. Der Ionenstrom beträgt 0,1 mA bei einem Druck von etwa 3 · 10 ~4 mHg. Der
Druck wird mit Hilfe der Temperatur des Heizkörpers 2 in Abhängigkeit von der Stärke des Ionenstromes
oder der Neutronenausbeute geregelt. Das Gas in der Röhre und das in der feinverteilten Metallschicht
7 aufgenommene Gas bestehen aus einem äquimolekularen Gemisch aus Deuterium und Tritium.
In Fig. 5 ist ein Neutronengenerator durch eine aus einer Eisen-Nickel-Kobalt-Legierung bestehenden
Scheibe 25 in zwei Hälften unterteilt, die durch die Glaskörper 26 und 27 gebildet werden. In der oberen
Hälfte ist weiter eine stabförmige Elektrode 28 und in der unteren Hälfte eine zylindrische Elektrode 29
mit Auftreffplatte 30 angebracht. Zwischen der mit einer engen Öffnung versehenen Elektrode 31, die sich
in der Scheibe 25 befindet, und der Elektrode 29 ist eine Beschleunigungselektrode 32 angeordnet. Die
Sondenelektrode 31 ist durch den Glaskegel 34 mit
oberen Wasserstoffergänzers mit diesen Isotopen gesättigt ist. Der untere Wasserstoffergänzer wird jetzt
kalt gehalten, und der obere wird erhitzt, so daß Deuterium und Tritium bis zu einem Druck von
ΙΟ"2 mm Hg frei werden. Durch die Spule 33 wird
ein Hochfrequenzstrom von 20 MHz hindurch-
ergänzer nach Fig. 1 oder 3 einen Teil bildet, entgast und entlüftet ist, wird Argon mit einem Druck von
10 mm Hg in sie zugelassen, wonach der Heizstrom durch den Wasserstoffergänzer allmählich auf etwa
30 A gesteigert wird; nach der Verdampfung des Titans sinkt dieser Strom auf etwa 20 A ab und wird
dann durch Erhöhung der Heizspannung wieder auf etwa 25 A gesteigert. Von der bewickelten Länge des
Kerndrahtes 3, die etwa 25 mm beträgt, sind dann 25 mg Titan abgedampft. Das Argongas wird abgepumpt,
und Wasserstoff oder die erwünschten Isotope oder ein Gemisch wird bzw. werden zugelassen und
unmittelbar in der feinverteilten Metallschicht aufgenommen. Erforderlichenfalls kann das Isotop sich bereits
im Argongas befinden, aber bei einem Überschuß 10 kV positiv in bezug auf die Elektrode 31 angelegt,
so daß Ionen zur Sondenelektrode 31 getrieben werden. Durch die negative Spannung der Elektroden 30
und 32 werden aus der Elektrode 31, die als Sonde wirkt, Deuterium- und Tritiumionen herausgezogen,
die auf die Auftreffplatte 30 geworfen werden. Der Gasdruck im Raum 27 kann nicht ansteigen, weil der
kalt gehaltene untere Wasserstoffergänzer das eintretende Gas, das nicht in der Auftreffplatte 30 aufgenommen
wird, sofort absorbiert. Der Ionenstrom kann bei zweckmäßiger Ausbildung der Sondenelektrode
31 bis etwa 10 mA betragen, so daß bei einer Gesamtspannungsdifferenz zwischen der Sonde
und der Elektrode 29 von 150 kV die Ausbeute 1011 Neutronen in der Sekunde sein kann. Die im
oberen Wasserstoffergänzer aufgenommene Gasmenge genügt, um die Röhre etwa 20 Stunden zu betreiben.
Dann muß die Röhre regeneriert werden. Dies kann folgendermaßen erfolgen: Der obere Wasserstoffergänzer
wird kalt gehalten, und der untere wird erhitzt, so daß sämtliches Deuterium und Tritium ausgetrieben
wird. Nach kurzer Zeit befindet sich samtliches Deuterium und Tritium wieder im oberen
Wasserstoffergänzer und kann die Röhre erneut in Betrieb gestellt werden.
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen eines Wasserstoffergänzers
für eine elektrische Entladungsröhre, bei dem ein Bauteil der Röhre mit einer Schicht
aus feinverteiltem Metall, wie Zirkon oder Titan, bedeckt wird, das imstande ist, auf umkehrbare
Weise Wasserstoff aufzunehmen und wieder abzugeben, und nach der Entgasung der Röhre und
der Elektroden zumindest teilweise mit Wasserstoff gesättigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schicht aus feinverteiltem Metall erst nach der Entgasung der Röhre und der Elektroden durch
Verdampfung des Metalls in einer Edelgasatmosphäre oder durch Zerstäubung des Metalls
in einer Edelgas-Glimmentladung angebracht und zugleich oder danach mit Wasserstoff gesättigt
wird und daß schließlich das überschüssige Gas abgepumpt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu verdampfende Metall als
Bedeckung auf eine Verdampferwendel aufgebracht, von dieser abgedampft und auf eine die
Verdampferwendel umgebende dünnwandige Metallhülle aufgedampft wird.
3. Nach einem Verfahren nach Anspruch 2 hergestellter Wasserstoffergänzer in einer elektrischen
Gasentladungsröhre, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdampferwendel als betriebsmäßiger Heizkörper
für die dünnwandige Metallhülle mit der aufgedampften Schicht dient und daß der Wasserstoffergänzer
innerhalb der Röhre angeordnet ist oder derart aus der Röhrenwand herausragt, daß
die Metallhülle einen Teil der Röhrenwand bildet.
4. Verwendung nach dem Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3 hergestellter Wasserstoffergänzer
in einem Neutronengenerator, der durch eine Trennwand mit einer Sondenelektrode oder
im allgemeinen mit dem Kanal (Strömungswiderstand) der Ionenquelle in zwei Teile unterteilt ist
und in jeder Röhrenhälfte beiderseits der Trennwand einen Wasserstoffergänzer enthält, von
denen beim Betrieb des Generators der eine als Wasserstoffabgeber und der andere als Wasserstoffabsorber
dient.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 012 381,
031 438;
USA.-Patentschrift Nr. 2 497 911.
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 012 381,
031 438;
USA.-Patentschrift Nr. 2 497 911.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 309 597/222 5.63
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
NL258414 | 1960-11-25 |
Publications (1)
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ID=19752727
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