DE1144769B - Vielstufige elektronische Zaehlkette - Google Patents
Vielstufige elektronische ZaehlketteInfo
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K23/00—Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains
- H03K23/002—Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains using semiconductor devices
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Description
Die Erfindung betrifft eine vielstufige elektronische Zählkette mit einer Reihe von in Kaskade geschalteten
bistabilen Kreisen, von denen jeder ein Paar gleichartiger Transistoren enthält, deren Basen und
Kollektoren kreuzweise miteinander verbunden sind, wobei alle zwischen den Kreisen angeordneten Kopplungen
einen Parallelpfad mit veränderlicher Impedanz enthalten, welcher bei dem zweiten der gekoppelten
Kreise mit einer der Elektroden eines der Transitoren des Transistorpaares verbunden ist, und wobei
die Impedanz des Parallelpfades in Abhängigkeit vom Schaltzustand des ersten der gekoppelten Kreise
so gesteuert wird, daß, bis der erste Kreis von seinem einen stabilen Schaltzustand in den anderen umschaltet,
ein Strom über den Parallelpfad abgeleitet wird, um zu verhindern, daß die gleiche Schaltzustandsänderung
auch in dem zweiten Kreis erfolgt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, Zählketten der einleitend genannten, bekannten Art einfacher
und damit preiswerter und weniger störanfällig aus- ao zubilden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, als veränderliche Impedanz des Parallelpfades
den einen Transistor des Transistorpaares eines jeden Kreises zu verwenden. Der hierdurch erzielte
Fortschritt liegt vor allem darin, daß weniger Bauelemente benötigt werden. Von Vorteil ist auch,
daß bei der erfindungsgemäßen Schaltung sowohl die Vorderflanke als auch die Hinterflanke des Impulses
in der Zählkette nutzbar gemacht werden kann. Die Vorderflanke steuert die erste Hälfte der Stufe und
die Hinterflanke die zweite Hälfte der Stufe, wobei dann jede Hälfte die Impulse führt, die an die andere
Hälfte der Stufe angelegt werden. Hieraus 'resultiert, daß auch größere Änderungen der Speisespannung a5
keinen störenden Einfluß auf die erfindungsgemäße Schaltung ausüben können.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann in jedem Kreis ein dritter Transistor angeordnet sein,
dessen Kollektor-Emitter-Kreis in dem Parallelpfad liegt, wobei der dritte Transistor über eine Schaltverbindung
steuerbar ist, welche von der Transistorbasis zu einer Elektrode eines der Transistoren des vorangehenden
in Reihe geschalteten Kreises führt, welche eine Potentialänderung erfährt, wenn der vorangehende
Kreis von seinem einen stabilen Schaltzustand in den anderen Schaltzustand überwechselt.
Der Parallelpfad in dem zweiten der beiden gekoppelten Kreise kann mit einer Schrittimpuls-Eingangsverbindung
dieses Kreises verbunden sein, um mit dem Parallelpfad die Schrittschaltimpulse von
dem Kreis fernzuhalten.
Vielstufige elektronische Zählkette
Anmelder:
Westinghouse Brake & Signal Company
Limited, London
Limited, London
Vertreter: Dr. E. Wiegand, München 15,
und Dipl.-Ing. W. Niemann,
Hamburg 1, Ballindamm 26, Patentanwälte
Hamburg 1, Ballindamm 26, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 12. Juni und 13. November 1958
(Nr. 18 769 und Nr. 36 528)
(Nr. 18 769 und Nr. 36 528)
Edgar Ian White, Stanley Leonard Hurst
und William Ernest New, London,
sind als Erfinder genannt worden
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Zählkette zur Durchführung binärer Zählungen
so ausgelegt sein, daß jede Binärstufe aus zwei bistabilen Kreisen mit je einem Eingang und zwei
Zweigleitungen besteht, die von jedem Eingang zu den Transistoren des entsprechenden bistabilen Kreises
führen, wobei als Kopplung zwischen den Kreisen für jede dieser Zweigleitungen ein Parallelpfad
vorgesehen ist, so daß jeweils der Schaltzustand des einen Kreises bestimmt, über welche der Zweigleitungen
ein Eingangsimpuls den Transistoren des anderen Kreises zugeführt wird. Hier kann die Anordnung
dann so getroffen werden, daß jeder der Parallelpfade eine Diode enthält und von einer der
Zweigleitungen für den Anschluß eines der Transistoren des einen Kreises der Binärstufe zum Kollektor
eines der Transistoren des anderen Kreises der Binärstufe führt, wobei der Kollektor desjenigen
Transistors ausgewählt ist, welcher demjenigen Transistor des anderen Kreises entspricht, zu dem die
Zweigleitung führt, wodurch jeder bistabile Kreis seinen Schaltzustand entgegengesetzt zu dem in dem
anderen bistabilen Kreis herrschenden Schaltzustand ändert.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen beschrieben, bei denen es sich um
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spezielle Anwendungen verschiedener Arten von vielstufigen elektronischen Zählketten handelt, die in den
Zeichnungen in entsprechenden Schaltbildern dargestellt sind. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine Kette mit nacheinander umschaltenden Stufen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 eine Kette mit nacheinander umschaltenden Stufen gemäß einer weiteren Ausführungsform,
Fig. 2 A eine noch weitere Ausführungsform einer Kette mit nacheinander umschaltenden Stufen,
Fig. 3 die Anwendung der Erfindung bei einer binären Zählkette und
Fig. 4 eine an Stelle der Kette der Fig. 3 zu verwendende Schaltung zum Zählen der Halbwellen
einer alternierenden Wechselschwingung.
Bei der in den Fig. 1, 2 und 2 A dargestellten vielstufigen elektronischen Zählkette besteht jede Stufe
aus einem bistabilen oder Kippkreis mit zwei PNP-geschalteten Transistoren TR1 und TR 2, deren Basen
und Kollektoren gemäß der bekannten Eccles-Jordan-Schaltung über entsprechende Widerstände
über Kreuz angeschlossen sind. Die dargestellte Zählkette zeigt nur drei Stufen, welche in der Reihenfolge,
in der die Schaltzustände weitergegeben werden, mit A, B und C bezeichnet sind. Diese Buchstaben sind
auch den Transistor- und sonstigen Schaltelementenbezeichnungen als weitere Indizes angehängt, um sie
voneinander zu unterscheiden. Die verschiedenen Stufen der Kette sind — wie aus den Figuren zu entnehmen
— miteinander in Kaskade geschaltet. ;
Unter der Steuerung negativer Schrittschalt- oder Auslöseimpulse werden diese Stufen von einem normalen
stabilen Schaltzustand, von dem bei den Ketten der Fig. 1, 2 und 2 A angenommen ist, daß es sich
um den Schaltzustand handelt, bei dem der Transistor TRl nichtleitend und der andere Transistor TR2
voll leitend ist, in den anderen oder reversierten stabilen Schaltzustand umgeschaltet, bei welchem unter
den gleichen Voraussetzungen der Transistor TRl Für eine Betrachtung der Arbeitsweise der Kette
soll angenommen werden, daß sich alle drei Stufen A, B und C anfänglich in ihren normalen Schaltzuständen
befinden. Wenn nun an der Schrittschaltleitung 5 ein negativer Schrittschaltimpuls erscheint,
führt dies in der Stufe C und in ähnlicher Weise in der Stufe A dazu, daß der Transistor TRlC leitend und
über die über Kreuz geschalteten Verbindungen der Transistor TR2C gesperrt wird. Da sich jedoch die
ίο Stufe B im normalen Schaltzustand befindet, sorgt das
etwa in voller Höhe anliegende negative Potential an dem Kollektor des nichtleitenden Transistors TRlB
über die Leitung ICB für einen negativen Vorstrom an der Basis des Transistors TR 3 C, so daß der Transistor
TR3C leitet und einen Strom aufnimmt, der verhindert, daß das negative Potential am Kollektor
des Transistors TR 2 C anwächst. Demzufolge kann am Ende des Schrittschaltimpulses der Schaltzustand
der Stufe C nicht länger aufrechterhalten werden, so ao daß diese Stufe in den normalen Schaltzustand zurückkehrt.
Falls der gerade betrachtete Schrittschaltimpuls die Wirkung hatte, den Schaltzustand der Stufe A zu
reversieren, beseitigt der Transistor TRlA durch sein Leiten den negativen Vorstrom am Transistor
TR3B, so daß dieser nichtleitend wird. Wenn die Stufe B von dem nachfolgenden, in der Leitung 5 A
erscheinenden Impuls ausgelöst wird, kann das negative Potential am Kollektor des Transistors TR 2 B
etwa den vollen Wert erreichen, so daß nun die Stufe B ihrerseits reversiert wird. Es ist offensichtlich,
daß nun auch die Stufe C durch den nächstfolgenden Schrittschaltimpuls reversiert werden kann und daß
in dieser Weise die Umschaltung der Reihe nach in der Kette weiterrücken kann.
In der Fig. 2 wird der normalerweise leitende Transistor Ti? 2 des Transistorpaares eines jeden Kreises
als veränderliche Impedanz des Parallelpfades für die Schrittschaltimpulse verwendet. Zu diesem Zweck
leitend und der Transistor TR2 nichtleitend ist. Die 40 führt jede zwischen den Kreisen angeordnete Kopp-Folge
von Schrittschaltimpulsen kann den Basen aller lungsleitung IC von dem Kollektor des Transistors
Transistoren TR1 der Kette gemeinsam zugeführt TR 2 in dem ersten der gekoppelten Kreise zu einem
werden. Vorzugsweise sind jedoch zwei Schrittschalt- Punkt zwischen den Widerständen R 2 und R 3 eines
leitungen 5 und 5 A vorgesehen. Schrittschaltimpuls- Spannungsteilerwiderstandes innerhalb der Schritt-Eingangsleitungen
verbinden die Leitung 5 mit den 45 impuls-Eingangsverbindung zu dem zweiten der geBasen
der Transistoren fRl jeder zweiten Stufe, koppelten Kreise. Die Arbeitsweise dieser Kette ist
während in entsprechender Weise die Leitung 5 A leicht verständlich unter Berücksichtigung der auf die
mit den Basen der Transistoren TR1 der übrigen Fig. 1 bezogenen Beschreibung. An Stelle einer Neu-Stufen
verbunden ist, so daß bei den drei Stufen A, B tralisierung der Schrittschaltimpulse in den Stufen
und C jeder der Schrittimpulse der Leitung S gleich- 50 werden die Schrittimpulse dadurch ferngehalten, daß
zeitig den Stufen A und C und jeder Schrittschalt- man sie so lange über einen Parallelpfad mit dem
impuls aus der Leitung SA der Stufe B zugeführt normalerweise leitenden Transistor des vorangeganwird.
genen Kreises führt, bis dieser Transistor durch Re-
Es soll nun speziell auf Fig. 1 eingegangen werden. versierung des Schaltzustandes der vorangehenden
Hier befindet sich zwischen jedem Paar von be- 55 Stufe nichtleitend wird. Im wesentlichen in Abhängignachbarten
bistabilen Kreisen eine diese Kreise keit von der Größe der negativen Schrittschaltimpulse
verbindende Kopplung, welche von einer Leitung/C in bezug auf vorgegebene Stromkreiskonstanten kann
mit einem Spannungsteilerwiderstand gebildet wird,
welcher aus den Widerständen R1 und R 2 besteht,
zwischen denen die Basis eines zusätzlichen PNP-ge- 60
schalteten Transistors TR3 liegt, dessen Kollektor-Emitter-Kreis dem Kollektor-Emitter-Kreis des Transistors TR2 des zweiten der gekoppelten bistabilen
Kreise parallel geschaltet ist. Das eine Ende der Lei-
welcher aus den Widerständen R1 und R 2 besteht,
zwischen denen die Basis eines zusätzlichen PNP-ge- 60
schalteten Transistors TR3 liegt, dessen Kollektor-Emitter-Kreis dem Kollektor-Emitter-Kreis des Transistors TR2 des zweiten der gekoppelten bistabilen
Kreise parallel geschaltet ist. Das eine Ende der Lei-
es sich als erforderlich erweisen, für eine verläßliche Arbeitsweise der Kette in jeder zwischen den Kreisen
angeordneten Kopplungsleitung IC eine Diode anzuordnen und so zu polen, daß sie in Sperrichtung vorgespannt
wird, wenn das Kollektorende der Leitung etwa auf vollem negativem Potential liegt. Es ist zu
beachten, daß gemäß Fig. 2 die Erfindung zur selek-
tung IC ist mit dem ersten der gekoppelten Kreise am 65 tiven Steuerung der Schrittschaltimpulse verwendet
Kollektor des Transistors TRl angeschlossen, wäh- wird.
rend das andere Ende der Leitung mit einer positiven Die abgewandelte Ausführungsform gemäß Fig. 2 A
Vorspannungsquelle verbunden ist. verwendet ebenfalls den normalerweise leitenden
Transistor TR 2 als variable Impedanz eines Parallelpfades.
In diesem Falle erstrecken sich die zwischen den Kreisen angeordneten Kopplungsleitungen IC
zwischen den Kollektoren der Transistoren TRl der zwei miteinander gekoppelten Kreise, wobei in jeder
dieser Leitungen eine Diode Dl, D 2 oder D 3 angeordnet ist, welche so gepolt ist, daß sie durch ein
negatives Potential an ihrem Anschluß zum zweiten Kreis und Erdpotential an ihrem Anschluß zum ersten
Kreis in Durchlaßrichtung vorgespannt wird. In anderer Beziehung sind die Kreise die gleichen wie die der
Fig. 2, obwohl die Spannungsteilerwiderstände in den Schrittschaltimpuls-Eingangsverbindungen nicht mehr
benötigt werden.
Die Diode wird in Durchlaßrichtung vorgespannt, wenn der erste der zwei über die Diode verbundenen
Kreise noch in seinem normalen Schaltzustand ist, bei welchem der Transistor TR 2 Strom führt und dem
zweiten Kreis ein Schrittschaltimpuls zugeführt wird. Die Zufuhr dieses Impulses führt dazu, daß der Transistor
TRl des zweiten Kreises gesperrt wird, daß aber, wenn am Kollektor dieses Transistors ein negatives
Potential aufgebaut wird, die resultierende Vorspannung der Diode in Durchlaßrichtung einen Parallelstrom
über den leitenden Transistor TRl des ersten Kreises ermöglicht. Für diesen Schaltzustand
wird daher der Kollektor des Transistors TR1 des
zweiten Kreises auf Erdpotential gelegt, wodurch dieser Kreis dann daran gehindert wird, in seinen reversierten
Schaltzustand umgeschaltet zu werden. Die Verhinderung des Umschaltens geschieht ähnlich, wie
es in Verbindung mit Fig. 1 erläutert wurde.
Wenn der erste der zwei Kreise, zwischen denen die Diode eingeschaltet ist, eine Schaltzustandsänderung
erlitten hat, bewirkt das volle negative Potential, welches dann am Kolektor des Transistors TR2 des
ersten Kreises herrscht, daß die Diode in Sperrichtung vorgespannt wird, so daß der Schaltzustand des zweiten
Kreises geändert werden kann.
Selbstverständlich ist es auch möglich, anstatt wie bei der zuvor beschriebenen Anordnung den Basen
der ersten Transistoren TRl in einem jeden der Kreise A, B und C usw. negative Schrittschaltimpulse
zuzuführen, die Schaltverbindungen von den Schrittschaltleitungen S, SA auch zu den Basen der zweiten
Transistoren TRl jedes Kreises zuführen, um dann an diese zweiten Transistoren positive Schrittschaltimpulse
anzulegen und die gleichen Ergebnisse zu erzielen wie bei der Zufuhr von negativen Impulsen zu
den ersten Transistoren.
In der Fig. 3 ist lediglich eine Stufe einer vielstufigen binären Zählkette dargestellt. Diese Stufe enthält
zwei in Kaskade geschaltete bistabile Kreise D und E der zuvor beschriebenen Art, in denen die Transistoren
mit Ti?4 und TRS bzw. TR6 und TR7 bezeichnet
sind. Die zu zählenden Impulse werden der Stufe abwechselnd über die doppelten Eingangsverbindungen
6 und 6 A in einer nachfolgend noch zu beschreibenden Weise so zugeführt, daß jeder der Teilstromkreise
den zugeführten Impuls zum anderen Teil-Stromkreis leitet. *
Die Eingangsverbindung 6 ist in zwei Zweigleitungen 7 und 8 unterteilt, die zu den Basen der Transistoren
TR 6, TR7 des Kreises E führen und jeweils zwei in Reihe geschaltete Widerstände eines Spannungsteilers
enthalten. Von dem Verbindungspunkt der Widerstände führt jeweils ein Parallelpfad zu dem
dem Transistor im Kreis E entsprechenden Kollektor des Transistors im Kreis D, d. h. im Falle der Zweigleitung
7 zum Kollektor des Transistors TR 4 und im Falle der Zweigleitung 8 zum Kollektor des Transistors
TR S. Diese Parallelpfade enthalten Dioden D1
bzw. Dl, die so gepolt sind, daß sie in Sperrichtung vorgespannt werden, wenn der zugeordnete Kollektor
sich etwa auf vollem negativem Potential befindet. Im Falle der Zweigleitungen 9 und 10 der Eingangsverbindung
6 A ist eine entgegengesetzte Anordnung getroffen, bei der die Zweigleitungen an die Basen der
Transistoren TR 4 und TRS des Kreises D angeschlossen sind, während die Parallelpfade über die
Dioden D 3 bzw. D 4 mit den Kollektoren der Transistoren TR 6 bzw. TR 7 des Kreises E verbunden sind.
Ein der Eingangsverbindung 6 zugeführter negativer Impuls gelangt in die beiden Zweigleitungen 7
und 8. Wenn aber beispielsweise der Transistor TR 4 im Kreis D nichtleitend und der Transistor TR S voll
leitend ist, sorgt der Impuls über die Zweigleitung 8 für eine Vorspannung der Diode Dl in Durchlaßrichtung,
so daß der Impuls über den augenblicklich leitenden Transistor TR 5 abgeleitet wird. Demzufolge
wird der Impuls nur über die Zweigleitung 7 zugeführt und erreicht nur die Basis des Transistors TR 6,
welcher daher in den leitenden Zustand gelangt. Der nächste der Eingangsverbindung 6 A zugeführte Impuls
kann nur über die Zweigleitung 10 zur Basis des Transistors TR 4 gelangen, da die andere Zweigleitung
9 mittels der Diode D 3 und des augenblicklich leitenden Transistors TR6 kurzgeschlossen ist.
Somit erfährt der Stromkreis D auf Grund dieses zweiten Impulses eine Schaltzustandsänderung in den
anderen stabilen Schaltzustand, in dem der Transistor TR 4 leitend und der Transistor TR 5 in entsprechender
Weise nichtleitend ist. Die in jedem der bistabilen Kreise auftretende Änderung erfolgt jeweils entgegengesetzt
bezüglich des in dem anderen bistabilen Kreis herrschenden Schaltzustandes.
Die Registrierung einer Zählung in binärer Form geschieht durch den Schaltzustand eines ausgewählten
Kreises innerhalb jeder Stufe. Für die Übertragung einer Zählung zu Stufen höherer Ordnung innerhalb
der Kette ist jede dieser Stufen von höherer Ordnung so angeordnet, daß sie ihre Eingangssignale über
Kopplungskondensatoren (nicht dargestellt) von den Kollektoren des Transistorpaares des ausgewählten
Kreises der vorangehenden Stufe empfängt, so daß gemäß der an sich bekannten binären Zählweise in
jeder speziellen Stufe — mit Ausnahme der ersten Stufe — für jeweils zwei Schaltzustandsänderungen
in der vorangehenden Stufe nur eine Schaltzustandsänderung erfolgt. Es ist offensichtlich, daß diese Art
des Zählens für jede Zählung einer Einheit zwei negative Impulse benötigt. Die Perioden einer Wechselschwingung
lassen sich daher zählen, wenn man die positiven Halbwellen invertiert. Eine Schaltung zur
Durchführung dieser Aufgabe zeigt die Fig. 4, bei der als Beispiel angenommen ist, daß der Wellenzug die
Gestalt einer Sinus-Welle hat.
Der Eingang 11 des Kreises der Fig. 4 führt einerseits zu einer Diode D S, welche die negativen Halbwellen
unmittelbar beispielsweise zur Eingangsverbindung 6 überträgt, und andererseits zu einer Diode D 6, welche
die positiven Halbwellen zur Basis eines PNP-geschalteten Transistors 77? 8 mit geerdetem Emitter überträgt.
Dieser Transistor wirkt als Phasenumkehrkreis, da er nur, wenn die positive Halbwelle über die Diode
D 6 seiner Basis zugeführt wird, nichtleitend wird, um
einen negativen Ausgang von seinem KoUektor beispielsweise zur Eingangs verbindung 6 A zu übertragen.
Wenn es sich darum handelt, gleichgerichtete Impulse
zu zählen, kann die Schaltung der Fig. 4 ebenfalls verwendet werden; hier muß jedoch ein Differenzierkondensator
vorgeschaltet werden, um einen Eingang mit positiv und negativ auswandernden Wellen
für jeden der zu zählenden Impulse zu schaffen.
Die zuvor beschriebene binäre Zählkette zeichnet sich durch zahlreiche Vorteile aus, zu denen vor allem
das robuste und stabile Betriebsverhalten, die Fähigkeit, in einem relativ weiten Bereich von Versorgungsspannungen zufriedensteUend zu arbeiten, die Unempfindlichkeit
für Versorgungsschwankungen und die fehlerfreie Arbeit bei starken Änderungen der Eingangswellenformen
bei Frequenzen von mehr als 200 kHz gehören. Speziell bei hohen Frequenzen dieser
Größenordnung kann die Sensibilität der Zählkette verbessert werden, indem man den Widerständen
in den über Kreuz vorgesehenen Verbindungen zwischen den Basen und KoUektoren der Transistorpaare
kleine Kondensatoren parallel schaltet.
Wenn auch bei der vorstehenden Beschreibung auf Transistoren in PNP-Schaltung Bezug genommen
wurde, ist es offensichtlich, daß durch Reversieren der Versorgungsspannungen in an sich bekannter Weise
auch NPN-geschaltete Transistoren verwendet werden können.
Claims (6)
1. Vielstufige elektronische Zählkette mit einer Reihe von in Kaskade geschalteten bistabilen
Kreisen, von denen jeder ein Paar gleichartiger Transistoren enthält, deren Basen und KoUektoren
kreuzweise miteinander verbunden sind, wobei alle zwischen den Kreisen angeordneten
Kopplungen einen ParaUelpfad mit veränderlicher Impedanz enthalten, welcher bei dem zweiten der
gekoppelten Kreise mit einer der Elektroden eines der Transistoren des Transistorpaares verbunden
ist, und wobei die Impedanz des ParaUelpfades in Abhängigkeit vom Schaltzustand des ersten
der gekoppelten Kreise so gesteuert wird, daß, bis der erste Kreis von seinem einen stabilen
Schaltzustand in den anderen umschaltet, ein Strom über den ParaUelpfad abgeleitet wird, um
zu verhindern, daß die gleiche Schaltzustandsänderung auch in dem zweiten Kreis erfolgt, da
durch gekennzeichnet, daß ein Transistor des Transistorpaares eines jeden Kreises (z.B. TRl;
Fig. 2) als veränderliche Impedanz des Parallelpfades (/C) verwendet wird.
2. Vielstufige elektronische Zählkette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem
Kreis ein dritter Transistor (TR 3; Fig. 1) angeordnet ist, dessen KoUektor-Emitter-Kreis in dem
ParaUelpfad liegt, wobei der dritte Transistor über eine Schaltverbindung (/C) steuerbar ist,
welche von der Transistorbasis zu einer Elektrode eines der Transistoren des vorangehenden in
Reihe geschalteten Kreises führt, welche eine ίο Potentialänderung erfährt, wenn der vorangehende
Kreis von seinem einen stabilen Schaltzustand in den anderen Schaltzustand überwechselt.
3. Vielstufige elektronische Zählkette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
ParaUelpfad in dem zweiten der zwei gekoppelten Kreise mit einer Schrittimpuls-Eingangsverbindung
dieses Kreises verbunden ist, um mit dem ParaUelpfad die Schrittschaltimpulse von dem Kreis fernzuhalten.
4. Vielstufige elektronische Zählkette nach Anspruch 1 zur Durchführung binärer Zählungen,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Binärstufe (Fig. 3) aus zwei bistabilen Kreisen (D und E) mit
je einem Eingang (6,6A) und zwei Zweigleitungen (7, 8 oder 9, 10) besteht, die von jedem Eingang
zu den Transistoren des entsprechenden bistabilen Kreises führen, wobei als Kopplung zwischen den
Kreisen für jede dieser Zweigleitungen ein ParaUelpfad vorgesehen ist, so daß jeweils der Schaltzustand
des einen Kreises bestimmt, über welche der Zweigleitungen ein Eingangsimpuls den Transistoren
des anderen Kreises zugeführt wird.
5. Vielstufige elektronische Zählkette nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der
ParaUelpfade eine Diode enthält und von einer der Zweigleitungen für den Anschluß eines der
Transistoren des einen Kreises der Binärstufe zum KoUektor eines der Transistoren des anderen
Kreises der Binärstufe führt.
6. Vielstufige elektronische Zählkette nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kollektor
desjenigen Transistors ausgewählt ist, welcher demjenigen Transistor des anderen Kreises
entspricht, zu dem die Zweigleitung führt, wodurch jeder bistabüe Kreis seinen Schaltzustand
entgegengesetzt zu dem in dem anderen bistabilen Kreis herrschenden Schaltzustand ändert.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften J 7784 VIII a/21a1 (bekanntgemacht am 27.12.1956), 1 026 360;
USA.-Patentschrift Nr. 2 594 336;
Electronics, März 1956, S. 174 bis 178.
Deutsche Auslegeschriften J 7784 VIII a/21a1 (bekanntgemacht am 27.12.1956), 1 026 360;
USA.-Patentschrift Nr. 2 594 336;
Electronics, März 1956, S. 174 bis 178.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
GB1876958A GB901886A (en) | 1958-06-12 | 1958-06-12 | Improvements relating to electronic counting chains |
GB2971101X | 1958-11-13 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1144769B true DE1144769B (de) | 1963-03-07 |
Family
ID=32395977
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEW25795A Pending DE1144769B (de) | 1958-06-12 | 1959-06-11 | Vielstufige elektronische Zaehlkette |
Country Status (2)
Country | Link |
---|---|
US (2) | US3026426A (de) |
DE (1) | DE1144769B (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1959
- 1959-06-04 US US818195A patent/US3026426A/en not_active Expired - Lifetime
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- 1959-10-30 US US849831A patent/US2971101A/en not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
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US3026426A (en) | 1962-03-20 |
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