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DE1141999B - Verfahren zur Herstellung gekoernter Kaliduengesalze fuer Duengezwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gekoernter Kaliduengesalze fuer Duengezwecke

Info

Publication number
DE1141999B
DE1141999B DEC22501A DEC0022501A DE1141999B DE 1141999 B DE1141999 B DE 1141999B DE C22501 A DEC22501 A DE C22501A DE C0022501 A DEC0022501 A DE C0022501A DE 1141999 B DE1141999 B DE 1141999B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
granules
granulator
potash
expediently
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC22501A
Other languages
English (en)
Inventor
Ruediger Lothar Von Reppert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG Werk Kalle Albert
Original Assignee
Chemische Werke Albert
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Albert filed Critical Chemische Werke Albert
Priority to DEC22501A priority Critical patent/DE1141999B/de
Publication of DE1141999B publication Critical patent/DE1141999B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D1/00Fertilisers containing potassium
    • C05D1/005Fertilisers containing potassium post-treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung gekörnter Kalidüngesalze für Düngezwecke Zur Lösung der Aufgabe, Kalidüngesalze in Form von Granulaten herzustellen, sind mehrere Vorschläge gemacht worden. So wird z. B. in Ullmann, Enzyklopädie der technischen Chemie, 3. Auflage, 1957, Bd. 9, S. 219, das Schmelzen der Kalisalze im Muffelofen und Zerkleinerung der auf schnell laufenden Kühltellem erhaltenen Platten genannt, ferner das Oberführen von Schmelzen in die Granulatforin durch Kühlung mittels entgegenströmender Luft oder die Granulation auf Zweiwalzenpressen.
  • Nach einem weiteren Verfahren der deutschen Patentschrift 1022 241 werden die im Kalisalz-Trockengut enthaltenen Bestandteile an Feinsalzstaub mit feinem, Ton oder Kieserit enthaltendem Schleuder- oder Filtersalz, insbesondere Konzentrat der Kalisalzgewinnung, vermischt, das feuchte Mischprodukt wird mit Kalisalzstaub aus der Trockentrommel undloder Feinsalz gemischt und schließlich, gegebenenfalls unter Zusatz weiterer als Düngemittel geeigneter Komponenten, unter anderem Thomasmehl, in bekannter Weise granuliert und danach getrocknet.
  • Man hat auch vorgeschlagen, die Granulation mit Wasser in einer Vibrationstrockenrinne derart vorzunehmen, daß die Größe der Granalien allein durch die Menge des Wassers geregelt und daß der Trockenvorgang getrennt von der Grariulierung durchgeführt wird.
  • Ein anderer Vorschlag (deutsche Patentschrift 969 208) granuliert Kalisalze mit Thomasmehl zu einer Teilchengröße von 0,1 bis 1 mm.
  • Nach einem weiteren Verfahren zur Herstellung von körnigen Kalisalzen (deutsche Patentschrift 665 693) wird das zur Granulierung gelangende, vorzugsweise Magnesiumchlorid oder Magnesiumsulfat enthaltende Kalisalz mit gebranntem Kalk vermischt und gleichzeitig mit Magnesiumsulfat in festem oder gelöstem Zustand sowie mit Wasser versetzt, worauf die feuchte krümelige Masse in rotierenden Granuliertrommeln od. dgl. granuliert und getrocknet wird.
  • Nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 663 410 werden die zu körnenden Stoffe oder Stoffgemische, zu denen auch Kahdüngesalze oder feinmehlförmige Kalisalze gehören können, zunächst in einen formbaren Zustand übergeführt, was durch mechanische Behandlung, insbesondere Mischen, Kneten oder Mahlen, geschehen soll. Gegebenenfalls kann auch Wasser zugegeben werden; über dessen Menge ist jedoch nichts gesagt, auch nicht darüber, daß der Wasserzusatz innerhalb bestimmter Grenzen erfolgen soll. Die so vorbereiteten Produkte werden dann zerteilt, beispielsweise mit Hilfe einer Presse, durch ein Sieb gedrückt und dann, was kennzeichnendes Merkmal dieses Verfahrens ist, auf einer mit hoher Frequenz bewegten Vibrationsvorrichtung ge- trocknet.
  • Das hier geschilderte Verfahren vermittelt nicht die technische Lehre, daß Kalidüngesalze, die man granulieren will, eine bestimmte Mahlfeinheit und einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt aufweisen müssen. Das Verfahren arbeitet mehrstufig-. Kneten, Zerkleinern, Trocknen; es ist deshalb auch apparativ aufwendiger, denn es erfordert z. B. Misch- oder Knetvorrichtungen, das Zerteilerorgan, z. B. ein Sieb mit Druckpresse, und schließlich, für das Verfahren überhaupt kennzeichnend, den Vibrationstrockner.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung dagegen arbeitet in einer einzigen, sehr einfachen Ap- paratur; es benötigt weder die Herbeiführung eines formbaren Zustandes noch ein Zerteileraggregat oder einen Vibrationstrockner.
  • Noch ein wesentlicher Unterschied ist zu erwähnen: Das Verfahren der deutschen Patentschrift 66-1410 arbeitet ohne Säurebehandlung, die aber schon wegen der dabei auftretenden Neutralisationswärme für die Arbeitsweise nach vorliegender Erfindung wesentlich ist.
  • Das Arbeiten mit Säuren wird in der deutschen Patentschrift 668 725 beschrieben, die Zusatz zu Patent 663 410 ist. Gegenstand der deutschen Patentschrift 668 725 ist es, den Anfall an Feinmehl zu verringern oder zu beseitigen, und das soll durch löslichkeitsverändernde Zusätze geschehen, die aus Säuren, aber auch aus Alkalien bestehen können. Diese Zusätze sollen so viel Salz in Lösung bringen, daß es später beim Austrocknen als Kittsubstanz wirkt. Ganz abgesehen davon, daß die Aufgabe dieser Zusätze eine völlig andere ist, ferner auch davon abgesehen, daß hier teils Säuren, teils Alkalien verwendet werden können, ist festzustellen, daß der Zusatz zu einem Zeitpunkt erfolgt, in dem das Gemisch noch ungeformt vorliegt. Bei der Arbeitsweise nach vorliegender Erfindung dagegen wird das fertige Granulat niit der Säure behandelt und einer chemischen Umsetzung unterworfen. - Auch die Patentschrift 668 725 vermittelt nicht die wichtige technische Lehre, das Ausgangsmaterial auf eine bestimmte Mahlfeinheit und einen bestimmten Wassergehalt einzustellen.
  • Die deutsche Auslegesehrift 1 064 079 beschreibt die Herstellung von graauherten Phosphatdüngemitteln, und es ist keineswegs von vornherein gesagt, daß eine dafür geeignete Maßnahme nun auch ohne weiteres auf ein Verfahren zur Herstellung von Kalidüngemitteln übertragbar und sinnvoll ist. Selbstverständlich können der genannten Auslegeschrift auch keine Maßnahmen entnommen werden, die für das Granulieren von Kalisalzen so entscheidend sind wie die Einstellung auf Mahlfeinheit und Feuchtigkeitsgehalt, und schließlich findet bei dem Verfahren der Erfindung (s. Beispiel) eine chemische Umsetzung zwischen der Granulatsubstanz und der aufgedüsten Säure statt, nicht jedoch bei dem bekannten Verfahren.
  • Gegenstand der deutschen Patentschrift 747 198 ist der Zusatz von Adsorptionsmitteln, und zwar pulverförinigem Tonerdehydrat, zu Düngemitteln, die frei fließend und lagerbeständig bleiben sollen. Das Verfahren der Erfindung betrifft dagegen den Granuliervorgang selbst, für den die erforderlichen Regeln zum technischen Handeln gegeben werden; der Zusatz von Adsorptionsmitteln, wie ihn die genannte Patentschrift beschreibt, bildet nur einen kleinen Teil der Maßnahmen, die für ein erfolgreiches Arbeiten nach vorliegender Erfindung erforderlich sind.
  • Versucht man, was das einfachste wäre, Kalisalze nur mit Wasser zu granuheren und darin zu trocknen, so erhält man nach kurzer Lagerzeit wieder zerfallende Produkte; der eigentliche Zweck des Granulierens wird somit nicht erreicht.
  • Es wurde nun gefunden, daß man haltbare, genügend druckfeste und gegenüber der Luftfeuchtigkeit weitgehend unempfindliche Kalidüngesalze in Granulatforin erhält, wenn man Kalisalze zunächst auf Mahlfeinheiten zwischen 30% Durchgang durch ein 1600-Maschen-Sieb und 95% Durchgang durch ein 10 000-Maschen-Sieb zerkleinert, dann durch Zusatz von Wasser, zweckmäßig in Form von Wasserdampf, in einem Granulator bekannter Bauart, vorzugsweise in einem Tellergranulator mit Ringkanälen, auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 5 bis 1611/o, vorzugsweise 14 bis 15%, einstellt und darauf eine Komgröße von 1 bis 2 mm Durchmesser granuliert und die so erhaltenen Granalien, zweckmäßig im ersten Ringkanal, mit 0,5 bis 511/o Schwefelsäure von 10 bis 60' Baum6 oder mit der gleichen Menge Phosphorsäure von 10 bis 54' Baum' bedüst, wonach die den Granalien noch anhaftende ungebundene freie Säure auf physikalischem Wege ausgetrieben und/oder auf chemischem Wege neutralisiert wird und die Granalien getrocknet werden.
  • Als säurebindende Stoffe verwendet man beispielsweise Kieselgur, Dolomitbranntkalk, Ton, Talkum, Kaohn od. dgl. in einer Menge von 1 bis 5%, bezogen auf das Kalisalz. infolge der säurebindenden Wirkung, gegebenenfalls weiter unterstützt durch die Neutralisationswärme, trocknen die Granulate an der Oberfläche gut ab; sie erhalten gleichzeitig eine Schutzhülle, die ihre mechanische Festigkeit erhöht und die Feuchtigkeitsempfindlichkeit des Kerns verringert.
  • Anschließend werden die so umhüllten Granalien getrocknet, was vorteilhaft durch Heißluftdüsen geschieht, die in dem äußeren Ringkanal angeordnet sind; die Trocknung kann auch in anderen bekannten Vorrichtungen, bespielsweise ölbeheizten Trockentrommeln, erfolgen.
  • Das Verfahren der Erfindung wird durch folgendes Beispiel noch näher erläutert. Beispiel Ein Kalidüngesalz mit 590/9 Y"0-Gehalt wird auf 80% Durchgang durch ein 10000-Maschen-Sieb in einer Stiftmühle vermahlen und in einem Granulierteller mit Ringkanälen nach Patent 1059 936 mit Wasser als Granulierflüssigkeit, das als Nebel in den Teller eingesprüht wird, auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 14% gebracht und in 1 bis 2 mm große Granalien übergeführt. Im ersten Ringkanal werden die Granalien mit 2,% Schwefelsäure von 601 Baum6 bedüst, wobei Abtrocknung und Erwürmung der zunächst noch weichen Granalien eintritt. Der entweichende Chlorwasserstoff wird durch eine über dem Teller angebrachte, mit Ventilator versehene Haube abgesaugt.
  • Die säurebehandelten Granalien, an deren Oberfläche sich eine Schicht von Kaliumsulfat gebildet hat, werden im zweiten Ringkanal mit 2% Dolomitbranntkalk umhüllt. Dadurch wird die noch anhaftende, ungebundene Säure neutralisiert, gleichzeitig entsteht unter Erwärmung eine festhaftende Schutzhülle.
  • Anschließend werden die umhüllten Granalien getrocknet, was entweder durch die im zweiten Ringkanal angeordneten Heißluftdüsen oder durch eine beheizte Trommel erfolgt. Man erhält ein sehr festes Granulat mit 58% K.0-Gehalt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung gekömter Kalidüngesalze für Düngezwecke, dadurch gekennzeichnet, daß Kalisalze zunächst auf Mahlfeinheiten zwischen 30,1/G Durchgang durch ein 1600-Maschen-Sieb und 95% Durchgang durch ein 10 000-Maschen-Sieb zerkleinert, dann durch Zusatz von Wasser, zweckmäßig in Form von Wasserdampf, in einem Granulater bekannter Bauart, vorzugsweise in einem Tellergranulator mit Ringkanälen, auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 5 bis 161/o, vorzugsweise 14 bis 15%, eingestellt und darauf auf eine Komgröße von 1 bis 2 mm Durchmesser granuliert werden, wonach die so erhaltenen Granalien, zweckmäßig im ersten Ringkanal des Tellergranulators mit 0,5 bis 5"1/o. Schwefelsäure von 10 bis 60' Baum6 oder mit der gleichen Menge PhosphorsUre von 10 bis 54' Baum' oder entsprechenden Mengen eines Gemisches beider Säuren bedüst werden, worauf die den Granalien anhaftende Säure. auf physikalischem Wege ausgetrieben und/oder auf chemischem Wege neutralisiert wird und die Granalien in bekannter Weise getrocknet werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 603 480, 663 410, 668 725, 747 198; deutsche Auslegeschrift Nr. 1064 079.
DEC22501A 1960-10-11 1960-10-11 Verfahren zur Herstellung gekoernter Kaliduengesalze fuer Duengezwecke Pending DE1141999B (de)

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE603480C (de) * 1931-01-29 1934-10-01 Kali Forschungs Anstalt G M B Verfahren zur Herstellung von geformten, gut streufaehigen Duengesalzen und Mischduengern
DE663410C (de) * 1932-07-01 1938-08-05 Theodor Wilhelm Pfirrmann Dr Verfahren und Vorrichtung zur Koernung von Duengemitteln oder anderen Stoffen oder Stoffgemischen
DE668725C (de) * 1933-06-15 1938-12-09 Theodor Wilhelm Pfirrmann Dr Verfahren zur Koernung von Duengemitteln oder anderen Stoffen oder Stoffgemischen
DE747198C (de) * 1934-02-20 1944-09-13 Ruhrchemie Ag Verfahren zur Erhoehung der Lagerbestaendigkeit und Streufaehigkeit von Duengesalzen oder Duengesalzgemischen
DE1064079B (de) * 1958-02-15 1959-08-27 Duengemittel Technik A G Verfahren zur Herstellung trckener, harter und auf dem Lager niht zusammenbackender Phosphat-duengemittelgranalien

Patent Citations (5)

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