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DE1139510B - Verfahren zur Herstellung neuer, bakteriostatisch wirksamer 1-Phenyl-2-dichloracetylamido-1, 3-propan-diole - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer, bakteriostatisch wirksamer 1-Phenyl-2-dichloracetylamido-1, 3-propan-diole

Info

Publication number
DE1139510B
DE1139510B DEST11458A DEST011458A DE1139510B DE 1139510 B DE1139510 B DE 1139510B DE ST11458 A DEST11458 A DE ST11458A DE ST011458 A DEST011458 A DE ST011458A DE 1139510 B DE1139510 B DE 1139510B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dichloroacetylamino
propanediol
phenyl
propanediols
dichloroacetylamido
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST11458A
Other languages
English (en)
Inventor
Chester Merle Suter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
STWB Inc
Original Assignee
Sterling Drug Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sterling Drug Inc filed Critical Sterling Drug Inc
Publication of DE1139510B publication Critical patent/DE1139510B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND KL. 12q 32/21
INTERNAT. KL. C 07 C
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT 1139 510
St 11458 IVb/12 q
ANMELDETAG: 21. JUNI 1952
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT: 15. NOVEMBER 1962
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer, bakteriostatisch wirksamer l-Phenyl-2-dichloracetylamido-l,3-propandiole der allgemeinen Formel
R · SO2-?
H NH · CO · CHCl2 V-C--C-CH2OH
OH H
worin R einen niederen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen, der aliphatischen cycloaliphatische Natur sein kann, oder einen Phenyl- oder Benzylrest bedeutet.
Die neuen l-(4'-Sulfonylphenyl)-2-dichloracetylamido-l,3-propandiole werden erfindungsgemäß hergestellt, indem man die entsprechenden, durch Umsetzung einer Verbindung der Formel
R-S-^ V- C-CH2-NH-CO-CHCl2
mit Formaldehyd in Gegenwart einer kleinen Menge Natriumbicarbonat und nachfolgende Reduktion der entstandenen Verbindung
NH-CO-CHCl2 Verfahren zur Herstellung
neuer, bakteriostatisch wirksamer
l-Phenyl^-dicWoracetylamido-l^-propan-
diole
Anmelder:
Sterlin Drug Inc.,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. F. Zumstein und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann, Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 1. Oktober 195f (Nr. 249 213)
Chester Merle Suter,
Albany, N. Y. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
R-S
-C-CH-CH2OH
phenyl-Verbindungen mittels Wasserstoffperoxyd oder 30 einer davon ableitbaren Perverbindung, zweckmäßig ίί einer organischen Persäure, oxydiert. Die von diesem
Verfahren umfaßte Umsetzung wird durch die erhältlichen racemischen oder D-threo-p-Mercapto- folgende Gleichung dargestellt:
R —S—s
NH-CO-CHCCl2
,—CH- C-CH2OH
j i
OH H NH-CO-CHCCl2
[Oj Per-Verbindung
R-SO- >—CH-C-CH2OH
Ia
Ib
OH H
Zur Herstellung der erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen geeignete Perverbindungen sind zum Beispiel Carosche Säure (H2SO5), Ammoniumpersulfat (NH4)2S2O8, Kaliumpersulfat, Wasserstoffperoxyd, Peressigsäure, Perbenzoesäure, Perphthalsäure, Natriumperborat und Natriumpercarbonat.
Im allgemeinen ist es vorteilhaft, als Oxydationsmittel eine organische Persäure, wie Peressigsäure oder Perbenzoesäure, zu verwenden. Vorteilhaft wird die Oxydation in Anwesenheit eines organischen Lösungsmittels, das gegenüber der als Oxydationsmittel verwendeten Perverbindung inert ist, ausgeführt. Die
209 707/320
Oxydation schreitet gewöhnlich bei Temperaturen im Bereich von 10 bis 1000C, je nach dem verwendeten Oxydationsmittel, am befriedigendsten fort; jedoch ist es bei Verwendung einer organischen Persäure zur Erzielung optimaler Ausbeuten vorteilhaft, die Reaktionstemperatur nicht über 65 0C ansteigen zu lassen. Man erhält eine racemische Form der l-(4'-Sulfonylphenyl^-dichloracetyl-amido-ljS-propandiole (Ib), wenn man eine racemische oder optisch inaktive Form
Beispiel 2
2-Dichloracetylamino-1 -(4'-äthylsulfonylphenyl)-1,3-propandiol
. 22 ecm 40%ige Peressigsäure wurden tropfenweise unter Rühren zu einer Lösung von 18,5 g 2-Dichloracetylamino -1 - (4' - äthylmercaptophenyl) -1,3 - propandiol, hergestellt aus «-Dichloracetylamino-4-äthylmercaptoacetophenon durch Umsetzung mit Formalin
der entsprechenden erhältlichen Mercaptoverbindun- io in alkoholischer Lösung in Gegenwart von Natrium
gen (Ia) als Ausgangsmaterial für die Oxydation verwendet. Wenn andererseits die D-Form des Ausgangsmaterials (Ia) verwendet wird, wird auch das Produkt (Ib) in der D-Form erhalten.
Die Erfindung soll durch die folgenden Beispiele veranschaulicht werden.
Beispiel 1
2-DichloracetyIamino~l-(4'-methylsulfonylphenyl)-
1,3-propandiol
7 g rechtsdrehendes 2-Dichloracetylamino-l-(4'-methylmercaptophenyl)-l,3-propandiol, hergestellt aus x- Dichloracetylamino - 4-methylmercaptoacetophenon durch Umsetzung mit Formalin in alkoholischer Lösung in Gegenwart von Natriumbicarbonat und nachfolgende Reduktion des entstandenen «-Dichloracetylamino -ß- oxy - 4 - methylmercaptopropiophenons mit Aluminiumisopropylat, wurden in 30 ecm Aceton gelöst. Zu dieser Lösung wurden tropfenweise unter C2H5SO2
Rühren 10 ecm 40%ige Peressigsäure hinzugefügt. Die Temperatur wurde während der Reaktion durch Kühlen des Reaktionsgefäßes auf 39 bis 45 0C gehalten. Nach 2stündigem Rühren des Gemisches wurde es mit 100 ecm Wasser verdünnt, und man ließ die Lösung über das Wochenende im Kühlschrank stehen. Der Niederschlag, der sich aus der Lösung abschied, wurde auf einem Filter gesammelt, einige Male mit Eiswasser gewaschen, und über Nacht bei 70° C getrocknet. Auf diese Weise erhielt man 6,2 g eines rechtsdrehenden 2-Dichloracetylamino-1 -(4'-methylsulfonylphenyl)-l,3-propandiols. Dieses Produkt schmolz bei 165,2 bis 166,6°C [«]£ = 13° (l%ige Lösung in 95°/oigem Äthanol) und hatte die Formel bicarbonat und nachfolgende Reduktion des entstandenen a-Dichloracetylamino-^-oxy-4-äthylmercaptopropiophenons mit Aluminiumpropylat, in 50 ecm Aceton hinzugefügt. Das Reaktionsgefäß wurde außen mit Eis gekühlt, und die Geschwindigkeit des Hinzufügens von Peressigsäure wurde so reguliert, daß die Temperatur des Reaktionsgemisches nicht über 400C stieg. Nach Beendigung des Hinzufügens von Peressigsäure wurde das Reaktionsgemisch 1 Stunde gerührt und dann auf —5° C gekühlt. Der Niederschlag, der sich aus der Lösung abschied, wurde auf einem Filter gesammelt und zweimal mit je 20 ecm kaltem Aceton gewaschen. Auf diese Weise wurden 17,5 g 2-Dichloracetylamino-l-(4'-äthylsulfonylphenyl)-l,3-propandiol in Form eines weißen festen Produktes gewonnen, das bei 184,0 bis 185,O0C schmolz und die Formel
CH-CH-CH9OH
OH NH-C-CHCl,
hatte.
— CH- CH- CH2OH
OH NH-C —CHCL
In gleicher Weise wurde die racemische Verbindung gewonnen, wenn man von racemischem 2-Dichloracetylamino-l-(4'-methylmercaptophenyl)-l,3-propandiol ausging (Schmelzpunkt 179,4 bis 180,60C).
Beispiel 3
2-Dichloracetylamino-l-(4'-n-propylsulfonylphenyl)-1,3-propandiol 2 g 2-Dichloracetylamino-l-(4'-n-propylmercaptophenyl)-l,3-propandiol, hergestellt aus «-Dichloracetylamino-4-propyrmercaptoacetophenon mit Formalin in alkoholischer Lösung in Gegenwart von Natriumbicarbonat und nachfolgende Reduktion des entstandenen a-Dichloracetylamino-ß-oxy^-propylmercaptopropiophenons mit Aluminiumisopropylat, wurden in 6 ecm Aceton gelöst und zu dieser Lösung unter Kühlen 2 ecm 40%ige Peressigsäure hinzugefügt. Nach etwa IV2 Stunden Rühren des Reaktionsgemisches wurde der Niederschlag, der sich aus der Lösung abschied, auf einem Filter gesammelt. Dieses Produkt, das 2-Dichloracetylamino-l-(4'-n-propylsulfonylphenyl)-l,3-propandiol war, wog 1,2 g, schmolz bei 182,9 bis 184,50C und hatte die Formel
CH3CH2CH2-SO2
Beispiel 4
2-Dichloracetylarnino-l-(4'-n-butylsulfonylphenyl)-1,3-propandiol
3,5 g 2-Dichloracetylamino-1 -(4'-n-butylmercaptophenyl)-l,3-propandiol, hergestellt aus a-Dichlor-V-CH — CH — CH2OH
=/ i I OH NH-C-CHCl2
acetylamino-4-butylmercaptoacetophenon mit Formalin in alkoholischer Lösung in Gegenwart von Natriumbicarbonat und nachfolgende Reduktion des entstandenen «-Dichloracetylamino-jö-oxy-4-butyl-mercaptopropiophenons mit Aluminiumisopropylat, wurden in 10 ecm Aceton gelöst und zu dieser Lösung
wurden unter Kühlen 4 ecm 40%ige Peressigsäure hinzugefügt. Nach 1 stündigem Rühren des Reaktionsgemisches wurde es auf -1O0C gekühlt. Der sich aus der Lösung abscheidende Niederschlag wurde auf einem Filter gesammelt. Auf diese Weise wurden 2,5 g 2 - Dichloracetylamino -1 - (4' - η - butylsulf onylphenyl)-1,3-propandiol in Form eines reinen weißen Stoffes, der bei 131,6 bis 132,8° C schmolz, gewonnen. Weitere 1,0 g dieses Produktes wurden durch Verdampfen des Filtrats erhalten. Das Produkt hatte die Formel
CH3CH3CH2CH2- SO2-.,
Beispiel 5
2-Dichloracetylamino-1 -(4'-benzylsulf onylphenyl)-1,3-propandiol
Zu einer Aufschlämmung von 0,6 g 2-Dichloracetylamino -1 - (4' - benzylmercaptophenyl) -1,3 - propandiol, hergestellt aus a-Dichloracetylamino-4-benzylmercapto-acetophenon mit Formalin in alkoholischer Lösung in Gegenwart von Natriumbicarbonat und nachfolgende Reduktion des entstandenen «-Dichloracetylamino - β - oxy - 4 - benzylmercaptopropiophenons mit Aluminiumisopropylat, in 3 ecm Aceton wurden — CH — CH — CH2OH
OH NH-C-CHCl2
j:
auf einmal bei 2O0C 2 ecm 40%ige Peressigsäure hinzugefügt. Die Temperatur der Mischung stieg auf 55°C. Die Lösung wurde klar, und fast unmittelbar danach schied sich ein festes Produkt aus. Die Mischung wurde weitere 30 Minuten gerührt und dann auf 100C gekühlt. Das feste Produkt wurde auf einem Filter gesammelt und dreimal mit je 2 ecm Aceton gewaschen. Auf diese Weise wurden 0,6 g weißes festes Produkt gewonnen. Umkristallisation dieses Produktes aus 70 ecm Nitroäthan ergab kleine weiße Blättchen von 2-Dichloracetylamino-l-(4'-benzylsulfonylphenyl)-l,3-propandiol, die bei 222,9 bis 223,90C schmolzen und die Formel
<f ,-CH2-SO2-V V- CH- CH- CH2OH
OH NH-C-CH3
O
35 mit Formalin in alkoholischer Lösung in Gegenwart von Natriumbicarbonat und nachfolgende Reduktion des entstandenen «-Dichloracetylamino-/S-oxy-4-phenylmercaptopropiophenons mit Aluminiumisopropylat, mit Peressigsäure in gleicher Weise wie bei den in Die Oxydation von 2-Dichloracetylamino-l-(4'-phe- 40 den vorhergehenden Beispielen beschriebenen Oxynylmercaptophenyl)-l,3-propandiol, hergestellt aus dationen ergibt 2-Dichloracetylamino-l-(4'-phenylsula-Dichloracetylamino-4-phenylmercaptoacetophenon fonyl)-l,3-propandiol von der Formel
hatten.
Beispiel 6
2-Dichloracetylamino-1 -(4'-phenylsulf onylphenyl)-1,3-propandiol
CH2- SO5, —,
Es werden also 12,7 g 2-Dichloracetylamino-1-(4'-phenylmercaptophenyl)-1,3 -propandiol in 125 ecm Wasser suspendiert und zu dieser Suspension 16,3 ecm 40%ige Peressigsäure hinzugefügt. Das durch diese Umsetzung erhaltene feste Produkt wurde mit Aktivkohle zweimal aus Nitroäthan kristallisiert. Auf diese Weise wurden 6,5 g 2-Dichloracetylamino-l-(4'-phenylsulfonylphenyl)-l,3-propandiol gewonnen, das bei 124,9 bis 127,3°C schmolz.
Die erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen besitzen hohe antibiotische Aktivität, und zwar sowohl gegen gramnegative wie gegen grampositive Bakterien und Rikettsosen erregende Organismen. Im allgemeinen ist die rechtsdrehende Form aktiver als die racemische Form. In manchen Fällen hat die rechtsdrehende Form eine nahezu doppelt so große antibakterielle Aktivität wie die racemische. So war das rechtsdrehende D-2-Dichloracetylamino-l-(4-me- -CH-CH-CH2OH
OH NH-C-CHCl2
thylsulfonylphenyl)-l,3-propandiol 2V2- bis 5mal so aktiv als bakterizides Mittel gegen als Testorganismen verwendete Bakterien, wie Bruceila abortus, Brucella melitensis, Brucella suis, Clostridium histolyticum, Clostridium perfringens, Diplococcus pneumoniae I und Pasteurella pestis, als Chloramphenicol.

Claims (1)

  1. Patentanspruch.
    Verfahren zur Herstellung neuer, bakteriostatisch wirksamer l-Phenyl-2-dichloracetylamido-1,3-propandiole der allgemeinen Formel
    R-SO9
    H NH-CO-CHCL
    _C— C-CH2OH
    OH H worin R einen niederen Kohlenwasserstoffrest mit
    7 8
    1 bis 7 Kohlenstoffatomen, der aliphatischer, leitbaren Perverbindung, zweckmäßig einer orga-
    cycloaliphatischer Natur sein kann oder einen nischen Persäure, oxydiert.
    Phenyl- oder Benzylrest bedeutet, dadurch gekenn-
    zeichnet, daß man die entsprechenden racemischen
    oder D-threo-p-Mercaptophenyl-Verbindungen mit- 5 In Betracht gezogene Druckschriften:
    tels Wasserstoffperoxyd oder einer davon ab- J. Amer. ehem. Soc, Bd. 74, S. 5477 (1952).
    © 209 707/320 Υ.Λ·
DEST11458A 1951-10-01 1952-06-21 Verfahren zur Herstellung neuer, bakteriostatisch wirksamer 1-Phenyl-2-dichloracetylamido-1, 3-propan-diole Pending DE1139510B (de)

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