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Unterputzdose zum Einsetzen in einen Wandbaustein Zusatz zum Patent
1111697
Das Hauptpatent 1111697 betrifft eine zylindrische Unterputzdose
ohne Boden aus Kunststoff mit einem Wulst als Abschluß der einen Seite des zylindrischen
Teils der Dose zum Einsetzen derselben in eine durchgehende Öffnung eines Wandbausteines.
Nach dem Hauptpatent ist auf der Dose zum Zwecke ihrer Befestigung in der durchlaufenden
Öffnung des Wandbausteins auf einem Gewinde, das an der dem Wulst entgegengesetzt
liegenden Seite des zylindrischen Teils vorgesehen ist, ein Wulstring aufgeschraubt.
Die Dose wird von einer Seite in die öffnung des Wandbausteins eingeführt und auf
der anderen Seite durch Festschrauben des Wulstringes eingespannt.
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Diese Befestigung der Unterputzdose bedingt am Rand der Öffnung des
Wandbausteins eine scharfe, möglichst rechtwinklige Kante, die zum Einlegen der
Zuführungsleitungen an einigen Stellen, z. B. über Kreuz, durch Kanäle unterbrochen
sein kann. Vielfach ist es erwünscht, wenn die Leitungen in jeder beliebigen Richtung
an die Dose herangeführt und dabei zum Schutz gegen Knickung mit einem größeren
Krümmungshalbmesser verlegt werden, was eine entsprechende Abschrägung der Kanten
der Öffnung des Wandbausteins voraussetzt. In diesem Falle kann die Unterputzdose
nicht mit Wulstringen befestigt werden.
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Die Erfindung besteht nun darin, daß bei Verwendung eines Wandbausteins,
bei welchem der Rand der Öffnung eine abgeschrägte Kante aufweist, die Unterputzdose
an einem Ende durch in Richtung der Dose verlaufende Schlitze abbiegbare Wandteile
derart besitzt, daß bei eingesetzter Unterputzdose durch Einführung eines die Wandteile
gegen die Öffnung drückenden Spreizorgans der Wandbaustein in der öffnung durch
Klemmwirkung gehalten ist.
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Die durch die Erfindung gelehrte Ausgestaltung der Unterputzdose ermöglicht
infolge dieser Klemmwirkung auch dann einen festen Sitz in dem Wandbaustein, wenn
dessen Öffnung am Ende abgeschrägt oder kegelförmig erweitert ist. Außerdem wird
der weitere Vorteil erreicht, daß die Dose nur von einer Seite in die Öffnung des
Wandbausteins eingeführt zu werden braucht und daher auch in Sacklöchern befestigt
werden kann.
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Zweckmäßig ist an dem mit den Schlitzen versehenen Ende der Dose eine
kegelige Innenfläche angebracht, in die das mit kegeliger Außenfläche ausgebildete
Spreizorgan als Boden einsetzbar ist, wodurch ; das Ende der Dose auseinandergespreizt
und in der Öffnung des Wandbausteins festgeklemmt wird. Es wird hierdurch eine zuverlässige
und besonders einfache Verbindung erhalten.
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Zweckmäßig sind die beiden Kegelflächen mit Schraubgewinde versehen,
so daß der ein kegeliges Außengewinde tragende Boden in die Dose eingeschraubt werden
und diese eine starke Klemmwirkung auf die Öffnung des Wandbausteins ausüben kann.
Der Boden kann mit vorbereiteten Durchbrüchen für die einzuführenden Leitungen sowie
mit einer Nut versehen sein, in die ein Schraubenzieher zum Einschrauben des Bodens
einführbar ist. Zum Herausziehen des kegeligen Bodens können auch ein oder mehrere
Löcher für einen Haken od. dgl. vorgesehen sein, was sich besonders empfiehlt, wenn
der Boden ohne Gewinde nur mit Reibung in der Dose festsitzt.
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In einer anderen Ausgestaltung der Unterputzdose nach der Erfindung
kann die Mantelfläche der Dose bei Wegfall des Spreizvorganges an dem geschlitzten
Ende kegelig ausgebildet sein. Der zylindrische Teil der Dose ist in der Öffnung
des Wandbausteins annähernd passend geführt, während der geschlitzte kegelige Teil
wegen seines etwas größeren Enddurchmessers sich beim Einführen der Dose in die
Öffnung des Wandbausteins unter Verengung der Klemmschlitze zusammendrückt und die
Dose dadurch in der Öffnung festklemmt.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Unterputzdose
nach der Erfindung veranschaulicht. In dieser ist Fig. 1 der Längsschnitt einer
zylindrischen Unterputzdose mit kegeligem Innengewinde, Fig. 2 der Längsschnitt
des Bodens mit gekeligem Außengewinde,
Fig. 3 ein teilweiser Längsschnitt
der Dose im eingebauten Zustand mit eingesetztem Schraubboden, Fig.4 eine andere
Ausführungsform der Unterputzdose mit glattem Kegel, Fig. 5 ein Längsschnitt des
dazugehörigen Bodens, Fig.6 ein teilweiser Längsschnitt der Unterputzdose nach Fig.
4 und 5 im eingebauten Zustand, Fig. 7 der Längsschnitt einer außen leicht kegeligen
geschlitzten Unterputzdöse, Fig. 8 der Längsschnitt des zugehörigen Wandbausteins
im verkleinerten Maßstab und Fig. 9 die Draufsicht.
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Die in Fig. 1 dargestellte zylindrische Unterputzdose 1 besteht beispielsweise
aus Kunststoff und besitzt an einem Ende mehrere Längsschlitze 2 sowie ein kegelig
verjüngtes Innengewinde 3. Die Dose 1 wird mit ihrem geschlitzten Ende in die zylindrische
Öffnung des Wandbausteins eingeführt, worauf der in Fig.2 dargestellte, als Spreizorgan
ausgebildete Boden 4 mit seinem kegeligen Außengewinde 5 in das Innengewinde 3 eingeschraubt
wird. Infolge der Längsschlitze 2 spreizt sich hierbei das Ende der Dose auseinander,
wie in Fig. 3 veranschaulicht ist, wodurch die Dose fest in der zylindrischen Öffnung
des Wandbausteins eingeklemmt wird.
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In dem Boden 4 sind vorbereitete Durchbrüche 6 für Steckleitungen
und 7 für Imputzleitungen vorgesehen. Der Boden 4 hat in der Mitte zum Einführen
eines Schraubenziehers eine Nut 8, die in einen verstärkten Teil 9 eingelassen ist.
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Fig. 4 zeigt eine ähnliche, etwas einfachere Form der Unterputzdose
1, die ebenfalls mit in Längsrichtung verlaufenden Dehnungsschlitzen 2 versehen
ist. Die Dose weist an dem den Schlitzen 2 zugewendeten Ende eine kegelige Innenfläche
10 auf, in die der als Spreizorgan ausgebildete Boden 4 der Fig. 5 mit seiner kegeligen
Außenfläche 11 paßt.
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Fig. 6 zeigt die Dose 1 im eingebauten Zustand, in welchem das geschlitzte
Ende der Dose durch den Boden 4 auseinandergespreizt ist. Der Boden 4 zeigt im übrigen
die gleiche Ausbildung wie nach Fig. 2 mit den vorbereiteten Durchbrüchen 6 und
7, nur ist in den verstärkten Mittelteil 9 an Stelle der Schraubenziehernut 8 eine
Öffnung 12 eingelassen, in die ein Haken od. dgl. eingeführt werden kann, um den
Boden 44 beim Ausbau der Dose 1 herausziehen zu können. Nach Entfernen des Bodens
4 kann die Dose leicht aus der Öffnung des Wandbausteins herausgezogen werden, da
dann die Klemmwirkung aufgehoben ist.
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Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 sind die Längsschlitze 2 an dem
anderen Ende der Dose 1 angebracht, die im Bereich der Schlitze 2 eine leicht kegelige
Außenfläche 13 hat. Wenn die Dose 1 mit ihrem ungeschlitzten Ende in die zylindrische
Öffnung 15 des in Fig. 8 und 9 dargestellten Wandbausteins 14 eingeführt wird, drückt
sich der kegelige Teil 13
unter Verengung der Schlitze 2 zusammen und klemmt
sich in der Öffnung 15 des Wandbausteins 14 fest.
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Bei sämtlichen Ausführungsformen erhält die Dose 1 durch Klemmwirkung
einen festen Sitz in der zylindrischen Öffnung 15, deren Enden 16 kegelig ausgebildet
sein können, um eine Führung der Leitungen ohne Knickung in jeder beliebigen Richtung
zur Dose 1 zu ermöglichen.
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Die vorbereiteten Durchbrüche für die Einführung der Leitungen können
außer im Boden 4 auch in bekannter Weise an dem zylindrischen Teil der Dose 1 vorgesehen
sein.