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Steuerbarer Impulsgeber Die Erfindung bezieht sich auf eine steuerbare
Schaltungsanordnung zum Erzeugen von Impulsen.
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Derartige Anordnungen werden benötigt, um auf einen einzigen kurzen
Steuerimpuls hin von einer Anord-nung eine Anzahl von Impulsen abzugeben und auf
einen wieder der Anordnung zugeführten kurzen Impuls hin diese Impulsabgabe zu beenden.
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Dies könnte z. B. mit Hilfe einer bistabilen Kippstufe und einer Gatterschaltung
gelöst werden. Der Aufwand für eine solche wäre aber verhältnismäßig aufwendig.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung
zu schaffen, die bei wesentlich geringerem Aufwand die obengenannte Aufgabe erfüllt.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß zwei abwechselnd durch Taktimpulse
beaufschlagte, mit je einer Eingangs-, einer Ausgangs-, einer Takt- und mindestens
einer Einstellwicklung versehene Magnetkerne mit rechteckiger Hystereseschleife
so angeordnet sind, daß die Ausgangswicklung des ersten Magnetkernes mit der Eingangswicklung
des zweiten Magnetkernes über ein Verstärkerelement verbunden ist und die Ausgangswicklung
des zweiten Magnetkernes mit der Eingangswicklung des ersten Magnetkernes direkt
in Reihe liegt.
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Solange über keine derEinstellwicklungen derbeiden Magnetkerne ein
Impuls in einen der Magnetkerne eingespeichert wird, also die beiden Magnetkerne
nur abwechselnd durch Taktimpulse beaufschlagt werden, wird von der Anordnung kein
Impuls abgegeben. Erst wenn über die Einstellwicklung des ersten Magnetkernes, die
den gleichen Wicklungssinn wie die Eingangswicklung besitzt, ein Impuls eingegeben
wird, erfolgt unter der Wirkung der abwechselnd angelegten Taktimpulse an die beiden
Magnetkerne eine Weitergabe des gespeicherten Impulses vom ersten Magnetkern über
das Verstärkerelement in den zweiten Magnetkern und die Abgabe eines Impulses bzw.
danach die Rückgabe des gespeicherten Impulses vom zweiten Magnetkern zurück in
den ersten. Auf einen ersten kurzen Steuerimpuls, der an die Einstellwicklung des
ersten Magnetkernes angelegt wird, gibt also die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung
unter der Wirkung der abwechselnd angelegten Taktimpulse an eine mit der Anordnung
verbundene Einrichtung Impulse ab. Soll nach einer gewünschten Zeit durch einen
zweiten kurzen Steuerimpuls hin diese Impulsabgabe beendet werden, dann muß dieser
Steuerimpuls der Einstellwicklung des zweiten Magnetkernes zugeführt werden. Die
Einstellwicklung des zweiten Magnetkernes hat einen zum Wicklungssinn der Eingangswicklung
dieses Magnetkernes entgegengesetzten Wicklungssinn. Dadurch wird erreicht, daß
das in dem zweiten Magnetkern durch die Weitergabe des gespeicherten Impulses vom
ersten Magnetkein zum zweiten wirksame Magnetfeld durch den die Abgabe von Impulsen
unterbrechenden Steuerimpuls kompensiert wird. Die Einspeicherung des vom ersten
Magnetkern mit Hilfe des Verstärkerelementes übertragenen Impulses kann also in
diesem Fall nicht erfolgen.
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Hinsichtlich des Aufwandes läßt sich eine besonders vorteilhafte Ausführungsform
der Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung dadurch finden, daß als Verstärkerelement
ein Transistor vorgesehen ist.
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An Hand der Zeichnung werden die Wirkungsweise sowie der Aufbau der
Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung näher erläutert.
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Die in Fig. 1 dargestellte Schaltungsanordnung besteht aus
den beiden Magnetkernen Kl und K2 und dem TransistorTr. Der MagnetkernK1 besitzt
eine Einstellwicklung 1, eine Eingangswicklung 2, eine Taktwicklung3 und
Ausgangswicklungen4, der MagnetkernK2 eine Einstellwicklung5, eine Eingangswicklung
6, eine Taktwicklung 7 und eine Ausgangswicklung 8. Erfindungsgemäß
ist einerseits die Ausgangswicklung 4 des Magnetkernes K 1 über ein Verstärkerelement,
den Transistor Tr mit der Eingangswicklung6 des MagnetkernesK2 verbunden, und andererseits
liegt die Ausgangswicklung8 des MagnetkernesK2 mit der Eingangswicklung2 des Magnetkernes
K 1 in Reihe. Jeder der beiden Magnetkeine K 1 und K 2 trägt eine
Taktwicklung 3 bzw. 7,
die abwechselnd durch die Taktimpulse T und
T' beaufschlagt werden. Die weiterhin vorgesehenen Einstellwicklungen
1
bzw. 5 der beiden Magnetkeme dienen zur Eingabe eines Impulses in die Anordnung
bzw. zur Unterbrechung der Weitergabe eines solchen Impulses innerhalb der Anordnung.
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Fig. 2 zeigt einen Impulsplan für die Anordnung nach Fig.
1.
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Die Anordnung arbeitet wie folgt: Sollen an dem AusgangA der Anordnung
für eine zunächst unbestimmte Dauer Impulse abgegeben werden, dann muß über die
Einstellwicklung 1 des Magnetkernes Kl ein Startimpuls Sa angelegt werden,
der den Magnetkern Kl in die »Eins«-Lage ummagnetisiert. Unter der Wirkung des Taktimpulses
7, der die Wicklung 3 des Magnetkernes beaufschlagt, wird der Magnetkern
K 1
wieder in seine »Null«-Lage zurückmagnetisiert. Die dabei in den
Ausgangswicklungen 4 entstehenden Spannungen steuern den Transistor Tr auf und verursachen
einen Stromfluß durch den Transistor, die Ausgangswicklung4 des MagnetkernesK1 und
die Eingangswicklung 6 des Magnetkernes K 2 zum Ausgang A. Am Ausgang
A erscheint also der erste Impuls. Gleichzeitig wird durch den Stromfluß
über die Eingangswicklung 6 der Magnetkern K2 in die »Eins«-Lage ummagrietisiert.
Der zunächst in dem Magnetkern K 1 gespeicherte Impuls befindet sich nunmehr
also in dem Magnetkern K2.
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Unter der Wirkung eines Taktimpulses T, der die Wicklung
7 des Magnetkernes K2 beaufschlagt, wird der Magnetkern K2 wieder in seine
»Null«-Lage zurückmagnetisiert. Dabei entsteht in der Wicklung 8
eine Spannung,
die einen Strom:ffuß in der Eingangswicklung 2 des Magnetkernes K2 verursacht. Durch
die Wirkung dieses Stromes in der Eingangswicklung 2 wird der Magnetkern K
1 in seine »Eins«-Lage magnetisiert. Der MagnetkernK2 befindet sich danach
wieder in der »Null«-Lage. Damit hat die gesamte Anordnung wieder den Zustand, den
sie hatte, nachdem über die Einstellwicklung 1 des MagnetkernesK1 der Impuls
eingegeben worden war. Da.-nach beginnt mit dem Auftreten des Taktimpulses l' auf
der Taktimpulswicklung 3 des Magnetkemes K 1
ein neuer Zyklus,
der in der gleichen Weise abläuft wie der erste.
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Der Vorgang der Ausspeicherung des Impulses aus dem Magnetkern Kl,
seine Verstärkung durch den Transistor Tr und die Einspeicherung in den MagnetkemK2
bzw. seine Rückgabe vom Magnetkern K2 wieder in den Magnetkern K 1 wiederholt
sieh so lange, bis ein gleichzeitig mit einem Taktimpuls 7'
auftretender Stoßimpuls
So einen Stromfluß in der Einstellwicklung 5 des Magnetkemes K 2 verursacht.
Diese Einstellwicklung 5 des Magnetkemes K2 besitzt einen Wicklungssinn,
der entgegengesetzt zum Wicklungssinn der Eingangswicklung 6 dieses Kernes
ist. Dadurch wird erreicht, daß bei Auftreten eines Stromes in der Wicklunz
5 ein Magnetfeld in dem MagnetkernK2 erregt wird, das entgegengesetzt ist
zu dem Magnetfeld, welches durch den Stromfluß in der Wicklung 6 bei der
übertragung des Impulses vom MagnetkemK1 zum MagnetkernK2 hervorgerufen wird. Dieser
vom Magnetkern K 1 mit Hilfe des Transistors Tr übertragene Impuls kann also
den MagnetkemK2 in diesem Fall nicht in die »Eins«-Lage ummagnetisieren. Daraus
folgt andererseits, daß beim Auftreten eines Taktimpulses T in der Wicklung
7 der Magnetkern K2 auch nicht wieder in seine »Null«-Lage zurückmagnetisiert
werden kann und damit auch keine, Spannung an der Ausgangswicklung 8
dieses
Kernes entsteht, die, einen Stromfluß in der Eingangswicklung 2 des Magnetkernes
K 1 verursachen könnte. Bei Auftreten eines Stromflusses über die Wicklung
5 des Magaetkernes K 2 gleichzeitig mit einem Taktimpuls l' wird also der
Umlauf des gespeicherten Impulses unterbrochen und die Abgabe von Impulsen an dem
Ausgang A der Anordnung beendet.
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Sollte es für besondere Aufgaben zweckmäßig sein, dann können die
Einstellwicklungen 1 und 5,
die in der beschriebenen Anordnung für
sich allein in der Lage sind, den Magnetkern KI bzw. K2 einzustellen bzw. zu blockieren,
in je zwei oder mehreren Wicklungen aufgeteilt werden, die dann nach Art
eines Gatters die Einstellung bzw. Blockierung vornehmen.