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Einstecklampenfassung für Kraftfahrzeuginstrumente Die Erfindung befaßt
sich mit der Ausbildung einer Einstecklampenfassung für Kraftfahrzeuginstrumente,
bei welcher die zur Aufnahme der Glühlampe bestimmte Hülse rechteckigen Querschnitt
hat und mit einem in Längsrichtung verlaufenden, durchgehenden Schlitz versehen
ist.
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Bei den in Fahrzeugen eingebauten Instrumenten, z. B. Tachometer oder
Kombinationsgeräten, werden zur Beleuchtung der Skalen oder als Kontrolleuchten
kleine Lämpchen verwendet, die in den häufigsten Fällen in Einsteckfassungen entsprechend
der VDE-Norm 9710 gehaltert werden. Die genormten Einsteckfassungen sind in ihrer
Gestaltung allgemein bekannt. Diese Lampenfassung ist nur dann zu verwenden, wenn
die Einsteckhülse an Masse liegt.
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Es kommt aber vielfach vor. besonders bei Kontrolleuchten, daß zwei
voneinander isolierte Zuführungen vorgesehen werden müssen. Für diese Ausführungsform
ist eine Lampenfassung bekanntgeworden, bei der der Boden und die Hülse der Fassung
aus einem Stück aus nichtleitendem Material bestehen. Im Innern dieser Hülse sind
den Schaft der Glühlampe teilweise umfassende, leitende Elemente angeordnet. Der
auf der Grundplatte montierte mittlere Stromzuführungskontakt wird durch einen federnden
Bolzen gebildet. Diese Ausführungsform ist relativ kostspielig, da insbesondere
bei der Montage hohe Lohnkosten anfallen.
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Es ist ferner eine rechteckige Aufnahmehülse für Lampensockel bekannt.
Diese Aufnahmehülse ist als Blechbauteil ausgeführt und besitzt einen in der senkrechten
Richtung verlaufenden durchgehenden Einschnitt. Die lichte Weite dieses Blechbauteils
entspricht in der einen Richtung dem Durchmesser des Lampensockels zuzüglich der
Höhe der darauf angebrachten Führungsansätze. In der anderen Richtung ist die Fassungshülse
etwas kleiner als der Durchmesser des Lampensockels, so daß eine gewisse Federung
beim Einführen entsteht. Diese Lampenfassung ist auf seitlich gelagerten lsolierteilen
aufgebaut. Sie ist daher nicht als Einstecklampenfassung verwendbar.
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Bei kombinierten Kraftfahrzeuginstrumenten werden für die verschiedensten
Zwecke kleine Glühlampen eingebaut. Die Glühlampen werden in Einsteckfassungen aufgenommen
und diese wiederum in Aufnahmelöcher des Instruments eingesetzt. Bisher wurden die
Aufnahmehülsen der Einstecklampe.nfassungen rund ausgeführt und das Aufnahmeloch
im Kraftfahrzeuginstrument so ausgebildet, daß beispielsweise durch Anordnung von
Schlitzen eine federnde, sichere Lagerung der Lampenfassung ermöglicht wurde. Zu
diesem Zweck wurden in den Instrumenten Stutzen aus Blechrohren vorgesehen. Bei
Gehäusen aus Druckguß werden diese Stutzen einstückig mit dem Druckgußgehäuse hergestellt
und in der bisherigen Weise mit Schlitzen versehen. Hierdurch entsteht ein relativ
hoher Ausschuß durch das Abbrechen der geschlitzten Teile. Da weiterhin der Druckguß
keine großen, federnden Eigenschaften besitzt, ist eine sichere Lagerung der Einstecklampenfassung
nicht gewährleistet.
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Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer federnden Lampenfassung,
die in ein unbearbeitetes Loch bzw. in einen nicht geschlitzten Rohrstutzen des
Instrumentengehäuses unter Spannung eingesetzt werden kann.
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Eine solche Fassung wird in einfacher Weise dadurch geschaffen, daß
bei einer Einsteckfassung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß die aus Blech
hergestellte Fassungshülse im Querschnitt die Form eines Quadrates mit abgerundeten
Ecken hat, wobei die inneren Abstände der Quadratseiten gleich dem Sockeldurchmesser
der einzuführenden Glühlampe bemessen sind und wobei die Eckenabrundungen Teilabschnitte
eines um die Hülse gelegten Kreises sind, dessen Durchmesser um ein weniges größer
ist als die die Hülse aufnehmende Bohrung im Instrumentengehäuse, und zwar derart,
daß die Hülse in die Bohrung unter federnder Spannung und danach die Glühlampe in
die Hülse unter Berührung von Sockel und Hülse eingesetzt werden kann.
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Mit der Fassungshülse können die Anschlußfahnen, die durch eine Isoliergrundplatte
geführt sind,
aus einem Stück hergestellt sein. Zur Befestigung
der Aufnahmehülse auf der Isoliergrundplatte können weitere Fahnen an der Hülse
vorgesehen sein, die ebenfalls durch die Isoliergrundplatte ragen und auf der Gegenseite
durch Deformation, beispielsweise Verstemmen, befestigt sind.
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Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist es vorteilhaft,
die für eine Steckdrehbefestigung in der Fassungshülse vorzusehenden Mittel in einer
der Diagonalen der quadratischen Hülse anzuordnen, so daß die durch den Hülsenschlitz
eingeführten Warzen des Lampensockels nach Drehen der Lampe ebenfalls in der Diagonale
der Fassungshülse liegen.
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Die gemäß der Erfindung hergestellte Einstecklampenfassung gewährt
trotz der bei der Herstellung auftretenden Toleranzen einen einwandfreien Sitz in
der Aufnahme und eine elektrisch sichere Verbindung mit der Glühlampe.
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Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert
werden.
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Fig. 1 zeigt die Anschlußseite einer in eine Aufnahme eingesteckten
Lampenfassung; Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Lampenfassung und Aufnahme,
Fig. 3 eine Ansicht von der Lampenseite her, Fig.4 eine perspektivische Darstellung
der Lampenfassung mit eingesetzter Glühlampe und Anschlußsteckern.
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Durch die Isoliergrundplatte 1 ist die Anschlußfahne 2 hindurchgeführt.
Einstückig mit dieser Anschlußfahne 2 ist die zur Aufnahme der Glühlampe 3 bestimmte
Hülse 4 hergestellt. Im horizontalen Schnitt besitzt diese Hülse
4 eine im wesentlichen quadratische Form mit abgerundeten Ecken. Diese Eckenabrundungen
bilden Teile eines um die Hülse 4 gelegten Kreises und liegen bei der eingesetzten
Fassung auf der Innenseite des Ringes 5 an. Die aus einem Blechteil gebildete Hülse
4 besitzt einen in der Längsrichtung verlaufenden Schlitz 6, der gleichzeitig zur
bajonettartigen Befestigung der Glühlampe 3 dient. In der Hülse 4 sind Ausnehmungen
7 und 7' vorgesehen, in die nach Einführen der Glühlampe 3 die Befestigungswarzen,
z. B. 8, der Glühlampe 3 einrasten.
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Mit der Hülse 4 sind die Befestigungsfahnen 9 und 10 einstückig hergestellt.
Die Fahnen 9 und 10 werden durch die Grundplatte 1 hindurchgeführt und die nur wenig
auf der Gegenseite aus der Isoliergrundplatte herausragenden Enden durch Verstemmen
befestigt. Die Kontaktfeder 11 liegt an der mittleren Stromzuführung 12 der
Glühlampe 3 an. Die Blattfeder 11 wird durch die zweite Anschlußfahne 13
auf der Isoliergrundplatte 1 befestigt. Die Anschlußfahne 13 wird
zu diesem Zweck, nachdem sie die Grundplatte 1 durchdrungen hat, zweimal
winkelig abgebogen und mit dem Ende wieder durch die Grundplatte hindurchgeführt.
Das aus der Grundplatte herausragende kurze Ende 13' der Anschlußfahne 13 wird entweder
durch Umbiegen oder durch Verstemmen befestigt. Die Grundplatte 1 liegt in
einer Ausnehmung der Aufnahme 14, die als rohrförmiger Stutzen mit dem Instrumentengehäuse
15 hergestellt ist. Im Inneren der Aufnahme 14 ist der Ring 5 befestigt.
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Wie in Fig.4 dargestellt, sind an den Anschlußfahnen 2 und 13 die
Anschlußstecker 16 und 17 aufgesetzt.