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DE1120767B - Verfahren zur Bestimmung langkettiger aliphatischer Amine im waessrigen Medium - Google Patents

Verfahren zur Bestimmung langkettiger aliphatischer Amine im waessrigen Medium

Info

Publication number
DE1120767B
DE1120767B DEB54019A DEB0054019A DE1120767B DE 1120767 B DE1120767 B DE 1120767B DE B54019 A DEB54019 A DE B54019A DE B0054019 A DEB0054019 A DE B0054019A DE 1120767 B DE1120767 B DE 1120767B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
long
aqueous medium
aliphatic amines
determination
reagent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB54019A
Other languages
English (en)
Inventor
Casimir J Munter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Joh A Benckiser GmbH
Original Assignee
Joh A Benckiser GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Joh A Benckiser GmbH filed Critical Joh A Benckiser GmbH
Publication of DE1120767B publication Critical patent/DE1120767B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N31/00Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods
    • G01N31/22Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods using chemical indicators

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description

  • Verfahren zur Bestimmung langkettiger aliphatischer Amine im wäßrigen Medium Die Erfindung betrifft eine schnelle und wirksame Methode zur Analyse von Dampf- oder Wasserproben, um mit großer Genauigkeit die Anwesenheit von bestimmten aliphatischen Aminen festzustellen und (quantitativ) zu bestimmen.
  • Es ist bekannt, in Dampf- und Wasserleitungen zwecks Verhinderung der Korrosion dem Wasser hochmolekulare Aminoverbindungen zuzusetzen. Um die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahme zu vergrößern, ist es wichtig, die Restkonzentration an Aminen im Wasser, die zwischen 0,1 und 2,5mag/1 liegt, zu bestimmen.
  • Es wurde gefunden, daß hochmolekulare Amine und ihre Salze auch in äußerst kleinen Mengen festgestellt und bestimmt werden können, indem man den Farbwechsel, den diese mit einem Metallfarblack hervorrufen, beobachtet. Die Färbung reicht von einem Goldgelb bei aminofreier Lösung über verschiedene Farbstufen von Grün bis Tiefblau bei 2,5 mg/l Amin.
  • Gemäß der Erfindung wird einer auf einen pH-Wert zwischen 6,9 und 7,2 eingestellten wäßrigen Lösung eines Farblackes der Azurblaufarbstoffe, z. B. von Azurol-B (C 1 - 720) mit Kupfer- oder Zinkionen, eine das zu bestimmende Amin enthaltende Wasserprobe zugefügt und der entstehende Farbumschlag kolorimetrisch ausgewertet.
  • Man fand, daß einige Verbindungen von Farbstoff und Metallionen, die frisch oder in Gegenwart eines Stabilisators gebildet werden, nicht sofort ausflocken.
  • Ein solcher Farbstoff ist Eriochrom Azurol-B (C 1 720).
  • Sein Magnesiumsalz kann ohne sofortiges Ausfällen über lange Zeiträume mit Polyvinylalkohol stabilisiert werden.
  • Dieser stabilisierte oder neu geformte Magnesiumlack reagiert auf Zusatz von kationaktiver Seife, besonders von Seifen des quaternären Ammoniumtyps, mit einer Farbänderung, nicht aber auf langkettige primäre Amine (filmbildende Amine) und auch nicht auf andere Verbindungen von Stickstoff, wie sie in großem Maße zur Korrosionsverhinderung verwendet werden. Bei Anwendung anderer Metalle, z. B. Kupfer oder Zink an Stelle von Magnesium, wurde gefunden, daß eine stabile Verbindung von Farbstoff- und Metallionen mit einer reingelben oder bernsteinähnlichen Farbe gebildet werden kann und daß unter der richtigen Einstellung des pH-Wertes die Lackfarbe deutlich bei Anwesenheit sehr kleiner Mengen langkettiger primärer Amine verändert wird. Der pH-Wert der Versuchslösung, nachdem alle Zusätze zugegeben worden sind, sollte zwischen 6,9 und 7,2 liegen, damit die besten Resultate erreicht werden, Dieses geschieht durch die Kombination des weiter unten beschriebenen angesäuerten Reagens I und des alkalischen Reagens 2.
  • Statt Essigsäure im Reagens 1 kann jede beliebige Mineralsäure, wie Salz-, Schwefel-, Salpeter- und Phosphorsäure verwendet werden, jedoch wäre die Einstellung des pH-Wertes hierbei schwieriger, während Essigsäure eine gute Pufferwirkung ausübt.
  • Die nachweisbaren Aminogehalte können bis zu l/lo mg/l heruntergehen. Kurzkettige Amine und verwandte Stickstoffverbindungen gaben nicht diese Farbänderungen. So kann man einen Unterschied zwischen den Materialien, die zur Korrosionsverhinderung zugegeben werden, machen.
  • In dem Beispiel wurden zwei Vertreter der azurblauen Farbstoffe (Azurol-B in Textilfachkreisen) genannt. Es gibt aber noch andere Vertreter, die ebenfalls für das erfindungsgemäße Verfahren geeignet wären. »C 1 - 720< ist die offizielle Index-Nummer und entspricht der Nr. 838 in der Schultz-Farbstoff-Tabelle. Azurol-B ist, chemisch gesehen, das Kondensationsprodukt von Orthocresotinsäure und Orthodichlorbenzaldehyd.
  • Beispiel Reagens 1: Mischung von 216 ccm 99,5°/0igem Eisessig mit 784 ccm destilliertem Wasser.
  • Reagens 2: Eine Stammlösung des Farbstoffes wird durch Auflösen von 14 g Natriumcarbonat p. a. und 14 g Natriumbicarbonat p. a. in ungefähr 400 ccm destilliertem Wasser in einem 500 ccm-Meßkolben hergestellt. Nachdem die Carbonate vollständig aufgelöst sind, werden 2,580 g Azurol-B BC I - 7L01< zur Lösung zugegeben. Der Meßkolben wird verschlossen und gut geschüttelt, bis der Farbstoff vollständig aufgelöst ist. Dann füllt man mit destilliertem Wasser bis zur 500-ccm-Marke auf. Um die entsprechende Verdünnung dieser Stammlösung, wie sie im Test benötigt wird, zu erhalten, werden 28 g Natriumcarbonat p. a. und 28 g Natriumbicarbonat p. a. in ungefähr 700 ccm destilliertem Wasser in einem l-l-Meßkolben vollständig aufgelöst. Dazu gibt man genau 10 ccm der Stammfarbstofflösung, die schon hergestellt worden ist, und füllt mit destilliertem Wasser bis zur 1-]-Marke auf. Reagens 2 ist jetzt gebrauchsfertig.
  • Reagens 3: Eine Stammlösung dieses Reagenzes wird zuerst hergestellt, indem man genau 1,150 g Kupfersulfat p. a. (CuSO4 5H2O) und 15,6 ccm Eisessig (99,50/,ig) zu 700ccm destilliertem Wasser in einem l-l-Meßkolben hinzugibt. Dann schüttelt man den Meßkolben, bis sich die festen Stoffe vollständig aufgelöst haben, und verdünnt mit destilliertem Wasser bis zur l-l-lMarke. Das endgültige Reagens 3 wird durch weiteres Verdünnen von 100 ccm dieser Stammlösung mit destilliertem Wasser auf 1 Liter hergestellt.
  • Probenahme 500 ccm Probe werden mit 10 ccm Reagens 1 aufgesäuert und gut geschüttelt. Wenn die Probe heiß ist, muß sie in der Flasche abgekühlt werden. Wenn die zu analysierende Lösung trüb ist oder organische Farbstoffe enthält, muß man 200 bis 300 ccm derselben in einen separaten Behälter als Bezugslösung geben.
  • Dieser Probe werden keine Reagenzien beigegeben.
  • Analyse Man gibt 500ccm der abgekühlten, angesäuerten Probe, die bis zu 2,5 mg/1 der Aminokomponente enthält, in einen Erlenmeyerkolben.
  • Aus einem Meßzylinder werden 10 ccm des Reagenzes 2 in den Erlenmeyerkolben gegeben und vorsichtig, zwecks guter Vermischung, geschwenkt. Mit einem Meßzylinder werden 10 ccm des Reagenzes 3 hinzugefügt und das Ganze vorsichtig gemischt. Die so erhaltene Mischung muß 20 Minuten stehenbleiben und kann dann kolorimetrisch ausgewertet werden.
  • Wenn die zu beobachtende Probe eine goldgelbe Färbung hat, dann ist kein langkettiges Amin vorhanden. Zeigt sich eine tiefblaue Farbe, dann sind 2,5 mg/l oder mehr an Aminen vorhanden. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können noch 0,1 ingil an den entsprechenden Aminoverbindungen bestimmt werden. Dieses Verfahren spricht nur auf langkettige Amine an, wie z. B. Octadecylamin (C16H37NH2), Verbindungen der allgemeinen Formel R-N-R" I R' wobei R = Alkylgruppe, R' und R" = Wasserstoff oder Alkylgruppe bedeuten.
  • Auf Aminoverbindungen, wie z. B. Ammoniak, Morpholin und Cyclohexylamin, jedoch ist es nicht anwendbar.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Bestimmung langkettiger, wenigstens 11 Kohlenstoffatome im Alkylradikal enthaltender aliphatischer Amine und ihrer Konzentration im wäßrigen Medium, dadurch gekennzeichnet, daß einer auf einen pH-Wert zwischen 6,9 und 7,2 eingestellten wäßrigen Lösung eines Farblackes der Azurblaufarbstoffe, z. B. von Azurol B (C 1 720), mit Kupfer- oder Zinkionen eine das zu bestimmende Amin enthaltende Wasserprobe zugefügt und der entstehende Farbumschlag kolorimetrisch ausgewertet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur pH-Einstellung Essigsäure verwendet wird.
DEB54019A 1958-07-25 1959-07-15 Verfahren zur Bestimmung langkettiger aliphatischer Amine im waessrigen Medium Pending DE1120767B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1120767XA 1958-07-25 1958-07-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1120767B true DE1120767B (de) 1961-12-28

Family

ID=22341992

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB54019A Pending DE1120767B (de) 1958-07-25 1959-07-15 Verfahren zur Bestimmung langkettiger aliphatischer Amine im waessrigen Medium

Country Status (1)

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DE (1) DE1120767B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0157465A1 (de) * 1984-01-17 1985-10-09 Bevaloid Limited In Wasser nachweisbare Polymermischungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0157465A1 (de) * 1984-01-17 1985-10-09 Bevaloid Limited In Wasser nachweisbare Polymermischungen

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