DE1112485B - Mehrstufiges sowie unter Last stossfrei schaltbares Getriebe fuer Zieh-, insbesondere Kettenziehbaenke - Google Patents
Mehrstufiges sowie unter Last stossfrei schaltbares Getriebe fuer Zieh-, insbesondere KettenziehbaenkeInfo
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Description
- Mehrstufiges sowie unter Last stoßfrei schaltbares Getriebe für Zieh-, insbesondere Kettenziehbänke Bei Ziehbänken besteht die Forderung, daß der Ziehwagen zu Beginn des Ziehvorganges langsam anzieht und dann stoßfrei auf seine jeweilige höchste Ziehgeschwindigkeit gebracht wird. Hinzu kommt, daß er nach beendetem Ziehvorgang mit erhöhter Geschwindigkeit in die Ausgangsstellung zurückgeführt werden muß. Nur wenn diese Forderungen erfüllt sind, können die unerwünschten Leerlaufzeiten vermieden bzw. auf einem vertretbaren Wert gehalten werden.
- Um dieses Ziel zu erreichen, sind bereits verschiedene Wege beschritten worden. Entweder es kommen Ein-Motorantriebe zum Einsatz, wobei dann allerdings der Antriebsmotor regelbar sein muß, oder es finden Antriebe mit zwei Antriebsmotoren Verwendung, wobei zwischen der An- und, Abtriebswelle ein Zwischengetriebe bzw. Umlaufgetriebe vorgesehen ist.
- Es sind auch bereits mehrstufige Getriebe bekannt, die eine Freilaufkupplung sowie weitere Kupplungen aufweisen, die auf der An- und Abtriebswelle derart angeordnet sind, daß das Getriebe unter Last stoßfrei geschaltet werden kann. Der Kraftfluß läuft dabei im Anlaufgang über ein Vorgelege, eine Freilaufkupplung und über ein Ritzel, das mit einem auf der Abtriebswelle angeordneten Zahnrad im Eingriff steht. Um die Abtriebswelle auf eine höhere Drehzahl zu bringen, wird mittels einer außerdem im Anlaufgang angeordneten, nunmehr eingerückten Kupplung unter Überholen der Freilaufkupplung das Ritzel unmittelbar mit dem Motor verbunden und das Vorgelege lahmgelegt. Hierbei sitzt das Ritzel auf einer zur Motorwelle zentrischen Hohlwelle, wobei beideWellen durch die genannte Kupplung verbindbar und trennbar sind. Im niederen Gang ist die Kupplung aus-, im höheren ist sie eingekuppelt. Ein derartiges Getriebe bei Ziehbänken zu verwenden, wird als nicht zur Erfindung gehörig vorausgesetzt.
- Derartige Getriebe, die in der Hauptsache in Kraftfahrzeugen Verwendung finden, erfüllen nun aber, falls man sie als Antrieb für einen Ziehwagen einsetzen will, nicht die Forderung, den Ziehwagen nach beendetem Ziehvorgang mit solcher Geschwindigkeit in die Ausgangsstellung vor den Ziehbock zurückzubringen, daß die Leerlaufzeit der Ziehbank so klein wie möglich gehalten werden kann.
- Um dieses Ziel mit einfachen Mitteln, vor allem ohne Umsteuem des Motors zu erreichen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, das Zahnrad der Abtriebswelle (Kettenradwelle) mit dieser über eine Kupplung und die Abtriebswelle über eine weitere Kupplung mit einem unmittelbar von der Motorwelle abgeleiteten Reversierantrieb hoher Drehzahl zu verbinden, der den Ziehwagen,-in seine Ausgangsstellung zurückführt. Die beiden. Kupplungen sind dabei wechselweise ein- und ausrückbar.
- Durch diese besondere Fortbildung des Getriebes kann der Ziehwagen bei stetig durchlaufendem Antriebsmotor lediglich durch Betätigen jener beiden vorstehend genannten Kupplungen jederzeit die zur Durchführung eines beschleunigten Produktionsablaufes notwendige hohe Rücklaufgeschwindigkeit erhalten.
- In weiterer Ausgestaltung des Getriebes nach der Erfindung ist zwischen der Antriebs- und Abtriebswelle ein Stufengetriebe vorgesehen, wodurch es möglich ist, verschiedene Zichgeschwindigkeiten zu erreichen, wie es bei Ziehbänken an sich bekannt ist. Für diesen Zweck ist der getriebene Teil des Stufengetriebes längs verschiebbar auf einer zwischen der Antriebswelle und der Abtriebswelle gelagerten Welle angeordnet, während die treibenden Teile des Stufengetriebes auf der die Antriebswelle übergreifenden Hohlwelle sitzen. Auf der Welle für den getriebenen Teil des Stufengetriebes ist außerdem ein Ritzel angeordnet, das mit dem mit der Abtriebswelle kuppelbaren Stimrad im Eingriff steht.
- Wegen des notwendigen weichen Kuppelns beim Anfahren sowie beim Übergang auf die Ziehgeschwindigkeit sind für diesen Zweck die auf der Motorwelle und im Reversierantrieb sitzende Kupplung nach einem weiteren Merkmal der Erfindung als Induktionskupplungen ausgebildet, während als zwischen Abtriebswelle und Zahnrad angeordnete Kupplung wegen des hohen zu übertragenden Drehmomentes vorzugsweise eine ölhydraulische Lamellenkupplung verwendet wird.
- An Hand der Zeichnung, die in den Fig. 1 und 2 schematisch zwei Ausführungsbeispiele des Getriebes veranschaulicht sind die Einzelheiten der Erfindung näher erläutert. In Fig. 1 ist der Antrieb teilweise im Schnitt und in der Draufsicht wiedergegeben, der für eine Ziehbank mit nicht umfangreichem Produktionsprogramm vorgesehen ist; die Fig. 2 stellt den Antrieb nach Fig. 1 in abgewandelter Form dar, bei dem zwischen der An- und Abtriebswelle ein Stufengetriebe angeordnet ist. Dieser Antrieb ist vorteilhaft dann zu verwenden, wenn unterschiedliche Ziehgeschwindigkeiten erforderlich sind.
- Der Motor 1 treibt stetig die Antriebswelle 2, von der aus über das Stirnritzel 3 und das Stirnrad 4 die Vorgelegewelle 5 getrieben wird, auf der das Stirnritzel 6 angeordnet ist, das mit dem auf der Hohlwelle 8 gelagerten Stirnrad 7 kämmt. Mit der Welle 8 drehfest verbunden ist das Stirnritzel 9, das das lose auf der Welle 10 gelagerte Stirnrad 11 treibt. Mit der Welle 2 ist weiterhin das Antriebsrad 12 drehfest verbunden, das über Riemen oder Ketten 13 das auf der Abtriebswelle 10 lose gelagerte Gegenrad 14 treibt. Auf der Welle 10 ist außerdem ein Kettenrad 15 zum Antrieb der Ziehkette 16 drehfest angeordnet.
- Die Welle 2 ist mit der Hohlwelle 8 durch die Kupplung 17 kuppelbar, deren treibender Teil 17a auf der Welle 2 und deren getriebener Teil 17 b auf der Welle 8 angeordnet ist. Durch die Kupplung 18 kann das Stirnrad 11 drehfest mit der Welle 10 verbunden werden. Für die drehfeste Verbindung des Gegenrades 14 mit der Welle 10 ist die Kupplung 19 vorgesehen, deren getriebener Teil 19 a drehfest mit der Welle 10 und deren treibender Teil 19 b mit dem Gegenrad 14 drehfest verbunden ist. Im Stimrad 7 ist eine Überholkupplung 20 eingebaut.
- Die Funktionsweise des Antriebes ist wie folgt: Nach Einschalten des Motors 1 wird über die Räder 3 und 4 die Vorgelegewelle 5, die Räder 6 und 7, die Hohlwelle 8 und das Stimritzel 9 sowie das Stirnrad 11 im Langsamgang bewegt. Durch Einlegen der Anlaufkupplung 18 wird über die Welle 10 und das Kettenrad 15 die Ziehkette 16 langsam in Ziehbewegang gebracht. Das ist die Anlaufstufe.
- Dann wird die Kupplung 17 eingekuppelt und auf die Hohlwelle 8 langsam (unter überholung des Langsamlaufes mit Hilfe der überholkupplung 20) die Drehzahl der Triebwelle 2 übertragen und damit den folgenden Antriebselementen und damit der Ziehkette die Arbeitsgeschwindigkeit vermittelt. Dies ist die Arbeitsstufe.
- Nach Beendigung des Ziehvorganges werden die, Kupplungen 17 und 18 ausgekuppelt, wodurch die Ziehkette zum Stillstand kommt. Jetzt wird zum Rückwärtslauf der Ziehkette die Anlaufkupplung 19 eingekuppelt; die Welle 10 mit Kettenrad 15 laufen entgegengesetzt der Arbeitsbewegung mit hoher Drehzahl um, um den Ziehwagen beschleunigt in die Ausgangsstellung zurückzuführen. Durch entsprechende Unter- oder Übersetzung des Triebes 12, 13, 14 wird zur Rückfahrt des Ziehwagens der Schnellgang erreicht. Um dabei die Fahrt des Ziehwagens kurz vor seinem Anlauf an den Matrizenbock zu mindern, kann durch zeitweiliges Einschalten der Kupplung 18 (Teile 18 a, 18 b) der Rücklauf gebremst werden. In Fig. 2 ist dargestellt, wie durch Zwischenschaltung eines Stufengetriebes zwischen die An- und Abtriebswelle in einfacher Weise mehrere Arbeitsgeschwindigkeiten für den Ziehwagen erreicht werden können. Für diesen Zweck ist ein Stufengetriebe 21 vorgesehen, das die getriebliche Verbindung zwischen der An- und Abtriebswelle herstellt.
- Ein Teil des Zwischengetriebes 21 befindet sich auf der Welle 22; seine Stirnräder 21 a, 21 b, 21 c können mit den entsprechenden Gegenrädern a 1, b 1, cl in Eingriff gebracht werden. Für diesen Zweck ist der Teil 21 auf der Welle 22 verschiebbar gelagert.
- Der Antrieb kann auch in einfacher Weise für eine Ziehbank mit stetig umlaufender Ziehkette verwendet werden. In diesem Fall können die Elemente 12, 13, 14, 18 und 19 in Fortfall kommen, wobei dann das auf der Welle 10 angeordnete Stimrad 11 drehfest mit der Wehe 10 verbunden sein muß.
- Wegen des notwendigen weichen Kuppelns beim Anfahren sowie beim Übergang auf die Ziehgeschwindigkeit sind für diesen Zweck die Kupplungen 17 und 19 nach einem weiteren Merkmal der Erfindung als Induktionskupplungen ausgebildet, während wegen des hohen zu übertragenden Drehmomentes zur getrieblichen Verbindung des Stirnrades 11 mit der Welle 10 vorzugsweise eine ölhydrauhsche Lamellenkupplung 18 verwendet wird.
- Die Ansprüche 2 und 3 sind echte Unteransprüche ohne selbständige Bedeutung.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Mehrstufiges sowie unter Last stoßfrei schaltbares Getriebe für Zieh-, insbesondere Kettenziehbänke, bei dem der Kraftfluß im ersten, dem Anlaufgang, über ein Vorgelege, eine Freilaufkupplung und über ein Ritzel auf das Zahnrad der Kettenradwelle und im Arbeitsgang mittels einer im Anlaufgang ausgerückten Kupplung unter unmittelbarer Verbindung von Motor und Ritzel und unter durch überholen der Freilaufkupplung bewirktem Lahmlegen des Vorgeleges erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnrad (11) der Kettenradwelle (10) mit dieser über eine Kupplung (18) und mit der Kettenradwelle (10) über eine weitere Kupplung (19) ein zum Zurückführen des Ziehwagens in seine Ausgangslage dienender sowie unmittelbar von der Motorwelle (2) abgeleiteter Reversierantrieb (12, 13, 14) hoher Drehzahl verbindbar ist, wobei beide Kupplungen (18, 19) wechselweise ein- und ausrückbar sind.
- 2. Getriebe nach Anspruch 1 mit einem zur Erzielung verschiedener Ziehgeschwindigkeiten vorgesehenen Stufengetriebe, dadurch gekennzeichnet, daß der getriebene Teil (a, b, e) des Stufengetriebes (21) längsverschiebbar auf einer zwischen der Antriebswelle (2) und der Abtriebswelle (10) gelagerten Welle (22) vorgesehen ist .und die treibenden Teile (al, bl, cl) auf der die Autriebswelle (2) übergreifenden Hohlwelle (8) angeordnet sind, wobei die Welle (22) des Stufengetriebes ein Ritzel (9) trägt, das mit dem mit der Abtriebswelle (10) gekuppelten Stimrad (11) im Eingriff steht. 3. Getriebe nach Ansprach 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Kuppeln der Welle (2) mit der Hohlwelle (8) und der Riemenscheibe (14) mit der Welle (10) an sich bekannte Induktionskupplungen (17, 19), zum Kuppeln des Stirnrades (11) mit der Welle (10) eine ölhydrauhsche Lamellenkupplung vorgesehen sind.
- In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 942 210, 711220; deutsche Patentanmeldung D 13028 XII/47 h (bekanntgemacht am 16. 7. 1953); USA.-Patentschrift Nr. 1795 135.
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