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DE1107892B - Verfahren zur Herstellung keramischer Kunstzaehne - Google Patents

Verfahren zur Herstellung keramischer Kunstzaehne

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Publication number
DE1107892B
DE1107892B DEZ5035A DEZ0005035A DE1107892B DE 1107892 B DE1107892 B DE 1107892B DE Z5035 A DEZ5035 A DE Z5035A DE Z0005035 A DEZ0005035 A DE Z0005035A DE 1107892 B DE1107892 B DE 1107892B
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DE
Germany
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opacifiers
light
substances
particle size
wavelength
Prior art date
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Pending
Application number
DEZ5035A
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English (en)
Inventor
Dr Konrad Gatzka
Dipl-Phys Dieter Weyl
Heinrich Wienand
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WIENAND ZAHNFAB
Original Assignee
WIENAND ZAHNFAB
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Publication date
Application filed by WIENAND ZAHNFAB filed Critical WIENAND ZAHNFAB
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Publication of DE1107892B publication Critical patent/DE1107892B/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

  • Verfahren zur Herstellung keramischer Kunstzähne Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung keramischer, Trübungsstoffe enthaltender Kunstzähne besonders vorteilhafter Beschaffenheit.
  • Keramische Kunstzähne werden im allgemeinen in der Weise hergestellt, daß man die Grundsubstanzen, z. B. Feldspat, und Trübungsstoffe, z. B. Quarz, Kaolin, Zinnoxyd, Aluminiumoxyd od. dgl., in geeigneten Mengenverhältnissen und Aufteilungsgraden miteinander vermischt und entweder unter Zugabe von geeigneten Hilfsstoffen direkt zu einem Rohzahn verformt und diesen brennt oder aber daß man aus den genannten Rohstoffen zunächst eine Vorschmelze herstellt und aus der so gewonnenen Fritte nach Pulverisierung und Zufügung von Hilfsstoffen die keramischen Zähne formt und brennt. Dem letztgenannten Verfahren wird dabei im allgemeinen der Vorzug gegeben, weil es zu transparenteren und daher naturähnlicheren Produkten führt. Auch durch spezielle Brennverfahren, z. B. durch Brennen der Zähne unter Vakuum, ist es gelungen, den Transparenzgrad der keramischen Zähne zu steigern und diese dem Naturzahn noch weiter anzugleichen. Auf diese Weise ist es zwar gelungen, die Transparenz der Kunstzähne weitgehendst der des natürlichen Zahnes anzunähern. Ein sichtbarer Mangel bei allen diesen Produkten besteht jedoch darin, daß diese nicht das spezifische Verhalten des natürlichen Schmelzes bei auffallendem bzw. durchfallendem Licht zeigen. Namentlich bei hochtransparenten jugendlichen Zähnen fällt auf, daß die Schneidekanten im auffallendem Licht ausgesprochen blau wirkende Partien zeigen, während dieselben Teile im durchfallenden Licht gelblichrot erscheinen. Alle Versuche, keramischen Kunstzähnen auch noch diese Eigenschaften zu verleihen und damit auch noch in dieser Hinsicht Naturzähnen anzugleichen, schlugen bisher fehl.
  • Es wurde nun festgestellt, daß man die vorerwähnten, die Eigenschaften des Naturzahnes aufweisenden keramischen Kunstzähne mit Trübungsstoffen dann erhält, wenn man bei der Herstellung erfindungsgemäß so vorgeht, daß die Trübungsstoffe in Form von Teilchen, deren Abmessungen maximal in der Größenordnung der Lichtwellenlänge liegen, innerhalb der Schmelze bzw. durch Abkühlen, Tempern und/oder Anlassen gebildet werden.
  • Als Trübungsstoffe können hierbei je nach der chemischen Zusammensetzung und dem Zustandsdiagramm des keramischen Systems grundsätzlich alle Komponenten des gesamten keramischen Stoffsystems, z. B. auch SiO2, Al203, ZrO2 usw. be- ziehungsweise Verbindungen zwischen diesen Komponenten, z. B. Aluminium- oder Zirkonsilikate, wirksam sein, sofern diese Stoffe bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Form der erwähnten Teilchen auftreten.
  • Der erwähnte mit den Trübungsteilchen erreichte optische Effekt läßt sich mit den physikalischen Gesetzen der Lichtstreuung erklären, nach denen die verschiedenen Wellenlängen des sichtbaren Lichtes durch die Trübungsteilchen der angegebenen Teilchengröße in verschiedener Weise gestreut werden und denen zufolge die Zahnsubstanz im durchfallenden oder auffallenden Licht verschiedene Färbungen annimmt, indem das stärker gestreute blaue Licht nur in der Aufsicht und das weniger gestreute gelbrote Licht nur in der Durchsicht in Erscheinung tritt.
  • Die Gesetze der Lichtstreuung lehren nun aber, daß es bei der Hervorrufung des beschriebenen Effektes nicht allein auf die Größe der streuenden Teilchen ankommt, sondern auch auf ihre Zahn in der Volumeinheit der umgebenden Substanz und auf den Brechungsindex der Teilchen relativ zu dem der Umgebung. Obgleich man diese Gesetzmäßigkeiten schon seit einer Reihe von Jahrzehnten kennt, fanden sie in der Zahnkeramik noch keine Anwendung.
  • Zwar gelang es der Glastechnologie schon vor längerer Zeit, opaleszierende Gläser zu entwickeln, aber dort handelt es sich einerseits um Herstellungsverfahren, die im allgemeinen wesentlich von denen der Zahnkeramik abweichen, und andererseits um Stoffsysteme, auf die sich die zahnkeramischen Verfahren entweder gar nicht anwenden lassen oder bei Anwendung zahnkeramischer Verfahren unter den gegenwärtigen Entwicklungsbedingungen und bei den heutigen Anforderungen an die Qualität keramischer Zähne zu völlig unbefriedigenden Produkten führen würden.
  • Der Umstand, daß die Gesetze der Lichtstreuung seit langem - zum Teil fast 100 Jahre - bekannt und die vorerwähnten Erfahrungen in der Glastechnologie ebenfalls recht alt sind, ohne daß der Fachmann bislang von diesen Gesetzen bzw. dort gesammelten Erfahrungen auf dem Gebiet der Herstellung von Zahnmassen Gebrauch gemacht hätte, und das Problem der Herstellung von Zahnmassen mit den beschriebenen charakteristischen optischen Eigenschaften zu lösen, zeigt mit Deutlichkeit, daß das erf ndungsgemäße Verfahren in keiner Weise nahegelegen hat. Bedenkt man noch, daß Verfahren zur Herstellung solcher Zähne für die Praxis nur dann bedeutungsvoll sind, wenn sie deren Herstellung ohne außergewöhnlichen Ausschuß erlauben, und berücksichtigt man noch, welche besonderen Anforderungen an die keramischen Zähne gestellt werden (hohe mechanische Festigkeitswerte, gute Biege- und Stoßfestigkeit, gute Temperaturwechselbeständigkeit, gute Schleifbarkeit, geringe Splitterneigung, Stabilität des Opaleszenzeffektes bei den in der Zahntechnik üblichen thermischen Beanspruchungen usw.), dann muß es überraschen, in wie einfacher Weisej durch das erfindungsgemäße Verfahren das schon seit langem bestehende Problem gelöst wurde, in technisch brauchbarer Weise keramische Zähne herzustellen, welche das beschriebene besondere optische Verhalten der natürlichen Zähne zeigen und gleichzeitig die erwähnten besonderen Anforderungen an keramische Zähne erfüllen.
  • Das Verfahren kann beispielsweise derart durchgeführt werden, daß im Rahmen des Brandes auf Temperaturen erhitzt wird, welche zur Bildung einer gesättigten Lösung der Trübungsstoffe in der Grundsubstanz führen. Hierfür sind einer solchen Zweckbestimmung gemäß Art und Menge der Ausgangsstoffe derart aufeinander abzustimmen und auszuwählen, daß sich eine derartige gesättigte Lösung bildet, daß sich aus dieser beim Abkühlen Teilchen der Trübungsstoffe, deren Abmessungen maximal in der Größenordnung der Lichtwellenlänge liegen, ausscheiden. die sich dann im Endprodukt in der vorerwähnten Weise auswirken.
  • Bei einer solchen Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann auch von Rohmischungen ausgegangen werden, innerhalb welcher die Trübungsstoffe teilweise oder völlig in einer Teilchengröße oberhalb der Wellenlänge des Lichtes vorliegen, weil diese Teilchen bei dem Lösungsvorgang - wenn nicht überhaupt, nur eine Reduzierung bis auf die gewünschte Teilchengröße erfolgt - verschwinden und sich dann beim Abkühlen Teilchen in einer Größe unterhalb der Wellenlänge des Lichtes ausscheiden.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann auch eine zweistufige Verfahrensweise über die Herstellung einer Fritte ausgewertet werden. Diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß zunächst ein Gemisch von Grundsubstanzen und Trü- bungsstoffen beliebiger Teilchengröße zu einer übersättigten Lösung verschmolzen wird und dann die so erhaltene Fritte in üblicher Weise zerkleinert und zu Zähnen geformt wird und diese vorzugsweise unter vermindertem Druck gebrannt werden, wobei die Temperaturen derart gesteuert werden, daß eine Ausscheidung zumindest des überwiegenden Teiles der Trübungsstoffe in einer Teilchengröße, die maximal von der Größenordnung der Lichtwellenlänge ist, herbeigeführt wird.
  • Mit Vorteil kann auch so vorgegangen werden, daß zunächst eine übersättigte Fritte aus Grundsubstanzen, z.B. einem Natrium- bzw. Kalium-Aluminium-Silikat, und Trübungsstoffen, z. B. Zirkonoxyd, beliebiger Teilchengröße bei hohen, über dem Schmelzpunkt der keramischen Masse liegenden Temperaturen hergestellt und diese dann in zweckmäßig feinzerkleinertem Zustand und geringen, z. B. bei transparenten Massen etwa 1 bis 50/0 und bei Dentin-Massen etwa 10 bis 20 °/o ausmachenden Mengen üblichen keramischen gefritteten oder ungefritteten Massen zugemischt wird.
  • Diese letzterwähnte Ausführungsform bietet unter anderem den besonderen Vorteil, daß gemäß derselben die bei hoher Temperatur gebrannte Vorfritte zerkleinert und in die Zahnmasse eingewogen werden kann und man so die angestrebten Eigenschaften des Endproduktes bewußt nach Belieben dosieren kann.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können beispielsweise als Grundsubstanz Feldspat oder Natrium- bzw. Kalium-Aluminium-Silikate und als Trübungsstoffe Zinnoxyd, Quarz, Korund und/oder Zirkonoxyd verwendet werden. Mit Vorteil werden hierbei Zahnbrandtemperaturen, die im Bereich von etwa 1250 bis etwa 13500 C liegen, verwendet.
  • Hierbei handelt es sich jedoch keineswegs um kritische Größen.
  • Beispiel 1 Man mischt reinen Feldspat einer Korngröße von unter 50 ,u mit 0,2 Gewichtsprozent Zinnoxyd einer Teilchengröße von weniger als 5 zu einem homogenen Pulver. Dieses wird mit einer Stärkepaste und Wasser zu einer plastischen Masse von in der Zahnkeramik üblicher Konsistenz angeteigt und zu einem Zahn geformt. Dieses wird dann bei einer Temperatur von 13500 C unter einem Druck von 10 mm Hg gebrannt, wobei während der letzten etwa 5 Minuten diese Druckminderung aufgehoben werden kann.
  • Beim Abkühlen scheidet sich ein Teil des gelösten Trübungsmittels in einer Teilchengröße der gewünschten Art aus. Der Zahnschmelz sieht ebenfalls im auffallenden Licht blau und im durchfallenden Licht gelblichrot aus.
  • Beispiel 2 Man mischt reinen Feldspat einer Korngröße unter 50 j mit 8 Gewichtsprozent reinem Korund einer Korngröße von unter 10 p zu einem homogenen Pulver. Dieses wird bei etwa 15500 C verschmolzen und dann abgekühlt. Die so erhaltene Fritte wird in üblicher Weise zu einem Pulver von unter 50 p vermahlen, in der üblichen Weise zu Zähnen verformt, und diese werden 10 Minuten bei 12500 C unter den Druckverhältnissen gemäß Beispiel 1 gebrannt. Auch der so erhaltene Zahnschmelz zeigt im auffallenden Licht eine blaue und im durchfallenden Licht eine gelblichrote Färbung.
  • Beispiel 3 Man mischt 94 Gewichtsteile eines Natrium- bzw.
  • Kalium-Aluminium-Silikates als Grundsubstanz mit 6 Gewichtsteilen feingemahlenem Zirkonoxyd und stellt aus dieser Mischung durch Schmelzen bei hohen, zur Verglasung führenden Temperaturen eine Fritte her. Die so erhaltene Fritte wird nach ihrem Abkühlen fein zermahlen und in Mengen von 1 bis 5 Gewichtsprozent einer üblichen Zahnmasse zugesetzt, die in gleichfalls üblicher Weise zu Zähnen verformt und gebrannt wird.

Claims (6)

  1. PATENTANS PRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung eines keramischen Kunstzahnes mit Trübungsstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Trübungsstoffe in Form von Teilchen, deren Abmessungen maximal in der Größenordnung der Lichtwellenlänge liegen, innerhalb der Schmelze bzw. durch Abkühlen, Tempern und/oder Anlassen gebildet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Rahmen des Brandes auf Temperaturen erhitzt wird, welche zur Bildung einer gesättigten Lösung der Trübungsstoffe in der Grundsubstanz führen, aus welcher Lösung sich beim Abkühlen Teilchen mit Abmessungen, welche maximal von der Größenordnung der Lichtwellenlänge sind, ausscheiden, wobei auch von Rohmischungen ausgegangen werden kann, innerhalb welcher die Trübungsstoffe teilweise oder völlig in einer Teilchengröße oberhalb der Wellenlänge des Lichtes vorliegen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst ein Gemisch von Grundsubstanzen und Trübungsstoffen beliebiger Teilchengröße zu einer, auf die eigentliche Zahnbrandtemperatur bezogen, übersättigten Lösung verschmolzen wird, die so erhaltene Fritte in üblicher Weise zerkleinert und zu Zähnen geformt wird und diese unter vorzugsweise vermindertem Druck gebrannt werden, wobei die Temperaturen derart gesteuert werden, daß eine Ausscheidung zumindest des überwiegenden Teiles der Trübungsstoffe in einer Teilchengröße, welche maximal von der Größenordnung der Lichtwellenlänge ist, herbeigeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine übersättigte Fritte aus Grundsubstanzen und Trübungsstoffen beliebiger Teilchengröße bei hohen, über dem Schmelzpunkt der keramischen Masse liegenden Temperaturen hergestellt und diese dann in zweckmäßig feinzerkleinertem Zustand und geringen Mengen üblichen keramischen gefritteten oder ungefritteten Massen zugemischt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Grundsubstanz Feldspat oder Natrium- bzw.
    Kaliumaluminiumsilikate und als Trübungsstoffe Zinnoxyd, Quarz, Korund und/oder Zirkonoxyd verwendet werden.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieZahnbrandtemperaturen im Bereich von etwa 1250 bis etwa 13500 C liegen.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Dr. Alfred Kuhn, »Kolloidchemisches Taschenbuch«, Leipzig 1953, S. 192, Akademische Verlagsgesellschaft Geest & Portig K. G.
DEZ5035A 1955-07-13 1955-07-13 Verfahren zur Herstellung keramischer Kunstzaehne Pending DE1107892B (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1491042B2 (de) * 1963-10-08 1973-01-18 National Research Development Corp., London Dentalmaterial
DE2403211A1 (de) 1974-01-23 1975-07-24 Dentaire Ivoclar Ets Werkstoff fuer dentalzwecke
EP0389239A1 (de) * 1989-03-21 1990-09-26 Btg International Limited Identifizierbares Zahnrestaurationsmaterial
US5211748A (en) * 1989-03-21 1993-05-18 National Research Development Corporation Identifiable dental restorative material

Non-Patent Citations (1)

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