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Randlochkarte mit Aufzeichnungsträger Die Erfindung bezieht sich auf
eine Randlochkarte mit einer rechteckförmigen Ausnehmung zur Aufnahme eines Aufzeichnungsträgers.
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Ein besonderer Aufzeichnungsträger ist notwendig, wenn für die Dokumentation
von wissenschaftlichem Schriftgut nicht nur Buchstäben und Zahlen als Nachrichten
ermittelt werden sollen. Denn bereits bei der Beschreibung chemischer Vorgänge müssen
z. B. Strukturformeln ausgedrückt werden, welche im einfachsten Fall in der Form
eines Bildes vorliegen. Die Form des Bildes ist gleichzeitig auch -eine der Möglichkeiten,
eine bedeutende Fülle von Nachrichten auf dem Wege der fotografischen Verkleinerung
aufzuzeichnen und sie für den späteren Gebrauch verwendbar zu halten. Die an sich
bekannte Aufspeicherung von Nachrichten geschieht z. B. auf dem Wege der Mikrofilmtechnik
auf Filmbändern beträchtlicher Länge, die z. B. auch mit Marken ausgestattet :sind,
um bestimmte Stellen, an welchen sich die gesuchten Mikrofilmwiedergaben befinden,
aufsuchen zu können.
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Die Aufzeichnungsträger der bekannten Randlochkarten nehmen zwar auch
Teilstücke solcher fotografischen Aufzeichnungen oder Belege auf. Hierbei werden
jedoch die Aufzeichnungsträger in der Ausnehmung der Randlochkarten durch Kleben
bzw. Heften od. dgl. befestigt, wobei gegebenenfalls der Aufzeichnungsträger nochmals
von einer Tasche umgeben wird.
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Durch die feste Verbindung mit der zugeordneten, in der Herstellung
verhältnismäßig billigen Randlochkarte kann der Aufzeichnungsträger jedoch nur zusammen
mit den die Merkmale tragenden Randlochkarten benutzt werden, d. h., der Aufzeichnungsträger
kann nicht beliebig entfernt bzw. ausgewechselt werden. Zur Aufnahme des Aufzeichnungsträgers
sind Randlochkarten auch schon mit einer Vertiefung versehen worden, in die die
Aufzeichnungsträger eingelegt werden. Dadurch müssen jedoch die Randlochkarten aus
einem dickwandigen Karton hergestellt werden. Auch .sind ähnliche Karten als sogenannte
Adressierplatten bekanntgeworden, bei denen der Aufzeichnungsträger z. B. aus einer
Stanniolfolie besteht und mit den Randteilen über einer Ausnehmung der Karte eingelassen
und befestigt ist.
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Des weiteren ist es auch schon bekanntgeworden, Lochkarten aus drei
Schichten herzustellen und in der mittleren, eineZwischenlagebildendenSchichteine
zum Kopfrand der Lochkarte hin offene Ausnehmung zum Einsetzen bzw. Einschieben
des Aufzeichnungsträgers vorzusehen. Abgesehen davon, daß diese Lochkarten zum Nadelsortieren
viel zu schwer sind, steht dem allgemeinen Gebrauch dieser Lochkarten der große
Raumbedarf und die hohen Herstellungskosten entgegen. Insbesondere kann der Aufzeichnungsträger
beim Auswählv organg aus der Ausnehmung herausfallen. Durch die Erfindung >soll
daher die Aufgabe gelöst werden, eine. billige und damit in der Herstellung einfache
Randlochkarte mit einem Aufzeichnungsträger so weiterzubilden, daß .deren Aufzeichnungsträger
zuverlässig,gehaltert und trotzdem beliebig oft und leicht auswechselbar ist.
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Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einer Randlochkarte mit
einer rechteckförmigen Ausnehmung zur Aufnahme des Aufzeichnungsträgers dadurch
gelöst, daß eine Schnittkante der Ausnehmung länger ist als der Abstand der beiden,
etwa senkrecht zu dieser stehenden Schnittkanten, denen am Aufzeichnungsträger je
zwei auf ihre beiden Ränder übergreifende Streifen zugeordnet sind, derart, daß
der von der verlängernden Schnittkante aus in die Ausnehmung eingeschobene Aufzeichnungsträger
mittels der Streifen auswechselbar auf der Randlochkarte gehaltert ist.
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Durch diese Maßnahmen wird eine überaus einfache Randlochkarte geschaffen,
in welcher der Aufzeichnungsträger zuverlässig und trotzdem beliebig auswechselbar
gehalten ist. Die Randlochkarte selbst kann aus einem in der Lochkartentechnik gebräuchlichen,
relativ dünnen Werkstoff gefertigt sein. Die Ausnehmung in der Randlochkarte läßt
sich in einem Schnittvorgang, z. B. mittels einer üblichen Papierstanze, herstellen.
Die den Aufzeichnungsträger aufnehmende Randlochkarte ist in ihrem Herstellungspreis
kaum teurer als andere bekannte Lochkarten gleicher Größen.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Aufzeichnungsträger
zwischen zwei aufeinanderliegenden Folien angeordnet, die im Abstand der Breite
der über die Schnittkantenränder greifenden Streifen durch zwei zueinander parallele
Begrenzungskanten fest miteinander verbunden sind. Dadurch wird zugleich eine Tasche
zum Einschieben des Aufzeichnungsträgers geschaffen. Die so gebildeten und in die
Randzeichnungsträgern
sind ebenfalls in einem Arbeitsgang einfach
herzustellen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
schematisch .dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine Randlochkarte in der Draufsicht,
Fig. 2 die gleiche Randlochkarte in einem Querschnitt.
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Gemäß Fig. 1 und 2 ist jede Randlochkarte 1 mit einem rechteckförmigen
Ausschnitt 2 versehen, der von vier Schnittkanten 3', 3, 4, 5 gebildet wird. Die
Schnittkante 3 ist um einen gewissen Betrag an beiden Enden länger als der gegenseitige
Abstand der beiden senkrecht zu ihr verlaufenden Schnittkanten 4 und 5. Dadurch
wird bewirkt, daß beim Abbiegen der Kartenteilfläche 6 zwei Zungen 7 und 8 entstehen,
die den Anfang einer Führung für eine Tasche 9 bilden, in welche ein Aufzeichnungsträger16
eingeschoben werden kann.
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Die Tasche besteht beim Ausführungsbeispiel aus zwei bündig übereinanderliegenden
Klarsichtfolien 10 und 11, die entlang von zwei die Taschenhöhe bestimmenden Begrenzungskanten
12 miteinander verschweißt sind.
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Die von Schweißnähten gebildeten Begrenzungskanten 12 haben einen
etwas geringeren gegenseitigen Abstand als den gegenseitigen Abstand der zu ihnen
gleichlaufenden Schnittkanten4 und 5 derAusnehmung in der Randlochkarte 1 entspricht.
Sie liegen von den benachbarten äußeren -Kanten der Folien so weit entfernt, daß
an jeder Begrenzungskante zwei Streifen 13 und 14 überstehen, die beim Einführen
der Tasche in den Ausschnitt der Randlochkarte gegen die Kartenfläche der Randlochkarte
1 anliegen. In den zwischen den beiden Begrenzungskanten 12 gelegenen Raum 15 wird
der eigentliche Aufzeichnungsträger 16, z. B. ein Film, Zeichnung, Präparat od.
dgl., eingeschoben und Lochkarten einzuschiebenden Taschen mit den Aufdurch die
beiden Folien 10 und 11 klemmend in der Tasche festgehalten.
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Der Aufzeichnungsträger 16 kann auch ein Tonspurträger sein. Ebenso
besteht die Möglichkeit, in der beschriebenen Weise eine kleinere Loch- oder Randlochkarte
mit einer größeren Randlochkarte zu verbinden. Ein solcher Fall kann z. B. dann
gegeben sein, wenn das Fassungsvermögen der als Träger dienenden Randlochkarte in
bezug auf ,die Anzahl der zum Ausdruck zu bringenden Merkmale nicht ausreicht.