[go: up one dir, main page]

DE1102520B - Mittel zum Schutz von Metallen gegen Spannungskorrosion - Google Patents

Mittel zum Schutz von Metallen gegen Spannungskorrosion

Info

Publication number
DE1102520B
DE1102520B DEB30690A DEB0030690A DE1102520B DE 1102520 B DE1102520 B DE 1102520B DE B30690 A DEB30690 A DE B30690A DE B0030690 A DEB0030690 A DE B0030690A DE 1102520 B DE1102520 B DE 1102520B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stress corrosion
against stress
metals against
protecting metals
dimercapto
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB30690A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Willy Hirschberger
Dr Hans Engel
Dr Hans Krzikalla
Dr Heinz Pohlemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB30690A priority Critical patent/DE1102520B/de
Publication of DE1102520B publication Critical patent/DE1102520B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F11/00Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
    • C23F11/08Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
    • C23F11/10Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids using organic inhibitors
    • C23F11/16Sulfur-containing compounds
    • C23F11/165Heterocyclic compounds containing sulfur as hetero atom
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G, C10K; LIQUEFIED PETROLEUM GAS; ADDING MATERIALS TO FUELS OR FIRES TO REDUCE SMOKE OR UNDESIRABLE DEPOSITS OR TO FACILITATE SOOT REMOVAL; FIRELIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/24Organic compounds containing sulfur, selenium and/or tellurium
    • C10L1/2443Organic compounds containing sulfur, selenium and/or tellurium heterocyclic compounds
    • C10L1/2456Organic compounds containing sulfur, selenium and/or tellurium heterocyclic compounds sulfur with oxygen and/or nitrogen in the ring, e.g. thiazoles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

  • Mittel zum Schutz von Metallen gegen Spannungskorrosion Bei thermischen Druckbehandlungen von kohlenstoffhaltigen Stoffen, wie Kohle, 01, Teer oder deren Destillations- oder Umwandlungsprodukten, z. B. bei der Druckhydrierung oder Krackung der genannten Stoffe, entstehen bekanntlich Produkte, die, insbesondere in kondensierter Form, auf das Apparaturmaterial spannungskorrodierend wirken. Man verwendet daher Apparaturen, die durch Überzüge geschützt oder aus Edelstählen hergestellt sind. Beispielsweise ist bekanntgeworden, daß die Gefahr der Spannungskorrosion, bei der in der Regel keine sichtbaren Korrosionsprodukte entstehen und bei der die anfänglich nicht sichtbaren Schäden der Werkstoffe in einem plötzlichen Aufreißen der unter dem Einfluß von statischen Spannungen stehenden Werkstoffe zutage treten, an unlegiertem oder schwach legiertem Eisen und Stahl dadurch verhindert bzw. zurückgedrängt werden kann, wenn man die Oberfläche der Werkstoffe mit Inhibitoren, wie Acridin, Verbindungen der Acridingruppe, Dibenzylsulfoxyd, Pyridin, Pyridinabkömm.lingen oder Aldehyden, wie Formaldehyd, in Berührung bringt. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die bekannten Inhibitoren nur in unbefriedigendem Maß wirksam sind.
  • Von den in den Reaktionsprodukten enthaltenen Stoffen ist vor allem Schwefelwasserstoff eine die Spannungskorrosion verursachende Verbindung. Aber auch, wenn nach Zusatz von alkalisch wirkenden Verbindungen, z. B. Ammoniak, ein neutrales oder alkalisches Medium vorliegt, besteht weiter die Gefahr der Spannungskorrosion, wenn auch nicht mehr in dem gleichen Ausmaß wie bei sauren Stoffen.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich das Auftreten der Spannungskorrosion weitgehend vermeiden läßt, wenn man bei den genannten thermischen Druckbehandlungen von kohlenstoffhaltigen Stoffen in die Apparateteile, in denen eine Kondensation der Produkte stattfindet, kleine Mengen von 2,5-Dimercapto-1,3,4-thiadiazol oder seinen Derivaten einbringt.
  • Geeignete Stoffe sind neben dem 2,5-Dimercapto-1,3,4-thiadiazol dessen Derivate, z. B. acetyliertes Dimercaptothiadiazol, oder Umsetzungsprodukte des genannten Thiadiazols mit der äquimolekularen Menge von Äthylhexansäurechlorid oder einem Gemisch von aliphatischen Sulfonsäurechloriden mit 8 bis 14 Kohlenstoffatomen. Auch Gemische dieser Stoffe können verwendet werden.
  • Zum Schutz der gefährdeten Apparatur mischt man die genannten Stoffe den umzusetzenden Ölen laufend oder periodisch zu. Für diesen Zweck genügen schon sehr kleine Mengen bis herunter zu 0,00010/0. :Ulan kann aber auch größere Mengen, z. B. etwa 2%, verwenden.
  • Der Schutz der Apparateteile kann auch in der Weise erfolgen, daß man die Innenwände vor der Inbetriebnahme mit Schutzstoffen oder ihren Lösungen, z. B. in Ölen, bestreicht oder bespritzt. Auch in Wasser gelöst oder emulgiert können die genannten Schutzstoffe angewendet werden. In der Regel wird man sie vor der Inbetriebnahme auf die Innenwandungen aufbringen und außerdem während des Verfahrens kleine Mengen davon, zweckmäßig in gelöster oder emulgierter Form, zuführen, z. B. durch Einspritzen einer Lösung oder Emulsion vor den Teilen der Apparatur, in denen Kondensation eintritt.
  • Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse von Versuchen, die mit und ohne Schutzstoff durchgeführt wurden. Es handelt sich dabei um die sogenann.te Hebelprobe (DIN 50900), bei der elastische Metallstreifen, die für Spannungskorrosionen besonders anfällig sind, am unteren Ende senkrecht stehend eingespannt und mit Hilfe eines am oberen Ende angebrachten Hebels durch gleichbleibende Gewichtsbelastung elastisch verformt werden. Die Streifen werden in ein Bad gebracht, in dem sich eine auf gewöhnlicher Temperatur gehaltene Flüssigkeit von bestimmtem px Wert mit bzw. ohne Schutzstoffzusatz befindet.
    Schutzmittel pg-Wert der Mischung 1. Bruch erfolgte nach
    1. Ohne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7,5 (N H3 -i- H2 S) 7 Tagen
    2.0,1°/o Umsetzungsprodukt von
    1 Mo12,5-Dimercapto-1,3,4-thia-
    diazol mit 1 Mol Äthylhexan-
    säurech:lorid . . . . . . . . . .. . . . . . . 7,5 (N H3 -I- H2 S) 104 Tagen
    3. Ohne ....... .. . . . . . . . . . . . . . . . . 2,0 (H Cl -I- H2 S) 5 Stunden
    4. Wie 2. . . . : . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,0 (H Cl -I- H2 S) 168 Stunden
    5. Acridin ...... 2,0 (H Cl -I- H2 S) 33 Stunden
    6. Pyridin ....... 2,0 (H Cl -I- H2 S) 26 Stunden
    7. Dibenzyl- bekannte
    Inhibitoren
    sulfoxyd ..... 2,0 (H Cl -I- H2 S) 72 Stunden
    B. Formaldehyd 2,0 (H Cl -I- H2 S) 15 Stunden
    Die Versuche zeigen, daß bei Zusatz eines 2,5-Dimercapto-1,3,4-thiadiazol-Derivates sowohl im alkalischen wie im sauren Medium die Metallstreifen sehr viel länger der Spannungskorrosion widerstehen als ohne Zusatz oder bei Verwendung der bekannten Inhibitoren.
  • Es ist bekannt, wasserlösliche Phosphate enthaltenden Reinigungsmitteln Verbindungen zuzusetzen, die im Molekül die Struktur aufweisen, worin X Sauerstoff oder Schwefel, Y eine Amino- oder Mercaptogruppe ist und eine der bei jedem der benachbarten Kohlenstoffatome als unverbunden dargestellten Valenzen durch eine Doppelbindung zwischen diesen Kohlenstoffatomen verbraucht sein kann. Diese Zusätze sollen das Anlaufen von Nickel- und Kupferlegierungen vermindern.
  • Ferner ist bekannt, zum Waschen von Textilien in Apparaturen aus emailliertem Stahl oder Aluminium Waschmittel zu verwenden, die außer Alkaliphosphaten und -silikaten Kondensationsprodukte aus tertiären Mercaptanen mit 6 bis 20 Kohlenstoffatomen im Molekül und der 5- bis 20fachen molaren Menge Äthylenoxyd enthalten. Diese Waschmittel sollen die Oberfläche der Waschapparate vor Anätzung, Auf= rauhung und Korrosion schützen. Da die bekannten Mittel nicht unter Bedingungen angewandt werden, unter denen Spannungskorrosion auftritt und da sie andere Zusatzstoffe als Dimercapto-thiadiazole enthalten, ließ sich aus dem Bekannten nicht ableiten, daß 2,5-Dimercapto-1,3,4-thiadiazol und seine Derivate zum Schutz von Metallen gegen Spannungskorrosion sich eignen.
  • Beispiel Schwefelhaltige Rohölrückstände werden in einem Druckgefäß bei einer Temperatur von 480' C und einem Druck von 300 at mit Wasserstoff behandelt. Nach Durchströmen eines Regenerators gelangen die Produkte in einen Kühler, in den in einer Menge von 0,051/9, bezogen auf das Reaktionsprodukt, eine wäßrige Emulsion des Umsetzungsproduktes von 1 Mol 2,5-Dimercapto-1,3,4-thiadiazol mit 1MolÄthylhexansäurechlorid eingespritzt wird. Irgendwelche Korrosionsschäden wurden an der Apparatur, auch nach langer Betriebsdauer, nicht beobachtet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von 2,5-Dimercapto-1,3,4-thiadiazol oder seinen Derivaten als Mittel zum Schutz von Metallen gegen Spannungskorrosion bei der thermischen Druckbehandlung kohlenstoffhaltiger Stoffe, wie Kohle, Öl, Teer oder deren Destillations- oder Umwandlungsprodukte. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. _890 252; deutsche Patentanmeldung p 1541 VI/48 4 B (bekanntgemacht am 27. 7. 1950) ; -USA.-Patentschriften Nr. 2 522 446, 2 544 001, 2547193.
DEB30690A 1954-04-22 1954-04-22 Mittel zum Schutz von Metallen gegen Spannungskorrosion Pending DE1102520B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB30690A DE1102520B (de) 1954-04-22 1954-04-22 Mittel zum Schutz von Metallen gegen Spannungskorrosion

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB30690A DE1102520B (de) 1954-04-22 1954-04-22 Mittel zum Schutz von Metallen gegen Spannungskorrosion

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1102520B true DE1102520B (de) 1961-03-16

Family

ID=6963270

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB30690A Pending DE1102520B (de) 1954-04-22 1954-04-22 Mittel zum Schutz von Metallen gegen Spannungskorrosion

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1102520B (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2522446A (en) * 1948-11-23 1950-09-12 Monsanto Chemicals Detergent compositions
US2544001A (en) * 1948-02-09 1951-03-06 Monsanto Chemicals Cleaning of metallic surfaces
US2547193A (en) * 1949-04-13 1951-04-03 Monsanto Chemicals Pickling of metals
DE890252C (de) * 1950-07-08 1953-09-17 Unilever Ltd Polyphosphathaltige Reinigungsmittel

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2544001A (en) * 1948-02-09 1951-03-06 Monsanto Chemicals Cleaning of metallic surfaces
US2522446A (en) * 1948-11-23 1950-09-12 Monsanto Chemicals Detergent compositions
US2547193A (en) * 1949-04-13 1951-04-03 Monsanto Chemicals Pickling of metals
DE890252C (de) * 1950-07-08 1953-09-17 Unilever Ltd Polyphosphathaltige Reinigungsmittel

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE962489C (de) Sparbeizmittel zum Schutze von Metallen bei der Behandlung mit sauren Mitteln
DE2712900C2 (de) Verfahren zur Reinigung von Metallen im Spritzverfahren
DE69113174T2 (de) Verfahren und Zusammensetzung zum Schutz von Chromstahl.
DE69809118T2 (de) Einsatz von korrosionsverhindernden organischen Säurezusammensetzungen
DE1095623B (de) Einen Inhibitor enthaltendes Saeurebad zum Reinigen und Beizen von Metalloberflaechen
DE1298672B (de) Korrosionsverhinderndes Metallbearbeitungsmittel
DE1169759B (de) Saures Beizbad fuer Metallgegenstaende
DE1521655B1 (de) Korrosionsschutzmittel fuer eisenhaltige Metalle
DE2722819A1 (de) Korrosionsinhibierendes kuehl- und metallbearbeitungsmittel
DE1102520B (de) Mittel zum Schutz von Metallen gegen Spannungskorrosion
DE3033961C2 (de) Wäßriges Bad zum anodischen Entfernen von Metallüberzügen von einem davon verschiedenen Grundmetall sowie ein Verfahren zum anodischen Entfernen von Metallüberzügen unter Verwendung dieses Bades
DE1939042B2 (de) Polyoxyalkylenderivate von Acetylenalkoholen
DE548887C (de) Beizbad zum Beizen von Metallen
DE1810424C3 (de) Verfahren zur feuerungsseitigen Reinigung von Heizkesseln
DE2840499C3 (de) Reinigungsflüssigkeit, insbesondere zur Reinigung metallischer Werkstücke nach einer Oberflächenbearbeitung
DE2317600C3 (de) Wäßerige Flußmittellösungen für die Feuerverzinkung
DE1214821B (de) Schmieroelzusaetze
EP0142627B1 (de) Korrosionsinhibitoren
DE2224339C3 (de) Korrosionsschutzmittel auf der Basis von Isoperthiocyansäurederivaten
DE1160268B (de) Mittel zum Schutz von Metalloberflaechen gegen Spannungskorrosion
DE1768368C3 (de) Wäßriges saures Abbeizbad für eisenhaltige Metalle
DE1621293C3 (de) Verfahren zur stromlosen Abscheidung von Kupferüberzügen auf Edelstahlen durch Zementation
DE1521655C (de) Korrosionsschutzmittel fur eisenhaltige Metalle
DE724397C (de) Verfahren zum Entfernen saurer Bestandteile aus Kohlenwasserstoffdestillaten
DE1111479B (de) Entfettungsmittel fuer Metalle