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Tropfenzähler für Lichtpausmaschinen Die Erfindung betrifft einen
Tropfenzähler für Lichtpausmaschinen mit tropfenweiser Zuführung der zu verdampfenden
oder zu vergasenden Entwicklungsflüssigkeit.
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Bei Vorrichtungen und Maschinen dieser Art arbeitet man zweckmäßigerweise
so, daß die Entwicklerfliissigkeit, z. B. Ammoniakwasser, nur in solchen Mengen
zugeführt wind, .die jeweils verbraucht werden, so daß in dem Entwicklerraum immer
ein bestimmtes Gemenge von Ammoniakgas und Wasserdampf, sowie gegebenenfalls von
anderen Gasen, z. B. Luft, vorhanden ist. Von der Gleichmäßigkeit und Konstanz dieses
Mengenverhältnisses hängt die Gleichmäßigkeit und Güte der Entwicklung, insbesondere
bei kontinuierlicher Durchführung des Lichtpausmaterials durch die Vorrichtung ab.
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Es wurde bereits eine mit flüchtigem, flüssigem Entwickler arbeitende
Lichtpausvorrichtung in Vorschlag gebracht, bei welcher die Entwicklerflüssigkeit
aus einem Entwicki_ervorratsbehälter, über ein Regulierventil und ein Tropfenzählerglas
zugeführt wird. Die Zuflußgeschwindigkeit der Entwicklerflüssigkeit kann an dem
erwähnten Ventil einreguliert und in dem Tropfglas durch Zählen der nacheinander
fallenden Tropfen beobachtet werden. Bei einer Vorrichtung dieser Art ist es erforderlich,
die Kontrolle der Flüssigkeitszufuhr zum Entwicklerbehälter durch eine Bedienungsperson
an Ort und Stelle vorzunehmen. Im Zuge der Einsparung von Arbeitskräften ist es
wünsehenswert, ein Zählelement für Tropfen zu besitzen, bei dem durch den Durchgang
eines Tropfens ein von einer Bedienungsperson unabhängiger, registrier- und damit
zählbarer Vorgang ausgelöst wird.
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Ähnliche Zählelemente für flache aus Metall bestehende Gegenstände,
insbesondere für Münzen, bei deren Durchgang ein Stromstoß ausgelöst wird, sind
bereits bekannt. Dementsprechend wird nach der Erfindung der Tropfenzähler so ausgebildet,
daß in eine: Tropfkammer zwei im Stromkreis einer Signal-, Zähl-oder Registriervorrichtung
oder ihres Schaltrelais liegende Elektroden derart angeordnet sind, daß sie durch
die fallenden Tropfen leitend verbunden werden. Vorausgesetzt ist dabei selbstverständlich,
.daß die verwendete Flüssigkeit elektrisch leitend ist.
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Der erfindungsgemäß ausgebildete Tropfenzähler für Lichtpausmaschinen
ermöglicht eine vom Ort der .Maschine unabhängige Zählung und kann als Grundelement
für eine beliebig ausbaufähige Automatisierung der Flüssigkeitszufuhr dienen. Insbesondere
kann man die durch die fallenden Tropfen der Entwicklerflüssigkeit gegebenen Impulse
in an sich bekannter Weise, z. B. auf einem Registrierpapier, auf einem lichtempfindlichen
Film od. dgl. Träger aufzeichnen.
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Zweckmäßigerweise wird die Innenwandung der Tropfkammer mit einer
elektrisch isolierenden Imprägnierung, Verkleidung oder mit einem entsprechend ausgebildeten
Anstrich versehen.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform .des Erfindungsgegenstandes
beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt eine für Entwicklung mit Ammoniakgas eingerichtete
Entwicklungsmaschine üblicher Bauart, die mit der erfindungsgemäßen Kontrollvorrichtung
für die zugeführten Mengen der Entwicklerflüssigkeit ausgerüstet ist; Fig. 2 zeigt
in vergrößertem Maßstab die Kontrolleinrichtung im Schnitt.
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Im einzelnen bezeichnet in Fig. 1 das Bezugszeichen 1 einen Entwicklungsbehälter,
in dem eine die Entwicklerflüssigkeit, z. B. Ammoniakwasser aufnehmende, zweckmäßig
elektrisch beheizte Schale 2 angeordnet ist. Die Beheizung wird so eingestellt,
daß die in diese Schale einlaufende Ammoniakmenge jeweils sofort verdampft. Im oberen
Teil des Behälters ist eine drehbare, zweckmäßig motorisch angetriebene Leitwalze
3 vorgesehen, um welche das belichtete Material, z. B, ein belichtetes Diazopapier
4, mit Hilfe von Führungsvorrichtungen 5, 6 durch den oberen Teil des Entwicklungsraumes
hindurchgeführt wird. Zur besseren Führung des Papiers ist die Walze 3 mit einem
Drahtkorb 7 od. dgl. umgeben oder mit Andrückrollen ausgestattet, welche das Papier
während seines Durchgangs an der Walze 3 anliegend halten.
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In Verbindung mit dem Entwicklungsgehäuse 1, z. B. innerhalb oder
außerhalb desselben, in lösbarer Verbindung mit der Wandung des Gehäuses oder auch
getrennt von ihm, ist ein Vorratsbehälter 8 vorgesehen, der mit Entwicklerflüssigkeit,
z. B. Ammoniakwasser 9, gefüllt ist. Aus diesem Behälter fließt die Entwicklerflüssigkeit
-durch eine Leitung 10, die mit Hilf eines Hahnes oder Ventils 11 reguliert werden
kann,
in den Kontrollbehälter 12, in den die EntwicklerflÜssigkeit
aus der Spitze 13 der Leitung 10 in Form von Tropfen 14 einfällt.
Die Tropfen werden durch die Leitung 15 weiter nach der Verdampferschale 2 der Entwicklungsvorrichtung
geführt.
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Beim Durchfallen des Behälters 12' gelangen die Tropfen 14 zwischen
zwei Elektroden 16, 17 eines Stromkreises 18, der von einer beliebigen Stromquelle
aus, z. B. von einem elektrischen Verteilernetz aus, gespeist wird. In diesem Stromkreis
liegt eine Signalvorrichtung, z. B. eine Lampe 19, die jedesmal anspricht, z. B.
aufleuchtet, wenn ein Tropfen 14 sich gerade zwischen den Elektroden 16 und 17 befindet
und dabei den Stromkreis 18 schließt. Auf diese Weise hat der Beobachter oder der
Bedienungsmann die Möglichkeit, die Anzahl der Tropfen der Entwicklerflüssigkeit,
die während einer bestimmten Zeit, z. B. zehn Sekunden, durchfallen, zu zählen und
dann zu kontrollieren, ob die der Verdampferschale2 zugeführte Menge .des Ammoniakwassers
dem für die eingestellte Entwicklungsgeschwindigkeit und Durchführungsgeschwindigkeit
der Pausen erforderlichen Betrag entspricht.
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Nach Fig. 2 wird der Auslauf der Ammoniakflüssigkeit aus dem Behälter
12 in bekannter Weise mit Hilfe eines Ventilstiftes 20 geregelt, der mit Gewinde
21 in den Hals der mit dem Boden des Behälters verschraubten Buchse 22 eingeschraubt
ist. Je nach der Einstellung des Stiftes 20 kann eine größere oder geringere Menge
Ammoniakwasser durch die seitlichen Öffnungen 23 hindurchtreten und durch die Bohrung
24 der Buchse 22 abfließen, um beim Fall zwischen die Kontakte 16, 17 zu gelangen
und den Stromkreis 18 zu schließen.
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Um das Auftreten von Kriechströmen in der feuchten Atmosphäre der
Tropfenkammer 12' zu verhindern, kann die Innenwandung derselben z. B. mit einer
isolierenden Imprägnierung, mit einem Überzug oder Anstrich 25, z. B. aus Silikonen
oder silikonhaltigen Stoffen, versehen. sein. Die beschriebene Einrichtung läßt
sich mannigfach im Rahmen der wesentlichen Gedanken abändern und ausgestalten. Die
Regulierung der Tropf enzufuhr aus dem Behälter 12 in die Kammer 12' kann z. B.
auch automatisch geregelt werden, z. B. in Abhängigkeit von der Funktion der Signalvorrichtung,
die in dem vorstehenden Ausführungsbeispiel durch die Lampe 19 verkörpert wird.
Man könnte also z. B. die durch die zwischen den Elektroden 16, 17 durchfallenden
Tropfen und die dadurch erzeugten Impulse von einem Zählwerk oder einer anderen
Registriervorrichtung aufnehmen lassen, welche die Einstellung der Durchflußöffnung
13 und damit .die zugeführte Menge des Ammoniakwassers entsprechend steuert. Diese
Steuerung kann auch derart ausgestaltet werden, daß sie ihrerseits die Transportgeschwindigkeit
.der Lichtpausen durch die Entwicklungsvorrichtung einstellt, oder es können umgekehrt
Zählwerk und Zuflußmenge der Entwicklerflüssigkeit von der Durchlaufgeschwindigkeit
der Lichtpausen aus beeinflußt und .geregelt werden.
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An Stelle eines das Signal 19 selbst enthaltenden und betätigenden
Stromkreises 18 könnte der die Elektroden 16 und 17 enthaltende Stromkreis auch
als Relais-Stromkreis ausgebildet sein, der seinerseits den signalgebenden Stromkreis
beim Durchfallen der Tropfen öffnet oder schließt.
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Die beschriebene Einrichtung .kann selbstverständlich auch zum Zählen
von elektrisch leitenden Tropfen bei anderen Maschinen öder Vorgängen angewandt
werden.